tun das Wort ist allg., doch sind seine Konjugationsformen stark von anderen Zeitw. beeinflusst, u. zwar in Teilen des Rhfrk, im Mosfrk, Rip u. SNfrk von
gehen, im Klevld von
sehen; nur im Rhfrk liegen Entsprechungen von
mhd. tuon, tuost, tuot vor; der Infinit. geht in der Regel von der alten Form
dôn aus, und die Lautung erfolgt je nach der Entwicklung des
germ. ô (
ahd. uo), also
dūn, –ū-:, –ou-, –o·u.-, seltener
-ū·ə.- im Rhfrk, Mosfrk u. Klevld,
-au-, -a·u.- im nfrk. Berg u. an der Ruhr;
dōn (mit u. ohne Schärfung),
don, dun finden sich im Mosfrk (oMos), Daun, May, Kobl, Rip u. SNfrk;
-o-, –u- ist vor allem den Städten eigen;
dō·ə.n, –ū·ə.- ist WRip, SNfrk, OBerg; auffallend
d:(n) in Altk-Kirchen NFischb u. in SWSiegld; der Infinit. nach ‘gehen’ herrscht vor allem an der Saar u. der oMos, u. zwar
de·i.n, –ē·i.- Saarbr-Stdt, Merz, Saarl-Diefflen Pachten Stdt,
dē(:)n Merz-Mondrf, mMos um Koch, May-Kollig [Saarbg-Wellen
dø·y.ən],
dī(:)n, –i- Saarl-Land, Trier-Mesenich Pölert u. abseits Altk-Horhsn. Die 1. Pers. Sg. richtet sich in der Regel nach dem Infinitiv (
iχ dūn, dōn, don usf.), doch fehlt ihr zuweilen das Schluss-
n [Einfluss des Schriftdt.?]; die beim Infinit. festgestellten Formen mit
-ei-, –ē-, –ī-, –i- gehen jedoch weiter u. gelten auch in Bitb;
[] das Klevld hat
ek dȳn mit Ausn. von Dinsl, Mörs-Friemersh Orsoy, Emmerich, dort
ek dūn. Die 2. u. die 3. Pers. gehen zusammen; das Rhfrk hat durchweg
du dūs(t), –št-, er dūt (-ou-, –ō-) [
dEst, dEt Saarbr-Stdt]; Mosfrk, Rip, SNfrk herrschen Formen, die dais(t), dait zur Grundlage haben, die Lautung richtet sich in der Regel nach der Entwicklung des
germ. ai, also Mosfrk
-E- [um Koch, May (Mos)
-ā-, Kobl aber
-ō-, Bitb-Dudeld
-i-; aber Trier-Stdt meist
dūst, dūt]; Daun, Rip, SNfrk
dēs, dēt [uAhr, um Neuw-Linz, Köln-Stdt, Altk-Kirchen, Bergh-Elsd
-ei-; Aach-Stdt
-ēə-, Kref-Stdt Ürding
-īə-]; OBerg
-ē-, NBerg
-ē- [Remschd, Wuppert-Ronsd
-īə-, Wermelsk, Barm
-ī- (neben
--), Mettm-Haan
-ei- [3. Pers. Gummb-BNeustadt
-øy-, Wuppert
--, Mettm-Stdt
-øy-]; MülhRuhr
-ēi- (u.
-ȳ-), Ess
-ei-, Eup
-ei-; das Klevld hat die Lautung vom Zeitw. ‘sehen’ übernommen, also
hej dȳt, –y- (2. Pers. Sg. fehlt dort, dafür
jə dyt) [Geld-Leuth
-ē-, Mörs-Friemersh
-ei- (u.
-ȳ-)]. Die Formen der 1. u. 3. Pers. Pl. stimmen meist mit dem Infinit. (u. der 1. Sg.) überein, doch zeigen der rip. Westrand, NBerg, SNfrk
mər dont (-u-, –ø-), zə dont (-u-, –ø-); OBerg (
n. Benr. L.), Wippf, Wuppert haben den Einheits-Pl.
da·u.(ə)n bzw.
dont für alle 3 Pers.; Klevld
wej, zej dȳn, –y- [Geld-Leuth
dont, Mörs-Friemersh Neuk, Dinsl
dūnt]. Die 2. Pl. (mit dem Imper. übereinstimmend) lautet Rhfrk
dūt, –ou- [Saarbr (-Sulzb
-ū-), Saarl, Merz
deit]; Mosfrk
dōt, –u-, –ou- [Bitb-Mettend NWeis Prümzurlay
dit]; Rip, SNfrk
dō:t [Aach
d:t]; im Geb. des Einheits-Pl. (OBerg, Wippf, Wuppert) lautet der Imper.
dū:t, dō:t, da·u.t. Der Imper. Sg. zeigt folgende Lautungen: Rhfrk
dū(:), dou [Kreuzn-Hahnenbach auch
dōn], Mosfrk
do·u. in Saarl-Berus, Bernk-Neumag,
dī: Merz-Bergen, Bitb-Mettend NWeis, Trier-Igel Mesenich,
dē: um Koch,
de·i. Trier-Heidenbg,
d: Altk-Kirchen, Siegld; Rip
dun (in den Städten),
don, dō:n [Aach-Stdt
døχ, –ø-, Ld.
-ø-]; Eup
dø·y.; SNfrk
dōn, –ō:- [Rheydt
don, Kemp-SHubert
dūn, Stdt
dun, Selfk
dū:x, dū·ə.x]; OBerg
dō:, dū:, da·u.(n), Wippf
daun, Wuppert
dū, Sol-Meigen Stdt, Wermelsk
don; Klevld
dū(n). Die Formen des Prät., soweit gebräuchlich, sind meist mit dem
Konj. zusammengefallen; sie bauen auf
mhd. tête, taete bzw. taete, tëte, taetest auf, doch haben sich mancherlei Spielformen eingestellt; Rhfrk
dē(:)t, dē(:)tšt, dē(:)t, dē(:)də [
-E(:)-, -E-] usf.; ebenso Mosfrk [Prät. Bitb-NWeis (selten), May-Andernach
d:t; Siegld
d:, d:s u.
d:, d:s; Konj. dē:t Bitb-NWeis,
dit Hütting; Saarbg-OLeuken
di·ŋ., Merz-Saarhölzb
de·ŋ.]; Rip Prät. u.
Konj. dE:t, dE:ts, dE:tə usf. [Agger/Dhünn
dī:t, dī:tə; Bergh-Hüchelhv
dit, didə(n); Prät. um Aach
d·ə.x u.
dE·ə.χ, Breinig
d:x; Monsch-Witzerath
d:t, Konj. um Aach
dȳ·ĭ.γ, –ȳ·ə.χ; Jül, Erckörrenz
de·ŋ.; MüEif, Monsch-Witzerath
d:t]; Eup Prät.
eχ dō:x [Raeren
dE:n]; SNfrk
dī:r, dī:rš, dī:rə (Prät. u.
Konj.) in NKemp, Geld-Leuth;
dī·ə.n, dī·ə.s, dī·ə.nə Kemp-AmernSAnton Süchteln (u.
de·i.); SHubert
dE·ə., Konj. dī·ə.; Geilk-Lümb Prät.
d: u.
de·ŋ., Konj. d: u.
de·ŋ., Heinsb-Millen
de·j. (u.
dē·i.χ),
de·i.s, de·i.t, de·i.ə, ebenso Heinsb-Breberen,
[]Kref (u.
di·ŋ.); um Heinsb auch
eχ do·ŋ.; MGladb, Rheydt
eχ di·ŋ. usf.; Gummb-Schwarzenbergisch
dE:, –s, dE·ə.n [Pl. in allen 3 Pers. auch
dE:zən; Lieberhsn
dE:r, dę·ə.n]; NBerg:
dē:, dē:st, dē·ə.n Wippf; Remschd, Wermelsk
dē·ə.r, –š, –rən; Wuppert-Barm Ronsd
dęt, dEtə; Sol
dE:t usf.; Mettm, MülhRuhr
dī·a.t, –tə; Ess
ek dō:x usf.; Klevld
dei·j., de·i.t usf. [Mörs-Friemersh
dE:, –s, –t, dE·ə.n (aber
dE:rštə?); Dinsl
-āi-; Klev Pl.
dējə, dējt]. Das
Part. Perf. beruht durchweg auf
mhd. getân, u. zwar Rhfrk
gədn (-ō-) [Saarbr-Louisenth Rockershsn Sulzb
gədān; Kreuzn-Argenschwang
gədūn]; Mosfrk
gəd:n (-ō:-, –-, –ō-) [Trier-Stdt
-·a.-; Bitb-Altschd Mettend
-d:; Siegld
-d; Bitb-Ehlenz Rittersd Speicher, Trier-Kordel Fell Krettnich, Bernk-Dhron (u.
-ūo-) Neumag, Prüm-Stdt
-dūn, Leidenborn
-doun]; Rip
jəd(:)n, –ǫ- (letzteres in den Städten u. Umgeb.) [Aach
jəd·ə., Walh
-·a.-]; Eup
γəd:nə; SNfrk
jədn, –ǫn, -·a.-, ·ə.-; Gummb-Schwarzenbergisch, Wippf
jədōən; NBerg
jədōn, –ō:- [Remschd
-ōa-; Sol, Wermelsk, Wuppert-Elbf Küllenhahn Kronenbg
-ǫ-, Barm
-don; Ruhr
-dn, –ō- [Ess
-dǫn]; Klevld
-dn, –ō- [Geld-Straelen, Klev
-dān] unregelm.:
d. einmalige Handlung u. allg. Handeln bezeichnend;
machen, ‘etwas fertig kriegen’,
schaffen ‘lang andauernd arbeiten’. 1. die finiten Formen. a. mit Obj., bewirken. α. mit best. abstrakten Subst., die eine Tätigkeit bezeichnen, bald mit, bald ohne Dat. der Pers.;
Arbeit, *Bescheid, *Bitte (Bett), Bot (Gebot), Dienst, Erbschaft (meist
machen),
Fahrt, Fall, *Frage, Gang, *Gebet, *Gefallen, Leid, *Liebes, *Messe, *Predigt, *Rede, Reise, Schaden, *Schluck, *Schrei, *Schuss, Streich, Tanz, *Trunk, *Unrecht, Vorschlag, Wallfahrt, *Wäsche, *Willen, *Wirkung, *Wort, *Wunsch, Wurf, Zug; dafür häufig
machen; die mit
* bezeichneten nur mit
tun; bei allen, die eine Bewegung ausdrücken
d. u.
m., z. B. enen Sprung d. u.
m.; bes. Fälle im folg.:
Acht d. acht geben Saarbr;
enem Beschäd d. ihm zutrinken, nachdem dieser mir zugetrunken hat Neuw, Allg.;
Gedold d. SONeuw;
hen deht den Hondel (Handel),
den Döppeshondel ist Händler Selfk;
de Kerk don Gottesdienst abhalten Kref-Linn (
vgl. Mess d. Messe lesen od. halten Allg.);
seng ierz Kommeniun d. zur 1. hl. Kommunion gehen Rip;
et hot en Krach (Schlag) gedon es hat gekracht Rhfrk (sonst
gegevve);
enen Kreisch (Kresch) d. laut aufschreien Rhfrk, Mosfrk, Rip;
Läch d. auflachen Rhfrk, Mosfrk;
de Kes d. sterben Rip, SNfrk, Siegld, Zell;
de Soot (Saat)
d. das Feld besäen Monsch-Rollesbr;
ech han meng Sach derbei gedohn meinen Anteil, meine Pflicht;
ech han et Menge (das Meinige)
gedohn, don nu och et Denge Rip, Allg;
si Bes (Bestes)
d. SNfrk, Allg.;
siən Büəst un s. Beəst d. allen Eifer u. alle Kraft hergeben Malm;
hej hät alltit sin Best gedahn as en Kindjen in de Wieg hat in seinem Leben nichts Berühmtes geleistet Klevld;
do dong et ene Schlag on der Bletz schlog en de Bom Selfk, Allg.;
kene Schlag mih d. nichts mehr arbeiten Allg. (
gene Timp miəh d. Eup);
dor sett hej nauw met Oss en Tihn (Ass u. Zehn)
en kann gen Schlag d. weil sein Gegner das Kartensp. bereits gewonnen hat Emmerich;
[] Wedderpart d. widerstehen MüEif;
et Wort (de Kall) d. Sprecher, Wortführer sein;
de wet si W. te d.; de kann got et W. d. ist sehr wortreich SNfrk, Aach, Eup;
hea wess sei Wiartchen ze d. Bitb;
sich die Zeit dron d. sich bei einer Arbeit Zeit lassen Goar;
jedder deng ens ene döchtige Zog ut de Fläsche MGladb, Allg.;
wenn du noch ene sunne (solch einen Witz, solches Geschwätz)
dehs, kannst nom Bett gohn MülhRh, Rip. — Hierhin einige Verb. mit ursprüngl. Subst.:
et deht mir led (wih), dat ... Rip, Allg.
(et deht enem Beddeler led, dat der annere an der Dir stäht); he deht got von Personen, sich in den Schranken der Sitte halten, gehorchen, ruhig, zufrieden sein, bes. negat.; von Sachen, nur negat. nicht erspriessl.,
n. von Bestand sein;
dat dout net (kä) G. (auch von Personen) Birkf, Allg.;
et duht nit gut, wemmer aus anem Dippche frisst wenn zwei zu intim sind Goar-Weiler;
et det ken Helligen got a (in)
sengem Lan Prüm-Zendschd;
va dem hant de Ärme völl Gotduəns gehat er war sehr mildtätig;
doə haste giə G. va keinen Vorteil, Segen,
z. B. von dem durch Betrug, Diebstahl Erlangten Aach, Erk;
enem esu lef (lieb)
d. Druck auf ihn ausüben, ihm zusetzen Aden, Ahrw, Eusk, Rheinb, Bo, Dür, MGladb, Kemp;
he det em Onrech Rip, Allg., —
ongleich WMosfrk. — β. Obj. der Tätigkeit durch ein Verbum. αα.
subst. Infinit.
et Lopen d. flüchten NBerg;
hen deht et Schnidere er ist Schneider, —
Tömmere ist Zimmermann Selfk;
nou ös et Koke (
et Fore ‘Füttern’ udgl.)
gedohn Kemp, Nfrk, Rip u.
ech han möt Eje (Eggen),
Baue (Pflügen) udgl.
gedohn, — hammer et g. Bergh, MülhRh, SNfrk, Klevld
(met et Baue). — ββ. ohne
et; Umschreibung der Handlung durch den Infinit.;
ech d. schrive, lese (u. so bei jed. Zeitw.);
ech d. et d.; he es am schrive am d.; do mir dat schr.; ech d. mech och bedanke; ech dohn höck (heute)
Mös (Mist)
sprede Rip, Allg.;
ich d.'s mache d. Saarbr-Feching; im Klevld
ek höbb gedohn lihre (lernen) was sonst ungebräuchlich ist, dafür
ech han gelihrt; diese Art ist nicht nur allg. in der Sprache der Kinder, sondern auch der Erwachsenen, um einen Nachdruck auf das Zeitw. zu legen, bes. wenn das Zeitw. aus irgendeinem Grund an den Schluss kommen soll, etwa bei der Hervorhebung;
ech don schrive, net lese, oder bei Betonung der Tatsächlichkeit,
ech don jo schrive (wie es befohlen ist), oder bei einer Reihe von Zeitw.:
mer d. höck (heute)
noch ēje (eggen),
dann säne (säen)
on och noch fodere (füttern); dann auf die Frage:
Wat dehste do? Ech d. schrive Rip, Allg. — In Geb., wo das Prät fehlt, also im Rhfrk u.
z. B. im Mosfrk wird der
Konj. des Prät. durch
däht (u. an der Saar
gäng) ausgedrückt:
die dähten de Fengere dernoh lecken bes an de Eleboən; en diht och ger ebbes Guts esse, äwwer en hot neist; er sat (sagte),
er däht de Schuh wichse Rhfrk, Mosfrk; auch wo das Prät. geläufig ist, ist die Umschreibung des
Konj. durchaus üblich;
ech däht dir gern dat gen, wenn ech et selver hätt (han däht) Rip, Nfrk;
Vader säht, dat ek et döwen dei Klevld. — γγ. bei Spielbezeichnungen:
dehste möt karte, kneggele, krige, oder einfach
dehste möt? Dies auch für jede Tätigkeit,
z. B. isst du mit, gehst du mit spazieren? usf. Rip,
[] Allg.; neben
Fängen, Kneggele, Verstechen (usf.)
d. steht Rhfrk, Mosfrk auch der Genit. des Infinit. in der Form
Fängches, Kleckerches usf.
d.; Grijjelches d. Haschespiel Siegen (sonst Siegld
sein); danach auch:
loss mer Külche don (Klicker in die Grube)! Rip, Allg.; im Klevld (Rees)
van Schlagkatse d. Schlagball spielen;
van Pino d. Verstecksp. (usf.). — δδ. veranlassen;
emes graulen d. (erfähren d.) veranlassen zu erschrecken, ihm Furcht, Schrecken verursachen, einjagen;
änen lofen don ihn in die Flucht jagen
(ant L. d.); enen lachen, schaffen d.; änen gohn d.; se hun dem äs den Hond gedoh stohn; do hatt hen en d. stall (still)
stohn Bitb, WMosfrk, Malm, Schleid, Monsch, Eup, Aach, Selfk, Mörs-Xanten, Altk-Birken
(lofe d.); duə dehn e Klos opklömme liess er ihn aufklimmen Eup-Raeren;
dat Kengk es krank, döich em eje Bett blive Aach-Stdt. RA.:
Mer kan den Esel un (in)
de Kirch d. gohn, awwer net d. beden Daun-Tettschd, Bitb, —
net on et B. d. Prüm-Schönecken.
Dau dähs de Heihner pissen! zu dem, der Unsinn redet Saarbg-Greimerath.
De deit eine Spissruə laupe, — eine Bomoəle (Baumöl)
seike (seichen) bringt einen in höchste Wut Eup.
Die sich net hatte (hassen);
d. sich den en de angere gapen (gähnen) Heinsb-Höngen.
De Nuət (Not)
deht de Esel lofen Schleid, —
trappen Monsch, Aach. — εε. in der Wend.:
d. et mir ‘gib es mir’, wobei der Infinit. weggelassen ist
(do et mir gen, lihne); d. mir en Pond Salz! beim Händler;
doht mir e Glas Bier; d. mir enen Daler! leihe mir e. T.;
do kann ech üch noch dat andere metd. Rip, Nfrk, auch WEif (im Klevld nur in der Befehlsform, nie
ene Grosche häbb ek em gedohn, sondern
gegewe);
ech well jet d. etwas billiger lassen SNfrk. — γ. mit allg. Obj.;
et, dat, ebbes (jet, wat), alles nix, vill, meh d. αα. wie
nhd. (auch mit adverb. Bestimmungen);
heə kann et wall, ävvel heə deət et net ist eigensinnig;
ich well et net miəh d. Bitte des Kindes um Vergebung;
of deə dat nu wall düəg (täte);
ich hann et net ger gedoəh es ist unabsichtlich geschehen Aach, Allg.;
he kann et got d. lebt in guten Verhältnissen Rip, Allg.
Ich d. et (dat) neit, en wenn de Bar (Schüssel)
büscht (birst)
! Eup, —
on wann all Katzen Küh würen Waldbr, Altk, —
fer e scheel Perd Trier-Stdt. —
füər en melke Euel (Eule) Waldbr, —
für e Perdche Koəhle (Ladung eines Pferdes mit Kohlen)
! Aach-Stdt, —
fir en blenn Gäss (Ziege),
un wenn se gleich Auen kriet Merz-Wadern, —
för ke Geld in der Welt! MülhRuhr, Allg., —
för Gott weəss wat! Aach, —
för en Pond Zegenbotter, — en P. Klöntges (Zuckerklümpchen)
! Rees-Ringenberg, —
on wannste op e Brett schiesst! Trier, Bitb;
ich don et, on wenn die Gäss em Stall freckt! Birkf, —
un wenn alles bascht! Neuw-Kurtschd.
So damet sei't, sät Hunsmen, freten sech de Bälg deck, driten (scheissen)
grote Häup achter de Schür on freien noch nit an min Döchter Mörs-Neuk.
Roden (raten)
es lechter als (et) selber d. Köln-Stdt.
De Jongen kennen alles beisser, de Auen (Alten)
dönnt et b. Eup-Raeren.
De deht et net lang mieh er wird bald sterben, so schlecht sieht er aus Rip, Allg.
Dat söll ene andere es gedohn han; ene andere dāsch dat net d.; dat däht onder hondert noch gene enen Rip, Allg.
Dat [] deht de nüt (
nöte ‘ungern’) Rip;
dat döht he so gern, dat em de Buck weh döht Lennep-Radevormwald, Allg., —
als en Wolf Heu friss Eusk. Billig.
Wann dat got gingk, däht dat de Pastur Sieg-ODollend.
Wenn mer dat deə ganze Dag deht, würd et Oəvend das ist eine langwierige Arbeit Kref.
Wenn du dat lang deihs, kannste ault werden Mettm-Haan, Verbr.
Dat es gau (schnell)
geseit, ävver schwoər gedohn MGladb, Erk, —
hōs gesaht un schlech g. Köln-Stdt.
Der hät dat mir necks dir necks (sehr schnell)
gedohn Rip, Allg.
Dat donnt se te Köllen auch Entschuldigung für ein Tun Sol.
Dat ein mutt me d. un dat annere ni loten MülhRuhr.
Ebbes (jet, wat) gedohn krieən etwas gemacht bekommen, fertig werden mit der Arbeit, zu Ende kommen Bitb, Allg.;
doə es jet ze d. ist etwas passiert, das sind Zustände;
et es jet gedohn! Stossseufzer bei einer ärgerl. Tatsache;
et es jet ze dohn en der Welt Klage der Entrüstung über ein Ereignis;
et ös net ze d.! unfassl., unbegreifl., nicht zum Aushalten;
de ös su domm (udgl.),
als et ze d. ös; wann et ze d. wör wenn es erforderl. wäre Rip, Allg.;
wat as nummen (nur)
ze d.? was ist eigentl. geschehen Trier;
drop usjohn für jet ze d. es auf etwas abgesehen haben Eusk-Dirmerzh;
jet op seng ege Fūs (Faust),
op got Glöck d. auf eigene Gefahr, auf gut Glück Rip, Allg.
Mer deht och alt jet, wat mer nit giər (gern)
deht Grevbr, Allg.
He hät wat gedohn of he well wat d. durch Frommtun etwas verdecken Duisb.
Wat den deiht, dat d. onner Honnert noch nit einen MülhRuhr, Allg.
De wēss, wat he deht handelt folgerichtig;
jeder moss wesse, wat e deht, — wat e ze d. hät; säs de mir, möt wem du gehs, da wess ech och, wat de dehs; wann ech wöss, wat ech net wess, dann wöss ech, wat ech däht Rip, Allg.
Wenn en Gēt (Ziege)
net wett, wat se d. sall, geht se kapott SNfrk, Rip.
Wat mer selber deiht, dat es gedohne selbst ist der Mann Eup, Schleid.
Fullke (Faulenzer)
tällen ömmer op, wat se gedohn häbbe Mörs-Rheinbg.
He deht, wat e kann Rip, Allg.;
wer deht, wat e kann, de ös wert, dat er lef Rip, Nfrk;
de deht, wat e einem an de Oge afsenn kann Rip, Allg.
He deht, wat e wellt SNfrk, Allg.;
we Mēster es, deht, wat he well SNfrk, MülhRuhr, Dür;
we deht, wat e well, de deht döck (oft),
wat e net soll Bo-Dransd;
donn, wat de wells, dann wördste och net jeck! MGladb.
Et kömmt net drop an, wat mer deht, ävver wahl, woröm mer et deht Rip, Allg.
Ech d., wat e Perd för de Spoəre deiht was ich kann Eup, —
fer de Hawer duht Trier-Stdt;
he deht dat für en Appel un e Ei für geringe Belohnung Rip, Allg., —
busse Düvelsdank net Aach;
dat ös för de Ape (Affen)
gedohn zwecklos Ess.
Do hos e Befehl wie en Hohn, wat de befiehls, dat moss de selwer d. Wittl (
s. weiter unter
Huhn);
met nem Här steht et gott, de, wat hei befehlt, selwers düht Dinsl-Sterkr.
Wat sall me seggen, wat s. me d., pess me en de Hosen, löp et en de Schuhn; pess me donewen, dann höben andere Lüt en grot Lewen Mörs-Neuk.
Wat sall men d.? Leər (Leder)
eten on kacke Schuhn, dat lött sech schwörlek d. Emmerich.
On wat es dor te d.? Übergangssatz in einer Erzählung Geld.
Wat donnt alle Lüt teglek? einen Tag älter werden MGladb.
Me moss net alles op eəmol d. welle Aach, Allg.;
he kann [] alles van min gedohn häbbe Klev, Allg.
Es alles gedohn, dann könne mer nom Bett gohn Dür-Ellen.
Sag nit alles, wat do weiss, gläuf nit a., wat do höösch, dunn nit a., wat de kanns Köln-Stdt.
Ene Doun-alles einer, der die niederen Dienste verrichten muss Grevbr, Neuss, MGladb, Kref, Mettm, MülhRh, Meis.
Dat es e Weər (Wetter),
do bruch der Jong necks te d. wenn es stürmt u. regnet Grevbr;
mach dir neist ze d.! mach dir keine Sorgen darum; nur keine Einbildung, das fällt mir nicht ein Goar, Allg.
He deht noch necks, wenn öm ose Herrgott wat säit Mörs-Xanten.
We nicks te d. hät, mäckt sek wat te d. Elbf, Allg.
Jan, wat dühste? Ek düh necks; Pitt, on wat d. dou? Ek help Mörs, Nfrk;
de ene döht nicks on de angere hölpt em noch dobi Barm.
Mer han vill ze d. viel Arbeit, unser Geschäft hat viele Kunden u. der Verdienst ist gut Rip, Allg.
Wər vill weiss, de v. deiht, besser, dat mer mössig geiht Köln-Stdt.
Gode Welle deiht vill, ävver nit alles ebd. Wen mehr düht, as hei kann, den ös en Schop (Schaf) Mörs.
De deht och en zweien Dag mih wie en enem der Träge Rip, Allg.
De hat m. ze d. wie Honn bei Hoff Kobl. — Mit zu ergänzendem allg. Obj.: die Krähe
deht quak Gummb-Nümbrecht;
et es gedohn es ist aus, fertig;
wie ech en et Theater kom, wor et (at) g. war die Vorstellung schon aus;
vür hant öm zwei Uhre g. um zwei Uhr sind wir fertig, haben wir Feierabend;
et ös gedohn domöt es ist aus;
hen hät g. dermöt ist damit fertig;
et hät bald g. es ist bald aus;
hen hät b. g. er muss bald sterben;
et Löje (Läuten)
hät g. hat aufgehört;
mir hänt op dem Stöck g. NRip, Nfrk;
et es g.! rufen die Kinder, wenn sie sich versteckt haben, zum Zeichen, dass mit dem Suchen begonnen werden kann Trier, Bernk, Zell, Koch, Kobl (deshalb et
Geduhnzigspiel Trier-Cordel);
et hot g. mat em es ist zu Ende mit ihm;
dat soll doch der Deuvel g. sen! das will ich doch wissen Rheinb-Lüftelbg;
g. maken das Vieh füttern Mörs.
D. liəhrt Übung macht den Meister MGladb, Kemp, Kref.
Sage on d. es tweierlei MGladb, Erk, Köln-Stdt.
Mer moss don för blive ze d. Aach, —
dat mer och am d. bliv muss so handeln, dass man auf der Höhe seiner Leistung bleibt, muss nach seinem Stande leben Dür-Geich.
Dou un d., dat sind er ouk twea MülhRuhr.
De schafft on däht o mecht, o kennt doch op kä greinen Zwäg Merz.
Do wor ek d. on lotes met war damit sehr gut bekannt Mörs-Friemersh, Neuk.
Gau (rasch, blott, sihr, vill) gedohn en got g. kann net emmer tesamegohn Nfrk, Bergh, Sieg, Neuw-Datzeroth,
dat kann schlech tesameg. Mörs, Geld, —
kann et (nicht)
op enem Wage g. Erk-Immerath.
Wohl gedohn, vill g. Trier-Stdt.
Jeddermann gott gedoə en es nömme reəht g. Aach.
Gedohn es g. Rip, Allg.;
en hav gedoəhnə! u. damit genug Eup.
Jong gewännt (gewöhnt),
ault gedonn Sol, Allg.
Besser gereut äs gedonn Sol, Erk, MGladb. — ββ. in bes. Bed., etwas t., sich verfehlen, etwas anstellen, sich gegen einen unhöfl., herausfordernd benehmen, Schaden, Unrecht zufügen;
dat dehs dou nit noch ens; wenn dou dat noch ens dehs, dann hau ech dech ēn Kemp, Allg.;
he hat mech jet gedonn; d. em mar ens jett!, dou dehs em nicks! Kref, Allg.;
weə döm jet deəht, krit et met mich [] ze d.! Aach, Allg.;
domm mer nicks, ech donn dir och n.! Bergh, Allg. RA.:
De deht och kenem (dude) Kätzche jet so harmlos ist er Sieg, Köln, Geilk, Kobl, —
käm (dore) Hinkel ebbes Rhfrk, Kobl, —
käner Maus wat Altk-Herdrf.
D. mir nicks, ich ben allein! Köln-Rodenk.
Darr is āch: kumm her un deih mer neist? gesagt, wenn jmd. einem andern etwas anbietet, dann aber in irgendeiner Form zu verstehen gibt, dass der andere möglichst wenig nimmt od. überhaupt verzichtet Simm. A.:
Es et all tihn Uhr? B.: Die donnt dich nicks! wenn die Zeit längst vorbei ist Kref-Linn.
De deht et dich ist dir über, bezwingt dich Kemp-Boish;
he hät et em gedonn ihn bezwungen Sol.
Du kanns mech ens jet angersch d.! abschl. Antwort Erk-Bellinghv.
Wat dau nit willst, dat mer dir deht, dat duh āch dem annern net Rhfrk, Allg.
Wie mer enem deht, su et enem geht Rip, Allg. — Bes. zu Kindern:
Su jet deht mer net, — darsch mer net d.; ne, wer wüərd dann su jet d.; deht mer dat; es dat jet gedohn, sech su ze zänken? Rip, Allg. RA.:
Kind, dat moj (musst du)
niet d., van de Kausse (Übersocken)
kömmt me in de Schuhn! Klevld. A.:
Jong, mar J., wat häs du gedohn? B.: Wat dann? A.:
Häs Vader on Moder en't Bett lote stohn, — häs de Kuh de Stert afgeschneən on V. on M. necks metgegewen! Mörs-Schwafh. — γγ. mit einem (etwas) t.;
möt dem dehste noch lang net, wat de wells; wat d. ech met dem? wie beschäftige ich ihn, wie bringe ich ihn weg; das ist eine leichte Arbeit für mich, sie ist schnell getan Rip, Allg.;
ich d. jet met üch ich will Ihnen die Ware billiger lassen Aach-Stdt;
hea well neist mat him te d. han keine Gemeinschaft mehr haben Bitb, Allg.;
met dem hät mer (hant de Lü) nich gern te d. OBerg, Allg.;
do well ech ken D. metten han Sol, Allg.;
do wäss mer, bomet mer ze d. hät Kobl-Bend, Allg.;
dat (Weib)
hot met alle Leire (Leuten)
se d. sie ist zanksüchtig Hunsr, Allg.;
et met der Angs ze d. krije Rip, Allg. RA.:
Jeder hät genog met sech ze d. Rip. Allg.
Wer sech mat Kannern (Kindern)
ofget, hat domat ze d. man muss sich nicht in die Angelegenheiten von Kindern mischen Bitb, Allg.
Do kret er et met enem Geck ze d.! der lässt nicht mit sich spassen Dür, Jül, Aach, MGladb, Erk.
All Legt (Leute)
se gut, wo mer neist mot hen zu d. hat Prüm-Ihren.
Dau dehst met enem, wie de Katz met der Maus Daun-OBetting.
Ich well lever men Herrgott als met singe Hellige ze d. han Köln-Stdt.
Gott sei Dank, dat ech domet nicks ze d. han, sat de Jong, do sohch he, wie sich zwei Höng besse Grevbr, —
do betten sik twee Kraən Ess.
Wenn du net met der Höll ze d. has, dann geht et got Monsch-Rurbg. —
De hät et ens möt sengem Mädche gedonn sie beschlafen
et hät ze d. met dem N. das Mädchen hat sich mit ihm vergangen Rip, Allg. —
Wat d. ek met dem Grawen (met der Spillerei usf.
); dat es jo nicks dieses bisschen Umgraben, das ist doch eine kl. Arbeit OBerg, Allg. — δδ.
sich jet ze gou (gute)
d. sich ausnahmsweise einen Leckerbissen gönnen, sich laben Aach, Rip, Nfrk;
do hant ver es eəl ouch jet des Goue gedoəhne Eup;
he deht kenem Kengk (Kind)
jet te Led MGladb, Allg.;
he deht et em ze Lef (Liebe) Rip, Allg.;
der deiht sech net genog er spart
[] am Essen Neuw-Steimel, Allg. — εε. mit pers. Subj.;
einer et d. coire Allg. — Subj.
et u. sachl. Subst.;
et deht et es geht, es genügt;
et deht et net reicht nicht zu, klappt nicht;
dat deht et nur noch ēs das zieml. abgetragene Kleid tut's nur noch einmal;
ne Grosche Drenkgeld deht et och; nä, dat deht et net, dat es ze winnig, winniger wie zwei kannste net gevve; en Stond könnt et och dohn; dat sall et wal dohn; et deht et knapp; dat deht enem vill hilft viel;
dat deht necks schadet nichts Rip, Nfrk.
RA.:
De Kar allēn deht et net, der Bom och net, ävver beds durēn zur erfolgreichen Arbeit gehört zweierlei: gute Arbeitskraft u. gutes Geschirr MGladb.
Dat säs de at gott, dat sou et at d. das will ich wohl glauben Aach-Stdt. — Subj. sachl. Subst.; Wirkung haben;
Medesin, die düht et niet, on wat Win alle Dag, den kann et ok allēn niet d.; sörg liewer, dat hej alle Dag en düchtig Stöck Fleisch krig! Mörs, Allg. Gedeihen;
den Flāss (Flachs)
deht et hei net miəh; die Zort Erdäppel deht et em Lehmboddem got SNfrk, Allg. —
Dat deht et das ist der Grund Rip. — ζζ. mit sachl. Subj.; eine Empfindung verursachen;
dat (Esse) deht em got; die Zäng (Zähne)
d. em wih; wie deht dat?; wie d. de Schläg? bes. auch zum Ausdruck der Schadenfreude;
dat (die Schläg) d. em got; dat deht der nüs, dat de erengefalle bös! Rip. — δ. Obj. die Kosten, die einem verursacht werden, Preis einer Ware, das Gewicht;
wievill (wat) deht de Botter (udgl.)?
Et deht noch kene Daler, de Met (Miete)
deht 80 Mark; et deht noch ken zwei Stond es macht noch nicht zwei Stunden;
ne Frang deəht 7½
Grosche Rip, Nfrk;
he deht hongert Pongk wiegt 100 Pfd. SNfrk. — Einbringen;
meine Mann stecht et Iweg Licht (in der Kirche),
et deht os at den Olleg (Öl) Daun-Neroth, u. so Allg. — Ausmachen, helfen, nützen, in negat. od. Fragesätzen;
et deht nüs es hilft, nützt nichts, es schadet nicht;
wat sall dat dann d.? Rip, Allg. — ε. Obj. Wirkung des Tuns, durch
Adv., durch Vergleichssätze od. präpos. Best. ausgedrückt. αα. modales
Adv.;
er duhts nit annersch will's durchaus so haben; bes. beim Aufdrängen von Wohltaten, bei Forderungen usf. Saargeb., Allg.; meist in der Bed. sich stellen, gebärden;
d. net esu! stell dich nicht so, gib dir keinen falschen Anschein, du bist nicht so reich, so fleissig, wie du dich rühmst;
he hät arg gedohn, wo seng Frau gestorve es; de Flege d. su arg; he deht (su) falsch, klok, rich, bang, frech, jongk, söss (schmeichelnd),
gruss (prahlerisch),
fing (fein, vornehm, schmeichelnd) udgl. Rip, Allg.
He düht so fin (fromm),
as wenn hej van Dag en den Himmel köm Mörs.
We schün deht, es sch. Tugend macht schön Sieg-ODollend.
De es ze domm für dut ze d. Dür, Aach.
De deht wie ne Kreger so wild, —
wie verröck (net geschēt, geck, ne Dolle), — wie en Dier em Pötz (Brunnen),
wat net eruskann arbeitet mit Hast, ohne zu rasten Sieg, Rheinb, Altk-Horhsn.
Mer muss d. wie de anner, da geht et enem och wie de annern Prüm, Bitb, Monsch.
Wie me deht, suə et enem geht Selfk, Allg. — Ohne
Adv.;
he ös net esu, wie e deht; ühr dot su lang (stellt euch reich),
bös et ophürt; hüər emol, wat e deht (prahlt);
der kann ävver doch luter d., dat mer mēnt, []et wör esu; de Hond (et Perd) deht gebärdet sich wie toll;
de Hönn han ävver düs Nach gedohn; wat de Flege d.! wie sie stechen, schwärmen;
de hät doch gedohn geschimpft u. Krach geschlagen Rip, Allg.;
mach der nüs ze dohn! stell dich nicht so, mach dir keine Hoffnungen Rip, Nfrk.
Ühr dot jo öm die paar Pennek, mer mēnt, ühr könnt nit mih levve, — öm dat Wech (Kind),
mer m., et söllt bal sterve Rip, Allg. — Auch refl.;
de däht sich ger deck (gross) er prahlt;
dodrof däht er sech deck Saargeb, Mosfrk, Rip, Nfrk, —
sech geər ene Decke Aach, —
breit MülhRuhr-Styrum.
Dau kanns dech (Dat.!)
jet d.! machst ein Getue Kref. — ββ. durch Vergleichssätze;
die d. jo, als wenn se am Verhongere wöre; du dehs, als wenn et net opging dein Vermögen nicht draufginge, —
als wenn du mech opfresse wölls, — als wenn et dir an de Krag geng, — als wennste ose Herrgott bei de Föss hätts (so fromm)
; nu doht, als off ühr zo Hus wört, — als of ühr nicks gesehn hätt, — als of nüs gewés wör (usf.) Rip, Allg.;
he düht, as wenn hei de ganze Welt twenge kos, — as wenn hei bej ene Graf enne Wieg gelegen hät Klevld;
de deht grad, als wenn e op Grommertzhuəve wür lebt über seine Verhältnisse Grevbr-Bedburdyck;
du dehs jo, als wenn de met dem Denge verhirot wörsch als wenn es dein Eigentum wäre Bergh-Glesch. — γγ. mit
Adv. u. präpos. Bestimmungen;
enem jet dard. klarmachen, beweisen;
he konnt manchmol ene ganz Gelongene (Witz)
d. Rip. Berg;
et duht dor es reicht, genügt Trier;
ek kann dor necks an d. nichts dran machen, den Grund, das Ergebnis nicht ändern Mörs, Allg.;
eich d. der ebbes druf! abschl. Antwort;
do kannst de neist druf d. das kannst du nicht ändern, nichts drum geben;
drop dönnester! Ruf im Klickersp. der es dem Rufer gestattet, seinen Wurf zu wiederholen, wenn er zu weit geschossen hat Mettm;
dropdonnes! Grevbr-Wickrathbg;
men mot et derno d., dät de Kerk medden en het Dorp blifft (udgl.) Selfk, Allg.;
hen hät nicks dorüəver te d. es ist ihm gleichgültig SNfrk;
et wor dröm te d. beinahe, fast Kemp;
die d. et drüm (üm en) wetteifern Gummb;
nicks dröm ze d. han sich keine Gedanken über etwas machen Neuss, Allg.;
ich hon em schun devor gedohnt, dat e so ebbes nit meh duht künftig wird er es bleiben lassen, er ist versorgt Rhfrk;
darzod. sich beeilen, anstrengen Rip. Allg.;
du bes ene Schweinnickel, wo mer dech herdeht Rip;
de deht sech (Dat.)
jet eraf verzehrt viel Dür-Pier;
ebbes inned. bemerken, wahrnehmen Saargeb.;
et mag ener wiəte, wo die et van donnt wo die das Geld hernehmen SNfrk, Allg.;
he kann et möt malleke (manchen)
üəverd. aufnehmen MGladb, SNfrk. —
Enem jet an de Hangk (Hand)
d. auf ein Geschäft aufmerksam machen u. ihm behilfl. sein, es abzuschliessen Berg;
ümmes wat an de Bein d. dass. Ruhr;
sich jet an et Herz d. nach Ermattung sich stärken Aach-Breinig;
die hon viel an de arme Kinn gedohn Rhfrk, Allg.;
an de Erd d. das Feld bestellen Waldbr-Rosb;
an Dag d. sich merken lassen, offenbar werden lassen Birkf, May-Kollig;
der deiht jo of dat Feld er will bei der Versteigerung unbedingt das Feld haben Altk-Horshn;
hei düht in Ellewar hat einen Tuchhandel Klevld;
övver [] nicks jet te d. han gleichgültig sein MGladb;
um den as et ze d. er wird vom Missgeschick verfolgt Prüm;
dat es für de Jeck (de Katz) gedonn umsonst Köln, Rip;
et es öm net ze d. för de Frau, die he traut, nä, för de Pennenge van die Frau Aach;
enem für jet d. od.
dofür mosste jet d. ihm von einer Krankheit helfen;
he däht et tem (zum)
Garden erén ging in den Garten (udgl.) Sol, Mettm. — ζ. mit äusserem Obj.; mit prä
d. Bestimmungen. αα. mit
Adj.;
et Ferke dut d. notschlachten Monsch, Bo, Sieg, Köln, Aach, Heinsb;
de Düər (udgl.)
oəpen d. öffnen Nfrk;
wat voll d. ein Gefäss füllen Allg. (u.
machen) (mit innerem Obj., etwa seine Pflicht erfüllen Klevld). — ββ. ein
adv. od. präpos. Ausdruck; etwas (einen)
fort-, weg-, dannen-, hem-, dar-, dran-, derbei-, dervan-, derzo-, her-, heraf-, eran-, erop-, erus-, eröm-, eronder-, hin-, usenander-, userēnd. usf. Rip, Allg.;
de ka jet (
Schnedden)
fortd. viel verzehren Rip, Allg., —
sei Däl wegd. Simm, Allg. —
viel dannend. Wittl, Allg.;
häste wat drgén (dagegen),
dann dou et drfor dannen! Gummb-Wiehl;
sech vill Schneə (Schnitten)
erend. viel verzehren Eup;
ech wees net, wo ech dech (dat) hind. soll du kommst (das kommt) mir bekannt vor Rip, Allg. —
De Käuh op de Wei d. Gummb, Allg.;
heite Döker op et Lif d. Sol, Allg.;
doht noch jet op de Hop (Haufen)! MGladb, Allg.;
de kann evver jet bei sich d. viel verzehren Rip, Allg.;
an de Müll d. zum Mahlen;
de Sau nom Bier (Eber)
d. Rip, Allg.;
ebbes inner Dach d.; änen vir de Dir d. Mosfrk, Allg. (u. ä.). — b. refl. α. mit pers. Subj. u.
adv. (präpos.) Zusätzen;
den däht sech net (zu) tut sich nicht weh bei der Arbeit, strengt sich nicht an Bitb, Prüm;
hen wēss net, wor hen sech deht wo er hin soll (vor Atemnot etwa) Wittl;
sech fortd. sich wegbegeben, –stehlen Allg.;
sek strikes d. dass. Gummb-Bielst, NBerg;
sech derdurd. dass. Berg, Rip;
en duht sich drom macht sich darum sehr zu schaffen Trier;
sech dervand. sich etwas abgewöhnen Eup;
sech erusd. körperl. zunehmen, wachsen, wirtschaftl. vorwärtskommen; sich putzen; sich wichtig machen Rip, Allg.;
sech erend. sich einschmeicheln Eup;
sech eromd. sich in der Welt umsehen, sich viel bemühen, um etwas zu erreichen;
sich gut d. in guten Verhältnissen sein Rhfrk, Allg.;
sech op hēm an d. nach Hause gehen Berg;
us et Geschäf d. das Geschäft aufgeben Aach;
sech bei eine d. sich einschmeicheln Eup;
sech dörch den Damp, den Dau, de Kord, de Lappen, de Riser, de Weng (Winde)
d. ausreissen, flüchten;
sech langes de Schull d. die Schule schwänzen;
sech en et Bett d. zu Bett gehen Berg;
hen hot sech ant Döppen gedohn wenn einer sich unfreiwillig verrät od. ein Selbstgeständnis macht Trier-Karths;
sich zu der Ärwet d. mit der Arbeit beginnen, sich einer unangenehmen Beschäftigung fügen Merz. — β. mit sachl. Subj.;
et (der Ärbet udgl.
) deht sech lēch (got, net g.) die Arbeit ist leicht (usf.);
dat deht sech kolleg ist nicht leicht zu tun LRip;
et es sich jet gedonn! was sind das für missliche Zustände Jül;
et deht sich at es geht an, es genügt Rip, Allg.;
et duht sich drom es stimmt, fast genau,
z. B. beim Wiegen Trier, Allg.;
et däht sich dezu allem Anschein nach geht es;
et däht sich näs dezu man sieht noch nicht,
[] dass es gelingt Merz;
dat werd sich erausd. offenbar werden WMosfrk. — 2. infinite Formen mit besonderer Anwendung. a. Infinitiv. α. in der Wend.:
Dat es (mer) än D. ein einziges T., einerlei, gleichviel, gleichgültig;
dem es alles än D. Rhfrk, Mosfrk, Siegld, Berg, Kref, Kemp;
da's alles ein Dönns un Dunn Köln-Stdt;
der schwätz su än D. langsam, gleichgültig Neuw-Rengsd.
Der Fulch (Faulenzer)
kemmt alt emol a ainem, awwer der Aidoh (vollständige Gleichgültigkeit)
darf net a ainem komme Siegld. — β.
van d. häbbe nötig haben;
dat häbb ek (niet, grot) v. d.; ek häbb den Märge gene Koffi v. d.; dat es gar niet v. d., wat gej do düht; et es grot v. d., dat de Kolrabe geschuffelt werde Klevld, Kemp, Heinsb;
ija, Jong, doə kalls du v. d. Einleitung zu Gesprächen, du hast gut reden Kemp. RA.:
Ene grote Ärss (Arsch)
hät en grote Bocks (Hose)
v. d. Mörs.
Wi niet spart in den Tid, den hät ock necks, as hei et v. d. hät Mörs, Allg.
He süppt wie e nöchter Kalf on hät gene Fenger v. d. Geld-Leuth. — γ.
subst.;
dat es ēn (ein einziges T.) geht in einem her Allg.;
möt dem han ech ken D. habe ich nichts zu schaffen;
doə woər gen D. dran da konnte nichts helfen SNfrk;
dat sall wahl en D. sen! ein merkwürdiges Beginnen. —
en övvel D. ein Wagnis Rip, Nfrk;
en D. eine Szene wegen einer Kleinigkeit;
mer küt us dem D. (aus der Arbeit)
nit erus Rip, Allg.;
di Nobbere sind nit ärg ent D. (u.
ent Donnde) leben nicht in Freundschaft Kemp;
öm den D. etwa um jene Zeit Mörs;
en groten Kerl, en starken K., en K. van minem Dauhn von meiner Natur Wippf-Klüppelbg. —
Wat Dohns es los was geht vor, was wird da gespielt;
dat es senges (menges, denges) Dohns net das tut er nicht, ist nicht seine Art, gefällt ihm nicht Rip, Allg. —
Dohns Getue; so e D. zu mache Siegld, Koch;
dat es ke Dohns gehört sich nicht Mü-Eif. —
E gruss Duhns grosse Feierlichkeit, Getue Simm, Goar, Koch, SONeuw, Schleid-Reifferschd. — b.
Part. α.
Part. Prä
s.;
ech ben de ganze Märge dounde; häbbe se all geəte? Se sen dounde WSelfk;
alldonder lihrt me Übung macht den Meister Eup;
donnde l. m. Kemp-Waldniel;
dounde Heinsb-Millen;
alldohns Schleid, Monsch, Aach;
an et dunnden sin so recht im Gange sein Mörs-Neuk. — β.
Part. Perf.;
he es got (net g.) gedohn (nicht) gut aufgelegt, gelaunt Neuw, Sieg;
met dem ben ech got g. gut Freund WDür, Jül;
ongedohn sen schlecht gelaunt sein Neuw, Sieg, Kemp-Bistard; ungeduldig;
wat beschte so u.; en u.ər Minsch Saarl, Merz;
undǫh zerfahren, zerstreut Wittl-Cröv. — Abl.:
die Dohnerei, dat Gedohn(s) (
s. Getüne).