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prallen

mnd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
14 in 13 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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8
Verweise raus
26

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

prallen

prallen

prallen Vb. ‘(mit einem Geräusch) heftig auf etw. aufschlagen, auftreffen und zurückgeworfen werden’, mhd. prellen (Prät. pralte, wozu vielleicht auch ein Infinitiv prallen) ‘sich schnell fortbewegen, hervorbrechen, ab-, zurückspringen’, auch (von der Sonne) ‘mit voller Intensität scheinen, direkt und ungehindert auftreffen’ (18. Jh.). Daneben prellen Vb. ‘heftig stoßen, sich durch Stoßen verletzen’, mhd. prellen ‘fortstoßen, werfen’; in älterem Nhd. und im Mhd. (s. oben) auch intransitiv und gleichbed. mit prallen, vgl. ebenfalls gleichbed. zurückprallen und zurückprellen ‘zurückgeworfen, zurückgestoßen werden(auch von Licht und Schall), zurückfahren, -schnellen, -schrecken’ (beide 16. Jh.), vorprallen und vorprellen ‘sich plötzlich und schnell vorwärtsbewegen’ (19. Jh.). Heute vor allem ‘täuschen, übervorteilen, benachteiligen, betrügen’ (18. Jh.), besonders die Zeche prellen; eigentlich ‘mit einem gespannten Tuch oder Fell in die Höhe schnellen’ (16. Jh.), z. B. den Fuchs prellen ‘ihn (zur Belustigung der Jagdgesellschaft) in die Höhe schnellen und durch Wiederauffangen um seine Freiheit, in der er sich durch das Prellen wähnte, betrügen’ (17. Jh.). Danach in der Studentensprache den Fuchs (‘jungen Studenten’) prellen ‘sich von ihm bewirten lassen, auf seine Kosten zechen’ (18. Jh.). Die Herkunft von prallen und prellen ist ungewiß. Es handelt sich wohl (wie bei prall, s. d.) um lautmalende, teils akustische, teils optische Eindrücke wiedergebende Wörter.
1482 Zeichen · 36 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    prallensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    prallen , sw. V. nhd. „prallen“, auf bedrückende Weise eintreten, hereinbrechen Q.: Schlömer 194 (1584) E.: Kluge s. u. …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Prallen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Prallen , verb. reg. neutr. welches mit beyden Hülfswörtern gebraucht wird. 1) Mit dem Hülfsworte haben, denjenigen Scha…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    prallen

    Goethe-Wörterbuch

    prallen subst Inf [ Homunculus zu Thales, mBez auf den von Seismos emporgeschobenen Berg: ] Der Berg war rund, jetzt ist…

  4. modern
    Dialekt
    prallen

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    prallen Band 3, Spalte 3,38

  5. Spezial
    prallen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    pral|len vb.intr. 1 (stoßen) salté (-ta), urté (ürta), reflé (rëfla), splundré (splundra) 2 (intensiv scheinen) baté (ba…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit prallen

9 Bildungen · 1 Erstglied · 5 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von prallen 2 Komponenten

pral+len

prallen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

prallen‑ als Erstglied (1 von 1)

prallen als Zweitglied (5 von 5)

abprallen

DWB

abprallen , repercuti, von etwas zurückprallen. die kugel prallt von der mauer, die axt von dem ast, das wasser von den mühlrädern ab; dasz …

anprallen

DWB

anprallen , assilire, allidere, anstoszen: der stein prallt an die wand an, der hagel an die fenster; der ball prallte an das fenster an; es…

aufprallen

DWB

auf·prallen

aufprallen , allidi, resilire: die kugel, der stein prallt auf. sonst aufprellen ( wie abprellen, anprellen für abprallen, anprallen).

Ableitungen von prallen (3 von 3)

erprallen

DWB

erprallen , illidi, schon sp. 735 unter erbrallen: ihr mark in beinen wallet, und wiederlebend blut in süszem sod erbrallet und färbet herz …

verprallen

DWB

verprallen , verb. durchbringen: der ander es ( das geld ) verdemet, verprallet und verschlemet, vergeudet und verschwendet, pis er in krank…

zerprallen

DWB

zerprallen , verb. , beim anprall zerspringen, bersten: bald sollen die tollen Titanen zerprallen M. Kongehl himmelstürmer (1675) 11 ; jung …