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treten

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

treten

Bd. 21, Sp. 1293
treten, s. teil 11, 1, 2, 189: traub, den man yetzt stampffen oder trätten wil Maaler 406b; also wird der traube mit fssen getreten, dasz er ein wein werde H. Fabricius auszug bewerter hist. (1599) 914; allg. haushaltungslex. (1749) 3, 600a; er (der prior) sieht dort seine mitpropheten im bottich tanzend, trauben treten A. Grün (1877) 4, 303; mundartlich: die trauben träpplen Fischer schwäb. 2, 328; träppeln O. Wildermuth ges. w. 4, 280. der eigentliche fachausdruck ist keltern, älter kaltern: seczbreder umb drauben zu kaltheren voc. opt. (Lpzg. 1501) x 6a, vgl. teil 5, 526: helft die vollen trauben keltern Gleim (1771) 5, 217; auf belaubten hügeln mag Lyäus ... ausgesuchte trauben keltern lassen Göthe I 2, 107 W. ff) in enger sprachlicher beziehung steht traube naturgemäsz zum wein, der in umschreibungen in gehobener diction gern saft, blut der traube u. ähnl. genannt wird: gestern bei dem saft der trauben ... kam der tod zu mir herein Lessing 1, 90 Lachm.-Munck.; und sang beym goldnen saft der traube mit ihr der liebe seligkeit Pfeffel poet. vers. 1, 115; proficiat collega ... sprach der conrector durch den rothen saft der traube die sonne betrachtend W. Raabe Horacker (1876) 35; am abend ... habe ich ... deine gesundheit in dem brausenden saft der traube von Sillery getrunken Bismarck br. an s. braut u. gattin 9; und so sehr oft. lockerer: alles trawren, leidt und klage ... wil ich in den süszen saft, den die traube giebt, vergraben Opitz poeterei 26 ndr.; rebensafft, den uns die trauben weinen Spee trutznachtigall (1649) 156; der saft, der aus der traube quoll, kann heut ja wohl nicht schaden Wilh. Busch d. heil. Antonius (1870) 37. occasioneller: zehnmal füll ich schon dies glas mit der trauben edlem nasz E. v. Kleist w. 1, 72 Sauer; in der goldnen flut der trauben Novalis im Athenäum 3, 190; nimm, mein vater, und isz und trink dies labsal der traube Klopstock Messias (1780) 567; o du der traube sohn, der im golde blinkt (1753) Klopstock oden 1, 117 Munck.-Pawel; ... gleich dem wilden sohn der trauben Geibel ges. w. (1883) 2, 81 Cotta. aus der bibel stammt die verbreitete verbindung blut der traube (s. genes. 49, 11; Jes. 63, 3; apokal. 14, 20, vgl. Herzog-Hauck realencykl. f. prot. theol. 21, 59, vgl. auch traubenblut): denn bindet er (Juda) sein füllen an den weinstock ... und wäscht sein kleid in wein wäscht seinen mantel in der trauben blut Herder 12, 132 Suphan (segen Jacobs über seine söhne); vgl. 10, 55; Jachus safft ... er wird auch mein verdrieszen durch seiner trauben blut versüszen K. Stieler geharnschte Venus 85 ndr.; freude sprudelt in pokalen, in der traube goldnem blut trinken sanftmut kannibalen, die verzweiflung heldenmut Schiller 4, 4 d.; der traube süszes sonnenblut, das wunder glaubt und wunder tut E. M. Arndt 4, 156 Rösch-Meisner; das rothe blut der traube Bettine Cl. Brentanos frühlingskranz 208; der traube dunkles blut Geibel (1883) 1, 74; o gott ... wie verdien ich es, ... dasz mir die traube ihr kostbarstes blut spendet Tieck schriften (1828) 4, 275; wohl quillet aus der traube das heisze rebenblut Geibel (1883) 1, 54. metonymisch wird daher traube selbst statt wein gebraucht; vereinzelt auf antiker grundlage schon ende des 15. jh.: Virgilius (sagt) vom trauben, er nimbt vom erst die füsz H. Nithart Terenz Eunuch 131 lit. ver., sonst erst seit dem 18. jh.: warum wollen wir nicht ... uns mit rosen bekränzen und mit der burgundischen traube, weil wir noch leben, die herzen erfreun Fr. W. Zachariä poet. schr. 3 (1765) 154; ... die traube, die seinen becher ihm anfüllt Giseke poet. w. (1767) 36; gemeine lust selbst an der traube glut läszt aneinander die pokale klingen Müllner dram. w. (1828) 4, 113; ein viertel trauben, süsz und gut, gibt wieder für ein stück voll muth Wander 4, 1284. gg) als wirtshausname, meist wohl nach einem wirtshausschild: in der statt (Eichstädt) hab ich auf dem markht beym trauben einkehret (1611) Ph. Hainhofer relation 23 Häutle; (ein mann) der glaubte man könnte anderswo nicht als in der traube logieren Eva König bei Lessing 19, 372 L.-M.; man stellte (die pferde) in der traube nicht weit von dem kloster ein Auerbach dorfgesch. (1884) 1, 163 volksausg.; (er schritt) eilig über den markt in das weinhaus zur groszen traube Storm 8, 151. hh) aus der häufigen anwendung als bild und vergleich hebt sich heraus h@aα) der gebrauch von traube allgemein für werke und wesen der menschen, zumeist im religiösen sinn im anschlusz an metaphorisch gebrauchte bibelstellen z. b. nach 5. Mos. 32, 32 und Jesaia 5 (gleichnis vom weinberg des herrn): ire bere ist also galla, ira truba vile pittir Notker 3, 374, 3 P.; der evangelisch hauszvater, der da sprach: ich hab gepflanzet ein weingarten, vermaint trauben und gute früchte zu bringen, do hat er bracht wilde und biter frücht Knebel chr. v. Kaisheim 13 lit. ver.; da gott hofft sein weinberg ... soll trauben tragen, so trug er herling Lehman flor. polit. (1662) 2, 830 s. v. undanck; die kirche hast du aufgebaut zu einem weinstock süszer reben, ach! dasz sie dir nun bittre trauben geben Chr. Fr. Henrici ernst-, scherzh. u. sat. ged. 3, 106; freier: noch bringest du (die christenheit) kein gute frucht, nur eytel bösz unzeytig trauben Hans Sachs 1, 229 Keller; glick zu, du hof und du hofleben, da wenig trauben und vil reben, da weder warheit, trew noch zucht Weckherlin 2, 448, 13 lit. ver. h@bβ) in allegorischer ausdeutung von bibelstellen wie 4. Mos. 13, 24; hoh. lied 1, 14 u. a. ist traube in der älteren geistlichen dichtung zum sinnbild einerseits für Christus, andrerseits für Maria geworden, wie botrus, uva in der lateinischen, vgl. Ans. Salzer d. sinnbild. u. beiworte Mariens 39; 197; 309; nl. woordenboek III 2, 3471: in dir (Maria) mit süezem zarte wuohs der lebendic troube Reinbot v. Durne hl. Georg 2747 v. Kraus; do treit der herbst den truben, den uns die magt gebar (15. jh.) bei Wackernagel leseb. (1839) 978; den truben, der für uns am criuze hienc Colmarer liederhandschr. 211 lit. ver.; der edel traub der menschait Jesu Christi Keisersberg ausgang d. kinder Israhel (1510) l 1c; vgl. J. Öcolampadius üb. M. Luthers buch bekentnusz genannt (1528) 129a. sô wol dir (Maria) êrentrûbe Konr. v. Würzburg gold. schm. 1298 Schr.; vgl. lobgesang 21, 10 L. Wolff; du süsser trub von Cyperland Heinrich v. Laufenberg bei Ph. Wackernagel d. dt. kirchenlied 2, 575; vgl. bei Salzer 309, 7; (klage Sions) sie (d. braut Christi) gleichet einer welcken traube S. Dach 1, 172 Österley. h@gγ) für die kinder des hauses nach dem 128. psalm: deyn weyb wird ynn deym hause seyn wie eyn reben vol drauben feyn (1524) Luther bei Ph. Wackernagel dt. kirchenlied 3, 8; dein weib ist ... wie ein weinstock, der voller trauben henget J. Barth weiberspiegel (1565) z 1b; vieh und menschen müssen hassen solchen weinstock, der nicht trägt, den sein ehgatt hat verlassen; aber welcher trauben hegt und an ulmen steht gesetzt wird ja billich hoch geschätzt S. Dach 2, 726 Österley; grsset mir euer liebe rebe, meine schwägerin, Hanna Rhlin, mit ihren trauben Luther briefe 2, 670 de Wette; euer hausreben sampt ihren trauben ebda 667; empfiehl mich deiner frau und ihren trauben Schubart br. bei D. Fr. Strausz 8, 171; vgl. auch traubenreich u. träublein 1. anders: hindernisse, die in der moralischen welt ... ursache sind, dasz der beste weinstock ... saure unbrauchbare trauben trägt — und vortreffliche ältern schlechte kinder erwachsen sehen S. v. Laroche frl. v. Sternheim (1771) 2, 83. h@dδ) im erotischen sinne seit dem 17. jh.; für die freuden der liebe, spec. den kusz: Rosill ist zwar Filandern fest verbunden, doch gönnt sie mir die ersten freudenstunden. ich bin es, der die vollen trauben brach, hernach so mag Filander lesen nach Stieler geharnschte Venus 141 ndr.; dencke, liesz der keuschheit garten deine sehnsucht lange warten, späte trauben werden voll Chr. Günther (1735) 1047; sie (die zunge) musz die süszen trauben, die auff den lippen stehn, verbieten und erlauben Logau 235 Eitner; für eine geliebte: ich meinte, der kanzler hätte sich eine reife, süsze traube aus irgend einem besonderen aquitanischen weinberge in den englischen nebel herübergeholt C. F. Meyer der heilige6 71. h@eε) allgemeinere bilder und vergleiche in verschiedenster anknüpfung sind demgegenüber mehr occasionell: traurig ists freilich, wenn einem menschen die lage, in der er lebt, mit allen ihren umständen und kostbarkeiten so verleidet, so verbittert ist, dasz er auch keine traube und blume derselben anrühren mag, sie zerfallen ihm unter der hand zu asche Herder 16, 123 Suphan; mehr redensartlich: ich will dir jetzt mit qual zustricken mit dem strang den hals ... da hängste wie ein traub am reben W. Spangenberg ausgew. dicht. 183 Martin. üblicher ist die anknüpfung an die typischen adjectiva, vgl. oben 1 d: der tod ist es schon so gewohnt, dasz er der jugend wenig schont und die noch harte trauben am liebsten pflegt zu rauben v. Canitz ged. (1727) 42; der pöbel bleibt gleichwohl dabey, dasz an dergleichen wilden ranken (der dichtung kunst- die bittre traube süsze sey loser gesellen) Stoppe Parnasz (1735) 31; du bist weiszer als milch ... aber auch herber als eine unreife traube K. W. Ramler einl. (1758) 1, 334; dein leben ist reif wie die trauben am herbsttag Höderlin Euphorion (1846) 2, 89 Schwab; er merkte, dasz sie von der wahnkrankheit befallen war wie eine süsze traube vom rost G. Keller ges. w. 6, 344; Shakespeare reicht uns ... die volle, reife traube vom stock Göthe I 41, 1, 353 W.; für die form unserer modernen bühne paszt das abgezogene getränk besser als die ungekelterte traube Immermann 19, 142; laster ... seyn die zwar unansehnlichen, aber notwendigen reben, auf denen die volle traube des staatsruhmes und staatsreichthums prange Herder 24, 105 Suphan; die bewegungen in meiner vaterstadt sind zu der glühendsten, vollsaftigsten traube der revolution herangereift Th. Mundt Robespierre (1859) 2, 130. ii) sprichwörtliche redensarten sind auszerordentlich zahlreich; alle stufen des wachstums und der verarbeitung der traube bieten dazu die anschauliche einkleidung. am verbreitetsten ist das sprichwort von den sauren trauben nach Äsops fabel vom fuchs und den trauben (vgl. zs. f. dt. altert. 7, 364 [13. jh.]; Steinhöwel Esop 173 Österley; teil 8, 1861): die trauben sind sauer sagte der fuchs Göthe IV 1, 226, 3 W.; die trauben sind mir zu sauer W. Lüpkes seemannsspr. 128; und sprach davon nur wie der fuchs von den trauben Bürger 329b Bohtz; in mannigfachster abwandlung, auch mundartlich, vgl. I. v. Düringsfeld sprichw. 2 (1875) 262; Wander 4, 1286; in erweiterter anwendung wie z. b.: sind mädchen trauben, die nicht fallen wollen, so begreift man leicht in welcher gestalt man uns unten am weinstock denken musz Hermes Sophiens reise (1774) 2, 74. aus derselben fabel stammt: gleich wie der fuchs auch etwan sprach dem die drauben hingen zu hoch Eyering proverb. cop. (1601) 1, 462; ich bin des fuchses ebenbild, der trauben, die zu hoch ihm hangen, um sein vergebliches verlangen schlau zu bemänteln, sauer schilt Gotter (1787) 1, 460; die günstigen verhältnisse seiner (des Schneeferners) ersteigung würden ihn namentlich denjenigen touristen empfehlen, welchen die trauben auf der Zugspitze etwas zu hoch hangen H. v. Barth Kalkalpen 534. anders: die süszesten trauben hängen am höchsten Binder 196; Wander 4, 1234. — bei (am) monschein wird kein trauben zeitig (reif) man musz sich anstrengen, um etwas zu erreichen W. Spangenberg anm. weish. lustg. (1621) 119; Binder 134; ein traub macht den andern zeitig eine hand wäscht die andre S. Franck sprichw. 1, 39; Lehman flor. polit. (1662) 3, 75; schwartze trauben geben so guten wein als die weisze ebda; die roten trauben sind abgelesen, die besten farben sind verspielt s. v. alter ebda; die süszeste trauben werden am hefftigsten gekeltert Joh. Qvirsfeld geistl. myrrhengarten (1717) 910; wann die trauben sind gekeltert, so achtet man der trester nicht Lehman flor. polit. (1662) 1, 14; Wander 4, 1286. eine reihe von sprichwörtern geht auf bibelstellen zurück; nach deuter. 23, 24 und Matth. 12, 1 heiszt es: es ist keinem eine traube verwehret Pistorius thes. paroem. (1715 ff.) 213; Graf-Dietherr rechtssprichw. 389; am fruchtbarsten ist Matth. 7, 16 und Luc. 6, 44 geworden (vgl. bei Otfrid II 23, 13 oben sp. 1292): man liszt nit feigen vonn dornhecken noch weinbeer oder trauben von disteln Seb. Franck sprüchw. (1541) 2, 56a; B. Waldis streitged. 22 ndr.; raben hecken keine tauben, dornen bringen keine trauben Binder 156, vgl. J. Rist d. friedejauchz. Teutschland (1653) (:)(:)(:)b; nur musz man ... keine trauben von den dornen und keine feigen von den disteln verlangen (in bezug auf A. W. Schlegel) Göthe gespräche 6, 115; abgewandelt: wer hat je gesehen von den schleehecken trauben lesen? Moscherosch (1650) 2, 21; wer darf trauben von einer cypresse verlangen (mit bezug auf Tacitus) G. Freytag ges. w. 6, 15; von dem brombeerstrauche ... sind eben keine trauben zu pflücken Fontane I 1, 232; ich war es endlich müde, mich wegzuwerfen, trauben zu suchen in der wüste und blumen über dem eisfeld Hölderlin 2, 81 Litzmann; und wenn ihr den unbestimmten ... charakter seines (d. i. Byrons) liberalismus tadelt: wer heiszt euch denn vom lenze trauben fordern? Treitschke hist. u. pol. aufsätze 1, 332. 22) traube als fruchtstand anderer pflanzen, deren früchte in bestimmter anordnung traubenähnlich oder überhaupt eng und in haufen zusammensitzen, dann nicht scharf zu trennen von traube 6 'menge, haufen, klumpen', vgl. dort Schmeller-Fr. bair. 1, 672; hauptsächlich bei beerenarten, vgl. Adelung 4, 649: eschbeerbäume, die so mit rothen trauben bedeckt waren, dasz man kaum die blätter durchschimmern sah fürst Pückler briefw. u. tageb. 4, 307; vor allem für ribes rubrum ... Johannisbeere, Johannistrauben, rothe oder weisze trauben Nemnich 2, 116, 2; wohl nur als compositum (vgl. auch träubel 2), in Südwestdeutschland von Lothringen bis Mainz volkstümlich statt Johannisbeere, s. Kretschmer wortgeographie 243; aber auch z. b. in Barmen Leithäuser 44b u. Jülich-Berg v. Klein prov. wb. 1, 214; vgl. auch traubenbrehme eine art von brombeeren, die ihre beeren in trauben geordnet hervorbringen Krünitz 187, 134; seetraube teil 10, 1, 74, bärentraube teil 1, 1130. von gröszeren früchten wie kirschen (s. traubenkirsche sp. 1314, vgl. schweiz. trubestli zweig eines kirschbaums mit reifen früchten Staub-Tobler 1, 575), 'bes. von nüssen und äpfeln, bei nüssen spricht man von tweedruuf, dreedruuf u. s. w.' Mensing schlesw.-holst. 1, 881, vgl.nusztraube, teil 7, 1020, traubennusz sowie traubenapfel, -birne, -erbse, -kartoffel, -weizen u. a. sp. 1301. geläufig ist diese allgemeine anwendung als fruchttraube vor allem in den mundarten, s. unter träubel 2, traubig, traublich. literarisch tritt meist traube 1 als grundvorstellung auf: die öpffel ... trägt es (das blatt des adamsapfelbaums) traubenweisz am baum, ... etwa zehen, fünfftzehen oder zwentzig zu zeiten an einem trauben Joh. Thucher bericht d. meerfart (1561) 58a; sorgsam gepflückte ... trauben der ... ebereschenfrucht Holtei vierzig jahre (1843) 2, 42; die früchte (des piriguao) sind pfirsichen ähnlich ... siebzig bis achtzig derselben bilden ungeheure trauben A. v. Humboldt ansicht. d. nat. (1826) 1, 201; (dattelpalmbäume) die hier und da voll goldner trauben stunden Wieland (1794) 23, 53; mit reinem gold getränkt die purpurwangen schwellen der palmen sonnenreife trauben (datteln) W. v. Humboldt ges. w. (1841) 374; (der pisang) der dreimal im jahre seine 70-80 pfund schweren trauben zur reife bringt O. Peschel völkerkunde (1874) 160; im ausgesprochenen vergleich: ich sahe, welches kaum zu glauben morellen, weisz- und rothe kirschen, birn, äpfel, aprikosen, pfirschen nicht einzeln, recht wie trauben sitzen Brockes irdisch. vergnüg. (1731f.) 2, 221. 33) in derselben anschauung wie 2 bezeichnet traube botanisch einen 'blütenstand, wenn auf einem langen einfachen blumenstiel mehrere der länge nach gestielte fast gleichlange blumen stehen' Dietrich gartenlexikon (1808) 8, 41; man unterscheidet dabei einfache, zusammengesetzte, gipfelständige u. a. trauben ebda 8, 41; 1, 50; Krünitz 187, 125f. und spricht von blüthen-, blumentraube Nemnich 77; 79; Dietrich 1, 50, doldentraube ebda 3, 350; 1, 50, rispentraube Oken allg. naturgesch. 2, 45; vgl. auch unten 8 a: blüthen (des lorbeerseidelbastes) in kleinen, hangenden trauben in den obersten blattachseln v. Schlechtendal flora v. Deutschland5 10, 182; gemeine berberize ... strauch mit trauben gelber blüthen Ratzeburg standortgewächse 69; die blüthen (der tonkabohne) ... stehen in rispen oder trauben Karmarsch-Heeren3 9, 510; im ältern nhd. vereinzelt in zss.: (wasche das kranke pferd) mit wasser, darinn andorn oder heid oder benedictenkraut inn gesotten oder ebhewtrauben W. Ryff Alb. Magn. thierbuch (1545) 43; voll blauer trauben duftete der flieder, die maienglocken streuten wohlgeruch Platen ges. w. (1843) 1, 266. mundartlich: drüw traube, dolde Schmidt-Petersen 29a; blawe druwen für die perlhyazinthe, muscari botryoides Mensing schlesw.-holst. 1, 881, vgl.traubennelke, -hyazinthe und andere derartige blumennamen sp. 1301 sowie träubel 3 u. 7, träublein 3 und träubchen. 44) auf einen einzelnen gegenstand übertragen wegen der ähnlichkeit seiner gestalt mit einer weintraube. 4@aa) ein knopf am hinteren ende des kanonenrohrs bei vorderladern, dem stosz, zum aufheben des rohrs beim richten, zum befestigen von hebe- oder wuchtbäumen beim austragen des rohrs aus der lafette (s. Hoyer allg. wb. d. artill. II 2, 220; v. Alten 2, 354), 'welcher gemeiniglich die gestalt einer traube hat und auch davon den namen führet' Eggers 2, 1157: wird ... hinten mit einem holtz an die traube geschlagen, so löset sich die kugel v. Fleming soldat 63; wenns auch nur eine lumpige kanone ist, so gieszen wir einen zierrath auf ihre traube J. J. Chr. Bode Tristram Schandi (1774) 9, 125; das rohr (der schiffskanone) fährt plötzlich zurück und schlägt mit der traube auf meinen linken schenkel W. v. Rahden wanderungen (1847) 2, 499. 4@bb) eine kartätschenart, die sog. beutelkartätsche, s. Burja gröszenlehre (1799) 325; vgl.traubenkartätsche, -hagel, -kugel, -schusz: die platte der traube (bei den haubitzgranaten) ist breit Hoyer allg. wb. d. art. I 2, 214; ist ein defilée lang und stehet man 500 und mehrere schritt hinter demselben, so musz man sich der ordinairen kugeln und nicht der trauben bedienen Venturini taktik (1800) I 1, 2, 13. 4@cc) schwäbisch ein 'metallbecher, der mit dem deckel zusammen durch ovale form einer traube gleichsieht' Fischer 2, 327; die mit einer traube gestempelte dritte qualität barchent aus traubenbarchent verkürzt, dazu auch traubenfärber färber von traubenbarchent (Ulm 1547) ebda: das zweifach karten und scheren der trauben quellen von 1552 u. 1579 ebda. 4@dd) vgl.traube 7. 55) auf eine vielheit von gleichartigen einzeldingen übertragen, die eng zusammenhängend ein ganzes bilden wie die menge der einzelbeeren die weintraube; der weg der übertragung wird deutlich in vergleichen wie: erdschnecken ... hangen stetts an einnander wie die beer an einem trauben J. Heyden Plinius (1565) 195; auf den drei doppelbänken hängen die menschen wie trauben Kölner lokalanzeiger v. 6. aug. 1932; die vielen neger ... muszten sich (beim ausbooten mit dem ladebaum) an das grosze netz anklammern ... es sah aus wie eine traube von menschen H. Paasche fremdenlegionär Kirsch 86. in allgemeiner anwendung occasionell: sie trugen ... an den zöpfen ganze trauben von zierraten Sven Hedin abenteuer in Tibet10 339; trauben electrischer lampen auf eisernen kandelabern überfluteten sie mit weiszem licht Ina Seidel Renée und Rainer (1930) 61; mit ganzen trauben von leeren feldkesseln ... beladen Paul Alverdes Reinhold (1931) 83; eine rakete streute verknallend ihre funkentrauben aus H. König d. klubbisten (1847) 2, 76; vgl. auch traubenperrücke; achtern ruderte eine traube stämmiger vögel Hans Grimm volk ohne raum 1, 133. fest und verbreitet für einen schwarm bienen: traube so heiszt der aufgestandene bienenschwarm aus einem mutterstock. wenn er sich ... an einen zweig hänget ... nennet man solchen knauel bienen der ähnlichkeit halber mit einer natürlichen weintraube, eine traube Overbeck gloss. melitt. (1765) 83; der scharm hänget sich in die traube ebda. schon 1623 verzeichnet: uva apum ein traube bienen, so sich angehangen J. Orsäus nomencl. meth. (1623) 204; wie die bienen im frühling ... ihre volkreiche jugend sich in langen trauben um den stock herum anhängen lassen Bodmer slg. crit. u. poet. schr. 1, 47; (beim einfangen des schwarmes) flosz anhaftender bienen bewegliche traube zur erd hin Voss sämtl. ged. (1802) 2, 204. auch mundartlich trauppm impm Schmeller-Fr. bair. 1, 672; Lexer kärnt. 67, doch vgl. 6. fachsprachlichem gebrauch nähern sich an wendungen wie: dasz unter den ... eiertrauben (des kieferspinners) sich mehrere behaarte befanden ... auch andere nackte trauben waren öfters nur schwach belegt, andere wieder durchweg (an 60-80 eiern) inficiert Ratzeburg waldverderbnis 1, 145; so auch traubenmonade (sp. 1301); medicinisch für staphyloma: trauben oder traubenkörner beim pferde, die am pupillarrand hangenden und in die pupille hineinragenden schwarzen flocken J. E. L. Falke univ.-lex. d. thierarzneikde (1842) 2, 375, s. Sanders; vgl.: so dasz die (Meibomschen) drüsen wie trauben aussehen Sömmerring 6, 914. dazu zusammensetzungen wie traubenauge, -geschwäre u. ähnl. Höfler dt. krankheitsnamenbuch 747a. 66) 'menge, haufen, klumpen', z. t. in ähnlicher anwendung wie 5, doch ohne dasz eine übertragung von traube 'weintraube' wahrscheinlich wäre; im mhd. vereinzelt: daran erbeizten sie zehant, wan die heide (acc.) gurte und bant von boumen ein troube mit wol sô dickem loube, daz sie da niemen mohte gesehen H. v. d. Türlin krone 11622 Scholl; vgl. dazu: trauben, m., buschholz; im groszen, kleinen trauben Buck flurnamenbuch 281 und schwäb. flurnamen wie Traubenhölzle, -knopf, -weide u. ähnl. Fischer 2, 328. ebenso alleinstehend als getreidemasz: unum maldrum tritici annue pensionis, quod trube weize vulgariter nuncupatur (a. 1289) hessisches urkundenbuch I 1, 375 Wyss-Reimer. für einen schwaden (oder stiege?) gemähten getreides: welcher in der erntzeit ehe dann das felt lähr ist unter die mäntl traupen oder mathen halten laszet, deszen dienstboth ist zu pfenten und wan ers vor sich selber getan zu straffen (1701) österr. weist. 8, 860. sonst nur mundartlich; obd.: traupe, f., 'schock, gröszere anzahl, z. b. von menschen' Unger-Khull steir. 166b; im zusammenhang mit traube 2 und 5: ẽ ganz trauppm ber, haslnuss, kersch, impm (bienen) Schmeller-Fr. 1, 672; Lexer kärnt. 67. speciell: 'die längs der kanalufer aufgestellten holzstösze werden 'trauppen' genannt' J. Blau Böhmerwälder hausindustrie 1, 74; auch in ableitungen, s. träubel 5, träublein 4, traubicht 2 d, traublich 2 c, träubeln, vb.; nd.: druuv, f., von pferden, die nebeneinander vor die egge oder den pflug gespannt werden, sagt man dree op'n druuv, auch von menschen dor sitt se nu weller all op een druuv Mensing schleswig-holst. 1, 881, vergleichbar die anwendung auf früchte, s. oben 2. im ahd. vergleicht sich vereinzeltes drupo, thrupo cuneus, turbas minores ahd. gloss. 1, 74, 6 St.-S. (hrab.-keron. gloss.), doch ist die zugehörigkeit fraglich; die von galloromanisch troppus 'herde' (lex Alamannorum) dagegen ist lautlich unmöglich, s. Meyer-Lübke 8938; Johansson Kuhns zeitschr. 36, 366; Gamilischeg 869b; 870a. 77) traube, drûwe, drûf als vorwiegend nordwestnd. bezeichnung von werkzeugen, geräten und ihrer teile, vgl. traube 4. 7@aa) drûf hölzerner griff an eisernen schneideinstrumenten Danneil altmärk. 41a; ebenso Mensing schlesw.-holstein. 1, 881. drûf und drûfel und trûf das dicke, runde stück holz unten an dem springstock, der dessen einsinken in die erde verhindern soll Doornkaat-Koolman ostfries. 1, 344a, vgl. holl. druif ronde knop in zonderheit aan een stok, staak of steel woordenboek 3, 2, 3471. traube birnförmiger holzgriff am sog. 'fliegerhacken' (einer stange mit eisenspitze und -haken) zum einstemmen an die schulter K. Dunkelberg Rheinschiffahrtslexikon (1910) 50; druf knop van een schiffersboom Dijkstra friesch 1, 299b; der rundgedrehte knopf oder knauf an einer schiebestange, wogegen man sich mit der brust oder schulter stemmt, z. b. an dem dîknatel (stange zum bespicken der deiche mit stroh) Doornkaat-Koolman ostfries. 1, 344a; inbes. am bohrer ebenda, vgl. holl. druifboor boor die van boven van een ronden knop is voorzien woordenboek 3, 2, 3470; für den beweglichen teil eines bohrers bei Stürenburg ostfries. 40a; drouvə, drūf das gestell am handbohrer, drehbügel rhein. wb. 1, 1437, auch für den bohrer selbst ebda; druuv bohrer, bohrwinde, brustleier Mensing schlesw.-holst. 1881, wie bohrdruuv, f., u. -winn ebda 416, häufig auch druufbohr 882; druwe Frischbier preusz. wb. 1, 153b; nd. jahrb. 1, 75b; bôrdrûwe Woeste westfäl. 60b; baordruv Danneil 13; vgl. auch mnd.: 3 bar szunder druuen (1525) Wismarer inventar fol. 126 u. ö. bei Schiller-Lübben 1, 590a. heute in der fachsprache: traube bügel am brustbohrer Hoyer-Kreuter technol. wb.5 1, 774a; falsche traube bohrzapfen ebda; vgl. auch traubenbohrer, draufbohrer, trauch und trauchbohrer sp. 1310 u. 1325, 2trau, f., sp. 1282. 7@bb) merkwürdig: drûwe, f., faszdaube Woeste westfäl. 60b; druf, pl. druwen dass. wb. d. Elberfelder ma. 43a; ebenso draube, druf rhein. wb. 1, 1437. 7@cc) was ist bair. der traub 'todtensarg' Schmeller-Fr. 1, 640 ? vgl. der trauer sp. 1359. 88) zusammensetzungen mit traube- als erstem bestandteil sind seit dem ende des 14. jh. bezeugt, draubeneinigung (s. d.), in gloss. d. 15. jh. trubenkamm, -kern, -korn, -rapp, -stain (s. d.), im mhd. nur trûbeblâ, adj., blau wie eine traube Lanzelet 4759. im 16. jh. schon zahlreicher belegt, findet etwa von der mitte des 17. jh. bis ins 19. eine starke vermehrung der bildungen statt. die hauptmasse der zusammensetzungen sind substantiva, neben der die adjectiva und adject. partic. zurücktreten. ganz überwiegend stellen sich die bildungen zu traube 1 'uva', die botanische fachsprache vermehrt seit der wende des 18.-19. jh. bes. die anwendung von traube 2 u. 3, (s. u.a), einzelne kriegstechnische ausdrücke des 18. jh. schlieszen an traube 4 an (vgl.traubenhagel, -kartätsche, -kugel, -schusz), zoologische und chemisch-mineralogische des ausgehenden 18. und des 19. jh. an die von traube 5 (vgl. 8 b β sowie z. b. traubenblei, -erz, -stein, -vitriol, s. auch traubig 2 c), während zusammensetzungen mit dem gebrauch von traube 6 nicht, mit traube 7 nur in traubenbohrer zu verzeichnen sind. aus dieser menge von composita heben sich einige besonders typische gruppen heraus, die übrigen bildungen siehe an alphabetischer stelle. 8@aa) in zahlreichen pflanzennamen steht traube im sinne von traube 2 u. 3; diesen pflanzen eignet ein trauben- oder büschelartiger fruchtstand oder eine trauben-, d. i. dolden- oder rispenförmige blüte, meist im unterschied von andern ihrer gattung. die bildungen setzen im 16. u. 17. jh. noch sehr vereinzelt ein: traubenkraut (1553), -malde (1594), traubapfel (1645), -eiche (1663), traubenkirsche (1673), -baum (1673), -holder (1682), -hyacinthus (1689), im 18. jh. erfahren sie kaum eine vermehrung, erst seit der wende des 18./19. jh. kommen sie in botanischer fachsprache voll zur entfaltung, ebenso die demselben bereich angehörigen bildungen oder anwendungen wie: traubenblume, -blüte, -büschel, -dolde, -rispe, -spindel u. traubenährig, -artig, -bildend, -blütig, -doldig, -förmig, -ständig u. s. w. (s. diese an alphabet. stelle): traubenaloe Campe 4, 861b;
28036 Zeichen · 687 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    trëtenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +11 Parallelbelege

    trëten stn. das treten. den wart gâlûnt ir brât mit treten und mit kiulen Parz. 75,6. von treten das. 379,18.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trêten

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Trêten , verb. irreg. ich trete, du trittst, er tritt, wir treten u. s. f. Imperf. ich trat; Mittelw. getreten; Imper. t…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    treten

    Goethe-Wörterbuch

    treten [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Treten

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Treten , die begattende Tätigkeit des männlichen Federwildes.

  5. modern
    Dialekt
    treten

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    treten Band 4, Spalte 4,442-445

  6. Sprichwörter
    Treten

    Wander (Sprichwörter)

    Treten 1. Einer trete den andern nicht, sprach der Hahn zum Pferde. 2. Es wird keiner getreten, er lege sich denn zuvor …

  7. Spezial
    treten, an den Stamm ~ tretenv

    Dt.-Russ. phil. Termini · +3 Parallelbelege

    treten , v , an den Stamm ~ treten присоединяться/присоединиться , гл к основе

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit treten

103 Bildungen · 0 Erstglied · 96 Zweitglied · 7 Ableitungen

Zerlegung von treten 2 Komponenten

tre+ten

treten setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

treten als Zweitglied (30 von 96)

betreten?

KöblerMhd

*betreten? , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. un- E.: s. betreten (1) W.: nhd. betreten, (Part. Prät.=)Adj., betreten (Adj.), DW-

abe trëten

Lexer

abe·treten

abe trëten BMZ trans. betreten; intrans. ab-, zurückweichen, enden, einem abe tr. von ihm abfallen, eines ding. abe tr. es versagen, davon a…

abtreten

DWB

abt·reten

abtreten , deculcare, discedere. transitiv, den absatz vom schuhe, den schuh vom fusz abtreten; den sporn abtreten ( mhd. eime sciltknehte w…

ane trëten

Lexer

anet·reten

ane trëten BMZ trans. etw. unternehmen ( Jer. ), es betreten ; mit etw. an tr. damit anfangen Tuch. 362 a ; mich tr. etw. an betrifft, berüh…

antreten

DWB

antre·ten

antreten , aggredi, adire, inire, gegenüber dem abtreten. 1 1) kampflich antreten, ein wildes thier antreten, an es, gegen es treten: den eb…

auftreten

DWB

auf·treten

auftreten , pedem figere, nnl. optreden, 1 1) intransitiv auftreten, vortreten, vor der welt erscheinen: und alle seine söne und töchter tra…

austreten

DWB

aust·reten

austreten , exculcare, nnl. uittreden. 1 1) trauben, ähren austreten, den saft aus den trauben, die körner aus den ähren treten; dasz ich ih…

betreten

DWB

bet·reten

betreten , calcare, pedibus attingere, nnl. betreden. 1 1) vom federvieh, was vom vierfüszigen bespringen, besteigen, inire: der hahn betrit…

Beytrêten

Adelung

bey·treten

Beytrêten , verb. irreg. neutr. (S. Adelung Treten ,) welches das Hülfswort seyn erfordert, bey oder neben etwas treten, doch nur in figürli…

breittreten

RDWB1

breit·treten

breittreten übertr. das Privatleben von Prominenten ~ (in der Presse) - пережёвывать, смаковать частную жизнь знаменитостей; сделать частную…

bīgetreten

KöblerMhd

bīgetreten , st. V. nhd. beitreten, hinzutreten Hw.: s. bītreten Q.: Trist (um 1210) E.: s. bī, ge, treten W.: nhd. DW- L.: Benecke/Müller/Z…

bītreten

KöblerMhd

bītreten , st. V. nhd. „beitreten“, herantreten an Q.: Apk (FB bī treten), PassI/II, PassIII, Trist (um 1210) E.: s. bī, treten W.: s. nhd. …

darnidertreten

KöblerMhd

darnider·treten

darnidertreten , st. V. nhd. „daniedertreten“, niedertreten Q.: Cranc, Herb (1190-1200) E.: s. darnider, treten (1) W.: nhd. (ält.) danieder…

darīntreten

KöblerMhd

dar·īntreten

darīntreten , st. V. nhd. „eintreten“ Q.: Tauler (vor 1350) (FB darīn treten) E.: s. darīn, treten W.: nhd. DW2-

durchtreten

DWB

durch·treten

durchtreten , 1 1. mit den füszen durchlöchern, zerreiszen Frisch 2, 386 b . die kinder haben den teppich durchgetreten. 2 2. zerstampfen, d…

einhintreten

DWB

einhin·treten

einhintreten , introgredi, doch einhin trätten wie ein kriegsmann, incedere, mit der bedeutung des einhertretens. Maaler 125 b ; dazu all vö…

eintreten

DWB

eint·reten

eintreten , ingredi, den fusz in etwas setzen, mhd. in trëten, nnl. intreden, schw. inträda, dän. indträde. 1 1) introire, intrare: tritt nu…

engegentreten

KöblerMhd

engegen·treten

engegentreten , st. V. nhd. entgegentreten, zugehen, gegenübertreten Q.: Mar (1172-1190) E.: s. engegen, treten (1) W.: nhd. entgegentreten,…

entgegentreten

DWB

entgegen·treten

entgegentreten , obviam ire, prodire: wo mirs gefällt, da tret ich dir entgegen. Schiller 504 b ; da ich dem männlichen alter entgegentrat. …

entrëten

Lexer

ent·reten

en-trëten stv. I, 1. auf die seite treten, einen fehltritt thun. dînes herzen triuwe ist entreten Ulr. Wh. 4 b .

entzweitreten

DWB

entzwei·treten

entzweitreten , conculcare, conterere, zertreten: einen wurm, einen frosch entzweitreten; der tod trat zuweilen ein haupt und den traum dari…

enzweitreten

KöblerMhd

enzwei·treten

enzweitreten , st. V. nhd. sich öffnen E.: s. en, zweitreten W.: nhd. (ält.) entzweitreten, st. V., entzweitreten, DW2 8, 1552 L.: Hennig 73…

Ableitungen von treten (7 von 7)

betreten

DWB

betreten , calcare, pedibus attingere, nnl. betreden. 1 1) vom federvieh, was vom vierfüszigen bespringen, besteigen, inire: der hahn betrit…

enttreten

FWB

1. s. ent- 2a.; 2. s. ent- 6.

ertreten

DWB

ertreten , conculcare, conterere, mhd. ertrëten: daʒ ros ër mit den sporn twanc unt wolte sumliche ertrëten. Servat. 2986 ; daʒ was wol kunt…

getreten

DWB

getreten , participales adjectiv zu treten, isoliert sich in einzelnen verwendungen frühzeitig vom verbalstamme: 1 1) per tritam viam duruh …

Mḯßtrêten

Adelung

Mḯßtrêten , verb. irreg. neutr. (S. Adelung Treten ,) welches das Hülfswort seyn bekommt, fehl treten, vorbey treten. Mittelw. mißgetreten. …

vertreten

DWB

vertreten , verb. neben dem üblichen starken verb. besteht noch ein schwaches: ahd. fartreten Graff 5, 522 ; mhd. vertreten mhd. wb. 3, 101 …

zertreten

DWB

zertreten , verb. , ahd. zitrëtan, mhd. zertrëten, mnd. to-, mnld. tetreden ( stark ), ahd. * zitretôn, * -tretten, mhd. zertreten, -tretten…

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APA
Cotta, M. (2026). „treten". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/treten/dwb?formid=T08151
MLA
Cotta, Marcel. „treten". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/treten/dwb?formid=T08151. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „treten". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/treten/dwb?formid=T08151.
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