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Sulze

mhd. bis Dial. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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9 in 9 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Sulze

Bd. 4, Sp. 499
Die Sulze, plur. die -n, ein im Hochdeutschen nicht durchgängig bekanntes Wort. 1. Eine Salzlecke wird in vielen Gegenden eine Sulze genannt, es sey nun die mit Salz vermengte Masse, woran das Vieh oder Wild leckt, oder auch der Ort, wo man ihnen dieselbe hinstellet. Daher ist alsdann das Wild sulzen, es durch solche Salzlecken anlocken, um es zu fangen oder zu schießen. 2. Ein Salzwerk, d. i. eine Anstalt, wo Salz aus Sohle gesotten wird, heißt in manchen Gegenden eine Sulze oder Sülze, da denn die Arbeiter in einer solchen Anstalt, welche im Saalkreise Halloren heißen, daselbst Sülzer, und ihr Vorgesetzter der Sulzmeister genannt werden. 3. Eine salzige zusammen geronnene Brühe, z. B. die erkaltete Fischbrühe; in weiterer Bedeutung, auch eine jede geronnene durchsichtige zitternde Substanz, welche man aus thierischen und vegetabilischen Körpern mit Wasser ausziehet und von der überflüssigen Feuchtigkeit befreyet, vermuthlich wegen der Ähnlichkeit mit einer solchen geronnenen salzigen Brühe; die Gallerte, welches Wort im Hochdeutschen üblicher ist. 4. In einigen[] Gegenden heißt alles, was in Salzbrühe oder Essig eingelegt wird, Sulze oder Sülze, Nieders. Sulte, Schwed. Sylta; besonders ein gekochter von den Knochen abgelöseter und in einem Tuche gepreßter Schweinskopf, welcher hernach in Salzbrühe oder Essig verwahret, und im Hochdeutschen auch Preßkopf genannt wird. Es stammt von Salz her, S. dasselbe.
1427 Zeichen · 19 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    sulzeswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    sulze swv. mache salzig, würze. viske sieden noh sulcen H. zeitschr. 8, 152. swer die pieʒen eʒʒen wil, der sol si sulze…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sulze

    Adelung (1793–1801) · +1 Parallelbeleg

    Die Sulze , plur. die -n, ein im Hochdeutschen nicht durchgängig bekanntes Wort. 1. Eine Salzlecke wird in vielen Gegend…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sulze

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Sulze , s. Salzlecke .

  4. modern
    Dialekt
    Sulzef.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Sulze , Sülze f. : 1. a. 'sumpfige Wiese', Silz [ SP-Harths ]. — b. 'Sumpflache'. a. 1596: 2 ½ morgen landts, ist ein R…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sulze

18 Bildungen · 15 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

sulze‑ als Erstglied (15 von 15)

Sulze, Emil

Meyers

sulze·emil

Sulze, Emil , prot. Theolog, geb. 26. Febr. 1832 in Kamenz, wurde 1856 Diakonus in Johanngeorgenstadt, 1857 Prediger in Osnabrück. 1872 Past…

sulzemeier

KöblerMhd

sulze·meier

sulzemeier , st. M. nhd. Vorsteher einer Saline, Inhaber einer Solquelle Q.: Urk (1272) E.: s. sulze, meier W.: nhd. DW- L.: WMU (sulzemeier…

sulzener

Lexer

sulz·ener

sulzener stm. s. v. a. sulzer 1 Bu. 68,9. Erf. w. 2,214.

sulzenære

KöblerMhd

sulzenære , st. M. nhd. Salzsieder, Sülzmacher, Kuttler Q.: WeistErf (Ende 13./1. Hälfte 14. Jh.) E.: s. sulzen W.: nhd. DW- L.: Lexer 217c …

Sulzerberg

SHW

Sulzer-berg Band 5, Spalte 1651-1652

Sulzergrund

SHW

Sulzer-grund Band 5, Spalte 1651-1652

Sulzerweg

SHW

Sulzer-weg Band 5, Spalte 1653-1654

Sulzer, Franz Jos

DWBQVZ

--- F( ranz ). J( os. ) S( ulzer ). altes und neues oder dessen litteralische( ! ) reise durch Siebenbürgen, den Temeswarer Banat, Ungarn, O…

Sulzer, Joh. Georg

DWBQVZ

--- nachträge zu Sulzers allgemeiner theorie der schönen künste s. charaktere der vornehmsten dichter. ---

Sulzerloch

PfWB

sulzer·loch

 Sulzer-loch n. : ehem. FlN; a. 1387: im Sultzerloche [UrkKG 513 (FR-Laumh)]. — Zum ON Obersülzen .

Sulzersbir(eⁿ)

Idiotikon

Sulzersbir(eⁿ) Band 4, Spalte 1495 Sulzersbir(eⁿ) 4,1495

sulze als Zweitglied (3 von 3)

galreidsulze

Lexer

galreid-sulze stf. galantela, galreida, gelatria Voc. 1482.