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Schaffen

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Schaffen

Bd. 3, Sp. 1325
Schaffen, verb. reg. et irreg. act. et neutr. welches in letzten Falle das Hülfswort haben bekommt, und der Form nach ein Intensivum von einem veralteten Zeitworte schafen ist, von dem noch das irreguläre ich schuf herstammet, sich aber doch wie dieses auf eine Onomatopöie gründet, welche vornehmlich von doppelter Art ist. 1. * Als eine Nachahmung und ein Ausdruck der menschlichen Stimme, wo es nur noch in der Bedeutung des Befehlens üblich ist, aber auch hier nur im Oberdeutschen bekannt ist, indem den Hochdeutschen diese Bedeutung seltsam klinget. Was schaffen sie? was befehlen sie? Thue, was ich dir schaffe. Er hat mir nichts zu schaffen. Haben sie etwas geschafft? befohlen? Der darf o hoch nicht traben, Der solchen Freunden dient, die ihm zu schaffen haben, Opitz. Es ist hier im Oberdeutschen von regelmäßiger Conjugation, ehedem war es auch irregulär, und in manchen Gegenden ist es solches wohl noch. Wenigstens heißt es in diesem Verstande im Theuerdanke ich schuf, für, ich schaffete. Als eine Onomatopöie der menschlichen, besonders befehlenden Stimme, fehlt es demselben nicht an Verwandten in andern Sprachen, und im Deutschen ist ohne Zischlaut auch keifen von einer Art der Stimme üblich. Indessen läßt sich diese Bedeutung auch als eine Figur einer der folgenden betrachten, besonders der des Anordnens. Im Schwed. ist skipa, welches alle Bedeutungen mit unserm schaffen gemein hat, deren aber noch mehrere besitzet, nicht nur befehlen, sondern auch richten, Recht sprechen, so wie im Nieders. schippen regieren, und im Hebr. שפט richten ist. S. Schöppe. Man erinnere sich, daß richten und dessen altes Stammwort rechen eben auch so wohl von der Stimme, als von dem Laute einer unarticulirten körperlichen Bewegung gebraucht wird. 2. Als eine Nachahmung einer schnellen geschäftigen Bewegung. 1) Überhaupt, mit regulärer Conjugation, wo es doch nur im gemeinen Leben und auch hier nur im Infinitiv üblich ist. Den ganzen Tag zu schaffen haben, immer in geschäftiger Bewegung seyn. Im gemeinen Leben hat man davon auch das neue Intensivum oder Iterativum schäften, wovon Geschäft und geschäftig[] abstammen. Viel zu schäften haben, immer in geschäftiger Bewegung seyn. 2) In engerer Bedeutung von verschiedenen besondern Arten der pflichtmäßigen, mit Bewegung verbundenen Wirkungen; wo es gleichfalls regulär abgewandelt wird, ehedem aber auch hier irregulär war, und es in einigen Oberdeutschen Gegenden noch ist. (a) * Arbeiten; eine im Hochdeutschen unbekannte Bedeutung, welche aber in Schwaben, in der Pfalz u. s. f. noch gangbar ist. An einem Baue schaffen. Bey einem Meister als Gesell schaffen. Jemanden zu schaffen geben. (b) * Bilden; eine gleichfalls im Hochdeutschen veraltete Bedeutung, welche aber sehr alt ist. Bey dem Ruodebert im 9ten Jahrhunderte ist Scaffelosa Zimber ein ungebildeter Stoff, informis materia. Ottfried und Notker gebrauchen scaffen gleichfalls in dieser Bedeutung, so wie in derselben auch das Intensivum schöpfen üblich war. Im Nieders. ist schippen, im Angels. scipan, im Engl. to shape, und im Schwed. skipa, gleichfalls formen, bilden, eine Gestalt geben. Unser schaffen in der letzten engsten Bedeutung, Geschöpf, rechtschaffen, beschaffen, und die Ableitungssylbe -schaft sind genau damit verwandt. Im Oberd. ist geschaffen wohl gebildet, ungeschaffen, Nieders. wahnschaffen, übel gebildet. (c) * In Ordnung bringen und erhalten, anordnen; ein mit der Bedeutung des Befehlens verwandter Gebrauch, der aber im Hochdeutschen gleichfalls veraltet ist. Die Nieders. schaffen und schippen haben indessen diese Bedeutung noch, so wie das Schwed. skipa und skaffa. Im Nieders. ist schaffen auch die Speisen anrichten und auftragen, und in der Pfalz heißt schaffen seinen letzten Willen bekannt machen, und jemanden etwas verschaffen es ihm vermachen. Siehe auch Schaffer und Schaffner. (d) * Ausrichten, besorgen, ein aufgetragenes Geschäft zur Wirklichkeit bringen; auch nur in den gemeinen Sprecharten Ober- und Niederdeutschlandes. Daß die Wolken schaffen, alles was er ihnen gebeut, Hiob 37, 12. Im Schwed. auch hier skipa und skaffa. (e) * Die verlangte Wirkung haben; eine den Hochdeutschen gleichfalls fremde Bedeutung. Pilatus sahe, daß er nichts schaffte, Matth. 27, 24, nichts ausrichtete. Das schafft nichts, hat keine Wirkung. Ungeschafft weggehen, unverrichteter Sachen. Im Schwed. skaffa und skapa. (f) Machen, daß etwas gegenwärtig werde oder zur Wirklichkeit komme, zur Wirklichkeit bringen, so wohl als die wirkende Ursache, als auch, und zwar am häufigsten, als die Mittelsperson. Es ist hier zwar noch im Hochdeutschen gangbar, aber nur in einigen Fällen. Jemanden Geld schaffen. Ihm Rath, Hülfe, Beystand schaffen. Er weiß sich keinen Rath zu schaffen. Jemanden Ruhe, Friede schaffen. Schaffe uns Brot, 1 Mos. 47, 5. Schaffe mir Kinder, Kap. 30, 1. Ich will es dir für einen billigen Preis schaffen, machen, daß du es bekommest. Ich habe es ihm geschafft, habe gemacht, daß er es bekommen hat. Das ist wohl noch zu schaffen. Etwas herbey schaffen, machen, daß es gegenwärtig werde. Jemanden fortschaffen, ihn aus dem Hause schaffen, machen, daß er fortgehe, das Haus räume; wo es zunächst zu schieben gehöret, und vielleicht gar das Intensivum davon ist. So üblich es in diesen und andern Fällen ist, so ist es doch nicht ohne Einschränkung. Jemandes Bestes schaffen, 2 Macc. 11, 19, sagt man im Hochdeutschen eben so ungern, als, ich will dir viel Schmerzen schaffen, 1 Mos. 3, 16. Ich zweifele, daß man davon eine andere Ursache werde angeben können, als den Gebrauch. Denn es erhellet aus allen Umständen, daß dieses Zeitwort im Hochdeutschen[] gewisser Maßen ein Defectivum ist, zumahl da es in manchen Bedeutungen nur im Infinitiv allein gebraucht wird. In engerer Bedeutung, durch Mühe erwerben, und zuweilen auch für kaufen. Sich Kleider schaffen, sie erwerben und kaufen. Er kann sich nichts schaffen. Sich schöne Bücher schaffen. Sich ein Haus, einen Garten schaffen. (g) Im weitesten Verstande, machen, thun, Veränderungen hervor bringen, wirken; doch nur am häufigsten im Infinitiv allein. Was hast du hier zu schaffen? zu thun. Ich habe da nichts zu schaffen. Bey mir hat er nichts zu schaffen. Mit jemanden zu schaffen haben, zu thun, in Verbindung mit ihm stehen, Geschäfte mit ihm haben. Ich habe nichts mit dir zu schaffen. In engerer Bedeutung, mit Mühe und vieler Bewegung und Anstrengung verbundene Veränderungen vornehmen, wo es sich der ersten Bedeutung des Arbeitens wieder nähert; auch nur im Infinitiv. Sich viel zu schaffen machen, viel Geschäfte. Das wird mir viel zu schaffen machen, viele Mühe. In den übrigen Miodis ist es zwar im Oberdeutschen, aber nicht im Hochdeutschen, üblich. Schaffe damit was du willt, Richt. 3, 4, d. i. thue, mache. 3) Im engsten Verstande ist schaffen etwas hervor bringen, welches vorher noch nicht da war; wo es doch nur im theologischen Verstande von Gott gebraucht, und alsdann irregulär abgewandelt wird; Imperf. ich schuf, Conj. ich schüfe; Mittelw. geschaffen; Imperat. schaffe. Es ist in dieser Bedeutung kein anderes als das vorige Zeitwort, welches hier nur die auch in den vorigen Bedeutungen im Oberdeutschen ehedem übliche irreguläre Form behalten hat. Man gebrauchte vor diesem auch das Intensivum schöpfen in eben diesem Verstande, bey dem Stryker schephen, im Nieders. scheppen, im Angels. sceppan, welches im Hochdeutschen zwar veraltet ist, aber uns doch sein Schöpfung, Schöpfer und Geschöpf zurück gelassen hat. (a) Eigentlich und im strengsten Verstande, ein Ding seiner Substanz nach hervor bringen, etwas hervor bringen, was vorher ein Nichts war; in welchem Verstande es denn freylich nur von Gott gesagt werden kann. Gott hat die Welt geschaffen, so wohl, er hat die vorher nicht da gewesenen einfachen Dinge hervor gebracht, als auch, er hat aus diesen einfachen Dingen die Welt zusammen gesetzet. Schon bey dem Ulphilas skapan, im Isidor skaifan, und im Imperf. giscuaf, bey dem Willeram scaffen, im Angels. sceopan, im Schwed. und Isländ. skapa, im Nieders. schaffen und scheppen. (b) Figürlich. (1) Im theologischen Verstande, und gleichfalls nur von Gott gebraucht, zufällige Beschaffenheiten, einen Zustand und die dazu nöthigen Veränderungen hervor bringen. Schaffe in mir Gott ein reines Herz. Es ist hier nur in der biblischen Schreibart üblich, wo diese Bedeutung unmittelbar mit der vorigen sechsten engern zusammen hängt. (2) Für hervor bringen überhaupt; doch nur in der dichterischen Schreibart. Der epische Dichter sammelt alle Heldentugenden und schafft daraus seinen Helden. Meine Brust klopft mir voll Unmuth, daß mich die Natur nicht männlich schuf, Weiße. Ernstlich ist sie bemühet, auf ihren verblichenen Wangen Künstliche Rosen zu schaffen, Zach. Daher das Schaffen, und in der dritten engsten Bedeutung die Schöpfung, von dem veralteten schöpfen für schaffen. Anm. Ehedem hatte dieses Wort noch weit mehrere Bedeutungen, welche aber veraltet, und nur noch in den verwandten Sprachen üblich sind. Ottfried gebraucht es für geben, einem Dinge einen Nahmen schaffen; ingleichen, erhalten, bekommen, sie heili thar io scuasun. Im Nieders. theilen sich schaffen und schippen, und im Schwed. scaffa, skapa und skipa, in die[] Bedeutungen unsers Zeitwortes, welche doch eigentlich nur verschiedene Mundarten sind. Das mittelste bedeutet daselbst auch theilen, verändern, schicken, und mit einem Zaune einschließen, welche letztere Bedeutung sich unserm Schaff, so fern es einen hohlen Raum bezeichnet, nähert. Aus allen erhellet, daß dieses Zeitwort ursprünglich der Ausdruck einer lebhaften Bewegung ist, und in seinen Ableitungen und Verwandten durch alle die Bedeutungen und Figuren durch gehet, welche allen Wörtern dieser Art gemein sind, und wobey bey Sahl und 1 Saum eine kleine Probe gegeben worden. Zu der Bewegung in die Krümme, in die Tiefe, gehören unser Schaff, Scheffel, Schiff, Schoppen, mit allen ihren Verwandten; zu der Ausdehnung in die Länge aber unter andern auch Schaft. S. auch Schöpfen und die Ableitungssylbe -Schaft.
10023 Zeichen · 143 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schaffenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +6 Parallelbelege

    schaffen swv. BMZ erschaffen. got hât uns alle geschaft (: kraft) Wg. 3895. Ernst 1838. 3227. diu gruntveste sî geschaff…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schaffenN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    schaffen , N. nhd. Schaffen, Umgang, Verkehr, Geschlechtsverkehr, Vermächtnis E.: s. schaffen (1) W.: s. nhd. Schaffen, …

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schaffen

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Schaffen , verb. reg. et irreg. act. et neutr. welches in letzten Falle das Hülfswort haben bekommt, und der Form nach e…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schaffen

    Goethe-Wörterbuch

    schaffen vereinzelt -f-, mehrf ‘der/das Geschaffene’; wiederholt starke Verbform in Bed 2 u 3; von etwa 900 Belegen jewe…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schaffen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Schaffen , seemännisch soviel wie essen. Schaffer , der Schiffssteward auf Kriegsschiffen.

  6. modern
    Dialekt
    schaffen

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    schaffe n [àfə allg.; Part. kàft, aber kàfə M. ] 1. allg. für arbeiten. M i r hän ze s. g e ha bt , bis m i r fertig …

  7. Sprichwörter
    Schaffen

    Wander (Sprichwörter)

    Schaffen 1. Der zo schaffen wol haben, kauff ein auhr (halt' sich eine Hur'), nem ein Weyf oder slage ein Pfaffen. – Gru…

  8. Spezial
    Schaffenn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +4 Parallelbelege

    Schaffen , n творчество , ср

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schaffen

95 Bildungen · 23 Erstglied · 62 Zweitglied · 10 Ableitungen

Zerlegung von schaffen 2 Komponenten

sch+affen

schaffen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schaffen‑ als Erstglied (23 von 23)

schaffen I

SHW

schaffen I Band 5, Spalte 149-150

schaffenærinne

Lexer

schaffenærinne stf. schaffnerin. umgel. scheffenærinne Schm. Fr. 1,96. Kolm. 118,24 nach der hs.;

Schaffenei

ElsWB

schaffe·nei

Schaffenei [ʿSàfənèj Str. ] f. Schreibstube eines Schaffners CS. 88. — Schwäb. 451.

schaffener

Lexer

schaff·ener

schaffenære , schaffener stm. BMZ anordner, aufseher, verwalter, schaffner, procurator Dfg. 462 a . schaffenære Lanz. Flore 2690. 980. 3256.…

schaffenerīe

KöblerMhd

schaffenerīe , st. F. nhd. „Schaffnerei“, Verwaltung? ÜG.: lat. procuratio Gl Q.: Gl (15. Jh.?) I.: Lüs. lat. procuratio? E.: s. schaffen W.…

schaffenheit

DWB

schaffen·heit

schaffenheit , f. beschaffenheit, qualitas, constitutio Stieler 1712 , nur noch in einigen zusammensetzungen gebräuchlich; vgl. be-, miszsch…

schaffen II

RhWB

schaffen II. nach Wk. VII 18 steht in einem grossen, bis zur Ahrsperre gehenden südl. Geb. sch. für den allg. Begriff »arbeiten« (in der WEi…

schaffensfülle

DWB

schaffens·fuelle

schaffensfülle , f. : jeder fand sich gefördert und angeregt durch dies geistige zusammenleben, um welches sich allseits der feine duft aris…

Schaffensgeschirr

MeckWB

schaffens·geschirr

Schaffensgeschirr n. seem. Eßbesteck Ro Dänd ; dat Backgeschirr (Teller) un de Drinkmuck un dat Schaffensgeschirr (Metz un Gabel) müßt de Ma…

schaffenstil

Lexer

schaffen·stil

schaffen-stil stm. stiel eines schaffen, schöpfgefässes Ls. 1. 514,201. 515,225. 37.

schaffenwollend

GWB

*schaffenwollend zu ‘schaffen’ 1 Wo sich nun in den s-en Bildungstrieb sogleich die Vorstellung vom Genuß des Schönen mischt 32,310,8 ItR KP…

schaffenære

KöblerMhd

schaffenære , st. M. nhd. Anordner, Aufseher, Verwalter, Schaffner, Beauftragter ÜG.: lat. procurator Gl Hw.: s. schaffære; vgl. mnd. schaff…

schaffenærinne

KöblerMhd

schaffenærinne , st. F. nhd. Schaffnerin, Verwalterin Vw.: s. hūs- Q.: Pilgerf (FB schaffenærinne), Kolm, Urk (1285) E.: s. schaffen W.: nhd…

schaffen als Zweitglied (30 von 62)

beschaffen?

KöblerMnd

*beschaffen? , (Part. Prät.=)Adj. nhd. ausgerichtet, beschaffen (Adj.), angeschafft Vw.: s. un- Hw.: s. beschaffet; vgl. mhd. beschaffen (2)…

abe schaffen

MWB

abe schaffen V. ‘etw. aufheben, verbieten’ empfehlen wir [...], was solicher schenckhäuser, da also aufkhumen sindt, [...] das du die von vn…

abeschaffen

KöblerMhd

abe·schaffen

abeschaffen , st. V. nhd. aufheben, abschaffen, verbieten Hw.: vgl. mnd. afschaffen Q.: DW2 (1331) E.: s. abe, schaffen (1) W.: nhd. abschaf…

abschaffen

DWB

abschaffen , dimittere, auf personen bezogen, fortschaffen, sich vom halse schaffen, entlassen: bitte sie wollten das gespenst abschaffen. S…

afschaffen

MNWB

afschaffen , swv. , fortschaffen, entlassen, abschaffen, außer Gebrauch setzen, den Gebrauch untersagen, abstellen, einstellen. ên testament…

anerschaffen

DWB

aner·schaffen

anerschaffen , ingignere, verschieden von anschaffen parare: gott hat uns die seele, nicht die sprache anerschaffen; die anerschaffende natu…

aneschaffen

KöblerMhd

ane·schaffen

aneschaffen , sw. V. nhd. „anschaffen“, formen Hw.: vgl. mnd. aneschaffen* E.: s. ane, schaffen W.: s. nhd. anschaffen, V., anschaffen, DW 1…

anschaffen

DWB

anschaffen , increare, anerschaffen: dasz er nach so vielen jahrhunderten seit der erschaffung in der herlichkeit strahle, die ihm der donne…

aufschaffen

DWB

auf·schaffen

aufschaffen , creare, erschaffen: der ich eine wolke nur bin, woraus du mich aufschufst. Mess. 5, 47 (1751: woraus du mich, gott, schufst); …

ausschaffen

DWB

aus·schaffen

ausschaffen , perficere, ausarbeiten, vollenden: nach meinem denken von der vollkommenheit ganz ausgeschaffen, mir geschaffen, führst du sie…

beschaffen

DWB

beschaffen , 1 1) creare, schaffen, erschaffen: wann er himel und erd beschaffen hat. fastn. sp. 595, 15 ; dich und dein pfaffen hab ich dar…

bî schaffen

MWB

bî schaffen V. jmdn. jmds. vane (Dat.) ~ ‘jmdn. unter jmds Fahne stellen’ ich schaffe dînem vanen bî / den sun des künec Anchî Wh 351,11 MWB…

bīschaffen

Idiotikon

bīschaffen Band 8, Spalte 342 bīschaffen 8,342

durchschaffen

DWB

durch·schaffen

durchschaffen , durchführen, durchbringen. er schaffte seine waare durch, brachte sie durch, über die grenze.

einschaffen

DWB

ein·schaffen

einschaffen , ingignere, anerschaffen, praet. einschuf, nnl. inscheppen: gott hab im anfang auch gold und silber in kluft und geng und in fl…

enschaffen

KöblerMhd

enschaffen , st. V. Vw.: s. entschaffen

erschaffen

DWB

ersch·affen

erschaffen , creare, ahd. irscafan, ags. âscapan, durch die vorgesetzte partikel wird das erste schaffen und hervorbringen, des schaffens be…

fortschaffen

DWB

fort·schaffen

fortschaffen , pergere creare: gott schuf sechs tage fort und ruhte am siebenten; das licht des ersten tages, die himmel des zweiten und die…

geschaffen

DWB

geschaffen , verb. wie einfaches schaffen, goth. gaskapjan, alts. giscapan, ahd. cascafan, giscafan und giscaffôn, mhd. geschaffen, erschaff…

geselleschaffen

KöblerMhd

geselle·schaffen

geselleschaffen , sw. V. nhd. „gesellschaften“, verbinden, zusammenwirken ÜG.: lat. sociare BrTr Hw.: vgl. mnl. geselscapen Q.: BrTr (Anfang…

herschaffen

DWB

hersch·affen

herschaffen , verb. arcessere. Steinbach 2, 373 : schaff wein her!; schafft ewr vieh her. 1 Mos. 47, 14 ; schaff mir her sieben farren und s…

hin schaffen

MWB

hin schaffen V. 1 ‘etw. weggeben’ 2 ‘(jmdm.) etw. testamentarisch vermachen’    1 ‘etw. weggeben’ vnd het er ouz dem ampte des nvtzes [Ertra…

hinschaffen

DWB

hinsch·affen

hinschaffen , verb. 1 1) hinwärts schaffen: gepäck auf den bahnhof hinschaffen. 2 2) wegschaffen: zu dir ( dem gelde ) sen all mein sinn ges…

junggeschaffen

DWB

jung·geschaffen

junggeschaffen , part. juvenilis. voc. inc. theut. k 7 b : auf das junggschaffen blib der man. H. Sachs 2, 4, 108 a .

men scholde ome underholt schaffen

MNWB

1 underhōlt , -hālt , m. : Versorgung, „ Umme middensommer schreif he an den rat , he konde mit siner besoldinge nicht tokomen , men scholde…

Ableitungen von schaffen (10 von 10)

beschaffen

DWB

beschaffen , 1 1) creare, schaffen, erschaffen: wann er himel und erd beschaffen hat. fastn. sp. 595, 15 ; dich und dein pfaffen hab ich dar…

beschaffenlich

MWB

beschaffenlich Adj. ‘von Gott erschaffen, ursprünglich zur Schöpfung gehörig’ (im Ggs. zu ‘entstanden’): mit dem gescheppf er [Gott] wunders…

en(t)schaffen

MNWB

en(t)schaffen , -schāken , -schê(i)den , s. ent-.

erschaffen

DWB

erschaffen , creare, ahd. irscafan, ags. âscapan, durch die vorgesetzte partikel wird das erste schaffen und hervorbringen, des schaffens be…

geschaffen

DWB

geschaffen , verb. wie einfaches schaffen, goth. gaskapjan, alts. giscapan, ahd. cascafan, giscafan und giscaffôn, mhd. geschaffen, erschaff…

geschaffenlich

DWB

geschaffenlich , adv. durch schaffen hervorgebracht: ( die Arianer ) sprachen, das ditz wort gottis were wol auch ein gott, aber nit naturli…

Mißschaffen

Campe

Mißschaffen , v. trs . unregelm. ( s. Schaffen ), Mittelw. d. verg. Z. mißgeschaffen , häßlich, mißförmig schaffen. »— um dich einem mißgesc…

unschaffen

DWB

unschaffen , -heit u. s. w. s. ungeschaffen u. s. w. —

urschaffen

DWB

urschaffen , v.; zur bildung s. ur- B: dort grünte Swatibor einst, der hain von heiligen eichen, wie gott sie urgeschaffen, noch keusch von …

verschaffen

DWB

verschaffen , n. , subst. infinitiv des vorigen nr. 2: siehe von Venedig an bisz hierher bin ich durch dein unwissend verschaffen gebracht. …