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Feder

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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21 in 18 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Feder

Bd. 2, Sp. 347
Feder Rhfrk östl. einschl. Kreuzn-Nussbaum Eckw fęrə; w. davon -ē-, –E-, Pl. -rərə; Mosfrk fEdər [WMosfrk uSaar, Bitb -ē-, –ēă-; uMos -Er-]; Rip -ęd- [uAhr -d-; Köln -ed-]; SNfrk vE·ə.r, –ē·ə.-; Klevld fEr, –Eər; Pl. -rn, –rə f.: 1. Vogelf. mit Keil, Bart (Fahne). a. am lebenden V., Vugels-, Hohnder-, Krohenf. usf.; Schwanzf., de F.ə van de Flügele Rip, Allg.; en de F.ə plustern sie sträuben Köln; F.n an de Luicht setzen Bitb-Mettend; de F.ə gent Berg stellen Prüm; de F.ə stelle Simm-Mörz; en de F.n geroən (geraten) Gummb-Hesselb. RA., auf den Menschen übertr.: De geht hih (hoch) an (in) der F. ist stolz Bitb-Mettend. Den hot F.n er ist reich Wittl-Binsf. De F.n hange lote mutlos sein Mörs. Der wiərd bal widder en de F.ə schlohn übermütig werden, vom Kranken gesagt Sieg-Rhönd. An den F.n kennt men den Vogel vom Äussern des Menschen lassen sich Schlüsse auf seinen Charakter ziehen Sol, Allg. Sching F.ə machen sching Vigel schöne Kleider m. sch. Menschen Bitb; de F.ə zieren de V. on de Kler (Kleider) de Mann; den se het, den treckt se an Mörs-Xanten, Dür-Winden. Die frihen Veəl brauchen bei den späden kän F. ze leihen vom Hafer gesagt Birkf-Schwarzenb. Dat os e schlech V., de seng F.n net dreht Prüm-Ihren. Dat sind twe Vügel van ener F. egal schlecht Gummb. Et flegt nach kei Vigelche iwer sei Dach, et moss e F.che losse er versteht alles auszunützen Neuw-Datzeroth, Simm-Horn, Gummb-Harschd; wammer üver der Mart geiht, moss mer e F.che hingerlosse man wird gehechelt, gerupft Köln. Dem han se en got F. usgetrocke ihm ist ein Wohltäter gestorben Schleid-Reifferschdt; wer kein F.n hät, de ka mer och nit roppe wer nichts hat, dem kann man nichts abnehmen Köln; sei hat luter en F.chen an mi utteruppen zu rügen Gummb; he rappt jederm Spatz (Vugel) e F.chen aus er hat die schwachen Seiten seines Nächsten gleich weg Neuw-Datzeroth; em de F.cher roppen Schlechtes über ihn sagen Saarbg-Taben Rodt; se hon mer de F.ə ausgeroppt beim Kartensp. Simm-Schlierschd; den kret de F.cher geroppt erhält einen Verweis Merz-Bergen; vor wat schabt mer de Käs? Wann er F.ə hätt, däht mehr ne roppe Ottw; enge de F.n usplöcke sein Geld durch List ablocken Aach; dem wörd en F. utgeplout (ausgepflückt) er kommt aus besseren in schlechtere Verhältnisse MGladb; sech en Jon (ganze Stelle) F. utplöcke eine grosse Dummheit machen zum eigenen Schaden, sich selbst im Licht stehen, bes. wenn ein Liebesverhältnis sich gelöst hat u. es dem Mädchen nachher leid ist Kref-Linn; den ös en fett F. utgeplock ihm ist eine gute Einnahmequelle verloren gegangen Nfrk. Dem han se de F.ə gestüpp (gekürzt) seinen Leichtsinn beschnitten Dür-Gürzenich. — b. die vom V. gelöste F. RA.: Lech (leicht) wie en F. Rip, Allg. Sieve Gangs (Gänse), sieve Joəhr, send de F.ə noch net schwoər MGladb. De kann e F. in die Luft blose (opbl.) er ist zu einer gewissen Wohlhabenheit gekommen Hunsr, Allg.; hej kann gen F. van de Röster bl. er ist körperlich sehr schwach Klevld. Woərt on F.ə gonn vell op e Pongk Bo-Dransd. — Im bes. α. Bettf. RA.: Besser F.ə em Bett als om Hot Neuw-Unkel. Sich en de F.ə döje (däuen) schlafen gehen Aach-Merkst. Er kennt net aus de F.ə Bernk, Allg. Van den F.n op et Strüh kommen verarmen Sol. Gott help die Lüt, die op Kössen schlopen, sat Ulespegel, du hatt hei met de Kopp op ein F. gelegen Mörs-Neuk. Schlop ek nit op F.n, schl. ek doch op Stroh, dann steck mech ok ken F. in de Fott, dann bitt (beisst) mech ok ken Floh Mörs. — β. Hutf. RA.: Besser e Steck Bruckt (Brot) on der Teisch (im Säckel; en Kurscht em Sack) os wie en F. op dem Hut Prüm-Ihren, Allg. De kann sich en F. op de Hot steiche sich seines Erfolges freuen MüEif. Hoppelde, h., Reider, Sawel of de Seider, F. op den Hut, da stiht dem Hans-chę gut! Trier. Hopp, h. op den Drapp, morgen es et Sonndag; dann komen de Here möt de wite F.ə usf. Kref, Nfrk. — γ. die Einzelf. zum technischen Gebrauch, z. B. en F. zom Krenzeln Reinigen des Getreides udgl. — 2. übertr. a. scherzh. Bartflaum; de wess noch net, of et F.ə oder Hor get Rip, Allg., — es noch am processen, of et Hor weren or F.n Elbf; er hat jo e paar F.ə Ottw, Verbr., — de irschte F.ə Kobl-Neuend. — b. technisch. α. Stahlfeder zum Schreiben, meist F.che Allg.; er es mit der F. gut bewannert schreibfertig Bernk-Crummenau; en as an (in) der F. erdurich Bitb-Rittersd; ech wess schlecht met der F. umzegohn Prüm-Mürlenb, Allg.; ech hätt et nach em Kopp, äwel ech kreien et net aus der F.; ich wöll dem net inner de F. fallen; den hot en spetz F. Prüm-Mürlenb, Allg. RA.: Wenn de Notären on de Afekoten nummen en F. oschlihn, da wird mer gewohr, wufir et gangen hot Prüm-Mürlenb. Dat es net met F. en Enk (Tinte) ze beschrive Aach. Mer ment, der hätt der Sau die F. on de Schwanz gebunn so schlecht ist das geschrieben Saarbr-Berschw. — Bleibt die fallende F. in der Erde stecken, so bedeutet dies einen Besuch oder Brief Allg. — β. elastische Stahlf., z. B. Uhrf., F. am Wagen, Sprungf. udgl.; de F. es afgelofe (gespronge); de F. opdrehen Allg. — Am Spinnrad der um die Spule herumlaufende zum Leiten des Fadens dienende Doppelhaken mit Stahlzwicken Birkf-Idar. — γ. der in der Nute des einen Brettes eingreifende Teil des andern Br.; Bredder met F. on Nut Eusk, Rheinb, OBerg. — δ. die dicht unter dem Radkasten hohl angelagerten Querbalken, die gegen Anfahrungen von der Wasserseite her schützen; die federnden Schlepphaken auf Schraubendampfern, in denen die Kauschen der Schlagstränge hängen Rheinschiff. — ε. Der Teil der Plätt, des Hufbeschlags der Ochsen oder der Fahrkuh, der oben um die Klaue gebogen wird Daun-Strohn. — c. Federwolke; vüəl Feərən an der Hemmel gef schlech Weər Kemp-Waldniel. — d. das Fett in den Seiten der Schweine, Lünte, Flomen, verächtl. auch das Fett der Menschen Simm, Mos, Eif, Monsch, Aach, Jül, Eup, Selfk. RA.: En gut F. am (im) Leif hon wohlbeleibt sein Bitb. — e. F.ə Dornfortsätze des Rückgrates beim Vieh Kemp-Dülken. — f. F.che(r) Federnelke, dianthus plumarius, caesius u. a. Abarten Saarbr, Ottw; Flieder, syringa Ottw-Hüttigw Rassw. — Abl.: et Gefeddersch Gefieder Rip.
6134 Zeichen · 195 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    federst. F.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    feder , st. F. Vw.: s. veder

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fêder

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Die Fêder , plur. die -n, Diminut. das Federchen, Oberd. das Federlein. 1. Eigentlich, diejenigen leichten, elastischen …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Feder

    Goethe-Wörterbuch

    Feder Mehrzahl der 420 Belege in A 4 A Vogelfeder u daran anschließende Vorstellungen 1 im eigentl Sinn a Teil des Gefie…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Feder

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Feder , Johann Georg Heinrich, als eklektischer Philosoph u. Gegner Kants bekannt, geb. 1740 zu Schornweisach bei Bayreu…

  5. modern
    Dialekt
    Federf.

    Lothringisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Feder [fèdər fast allg.; féïdər Bo. ; fiədər Oberk.; fèlər Schw. — Pl. fèdərə, féïdərn] f. 1. Vogelfeder: De Fädre gehn …

  6. Sprichwörter
    Feder

    Wander (Sprichwörter)

    Feder 1. An den Federn erkennet man den Vogel. – Henisch, 1030; Eyering, I, 88 u. 419; III, 205; Lehmann, 916, 2; Blum, …

  7. Latein
    feder

    Mittellateinisches Wb.

    feder - v. foeder-. Pörnbacher

  8. Spezial
    Feder

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Fe|der f. (-,-n) 1 (Vogel) plöma (-mes) f. 2 (zum Schreiben) pëna (pënes) f. 3 ‹tecn› pëna (pënes) f. 4 (mit Nut) mandl …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit feder

577 Bildungen · 508 Erstglied · 67 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von feder

federn + -er

feder leitet sich vom Lemma federn ab mit Suffix -er, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

feder‑ als Erstglied (30 von 508)

feder 40 und häufiger

KöblerAfries

feder 40 und häufiger , M. (kons.) nhd. Vater ne. father (M.) ÜG.: lat. pater K 14, L 6, L 2, L 4, L 15 Vw.: s. alda-, bijecht-, feders-, mō…

Federball

SHW

Feder-ball Band 2, Spalte 393-394

Federbein

SHW

Feder-bein Band 2, Spalte 393-394

Federbett

SHW

Feder-bett Band 2, Spalte 393-394

Federblume

SHW

Feder-blume Band 2, Spalte 393-394

Federbusch

SHW

Feder-busch Band 2, Spalte 393-394

Federbutz

SHW

Feder-butz Band 2, Spalte 393-394

Federdose

SHW

Feder-dose Band 2, Spalte 393-394

Federfuß

SHW

Feder-fuß Band 2, Spalte 393-394

Federgras

SHW

Feder-gras Band 2, Spalte 393-394

Federgriff

SHW

Feder-griff Band 2, Spalte 393-394

Federhacke

SHW

Feder-hacke Band 2, Spalte 393-394

feder als Zweitglied (30 von 67)

adlersfeder

DWB

adler·s·feder

adlersfeder , f. wenn man ein adlersfeder zu andern federn legen thut, so friszt sie der ein ganzen hauf. B. Ringwald laut. wahrh. 329 .

Advocatenfeder

Wander

advocat·en·feder

Advocatenfeder Advocatenfedern und Winzermesser schneiden gleich gut. It. : La penna dell' avvocato è un coltello di vendemmia.

deckelfeder

DWB

deckel·feder

deckelfeder , f. eine stahlfeder am schlosz des schieszgewehrs, um den deckel auf der pfanne festzuhalten.

deckfeder

DWB

deck·feder

deckfeder , f. die kleinen federn die flügel und schwanz der vögel oben und unten bedecken, tectrices.

federsfeder

KöblerAfries

feder·s·feder

federsfeder , M. (kons.) nhd. Vatersvater, Großvater väterlicherseits ne. father (M.) of the father Q.: W E.: s. feder L.: Rh 730b

fettfeder

DWB

fett·feder

fettfeder , f. penna adiposa, feder an den fettdrüsen, über dem steisz der vögel. einem die fettfedern ausziehen, ihn arm machen.

flaumfeder

DWB

flaum·feder

flaumfeder , f. pluma mollissima: ich küste seine kalten lippen ... und gewis wäre ich wie eine flaumfeder von seinem hauche bewegt worden, …

Flōßfêder

Adelung

floss·feder

Die Flōßfêder , plur. die -n, die durch verschiedene Gräten unterstützten Häute an den Fischen, welche das Werkzeug ihrer Bewegung im Wasser…

Flugfeder

Wander

flug·feder

Flugfeder Einem die Flugfedern ausrupfen. – Brandt, Nsch., 73.

fockfeder

DWB

fock·feder

fockfeder , f. reiherfeder: der focke hat auf dem kopf drei federn in gestalt eines kleeblatts. fockfedern, pennae ardeae, quae capiti innas…

Fuchsfeder

Wander

fuchs·feder

Fuchsfeder Einem die Fuchsfedern streichen. – Parömiakon, 1322. Ihm schmeicheln.

gänsefeder

DWB

ganse·feder

gänsefeder , f. calamus anserinus, calamus scriptorius, gänsfeder Henisch 1349 , gansfeder Rädlein 319 a . aber nicht blosz von den langen f…

gauchfeder

DWB

gauch·feder

gauchfeder , gauchsfeder , f. 1 1) gauchfäderen an jungen vogeln, lanugo, gauchhaar. Maaler 158 b , aus Frisius 755 a ; lanugo, die gauchfed…

haarfeder

DWB

haar·feder

haarfeder , f. flaumfeder junger vögel; vgl. haar II, 2 ( sp. 12).

hahnenfeder

DWB

hahnen·feder

hahnenfeder , f. schwungfeder eines hahnes: zwo goldgäl hahnenfädern. Heuszlin vogelb. 78 a . vielfach als schmuck auf die kopfbedeckung ges…

Hahnfeder

Wander

hahn·feder

Hahnfeder 1. Was von Hahnenfedern ist, findet sich bald. 2. Sie ist eine Hahnfeder. Von einem wilden, ausgelassenen Mädchen, auch einer sitt…

Hahnreifeder

Wander

hahnrei·feder

Hahnreifeder 1. Einem Hahnreifedern aufsetzen. Frz. : Coupauder quelqu'un. ( Kritzinger, 180 b . ) 2. Hahnreifedern tragen. So viel wie Hörn…

hutfeder

DWB

hut·feder

hutfeder , f. feder auf einem hute: stumm und gedemüthigt blickte ich vor mir hin, und spielte an meiner weiszen hutfeder. Thümmel 4, 506 .

Jakobifeder

Wander

jakobi·feder

Jakobifeder Auf Jakobifedern liegen. – Schöpf, 126. Scherzweise für Stroh.

mastfeder

DWB

mast·feder

mastfeder , f. , plur. mastfedern, kleine kurze fette federn am steisz einer gans, die man vor der mastung auszurupfen pflegt. öcon. lex. 15…

Mausefêder

Adelung

mause·feder

Die Mausefêder , plur. die -n, Federn, welche den Vögeln in der Mause, oder wenn sie sich mausen, ausfallen.

Meerfêder

Adelung

meer·feder

Die Meerfêder , plur. die -n, eine knorpelartige Thierpflanze im Meere, welche die Gestalt einer Feder hat, nicht an einem Orte fest sitzet,…

Meisenfeder

Wander

meise·n·feder

Meisenfeder Kaum ainer maysen vedern schwär. – Hätzlerin, Liederbuch, LXXV, 84.

mittelfeder

DWB

mittel·feder

mittelfeder , f. in der mitte befindliche feder: die mittelfeder im schwanze eines vogels. unter den bettfedern werden mittelfedern die zwis…

Ableitungen von feder (2 von 2)

federe

KöblerMhd

federe , sw. F. Vw.: s. vedere

gefeder

DWB

gefeder , gefiedert, mhd. gevëder, auch ungevëder ( wb. 3, 287), ahd. gifëdar ( s. unter gefieder), im 15. jahrh.: volatilis, gefeder. Dief.…