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Ábbrúch

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Ábbrúch

Bd. 1, Sp. 15
Der Ábbrúch, des -es, plur. die -üche, von dem Verbo abbrechen, in einigen figürlichen Bedeutungen. 1) Die Handlung des Abbrechens, so wohl in der eigentlichen Bedeutung, besonders in den Bergwerken, als auch in den uneigentlichen des Abzuges am Preise, am Gelde; ohne Plural. Ich muß ohne Abbruch bezahlet werden. Sich Abbruch thun, sich an der Nothdurft und am Vergnügen etwas abbrechen. In den Marschländern bedeutet Abbruch, Nieders. Afbrake, Afdrang, das[] Wegspühlen eines angesetzten Landes oder Ufers durch die Wellen oder den Strom. 2) Dasjenige was abgebrochen ist, besonders in den Bergwerken, ingleichen in den Marschländern, ein von dem Wasser wieder weggespühltes Land; mit dem Plural. Bey den Schriftgießern ist Abbruch das überflüssige Metall, welches über der Form stehen bleibt, und abgebrochen wird. Am häufigsten aber 3) in figürlicher Bedeutung, für Verminderung des Vermögens, des Ansehens, des Rechtes, der Würde, wofür auch das sich weiter erstreckende Nachtheil gebraucht wird; ohne Plural. Einem Abbruch thun. Abbruch an seiner Ehre, an seinem guten Nahmen, an seinem Vermögen leiden. Dadurch geschiehet seinem Ansehen Abbruch. Den Gesetzen Abbruch thun. Zuweilen auch für Schaden, Nachtheil überhaupt. Dem Feinde vielen Abbruch thun. Im Bergbaue ist dem harten Gesteine Abbruch thun, es durch geschickte Mittel brechen. Anm. Das Beywort abbrüchig, könnte allenfalls etwas bedeuten, das sich leicht abbrechen läßt. Allein, wenn es einige für nachtheilig gebrauchen, so ist das völlig wider die Natur der Beywörter auf -chig. Eben dieses gilt auch von unabbrüchig.
1588 Zeichen · 21 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ábbrúch

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Der Ábbrúch , des -es, plur. die -üche, von dem Verbo abbrechen, in einigen figürlichen Bedeutungen. 1) Die Handlung des…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Abbruch

    Goethe-Wörterbuch

    Abbruch zu abbrechen 3; meist ‘A. tun’: schaden Wir tuhn ihnen brav A. .. wo sich einer zu Nah wagt. Blaf liegt er 39,11…

  3. modern
    Dialekt
    Abbruch

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Abbruch Band 3, Spalte 3,514f.

  4. Spezial
    Abbruch

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ab|bruch m. (-[e]s, ...brüche) 1 (Abreißen) demoliziun (-s) f. 2 desfata (-tes) f. 3 ‹fig› (jähe Beendigung) interuziun …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit abbruch

17 Bildungen · 16 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

abbruch‑ als Erstglied (16 von 16)

Abbruchbrett

PfWB

abbruch·brett

Abbruch-brett n. : ' Brett, das in der Windmühle den Abbruch nach unten leitet ' [ BZ-Albw ].

Abbruchchalb

Idiotikon

Abbruchchalb Band 3, Spalte 219 Abbruchchalb 3,219

ABBRUCHFIRMA

DWB2

abbruch·firma

ABBRUCHFIRMA f. : 1955 weil .. mit einer abbruchfirma der abbau des pavillons vereinbart war börsenbl. Leipz. 812. Braun

ABBRUCHKAUF

DWB2

abbruch·kauf

ABBRUCHKAUF m. : ⟨1930⟩ ob man den abbruchkauf nicht rückgängig machen könne G. Hauptmann ausgew. prosa 4,302 M. Braun

ABBRUCHMATERIAL

DWB2

abbruch·material

ABBRUCHMATERIAL n. : 1956 abbruchmaterial zu verkaufen, bretter, riegel, fenster, türen süddt. ztg. 117,15. Braun

ABBRUCHOBJEKT

DWB2

abbruch·objekt

ABBRUCHOBJEKT n. : 1961 zu verkaufen in Rapperswil abbruchsobjekte n. zürch. ztg. ( 27.4. ) bl. 25. Braun

ABBRUCHREIF

DWB2

abbruch·reif

ABBRUCHREIF adj. : 1934 Duden 2 b . 1957 die situation mancher häuser erscheint verzweifelt, sie sind abbruchreif natur u. heimat 105. Braun

ABBRUCHSIEGER

DWB2

abbruch·sieger

ABBRUCHSIEGER m. ( zu abbruch D 1 ): 1954 N. wurde nach dem dritten niedergang ( des gegners ) in der 2. runde abbruchsieger sportecho 23,3.…

Abbruchspelz

PfWB

abbruch·spelz

Abbruch-spelz m. : ' Abfallspelz '. a. 1661: für 1 Malter A. 20 albus [KL-Ottb ( Knapp 58)].

ABBRUCHSTAG

DWB2

abbruch·stag

ABBRUCHSTAG m. (abbruch A 2): 1926 fast- oder abbruchstage Koeniger kirchenrecht 344. Braun

abbruch als Zweitglied (1 von 1)

Nahrungsabbruch

DRW

nahrung·s·abbruch

Nahrungsabbruch, m. I Beeinträchtigung von Handel und Gewerbe privilegium, welcher maßen uff eine meyle weges kein schumacher sich setzen [d…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „abbruch". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/abbruch/adelung
MLA
Cotta, Marcel. „abbruch". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/abbruch/adelung. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „abbruch". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/abbruch/adelung.
BibTeX
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