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scheper

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MeckWB
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Scheper m., f.

Bd. 6, Sp. 32
Wossidia Scheper m. Schäfer, Schafhirte Mi 75b I. eig. 1. Sachliches a. die Zss. geben das Beschäftigungsverhältnis an: den Buerscheper oder Dörpscheper hielten die Bauern für ihre Schafe gemeinsam, der Stadtscheper hütete die Herde der städtischen Schafhalter; die wichtigsten Gruppen machten die Pachtscheper und die Meng'- oder Settscheper aus (beschrieben a. a. O. und unt. b); hinter ihnen trat der Lohnscheper zurück, dem, wie auch dem Kostscheper, keine eigenen Schafe gehörten; jüngere Bezeichnungen sind Hawscheper für den Gutsschäfer und Deputatscheper, dem Kostscheper entsprechend, sowie der Wildscheper, ein letzter Ausläufer des Pachtschepertyps; für alle gilt auch das Simplex Scheper allein, das bes. in Sta@ jeden Hirten bezeichnet; umgekehrt begegnet häufig eine Form wie Schapscheper als analoge Bildung zum Kauh-, Kauhhiertscheper, dem Kuhhirten; eine Scherzbezeichnung ist Kunenscheper. b. ge-[] schichtliche Entwicklung des Schäferstandes in Mecklenburg; von den anderen Hirten, den 'Herden', pastores (s. Heir, Bd. 3, 592), im Mittelalter als opiliones oder pastores ovium, wofür nachher 'Schapherde' (s. Schapheir) und erst später Scheper, geschieden: (1244) UB. 1, 533; (um 1320) 6, 578 f.; durch den früh bezeugten Besitz einer nennenswerten Zahl eigener Schafe konnten viele sich über die dürftigen Verhältnisse der Hirten erheben und zu wachsendem Wohlstand gelangen; mit ihren Schafen mengten sie sich in die Gutsherde ein und verdingten sich der Herrschaft in der Regel auf jeweils ein Jahr (s. unt. e), wobei sie ihre Herde ständig vergrößerten, so daß sie oft eine freie Schäferei auf Zeit oder schließlich selbst ein Gut pachten oder erwerben konnten: L. H. H. V. Engel Die Schäfereyen im Sächsischen Erzgebirge und in Mecklenburg (1791) 33 ff.; Land. Ann. 1819, S. 643; vgl. auch Jacobeit Schafh.; die Schäfereien waren gewöhnlich nicht in die Gutswirtschaft direkt eingegliedert, sondern wurden vom Schäfer selbständig neben der Hofwirtschaft betrieben; den Typ des Meng'- oder Settschepers als den landesüblichen beschreibt die älteste meckl. Schäferord. von 1578: danach 'sol der Scheffer das fünffte Schaff nach der wehrung zu der Herrschaft Schaffen zum Gemenge setzen und darüber keine eigen oder knecht Schaffe für sich halten', dabei soll 'des Scheffers fünfftenteil mit in der herrschafft Merck ... eingemerckt werden ... so wol bey darzu gehörigen hamelstellen als der andern Scheffereyen'; dagegen soll er 'von allen den fünfften Theil abnützung von Lemmern, Wolle, Molcken und Sterbfellen haben und hingegen auch zu allen Unkosten ausserhalb Weyde, Hew, Stroh, Futter und Stallung den fünfften Pfenning geben' Schäferord. 1645; in den Notzeiten des 30jährigen Krieges und den folgenden für den Gutsbetrieb schlechten Jahren nahm sich der Schäferstand weiter auf; das Einmengeverhältnis blieb wohl beim 5. Schaf, doch führte der Schäfer darüber hinaus noch eigene Schafe zu, von denen dem Gutsherrn 'die helffte Lämmer und Wolle und dann die volle Milchpacht' zustanden Schäferord. von 1643; oder ein Schäfer verdingte sich mit seiner eigenen Herde der Herrschaft, die keine eigenen Schafe besaß, gegen 'das dritte Lamb, den dritten Stein Wolle und die Hälfte Milch' ebda; gegen 'die Helffte Lämmer und Wolle und die volle Molckenpacht von allen Schaffen' Schäferord. von 1645 und ff.; in der Folgezeit änderte sich für den Mengeschäfer das Verhältnis in Mecklenburg nur wenig zu seinen Ungunsten,[] 'so daß, wenn der Gutsherr 400 oder 500 eigne Schafe nach der Wehr hat, der Schäfer von den seinigen 100 in gleicher Qualität beysetzt' (1786) Eng. Landw. 1, 321; 'z. B. dem Herrn gehören sieben, dem Setz-Schäfer das achte Schaaf' (1803) Ferb. Contr. 2,397; erst zuletzt hatte er sich mit nur  bis 1/14 Wert der Herde einzukaufen, s. Beleg Meng'scheper (1910); das Einmengen als ein Einkaufen sieht schon die Schäferord. von 1578 vor, 'darumb, das die gewehnten Schaffe beysamen bleyben und durch frembder ankunfft kein gebrechen ... entstehen müge', doch blieb das Zuziehen der Schäfer mit eigener Herde gebräuchlich (vgl. auch Settscheper, Beleg von 1818); Meng'- oder Settscheper waren Deinsten des Grundherrn wie Kost- und Lohnscheper; diese nahmen die Herren für ihre Gutsschäferei, wenn ein Einmengen unnötig oder unerwünscht war, gegen Entlohnung an, die beim Kostknecht, -scheper darin bestand, daß ihnen zum Nutzen 'ein Viertheil Schaffe an statt Lohns gehalten werden, jedoch dergestalt, daß der Herrschaft alles Molcken davon bleibe' Schäferord. von 1645 ff.; neben den Mengeschäfern, die noch bis zur Mitte des vor. Jhs. anzutreffen waren, gewannen früh die Pachtscheper an Bedeutung, entweder als Pächter einer herrschaftlichen Herde Schäferord. von 1645, häufiger als Herdenbesitzer: es 'giebt ... in Mecklenburg sehr wenige Schäfereien, die dem Gutsbesitzer gehören, die mehrsten sind denen Schäfern eigen und geben selbige 25 bis 40 Thaler Pacht vom Hundert ihrer eigenen Schafe' (1791) L. H. H. V. Engel a. a. O. 32; Eng. Landw. 1,320; 'Mecklenburg und Pommern sind voll von solchen Schäferfamilien, welche, ohne einen Fußbreit Landes zu besitzen, viele hundert bis tausend Schafe halten, mit denen sie von einem Gute zum andern ziehen, so bald sie glauben, ihre Bedingungen verbessern zu können' (1786) Buchw. Reise 22; dieses für die Gutsherrschaft abträgliche Verfahren wurde als eine Folge der nach 1800 beginnenden Veredlung der mecklenburgischen Schafherden (s. Schap I 2 a) mit der Zeit seltener; s. Beleg Pachtscheper (Bd. 5, 275); der Grundherr ließ nun seine Schäferei von einem Gutsschäfer (Schap-, Schepermeister, auch Meisterknecht) führen, der sich eigene Knechte (Scheperknecht, Meister-, Hamel-, Lämmerknecht) hielt; doch gab es auch weiterhin Pachtschäfer mit eigenen größeren Herden noch in der ersten Hälfte des 19. Jhs.: N. Strel. Anz. 1815, S. 340a; 1816, S. 280b; 1830, S. 821a. c. Bezüge, Leistungen, Abgaben, Steuern; das Deputat und andere Rechte waren in den Schäferord.[] festgelegt und sollten nicht zugunsten der Schäfer überschritten werden, um 'dadurch die Scheffer an sich zu locken und andern abzuspannen' (1578): 'auf 1500 oder mehr Schaffe, so in den winter geschlagen werden, sollen dem Scheffer (Mengeschäfer) zu unterhaltung 9 drOembt Rogken, 2 scheffel Erbsen, 10 scheffel Gersten, von 1400 bis 900 8 dr. Rogken, 8 sch. Gersten, 2 sch. Erbsen, von 800 oder 700 7 dr. Rogken, 6 sch. Gersten, 1 sch. Erbsen, von 600 und was darunter 5 dr. Rogken, 1 sch. Erbsen, 6 sch. Gersten, alles an Rostocker maß ... gegeben werden, dagegen der Scheffer ... schuldig sein solle, die knecht ... mit essen und trincken zuversorgen und gute hunde zu halten ..., ferner ... sollen dem Scheffer auff 800 Schaffe oder darber 5 heupter Rindtviehe, 20 heupter Schweine, davon ... 6 Schweine Mastfrey sein sollen, gehalten und zu den Vaselschweinen 2 dr. Kaff, denen, so unter 800 Schafe haben, sollten 4 heupter Rindtviehe, 14 Schweine, davon 4 heupter mastfrey gehalten und zu den ubrigen vaselschweinen 1 dr. kaff gereicht werden ... Kein Scheffer sol auch winters uber 10 Gense halten ... Da es vonnöten und dem Schaffhern also gelegen, mag man auch dem Scheffer ein Pferdt halten ... dagegen Er sich ... alle holtz zur feurung und andere seines hauses notturft und den Schaffen die futterung zufhren ... solle. Auff 1000 Schaffe und darber soll dem Scheffer 1 sch. und was darunter ½ sch. Lyhn geseyet werden. So soll auch dem Scheffer nach gelegenheit der Scheffereien ein Garthlin, daraus er seine kchenspeise haben konne, eingethan werden' 1578, ähnl. 1643 ff.; Deputat auf ½ Jahr für den Schäfer in SchöSchönberg@SelmsdorfSelmsd 1696 s. Horn Selmsd. 2, 94; 'sollen ihm auf 100 Schaffe, er habe so viel Knechte oder Jungen, wie er wolle, 10 Knechtschaffe gut gethan oder auch zum hOechsten auff jedes 1000 noch ein Viertheil und also insgesamt 125 passiret werden, wovon ungefehr einem Meister Knecht 50, Einem Lammer Knecht 25 gehalten werden' Schäferord. von 1645; an Gewinn und Verlust der Schäferei war der Mengeschäfer anteilmäßig beteiligt (s. oben); die Berechnung des Gemenges sollte zweimal jährlich unter Vorweisen der Sterbefelle erfolgen, näml. bei der Wollschur und Michaelis ebda; der Pachtscheper zahlte für das Hundert Schafe, das er auf der gepachteten Schäferei halten durfte, um 30 Rthlr; 'dafür bekommt er: diejenigen Felder zum Grasen, welche für die Holländerei zu schlecht sind, im gleichen beide Brachschläge. Zum Winterfutter so viel Rockenstroh, als die Schafe verzehren können ... Auf jedes Hundert Schafe werden dem Schäfer ferner 4 Tonnen[] Rocken nebst Futter und Gras für eine Kuh zugestanden' Buchw. Reise 22; 'er bekömmt ... aufs Hundert 1 Drömt oder 12 Schfl. Roggen, gewisses Spreu, auch wol das Kurze (Abkehrig) von den Erbsen, 1 Schfl. Leinsamen gesäet, hin und wieder auch ander Korn fürs Hürdenmachen und bey alle dem hat er freye Wohnung, Garten und Feurung, wie nicht weniger 2 Pferde auf die Weide und für sie das rauge Futter frey' Eng. Landw. 1, 320; ähnl. Ferb. Contr. 2, 399, wo auch Angaben über Weide und Winterfutter für die Schafe; Kostenberechnung für Gutsschäfer: für einen Meisterknecht, einen zweiten Knecht und einen Hütejungen werden jährlich zus. 203 Rthlr. 5 ßl. veranschlagt, davon erhält der Meisterknecht an Lohn 60 Rthlr., dazu freie Wohnung und Garten, 1 Kuh auf der Tagelöhnerweide und Heu, Lein- und Kartoffelland, freie Feuerung, 12 Scheffel Roggen, 15 Schfl. Gerste, 1 Schfl. Erbsen und 2 Schfl. Hafer Leng. Landw. 1, 282; für 2 Schäferknechte und einen Jungen, 'einer wohnt, die beiden andern werden vom Hofe beköstigt', zusammen 216 Rthlr. 287; für Hilfe bei der Ernte bekamen in Bauerndörfern de Höd'slüd', de Scheper, de Sween un de Gos'heird von jedem Bauern am ersten Austmorgen ein Stück Kuchen und ein sehr großes Feinbrot (LuLudwigslust@WarlowWarl) Wo. Ernt. 10. Zu den Pflichten und Leistungen der Schäfer gehörte vor allem das täglich weiterzuschlagende Hürdenlager auf abgelegenen Feldern (vgl. Butenslagg, Bd. 2, 166) und das Verfertigen, Ausbessern und im Winter trockene Lagern der Hürden (vgl. Hörd', Bd. 3, 808); der Schäfer mußte sich brauchbare Hunde halten; bei Verpachtung der Schäferei 'sol ein jeder SchAeffer von jedem hundert Milchenden Viehe eine gerttelte gehAeuffte Tonne guter untadelhaffter KAese, eine halbe Tonne Butter, ein Viertheil Sultzmilch und 4 Tage das Molcken von allen Schaffen zu grossen KAesen, wann es die Herrschaft fordern lAesset oder anstatt der 4 Tage Molcken von jedem hundert einen guten grossen KAese geben' Schäferord. von 1646; 'die Schäfer sollen, gleich wie bei andern Pfarren gebräuchlich, 1 Schock und ein Kostknecht ½ Schock Käse dem pastori zu entrichten schuldig sein oder an dessen Statt 16 ßl. für ein Schock' (1662) Arch. Landesk. 11, 279. Steuern: 'die Schäfer und Schäfer-Knechte ..., auch alle Hirten, so Schafe hielten, (geben) von jedem Schaf, ... welches ihr eigen wäre, 1 ßl. Lübisch' (1572) Spald. Land. 1, 114; 'die Schäfer, Schäfferknechte und Hirten (zahlen) von jedem Schaffe, so sie im Gemenge haben, 2 Schilling, von jeder Ziegen und Schwein 2 Schilling, von jedem Heupt Rindviehe, so[] sie aus dem Winter gefuttert, 4 Schilling, für jedes Schaff, so der Meister oder Knecht ausser dem Gemenge hat, 3 Schilling' Kontribution Ed. von 1621; '... für jedes Schaaf, so sie im Gemenge haben, 3 ßl., und so sie außer dem Gemenge haben, 4 ßl.' (1627) Spald. Land. 2, 119; 'daß die Dienstbothen und Schäfer daraus (aus der Kontribution) gelassen würden, es sey denn, daß der Schäfer über 50 Hammel und Schafe hätte' (1628) 152; an 'Creyß-Steuer auf ein Jahr in 2 Terminen ... entrichten ... zu jedem Termin die Schäfer von jedem Schaaf in oder außer Gemenge 2 ßl., wenn sie aber die halbe Wolle und halbe Lämmer hätten, 1 ßl.' (1634) 325; 'die Pacht-Schäfer geben zur jährl. Landes-Contribution 3 Rthlr' (1755) Bär. Gr.-Ges. 1,805. d. Habe, Kleidung, Ausrüstung: 'in der Regel haben die Schäfer weder Pferde noch Wagen, wenn sie nicht zugleich die Holländerey, wie dies aber oft geschieht, mit gepachtet haben' Ferb. Contr. 2, 402; der Holzschnitt auf dem Titelblatt der Schäferord. von 1578 zeigt einen mit Wams, Pluderhosen, halbhohem Schuhzeug und einer Mütze mit Federschmuck bekleideten Schäfer mit Schäferstab, Stichmesser, Tasche und Dudelsack, den Hund zu seinen Füßen; sein zweirädriger Karren steht im Hintergrund; er trägt eine Kapuzmütz: (1812) Wilke 117; de Schepers hebben jo früher sonn' groten Spitzhaut dragen RoRostock@DoberanDob; einen hellblauen Rock (1837) Jb. 2, 111; 'der alte Schäfer im langen blauen Rock, kleinem breitkrämpigen Hut, Kniehosen, Strümpfen und Schuhen ... (man) sieht ... häufig das Haar mit einem Messingkamm hintenüber gekämmt und festgehalten' Arch. Landesk. 1867, S. 458; de Schepers drögen 'n langen witten Rock LuLudwigslust@KarenzKar. e. das Umziehen der Schäfer: 'lassen wir es nach wie vor bey der Schäffer alten an- und abzugstermin Michaelis (29. 9.) ..., und sol ein Theil, deme der Dienst nicht lenger beliebet ... auff Ostern auffkündigen' Schäferord. von 1654; sie zogen in der Regel jährlich, wogegen Landtagsbeschluß von 1663, der ein 3 bis 4jähriges Verharren bestimmt, kaum wirkte; in einzelnen Jahren wurde das Umziehen wegen der Ausbreitung von Seuchen untersagt; der Ziehtag wurde nachher allgem. auf Martini (11. 11.) verlegt Ferb. Contr. 1, 35; Bartsch 2, 221; in Sta@ 1818 auf Johannis (24. 6.) mit Kündigung Weihnachten N. Strel. Anz. 1818, S. 57b; wo nach Brauch der Mark auch manchmal Urban (25. 5.) galt Sta Stargard@GrammertinGramm; der Mengeschäfer erhielt beim Abzug seinen Anteil in Geld ausgezahlt, oder es wurde ihm, wenn er seine Schafe mitnahm, sein Herdenanteil, um Betrug auszuschließen, nach besonderem Verfahren[] abgetrennt: 'jede Art, als Mutterschafe, Hammel, Lämmer werden in Hürdenställen abgesondert, in welchen eine kleine Öffnung gemacht wird, daß nur eins zur Zeit durchkommen kann. Sie laufen sodann frey eins nach dem andern, wie das Ohngefehr es fügt, heraus, die 4 oder 5 ersten nimmt der Herr, das 5te oder 6te gehört dem Schäfer' Eng. Landw. 1, 321; ähnl. Ferb. Contr. 2, 398. f. Volkskundliches: wegen der von ihnen verrichteten Tätigkeit des Schindens und auch vielfach geübten Betrugs zählten die Schäfer im Mittelalter zu den unehrlichen Leuten, deren Kinder nicht Aufnahme in Zünften fanden, s. Beleg Linnenwäwer von 1372 (Bd. 4, 943); noch 1755 müssen sie als zulassungswürdig aufgeführt werden: Bär. Ges. 4, 1, 456; es 'wird ... den Scharf-Richtern, ... Schäfern, PferdeAerzten ... untersaget, sich in einige Curen zu mischen, welche den Chirurgis zukommen' (1751) 575; über den Schäfer als Heilkundigen und Wunderdoktor s. Arch. Landesk. 17, 459, Belege s. unten 2a; als Träger übernatürlicher Kräfte vgl. Bartsch 1, 189; er besprach abends seine Herde, ehe er sich im Karren schlafen legte RoRostock@DänschenburgDänsch; Diebe konnte er bannen, vgl. fastmaken (Bd. 2, 817); in der WiWismar@NeubukowNBukower Gegend schnitt der Scheper den Knechten die Haare gegen Tabak oder Priem; er trat als Hochtidenbidder auf SchöSchönberg@DemernDem. 2. weiterer sprachlicher Niederschlag a. der Scheper stand in besonderem Ansehn, geachtet, von Geheimnis umgeben, beargwöhnt oder verurteilt: de Schepers stammen ut Abrahams Stamm, dei is jo Scheper wäst Wa; de Scheper steiht mit 'n Professer in einen Rang, dat is de olle Sag' GüGüstrow@StrenzStrenz; Ut 'n Scheper ... un Apteiker ... kann allens warden Reut. 1, 309; wat ick (Ringelnatter) stäk, kann jeder Doktor un Scheper kuriern Wo. V. 2, 117c; de Schepers un de Juden un de Eddellüd' hebben ehr eigen Nücken Wi; de Schepers hebben jo wider nicks inne Hand tau nähmen, dorvon kümmt dat, dat sei so klauk sünd HaHagenow@GranzinGranz; se säden jo ümmer, Schepers künnen mihr as 'n gewöhnlich Minsch PaParchim@GoldbergGoldb; de Schepers verapenbaren dat nich, wat se weeten Wi; ein Scheper hett dat Bottern erfunnen, hei hett mit Melk in de Buttel schürrt GüGüstrow@HoppenradeHopp; ein Scheper hett den Kölner Dom buugt von einem Schatz, den eine Maus ihm zeigte MaMalchin@NeukalenNKal; de Schepers truugten se nich, dei künnen 'n bäten näml. von der schwarzen Kunst WaWaren@WredenhagenWred; in einer Sage betet ein Schäfer den Drak an, was so beurteilt wird: Schepers sünd jo oft gottesfürchtig GüGüstrow@Klein GrabowKGrab; oft soll er dem Waul hilfreich sein und von ihm belohnt werden Wo. Sa.; in Moortsagen richtet er öfter den Säbenrand wieder auf Sag. 2, 426;[] Petermännchen is verwünscht, is Scheper wääst SchwSchwerin@GadebuschGad; 'n bäten œwerspönig wiren de Schepers jo all' MaMalchin@GrischowGrisch; de Scheper N. in Lehsten hett eins seggt, hei müßt wat uthollen up 'n Barg in de Sünn, de Meihers künnen sick doch Luft maken WaWaren@LehstenLehst; wenn 'n Scheper sœben Lammtiden dörchmaakt hett, is hei nich mihr ganz sicher Pa Parchim@DarzeDarz; s. auch narrsch (Bd. 5, 621); iron.: dei is so dumm, mütt Scheper warden, wenn hei dreimal de Lammtit dörchmaakt hett, stött em kein Buck mihr WaWaren@KraaseKraase; dat wir dat oll Wuurt, wenn de Scheper nägen Johr inne Brak gahn hadd', denn wir hei Meister MaMalchin@LiepenLiep; abschätzig: Schepers un Murers sünd glik, sommers drögen se stif un winters frieren se stif SchöSchönberg@BössowBöss; an den 'unehrlichen' Schäfer (s. I 1 f) erinnert: Dei Scheper un dei Schinner Dat sünd Bräuderkinner PaParchim@BenthenBenth; ähnl. s. Annerbäulkenkind (Bd. 1, 353); man schreibt ihnen eigenartige, derbe Bräuche zu, mit denen sie ihre Geschicklichkeit zu beweisen hatten, so: de Scheper ward 'n Meister, wenn hei 'n Buck in 'n Draff in 'n Noors licken kann WaWaren@EldenburgEld. b. Schäfer-, Wetter-, Bauernregeln: Februori, Scheperwohrdi! Ha; wenn Lichtmissen de Sünn in 'n Schapstall kickt, drifft de Scheper spät int Gras Ro; vgl. Lichtmeß (Bd. 4, 911); wenn ierst Marien (25. 3.) de Wulf in 'n Schapstall kickt, möt de Scheper de Ür (s. Üürt) uppe Hill' staken Wo. Sa.; sonst soll er dann die Schafe schon austreiben können, vgl. Marie 2 (Bd. 4, 1109); de Scheper seggt: Abendrot is bäter as Morgenrot, weil es trocknes Wetter ankündet WaWaren@WredenhagenWred; Nuurdenwind un Südensünn, dat is, wat de Scheper mag ein Wort des Seemanns bei genehmem Wetter RoRostock@RibnitzRibn; wenn de Scheper sinen Rock up 'n Stock hängt, denn is 't heil warm WiWismar@KirchdorfKirchd; de Kluck möt man setten, wenn de Scheper drifft HaHagenow@RedefinRed; ne Gaus möt man setten, wenn de Scheper mit ne grot Haud' ut 'n Dur drifft, denn gifft dat väl Gössel ebda. c. viele Redensarten aus der ländlichen Vorstellungswelt haben Beruf und Gehabe der Schäfer zum Inhalt: nu kann de Scheper de Stahlstang' (Stricknadel) all swingen heißt es, wenn das Feld abgeerntet ist StaStargard@WulkenzinWulk; über das Wetter: de Scheper hett nich ornlich in de Wulken käken bei Regen MaMalchin@RemplinRempl; bei schlechtem Wetter sagt man, selbst im Trocknen sitzend: lat 'n Scheper man blasen Schö Schönberg@WarnowWarn; ... häuden SchwSchwerin@GadebuschGad; sachlich richtig dagegen, wenn die Wetterwolken heller werden: nu kann de Scheper driben RoRostock@BörgerendeBörg; bei Schneefall sagt man scherzhaft: nu kriggt de Scheper 'n Knecht Schö Schönberg@DassowDass, bei lange währender Schneedecke: de Scheper hett sick 'n gauden Knecht meid't LuLudwigslust@LaupinLaup, weil er dann nicht zu hüten[] braucht; nach glücklich vollendeter Arbeit heißt es: so, nu lat den Scheper man häuden, de Küll hett sick nu leggt HaHagenow@GammGamm; dat is 'n Unnerscheed twischen den Scheper un sinen Köter Schill. Kr. 3, 4a; dat is nich den Scheper sin Sak, wo de Hund den Start œwer 'n Tun kriggt WiWismar@WarinWar; vom Obeinigen: dei kann kein Scheper warden, kann keinen Hamel hollen SchöSchönberg@WarnowWarn; dat kann mennigmal so bunt kamen, dat de Scheper nich so bunt fläuten kann Wo. Sa.; so flucks fläut't de Scheper nich (so einfach ist das nicht, so schnell geht das nicht) H. Schröd. Buerh. 3, 73; vom überaus Folgsamen: dei steiht up, wenn de Scheper fläut't, is denn Dag oder Nacht Wa; ein flötendes Kind wird zurechtgewiesen: dor is 'n Scheper in de Stuw! StaStargard@MirowMir, hebben de Schepers hüt Quartal? Oertz, sast Scheper warden! HaHagenow@BelschBelsch; zu Kindern gesagt, die nicht zu Bett wollen: de Scheper is all in Trebs; Abfertigung auf die Frage Wat gifft 't tau äten? — 'n Stück von 'n Scheper sin Bücks Ma; Beispielsprichwörter: dat schug't doch, säd' de Scheper un hadd' 'n doden Hund in 'n Sack RoRostock@RibnitzRibn; frig' man ierst, säd' de Scheper tau sinen Hund, denn warst 'n Steert woll hängen laten ebda; wo de Lüd' woll tau Maud' is, dei nu up fri Rüm sünd, säd' de Scheper un sett't sick achter 'n Knüttelsticken Wo. Sa.; Vergleiche, von vielen Hirschspuren heißt es: dat süht ut, as wenn de Scheper dor tau Gang' wääst is Wa; zum Faulen: di geiht dat ok as den fulen Scheper Wa; dat rägent, as wenn 't up 'n Scheper rägent Wo. Seem. 2, 157; bildliche Wendungen: de Scheper mit de witten Schap die Koppelpfähle, die abends aus dem Nebel herausragen LuLudwigslust@MenkendorfMenk; wenn Zirruswolken aufziehn: de Scheper hött, dat ward gaud' Wäder HaHagenow@RedefinRed; häufiger von Lämmerwolken: de Scheper drifft ebda; ähnl. oft; so auch von abendlichem Nebel LuLudwigslust@GorlosenGorl; von weißen Wellenköpfen auf dem See WaWaren@RöbelRöb; dor (auf ein schräg geladenes Fuder) kann de Scheper mit de Schap rup driben SchwSchwerin@RubowRub; HaHagenow@RedefinRed; Kinder legen Brotstücke mit Speckwürfeln auf den Tisch, die sie ne Hod' Schepers nennen Wo. Sa.; s. auch II. d. der Scheper in Lied, Reim, Wechselrede; im Tanzlied: De Scheper, dei hett sinen Leibrock an, Dor sünd nich Hak noch Ösen an, Hei hett den hamel dat Bein uträten, Hei hett 't vergäten, wedder intaustäken LuLudwigslust@StresendorfStres; Wenn de Scheper melken will, denn spuckt he sick up 'n Dum, Un wenn dat Schap dat Kœteln kriggt, denn denkt he, dat sünd Plum StaStargard@WesenbergWes; Un wenn de Scheper stählen will, denn drifft hei in de Grünn' Un ritt de Schap de Wüllers ut un gifft sei sine Frünn'[] MaMalchin@NeukalenNKal; Dat Johr is lang, dat Geld is weg, Ick dein nich mihr as Ossenknecht, Ick will nu Scheper warden LuLudwigslust@GrabowGrab; in Gaus uppe Däl: De Scheper von Tranten Hett 'n blag'brunen Ganten Ma; Scheper mit 'n Haken Hett 'n Büdel vull Knaken Wo. Sa.; Scheper hett ne Fläut, Buer hett 'n Plaug, Dei hett noch lang' nich naug öft.; im Abzählreim: Scheper mit 'n dicken Buk Wis' mi mal den Kukuk Wo. V. 4, 1212; im Neckreim: Fritz, Fritz, Kik dörch de Ritz, Wo de Scheper de Schap afhitzt 69; in vielen Wechselreden: Scheper mit de Fidel Un Scheper mit de Fläut, Scheper magst du Böngings? — Ja, dei smeckt zuckersäut! RoRostock@BargeshagenBarg; Scheper, wo hest din Fru krägen? — Dei hett mi de Preister gäben SchöSchönberg@UpahlUp; Scheper, wo hest din Nahmiddagsch? — Hinnen in de Kitteltasch Wo. Sa.; Scheper du Weper, wo hest din Knütt? — Achter 'n Barg inne Hütt. — Scheper du Weper, wo hest dinen Hund? — Achter 'n Barg inne Grund Wo. Sa. e. wenn es auch im Lande ein eigentliches Zunftwesen der Schäfer nicht gab (vgl. Scheperamt, -lad', -quartal), so wurde doch der Schäfergruß wohl beachtet; aus mehreren Überlieferungen zusammengestellt bei Wo. Wint., daraus: Ick sall di grüßen von 'n Scheper un sinen Köter, von den Lämmersack un dat ganze hochwürdige Scheperpack. — Recht so Bröderken, wo kommst du her? — Von der Oberresidenz. — Was hast du da getan? — Sieben Jahr Dinger gehött. — Hest ok wat lihrt, Broder? — Jawoll, Broder, kann höden un knütten, kann hitzen un blitzen, kiwen un kniwen, schinnen un schaben, scheren un smeren, utpuken un afpellen un 't Metz twischen Näs' un Lippen hollen 38. f. Spott- oder Scherznamen des Schäfers: Schapafblitzer, -biter, Buckfläuter, Bucksklöter, Hameldanzke, -majur, -smerer, Hammelbammel, Lämmerflöher, -griper, -hingst, -swanske, Snuckenknecht, Klötenbiter, Kœtel, Aashans, -räkel, Pul-af, Plaasterbengel, -junker, Buchten-, Hüttenmakergesell. g. FN.: Scheperbarg, -block, -brak, -brok, -brügg', -dik, -dur, -hode, -koppel, -kul, -lock, -muur, -soll, -stig, -wisch. II. übertragen: Scheper die Bachstelze, wenn dei kümmt, kann 'n mit dei Schap rut RoRostock@MüritzMür; de gäl Wäpstiert is de Scheper WaWaren@Groß FlotowGFlot; Scheper heißt der Hecht, weil er die Fische wie ein Schäfer zusammentreibt (WaWaren@VipperowVipp) Meckl. 29, 13; der Aufhocker, der eine Garbe liegen ließ, im scherzhaften Zuruf: de Scheper hett 'n Schap verhött GüGüstrow@LenzenLenz; Scheper Fettschicht auf gekochter Milch SchöSchönberg@DiedrichshagenDiedr; auch Scheper sin Bücks Wi@ Kritzow; Scheper sin Hemdslipp Haut auf der Milchsuppe GüGüstrow@KankelKankel; Scheper kleiner[] Stern beim Mond WiWismar@MankmoosMankmoos. III. Spiele 1. arm Scheper ein einfaches Kartenspiel zu zweit: einer bekommt die schwarzen, der andere die roten Karten; von oben wird aufgedeckt, wobei der Spieler mit der höheren jeweils die andere dazu gewinnt; haben beide Karten den gleichen Wert, werden die nächsten umgedeckt und fallen dann alle dem Spieler mit der höheren Karte zu; es wird so lange gespielt, wobei jetzt schwarze und rote Karten vermischt sind, bis ein Spieler alle Karten verloren hat, er ist arm Scheper oder arm Buer oder uthungert öft.; Syn. auch Swatten un Roden; ein anderes Spiel arm Scheper oder arm Buer wird mit 30 Karten ohne Piquedame und -bauer von 5 Spielern gespielt, wobei jeder gleiche Karten ablegen kann; die restlichen werden so lange weitergegeben, bis ein Spieler Kreuzdame und -bauer übrigbehält Ro Rostock@HeiligendammHDamm; nach dem Kartenspiel die Rdaa.: büst hüt Scheper worden zu einem Fischer, der nichts gefangen hat Dierh; hei ward arm Scheper der Zecher, der nicht mehr trinken kann WaWaren@JabelJab. 2. das Mädchenspiel 'Schäfer und Edelmann': 2 Reihen Kinder stehn sich entfernt gegenüber und singen im Wechsel, wobei sie gegeneinander vorgehn und beim letzten Vers voreinander knien, die Ballade 'Es treibt ein Schäfer seine Lämmer wohl aus ...' Horn Selmsd. 1, 584. — Mnd. schêper. — Br. Wb. 4, 606; Dä. 399a; Me. 4, 316; im Ostfäl. unumgelautet: Da. 183b; Kü. 3, 32.
26398 Zeichen · 380 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    SCHÊPER

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    SCHÊPER s. SCHÂPÆRE.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    scheperM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    scheper , M. Vw.: s. schippære* L.: Lü 325b (scheper)

  3. modern
    Dialekt
    Scheperm., f.

    Mecklenburgisches Wb.

    Wossidia Scheper m. Schäfer, Schafhirte Mi 75 b I. eig. 1. Sachliches a. die Zss. geben das Beschäftigungsverhältnis an:…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit scheper

90 Bildungen · 66 Erstglied · 22 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von scheper

schep + -er

scheper leitet sich vom Lemma schep ab mit Suffix -er.

Zerlegung von scheper 2 Komponenten

sche+per

scheper setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

scheper‑ als Erstglied (30 von 66)

Scheperamt

MeckWB

scheper·amt

Wossidia Scheperamt n. Schäferzunft: ick sall di grüßen von ... dat ganze hochwürdige Scheperamt im Schäfergruß Sta Stargard@Mirow Mir ; Sch…

schēperâtie

MNWB

° schēperâtie , f. , Verschiffung von Gütern (Hanserec. III 9, 14 [1524]).

Scheperation

MeckWB

schepe·ration

Wossidia Scheperation f. a. Spr. Schiffahrt: 'desse seestede sindt vornemlich ... up scheperation, kopmanschop und bruwerk anfengklich gebuw…

Scheperbauk

MeckWB

scheper·bauk

Wossidia Scheperbauk n. Schäferbuch, vom Schäfer geführt mit Eintragungen über verkaufte Schafe, Fettlämmer und Wolle, wonach der Lohn des S…

Scheperbeer

MeckWB

scheper·beer

Wossidia Scheperbeer f. Schäferbirne, eine Birnensorte Schw; Wa Waren@Rogeez Rog .

Scheperbotting

MeckWB

scheper·botting

Wossidia Scheperbotting n. in der Zsstellg. Scheperbotting smiten flache Steine so übers Wasser werfen, daß sie mehrfach aufhüpfen.

Scheperbrot

MeckWB

scheper·brot

Wossidia Scheperbrot n. in Scheperbrot smiten wie das Vor. ; Syn. bei Botterbrot smiten (Bd. 1, 1057).

Scheperbücks

MeckWB

scheper·buecks

Wossidia Scheperbücks f. 'Schäferhose', Fettschicht auf der gekochten Milch Ha Hagenow@Boizenburg Boiz ; Ro Rostock@Breesen Breesen ; Schw S…

Scheperdaler

MeckWB

scheper·daler

Wossidia Scheperdaler m. Schäfertaler: Scheperdaler säden wi, wenn 'n Daler so recht blank utseg' Schw Schwerin@Rubow Rub ; Wa; Sta Stargard…

Scheperdanz

MeckWB

scheper·danz

Wossidia Scheperdanz m. Schäfertanz Wo. Ernt. 50; nicht in Sta; ein mimischer Bauerntanz, wobei drei Personen den Schäfer, das Schaf und den…

Scheperdiern

MeckWB

Wossidia Scheperdiern f. ein Schafe hütendes Mädchen Ro Rostock@Rethwisch Rethw ; Wo. V. 4,681; in eine Nachtigall verzaubert: 2, S. 367.

Scheperdüürt

MeckWB

Wossidia Scheperdüürt f. Ruf der Kohlmeise Wo. V. 2, 954; eine Meisenart Wi Wismar@Robertsdorf Rob .

Scheperfläut

MeckWB

Wossidia Scheperfläut f. Schäferflöte, oben schräg abgeschnittene Weidenflöte der Knaben Ha Hagenow@Vietow Viet ; hest jo ne hellsche Schepe…

Scheperfru

MeckWB

Wossidia Scheperfru f. Frau des Schäfers; Rda.: se putzt sick as ne Scheperfru an 'n Sünnabendabend Wa. Me. 4, 317.

Schepergaut

MeckWB

Wossidia Schepergaut n. Schäfergut: Ollhoff ( Ro Rostock@Althof Alth ) is 'n Schepergot wäst ausschließlich Weideland Ro Rostock@Doberan Dob…

Scheperhabit

MeckWB

scheper·habit

Wossidia Scheperhabit n. Schäferkleidung: em stürte woll min Scheperhabit Hack. Papp. 32.

Scheperhack

MeckWB

scheper·hack

Wossidia Scheperhack f. Schäfergesellschaft: de hochlöbliche Scheperhack im Schäfergruß Ro Rostock@Kühlungsborn Kühl ; viell. zu Hack n. 2 (…

Scheperhapps

MeckWB

scheper·happs

Wossidia Scheperhapps m. Schäferbiß; man fragt: Wist 'n Scheperhapps? und schlägt den Jungen uppe Oorsbacken, dat man ne Hand vull to hollen…

Scheperhaut

MeckWB

scheper·haut

Wossidia Scheperhaut m. Schäferhut, länglicher Spanhut für Frauen Schö Schönberg@Klocksdorf Klocksdorf .

Scheperhüker

MeckWB

scheper·hueker

Wossidia Scheperhüker m. Schäferschemel; auf die Frage: Wo sall ick sitten? antwortet man: Mak di 'n Scheperhüker! (stäk de Hand in 'n Noors…

Scheperhütt

MeckWB

scheper·huett

Wossidia Scheperhütt f. Schäferhütte, fahrbare Unterkunft des Schäfers, ein länglicher Karren, mit einem kleinen Strohdach darüber, vgl. Arc…

Scheperhund

MeckWB

scheper·hund

Wossidia Scheperhund m. Schäferhund: 'men hefft ... am Christage einen hupen schape und lemmer, bcke und zegen nevenst etlyken Scheperhunde…

scheper als Zweitglied (22 von 22)

Buerscheper

MeckWB

buer·scheper

Wossidia Buerscheper m. der von den Bauern gemeinsam gehaltene Schäfer: Schö Schönberg@Grevesmühlen Grev ; ( Gü @ 1656) Spald. Land. 3, 308.…

Deputatscheper

MeckWB

deputat·scheper

Wossidia Deputatscheper m. Schäfer, dem ein Teil der Schafherde (meist der fünfte Teil) zustand Ha Hagenow@Düssin Düss .

Dörpscheper

MeckWB

dorp·scheper

Wossidia Dörpscheper m. Dorfschäfer 1. bis zur Aufhebung des Flurzwanges der Schafhirte des Dorfes, der im Dörpskaten wohnte: tweiten Wihnac…

Hawscheper

MeckWB

haw·scheper

Wossidia Hawscheper m. Gutsschäfer: hei is ... kein gelihrnten Hawscheper Ratz. Mitt. 12, 27.

Kauhscheper

MeckWB

Wossidia Kauhscheper m. Kuhhirt: Kohscheper häufig in Sta; de Buer ward int Öller wedder, wat he as Jung' wir: Kohscheper Sta Stargard@Mirow…

Kunenscheper

MeckWB

kune·n·scheper

Wossidia Kunenscheper m. scherzend das Hühnermädchen Heim. 9, 65; der Landwirtschaftslehrling Schill. Kr. 3, 18 b ; ein alter Onkel, der des…

Lohnscheper

MeckWB

lohn·scheper

Wossidia Lohnscheper m. Schäfer, der auf den Gütern in Lohn stand und im Gegensatz zum Settscheper keine eigenen Schafe in der Herde hatte: …

Meng'scheper

MeckWB

meng·scheper

Wossidia Meng'scheper m. Gutsschäfer, der eigene Schafe mit den herrschaftlichen so vermengt, daß beide eine Herde bilden Wöch. Rost. Nachr.…

Pachtscheper

MeckWB

pacht·scheper

Wossidia Pachtscheper m. Schäfer, der für seine eigene Herde Weide und Fütterung eines Gutes pachtet Eng. Landw. 1, 322; Ferb. Contr. 2, 397…

Schapscheper

MeckWB

schap·scheper

Wossidia Schapscheper m. Schäfer Schö Schönberg@Ziethen Zieth ; Dass; Sta Stargard@Wesenberg Wes ; AStrel; Lu Ludwigslust@Leussow Leuss ; im…

Settscheper

MeckWB

sett·scheper

Wossidia Settscheper m. 1. ä. Spr. Schäfer, der eigene Schafe in einem bestimmten Verhältnis unter die Schafe eines Gutes einmengte; vgl. Me…

Stadtscheper

MeckWB

stadt·scheper

Wossidia Stadtscheper m. Schäfer für die Schafe der Städter Schö Schönberg@Grevesmühlen Grev .

Swinscheper

MeckWB

swin·scheper

Wossidia Swinscheper m. für den Schweinehirten Schö Schönberg@Groß Rünz GRünz ; Schw Schwerin@Groß Trebbow GTrebb .

Wildscheper

MeckWB

wild·scheper

Wossidia Wildscheper m. wie Pachtscheper, vgl. MeckWB Scheper I 1 a: Wildscheper, denn' hüren de Schap, œwer nich de Weid', dee möt he sick …

Ableitungen von scheper (2 von 2)