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Wampe

mhd. bis sprichw. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
10 in 10 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Wampe

Bd. 4, Sp. 1374
Die Wampe, plur. die -n, Diminut. das Wämpchen, Oberd. Wämplein. 1. Der häutige oder fleischige Theil unter dem Kinne, welcher bey Menschen, in dem edlern Ausdrucke, das Unterkinn genannt wird; wie Wamme, S. dasselbe. 2. Die weiche Seite des untern Schmeerbauches, so wie die Dünnung eigentlich die Seite des obern Schmeerbauches ist. 3. Der Unterleib, Schmeerbauch selbst, nur im verächtlichen Verstande, von einem großen, hervor ragenden Bauche. Sich die Wampe füllen. Jemanden in die Wampe stoßen. Anm. Wampe unterscheidet sich von Wamme nur durch den stärkern Ableitungslaut. Wambo, Wamba, ist in den ältesten Deutschen Schriften sehr gemein, den Unterleib zu bezeichnen, und zwar selbst in dem edelsten Verstande. Sinero muoter uuamba, seiner Mutter Leib, von Christo, im Tatian.
785 Zeichen · 17 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    wampe

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    wampe s. wambe.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wampe

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Wampe , plur. die -n, Diminut. das Wämpchen, Oberd. Wämplein. 1. Der häutige oder fleischige Theil unter dem Kinne, …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Wampe

    Goethe-Wörterbuch

    Wampe [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    Wampe

    Südhessisches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Wampe Band 6, Spalte 235-236

  5. Sprichwörter
    Wampe

    Wander (Sprichwörter)

    Wampe Mit leeren Wampen ist nicht gut gampen. – Eiselein, 627; Birlinger, 520. Schwäbisch Wampe = Bauch, Wanst; gampen =…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wampe

31 Bildungen · 30 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

wampe‑ als Erstglied (30 von 30)

wampelig

SHW

wampelig Band 6, Spalte 235-236

Wampelius

Wander

wampel·ius

Wampelius Wampelius stiftet alles Uebel. – Parömiakon, 1434. Traurige Folgen der Unmässigkeit im Genuss.

wampeln

DWB

wampeln , verb. wackeln. westfäl. Woeste 314 , nach schwäb. wampel und wampen ( s. d. 3) früher weiter verbreitet. nasalirte nebenform zu wa…

wampenbad

DWB

wampen·bad

wampenbad , n. bad, das in den noch warmen eingeweiden der ochsen und kühe [ s. wamme 2, b, δ , 3))] genommen wird. in Wien Hügel 185 : wamp…

wampenbries

DWB

wampen·bries

wampenbries , n. ' pankreas ( bauchdrüse ) der schlachtthiere, mürbfleisch '. Höfler krankheitsn. 74 b .

Wampenbuch

ElsWB

wampen·buch

Wampe n buch m. dicker Bauch, Schmeerbauch U. ‘Sin Wampebuch, sin rothi Naas’ Oschmann Schk. 293. †

Wampendrücker

PfWB

wampen·druecker

Wampen-drücker m. : 'Kartoffelkloß', Wampedrickeʳ [LU-Muttstdt GH-Zeisk, Bertram § 289]; vgl. Herzdrücker 1 a, Wampenstecher ; Syn. s. Grund…

Wampenfest

PfWB

wampen·fest

Wampen-fest n. : 'Fest, bei dem viel gegessen wird', -fescht [vereinzelt]; im Bes. 'Kirchweih' [ LA-Venn ] und 'Schlachtfest' [ KU-Rutsw/G ]…

wampenfleck

DWB

wampen·fleck

wampenfleck , m. kuttelfleck ( s. theil 5, 2897), stücke von eingeweiden: wamppenfleck ankedert nimpt der rothuech. Tegernseer fisch- u. ang…

wampengegend

DWB

wampen·gegend

wampengegend , f. die gegend des unterbauchs, ilia. onomatologia medica hrsg. v. Haller ( wundarznei 1756 ) 7, 830. Nemnich 3, 220 . s. wamp…

wampenkessel

DWB

wampen·kessel

wampenkessel , m. dickbäuchiger mensch: wann sich ergetzt und nidersetzt ein solcher wamppenkessel, ligt auff der äx das miszgewächs, man tr…

wampenleben

DWB

wampen·leben

wampenleben , n. der füllung des bauchs gewidmetes leben: dasz sie in der reinigkeit des hertzens grOessere wollsten und ergOetzlichkeiten …

wampenschieber

DWB

wampen·schieber

wampenschieber , m. nach Wander 4, 1775 spitzname der bewohner von Algund in Tirol ' wol wegen der vielen schmaustage die sie halten '.

wampenschmiere

DWB

wampen·schmiere

wampenschmiere , f. salbe für den unterleib: wamperlschmier, unguentum carminativum. Holfert - Arends volksthüml. arzneimittelnamen 3 213.

wampensudler

DWB

wampen·sudler

wampensudler , m. metzger, s. wampenwäscher . Heumann opuscula 689 : löblichister wampensudler-zumpfft zu stadt und vestung Kuffstein wolgel…

wampenvlëc

Lexer

wampen·vlec

wampen-vlëc stm. = kutelvlëc Msh. 3,311 a . Aw. 2. 191,97. Hpt. 14,177.

wampenvogt

DWB

wampen·vogt

wampenvogt , m. der dem bauch ergeben ist: Sabellicus schreibt, dasz kayser Maximinus seye ein solcher wampenvogt gewest, dasz er öffters in…

wampenwäscher

DWB

wampen·waescher

wampenwäscher , m. eingeweidewäscher, verächtliche bezeichnung für ' metzger '. Unger-Khull 616 b : nauch dem so kam Jacob Mainhart, der fla…

wampenwaschære

KöblerMhd

wampen·waschære

wampenwaschære , st. M. nhd. Wampenwäscher, Eingeweidewäscher Q.: Beh (1462-1465) E.: s. wambe, waschen W.: nhd. Wampenwäscher, M., Wampenwä…

wamperling

DWB

wamperling , m. als scheltwort ( wol für einen dicken menschen ) bei Loritza 140 aus Wien angeführt.

wampern

DWB

wampern , verb. schlottern. Loritza 140 . vgl. wampen 1 und wämperlen.

wampessen

RhWB

wampes·sen

wampessen -mbəsə Neuw-Datzeroth schw.: mühsam im Dreck arbeiten, mit Mühe u. Not hindurchfahren.

wampessig

RhWB

wampes·sig

wampessig -mbəsiχ ebd. Adj.: dickwanstig, steif, zäh, vom Dreck, von der Suppe.

wampe als Zweitglied (1 von 1)