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Tun

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
21 in 17 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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41
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73

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Tun Pl., Präp.

Bd. 7, Sp. 322
Wossidia Tun Pl. Tün, Tuuns m. Zaun, Umzäunung 1. Sachliches: die große Bedeutung und die Vielfalt der Arten der Zäune ist schon aus der Anzahl der Zss. ersichtlich; ihre Beschreibung erfolgt bei diesen. Stets war im Mittelalter die Hofstelle mit der Wöhrde (s. Wuurt f.) durch einen Zaun umschlossen, häufig waren es auch das permanente Ackerland und die Weiden; Belege für die Dorfumzäunung s. 2 b nach den Präp. binnen (1395) und buten, einen Belege über Zaungerichtsbarkeit s. unt. Tungericht. Das Material für den Zaun ist meistens totes Holz, aber auch Hecken werden als Tun bezeichnet, als läbendig, lebennig Tun: 'lebendige Zäune pflantzen' (1713) Verord.; 'soll ein lebendiger Zaun ... befriedigen, ... so ist kein anderes Gewächs ... brauchbar ... als Hagedorn' Eng. Landw. 2, 404; läbendig Tun (1895) Wa. In der zweiten Hälfte des 16. Jh. wurden für das Domanium zur Schonung der durch das fortwährende Errichten von Zäunen stark in Mitleidenschaft gezogenen Holzungen das Aufwerfen von Gräben um Äcker und Wiesen und die Anlage von Wällen verordnet, sowie die Bepflanzung und Umfriedung mit Weiden (1567) Verord.; 'das die Pawern ... ihre Acker mit oberschwencklichen grossen Zeunen zu befrieden ... abstellen' (1572) Sa. Land.-Ges. 1, 47; ebda wird auch das Errichten von Feldsteinmauern verordnet; 'umb Meckelburg und umb Lüneburg machen sie die Zäune, da große Feldsteine sind, von Feldstainen ... und werffen Rasen oder Lehm dazwischen' Col. Oec. 1, 329a; Hakeltün als Teile einer Befestigungsanlage auf einer Ansicht von Schö aus dem Jahre 1601 Ratz. Mitt. 2, 64; Zäune von geflochtenen Weidenruten waren vormals auf der Düne von RoRostock@WarnemündeWarn errichtet; sie waren 1 bis 1½ m hoch und wurden quer über den Strand gesetzt, auch so, daß sie Winkel oder Vierecke untereinander bildeten, um die Düne zum Stehen zu bringen; schon 1423 wurden 75 Fuder 'Tünroden' nach RoRostock@WarnemündeWarn gefahren 'to tünen uppem Sande' Jb. 92, 165; Abb. dieser Zäune F. Barn. Warn. 224; geflochtener Weidenzaun im Amt WiWismar@NeuklosterNKlost entlang 8 Ellen von einander entfernt stehenden lebenden Weiden beschrieben Monschr. 1, 12; Abb. eines horizontal geflochtenen Weidenflechtzauns Meckl. 35, 51. 2. sprachliche Belege a. sepes, sepimentum 'ein Thuen' Chytr. 53; Tun Zaun, Gehege Mi 95a; 'vortmer scal Daem beteren in deme hove to der Stevine alle thune unde alle lemwende unde hakelwerke' (1398) UB. 23, 386; 'weret, dat Clawes Brandes edder sine erven dornes bedorften ut unsem holte to beteringe orer tune' (1400) 24, 33; allerlei Tuns un Steinmuren Lehm. Ith. 63; de ganzen Tuuns wiren früher all' vull Hoppen HaHagenow@TrebsTrebs; in Volksdörp (SchöSchönberg@VolkstorfVolkst) is Luther nich wääst, de Tün dor sünd so hoch, dat hett he nich sehn künnt Wo. Sa.; Sprww.: 'wor de Thun am sydesten ys, dar wil yderman aver' Gry. Wed. D 2a; ... dor springen de Hun'n äwer mit geringen Leuten macht man sich keine Umstände Mi 95a; wo de Tun 'n Lock hett, krupen de Gäus' dörch HaHagenow@RedefinRed; ne lütt Stütt höllt 'n scheewen Tun, — wenn 't ok man ne Frugenshand is Schw; Rdaa.: zu jem., der mit der Kost unzufrieden ist: gah nah Awe (WaWaren@AveAve), dor sünd de Tün von Bratwust flecht't Wa; von einer Frau, die ohne Grund viel herumläuft: dei möt 'n Tun utbätern Wa. b. nach Präp.: Moder, wat is de Welt doch grot, säd' de Jung', donn kek hei achter 'n Tun rut HaHagenow@GülzeGülze; achter 'n Tun wahnen ok noch Lüd' Firm. 3, 74b; Abweisung der Du-Anrede: achter weckern Tun hebben wi tauhop pißt? Ro Rostock@GresenhorstGres; zu Kindern, die viel haben wollen: väl liggt achter 'n Tun! Ribn; Dei Voß ded' mi mal achtern Tun ... verliern (ich bin unehelicher Geburt) Seem. Hä. 99; Achim von Achter den Tun Name des Findelkindes in der Erzählung Höger up von Bri. 3, 41; Sprww.: keiner söcht 'n annern achter 'n Tun, wenn hei nich sülben achter lägen hett Ma; wat achter 'n Tun jung ward, ward up de Landstrat olt un an 'n Galgen kolt Bri. Volkssp. 23; hei hett de Bäckeri achter 'n Tun smäten er hat sie aufgegeben Wa; ick heff ne Sœg' achter 'n Tun smäten durch Tod verloren GüGüstrow@NiendorfNiend; dor hett de Adebor wedder an 'n Tun kloppt eine Geburt steht bevor RoRostock@WilsenWils; Warnung bei verschiedenen Anlässen: holl di an 'n Tun! öft. mit den Zusätzen denn lopen de Gössel di nich üm oder de Himmel is hoch, so zum Betrunkenen gesagt, zum hochdeutsch Radebrechenden, zum Verlierenden beim Kartenspiel oder den Reitern beim Doberaner Bauernrennen zugerufen; imper. Bildungen: Holl-di-an-'n-Tun haltloser Mensch RoRostock@RibnitzRibn; schlechte Zigarre NHagD; Piß-an-'n-Tun Buchweizengrütze Lu Ludwigslust@Groß LaaschGLaasch; Hirtenjunge WaWaren@SchorssowSchorss; vom wichtigen Wettertag Lichtmeß (s. d.) gilt: Lichtmeß süht de Scheper leewer, wenn de Druppen an 'n Tun hängen, as wenn de Sünn in 'n Stall schinen deet er wünscht sich dann lieber Tauwetter als klaren Frost Sta; dem Jüngling, dem der Bart nicht wächst, wird geraten: mööst an 'n Tun rüken, wo de Dierns œwerstigen GüGüstrow@NiendorfNiend; 'dat rum buten der stat ... binnen deme tune bi beyden sit des graven' (Schw 1326) UB. 7, 347; 'dry koten, d dar lighen in deme dorpe ... bynnen eyneme tůne, unde dr hoen, d dar ligen up deme ... velde' (1395) 22, 498; 'in der huven, de Henninc Voghet buwet buten tunes' (1355) 13, 609; 'ene hove, dese lycht in deme wenddorpe tu Balowe buten tunes' (1389) 21, 271; 'sonst (ohne deren Geld) sege men eine olde Persone mit dem luchteren Oge dorch einen dubbelden Thuen nicht an' Gry. Wed. K 5b; N. kickt dörch 'n Tun, N. is dat Oorslock brun oft im Dorfreim; von schlechtem Menschen: dee is mit 'n Düwel dörch 'n Tun lopen Nd. Kbl. 15, 46b; jem. in zerrissener Kleidung süht ut, as wenn hei dörch 'n Tun krapen is WaWaren@SchwarzSchwarz; äußerste Entschlossenheit drückt aus: ick lat nich nah, un wenn de Seel dörch 'n Tun geiht Wa; im Rätsel von Zunge und Zähnen: 'n rod' Hund blafft dörch 'n knœkern Tun StaStargard@StavenStav; im Vgl.: dee snackt dörch de Blaum as de Hund dörch 'n Tun Ro; bildl. dörch den Tun grasen (Ehebruch treiben, bes. vom Manne) Neese Leb. 20; Seem. Hä. 11; Leb. 79; denn' (den Stich) willn wi noch dörch 'n Tun krupen laten sagt der Skatspieler, wenn er auf das Stechen verzichtet Wi; nu gah ick dwas dörch den Tun kündigt dagegen an, alle Stiche machen zu wollen HaHagenow@RedefinRed; hinner 'n König von Preußen sinen Tun is bäter liggen, as in 'n Eddelmann sin best Bett RoRostock@RibnitzRibn; 'wat hinder dem Tune ... seggen' (seine Notdurft verrichten) Laur. Schg. 4, 501; vom unehelichen Kinde: dee is hinner 'n Tun maakt Ro; ... funnen Seem. Leb. 76; wenn die wärmere Jahreszeit kommt, heißt es: nu kann 'n sick all 'n poor Stunnen hinner 'n Tun smiten RoRostock@KühlungsbornKühl; bildl. etwas hinner 'n Tun smiten es verlieren, bes. Vieh durch Tod: vierhunnert Mark heff ick so in ein Woch hinner 'n Tun smäten ich habe zwei Pferde verloren Wa; ick kann dat (die kranken Ferkel) doch nich wedder hinner 'n Tun smiten WaWaren@SpeckSpeck; im Vergleich: du warst verdrögen aß en Stock im Thun (Fluch gegen Eidbruch) Mantz. Sel. 2, 120; von einem wilden, ungebärdigen Menschen: dei geiht œwer Tun un Hakelbarg Wa; ... œwer Tun un Hakelwark RoRostock@DierhagenDierh; Rdaa. mit anderen Bedeutungen s. Hakelbarg, -wark; Ortsreime: To Raduhn (PaParchim@RaduhnRad) Hängt de Wust œwer 'n Tun SchwSchwerin@PinnowPinn; In Dargun Hängen de Lumpen œwer 'n Tun Wo. Sa.; von einer klatschsüchtigen Frau: dee möt ümmer de Snut œwer 'n Tun hängen ebda; im Neckreim: Korlin, Korlun Hängt 'n Noors œwer 'n Tun MaMalchin@BrudersdorfBrud; wenn eine erneute Schwangerschaft sichtbar wird: dor kickt de Adebor all wedder œwer 'n Tun Wa; am letzten mehrerer Feiertage heißt es: nu kickt de Warkeldag all œwer 'n Tun MaMalchin@PinnowPinn; Zeitbestimmung: wenn de Buer ierst mit 't swart Mul (vom Swartsuer) œwer 'n Tun kickt wenn die Schlachtzeit herangekommen ist WaWaren@RogeezRog; von schlechtem Boden heißt es: dor kann de Lus nich œwer 'n Tun krupen RoRostock@RibnitzRibn; von einem, der nicht in der Welt herumgekommen ist: dei hett bloß œwer 'n Tun langt SchwSchwerin@PampowPamp; de Buerfrugens maken de Botterpris' œwer 'n Tun GüGüstrow@NiendorfNiend; liegt beim Stricken der Faden auf dem verkehrten Finger, heißt das 'n Hund œwer 'n Tun slagen RoRostock@KlockenhagenKlock; zum Mäher, der sich hervortun will: du kannst woll 'n Farken œwer 'n Tun smiten, œwer man nich lebennig wedderhalen NHagD; Beispielsprw.: Recht möt sinen Gang gahn, säd' de Fru, as de Gaus œwer 'n Tun in 'n Goorden sprüng', un drew sei œwer 'n Tun wedder trügg' WaWaren@HallalitHall; von verlorener Sache: dor is de Has' mit œwer 'n Tun sprungen Wo. Sa.; zu einem, der ausgiebig einen Knochen abnagt: wenn du denn' afpuult hest, kannst mit den Hund œwer 'n Tun springen WaWaren@SchwarzSchwarz; dei lett sick nich œwer 'n Tun trecken er läßt sich nicht mißhandeln RoRostock@KühlungsbornKühl; umgekehrt läßt sich der Nachgiebige för teihn Penning œwer 'n Tun trecken PaParchim@GoldbergGoldb; der Ungeschickte is 'n Fall-œwer-'n-Tun-perdollsch Ro; im Wundsegen: Hoch œwer den Tun un wedder hen rœwer, Morgen früh is 't all vörœwer Wo. V. 3, S. 361; von großer Aussteuer: dat kümmt jo sin Dag' nich tau Tun es wird gar nicht alles gebraucht, eig. es kommt nicht zum Trocknen auf den Zaun HaHagenow@RedefinRed; 'holt ... tho eren tunen' (1395) UB. 22, 655; twischen ... s. knœkern; im Verwunderungslied: De Kreih up den Tun Verdrunk allen Schum Wo. V. 2, 1505; etwas up 'n Tun hängen es aufgeben oder loswerden: hei hett sin Handwark up 'n Tun hängt RoRostock@HeiligendammHDamm; ick heff de Räwko (s. d.) up 'n Tun hängt, nu geiht 't bäter ebda; auf Dienststelle mit magerer Kost hängen de Hiringsseelen up 'n Tun AHeide; die geschwätzige Frau hängt den ganzen Dag up 'n Tun WiWismar@PoelPoel; Bauernregel: wenn Lichtmeß de Kreih up den Tun gnaagt, gifft 'n drög' Johr Sta; im Laternenlied: De Wind dee weiht, De Snider sitt up 'n Tun un neiht Wi; zum mäkeligen Esser: gah nah Pippensee, dor waßt de Kringel up 'n Tun PaParchim@DobbertinDobb; allzu schwere Arbeit wird abgewiesen: ick heff min Knaken ok nich ut 'n Tun braken Wa; etwas von 'n Tun bräken die erste beste an sich unpassende Sache zum Anlaß für etwas, bes. für Streit oder Krieg, nehmen: 'de Overicheit so ... eine Orsake tho krygende vam Thune breckt, wert Gades ... straffe nicht entlopen' Gry. Lb. 1, Cc 4a; wenn hei drunken hett, breckt hei Strit von 'n Tun WiWismar@WarinWar; nich vom Thun bracken nicht erlogen, Jeppe 158; ick bin vam Thun nich bracken (bin nicht von geringer oder zweifelhafter Herkunft) Mantz. Ruh. 14, 72. 3. Volkskundliches: Tun tünen heißt ein Pfänderspiel, bei dem Junge und Mädchen durch einen Faden im Mund verbunden einander gegenüberstehen, den sie immer weiter hereinkauen, bis sie sich mit dem Mund berühren und einen Kuß geben StaStargard@WrechenWrech; RoRostock@GresenhorstGres; der Zaun im Brauchtum und Aberglauben: die Nachgeburt vom Vieh wurde auf den Zaun gehängt öft.; Wetterregel s. 2 a unter an; Wundsegen s. 2 a unter œwer; eine Schwangere darf nicht über einen Zaun steigen StaStargard@WoldegkWold; auch kein Pate mit dem Patenbrief in der Tasche, s. Lattenkladderer (Bd. 4, 857); eine Hexe setzt ihr Butterfaß nachts auf den Zaun, morgens ist Butter darin SchöSchönberg@HerrnburgHerrnb; ein Hexenbanner bannt eine Hexe auf den Zaun Bartsch 1, 229; wer in den Zwölften den Tun betreckt (den Zaun mit Wäsche behängt), bezieht im neuen Jahr den Kirchhof Wa; wenn man Silvester Hafergarben auf den Zaun des Nachbarn steckt und sie dann morgens dem Vieh gibt, geht der Segen vom Vieh des Nachbarn auf das eigene über Bartsch 2, 233; wenn man eine Kuh zum ersten Mal anspannt, soll man ihr drei Splitter vom Zaun des Nachbarn in den Schwanz binden HaHagenow@WittenburgWitt; um ihren Bartwuchs zu fördern, wird jungen Männern geraten, durch einen Zaun zu sehen, durch den eine Jungfrau gepißt hat Wa, oder ihr Kinn dort am Zaun zu scheuern, wo die Mädchen übersteigen Wi. 4. PN.: 'gerhardus brokentun' (1278) Brockm. 106; 'Henricus de Tune' (1283) UB. 3, 89; 'Heyno Thun' (1379) 19, 391. Von den Zss. bezeichnen die Art des Zauns seinem Material oder seiner Herstellung nach: Ader-, Bahlen-, Bräder-, Brett-, Busch-, Draht-, Duurn-, Flecht-, Hakelbargs-, Hakelbast-, Hakel-, Hakelwarks-, Hecken-, Knack-, Latten-, Räpel-, Schän-, Schrägel-, Sleit-, Spakett-, Späl-, Spät-, Spil-, Split-, Spräudel-, Sprenkel-, Sprœgel-, Staketten-, Stöckel-, Stöcker-, Stock-, Strükel-, Strüker-, Struk-, Tüder-, Tün-, Wasen-, Widentun, seinen Verwendungszweck oder seine Lage: Dwas-, Fisch-, Gaus'-, Goorden-, Koppel-, Scheidel-, Scheiden-, Scheid'-, Scher-, Sneitun, unbestimmt ist der Striktun. — Mnd. tûn. — Br. Wb. 5, 128; Dä. 499b; Da. 229a; Kü. 3, 470; Me. 5, 187.
12191 Zeichen · 188 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    TUN

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    TUN franz. ton . Trist. 2396.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    TunDer

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    † Der Tun , s. Zaun .

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    tun

    Goethe-Wörterbuch

    tun [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Tun

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Tun (tönn), engl., Tonne.

  5. modern
    Dialekt
    tun

    Lothringisches Wb. · +6 Parallelbelege

    tun [tûn Av. ; dûn Fo. Falk. Lix. Sgd. Bi. u. s.; dùn Ri. Hom. Ha. ; doun Bo. D. Si. — Flexion: Präs.: tû(n), tûšt (tiəš…

  6. Spezial
    tun

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    tun (tat, getan) I vb.tr. 1 (machen) fá (fej, fat) 2 (anrichten) fá (fej, fat), combiné (-na) 3 (begehen: Unrecht) fá (f…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tun

625 Bildungen · 537 Erstglied · 78 Zweitglied · 10 Ableitungen

tun‑ als Erstglied (30 von 537)

tunachtig

RhWB

tun·achtig

tun-achtig dō:nətiχ Aach-Walh Adj.: diensteifrig, bereitwillig, zuvorkommend.

Tunader

MeckWB

tun·ader

Tunader f. wie Ader 2 : 'daß die Zaun-Adern möglichst dicht zusammen geschlagen werden, damit die Schweine ... sich ... keine Gänge durchboh…

Tunägel

MeckWB

Tunägel m. wie Swinägel: ick pruste Di wat, säd de Tunegel taum Hund, dunn würd hei sick uprollen Derb. 2, 171.

Tūnǟrs

WWB

Tūn-ǟrs Zaunkönig (Frbg.) ( Olp So).

Tunāles

Meyers

Tunāles , von großen baumartigen Cereus Arten gebildete waldartige Dickichte in den Llanos von Venezuela.

Tūnbiljet

WWB

Tūn-biljet n. Teilnahme an einer Veranstaltung o.Ä., ohne Eintrittsgeld gezahlt zu haben ( Dor Wl).

Tunbillet

MeckWB

tun·billet

Tunbillet n. Zaunbillett in scherzh. Rdaa. 'n Tunbillet nähmen, hebben vom Zaun aus oder auch einfach, ohne zu zahlen, zuschauen Ma Rempl ; …

Tunbridge Wells

Meyers

tunbridge·wells

Tunbridge Wells (spr. tönnbriddsch), Stadt ( municipal borough ) in der engl. Grafschaft Kent, 8 km südlich von Tonbridge, nächst Bath der ä…

Tunbusch

MeckWB

tun·busch

Tunbusch m. Strauchwerk zum Zaungeflecht Schw Pamp .

Tunbutu

Meyers

Tunbutu , s. Timbuktu .

tunc

KöblerAhd

tunc... , . Vw.: s. tunk...

tuncal

KöblerAhd

tuncal , Adj. Vw.: s. tunkal* (1)

tuncalēn

KöblerAhd

tuncalēn , sw. V. (3) Vw.: s. tunkalēn*

tuncalī

KöblerAhd

tuncalī , st. F. (ī) Vw.: s. tunkalī*

tuncalīn

KöblerAhd

tuncalīn , st. F. (ī) Vw.: s. tunkalī*

tunch

DWB

tunch , m. , vereinzelt statt des üblicheren thun bzw. thunfisch ( s. teil 11, 1, 1, sp. 456): der tunch ... lat. thunnus vnnd thynnus, fran…

tunchel

DWB

tunc·hel

tunchel , tünkel , m. , wohl formvarianten von tüchel ( s. oben sp. 1473), teuchel, deuchel ( s. teil 2, 1036); vereinzelt im frühen nhd. le…

tuncherlī

KöblerMhd

tuncherlī , st. N. nhd. Taucher (ein Wasservogel) ÜG.: lat. mergulus VocOpt Q.: VocOpt (1328/1329) E.: s. tünchen? W.: nhd. DW- L.: Benecke/…

tuncherære

KöblerMhd

tunc·herære

tuncherære , st. M. nhd. Tüncher Q.: Tuch (1464-1475) E.: s. tünchen W.: nhd. DW- L.: LexerHW 2, 1569 (tuncherer)

tunchæregeselle

KöblerMhd

tunchæregeselle , sw. M. nhd. Tünchergeselle Q.: Tuch (1464-1475) E.: s. tünchen, geselle (1) W.: nhd. Tünchergeselle, M., Tünchergeselle, D…

tunco

LDWB1

tunco [tụn·co] m.sg. (moscedoz cun zigher y smalz da mangé pro la polënta) Käse m., Gemisch von Zieger und Butter.

tun als Zweitglied (30 von 78)

stun

KöblerAe

*stun , st. N. (a) nhd. Lärm, Geräusch (N.) (1) Vw.: s. ge- E.: germ. *stuna, Sb., Stöhnen, Geräusch (N.) (1); s. idg. *sten- (1), *ten- (2)…

Nichtstun

RDWB1

Nichtstun n безделье, праздность, лень im Nichtstun versinken fest. - лежать на печке идиом. , сидеть на печи идиом. , предаваться праздност…

abgetun

DRW

abgetun veräußern wen daz [denn was] di muter mit den kindern zu ome brachte, do en mag her [der Witwer] von der vormundeschaft nicht abeget…

abtun

Pfeifer_etym

tun Vb. ‘eine Tätigkeit verrichten’, reflexiv (unpersönlich) ‘sich ereignen’. Das Verb (mit ehemals reduplizierenden Präteritalformen) ahd. …

abwegtun

DRW

abweg·tun

abwegtun reflexiv: flüchten die so bey [einem Verbrechen] und mit gewest ..., sich abwegsgethan und dardurch argwönisch gemacht 16. Jh. FrkZ…

antun

Pfeifer_etym

tun Vb. ‘eine Tätigkeit verrichten’, reflexiv (unpersönlich) ‘sich ereignen’. Das Verb (mit ehemals reduplizierenden Präteritalformen) ahd. …

auftun

DRW

auf·tun

auftun mnd. up(pe)don, mnl. opdaen, md. Nebenform offdun I öffnen I 1 wörtlich soll niemandt [die Haustür] aufthun 1354 KitzbühelStR. 77 hab…

ausgetun

DRW

ausgetun verleihen usz gethun zcu czinsze 1400 MagdebFr. II 1, 1 Faksimile

austun

DRW

aus·tun

austun nd., nl. utdon I mit Akkusativ der Sache I 1 die Hand öffnen schlägt er ... mit außgethoner hant 1584 ÖW. IX 450 Faksimile I 2 ausgeb…

bartûn

MNWB

bar·tun

bartûn , bartûner , bertûn (s. d.), m. , auch adj. , 1. Bretone, Bewohner der Bretagne. 2. bretonisch, bretonisches, Schiff, Karavelle , bri…

bastun

LDWB1

bas·tun

bastun [ba·stụŋ] m. (-s) 1 Stab m., Stock m., Stecken m. ( → maza) 2 Prügel m., Knüppel m. 3 Ellenstab m. ◆ bastun da famëi Hirtenstab m.; b…

Bërtûn

BMZ

ber·tun

Bërtûn plur. die Bertûne. stm. der Bretannier, le Breton, eine andere form für Berteneise. Parz. 56. 65. 85. 195. 206. 221. 284. 314. 335. 3…

birtun

AWB

bir·tun

birtun st. f. — Graff III, 169 s. v. pirtunna. pirtunna: gen. sg. Gl 2,100,54 ( 3 Hss., darunter clm 19 417, 9. Jh. ). 4,322,72 ( mus. Salzb…

cottun

Lexer

cot·tun

cottun stm. cattun W. v. Rh. 31,30. — aus nld. kattoen, fz. coton s. Dwb. 5,278. 1900.

Drahttun

MeckWBN

draht·tun

Wossidia Drahttun m. Drahtzaun Pa Parchim@Dobbin Dobbin .

erftûn

MNWB

erf·tun

° erftûn , m. , Erbzaun, Einhegung des Erbes; vgl. erfhēge.

fantûn

MNWB

fan·tun

fantûn (fanthun) = fansûn (Reval 1495).

friuntun

AWB

friuntun extimplo Gl 1,137,19 ( R; sniumo sareo Pa, sniumo sareo rado K extimplo continuo ). 315,53 ( Re ), ungedeutet. Graff III, 656 erwäg…

Gaus'tun

MeckWBN

gaus·tun

Wossidia Gaus'tun m. niedriger Zaun, den die Gänse nicht überfliegen können Gü Güstrow@Groß Wokern GWok .

gestun

KöblerAe

ges·tun

gestun , st. N. (a) nhd. Lärm, Geräusch (N.) (1), Wirbelwind, Sturm E.: s. ge-, *stun L.: Hh 327

Grenztun

MeckWBN

grenz·tun

Wossidia Grenztun m. Grenzzaun Müll. Reut. 48 a .

großtun

GWB

gross·tun

großtun selten -s-, nur -th-, gelegentl Getrenntschr; auch iVbdg mit Verstärkungspartikel a sich (einer Leistung, Sache) rühmen, prahlen; je…

Ableitungen von tun (10 von 10)

BETUN

DWB2

BETUN vb. mhd. betuon. mnd. bedōn; mnl. bedaen, bedoen, nnl. bedoen; ae. bedōn. präfixbildung zu DWB2 tun vb. 1 einschließen, verschließen: …

betunen

LW

be-tunen, bezäunen, mit einem Zaun, einer Hecke versehen.

ENTTUN

DWB2

ENTTUN vb. ahd. in(t)tuon, anttuon, mhd. entuon. mnd. entdōn; mnl. nnl. ontdoen. gegenbildung zu ahd. bituon vb. ‘ (ver) schließen ’. 1 öffn…

getun

RhWB

ge-tun: etwas g., wirkl. imstande sein, es zu t. Siegld .

misstun

RhWB

miss-tun (s. S.) Monsch , Eup , Heinsb , Erk-Elmpt , Geld-Leuth st.: anstossen durch übles Handeln, beleidigen [Part. -jəd·ə.n fehl, übel g…

tune

GWB

tune [bisher nicht publizierter Wortartikel]

untun

GWB

untun [bisher nicht publizierter Wortartikel]

untunlich

GWB

untunlich [bisher nicht publizierter Wortartikel]

vertun

Pfeifer_etym

tun Vb. ‘eine Tätigkeit verrichten’, reflexiv (unpersönlich) ‘sich ereignen’. Das Verb (mit ehemals reduplizierenden Präteritalformen) ahd. …

zertun

RhWB

zer-tun: sich z. 1. sich wichtig machen, Aufhebens m., sich aufgeregt benehmen Mosfrk, Rip, Nfrk. — 2. sich irren Köln-Stdt .