lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

feder

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
21 in 18 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
Verweise rein
77
Verweise raus
77

Eintrag · Rheinisches Wb.

Feder

Bd. 2, Sp. 347
Feder Rhfrk östl. einschl. Kreuzn-Nussbaum Eckw fęrə; w. davon -ē-, –E-, Pl. -rərə; Mosfrk fEdər [WMosfrk uSaar, Bitb -ē-, –ēă-; uMos -Er-]; Rip -ęd- [uAhr -d-; Köln -ed-]; SNfrk vE·ə.r, –ē·ə.-; Klevld fEr, –Eər; Pl. -rn, –rə f.: 1. Vogelf. mit Keil, Bart (Fahne). a. am lebenden V., Vugels-, Hohnder-, Krohenf. usf.; Schwanzf., de F.ə van de Flügele Rip, Allg.; en de F.ə plustern sie sträuben Köln; F.n an de Luicht setzen Bitb-Mettend; de F.ə gent Berg stellen Prüm; de F.ə stelle Simm-Mörz; en de F.n geroən (geraten) Gummb-Hesselb. RA., auf den Menschen übertr.: De geht hih (hoch) an (in) der F. ist stolz Bitb-Mettend. Den hot F.n er ist reich Wittl-Binsf. De F.n hange lote mutlos sein Mörs. Der wiərd bal widder en de F.ə schlohn übermütig werden, vom Kranken gesagt Sieg-Rhönd. An den F.n kennt men den Vogel vom Äussern des Menschen lassen sich Schlüsse auf seinen Charakter ziehen Sol, Allg. Sching F.ə machen sching Vigel schöne Kleider m. sch. Menschen Bitb; de F.ə zieren de V. on de Kler (Kleider) de Mann; den se het, den treckt se an Mörs-Xanten, Dür-Winden. Die frihen Veəl brauchen bei den späden kän F. ze leihen vom Hafer gesagt Birkf-Schwarzenb. Dat os e schlech V., de seng F.n net dreht Prüm-Ihren. Dat sind twe Vügel van ener F. egal schlecht Gummb. Et flegt nach kei Vigelche iwer sei Dach, et moss e F.che losse er versteht alles auszunützen Neuw-Datzeroth, Simm-Horn, Gummb-Harschd; wammer üver der Mart geiht, moss mer e F.che hingerlosse man wird gehechelt, gerupft Köln. Dem han se en got F. usgetrocke ihm ist ein Wohltäter gestorben Schleid-Reifferschdt; wer kein F.n hät, de ka mer och nit roppe wer nichts hat, dem kann man nichts abnehmen Köln; sei hat luter en F.chen an mi utteruppen zu rügen Gummb; he rappt jederm Spatz (Vugel) e F.chen aus er hat die schwachen Seiten seines Nächsten gleich weg Neuw-Datzeroth; em de F.cher roppen Schlechtes über ihn sagen Saarbg-Taben Rodt; se hon mer de F.ə ausgeroppt beim Kartensp. Simm-Schlierschd; [] den kret de F.cher geroppt erhält einen Verweis Merz-Bergen; vor wat schabt mer de Käs? Wann er F.ə hätt, däht mehr ne roppe Ottw; enge de F.n usplöcke sein Geld durch List ablocken Aach; dem wörd en F. utgeplout (ausgepflückt) er kommt aus besseren in schlechtere Verhältnisse MGladb; sech en Jon (ganze Stelle) F. utplöcke eine grosse Dummheit machen zum eigenen Schaden, sich selbst im Licht stehen, bes. wenn ein Liebesverhältnis sich gelöst hat u. es dem Mädchen nachher leid ist Kref-Linn; den ös en fett F. utgeplock ihm ist eine gute Einnahmequelle verloren gegangen Nfrk. Dem han se de F.ə gestüpp (gekürzt) seinen Leichtsinn beschnitten Dür-Gürzenich. — b. die vom V. gelöste F. RA.: Lech (leicht) wie en F. Rip, Allg. Sieve Gangs (Gänse), sieve Joəhr, send de F.ə noch net schwoər MGladb. De kann e F. in die Luft blose (opbl.) er ist zu einer gewissen Wohlhabenheit gekommen Hunsr, Allg.; hej kann gen F. van de Röster bl. er ist körperlich sehr schwach Klevld. Woərt on F.ə gonn vell op e Pongk Bo-Dransd. — Im bes. α. Bettf. RA.: Besser F.ə em Bett als om Hot Neuw-Unkel. Sich en de F.ə döje (däuen) schlafen gehen Aach-Merkst. Er kennt net aus de F.ə Bernk, Allg. Van den F.n op et Strüh kommen verarmen Sol. Gott help die Lüt, die op Kössen schlopen, sat Ulespegel, du hatt hei met de Kopp op ein F. gelegen Mörs-Neuk. Schlop ek nit op F.n, schl. ek doch op Stroh, dann steck mech ok ken F. in de Fott, dann bitt (beisst) mech ok ken Floh Mörs. — β. Hutf. RA.: Besser e Steck Bruckt (Brot) on der Teisch (im Säckel; en Kurscht em Sack) os wie en F. op dem Hut Prüm-Ihren, Allg. De kann sich en F. op de Hot steiche sich seines Erfolges freuen MüEif. Hoppelde, h., Reider, Sawel of de Seider, F. op den Hut, da stiht dem Hans-chę gut! Trier. Hopp, h. op den Drapp, morgen es et Sonndag; dann komen de Here möt de wite F.ə usf. Kref, Nfrk. — γ. die Einzelf. zum technischen Gebrauch, z. B. en F. zom Krenzeln Reinigen des Getreides udgl. — 2. übertr. a. scherzh. Bartflaum; de wess noch net, of et F.ə oder Hor get Rip, Allg., — es noch am processen, of et Hor weren or F.n Elbf; er hat jo e paar F.ə Ottw, Verbr., — de irschte F.ə Kobl-Neuend. — b. technisch. α. Stahlfeder zum Schreiben, meist F.che Allg.; er es mit der F. gut bewannert schreibfertig Bernk-Crummenau; en as an (in) der F. erdurich Bitb-Rittersd; ech wess schlecht met der F. umzegohn Prüm-Mürlenb, Allg.; ech hätt et nach em Kopp, äwel ech kreien et net aus der F.; ich wöll dem net inner de F. fallen; den hot en spetz F. Prüm-Mürlenb, Allg. RA.: Wenn de [] Notären on de Afekoten nummen en F. oschlihn, da wird mer gewohr, wufir et gangen hot Prüm-Mürlenb. Dat es net met F. en Enk (Tinte) ze beschrive Aach. Mer ment, der hätt der Sau die F. on de Schwanz gebunn so schlecht ist das geschrieben Saarbr-Berschw. — Bleibt die fallende F. in der Erde stecken, so bedeutet dies einen Besuch oder Brief Allg. — β. elastische Stahlf., z. B. Uhrf., F. am Wagen, Sprungf. udgl.; de F. es afgelofe (gespronge); de F. opdrehen Allg. — Am Spinnrad der um die Spule herumlaufende zum Leiten des Fadens dienende Doppelhaken mit Stahlzwicken Birkf-Idar. — γ. der in der Nute des einen Brettes eingreifende Teil des andern Br.; Bredder met F. on Nut Eusk, Rheinb, OBerg. — δ. die dicht unter dem Radkasten hohl angelagerten Querbalken, die gegen Anfahrungen von der Wasserseite her schützen; die federnden Schlepphaken auf Schraubendampfern, in denen die Kauschen der Schlagstränge hängen Rheinschiff. — ε. Der Teil der Plätt, des Hufbeschlags der Ochsen oder der Fahrkuh, der oben um die Klaue gebogen wird Daun-Strohn. — c. Federwolke; vüəl Feərən an der Hemmel gef schlech Weər Kemp-Waldniel. — d. das Fett in den Seiten der Schweine, Lünte, Flomen, verächtl. auch das Fett der Menschen Simm, Mos, Eif, Monsch, Aach, Jül, Eup, Selfk. RA.: En gut F. am (im) Leif hon wohlbeleibt sein Bitb. — e. F.ə Dornfortsätze des Rückgrates beim Vieh Kemp-Dülken. — f. F.che(r) Federnelke, dianthus plumarius, caesius u. a. Abarten Saarbr, Ottw; Flieder, syringa Ottw-Hüttigw Rassw. — Abl.: et Gefeddersch Gefieder Rip.
6140 Zeichen · 195 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    federst. F.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    feder , st. F. Vw.: s. veder

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fêder

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Die Fêder , plur. die -n, Diminut. das Federchen, Oberd. das Federlein. 1. Eigentlich, diejenigen leichten, elastischen …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Feder

    Goethe-Wörterbuch

    Feder Mehrzahl der 420 Belege in A 4 A Vogelfeder u daran anschließende Vorstellungen 1 im eigentl Sinn a Teil des Gefie…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Feder

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Feder , Johann Georg Heinrich, als eklektischer Philosoph u. Gegner Kants bekannt, geb. 1740 zu Schornweisach bei Bayreu…

  5. modern
    Dialekt
    Federf.

    Lothringisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Feder [fèdər fast allg.; féïdər Bo. ; fiədər Oberk.; fèlər Schw. — Pl. fèdərə, féïdərn] f. 1. Vogelfeder: De Fädre gehn …

  6. Sprichwörter
    Feder

    Wander (Sprichwörter)

    Feder 1. An den Federn erkennet man den Vogel. – Henisch, 1030; Eyering, I, 88 u. 419; III, 205; Lehmann, 916, 2; Blum, …

  7. Latein
    feder

    Mittellateinisches Wb.

    feder - v. foeder-. Pörnbacher

  8. Spezial
    Feder

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Fe|der f. (-,-n) 1 (Vogel) plöma (-mes) f. 2 (zum Schreiben) pëna (pënes) f. 3 ‹tecn› pëna (pënes) f. 4 (mit Nut) mandl …

Verweisungsnetz

145 Knoten, 146 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 6 Hub 3 Kompositum 124 Sackgasse 12

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit feder

804 Bildungen · 508 Erstglied · 294 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von feder

federn + -er

feder leitet sich vom Lemma federn ab mit Suffix -er, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

feder‑ als Erstglied (30 von 508)

feder 40 und häufiger

KöblerAfries

feder 40 und häufiger , M. (kons.) nhd. Vater ne. father (M.) ÜG.: lat. pater K 14, L 6, L 2, L 4, L 15 Vw.: s. alda-, bijecht-, feders-, mō…

Federball

SHW

Feder-ball Band 2, Spalte 393-394

Federbein

SHW

Feder-bein Band 2, Spalte 393-394

Federbett

SHW

Feder-bett Band 2, Spalte 393-394

Federblume

SHW

Feder-blume Band 2, Spalte 393-394

Federbusch

SHW

Feder-busch Band 2, Spalte 393-394

Federbutz

SHW

Feder-butz Band 2, Spalte 393-394

Federdose

SHW

Feder-dose Band 2, Spalte 393-394

Federfuß

SHW

Feder-fuß Band 2, Spalte 393-394

Federgras

SHW

Feder-gras Band 2, Spalte 393-394

Federgriff

SHW

Feder-griff Band 2, Spalte 393-394

Federhacke

SHW

Feder-hacke Band 2, Spalte 393-394

feder als Zweitglied (30 von 294)

Achselfeder

Campe

achsel·feder

Die Achselfeder , Mz. die — n, bei den Enten und einigen Mewen, die steifen Federn, die unter der Achsel liegen.

ADLERFEDER

DWB2

adler·feder

DWB2 ADLERFEDER , adlersfeder f. DWB2 feder des adlers; auch bildl., ausgehend v. d. vorstellung, daß adlerfedern andere federn verzehren: D…

adlersfeder

DWB

adler·s·feder

adlersfeder , f. wenn man ein adlersfeder zu andern federn legen thut, so friszt sie der ein ganzen hauf. B. Ringwald laut. wahrh. 329 .

Advocatenfeder

Wander

advocat·en·feder

Advocatenfeder Advocatenfedern und Winzermesser schneiden gleich gut. It. : La penna dell' avvocato è un coltello di vendemmia.

Afterfeder

Campe

after·feder

Die Afterfeder , Mz. die — n, die hintern Deckfedern im Schwanze der Vögel.

Bluetfëder

ElsWB

bluet·feder

Bluetfëder f. nicht völlig ausgewachsene Gänsefeder, in deren Kiel noch Blut steckt Obsteinbr.

bogenfeder

DWB

bogen·feder

bogenfeder , f. hutmachern ein stück leder, worüber die darmsaite eines fachbogens geht.

Damenfeder

GWB

damen·feder

Damenfeder frz flektiert ‘Dames’ Schmuckfeder Schicken Sie mir doch bald möglichst von den grosen Dames Federn, Sie wissen ia solche Hahnen …

daunenfeder

DWB2

daune·n·feder

daunenfeder f. : 1553 Elisabeth v. Braunschweig-L. fürstenbrw. 227 M. 1965 frankf. allg. ztg. 289,7.

deckelfeder

DWB

deckel·feder

deckelfeder , f. eine stahlfeder am schlosz des schieszgewehrs, um den deckel auf der pfanne festzuhalten.

deckfeder

DWB

deck·feder

deckfeder , f. die kleinen federn die flügel und schwanz der vögel oben und unten bedecken, tectrices.

drahtfeder

DWB

draht·feder

drahtfeder , f. sprungfeder aus gewundenem draht. bei den schriftgieszern wie drahtbogen.

druckfeder

DWB

druck·feder

druckfeder , f. elastische stücke stahl in einem wagen. ein kaleschwagen mit sitzbänken, auf druckfedern ruhend Berliner zeitung. der bekann…

dürrfeder

DWB

duerr·feder

dürrfeder , f. der knopf an einem kleinen cylinder, den man eindrückt, wenn die repetieruhr schlagen soll, franz. le poussoir.

dunfeder

DWB

dun·feder

dunfeder , f. flaumfeder Hupel Liefl. idiot. 54 . dunfedern plumae molliores Stieler 348 .

Enterichsfeder

PfWB

enterich·s·feder

Enterichs-feder f. : ' Haarlocke ', Enderichsfeddeʳ [ RO-Schneebghf ]. Benannt nach der geringelten Schwanzfeder des Enterichs; vgl. PfWB En…

Ableitungen von feder (2 von 2)

Fëder(e)

ElsWB

Fëder(e) [Fátərə Banzenh. ; Fátr Ruf. Katzent. Co. Winzenh. Dü. Heidolsh. Bf. ; Fatr Dollern Geisp. K. Z. Betschd. ; Fætr Str. W. ] ; Pl. — …

gefeder

DWB

gefeder , gefiedert, mhd. gevëder, auch ungevëder ( wb. 3, 287), ahd. gifëdar ( s. unter gefieder), im 15. jahrh.: volatilis, gefeder. Dief.…