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geerbe

mhd. bis nhd. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
8 in 7 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
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18
Verweise raus
13

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

geerbe m.

Bd. 4, Sp. 2056
geerbe, m. erbgenosz, miterbe u. ä. vom höchsten alter und noch nhd. in der rechtssprache, goth. gaarbja (Eph. 3, 6, miterben Luther), ahd. gierbo Graff 1, 406, mhd. geerbe, mnd. geerve Sch. u. L. 2, 31b, mnl. gheerven Oudem. 2, 407, gheerve haeres Kilian. 11) als subst., meist im plur.: (vergebe das gut) mit allem rechte .. daʒ ich daran hab .. oder daran gehaben möchte, ich oder meine geerben. Scherz 492, ende 13. jh.; ich und meine geerben und nochkomelinge. Haltaus 605, ende 14. jh., die erben als gesamtheit dem erblasser gegenüber. auch im sg. vom einzelnen: (weder ich) noch chain mein gerib, bair. bei Schm. 1, 102; daher Kilians 'haeres' vorhin. s. mehr bei Lexer 1, 777. 22) auch wie adjectivisch, in praedicatsstellung und im sg., mit andrer wendung des sinnes: wenn ain man und ain frow .. sich in der mainung entgürten, das sie eelich by ain ander liggen wellen .. so sind si morndes, so si ufstond, ain ander geerb und genosz über alles das guot das si iendert hand. weisth. 1, 102 (schweiz.), treten in gegenseitiges erbverhältnis, erbrecht (ge- zur bezeichnung eines verhältnisses s. sp. 1611); siben gotzhus .. die einanderen genosz und geerb sind. 1, 145. 4, 316. doch auch substantivisch, aber im sg. bleibend auch von mehreren: das .. die siben gotzhüser unser genosz und geerb sind und wir iro ouch. 1, 145, d. h. deren unterthanen stehen in gegenseitigem erbrecht unter einander, das erbe darf aus einer gemeinde in die andere gehen, unbehindert vom herrn. 33) auch mit verschlucktem -e (sp. 1596) gerben, gerwen plur., s. Lexer; Heinrich (dat.) und seiner hausfrawn Alhaid und iren gerwen für sich und für unser gerwen. Schmeller 1, 102; von unsern geriben. das. s. auch ganerbe und dort u. 3, b das gleichbedeutende rhein. anegerven aus dem 13. jahrh. und dasz in geerben die ganerben auch eingeschlossen scheinen (sp. 1218).
1883 Zeichen · 70 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    geerbeswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege

    geerbe swv. des dôdis craft dô irstarbti, mit demo lîber sîni holdin widir giarbti Diemer 97,25. vgl. ich erbe III, 2, b…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    geerbem.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    geerbe , m. erbgenosz, miterbe u. ä. vom höchsten alter und noch nhd. in der rechtssprache, goth. gaarbja ( Eph. 3, 6 , …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit geerbe

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von geerbe

ge- + erbe

geerbe leitet sich vom Lemma erbe ab mit Präfix ge-.

geerbe‑ als Erstglied (1 von 1)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „geerbe". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/geerbe/dwb?formid=G03684
MLA
Cotta, Marcel. „geerbe". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/geerbe/dwb?formid=G03684. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „geerbe". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/geerbe/dwb?formid=G03684.
BibTeX
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