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Treppe

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Wander
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23 in 23 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Treppe

Bd. 4, Sp. 1306
Treppe 1. Je hoher Treppe, je schwerer Fall. – Petri, II, 393. 2. Man muss auff der Treppe von einer Stuff zur andern steigen. – Petri, II, 459. 3. Von hohen Treppen felt man hart. – Petri, II, 511. 4. Wenn man die Trepp' schürt, so fängt 'n von haben an. (Mecklenburg.) – Raabe, 23. 5. Wenn man die Treppe wäscht, muss man oben anfangen. – Körte, 6047; Körte2, 7591; Simrock, 10467. Bei allen Verbesserungen muss, wenn sie was nützen sollen, der Anfang oben gemacht werden. Was nützt es, die untern Beamten durch bessere zu ersetzen, wenn von oben in der alten Weise fortregiert wird. Daher erhalten in China bei irgendeinem Dienstversehen die obersten Beamten stets die höchste Anzahl von Hieben. Holl.: Men moet de trappen van boven af verwen (boenen) en niet van onderen op. (Harrebomée, II, 343b.) 6. Wer die Treppe hinauf will, geht Stufe für Stufe. Holl.: Allengskens treden wij een trapje hooger. (Harrebomée, II, 343a.) 7. Wer die Treppe hinunterfällt, muss ohne Aufenthalt vorwärts. 8. Wer eine Treppe steigt, hält sich gern an der Stange (Leine) an. Span.: Abiendo escalera por do bajor buscais soga para os colgar. (Bohn I, 193.) 9. Wer keine Treppe steigen kann, wird nie hoch kommen. Das Schicksal eines Menschen hängt von seinem Betragen ab. »So gethan, so gegangen, ist ein Sprichwort in allen Landen.« (Henisch, 140, 61.) n.: Den som ikke vil gaae op ad troppen kommer ikke vel paa salen. (Prov. dan., 210.) Frz.: Les affaires sont ce qu'on les facts. (Recueil, 4.) Lat.: Perinde sunt res, ut eas agis. (Binder II, 2556; Lehmann, 851, 17.) – Sui cuique mores fingunt fortunam. (Cornelius.) 10. Wer sich nicht will auf der Treppe zeigen wird noch weniger auf Dächer steigen. 11. Wo ich Treppen und Leitern hab', da fall' ich nicht vom Thurm hinab. »Vnd mein Gott sollt sein bereit mich schützen vor der fehrlichkeit; das heisst, Gott ohn not versuchen, aufs höhste lästern und versuchen.« (Waldis, II, 14.) 12. Die Treppen im Rathhause sind glatt. Holl.: De trappen van het stadhuis zijn glibberig. (Harrebomée, II, 343a.) 13. Einen die Treppe hinabtanzen lassen. Holl.: Hij doet hem de trappen af dansen. (Harrebomée, I, 128a.) 14. Einen die Treppe hinaufwerfen. »Es geschah mit ihm, was man mit dem Ausdruck. ›Treppe hinaufgeworfen werden‹ zu bezeichnen pflegt. Er fiel mit noch grösserer Geschwindigkeit die Treppe herunter, als er herauf befördert worden war.« (Pfälzischer Kurier, Ludwigshafen 1867, Nr. 135.) 15. Er findet keine Treppe zum Himmel und keinen Sitz auf der Erde. – Burckhardt, 603. Von einem Menschen, dessen Umstände so verwickelt sind, dass er nicht weiss, wohin er sich wenden soll. 16. Er ist die Treppe 'runter gefallen. (Königsberg.) Wenn jemand das Haar (schlecht?) verschnitten worden ist. Holl.: Hij is van de trappen gefallen. (Harrebomée, II, 343a.) 17. Ich well der jett (gät = etwas) op de Trapp legen, denn bruchs doch dich nit zo bôcken. (Köln.) – Weyden, II, 8; Firmenich, I, 473, 99. 18. Sich eine Treppe in den Himmel bawen. – Herberger, Hertzpostille, I, 509. [Zusätze und Ergänzungen] 19. Du häst gewiss an der Margriethe Trepp' gesesse. Eine scherzhafte altkölnische sprichwörtliche Redensart. An der Nordseite des kölner Doms befand sich eine andere Kirche »St. Maria im Pasch«. Einige ihrer Stufen heissen »ad gradus« oder: zu den Staffeln, die seit undenklicher Zeit der Sammelplatz einer Menge von Bettlern sind. (Bechstein, Grumbach, I, 224 u. 296.)
3468 Zeichen · 101 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    treppeF.

    Köbler Afries. Wörterbuch

    treppe , F. nhd. Stufe ne. step (N.) Hw.: vgl. mhd. treppe Q.: R E.: s. germ. *trapjan, sw. V., treten, stampfen?; idg. …

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    TREPPE

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    TREPPE s. TRAPPE.

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    treppeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    treppe , F. nhd. Treppe, Stufenleiter (F.), Leiter (F.) Vw.: s. kellæres-, kōr-, mȫlen-, seigære- Hw.: vgl. mhd. trappe …

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trêppe

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Trêppe , plur. die -n, Dimin. das Treppchen, Oberd. Trepplein, eine aus mehrern Stufen bestehende Anstalt, darauf in…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Treppe

    Goethe-Wörterbuch

    Treppe [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Treppe

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Treppe , eine Vorrichtung zum bequemen Aufsteigen von einem niedrigern Platze zu einem höhern. T.n werden theils unter f…

  7. modern
    Dialekt
    Treppe

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    Treppe Band 4, Spalte 4,422

  8. Sprichwörter
    Treppe

    Wander (Sprichwörter)

    Treppe 1. Je hoher Treppe, je schwerer Fall. – Petri, II, 393. 2. Man muss auff der Treppe von einer Stuff zur andern st…

  9. Spezial
    Treppe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Trep|pe f. (-,-n) stiga (-ghes) f. ▬ die Treppe hinaufgehen jí sö por stiga ; sie wohnt zwei Treppe n hoch ara abitëia t…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit treppe

200 Bildungen · 172 Erstglied · 28 Zweitglied · 0 Ableitungen

treppe‑ als Erstglied (30 von 172)

Treppekummer

LothWB

treppe·kummer

Treppe-kummer f. Si. Schlafgelaß auf dem Stiegenabsatz alter Bauernhäuser. — lux. 441.

Treppeler

LothWB

treppe·ler

Treppeler m. Si. Mensch, der nicht vom Fleck kommt. — els. 2, 763 ; lux. 444 Tröppeler.

treppelmehl

DWB

treppel·mehl

treppelmehl , m. : item wo ein auszwendiger des hobs maelte und queme ein hobsmann, so sollt der müllener den treppelmehl nehmen und dem hob…

Treppengang

SHW

Treppen-gang Band 1, Spalte 1713-1714

Treppenhaus

SHW

Treppen-haus Band 1, Spalte 1713-1714

Treppenweck

SHW

Treppen-weck Band 1, Spalte 1713-1714

treppenabsatz

DWB

treppen·absatz

treppenabsatz unterbrechung der treppe durch eine gröszere plattform Kramer 2 (1702) 1132 b : jetzt war er neben dem stalle auf einem treppe…

treppenaltan

DWB

treppen·altan

-altan altan, zu dem eine treppe führt: auf dem überdachten treppenalten Auerbach dorfgesch. 3, 179 ;

treppenanlage

DWB

treppen·anlage

-anlage bau, lage einer treppe: trotz des auskunftsmittels in der treppenanlage bleibt immer der raum rechts vom zentrum der gröszere H. Bru…

treppenarbeit

DWB

treppen·arbeit

-arbeit : das ( jungfernkind ) mag eine treppenarbeit gewesen sein, ... so eine arbeit hinter der thüre Eschenburg Shakespeare 3, 223 ;

treppenarm

DWB

treppen·arm

-arm seite einer mehrästigen treppenanlage ( s. auch treppenast) Müller-Mothes arch. wb. 938 b ;

treppenartig

DWB

treppen·artig

-artig , adj. u. adv. , stufig wie eine treppe ( s. B 3 b) allg. dtsche bibl. 100, 472; die strasze senkt an dieser stelle sich treppenartig…

treppenaufgang

DWB

treppen·aufgang

-aufgang mündung der treppe auf die strasze oder den hausflur ( s. auch treppenfusz): frau Benedicte war unten an dem treppenaufgang stehen …

treppenbacke

DWB

treppen·backe

-backe ' schräges holz, worein die staffeln eingreifen ' Eggers kriegslex. 2, 65 ; s. auch treppenwange;

Treppenbäuschen

RhWB

treppenbau·schen

Treppen-kabause , Treppen-bäus-chen -kabū:s, –bȳ:sχə, –ø·y.- Bo-Buschd Duisd Kürrighv Lengsd N/OBachem f. (n.): Verschlag unter der Treppe.

treppe als Zweitglied (28 von 28)

Freytrêppe

Adelung

freyt·reppe

Die Freytrêppe , plur. die -n, in der Baukunst, eine Treppe, welche unter freyem Himmel angebracht ist.

hintertreppe

DWB

hinter·treppe

hintertreppe , f. hintere treppe oder treppe des hinterhauses: ich komme die hintertreppe herauf. Lessing 1, 523 ; die kleine hintertreppe. …

Hoftreppe

Wander

hoft·reppe

Hoftreppe Hoftreppen sind glatt (oder: haben glatte Stufen). Dän. : Til hofve ere glatte trapper. ( Prov. dan., 296. )

hohltreppe

DWB

hohl·treppe

hohltreppe , f. wendeltreppe deren spindel ein hohler dicker pfeiler ist.

kellærestreppe

KöblerMnd

kellære·s·treppe

kellærestreppe , F. nhd. Kellertreppe ÜG.: lat. penus E.: s. kellære (1), treppe L.: MndHwb 2, 536 (kellerstreppe)

kôrtreppe

MNWB

kort·reppe

° kôrtreppe , f. , Treppenaufgang, Wendeltreppe zum Hohen Chor (Lübeck).

kōrtreppe

KöblerMnd

kōr·treppe

kōrtreppe , F. nhd. „Chortreppe“, Treppenaufgang, Wendeltreppe zum hohen Chor E.: s. kōr (1), treppe L.: MndHwb 2, 648 (kôrtreppe) Son.: ört…

lauftreppe

DWB

lauft·reppe

lauftreppe , f. treppe für die häuslichen gänge der bedienten bestimmt, im gegensatz zu der haupttreppe eines hauses: den creaturen der gehe…

mȫlentreppe

KöblerMnd

mȫlentreppe , F. nhd. „Mühlentreppe“, Treppe die zum Oberboden der Windmühle führt E.: s. mȫle, treppe L.: MndHwb 2, 1012 (mȫlentē[i]ken/mȫl…

rasentreppe

DWB

rasen·treppe

rasentreppe , f. treppe oder terrasse, deren stufen mit rasen belegt oder wol ganz aus rasen verfertigt sind. Jacobsson 3, 363 a .

schleichtreppe

DWB

schleich·treppe

schleichtreppe , f. verborgene treppe, die man unbemerkt benutzen kann, so in einem hause. Adelung, in einem festungswerke. Eggers kriegslex…

schleiftreppe

DWB

schleif·treppe

schleiftreppe , f. 1 1) treppe ohne stufen oder mit sehr niedrigen stufen Frisch 2, 195 c . Eggers kriegslex. 2, 618 . wol so genannt, weil …

schneckentreppe

DWB

schnecken·treppe

schneckentreppe , f. schneckenartig sich in die höhe windende treppe, wendeltreppe ( s. schneckenstiege). bildlich: kurz man steigt auf alle…

seigæretreppe

KöblerMnd

seigære·treppe

seigæretreppe , F. nhd. Treppe die zur Turmuhr führt E.: s. seigære, treppe L.: MndHwb 3, 188 (seygertreppe)

vordertreppe

DWB

vorder·treppe

-treppe , f. : auf der v. begegnen sie der bedienung W. Alexis ruhe ist d. erste bürgerpflicht (1852) 1, 31 . — im bilde: um uns die v. zur …

wendeltreppe

DWB

wendel·treppe

wendeltreppe , f. , spätmndl. wendeltrappe, ndl. wenteltrap ( s. Verwijs-Verdam 9, 2, 2143 ; Franckvan Wijk [1912] 787 u. suppl. [1936] 193)…