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Stō²t

mnd. bis spez. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
8 in 5 Wb.
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24

Eintrag · Westfälisches Wb.

Stō²t m.

Bd. 5, Sp. 532
Stō²t m. [verbr.] 1.1. (gezielte) schnelle Bewegung, die in heftigem Anprall auf jmdn., etwas trifft. En Stäot inn’e Fuet (in den Hintern) (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh). He kreeg ne Stoot wegg (WmWb). Heu gaff müi eunen Staut (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Se kann all ’n Stäüt vedrēägen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Ra.: Hai kräig ’n Staut bekam einen Schrecken (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr). — Sprichw.: Wer keunen Staut verdregen kann, de blüiwe olleine (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). — 1.2. Stoß (im Gegensatz zu Zug). De Saage arbäidt blooß up Stoot, nich up Zugg Stoßsäge mit einem Griff (WmWb). — 1.3. Krankheit. Dai hät ne klāinen Stöüd ekrīen un es estorwen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl). — 1.4. Anstoß. Sik en Stäüt gïem’m sich zu einem Entschluss durchringen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Gïe dim’m Heäten en Stäüt! überwinde deine Zurückhaltung, Ängstlichkeit durch einen raschen Entschluss (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 2.1. Windstoß, Böe (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@UlfkotteAd). — 2.2. kurzer, heftiger Regenschauer (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). — 3.1. Stelle, an der zwei hintereinander verlegte Schienen miteinander verschraubt oder verschweißt sind (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 3.2. Stoßborte, -band an Männerhosen und Frauenkleidern. — 3.3. Stollen, Stoßeisen unter Hufeisen oder Schuhen bei Glatteis. — Ra.: Hai hïet sik de Stoite iutstott ist alt und zahm geworden (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB). — 3.4. Stück unterm Absatz. Sett ’n Stöut dävǖär! ein Stückchen Leder vorn unter die Spitze des Schuhs (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). — 3.5. „starke Eisenscheibe am dicken Ende des Achssenkels“ (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). — 4. Seitenwand eines Grubenbaus: Steinstoß, der in einer Grube abgetragen wird (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr); Holzstoß, wie eine Mauer gezogen, im Bergbau (die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-Eickel@ÜckendorfÜd). — 5. Gesamtheit der Schwanzfedern bei bestimmtem Federwild: Schwanz des Federwildes (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 6. aufgeschichtete Menge; Stapel: z.B. Winterhaufen des Kornes, Strohes, Holzes (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BödefeldBö). En Staut Baiker (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 7. Weile, Zeitlang, Zeitraum. Dat was ne ganzen Stoot dauerte lange (WmWb). Opp’en kuorten Stäot eine kurze Weile (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB). Ik häwe mi en Staut verleddet (verspätet) (Ravensbg Weddigen). ⟨Stōs [verstr.], Stot (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh), ›Sto²t‹ [die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Ennepe-Ruhr-KreisEnr Alt], sonst (daneben) ›Stō²t‹⟩ Zus.:→ Af-bū~, Bulder~, Bullen~, Bütteken~, Heªwen~, Moªrgen~, Ge-naden~, Nāsen~, Rad~, Ribben~, Rügge~, Stē²n~, Wind~.
2167 Zeichen · 68 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stot

    Mittelniederdeutsches Wb. · +2 Parallelbelege

    -stot kleingestoßen .

  2. modern
    Dialekt
    Stotm.

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Stot [štót, Pl. štét D. Si. ] m. 1. Ehe, Haushalt: se feïren e gudde St. sie führen eine gute Ehe. En deire St. ein teue…

  3. Spezial
    stot

    Ladinisch-Deutsch (Mischí)

    stot [stǭt] adv. (ma tla locuziun) : a fá stot ordnungsgemäß, regulär, vorschriftsgemäß, vorschriftsmäßig; döt mëss jí a…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stot

223 Bildungen · 201 Erstglied · 18 Zweitglied · 4 Ableitungen

stot‑ als Erstglied (30 von 201)

Stō²tǟrs

WWB

Stō²t-ǟrs m. jmd., der hin und her gestoßen wird, oft Prügel bezieht ( WmWb ).

Stō²tākes

WWB

stot·akes

Stō²t-ākes f. Stoßaxt des Zimmermanns, flach und ganz aus Stahl, zum Glätten kleiner unebener, rauer Stellen im behauenen Bauholz ( Hal Bh).

stotarius

KöblerAhd

stot·arius

stotarius , M. nhd. Pferdewächter, Pferdeknecht ne. groom (M.) Hw.: s. stuotāri Q.: PAl (7. Jh.) E.: s. stuotāri L.: ChWdW9 822b (stotarius)…

Stō²tband

WWB

stot·band

Stō²t-band n. [verstr.] Stoßband; Band zur Verstärkung des unteren Saumes der Hose, des Kleides.

Stō²tbeitel

WWB

stot·beitel

Stō²t-beitel m. schweres Stoßeisen mit gerader Schneide (Werkzeug zum Beschneiden von Bäumen) ( WmWb ).

Stō²tbred

WWB

stot·bred

Stō²t-bred n. 1. vorderer, senkrechter Teil der Treppenstufe ( WmWb ). — 2. Stoßbrett (Spiel) ( Dor Wl).

stôtegge

MNWB

stot·egge

° stôtegge , f. , Ecke eines Steines mit der er im Mauerverband an einen anderen stößt (Lüb. Ub. 9, 957 A).

St²teken

WWB

stote·ken

Sto²teken n. [ Ahs Kos Bek Dor Isl] 1. kleiner Stoß (leichter Zusammenstoß von zwei Personen durch Unachtsamkeit) ( Bek Vh ). — 2.1. kleine …

stotelen

LW

stot·elen

stotelen, Werkzeuge zum Stossen? L. scotelot, Blei für Geschütze?

støten

MNWB

sto·ten

stôten , stö̂ten (stoeten , stoͤten , stoiten , støten) , st. u. swv. ( Präs. stö̂t[e]t [stoitet] stöt; Prät. st. stêt [steit] , stêten , sw…

stôtenack(e)

MNWB

stote·nacke

° stôtenack(e) (stoͤte-) 1. Name eines Bieres (Zs. Schl.-H. Gesch. 49, 80). 2. Name des Pik-As im Kartenspiel (Nd. Jb. 52, 70).

stôtende

MNWB

stot·ende

stôtende , n. , Schmalseite des Steins im Mauerverband (Lüb. Ub. 9, 957 A).

stôten(t)

MNWB

stot·ent

stôten(t), n. , Handlung des Schlagens, Stoßens, mit den Füßen Aufstampfens.

St²ter

WWB

sto·ter

Sto²ter m. [verstr.] 1.1. Person, die (beruflich) stößt. — 1.2. kleiner, dicker Junge (Frbg.) ( Enr Sw ). — 2. Stoßvogel; Vogel, der von obe…

stoteringe

MNWB

stote·ringe

° stoteringe „ s. unde erringe ” Streit und Zwist (Ch. d. d. St. 36, 265); l. stȫringe, stö̂- tinge ? oder korrupt für stôt unde erringe ? V…

st²tesk

WWB

stot·esk

sto²tesk Adj. [ Min Münsterl] 1. (von Horn tragenden Tieren) zum→ stō²ten neigend. Ne stootske Koh ( WmWb ). En stoütsken Bullen ( Tek Me ).…

Stotfaug'

MeckWB

Stotfaug' meist nach dem Hd. Stoßfug' f. senkrecht verlaufende Fuge, Stelle, an der zwei glattgeschnittene Bretter oder Ziegelsteine aneinan…

Stō²tfō¹ge

WWB

Stō²t-fō¹ge f. senkrechte Fuge (durch Zusammentreffen zweier Bauteile entstehende Fuge) ( WmWb ).

Stō²tfuᵉgel

WWB

Stō²t-fuᵉgel m. [WMünsterl Rek Gel Dor Enr Hag Alt sowie Min] Raub-, Greifvogel; spez.: Sperber, Habicht. — Ra.: As en Stoutfuegel wie ein R…

stot als Zweitglied (18 von 18)

afstôt

MNWB

afstôt , āvestôt , (Lederbereiter, Tuchbereiter) die auf dem Streichbaum abgestoßenen Haare; Wollabfall.

anstôt

MNWB

ans·tot

anstôt , m. , Anstoß, im wirklichen und bildlichen Sinne; heftiger Anfall (eine Krankheit, böse Laune u. dgl.); Angriff; Erschütterung, Vers…

bestot

KöblerMnd

bes·tot

bestot , Sb. nhd. Mangel (M.), Hinderung E.: s. bestöten? L.: MndHwb 1, 252 (bestot)

kleinegestot

KöblerMnd

kleinegestot , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. klēnegestot

klēnegestot

KöblerMnd

klēnegestot , (Part. Prät.=)Adj. nhd. kleingestoßen E.: s. klēn (1), stoten L.: MndHwb 2, 575 (klê[i]negesēvet/klê[i]ngestot)

ôrstôt

MNWB

ors·tot

* ôrstôt (oer- , ohrstoͤt) , m. : Ohrfeige, Backenschlag; — Belege erst 17. Jh.

pērdestôt

MNWB

perde·stot

pērdestôt ( -stoidt ), f. ( Pl. -de ) : Freigehege, Koppel auf der Pferde gehalten werden, „equirrea” (Voc. Strals. ed. Damme); — Futterplat…

Ribbenstot

MeckWBN

ribben·stot

Wossidia Ribbenstot m. Rippenstoß, Stoß in die Rippen: 'n Ribbenstot gäben Wa.

unbestot

MNWB

unbe·stot

unbestot , adj. : nicht mit Pfählen besetzt, „ so schal dat de helfte des vorsr. Stintfordes ... vnbestot vnd vnbeslaghen beligghende bliuen…

understôt

MNWB

under·stot

° understôt , m. : Unterbrechung, „ vnderstot : intercapedo vel begripinge. — interceptrale vnderstoet ” (Liljebäck Gl. 49).

ungestot

KöblerMnd

ung·e·stot

ungestot , (verneintes Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. ungestōtet*

untõstot

MNWB

° untõstot , adj. : unzerstoßen, nicht durch Stoß beschädigt, „ se schölen dem werde in dem schuttinge wedder aver andtwerden den tall der k…

untōstot

KöblerMnd

untōstot , (verneintes Part. Präs.=)Adj. Vw.: s. untōstotet*

upstôt

MNWB

upstôt , (selten:) op-, m. ( Pl. -stö̂te [ -stoͤte ]): 1. Zwiespalt, Zerwürfnis, „ Were ok dat jenich opstot eder tweyinghe under os worde, …

Windstot

MeckWBN

wind·stot

Wossidia Windstot m. Windstoß Müll. Reut. 165 a .

Ableitungen von stot (4 von 4)

bestot

KöblerMnd

bestot , Sb. nhd. Mangel (M.), Hinderung E.: s. bestöten? L.: MndHwb 1, 252 (bestot)

bestō²ten

WWB

be-stō²ten V. (+ sik ) sich den Magen verderben. He häw sick bestott ( Stf Rh).

støte

MNWB

° stö̂tegelt (støte-) , n. , (als Ausgabeposten:) in eine Büchse gestecktes Geld das unter die Gesellen verteilt wird (vgl. Zs. Lüb. Gesch. …

unstôt

MNWB

unstôt s. ungestôt(en).