widerhall,
m. , '
echo'.
seit dem 14.
jh. (
s. u. 1)
belegbar. in wbb. gibt widerhall
meist echo
wieder, zuerst in einem Grazer vokabular v. j. 1474 (
zit. bei Lexer
mhd. wb. 3, 837).
gern neben synonymen: wiederhal
oder wiedergalm
echo, voc. theut. (
Nürnberg 1482) oo 1
a;
echo widerton, widerhall in einem wald oder tal, so einer schreyet vnd die stimm das letst wort allweg widerhält oder äferet Frisius
dict. (1556) 457
a;
ἠχώ,
echo widerhall Frischlin
nomencl. (1586) 80
a; widerhall, widerschall
echo Hulsius-Ravellus
teut.-frz.-it. (1616) 410
a;
echo der wiederhall
oder wiederschall Kinderling
reinigk. d. dt. spr. (1795) 168. —
in älterer sprache begegnet widerhall
mehrmals mit echo
gepaart: das ist ein lieblicher echo und widerhall G. Albrecht
handwercks zunfft (1631) 134; als spiele der gottselige waldbruder gar oft mit dem echo oder widerhall (1679) Abr. a
s. Clara
w. 2, 207
Strigl (
s. auch dens. unter 1, Harsdörffer
unter 2
und Stranitzky
unter 3); '
der schall also, den man höret, wenn der andere schon vergangen, wird der wiederhall
oder echo
genennet',
onomat. curiosa (1764) 499.
aus gründen der sprachreinigung will Harsdörffer
das fremde echo
durch das deutsche widerhall
verdrängen; s. Hans Wolff
purismus i. d. dt. lit. (
diss. 1888) 70—71.
aus sprachästhetischen erwägungen bevorzugt Lichtenberg
das deutsche wort: '
das wort echo
ist ein höchst einfältiges wort, denn es heiszt eigentlich der schall. eben so abgeschmackt wäre es, wenn man das bild im spiegel licht
nennen wollte. das deutsche wort wiederhall
ist sehr schön',
verm. schr. (1800) 9, 221.
neben dem weniger gebräuchlichen gegenhall (
s. teil 4, 1, 2,
sp. 2241)
wird das wort verzeichnet von Stieler
stammb. (1691) 734
und Kramer
t.-ital. 1 (1700) 598
a,
die also das erste kompositionsglied im sinne von '
gegen'
aufzufassen scheinen. dagegen nimmt Adelung,
der wiederhall
schreibt, die bedeutung '
zurück'
an: '
der zurück geworfene hall oder schall',
wb. 4 (1801) 1534.
verschiedenheit der auffassung und schreibung (wider-
oder wiederhall)
herrscht noch durch das 19.
jh., wobei nach ausweis zahlreicher belege die schreibung wiederhall
sogar zu überwiegen scheint. '
über die frage, ob in wörtern wie widerhall ...
das wider (
gegen)
oder das wieder (
abermals)
enthalten sei, war nie einigung, wird nie einigung sein und kann nie einigung sein' (1876) W. Scherer
kl. schr. (1893) 1, 443.
ein plural widerhalle
ist ungebräuchlich; doch begegnet er des öftern in neuerem schrifttum: ich habe unterschiedliche widerhall gehöret Ettner v. Eiteritz
medic. maulaffe (1719) 693; die stimme der lüge, die in tausend wiederlauten und wiederhallen ... erklang E.
M. Arndt
schr. (1845) 2, 437.
besonders in poetischer literatur: es donnern ferne wiederhalle Cronegk
schr. (1766) 2, 153; wie Mimers quelle droben vom eichenhain mit ungestüm herrauscht, und weisheit lehret die horchenden wiederhalle (1767) Klopstock
oden 1, 25
M.-P. namentlich bei den romantikern: noch singt den widerhallen der knabe sein gefühl Uhland
ged. (1898) 1, 148; wenn erst muth'ge schüsse fallen, von den schönen wiederhallen lasst ihr zart sonette schallen Eichendorff
s. w. (1864) 1, 381; des todten thieres zitternde genossen stehn still, so lang die widerhalle (
des schusses) dauern Lenau
s. w. 142
Barthel. 11)
eigentlich-akustisch, '
der reflektierte hall': wer dar in (
in den graben) schrey, dez selben gal ('
ruf') uz siner tieff tet wider hal (
mitte d. 14. jhs.)
minneburg 98
Pyritz; wo ... der widerhall aus den holen bergen schallet
weish. Salomonis 17, 19; wirt er (
der schnee im gebirge) leichtlich ... durch ein widerhall bewegt, dz er anfacht ein wenig reysen Stumpf
Schweizerchron. (1606) 606
a; auch hört dein ohr zugleich das lied der nachtigall und sucht im fernen fels den rauhen wiederhall Wieland
ges. schr. I 1, 43
akad.; es war ihnen, als erstürbe das schellengeläut ihres schlittens, während der leise widerhall ... immer lauter, immer brausender zu werden schien Fontane
ges. w. (1905) I 1, 138; der widerhall kam zurück von der finsteren mauer Sperl
söhne d. hrn. Budiwoj (1927) 323.
ein attribut gibt den gegenstand an, der den hall reflektiert: (
der donner) von dem echo oder widerhall der bergen drey vnd viermal verdopplet wird Abr. a
s. Clara
Judas (1686) 29; wie angenehm ist doch der büsche stille, wie angenehm ihr widerhall (1734) Haller
ged. (1882) 120; wenn man das fenster öffnet ... und sie (
die besucher) sitzen der stadtmauer gegenüber ..., ist jedes wort durch den widerhall der steine zu verstehen El. Langgässer
d. unauslöschl. siegel (1946) 87.
adjektivisch ausgedrückt: dasz es scholl im gebürg und in dem eichenwald in dem felsichten widerhall Novalis
schr. 1, 249
Minor; die rollenden donner dauern hier (
in und um Marienbad) sehr lange wegen gebirgischem wiederhall (1821) Göthe IV 35, 48
W. andererseits gibt ein attribut auch den laut an, der reflektiert wird: von dem widerhall der stimm Harsdörffer
frauenz.-gesprächsp. (1641) 1, P 6
b; vom felsen tönte der sanfte widerhall der musik Novalis
schr. 4, 200
Minor; vom widerhall dieses lachens erschreckt, blickte er auf Gerhart Hauptmann
bahnw. Thiel (1892) 30; ein widerhall von vielen stimmen O.
M. Graf
unruhe (1948) 363.
aus neuerer und neuer literatur ist die wendung hall und widerhall
belegbar: das hussah schallt', die hörner jubilirten, das ganze thal ein hall und widerhall (1828) Eichendorff
s. w. (1864) 4, 249; das macht, es hat die nachtigall die ganze nacht gesungen; da sind von ihrem süszen schall, da sind von hall und wiederhall die rosen aufgesprungen (1850) Storm
s. w. (1899) 3, 25. 22)
freiere anwendung. man neigt dazu, sich den widerhall personifiziert zu denken: echo, der wilde widerhall will seyn bey diesem freudenschall und lässet sich auch hören: verweist uns alle müdigkeit, der wir ergeben allezeit, lehrt uns den schlaff bethören (1669) Grimmelshausen
Simpl. 24
Scholte; viel heult er (
der satyr) noch unterwegs vom leeren weinschlauch und der doppelzüngichte wiederhall streckt seyn haupt aus dem hohlen ufer jenseits und heult's ihm nach maler Müller
w. (1811) 1, 181; o wiederhall, wo lauschest du, der gern mein lied versteht? Brentano
ges. schr. (1852) 2, 123.
in der mythologie: der widerhal, so eyner inn eynem waldt schreyt, ist gewesen die wolredt junckfraw Echo, welche jetz nit mehr gereden mag, sie höre dann zuvor eynes andren stimm Wickram
w. 7, 146
lit. ver. stimme der Echo: und frau Echo mit ihrem widerhall bekräftigte alles dazu noch dreimal Kortum
Jobsiade (1799) 3, 97; Echo siehst du hier, freund, des Pans gesellin, in klüften hausend, den widerhall giebt sie des lauts, den du singst E.
M. Arndt
w. 6, 53
R.-M. als begriff der älteren reimlehre: der echo oder wiederhall, welcher ... nicht mit gleichreimenden, sondern eben mit derselben wiederholung verfasset wird. eyn exempel sol seyn ... rufft ich ach Jesu! gegen wald, der schnell ach Jesu! gegenschallt. ... ich fragte bald: wer da, wer da? die antwort war: wer da, wer da? Harsdörffer
poet. trichter 3 (1653) 85; eben so wenig werde ich von bilderreimen, sechstinen ..., endreimen, ringelreimen, widerhällen ... und räthselversen regeln geben Gottsched
dt. sprachkunst (1748) 534.
ein hall, der einem vorausgegangenen gleicht oder ähnelt, aber nicht —
wie unter 1 —
durch reflektieren entsteht, sondern von lebewesen hervorgebracht wird: (
das jungfräulein) sang von heller stimme das es in dem garten erklang: die vögel in den lüfften gabens den widerhall (16.
jh.)
bergreihen 111
ndr.; töne, töne, nachtigall! meiner klagen wiederhall Göthe I 11, 292
W.; das echo. der arme böttcher ist gewohnt, den wiederhall seiner klöpfelschläge im keifen seiner ehegenossin zu finden (1800)
bei Göthe I 18, 428
W.; eine aufgeregt klingende fremde stimme schimpft mit dem hauptmann, der nicht minder laut widerhall gibt Karl Grünberg
es begann im Eden (1953) 69. 33)
uneigentlich-bildliche verwendung begegnet oft, doch mit z. t. enger anlehnung an den eigentlichen gebrauch: aber der wiederhall seiner thaten tönt schon an beyden ufern Mastalier
ged. (1774) 72; widerhall der blutschuld musz das ohr der söhne treffen früh oder spät Immermann
w. 16, 314
Hempel; was ist rhytmus? — widerhall der gefühle am groszen himmelsbogen, dasz es schallt Bettine
d. Günderode (1840) 1, 287; wie viele sind ihrer, die auf den nachklang und widerhall (
der neujahrsglocken vergangener jahre) horchen unter dem scharfen schlag der vorhandenen stunde W. Raabe
Horacker (1876) 46.
auch '
gegenäuszerung, stellungnahme',
etwa auf eine veröffentlichung bezogen: in der Berliner zeitung habe ich mit vergnügen einige auf's theater bezügliche aufsätze gelesen, mögen wir dergleichen darin öfters finden. es soll an einem freundlichen widerhall aus süden nicht fehlen (1815) Göthe IV 25, 341
W.; ein widerhall auf meine wenigen veröffentlichungen war bis dahin wohl ab und zu von einem dichter, aber nie von anderen lesern her zu mir gekommen Carossa
führung u. geleit (1933) 168.
widerhall im menschen: o vorsehung — lasz einmal einen reinen tag der freude mir erscheinen — so lange schon ist der wahren freude inniger widerhall mir fremd (1802) Beethoven
s. br. 1, 92
Kal.; es ist doch traurig ohne widerhall in der lebendigen brust, der mensch ist doch nichts als begehren sich zu fühlen im andern Bettine
d. Günderode (1840) 1, 140.
namentlich in der öffentlichkeit, der menge (
s. auch widerhall finden
unter 4 a): Paris ist Frankreich, alle bedeutenden interessen seines (
Bérangers) groszen vaterlandes concentriren sich in der hauptstadt und haben dort ihr eigentliches leben und ihren eigentlichen widerhall Göthe
gespr. (1889) 7, 252
Biederm.; herr von Bismarck kommt aus Frankfurt, wo das, was die rheinbundschwangeren mittelstaaten mit entzücken die differenzen Österreichs und Preuszens nennen, jederzeit seinen stärksten wiederhall und oft seine quelle gehabt hat (1852)
bei Bismarck
ged. u. erinn. 1, 104
volksausg.; das verhältnis zwischen ideenträger und menge. wo der verkünder allein steht, ohne widerhall, da ist er berechtigt zu fragen: ist das, was er als wertvoll ausgibt, nicht ... ein einsamer traum? Nic. Hartmann
ethik (1926) 47.
der ausdruck von innerlichem, geistig-seelischem: aus ihr (
der harfe) lockte er (
David) jezt töne hervor, die ein widerhall seiner empfindungen in leid und freude waren (1783) Herder 12, 205
S.; was Kaspar sprach, schien nur der wiederhall der stillen gedanken auf den gesichtern der andern burgbewohner Alexis
hosen (1846) 1, 301; wir finden in diesem wortschatz (
der Urindogermanen) nicht blosz die einfachsten bezeichnungen des seins, der thätigkeiten, der wahrnehmungen, wie sum, do, pater, das heiszt den ursprünglichen wiederhall des eindrucks, den die auszenwelt auf die brust des menschen macht Mommsen
röm. gesch. (
21856) 1, 15; (
Winckelmann ist) noch nicht in gefahr, von werken des genies im stil von steckbriefen zu reden. seine beschreibungen sind ein wiederhall lernender intuition Justi
Winckelmann (1866) 2, 1, 383. '
das einem andern entsprechende, das gegenbild, abbild' (
doch nicht '
ausdruck'
im sinne der vorhergehenden belege): die liebe aber gegen dem nechsten ist gleichsam solcher vollkommenheit (
der liebe des menschen zu gott) gegenbild oder widerhall Harsdörffer
frauenz.-gesprächsp. 3 (1643) 128; aber gleich wie, vermöge metaphysischer gesetze, Homers einzige griechische Ilias nicht zwey mal da seyn kann, also dächte ich, könnte auch nur ein einziges mal die eine, die höchst getreue, höchst homerische verdeutschung jener, die gleichsam auf der grenze des non plus ultra der deutsche widerhall des griechischen originals wäre, vorhanden seyn Bürger
w. 183
b Bohtz; indem nämlich das, was nach dem laufe der natur, nothwendig eintritt, doch andrerseits wieder anzusehen ist als bloszes bild für mich ... oder auch als bloszer widerschein und widerhall meines thuns und erlebens Schopenhauer
w. 4, 252
Gr. wiederholung, wiedergabe von worten und äuszerungen: und, werd ich ihn erhöhn, so wird aus meinem singen doch nur der widerhall von deinen worten klingen Gottsched
neueste ged. (1750) 45; (Lerma:)mein guter, mein theurer könig — (könig:)könig! könig nur und wieder könig ... keine beszre antwort als leeren hohlen widerhall? Schiller 5, 1, 174
G.; bei einer völligen armuth oder einer freiwilligen lossagung von allen datis der erfahrung ein ewiger widerhall derselben wortschälle, derselben nebelträume (
in der transzendentalphilosophie) (1800) Herder 22, 4
S.; diese äuszerung, die, dem vater vertraulich gethan, nicht anmaszend erscheinen kann, war der wiederhall von dem, was andere urtheilten O. Jahn
Mozart (1856) 2, 66
anm.; Riemers aufzeichnungen sind fast durchwegs ein widerhall Goethe'scher aussprüche
schr. d. Goetheges. (1885) 18, 56.
unter wechselnden gesichtspunkten übertragen auf personen; so im hinblick auf die erscheinung des mehrfachen echos: andere (
dienstmägde) sind beschaffen wie der echo oder widerhall in etlichen steyrischen gebürgen, allwo ein eintziges wort 3 auch 4 mal wiederhohlet wird (1711) Stranitzky
ollapatrida 19, 13
ndr.; von dem, der gleiches mit gleichem erwidert: ich will aber der schwache widerhall seyn, sein höhnisches lobbrieflein kürtzlich zu beantworten Harsdörffer
teutscher secretarius (1656) 1, Aaa 2
a;
in festem gebrauch während des 18./19.
jhs. für den kritiklosen nachsprecher, unselbständigen nachahmer: der freyt ein böses weib (
das immer widerspricht), und mancher statt des weibes nur einen schönen wiederhall Lichtwer
Äsop. fabeln (1748) 86; kenntnisz ... der originalscribenten und derer, die nur der widerhall oder der schatten von jenen sind (1757) Wieland
gesch. d. gelehrtheit 3
Hirzel; kaum ist es der mühe werth ... (
ihn) zu erwähnen, so sehr ist er nur wiederhall seiner vorgänger Ritter
erdkde (1822)
teil 12, 266; (
Zachariä) ermahnt die dichter, nicht immer wiederhall zu bleiben, original und neu zu sein Gervinus
gesch. d. dt. dicht. (1853) 4, 102.
auch konkreta können widerhall
genannt werden: nachtigall, wo ist dein schall? wo, o rose, deine krone, die du trugst beim maientanz? seid ihr all ein widerhall körperlos, ein schatten, ohne wesenheit ein widerglanz? Rückert
ges. poet. w. (1867) 2, 38. 44)
feste wendungen. 4@aa)
stark bezeugt ist die wendung widerhall finden: dasz nichts sich zwischen den einzelnen wesen ereignen kann, bevor sich etwas in ihnen ereignet hat. alle jene äuszerlichen begebenheiten der verknüpfung und trennung werden daher auf einem innerlichen leben der dinge beruhen oder in einem solchen ihren widerhall finden Lotze
mikrokosmus (1856) 1, 53; richtig hat hier schon der herausgeber ... an des Archilochos
τήνελλα καλλίνικε erinnert, das noch jahrhunderte später ... (bei Horaz) seinen wiederhall finde H. Brunn
kl. schr. (1898) 3, 174.
meist in personen. in einzelnen: schnell also meinte er sich überzeugen zu müssen, ob die selige empfindung in ihm vollen widerhall finde im geiste und herzen Marguéritens H. Laube
ges. schr. (1875) 15, 508; vater! ... deine worte sind gut und treu gemeint, aber sie finden in mir keinen widerhall Gerhart Hauptmann
ausgew. dramen (1956) 1, 357; Wedekinds fanfaren für eine neue sexualmoral fanden ... in meinem ursprünglichen empfinden stärksten widerhall Erich Mühsam
namen u. menschen (1949) 235.
öfter in personengruppen, in der öffentlichkeit. akustisches ist mitgemeint: (
der trinkspruch) fand ... einen lauten wiederhall und es wurden alle bekannten vaterlandslieder angestimmt G. Keller
ges. w. (1889) 5, 319;
meist aber fehlt es: ein theaterruf, von welchem es mir selbst sehr zweifelhaft schien, ob er in der lesewelt einen vernehmlichen wiederhall finden würde Müllner
dram. w. (1828) 8, 34; der entschlusz ... hat auch in öffentlichen blättern günstigen wiederhall gefunden Stifter
s. w. (1901) 14, 105; an den höfen fand der freudenrausch des hessischen volkes wenig widerhall Treitschke
dt. gesch. (1897) 3, 63; (
Reynolds) berühmten reden ..., die gerade in Venedig einen merkwürdigen widerhall gefunden haben J. Schlosser
präludien (1927) 131.
neben synonymem anklang: dasz dieses dritte gerücht den meisten anklang und widerhall in der stadt fand, war nicht zu verwundern W. Raabe
s. w. I 6, 435. 4@bb)
des öfteren ist auch widerhall (er)wecken
belegt: dasz er (
Voss) ... von teutonischem widerhall redete, den Müller, Hölty so erweckt haben sollten (1820) J. Grimm
an Lachmann in: briefw. 1, 198
Leitzm.; (
ich) weckte mit der darstellung dieser freudigen genügsamkeit einen widerhall in seiner eigenen, bedürfnislosen seele H. Seidel
Leberecht Hühnchen (1899) 47; es ist höchst merkwürdig, welchen widerhall (
im 13.
jh.) selbst diese wenigen verlorenen töne (
der antike) noch zu wecken vermochten. einige römische bauüberreste am Rhein genügten, um aus ihnen einen höchst bedeutenden neuen typus zu entwickeln Dehio
gesch. d. dt. kunst 1 (1919) 283; die bedeutung (
Jan van Eycks) beruhte auf der innerlichkeit und geistigen sammlung, die Jans gestalten dem alltag entrückt und in der andacht des beschauers einen widerhall erweckt Dvořák
kunstgesch. als geistesgesch. (1928) 143. 4@cc) im widerhall: und zehnfach am gewölb gebrochen wälzt der vermischten stimmen schall sich brausend fort im wiederhall Schiller 11, 281
G.; dort, dort und dort und dorten überall, entlang die waldung, gellt's im wiederhall A. v. Droste-Hülshoff
ges. schr. (1879) 2, 95; jedes wort ... klang laut im widerhall (
im walde) Fontane
ges. w. (1905) I 2, 7.