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Schnupfen

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
21 in 11 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Schnupfen m.

Bd. 5, Sp. 1370
Schnupfen m. : 'Erkältung der Nasenwege', Schnuppe (šnubə) [verbr. außer Südostecke, Bernhard 166 Christmann Kaulb 61 Glass 107 Henn Mda.-Int. 44 Karch Gimmdg/Muttstdt 235 Müller Dietschw 67 Schneckenburger 27, 40, Lambert Penns 138 Krämer Gal 191 Don-Schowe Torscha], Schnupfe (šnubfə) [Südostecke der Pf, Ströhm 45]; vgl. verschnupft; Zs.: Heu-, Stockschnupfen; trockner Sch., Erkältung mit schmerzhaft trockener (schleimfreier) Nase und erschwerter Atmung [LA-Mörzh]; de Huschte un de Sch. han, auch scherzh.: de Huppe un de Schnuschte han [PS-Schmalbg LU-Opp]; sich de Sch. hole [PS-Erfw, mancherorts]. Do kammer sich de Sch. houle [BZ-Dierb]. De Sch. kummt 'Eine Erkältung steht bevor' [LU-Alsh]. De Sch. esch en Kranket [BZ-Dernb]. Ich han der Sch. [ZW-Battw]. Ich hab so arisch de Sch. [NW-Freinsh]. Er hot de Sch. [RO-Sippf, mancherorts]. Mei Nas lääft, ich han de Sch. [KL-Reichb]. Haschde de Sch.? Mer heert's an deim Plaurere 'Ich höre an deiner Stimme, daß Du Sch. hast' [KL-Reichb]. De Sch. nimmt ab 'Die Erkältung läßt nach' [BZ-Dernb]. Die Gripp geht rum, de Schnuppe zwickt [Wilms Land und Lewe 109]. Sie griegge immer der Schnubbe [Buffington-Barba Penns 74, 75, 158]. Ich wääß net, obs Heischnubbe odder ganz hundsgewähnlicher Schnubbe iss! [Damm Dreifaltichkäät 28]. Muscht de huuschte oder hascht de Schnubbe [Kraus Arwed 46]. RA.: de Sch. rieche 'merken, was vorgeht' [Krämer Gal 191]. Wenn einer oft hintereinander niest, sagt man: Ja, ja, Du werscht de Sch. kriehe! (Ankündigung einer Erkältung) [ZW-Battw]. Er hat de Sch. eweg wie de Hannjörg 's Dresche, von einem, der andere gern übervorteilt [KU-Bechb]; vgl. dreschen 1. Er hot de Sch. an eppes (an de Sach) kriegt 'Er hat die Freude an einer begonnenen Sache verloren, er will von einem geplanten Geschäft (nach einem Versuch) nichts mehr wissen' [LA-Wollmh, RO-Sippf LU-Alsh NW-Haßl Spey BZ-Albw GH-Kand Zeisk]. Ich hab de Sch. krigt an em 'Ich bin dieser Sache überdrüssig' [LU-Böhl]. »Hat man gegen jemand etwas, will es ihm aber nicht direkt unner die Noos reiwe, so sucht man auf Umwegen sein Ziel zu erreichen, indem man sich an eine andere Person wendet oder die Sache auf sonstige Weise verschleiert, doch nur so, daß der andere de Schnubbe merkt« [S. Brandstätter in: PfMHk. 7/8/1925 177]. Er hot de Sch. eweg 'Er hat gemerkt, um was es sich handelt, er hat Lunte gerochen' [KU-Schmittw/O]. KR., Kniereiterreim: Ame, die Gääs geht im Same, / im Same geht die Gääs, / die Supp, die isch hääß, / hääß isch die Suppe, / die Kuh hot de Schnuppe, / de Schnuppe hot die Kuh, / vun Lerrer macht mer Schuh, / die Schuh sin vun Lerrer, / die Gans hot e Ferrer, / e Ferrer hot die Gans / un de Fuchs e langer Schwanz, / en Schwanz hot der Fuchs, / dem spring no, awwer flugs [BZ-Hofstätt, HB-Kirrbg]; Var. s. Amen 1. Volksgl.: Fer Schnuppe, riech dreimol in der Schuh 'Gegen Sch. soll man dreimal am Schuh riechen' [Fogel Beliefs Penns Nr. 1611]. Fer Schnuppe, fahr mit em Finger zwische de Zeh därich un riech draⁿ [Fogel Beliefs Penns Nr. 1613]. Un riecht mer drei mol in en Schuh, / Dann hot mer var em Schnuppe Ruh. / Mit Finger därrich die Zehe fahre, / Un dann e wennich rieche draa, / Do hoscht der Schnuppe bal verlore. / Mir hot's g'holfe - helf der aa! [Birmelin Penns Gezw. 67, PennsDeitschEck 13. 8. 1938]. Südhess. V 674; Rhein. VII 1640/41 Schnopp, Schnoppen; Lothr. 462 Schnuppen, ALLG I K. 54; Els. II 502 Schnuppen; DWb. IX 1387 ff.; Frankf. V 2804.
3493 Zeichen · 76 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Schnupfen

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    2. Schnupfen , verb. reg act. et neutr. welches im letztern Falle das Hülfswort haben bekommt, der Form nach ein Intensi…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schnupfen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Schnupfen häufig -ppen Erkältungskrankheit, Katarrh der Nasenschleimhaut; wiederholt mBez auf Goethes eigene Erkrankunge…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schnupfen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Schnupfen (coryza) , Entzündung der Nasenschleimhaut, Katarrh derselben, verbunden mit öfterm Niesen, Gefühl von Spannun…

  4. modern
    Dialekt
    schnupfen

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    schnupfe n [nùpfə fast allg.; nypə W. ] 1. schnupfen (Tabak oder auch zerriebene Kräuter, Kampfer). Gi b m i r e Pris,…

  5. Spezial
    Schnupfen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    Schnup|fen m. (-s,-) ‹med› ( Atemwegserkrankung, Erkältung, Nasenkatarrh) strüscia (-ies) f. ▬ sich einen Schnupfen hole…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnupfen

17 Bildungen · 10 Erstglied · 6 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schnupfen 2 Komponenten

sch+nupfen

schnupfen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schnupfen‑ als Erstglied (10 von 10)

schnupfenhaft

DWB

schnupfen·haft

schnupfenhaft , adj. : schnupfenhafte zustände; schnupfen verursachend: schnupfenhafter nebel. Göthe an Zelter 6, 195 .

schnupfenhaftet

DWB

schnupfenhaftet , adj. schnupfenbehaftet: träg, faul, und schnupfenhaftet. Göthe 2, 138 Weim. ausgabe.

Schnupf(en)nase

PfWB

schnupfen·nase

Schnupf(en)-nase f. : 1. a. 'durch eine Erkältung gerötete, geschwollene, triefende Nase', Schnuppenas ('šnubə;nās) [ KB-Kriegsf , vereinzel…

schnupfennasz

DWB

schnupfennasz , adj. : um sie todt, auf jeden fall schnupfennasz ( aus dem wasser ) herauszufischen. briefwechsel zwischen Humboldt u. Varnh…

Schnupfen (Subst.)

Wander

schnupfen·subst

Schnupfen (Subst.) Schnupfen (Subst.). 1. Es muss einer bissweilen den Schnuppen haben, das er den Handel nicht rieche. – Lehmann, 790, 13. …

Schnupfen (Verb.)

Wander

schnupfen·verb

Schnupfen (Verb.) Schnupfen (Verb.). 1. Jeder schnupft, und niemand sagt, es stinkt. In der grossen eleganten, wie politischen Welt sieht ma…

schnupfen als Zweitglied (6 von 6)

Heuschnupfen

RDWB1

Heuschnupfen m аллергия на цветение (тж. на травы, пыльцу растений) (а не "насморк")

einschnupfen

DWB

ein·schnupfen

einschnupfen , naribus ducere, vgl. einschnauben : viel taback einschnupfen; den säuerling einschnupfen. Ettners med. maulaffe 829 ; einer e…

stockschnupfen

DWB

stocksch·nupfen

stockschnupfen , m. , schnupfen, der nicht flieszen will ( vgl. 1 stocken, verb. III, 1; als gegensatz der flieszende schnupfen) öcon. physi…

verschnupfen

DWB

versch·nupfen

verschnupfen , verb. 1 1) durch schnupfen aufbrauchen: viel tabak verschnupfen. Campe ; auch viel geld verschnupfen, für schnupftabak veraus…

Ableitungen von schnupfen (1 von 1)

verschnupfen

DWB

verschnupfen , verb. 1 1) durch schnupfen aufbrauchen: viel tabak verschnupfen. Campe ; auch viel geld verschnupfen, für schnupftabak veraus…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schnupfen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schnupfen/pfwb
MLA
Cotta, Marcel. „schnupfen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schnupfen/pfwb. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schnupfen". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schnupfen/pfwb.
BibTeX
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