Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
birtun
legt, 2, 100, 54 (3 Hss. 9.–10. Jh., allesamt bair.)
und 4, 322, 72 (Cod. musei Salisburgensis,
9. Jh., bair.); in beiden Fällen ist der Gen. Sg.
pirtunna überliefert (mit dem bair. anl. p- für
germ. b-, s. Braune, Ahd. Gr.14 § 136), ent-
sprechend dem lat. Lemma eulogiae gen. sg.
(das die Ausgaben zu eulogiarum emendieren):
‚(christl.) Segnung, Segensspende‘(genauer:
das [nicht in der Messe geweihte, sondern] nur
gesegnete Brot, das man den nicht an der Mes-
se teilnehmenden Gemeindemitgliedern zu-
kommen ließ, – das pain bénit der kathol. Kir-
che in Frankreich, s. Du Cange III, 119 f.;
Buchberger, Lex. f. Theologie u. Kirche2 III,
1180 f.; A. Franz, Die kirchl. Benediktionen des
Mittelalters I [Graz, 1909; Neudr. 1960],
229 ff.). – Weder mhd. noch nhd. findet sich
von dem wohl sehr altertümlichen und höchst
seltenen Wort eine Spur.