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Holt

as. bis Dial. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Holt Pl., m., Dat.

Bd. 3, Sp. 771
Wossidia Holt Pl. Hölter n. Holz; lautl. im Munde alter Leute mit geschlossenem o; ä. to Holde, to Holj, to Holl bezeugen frühen Übergang von -lt- zu -ld- (Konsonantenschwächung); dafür auftretendes Holl'n ist wie up 'n Fell'n auf dem Felde (s. Feld, Bd. 2, 856) gebildet; die Belege für beides s. unt. 3. Die zahlreichen Zss. nennen den Zweck und die Verwendung: Arm-, Backel-, Band-, Blaß-, Bodden-, Brand-, Brenn-, Brug'-, Brun-, Bunt-, Buurd-, Däl-, Faden-, Fang-, Füer-, Galgen-, Hägen-, Kant-, Kil-, Lif-, Nutt-, Pall-, Schauster-, Schrägel-, Släden-, Slarpen-, Slenk-, Spil-, Swäpen-, Timmer-, Tobacksrührenholt; die Herkunft und Beschaffenheit: Affall-, Blank-, Block-, Bom-, Busch-, Eiken-, Ellern-, Führen-, Fuleschen-, Hart-, Hassel-, Karn-, Klaben-, Kluft-, Knüppel-, Lang-, Läs'-, Middennacht-, Morgen-, Poll-, Sammel-, Sapp-, Spint-, Splint-, Sprock-, Struk-, Telg'-, Wadel-, Weik-, Widen-, Zoppholt; Geräte oder Teile von Geräten bezeichnen: Aß-, Barg'-, Biesen-, Bög'-, Dwas-, Flott-, Gaffel-, Gläd'-, Hahnen-, Helm-, Huk-, Karw-, Klopp-, Krispel-, Krumm-, Krüz-, Lenk-, Mangel-, Middel-, Muk-, Pank-, Putz-, Rachen-, Rit-, Rund-, Schaff-, Schirr-, Schrat-, Slagg-, Spann-, Stall-, Stell-, Strik-, Tick-, Walk-, Waschholt; zur Bezeichnung von Bäumen und Sträuchern dienen: Brun-, Gicht-, Mus'-, Pock-, Säut-, Sprickelholt; spielerische Gelegenheitsbildungen und scherzhafte Benennungen sind: Achten-, Ful-, Katzenfitzel-, Klocksœben-, Knip-, Quäl-, Quietsch-, Raug'- (Ruhe-), Slap-, Trittvœgelholt. 1. das geschlagene Holz, die Materie; außer seiner starken Verwendung als Bau- und Brennstoff diente das Holz früher zur Herstellung landwirtschaftlicher Geräte wie Eggen (s. Äg', Bd. 1, 219), Gaffeln, Harken und Schüppen, die vielfach im bäuerlichen Haushalt selbst verfertigt wurden; auch die Eimer (s. Emmer) waren, mit Ausnahme der Feuereimer, aus Holz; Löffel, Kellen, auch Messer wurden aus Holz selber gearbeitet, Löffel aus spanischem Flieder, Ahorn oder Bäweresch (Zitterpappel), Kellen entweder auch aus Flieder oder aus Weide, Pappel, Nußbaum, Messer zum Pellen der Kartoffeln aus Ahorn Meckl. 20, 59; häufig in Sprachbildern und Rdaa.: krumm Holt gifft ok grad' Füer PaParchim@PlauPlau; Bri. Volkssp. 26; einen hohen Grad bezeichnet: arbeiten, smöken, sick argern, dat gräun Holt drög' ward Ha Hagenow@RedefinRed; mit denn' smit ick drög' Holt ut de Böm von einem schwächeren Gegner; unberechtigten Stolz wehrt ab: wi sünd all' ut een Holt maakt Wa; der Fisch Lootsmann füert so as fossig (s. fussig) Holt RoRostock@WarnemündeWarn; dat bringt Holt inne Kœk von einem guten Stich im Kartenspiel Kühl; der Junge, welcher seine erste Dienststelle antritt, erhält den Rat: ein Johr mööst du uthollen, un wenn Holt up di haug't ward WiWismar@KalsowKals; öft. im Neckreim: Krischœning, min Sœhning, stah up un haug' Holt! Nee, min leiw Mudding, de Äx is so kolt Wo. V. 4, 149; dat Holt is so düer 150; Anna Susanna, kumm rin un böt Füer, Drag' din Großmudding dat Holt hinner de Dör 353 b; dem zögernden Spieler ruft man zu: späl ut, ne Koort oder 'n Stück Holt RoRostock@KlockenhagenKlock; wenn hei (ein Schüler) dor sitt as en Stück Holt (steif und gleichgültig) Stillfr. Köst. 2, 209; von dem Klabautermann, einem Schiffsgeist, der namentlich auf den alten, ganz aus Holz gebauten Segelschiffen sein Wesen trieb, berichten alte Seeleute: wenn 'n Stück Holt von dat Schipp för den Stäben oder so stahlen is, dor sitt de Klabautermann in Wo. Seem. 2, 229; wenn Holt anbrüchig is, wat de Wind afbraken hett, un dat kümmt nah 'n Schipp rin, so entsteiht de Klabatersmann ebda; dat gifft jo Holt, wat knacken deit, denn mell't sick de Klabatersmann, denn gifft 't Unwäder ebda; öft. von Gegenständen, die aus Holz sind: acht Holt! Kegelruf, wenn acht Kegel gefallen sind Ro; drög' Holt der Dreschflegel; auch das Ruder RoRostock@RibnitzRibn; bildl. Schläge: dor gifft 't drög' Holt StaStargard@WulkenzinWulk; GüGüstrow@LanghagenLangh; he hett ne Drucht drög' Holt krägen vielf.; ebenso: dor gifft 't woll kort Holt Ro Rostock@DierhagenDierh; 'Holz und Stein' ein Greifspiel, ähnlich Holtgrip; häufig im Wortspiel mit Holt 3: wat liggt in 'n Holt un weent? das Kind in der Wiege Wo. V. 1, 306; liggt in 'n Holt un hett 'n witt Hüwken up Bier in der Tonne 312; geiht rundüm int Holt un bringt 'n Mul vull mit der Bohrer 317; steiht midden int Holt un spreckt ümmertau, un nüms antwuurd't em der Pastor auf der Kanzel 318 a; dor leg' mal eins wat int Holt, dat giert un geert der Brotteig im Backtrog 309 a; wo waßt dat mihrst Holt? Unner de Bork 694. 2. der lebende Holzbestand, die einzelnen Bäume a. Sachliches: zu den Laubhölzern, welche im Mittelalter in unserer Heimat die erste Stelle als waldbildende Bäume eingenommen zu haben scheinen, gehören 'die Eiche, Buche und Hainbuche, Birke, Ulme und Esche, Ahorn und Linde, als Unterholz kommen Haselnuß und Dorn häufig vor. Im Südwesten finden sich Hainbuche und Apfelbaum, Esche, Birke, Ahorn und Linde. Von Nadelhölzern ist nur die Kiefer nachzuweisen' Schultz 8; die Holzord. von 1573 führt Eichen, Buchen, Ahorn, Löhnen (Spitzahorn), Linden, Eschen, Hagebuchen, Apfel- und Birnbäume als Holzarten auf, welche nicht ohne Konsens geschlagen werden durften, unerwähnt bleiben Kiefern, Fichten, Birken, Ellern und Weiden, die, mit Ausnahme der erstmalig 1696 nachgewiesenen Fichte (s. Ficht, Bd. 2, 882), zwar vorhanden, aber noch nicht unter Schutz gestellt waren 10; von diesen Baumarten gehörten nur Eiche und Buche zum Hartholz, alle anderen Holzarten, auch die Kiefer (s. Dann, Bd. 2, 246), wurden zum Weichholz gerechnet, s. Sa. Land.-Ges. 3, 168; Eng. Landw. 3, 119; Beck. Bäume (1791) fügt dieser Liste der bei uns wildwachsenden Bäume Fichte, Lärche, Eibe, Wacholder, die glatte und rauhe Ulme, Schwarz-, Silber- und Zitterpappel hinzu. Von den starken Waldrodungen der Kolonisationszeit zeugen die zahlreichen Hagendörfer sowie andere ON. Bei Verpfändungen und Verpachtungen wird die Holznutzung schon früh beschränkt: 'se scal och bruken des holtes, des ekenen tů ereme tymmere, des elren tů eren vůringhe, na erer nottruch unde nicht tů vorkopende' (1326) UB. 7, 353; 'struchholt unde andere holt, dat nyn nůtte wert, dat scholen se tho erer notroft hebben, eyken unde andere holt, dat tho bůende nutte were, des enscolen se nycht houwen sunder des proveste wille unde witscap' (1386) 21, 3. Unbefugtes Schlagen von Holz wird in den Rostocker Dörfern mit 7½ bis 50 M. gebüßt (Ro. 1395) 22, 488; 1369 befiehlt der Probst von Eldena den Pfarrern seines Archidiakonats, mit geistlichen Strafen gegen Holzdiebstahl vorzugehen 16, 414. Die ersten Verordnungen zur Erhaltung des Waldes begegnen uns im 16. Jahrh., sie entsprangen nur kluger Vorsorge und keinem Mangel, denn in dem Forstedikt von 1549 heißt es u. a., daß der allmächtige Gott das Fürstentum vor vielen anderen mit einer stattlichen, ansehnlichen Hölzung gesegnet habe'; in dieser Verfügung wird bestimmt, daß zur Feuerung kein grünes Eichen- und Buchenholz, auch kein Tannenholz gehauen, sondern dürres und abgefallenes Holz zu diesem Zweck verabfolgt werden sollte Schultz 9. Gegen die übermäßige Verwüstung der Hölzer und Wildbahnen durch Bauern und Grundbesitzer wendet sich die Pol.-Ord. von 1562, in welcher befohlen wird, 'Dornitzen' (s. Döns, Bd. 2, 373) zur Ersparung von Brennholz zu bauen, die großen Zäune um die Äcker durch Mauern oder Gräben zu ersetzen Bär. Ges. 4, 1, 67; die Ziegen sollen gänzlich abgeschafft werden, nur den Hirten soll die Haltung von 4 bis 6 Ziegen vorbehalten bleiben 68; ferner 'sollen ... die von Adel des übermäßigen und schändlichen Radens, dadurch das Mast- und Grundholz, auch Unsere Wildbahnen verwüstet werden, ... (sich) äußern und enthalten' 68; fruchttragende Bäume wie Eichen und Buchen als Bauholz zu verwerten, verbot ein Edikt von 1573, nur 'kroppsohr' Holz (Bäume, deren Wipfel trocken waren oder vertrockneten) sollte zu diesem Zweck angewiesen werden Schultz 9; neben diesen Bemühungen zur Schonung des Holzes bestanden solche zu seiner Vermehrung; 1562 wird verfügt, 'daß ... allenthalben nach Gelegenheit Weiden, Mast-, Obst- und andere fruchtbare und nützliche Bäume' von den Bauern gesetzt und gepflanzt werden sollen Bär. Ges. 4, 1, 67; nach der Amtsord. von 1564 mußten die Untertanen für jeden Baum, der ihnen zu hauen erlaubt war, 6 Eichen- oder Buchenhester pflanzen Schultz 10; ein Holzedikt von 1573 fordert, allen zum Ackerbau ungeeigneten Boden mit Hestern (Eichen, Buchen, Birken, Weiden) zu bepflanzen oder mit Tannensamen zu besäen ebda. Der Dreißigjährige Krieg, in dem viele Dorfschaften verödeten, vergrößerte die Waldfläche wieder und hatte namentlich eine starke Zunahme des Nadelholzes zur Folge, doch erforderte der Neubau zerstörter Häuser und ganzer Dörfer unmittelbar nach dem Kriege viel Holz, so daß an einigen Stellen Holzmangel eintrat. Dies gab Veranlassung zu neuen Schutzmaßnahmen zur Erhaltung 'Unser Wälder und Gehöltz, welches das vornembste Kleinot und Schatz in diesen Fürstentumb ist' (1660) Ges.-Sa. 4, 17; sie richten sich vor allem gegen das Abbrennen der Heide, für die Bauern das bequemste Mittel zur Wiedergewinnung von Ackerfläche, und den Holzdiebstahl, der mit hohen Strafen belegt wird 188; um dem letztgenannten Übel und anderen Forstfreveln zu steuern, wurde 1697 ein Forstkollegium 'zu genauer Handhabung der Justice' eingesetzt Schultz 11; 1702 wird bestimmt, 'daß ein jeder Baumann oder Hufener alle 3 Jahr eine Büche zu Rade- und einen Eichhester zu Axen- und Nützholz' erhalten soll, mit dem Vermerk 'so viel tunlich, die abgängige und pollsohre (wipfeltrockenen) Bäume' zu diesem Zweck anzuweisen Ges.-Sa. 4, 162; für jeden gefällten Baum sollen 10 bis 12 Eichpaten gepflanzt werden, jeder Hausmann auf dem Lande, der heiraten will, muß zuvor 10 Patenweiden setzen, die Forstbedienten sind verpflichtet, Eicheln und Tannensamen zu säen Schultz 11; W. Parchmann Meckl. Bestandesverhältnisse 61. Um 1720 begann man, durch die fortgeschrittene Forstwirtschaft unserer hannöverschen Nachbarn angeregt und gefördert, Eichen- und Tannenkämpe oder -gehege anzulegen, und erst von diesem Zeitpunkt an ist ein Zuwachs von Holz in größerem Maßstabe wahrnehmbar Schultz 11; 1772 wird die Anlegung kleiner Pflanzschulen für Eichen, Buchen, Eschen und Rüstern von den Forstbeamten gefordert Ges.Sa. 4, 178. Die Sorge um die Auffrischung des Bestandes war begründet durch die Holznot, welche im 18. Jahrh. in Mecklenburg herrschte. Um die dringendsten Bedürfnisse zu befriedigen, fand man die Forstbedienten mit Geld ab und verteilte das Wind- und Fallholz, das diesen bisher zugestanden hatte, statt guten grünen Holzes an die Untertanen; auch das Torfstechen, das durch die hohen Kosten des Stech- und Fuhrlohns eigentlich unrentabel war, wurde aufgenommen, und den Deputatisten ihr sog. Deputatholz zum großen Teil in Torf zugeteilt Schultz 12. Die Hauptursache dieser Holzverminderung war der übermäßige Holzverkauf nach Hamburg, Lübeck und Lüneburg 10; 12; sein Umfang aus nichtfürstlichen Waldungen betrug in einzelnen Jahren 5000 Faden Holz und mehr, zumeist war es Ellernbrennholz, aber auch vieles Buchen- und ab und zu Eichenholz, das zu diesem Zweck auf Sude und Rögnitz geflößt wurde, wo es einem Zoll unterlag; erst 1765 entschloß sich Herzog Friedrich, den Holzhandel nach Hamburg einzustellen, nachdem den Inhabern von Lehngütern bereits 1755 nur 'jährlich zwölf Stück Eichen und fünfzig Stück Büchen ohne Anzeige und Schuldigkeit zur Consenssuchung, ein mehreres aber nicht, zum Verkauf zu fällen' zugestanden war Bär. Gr.-Ges. 938; den Bauern, die die Eichen und Buchen, welche ihnen unentgeltlich angewiesen waren, an die Rademacher in den Städten verkauften, legte man das Handwerk, indem 1751 angeordnet wurde, daß Nutz- und Radeholz ihnen nur in dringlichen Fällen gegen geringe Bezahlung verabfolgt werden sollte Schultz 12; weitere Gründe für das Schwinden der mecklenburgischen Wälder waren das nach dem Dreißigjährigen Kriege aufblühende Glashüttenwesen und die Köhlerei Parchmann a. a. O. 42; 44; Weiteres Nützl. Beitr. 1765, S. 27; Langerm. 22; Monschr. 4, 871 ff.; N. Monschr. 1, 20 ff.; 4, 374. Im 19. Jahrh. wurde bei rationeller Forstwirtschaft die schon begonnene Aufforstung von Sandböden und die Verringerung von Waldflächen auf Lehmböden systematisch fortgesetzt, so daß die Kiefernforsten 1861 die Hälfte der Waldflächen in Mecklenburg einnahmen, s. Festg. 22. Vers. deutsch. Landund Forstwirte 255. 1938 umfaßte die Gesamtfläche der meckl. Staatsforsten 164xa0000 ha, wovon 28% mit Laubwald, 72% mit Nadelwald bestanden waren, die Gesamtfläche der Gemeinde- und Privatforsten betrug rund 153xa0000 ha Mecklenburg Gau 131. b. sprachliche Belege: 'myt allen holten weyk unde harth' (1398) UB. 23, 450; 'dat iunge eckholt ... mith holte unde gresinge' (1318) 6, 391; öft. im Sprichw.: wo Holt haug't ward, fallen Spön Bri. Volkssp. 26; die bäuerliche Einstellung kennzeichnet Holt un Schad' waßt all' Dag'; die Arbeit des Holzfällens ist gefährlich: Holt haugen, dor steiht de Dod up WaWaren@PenzlinPenzl; in der Rätselfrage zweideutig gefaßt: wat geiht int Holt tau Höögt un röögt keinen Twig an? das Mark im Baum Wo. V. 1, 374. 3. Wald, Gehölz, vorzüglich Laubwald, Syn. Busch; oft m., wohl in Anlehnung an Wald (Woold), Busch; im Dat. Sing. häufig Holl (s. unt.); sprachliche Belege: 'myd holte unde wisken' (1320) UB. 6, 498; 'myd allen holten, wysschen, weyde' (1325) 7, 260; öft. mit anderen Waldbezeichnungen verbunden: 'in holten, buschen, wolden, wischen, weiden' (Gü 1305) 5, 201; 'mid aller nut unde vromen in heyde, heghe unde holte' (1321) 6, 611; 'die Schweine auf dem Holß (im Walde) mesten' (1574) Kern Hof. 1, 222; sprw.: aß man in 't Holt röpt, krigt man Antwort Mantz. Ruh. 20, 29; as 'n int Holt röppt, röppt dat ok wedder rut RoRostock@RibnitzRibn; int Holt gahn in den Wald Mi 34a; Reut. 6, 178; wid hen recken sick de Släg von einerlei Kurn bet an den blagen Holt 2, 77; An 'n Widenbom bi 'n Holt 5, 401; ick gah nah 'n Holl Ro; lep ehr nah bet hinner nah 'n Holl'n im Volksreim SchöSchönberg@KlützKlütz; nah 'n Holl'n rin Warn; PaParchim@FriedrichsruheFriedr; dat würd' ut 'n Holl'n haalt HaHagenow@KraakKraak; to Holj gahn (1824) Freim. Abendbl. 7, 150; Lämming lep (güng) to Holde, Hal sick 'n Mund vull Solde Wo. V. 3, 96; se gahn tau Holl an HaHagenow@WaschowWasch; WiWismar@KirchdorfKirchd; föftig Meter von 'n Holl af War; as se in 'n Holl'n sünd NBuk; ick heff in 'n Holl'n arbeit't Kartl; Wi; SchwSchwerin@PlatePlate; dat beste Holt, wat he in sinen Holl'n hadd' HaHagenow@WittenburgWitt; in 'n Holl Gild. Bolt 240; in 'n Hollen Puls Licht 15; in der Gegend von LuLudwigslust@DömitzDöm dafür to Hol'l, d. i. lautl. hǫl Nd. Kbl. 43, 47; de Holt Nds. 16, 123a; dei Holt lücht't inne Firn as rod' un gel Gold Zier. Plaugf. 31. FN.: Bauk-, Börger-, Buer-, Eik-, Heiden-, Hoppen-, Kark-, Papen-, Seeholt; Holtbarg, -breid', -kaben, -koppel, -kraug, -rih, -sal, -slagg, -stücken. — Mnd. holt n. — Br. Wb. 2,652; Dä. 191b; Kü. 1, 768; Me. 2, 871; Schu. 23.
14807 Zeichen · 173 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    holtst. N. (a)

    Köbler Anfrk. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    holt , st. N. (a) nhd. Holz, Wald ne. wood (N.), tree (N.) ÜG.: lat. lignum MNPs Vw.: s. wald-* Hw.: vgl. as. holt*, ahd…

  2. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    holtst. M. (a), st. N. (a)

    Köbler Ae. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    holt , st. M. (a), st. N. (a) nhd. Holz, Gehölz, Wald, Hain Vw.: s. alor-, -hana, -widu* Hw.: vgl. an. holt, afries. hol…

  3. 8.–14. Jh.
    Altnordisch
    holtst. N. (a)

    Köbler An. Wörterbuch

    holt , st. N. (a) nhd. kleiner Wald Hw.: s. hjalt, hylingr, haltr; vgl. ae. holt, anfrk. holt, as. holt*, ahd. holz, afr…

  4. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    HOLTadj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    HOLT ( ahd. hold Graff 4,913 ) adj. 1. gewogen, günstig, freundlich, lieb. vgl. halt. a. ohne dativ. mîn holder friedel …

  5. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    holtAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +24 Parallelbelege

    holt , Adj. nhd. „hold“, zugeneigt, gewogen, günstig gesinnt, gnädig, freundlich gesinnt, zuverlässig, zugetan, liebend …

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Holt

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Holt , Marktstadt in der engl. Grafschaft Norfolk, 16 km nordwestlich von Aylsham, mit Lateinschule, Bibliothek und (190…

  7. modern
    Dialekt
    HoltPl., m., Dat.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Holt Pl. Hölter n. Holz; lautl. im Munde alter Leute mit geschlossenem o; ä. to Holde, to Holj, to Holl bezeugen frühen …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit holt

1.285 Bildungen · 634 Erstglied · 644 Zweitglied · 7 Ableitungen

holt‑ als Erstglied (30 von 634)

holtachina

KöblerAhd

holtachina , Sb. nhd. Körperverletzung ne. bodily injury Hw.: vgl. anfrk. holdachina* Q.: LSal, PLSal (507-511?) E.: s. *holt? Son.: nach Se…

Holtäg'

MeckWB

Holtäg' f. hölzerne Egge.

Holtäx

MeckWB

holt·aex

Holtäx f. Axt zum Fällen der Bäume: '1 sch. vor 1 holtexße uptohouwen' (Wi 1534) Jb. 91, 203; Grobschmiede sollen nehmen 'vor eine gute Holt…

Holtammete

WWB

Holt-ammete f. - ammerte Ameisenart (Frbg.) ( Alt Sb).

holtand

WWB

holt·and

hol-tand Adj. [ Hfd Hal] zahnlos. Hualtante Mömme ( Hal Bh ). Hualtend Gesichte ( Hfd Bk).

Holtange

WWB

holt·ange

Hol-tange f. Hohlzange, Zange mit breiter und weiter Höhlung zur Aufnahme einer Eisenstange ( Olp Ro).

holtappel

MNWB

holt·appel

holtappel Holzapfel, „amarusca, macianum , sorba”, Frucht des Pirus malus L., Absud auch offizinell. —

Holtarbēd

WWB

Holt-arbēd f. 1. Waldarbeit ( WmWb ). — 2. Verarbeitung von Holz. Dei Timmermann moekt dei Holtarbeiten ( Min Kh).

Holtarbeiter

MeckWB

holt·arbeiter

Holtarbeiter m. Forstarbeiter; der neueingestellte Forstarbeiter mußte 'n Pägel Brammwin utgäben, an welchen ein grüner Busch gebunden wurde…

Holtasch

MeckWB

holt·asch

Holtasch f. Holzasche, im Haushalt zum Waschen ( s. büken ; 2, 108 ), Bleichen, Färben und Seifekochen verwandt, im großen in den Seifensied…

Holtaske

WWB

hol·taske

Holt-aske f. [verstr.] Holzasche. — Ra.: Se mott ungebrannte Holtaske hewwen Prügel bekommen ( Lst Dr).

Holtasse

WWB

holt·asse

Holt-asse f. beim Ackerwagen das Stück Holz, worauf der Drehschemel ruht (Frbg.) ( Bor Gr).

Holt-ßene

WWB

Holt-aßene f. [Wal] Holzgerüst zur Aufbewahrung von Rauchwaren oder zum Trocknen von Holz.

holtât

Lexer

hol·tat

holtât herre, nu nemt war, daʒ ir den Stîren kumt ze trôst, die habent iuch und sich erlôst der leiden holtâten, en schult ir in râten, wie …

Holtband

MeckWBN

holt·band

Wossidia Holtband m., n. Faßreifen (vereinzelt) D. WA. 18, 5.

holtbank

KöblerMnd

holt·bank

holtbank , F. nhd. Waldgericht, Forstgericht E.: s. holt (1), bank L.: MndHwb 2, 343 (holtappel/holtbank)

Holtbār

WWB

holt·bar

Holt-bār f. [ Sos Isl Arn] 1.1. aufgeschichteter Holzhaufen. — 1.2. Haufen ungehauenes Holz ( Isl Dh ). — 2. Stelle zum Holzholen, Holzplatz…

Holtbeªrg

WWB

holt·bearg

Holt-beªrg m. Wald mit Holzschlag ( Arn Wa ); Hauberg ( Bri Nf = KkWb ).

Holtbeer

MeckWB

holt·beer

Holtbeer f. wilde Birne: pirum agreste 'Holtbre' Chytr. 478; s. Höltickbeer .

holt als Zweitglied (30 von 644)

mūlenholt

KöblerMnd

*mūlenholt , N. nhd. Maulholz Vw.: s. pērde- Hw.: s. mūlholt E.: s. mūl (1), mūlen?, holt (1)

swēvelholt

KöblerMnd

*swēvelholt , N. nhd. „Schwefelholz“, Streichholz, Zündholz Hw.: s. swēvelhölteken E.: s. swēvel, holt (1) W.: s. nhd. Schwefelholz, N., Sch…

vörlōsholt

KöblerMnd

*vörlōsholt , N. nhd. Querholz Hw.: s. vörlōshölteren E.: s. vör, lōsholt

wunderholt?

KöblerMhd

*wunderholt? , Adj. nhd. „wunderhold“, sehr hold E.: s. wunder, holt W.: nhd. (ält.) wunderhold, Adj., „wunderhold“, DW 30, 1890

abeholt

MWB

abe·holt

abeholt Adj. ‘nicht geneigt, feindlich gesinnt’, nur präd.: jmdm. ~ sîn/wërden: daz er den vînden was abholt Kreuzf 2070; abholt unde arges …

abholt

Lexer

ab-holt adj. BMZ nicht gewogen, abhold Fasn. 236, 17. 269, 27.

abēlenholt

KöblerMnd

abēlenholt , N. nhd. Pappelholz E.: s. abēle, holt (1) L.: MndHwb 1, 2 (abēlenholt)

²achterholt

MNWB

achter·holt

2 achterholt , n. , 1. Querholz, an dem die Geschirrstränge befestigt sind. 2. sik nicht nâ dem achterholte hö̑den nicht vermuten, was nachk…

Aderholt

MeckWBN

ader·holt

Wossidia Aderholt n. Querstangen der geflochtenen Zäune Schö Schönberg@Groß Siems GSiems .

afholt

MNWB

afholt , n. , aus der allgemeinen Holzmark ausgeschiedenes Gehölz. Abgang vom Holz, Abfallholz, Fallholz.

alorholt

KöblerAe

alorholt , st. M. (a), st. N. (a) nhd. Erlenholz ÜG.: lat. alnetum Gl Q.: Gl E.: s. alor, holt L.: Hall/Meritt 18a

arm(e)holt

MNWB

arme·holt

arm(e)holt , n. , Armholz, aus dem die Arme des Mühlrades geschnitten werden.

armholt

KöblerMnd

arm·holt

armholt , N. nhd. „Armholz“, Holz aus dem die Arme des Mühlrads geschnitten werden E.: s. arm (2), holt L.: MndHwb 1, 122 (armholt), Lü 23a …

asseholt

MNWB

asse·holt

asseholt , assenholt , n. , Achsenholz, Holz zu Achsen.

balsamholt

KöblerMnd

balsam·holt

balsamholt , N. nhd. „Balsamholz“ ÜG.: lat. carpobalsamum? Hw.: vgl. mhd. balsamholz E.: s. balsam, holt (1) W.: s. nhd. Balsamholz, N., Bal…

bantholt

KöblerMnd

bant·holt

bantholt , N. nhd. Holz, zu Balken verbindende Bänder Hw.: s. bentholt E.: s. bant, holt (1) L.: MndHwb 1, 145 (bantholt), Lü 26b (bantholt)

beholt

MNWB

beholt , behalt (-d-) , n. , f. , 1. Aufenthalt; Behausung, Wohnstätte. 2. Bereich. Bezirk. 3. Verwahrung, Behälter, Lade, Verschluß. 4. Bew…

bentholt

MNWB

bent·holt

bantholt , bentholt , n. , Holz, 1. zu Reifen, Tonnenbändern, 2. (Zimmerleute) zu balkenverbindenden Bändern.

berchholt

KöblerMnd

berch·holt

berchholt , N. nhd. „Bergholz“, Außenplanke, starke und über die anderen hinausragende Bohle über der Wasserlinie rings um den Schiffsrumpf …

Ableitungen von holt (7 von 7)

beholt

MNWB

beholt , behalt (-d-) , n. , f. , 1. Aufenthalt; Behausung, Wohnstätte. 2. Bereich. Bezirk. 3. Verwahrung, Behälter, Lade, Verschluß. 4. Bew…

beholten

MNWB

beholten , swv. , refl. sik b. ût seine Holznutzung ziehen aus.

enthōlt

MNWB

enthōlt , enthalt , unt- , n. , 1. Inhalt. 2. Aufenthalt; Wohnung; 3. „ vestinge, detentio”; 4. Stütze, Schutz, Halt; 5. Unterhalt, Nahrung;…

erholt

MWB

erholt Part.-Adj. → 2erholn MWB 1 1929,33;

¹geholt

MNWB

1 geholt , geholde , adj. , hold, treu (Dienstmannen);

holte

KöblerMnd

holte , M. nhd. Halter ÜG.: lat. repagulum E.: s. hōlden (1)? L.: Lü 147a (holte)

unholt

Lexer

un-holt adj. BMZ nicht geneigt, feindlich Trist. Ms. ( H. 2,331 b ). mit dat. d. p. En. 280,30. Lieht. 474,32. Karlm. 205,56, un hult ib. 23…

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Cotta, M. (2026). „holt". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/holt/meckwb
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Cotta, Marcel. „holt". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/holt/meckwb. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „holt". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/holt/meckwb.
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