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Treppe

ae. bis spez. · 23 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
23 in 23 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Treppe f.

Treppe f.

Treppe f. ‘aus Stufen gebildeter Aufgang’. Die nur im Dt. und Nl. begegnenden Substantivformen mhd. trappe, treppe, mnd. treppe, trappe, troppe, mnl. trap(pe), nl. trap gehören zur Wortgruppe um trappen, trippeln, Trip und trampeln (s. d.) und bedeuten eigentlich ‘Tritt, Stufe’. Dazu stellen sich aengl. treppan ‘treten, in einer (Tritt)falle, (Vogel)schlinge fangen’, anfrk. (latinisiert?) trappa (Lex Salica, 6. Jh.), ahd. trappa (Hs. 12. Jh.), aengl. træppe, treppe, engl. trap, mnl. trap(pe) ‘(Tier)falle’, eigentlich ‘(Vogel)schlinge, (Tritt)falle’ (vgl. engl. trapper ‘Fallensteller, nordamerikanischer Pelztierjäger’, s. Trapper) und nhd. (landschaftlich) Trapp, 2Trappe f. ‘Trittfalle, Fußspur, Hufspur des Pferdes’ (15. Jh.), vgl. Wolfstrapp, Roßtrappe. Außergerm. vergleichbar sind russ. (landschaftlich) drjabý (дрябы) Plur. ‘Erntewagen’, poln. drabina ‘Leiter’ und vielleicht auch lit. drebė́ti ‘zittern, schlottern, beben’. Auszugehen ist von ie. *dreb-, das wie die unter treten und zittern (s. d.) genannten Ansätze ie. *drei-, *drā- als Erweiterung der Wurzel ie. *der- oder *derə- ‘laufen, treten, trippeln’ angesehen werden kann. Die dieser Wurzel zuzuordnenden germ. Wörter, auch treten und zittern, dürften als lautmalende bzw. affektische Weiterbildungen aufzufassen sein (mit emphatischem, im Hd. unverschobenem -pp- in den oben genannten Substantiven für ‘Stufe, Treppe’ und ‘Falle’ und in aengl. treppan sowie in nhd. trappen, trippeln, mit emphatischer Nasalierung in got. anatrimpan ‘bedrängen’, nhd. trampeln). Treppe ist wie die alte (heute noch im Rhein. gebrauchte) Nebenform Trappe ursprünglich ein nd.-md. Wort, dem obd. 1Stiege (s. d.) gegenübersteht. Es bezeichnet anfangs vor allem die Einzelstufe; die heutige Bedeutung ‘Gesamtheit der Stufen’ setzt sich um die Mitte des 17. Jhs. durch. – Treppenwitz m. ‘geistreiche Antwort, die jmdm. erst nachträglich einfällt’ (gleichsam auf der Treppe, nach Verlassen des Gesprächspartners). Wohl in Anschluß an Diderot, der bemerkt, daß ein empfindsamer Mensch, durch einen geistreichen Ausspruch verwirrt, erst auf der untersten Treppenstufe wieder zu sich finde, wird im Dt. die Fügung frz. l’esprit d’escalier geprägt (1. Hälfte 19. Jh.) und mit Treppenwitz übersetzt (um 1850). Beide Ausdrücke finden im oben genannten Sinne rasch bildungssprachliche Verbreitung (vgl. Treppenwitz der Weltgeschichte, Titel eines Buches von Hertslet 1882). Danach (um 1900) wird die Wendung auch von französischen Schriftstellern, allerdings in der Form l’esprit de l’escalier, aufgenommen.
2554 Zeichen · 73 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    treppeF.

    Köbler Afries. Wörterbuch

    treppe , F. nhd. Stufe ne. step (N.) Hw.: vgl. mhd. treppe Q.: R E.: s. germ. *trapjan, sw. V., treten, stampfen?; idg. …

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    TREPPE

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    TREPPE s. TRAPPE.

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    treppeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    treppe , F. nhd. Treppe, Stufenleiter (F.), Leiter (F.) Vw.: s. kellæres-, kōr-, mȫlen-, seigære- Hw.: vgl. mhd. trappe …

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trêppe

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Trêppe , plur. die -n, Dimin. das Treppchen, Oberd. Trepplein, eine aus mehrern Stufen bestehende Anstalt, darauf in…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Treppe

    Goethe-Wörterbuch

    Treppe [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Treppe

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Treppe , eine Vorrichtung zum bequemen Aufsteigen von einem niedrigern Platze zu einem höhern. T.n werden theils unter f…

  7. modern
    Dialekt
    Treppe

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    Treppe Band 4, Spalte 4,422

  8. Sprichwörter
    Treppe

    Wander (Sprichwörter)

    Treppe 1. Je hoher Treppe, je schwerer Fall. – Petri, II, 393. 2. Man muss auff der Treppe von einer Stuff zur andern st…

  9. Spezial
    Treppe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Trep|pe f. (-,-n) stiga (-ghes) f. ▬ die Treppe hinaufgehen jí sö por stiga ; sie wohnt zwei Treppe n hoch ara abitëia t…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit treppe

200 Bildungen · 172 Erstglied · 28 Zweitglied · 0 Ableitungen

treppe‑ als Erstglied (30 von 172)

Treppekummer

LothWB

treppe·kummer

Treppe-kummer f. Si. Schlafgelaß auf dem Stiegenabsatz alter Bauernhäuser. — lux. 441.

Treppeler

LothWB

treppe·ler

Treppeler m. Si. Mensch, der nicht vom Fleck kommt. — els. 2, 763 ; lux. 444 Tröppeler.

treppelmehl

DWB

treppel·mehl

treppelmehl , m. : item wo ein auszwendiger des hobs maelte und queme ein hobsmann, so sollt der müllener den treppelmehl nehmen und dem hob…

Treppengang

SHW

Treppen-gang Band 1, Spalte 1713-1714

Treppenhaus

SHW

Treppen-haus Band 1, Spalte 1713-1714

Treppenweck

SHW

Treppen-weck Band 1, Spalte 1713-1714

treppenabsatz

DWB

treppen·absatz

treppenabsatz unterbrechung der treppe durch eine gröszere plattform Kramer 2 (1702) 1132 b : jetzt war er neben dem stalle auf einem treppe…

treppenaltan

DWB

treppen·altan

-altan altan, zu dem eine treppe führt: auf dem überdachten treppenalten Auerbach dorfgesch. 3, 179 ;

treppenanlage

DWB

treppen·anlage

-anlage bau, lage einer treppe: trotz des auskunftsmittels in der treppenanlage bleibt immer der raum rechts vom zentrum der gröszere H. Bru…

treppenarbeit

DWB

treppen·arbeit

-arbeit : das ( jungfernkind ) mag eine treppenarbeit gewesen sein, ... so eine arbeit hinter der thüre Eschenburg Shakespeare 3, 223 ;

treppenarm

DWB

treppen·arm

-arm seite einer mehrästigen treppenanlage ( s. auch treppenast) Müller-Mothes arch. wb. 938 b ;

treppenartig

DWB

treppen·artig

-artig , adj. u. adv. , stufig wie eine treppe ( s. B 3 b) allg. dtsche bibl. 100, 472; die strasze senkt an dieser stelle sich treppenartig…

treppenaufgang

DWB

treppen·aufgang

-aufgang mündung der treppe auf die strasze oder den hausflur ( s. auch treppenfusz): frau Benedicte war unten an dem treppenaufgang stehen …

treppenbacke

DWB

treppen·backe

-backe ' schräges holz, worein die staffeln eingreifen ' Eggers kriegslex. 2, 65 ; s. auch treppenwange;

Treppenbäuschen

RhWB

treppenbau·schen

Treppen-kabause , Treppen-bäus-chen -kabū:s, –bȳ:sχə, –ø·y.- Bo-Buschd Duisd Kürrighv Lengsd N/OBachem f. (n.): Verschlag unter der Treppe.

treppe als Zweitglied (28 von 28)

Freytrêppe

Adelung

freyt·reppe

Die Freytrêppe , plur. die -n, in der Baukunst, eine Treppe, welche unter freyem Himmel angebracht ist.

hintertreppe

DWB

hinter·treppe

hintertreppe , f. hintere treppe oder treppe des hinterhauses: ich komme die hintertreppe herauf. Lessing 1, 523 ; die kleine hintertreppe. …

Hoftreppe

Wander

hoft·reppe

Hoftreppe Hoftreppen sind glatt (oder: haben glatte Stufen). Dän. : Til hofve ere glatte trapper. ( Prov. dan., 296. )

hohltreppe

DWB

hohl·treppe

hohltreppe , f. wendeltreppe deren spindel ein hohler dicker pfeiler ist.

kellærestreppe

KöblerMnd

kellære·s·treppe

kellærestreppe , F. nhd. Kellertreppe ÜG.: lat. penus E.: s. kellære (1), treppe L.: MndHwb 2, 536 (kellerstreppe)

kôrtreppe

MNWB

kort·reppe

° kôrtreppe , f. , Treppenaufgang, Wendeltreppe zum Hohen Chor (Lübeck).

kōrtreppe

KöblerMnd

kōr·treppe

kōrtreppe , F. nhd. „Chortreppe“, Treppenaufgang, Wendeltreppe zum hohen Chor E.: s. kōr (1), treppe L.: MndHwb 2, 648 (kôrtreppe) Son.: ört…

lauftreppe

DWB

lauft·reppe

lauftreppe , f. treppe für die häuslichen gänge der bedienten bestimmt, im gegensatz zu der haupttreppe eines hauses: den creaturen der gehe…

mȫlentreppe

KöblerMnd

mȫlentreppe , F. nhd. „Mühlentreppe“, Treppe die zum Oberboden der Windmühle führt E.: s. mȫle, treppe L.: MndHwb 2, 1012 (mȫlentē[i]ken/mȫl…

rasentreppe

DWB

rasen·treppe

rasentreppe , f. treppe oder terrasse, deren stufen mit rasen belegt oder wol ganz aus rasen verfertigt sind. Jacobsson 3, 363 a .

schleichtreppe

DWB

schleich·treppe

schleichtreppe , f. verborgene treppe, die man unbemerkt benutzen kann, so in einem hause. Adelung, in einem festungswerke. Eggers kriegslex…

schleiftreppe

DWB

schleif·treppe

schleiftreppe , f. 1 1) treppe ohne stufen oder mit sehr niedrigen stufen Frisch 2, 195 c . Eggers kriegslex. 2, 618 . wol so genannt, weil …

schneckentreppe

DWB

schnecken·treppe

schneckentreppe , f. schneckenartig sich in die höhe windende treppe, wendeltreppe ( s. schneckenstiege). bildlich: kurz man steigt auf alle…

seigæretreppe

KöblerMnd

seigære·treppe

seigæretreppe , F. nhd. Treppe die zur Turmuhr führt E.: s. seigære, treppe L.: MndHwb 3, 188 (seygertreppe)

vordertreppe

DWB

vorder·treppe

-treppe , f. : auf der v. begegnen sie der bedienung W. Alexis ruhe ist d. erste bürgerpflicht (1852) 1, 31 . — im bilde: um uns die v. zur …

wendeltreppe

DWB

wendel·treppe

wendeltreppe , f. , spätmndl. wendeltrappe, ndl. wenteltrap ( s. Verwijs-Verdam 9, 2, 2143 ; Franckvan Wijk [1912] 787 u. suppl. [1936] 193)…