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erbe

mhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

erbe n.

Bd. 3, Sp. 708
erbe, n. heredium, hereditas, gen. erbes, pl. ungebräuchlich; manche, wie Maaler 107c schreiben blosz erb, mit apocope des e; goth. arbi, gen. arbjis, pl. arbja; ahd. erpi, gen. erpies, erpes, pl. erpiu; mhd. erbe, gen. erbes, pl. erbe; alts. erbi, nnl. erf, gen. erfs, pl. erven; ags. erfe neben yrfe, wovon sogleich mehr, engl. ganz erloschen; altn. ohne auslautendes i, folglich ohne umlaut arfr m., schw. arf n.,n. arv. beachtenswerth das entsprechende lapp. arbe, arbbe, wozu finn. arpa, gen. arvan mit der bedeutung sors stimmt, ganz wie κλῆρος zugleich grundstück und erbe bezeichnet. 11) ags. steht erfe, ierfe, yrfe, ohne unterschied, letzteres überwiegend, gesetzstellen sind gesammelt bei Schmid 680, die bedeutung aber ist sowol erbe als vieh, z. b. Schmid 126 findet sich in einem texte þäs libbendes yrfes, wo der andere on cvicum ceápe hat. nun geht yrfe sichtbar zurück auf orf, welches auch sonst vieh, niemals erbe bedeutet. man möchte auch einen ags. ursprünglichen unterschied zwischen erfe grundeigenthum und yrfe fahrender habe ansetzen, wie ihn merkwürdig der sprachgebrauch altschwedischer gesetze (weder der gothländischen noch norwegischen und isländischen) bewährt, taka arf ok orf ist heres ex asse sein, liegendes und fahrendes nehmen, wie also wenn weiter auf goth. arbi und aurbi, ahd. erpi und orpi fortzuschlieszen wäre? formel schienen sich arbi und aurbi fast wie ahd. adal und uodil zu verhalten. jenes altschw. orf, urf drückt jedoch nicht vieh, pecus aus, sondern bis auf heute in allen nord. dialecten manubrium falcis foenariae, sensengrif, den gegensatz arf und urf versteht Ihre 2, 1012 entweder von acker und vieh oder von ererbtem und sonst erworbnem gut (s. hernach 3), hält also orf, ala falcis 2, 293 ganz davon getrennt. zwischen beiden bedeutungen blickt gleichwol zusammenhang vor, weil das vieh gegriffen, gefangen wird, faihu zu fahan fangen, ags. ceáp, vieh zu ceápian, goth. kaupôn gehört und altn. gripr sowol captura, capulus (= manubrium) als pecus ausdrückt. nicht zu übersehen, dasz ahd. worp (Graff 4, 1238) und bis auf heute noch bair. worb (Schm. 4, 139. 151), schwäb. warb (Schmid), in der schriftsprache sensenworb manubrium falcis bezeichnen; freilich würde worp ein goth. vaurbi statt des vermuteten aurbi fordern, bekanntlich fällt altn. anlautendes v weg vor o, u, y, doch erscheint auch ags. nur orf, yrfe, kein vorf, vyrfe. wie dem nun sei, diese spracherscheinungen waren der angabe werth, weil sie uralte benennungen der fahrenden habe aufhellen können und fernere aufmerksamkeit verdienen, vgl. das folgende erbe, heres. 22) dasz erbe, wie heute noch vorzugsweise, in der älteren sprache überall von ererbtem grund und boden galt, bezeugen die denkmäler, es gleicht dem lat. heredium, hortus, parvum praedium oder dem sp. heredad, eredad, fr. heritage. den Griechen war κλῆρος losz, sors, goth. hlauts, und dann das durch losz zugetheilte erbe, wozu, wie wir vorhin sahen, finn. arpa stimmt. in keiner deutschen sprache taucht diese bedeutung von losz auf. bei Ulfilas verdeutscht es κληρονομία ganz in diesem sinn: sa ist sa arbinumja, hirjiþ usqimam imma jah unsar vairþiþ þata arbi (d. i. der weinberg). Marc. 12, 7; afslaham ina, ei uns vairþai þata arbi. Luc. 20, 14; ni habaiþ arbi in þiudangardjai Xr. Eph. 5, 5. in der ahd. urkunde über die Würzburger mark bezieht sich frîerô Franchonô erbi sichtbar auf ihr erbgut, wie O. I. 22, 54 in mînes fater erbe nichts anders meint als den ort. vgl. freies erb. weisth. 2, 251. mhd. stehn ausdrücklich erbe und varnde guot. a. Heinr. 247 einander gegenüber, und das verbum liegen weist unmittelbar auf liegendes eigen: nu ligit uns unbitherbi thaʒ unsar adalerbi. O. I. 18, 29; dîn erbe und ouch daʒ mîne sulen gelîche ligen. Nib. 113, 1, wo CD lant für erbe lesen; bidermans erbe in allen landen lît. nhd. der auf dem erbe pleibet sitzen. weisth. 3, 138; der so auf dem erbe geboren erbet das erbe. 3, 105; ob einer verarmt, das er sinen bew nicht gehalten kan, sol er einen schilt stürzen uf sein erb oder gut. 3, 386; wir haben doch kein teil noch erbe mehr in unsers vaters hause. 1 Mos. 31, 19; denn ich wil euch ein land zum erbe geben, darin milch und honig fleuszt. 3 Mos. 20, 24; diesen soltu das land austeilen zum erbe nach der zal der namen. 4 Mos. 26, 53; nach den namen der stemme irer veter sollen sie erbe nemen. 26, 55; unser erbe sol uns disseit des Jordans gefallen sein. 32, 19; denn er sol Israel das erbe austeilen. 5 Mos. 1, 38; das liebe land, das schöne erbe. Jer. 3, 19; dis ist der erbe, kompt laszt uns in tödten, so wird das erbe unser sein. Marc. 12, 7; lasset uns in tödten, das das erbe unser sei. Luc. 20, 14; sage meinem bruder, das er mit mir das erbe teile. 12, 13; denn das solt ir wissen, das kein hurer .... erbe hat an dem reich Christi. Eph. 5, 5; es ist besser ze liden und ze tragen schweren hunger dan verkoufung vaterliches erbs. Wyle tütschungen (haushalten); ein teil des erbes geben dar. ring 32b, 20; manchem ein erb wirt über nacht. Brant 94, 25; das best erb ist im vatterland. 94, 33; Chariclea hatte wol gemerkt, das Cnemon allweg ein aug auf Nausicli tochter geworfen, merkte an Nausicli auch, wo Cnemon mit gut und erbe gefaszt were, so wer die glock schon gossen. buch der liebe 205, 1; wie die waldstromer ihnen gewalt und unrecht eines erbs halben theten. lebensb. Götz von B. 92; niemand sol ein erbe verkaufen on wissen und willen seines erbherrn, bei verlust des erbes. Waisselius chronica. Königsb. 1584. 107; wut, kein erbe zu haben im reich der freien, kein erbe dort, wo die nacht nicht mehr und die ungewisheit umwölke. Messias 17, 113; er ist ihr vater. 'ihr gemahl'. der ihnen das gröszte reich der welt zum erbe gibt. Schiller 250b. 33) wo sich eigen und erbe verknüpfen, gehen beide auf liegende habe, letzteres auf die ererbte, ersteres auf die sonst erworbene: quam in eigan joh erbi. O. II. 2, 21; êgan endi erbi al farlêtun, hobôs endi hîwiski. Hel. 101, 22; erbe und eigen breit. cod. kolocz. 260; beide ir erbe unde ir eigen und dar zuo alle ir varnden habe, der tet si sich durch got abe. Karl 10422, wo zur bestätigung des ausgeführten nach dem liegenden auch das fahrende eigen genannt ist. man bemerke wie die älteste sprache eigen, die spätere erbe voranstellt: grund und poden, erb und eigen. weisth. 3, 670; so noch in den gangbaren formeln zu erb und eigenen rechten verkaufen. Schweinichen 2, 47. 165; unser gut erb und eigen zu machen. 2, 167. 170; auch das buch Kabus widme ich dir erb und eigenthümlich. Göthe an Knebel 524, was blosz zur stärkung des ausdrucks gesagt ist. s. auch oben sp. 96. 44) dem lehen steht sowol eigen als erbe gegenüber und bezeichnen vererbbares allod. man sagte gut aus dem lehn ins erbe setzen. Schweinichen 2, 171. 55) allmälich gilt erbe auch von anderm als grund und boden, von personen und sachen: das du unser missethat und sünden gnedig seiest und lassest uns dein erbe sein (vulg. nosque possideas). 2 Mos. 34, 9; im kirchenlied 'wenn wir in höchsten nöthen sein' v. 8: hilf uns, die wir dein erbe sein, du bist ja unser gott allein; wir armen auf erde, denen ihr erbe thränen sind, wir knien in dem staube. Messias 15, 77; das buch gehört ja ohne dem nicht mir, gehört ja ohnedem der tochter, ist ja so der tochter ganzes väterliches erbe. Lessing 2, 335. es ist uns ganz unbedenklich zu sagen: zwei kühe waren ihr erbe; diese kleider sind mein erbe; dein erbe beträgt hundert thaler; Gellert 3, 139. 140 sagt: das dritte [gebetbuch hat sie] aus dem väterlichen erbe bekommen; was alles früherhin unstatthaft gewesen wäre. nicht anders galt lat. hereditas von jeder art von habe: hereditate relictum quippiam. 66) neben verba setzen wir statt des einfachen erbe heutzutage das schleppendere erbschaft, es heiszt nicht mehr arbi niman, erpi nëman, altn. arf taka sondern die erbschaft antreten, nicht mehr erbe lâʒen, sondern erbschaft hinterlassen. noch bei Schweinichen 3, 324 was vor erbe i. f. gn. gelassen, wie hoch solches anlaufen möchte. in das erb stan, cernere hereditates. Maaler 107c; das erb nieszen oder nutzen, tenere hereditatem. ebenda. 77) in vielen zusammensetzungen hat aber erb die ursprüngliche bedeutung des grundstücks festgehalten, wie der augenschein lehrt.
8295 Zeichen · 182 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ERBEstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +12 Parallelbelege

    ERBE ( ahd. arbi Gr. 1,680. 2,629. RA. 466. 492. Graff 1,405 ) stn. 1. erbe, insbesondere das von den eltern hinterlasse…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Êrbe

    Adelung (1793–1801) · +11 Parallelbelege

    Das Êrbe , des -s, plur. ut nom. sing. ein altes Wort, welches seit tausend Jahren mancherley Veränderungen in seinen Be…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Erbe

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    2 Erbe mask; überwiegend Pl; hauptsächl Verwendung iZshg mit zivilrechtl-geschäftl Angelegenheiten a jetziger Eigentümer…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Erbe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Erbe , diejenige Person, auf welche mit dem Tod einer Person ( Erbfall ) deren Vermögen ( Erbschaft ) übergeht. Je nachd…

  5. modern
    Dialekt
    Erben.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Erbe 2 n. : ' Hinterlassenschaft ' in Vater- , Muttererbe . Sonst in der Wend.: Erb un Eije [ KU-Schmittw/O ], erb un ee…

  6. Spezial
    Erbe, literarischesn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +4 Parallelbelege

    Erbe , n , literarisches наследие , ср , литературное → FiloSlov Nachlass, literarischer, m

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit erbe

696 Bildungen · 524 Erstglied · 167 Zweitglied · 5 Ableitungen

Ableitung von erbe

er- + be

erbe leitet sich vom Lemma be ab mit Präfix er-.

erbe‑ als Erstglied (30 von 524)

erbe (?)

MWB

erbe (?) Subst. unklar, vielleicht zu mlat. herba i.S.v. ‘Zauberkraut’ (vgl. Anm.z.St.) oder im übertr. Sinn zu erbe stN. ‘Erbschaft’ ?: si …

Erbe I

SHW

Erbe I Band 2, Spalte 227-228

Erbe II

SHW

Erbe II Band 2, Spalte 227-228

erbeacker

MWB

erbe·acker

erbeacker stM. ‘erbliches Ackerland’ de uno erbacher I denarium UrbNAlteich 361 MWB 1 1793,38; Bearbeiter: Richter

erbeªden

WWB

erbe·aden

er-beªden erbiäen (auch erbidden ) erbitten ( Osn Klön ).

erbeambahte

KöblerMhd

erbe·ambahte

erbeambahte , st. N. nhd. Erbamt, erblich erliehenes Hofamt Q.: Cp, DW2 (1399) E.: s. ebe (2), ambahte W.: nhd. Erbamt, N., Erbamt, DW 3, 70…

erbeambehtliute

KöblerMhd

erbe·ambehtliute

erbeambehtliute , st. M. Pl. nhd. Erbamtleute Hw.: s. erbeambehtman* Q.: DRW (1406), WeistGr E.: s. erbe (2), ambahte, liute (2) W.: nhd. DW…

erbeambehtman

KöblerMhd

erbe·ambehtman

erbeambehtman , st. M. nhd. Erbamtmann Hw.: s. erbeambehtliute* Q.: WeistGr (15. Jh.) E.: s. erbe (2), ambahte, man (1) W.: nhd. DW- L.: DRW

erbeben

DWB

erbe·ben

erbeben , n. tremor: fühlst du nicht? des grunds erbeben droht es, bruder, mir und dir? Lessing 1, 80 ; durch meine adern rann kaltes erbebe…

erbebescheit

MWB

erbe·bescheit

erbebescheit stMN. Bed. unklar, vermutlich ‘erbliches Recht’ cum omnibus bonis, que ipsi Y. competunt vel competere possunt quod vulgariter …

erbebestandnis

KöblerMhd

erbebestandnis , st. F. nhd. „Erbbeständnis“, Erbpacht Q.: DRW (1480), WeistGr E.: s. erbebestant, *nis? W.: nhd. (ält.) Erbbeständnis, F., …

erbebestant

KöblerMhd

erbe·bestant

erbebestant , st. M. nhd. „Erbbestand“, Erbpacht Q.: DRW (15. Jh.) E.: s. erbe (2), bestant W.: nhd. (ält.) Erbbestand, M., „Erbbestand“, Er…

Erbe(bin)

LDWB2

erbe·bin

Er|be(-bin) m./f. arpadú(-dëssa) m.(f.) ▬ jdn. zum Erbe(-bin) n einsetzen nominé valgügn sciöche arpadú; die gesetzlichen Erbe(-bin) n i arp…

erbebrief

KöblerMhd

erbe·brief

erbebrief , st. M. nhd. Erbbrief Hw.: vgl. mnl. erfbrief, mnd. ervebrēf Q.: Tuch, Urk (1386) E.: s. erbe (2), brief (1) W.: nhd. Erbbrief, M…

erbebruch

MWB

erbe·bruch

erbebruch stM. ‘Erbsünde’ alle ding uns vechten an: / erde, mer, luft, berge, plan, / nort, west, ost, sut uf uns gan, / vuer, sterne, sunne…

erbebruchuot

KöblerMhd

erbebruchuot , st. F. Vw.: s. erbeburchuote

erbebücher

DWBQVZ

erbe·buecher

erbebücher: die erbebücher der stadt Riga, 1384-- 1579. hg. v. d. gesellsch. f. geschichte u. altertumskunde d. Ostseeprovinzen Russlands. b…

erbebung

DWB

erbe·bung

erbebung , f. dasselbe. mhd. irbibunge und dunre. myst. 1, 69. nhd. und ich lage allda auf meinem bauch wie ein geprellter frosch mit erzitt…

erbebuoch

KöblerMhd

erbe·buoch

erbebuoch , st. N. nhd. „Erbbuch“, Buch über ein Erbzinsgut Hw.: vgl. mnl. ervebōk Q.: DRW (1485) E.: s. erbe (2), buoch (1) W.: nhd. Erbbuc…

erbeburcgrâve

MWB

erbe·burcgrâve

erbeburcgrâve swM. ‘Inhaber eines erblichen Burggrafenamtes’ von erst die burggreveschaft zu Trîs, wan ich uf der burg ein erbeburggreve bin…

erbeburcgrāve

KöblerMhd

erbe·burcgrāve

erbeburcgrāve , sw. M. nhd. „Erbburggraf“, Inhaber eines erblichen Burggrafenamtes Q.: Urk (1342) E.: s. erbe (2), burc, grāve W.: nhd. DW- …

erbeburcguot

MWB

erbe·burcguot

erbeburcguot stN. ‘erbliches Burglehen’ wer daz ich abe gienge daz ich keinen sun liezze, [...] so sol daz burklehen [...], daz ich [...] ze…

erbeburchuot

LexerN

erbe-burchuot stf. Mb. 41,20 ( 1344 ).

erbe als Zweitglied (30 von 167)

biderbe?

KöblerMhd

*biderbe? , Adv. nhd. tüchtig Vw.: s. un- E.: s. biderben W.: s. nhd. bieder, Adv., bieder, DW-

derbe?

KöblerMhd

*derbe? , Adj. Vw.: s. bi-, borbi-, ge- Hw.: s. derp; vgl. mnl. derf, mnd. derve E.: s. derbe (2) W.: s. nhd. derb, Adj., derb, DW2 6, 706 L…

Achtelerbe

DRW

achtel·erbe

Achtelerbe Das Achtel eines "Bauernerbes", Sechzehntel eines "Hofes" 1648, 1688 Kaufbrf./Unger,SteirWsch. 11 Faksimile

Ackererbe

DRW

acker·erbe

Ackererbe ocker arue, predatorium oJ. Diefenb.-Wülcker 29 Faksimile

Afterlehenserbe

DRW

afterlehen·serbe

Afterlehenserbe so haben sich dieser windmühlen nicht die land- sonder affterlehnserben ... anzumassen 1635 Leipzig/Beyer,Mühlenbauk. II 109

Allodial-Êrbe

Adelung

allodial·erbe

Der Allodial-Êrbe , des -n, plur. die -n, derjenige, welcher ein Allodial-Gut erbet, in Hessen und andern Gegenden der Landerbe, im Gegensat…

Altererbe

DRW

alter·erbe

Altererbe unteilbares Stammgut, nach Erstgeburtsrecht vererbt vgl. Alterbe BadLR. 1809 Satz 577 cm (S. 159) Faksimile

alt|erbe

MWB

alt|erbe stN. ‘angestammtes Erbe’, hier für ‘Himmelreich, Paradies’ si wolten gerne wider gewinnen / daz unser alt erbe; / dar nach strebete…

anderwerbe

DWB

ander·werbe

anderwerbe , adv. altera vice, iterum, begegnet noch oft in den weisthümern, z. b. 3, 510. 511, auch in der verdeutschung der Aimonskinder, …

aneerbe

KöblerMhd

ane·erbe

aneerbe , sw. M. nhd. Anerbe (M.), Erbe (M.), nächster Erbe (M.) Hw.: vgl. mnd. aneerve Q.: Urk (1279), WeistGr E.: s. ane, erbe (1) W.: s. …

anerbe

DWB

anerbe , n. praedium hereditarium, angeerbtes gut. weisth. 2, 685; vielleicht eher als adj. aufzufassen, wie man auch anerbesucht für erblic…

arschkerbe

DWB

arsch·kerbe

arschkerbe , f. culus, clunium stria, franz. fesse, it. tacca del culo: dem ran schmalz aus der arskerben. fastn. sp. 94, 15 ; ein pader und…

Auserbe

Wander

aus·erbe

Auserbe Kein Auserbe 1 beerbt ein Kind in des Vaters Kammer. – Graf, 195, 90. 1 ) D.h. Niemand, der nicht mit den sterbenden Kindern in der …

Backerbe

Adelung

back·erbe

* Das Back-erbe , plur. die -n, in einigen Niedersächsischen Städten, ein Haus, auf welchem die Backgerechtigkeit haftet, ein Backhaus; von …

bíderbe

Lexer

bí-derbe , bi-dérbe adj. BMZ auch béderbe, bedérbe ( Berth. 472,29. 33 ), bídiber, bídeber Ula. 117. 192. verkürzt bider ( Mgb. 226,5 ) ents…

borbiderbe

MWB

bor·biderbe

borbiderbe Adj. ‘unredlich, korrupt’ so ist der kúnig ouch nút mit göttelichem rehte, wanne sin vatter der koufte es [Wahl des Sohnes] umb d…

brunzscherbe

DWB

brunz·scherbe

brunzscherbe , m. matula: doctor saw, Witzel, tölpel, schmid, rotzlöffel, tellerlecker, brunzscherben, Heinz, Meinz, und wer sie mehr sind. …

burgererbe

MWB

burger·erbe

burgererbe swM. ‘Nachkomme, Erbe eines Bürgers’ purgær erben, swie vil der sei, sulen haben daz selbe reht, ir isleiher gar vnd gænzleich, d…

burgæreerbe

KöblerMhd

burgære·erbe

burgæreerbe , sw. M. nhd. Nachkomme eines Bürgers, Erbe (M.) eines Bürgers Hw.: vgl. mnd. börgæreerve* Q.: Urk (1298) E.: s. burgære, erbe W…

bíderbe

MWB

bíderbe stF. ‘Tüchtigkeit’ so íh de chêina uuîla gerûouuet bín a persecutione, so uuíl íh des de mêr bíderbe scêinan [zeigen, sehen lassen] …

Churêrbe

Adelung

chur·erbe

Der Churêrbe , des -n, plur. die -n. 1) Der Erbe eines Churfürstenthums, der älteste Prinz oder nächste Erbe eines Churfürsten; der Churprin…

dienestmanerbe

KöblerMhd

dienestman·erbe

dienestmanerbe , st. N. nhd. Dienstmannserbe Q.: DRW (1270) E.: s. dienest, man, erbe (2) W.: nhd. DW- L.: MWB 1, 1285 (dienestmanerbe), DRW

dienestman|erbe

MWB

dienestman|erbe stN. ‘Dienstmannserbe’ illa bona paterna [...] que non sunt de recto feudo sed dinstmansherb vocitantur DRW 2,918 (Niederalt…

drīerwerbe

KöblerMhd

drīer·werbe

drīerwerbe , Adv. nhd. dreimal Q.: ErzIII (1233-1267) (warp) (FB drīerwerbe) E.: s. drīer, werbe

Ableitungen von erbe (5 von 5)

enterbe

BMZ

enterbe swv. ich enterbe, lasse jemand nicht erben, treibe ihn aus seinem erbe, allgemeiner: ich beraube ihn. 1. ohne weitern zusatz. got en…

geerbe

DWB

geerbe , m. erbgenosz, miterbe u. ä. vom höchsten alter und noch nhd. in der rechtssprache, goth. gaarbja ( Eph. 3, 6 , miterben Luther ), a…

unerbe

DWB

unerbe , m. ahd. unerbo, mhd. unerbe, wer kein erbgut besitzt, von natur zur erbschaft nicht berufen ist, heres alienus; ob. sp. 10; Grimm g…

urerbe

DWB

urerbe , m. , der erste oder haupterbe, im gs. zum after- oder nacherben als rechtswort bei Adelung. dazu urerbin derselbe. universalerbe Kr…

vererbe

BMZ

vererbe swv. transfero feudum. Oberl. 1730.