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du

got. bis spez. · 27 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
39 in 27 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

du

Bd. 2, Sp. 536
Wossidia du verstärkt dau (s. d.) du, in schneller Rede abgeschwächt: wiste rin! kannste nich kiken? Noch stärker verkürzt vor vokalischem Anlaut: hest em hulpen? du bleibt auch in der gewöhnlichen Wortfolge, in der es seinem Verbum voraufzugehen hätte, fort, z. B.: Bruder Jakob, büst 'n Schaapskopp, Büst 'n Dummerjahn, kannst nich So rüm gahn Wo. Rim. 8; kannst afkamen! du wirst hier nicht gebraucht RoRostock@RövershagenRöv; kumm her, kannst ok wat daun, dor is 'n Lock, kannst de Hand dörchstäken ebda; ne Arbeit, dor kannst dat Kotzen bi krigen ebda; anderseits tritt du zum Imperativ: Glöf du, dat karrt uns in de Irr Hey. Kam. 4; na, hür mal ... hür du mal Hack. Papp. 76. In lebhafter Darstellung als Anrede für Hörer oder Leser, Belege u. a. bei Bri.: dor was een Dörp in 't Mäkelbörgsch, un in dat Dörp was een Krog, un in den Krog güng dat grell un lustig tau. Du möst man glik weeten, dei hüllen dor Austköst 3, 15; ebenso in Sentenzen und Sprichwörtern: wat di nich jœkt, schast du ok nich kratzen Bri. Volkssp. 26; geihst du mit Hunn' tau Bedd', steihst du mit Fläuh wedder up 27. Im Selbstgespräch: dat hadd'st du ok laten künnt, du Äsel; vgl. So dacht ick eeben ook un dacht die noch daarby: Du hest jo kene Noth, un dun so freud ick mie Babst 1, 19. In Bauernkreisen früher die gewöhnliche Anrede unter Gleichaltrigen sowie der Älteren an die Jugend; die jungen Leute duzten sich untereinander, Knechte und Mägde eingeschlossen, gebrauchten aber den Älteren ihres Standes gegenüber die Anrede Hei und Sei (Sg.), auch die Kinder mußten sie den eigenen Eltern gewähren. Selten kam es um die Mitte des vorigen Jahrh. noch vor, daß der Pfarrer und der großherzogliche Beamte den Bauer mit Hei oder gar Du anredete Schildt 107; 110. Die Schiffsjungen hatten auf dem alljährlichen Jung's klaats das Vorrecht, mit Sei angeredet zu werden Wi. Unerwünschte Vertraulichkeit in der Anrede wird abgewehrt: 'Ich bin kein Du von Sie' Reut. 3, 108; wer hett di seggt, dat ick du heeten ded'? (1887) HaHagenow@RedefinRed; anderseits kann das Benehmen einer Respektsperson dazu führen, daß man sich zum Du veranlaßt fühlt: dat 's ein, dor kann 'n ok du tau seggen ebda; übertr. auf Verhältnisse, die sich günstiger als vorher darbieten: väl frömd' Geld heff ick nich mihr up de Städ', ick kann all du tau min Schullen seggen GüGüstrow@BützowBütz; dor segg' ick du tau, ick will se (die kranke Hand) kurieren SchwSchwerin@Groß WelzinGWelz; bezeugt vertrauten, derben Umgang, in folgendem Beleg kräftiges Anfassen: dee versteiht sinen Kram, dee seggt ok du to 'n Pinsel sagte ein Malermeister von einem Kollegen (1887) RoRostock@RibnitzRibn. Sehr verbreitet die Wendung mit einen up du un du stahn, auch frei: dee steiht mit 'n Brammwin up du un du vom Säufer Wi. Dim. Duking in der Anrede gern von Frauen gebraucht: min leiwes Duking Reut. 5, 32; Camm. Bil. 29; Wo. Reut. 204; Mi 18a; Hoef. 176; RoRostock@KlockenhagenKlock. Zum früheren Hundenamen As du s. 1, 461.
2870 Zeichen · 42 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 4.–6. Jh.
    Gotisch
    duAdv., Präp.

    Köbler Got. Wörterbuch

    du , Adv., Präp. nhd. zu, nach ... hin, für, in ne. to, unto, towards, in, at ÜG.: gr. εἰς, ἐν, ἕνεκεν, ἐπί, παρά, πρός,…

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    du

    Althochdeutsches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    du.. F 39,29 s. thuruh.

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    persönl. pron.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    DÛ persönl. pron. du. — vgl. Gr. 1,787. 348. 359. 1 3 , 204. 207. Hahn mhd. gr. 1,10. 108. Graff 5,78. — das û ist aus u…

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ¹dûpron.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +1 Parallelbeleg

    1 dû , pron. , du (dîn, dîner; dî, dik, dek).

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Du

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Du , das persönliche Pronomen der zweyten Person, welches im Singular folgender Gestalt abgeändert wird: Nom. Du. Genit.…

  6. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Du

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Du die Anrede mit du in den neueren Zeiten .. da ein gemeinschaftliches Du [ zw Eltern u Kindern ] das Obere und Untere …

  7. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Du

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Du , s. Anredeformen .

  8. modern
    Dialekt
    du

    Bayerisches Wörterbuch · +11 Parallelbelege

    du Band 4, Spalte 4,745f.

  9. Sprichwörter
    Du

    Wander (Sprichwörter)

    Du 1. Du und dôn sünd twee. ( Jever. ) Du und thun sind zwei verschiedene Dinge; du wirst das Besprochene nicht ausführe…

  10. Spezial
    du

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    du pron. pers. 1 (betont) tö 2 (unbetont) te. ▬ du bist schuld daran tö t’es de gauja che... ; du bist ein Dummkopf! t’e…

Verweisungsnetz

404 Knoten, 384 Kanten

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit du

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Keine Komposita gefunden — du kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.