lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Prallen

mnd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
14 in 13 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
8
Verweise raus
26

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Prallen

Bd. 3, Sp. 825
Prallen, verb. reg. neutr. welches mit beyden Hülfswörtern gebraucht wird. 1) Mit dem Hülfsworte haben, denjenigen Schall von sich geben und hervor bringen, welchen ein scharf gespannter elastischer Körper macht, wenn er mit Heftigkeit gegen einen andern elastischen oder auch festen Körper getrieben wird. Ich höre etwas prallen. Es hat geprallt. 2) Mit dem Hülfsworte seyn, auf diese Art zurück gestoßen werden, so wohl von elastischen Körpern, wenn sie mit Heftigkeit gegen einander getrieben werden, als auch von einem elastischen Körper, wenn er gegen einen festen, und von einem festen, wenn er gegen einen elastischen Körper getrieben wird. Wenn der Ball gegen die Wand geworfen wird, so prallt er zurück. An etwas prallen, auf solche Art an einen andern Körper getrieben werden. Figürlich gebraucht man es auch wohl zuweilen von Körpern, welche nicht elastisch sind, wenigstens nicht merklich oder sichtbar elastisch sind. So übersetzen viele das Reflectiren der Lichtstrahlen, wenn sie auf eine glatte Fläche stoßen und alsdann unter einem schiefen Winkel wieder zurück geworfen werden, durch zurück prallen, und die Reflexion durch Zurückprallung, zum Unterscheide von der Refraction oder Strahlenbrechung. Daher das Prallen. Anm. Im Nieders. gleichfalls prallen. Es ist das Neutrum von prellen, prallen machen, welches oft, aber unrichtig, statt dieses Neutrius gebraucht wird, S. dasselbe.
1402 Zeichen · 18 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    prallensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    prallen , sw. V. nhd. „prallen“, auf bedrückende Weise eintreten, hereinbrechen Q.: Schlömer 194 (1584) E.: Kluge s. u. …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Prallen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Prallen , verb. reg. neutr. welches mit beyden Hülfswörtern gebraucht wird. 1) Mit dem Hülfsworte haben, denjenigen Scha…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    prallen

    Goethe-Wörterbuch

    prallen subst Inf [ Homunculus zu Thales, mBez auf den von Seismos emporgeschobenen Berg: ] Der Berg war rund, jetzt ist…

  4. modern
    Dialekt
    prallen

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    prallen Band 3, Spalte 3,38

  5. Spezial
    prallen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    pral|len vb.intr. 1 (stoßen) salté (-ta), urté (ürta), reflé (rëfla), splundré (splundra) 2 (intensiv scheinen) baté (ba…

Verweisungsnetz

33 Knoten, 24 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 5 Kompositum 19 Sackgasse 9

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit prallen

9 Bildungen · 1 Erstglied · 5 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von prallen 2 Komponenten

pral+len

prallen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

prallen‑ als Erstglied (1 von 1)

prallen als Zweitglied (5 von 5)

abprallen

DWB

abprallen , repercuti, von etwas zurückprallen. die kugel prallt von der mauer, die axt von dem ast, das wasser von den mühlrädern ab; dasz …

anprallen

DWB

anprallen , assilire, allidere, anstoszen: der stein prallt an die wand an, der hagel an die fenster; der ball prallte an das fenster an; es…

aufprallen

DWB

auf·prallen

aufprallen , allidi, resilire: die kugel, der stein prallt auf. sonst aufprellen ( wie abprellen, anprellen für abprallen, anprallen).

Ableitungen von prallen (3 von 3)

erprallen

DWB

erprallen , illidi, schon sp. 735 unter erbrallen: ihr mark in beinen wallet, und wiederlebend blut in süszem sod erbrallet und färbet herz …

verprallen

DWB

verprallen , verb. durchbringen: der ander es ( das geld ) verdemet, verprallet und verschlemet, vergeudet und verschwendet, pis er in krank…

zerprallen

DWB

zerprallen , verb. , beim anprall zerspringen, bersten: bald sollen die tollen Titanen zerprallen M. Kongehl himmelstürmer (1675) 11 ; jung …

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „prallen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/prallen/adelung
MLA
Cotta, Marcel. „prallen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/prallen/adelung. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „prallen". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/prallen/adelung.
BibTeX
@misc{lautwandel_prallen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„prallen"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/prallen/adelung},
  urldate      = {2026-05-09},
}