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triem

nhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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3 in 3 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

triem m.

Bd. 22, Sp. 485
triem, trieme, m., die endstücke vom aufzug des gewebes, die gedrehten endfäden des zettels, die ohne eintrag bleiben. das wort ist oberdeutsch und seit dem 15. jh. sicher bezeugt. dunkler herkunft. zu vergleichen ist jedoch eine glosse des 12. jh.: fimbria fase vel treimo ahd. gl. 3, 317, 59 Steinmeyer - Sievers (l. triemo?). Ehrismann will das wort herleiten von früh entlehntem vulgärlat. trēmen (aus trāmen), dessen vocal im deutschen die im 8. jh. eintetrende diphthongierung zu ie mitgemacht hätte, s. Paul-Braune beitr. 18, 233. diese ansicht ist aus bedeutungsgründen abzulehnen, denn vulgärlat. trēmen ist nicht aufzug, sondern eintrag des gewebes, 'subtemen', 'ῥοδάνη', s. du Cange 8, 165b und wird in den älteren deutschen glossaren immer nur mit wefil, intrag u. ä. wiedergegeben, s. Diefenbach 592b, s. v. tramen. das wort ist mit verschiedenem auslaut in allen obd. mundarten [] bezeugt, z. b.: triem Schmeller-Fr. 1, 566; Schöpf 755; triam Bacher lusern. 407; drimo Schmeller cimbr. 116; triəmə Weber Zürcher oberland 62; triemen Martin-Lienhart elsäsz. 2, 756; die flexion kann stark und schwach sein: plur. triemme Friedli Bärndütsch 3, 391; trieme, plur. triemen Fischer schwäb. 2, 380 (s. auch die folgenden belege): licium sunt fila, quibus textores telam ligant, driemen (clm., 15. jh.) bei Schmeller-Fr. 1, 567; item ein yeder tuecher oder wöber des wüllin handwercks soll by sinem geschwornen eyd kein flocken, triemen oder strelhare zue tuech machen im selbst oder andern lüten (bad. wollenweberordn. v. j. 1486) zs. f. gesch. d. Oberrheins 9, 154 Mone; nachdem ich bekennen musz, dasz es (das stück tuch) blosz von den triemen und überbleibseln derjenigen wolle verfertigt werden soll, welche ich zu den vorigen stoffen gebraucht habe J. v. Breitenstein sat. u. ernsth. schriften von dr. J. Swift (1756) 1, 423; die mundarten kennen leichte bedeutungsvarianten, z. b.: drieme faden, womit man das garn auf dem haspel unterbindet Seiler Basel 84; triem ende eines leinwandstücks, von dem die enden fransenartig herabhängen; diese fransen selber Unger-Khull steir. 172; triemme schmale gewebestreifen Friedli Bärndütsch 3, 391. — weiterbildungen sind gleichbedeutendes driemling, m. Schmeller-Fr. 1, 566 und triemet, n., belege aus d. j. 1757 u. 1845 bei Unger-Khull steir. 172.
2337 Zeichen · 68 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    TriemDer

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    † Der Triem ,

  2. modern
    Dialekt
    Triem

    Schweizerisches Idiotikon

    Triem Band 14, Spalte 1001 Triem 14,1001

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit triem

27 Bildungen · 22 Erstglied · 4 Zweitglied · 1 Ableitungen

triem‑ als Erstglied (22 von 22)

Triem(e)

BWB

Triem(e) Band 4, Spalte 4,494

triemen

DWB

tri·emen

triemen , adj. , ableitung von triem ( s. o. ): triemene töbich (1594) bei Unger-Khull steir. 173 ; triemene hüll (1624) ebda.

Triemeⁿ I

Idiotikon

Triemeⁿ I Band 14, Spalte 1001 Triemeⁿ I 14,1001

Triemeⁿ II

Idiotikon

Triemeⁿ II Band 14, Spalte 1002 Triemeⁿ II 14,1002

Triemeⁿdili

Idiotikon

Triemeⁿdili Band 12, Spalte 1642 Triemeⁿdili 12,1642

triemhülle

DWB

triem·huelle

triemhülle , f. , vielleicht bettdecke mit einem triem, s. Unger-Khull steir. 173 , woselbst belege des 17. u. 18 jh. bezeugt sind.

Triem II

RhWB

Triem II -ī:- = Mühlentrichter s. Trime.

Triemlibir(eⁿ)

Idiotikon

Triemlibir(eⁿ) Band 4, Spalte 1498 Triemlibir(eⁿ) 4,1498

triempeln

BWB

triempeln Band 4, Spalte 4,402

Triempler

BWB

Triempler Band 4, Spalte 4,403

¹Triᵉmse

WWB

¹Triᵉmse f.m. [verbr. nördl. OWestf Münsterl (außer Rek), verstr. die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Hellweg Kr. Büren B…

Triᵉmseblō¹me

WWB

Triᵉmse-blō¹me f. [ Kr. Ahaus Ahs Kr. Steinfurt Stf Kr. Tecklenburg Tek Kr. Coesfeld Kos Kr. Warendorf Wdf Kr. Halle Hal Kr. Lüdinghausen Lh…

Triᵉmsenfīre

WWB

Triᵉmsen-fīre f. Maifeier in Borken (Nachbarschafts-, Kinderfest im Frühjahr) ( WmWb ).

triemwolle

DWB

triem·wolle

triemwolle , f. , wolle aus den fäden des triems: des ersten so sol niemant bi sinem aid kainen unzüg verwürken, weder triemwoll, karthar, s…

triem als Zweitglied (4 von 4)

Bauchgurtriem

Campe

bauch·gurtriem

Der Bauchgurtriem , des — es, Mz. die — e, oder der Bauchgurtriemen, des — s, d. Mz. w. d. Ez. bei den Riemern und Sattlern, der schmälere u…

Drahtriem

Campe

Der Drahtriem , des — es, Mz. die — e, die schmalen Streifen Metall, woraus der Draht gezogen wird.

Gurtriem

Campe

gur·triem

Der Gurtriem , des — es, Mz. die — e . 1) Ein Riem am Gurte, mit welchem er vermittelst der Schnalle festgeschnallt wird. 2) Ein Name der Es…

Ableitungen von triem (1 von 1)

trieme

Lexer

trieme swm. die gedrehten endfäden des aufzuges, welche undurchschossen oder ohne eintrag bleiben Schm. Fr. 1,566 f. Mone z. 9,159 ( s. unte…