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Dorn

ahd. bis spez. · 26 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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38 in 26 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Dorn

Bd. 1, Sp. 1418
Dorn Rhfrk -rn bis einschl. Saarbr-Sulzb (Pfalz-Quirremb Körborn NAlben Nerzw), Meis-Abtw, Kreuzn-Monzing Argenschwang, Goarhsn-Lorchhsn Lückershsn, dann nach N. auch das Mosfrk des Westerw u. das OBerg abgrenzend über OLahnst, Kobl-Kobl Vallendar, Altk, Sieg-Strombg (ausschl.) Leuschd, Gummb-Dieringhsn Gummb, Lennep-Radevormwald, u. zwar uNahe dǫăn, dan (s. Dorf), dann drn [n. Meis-Abtw eine längere Enklave drə]; von Saarbr-Quierschd an schliesst sich im W. (n. ausschl. Saarbr-Sulzb) nach NO. an ein Geb. mit drə, Pl. -E- über Wend-Bliesen, Trier-Züsch, Bernk-Deuselb Hochschd, Zell-Raversbeuren Sohren, Goar-Hasselb Roth NBurg, hier die -rn-L. treffend; n. u. w. dieser L. dr, Pl. -E-, –E:- (im Gebiet der Schärfung) im Saargeb, Mosfrk [doch NO- u. SWSaarl Sg. d·ə.r; dazwischen dō·ə.r, dōər, dər; Saarl-Stdt dǫrn]; –ū-, Pl. -ī:-, –ī·ă.- an der uSaar w. einschl. Merz-Mond Merzig Steinbg, Trier-Lampaden Merzlich Mesenich; ausserdem noch drə(n), Pl. dE:rən in Prüm w. Leidenborn Winterspelt Ormont, Malm-Hünningen [Prüm-Weinsh dūr, Pl. dī:rən, älter auch -rər; auch sonst in Daun, Prüm hier u. da dūr]; dr reicht bis ins Rip bis einschl. Altk-Hasselb, Neuw-Leubsd, unterh. der Ahr entlang, Aden-Hönning, Schleid-Sistig, dann nach N. umbiegend bis Schleid-Heimb, Eusk-Gymnich, Bergh-Quadr, Neuss-Gohr Neuss, hier nach SW umbiegend an MGladb-Rheydt, Erk-Kückhv Hünshv vorbei [dr kann in diesem Geb. auch zu dər, –ōə-, –ōă-, ūə-, –ūă- werden]; n. u. ö. dieser L. herrscht im Rip (also n. der Ahr, Wied) d(r)n, dən, –ōə-, –ūə- Pl. d:(r)n, d·ə.n, –·ə.-, –ȳ·ə.- [Wippf-Dohrgaul Pl. d·ə.nən; Wippf-Biesf Sg. dǫuən, Pl. -·y.-]; SNfrk n. der dr-L. (Neuss-Hünshv) drə, –ōə-, Pl. d·ə.rə; Klevld, n. Ruhr drn, dăn, Pl. -- m.: 1. der einzelne D. War e Dernche were will, spitzt sich, wann et jungk is (spitzt sich bei Zeire) Hunsr; wat en D. get, spötzt sech jungk Mosfrk. Je miəh men em (den Dorn) scheərt, deste miəh e sech weəhrt Eup. Krup ens dor en Döreheck on dann säg ens, wat för ne D. dat dech gepitscht hät Kref-Osterath. Die Ros bliht; der D., der sticht; we gleich bezahlt, vergess et nicht Bernk-Gräfendhron. Den steck der D. er ist übermütig Heinsb-Karken. Arbet es en scharpen D. Elbf. Kluke Henne puppe och at ens en de D. MGladb-Rheind. Do wachst neks als Dorə on Dischtele Saarbr. Mer soll sich leiwer en Schlaəf (Schleife) Diər ean de Zemmern len (legen) aəs Lehnsleit (Mietleute) houlen Merz-Nunk. En Wurscht löt sech besser eten äs en Schleipe Dören Sol. De es su igdeltig (ungeduldig) wie en D. Monsch-Kalterherbg, — su geck wie en D. Sieg-Thomasbg; he geht so steck as enen D. so gerade Mörs-Xanten; e Kerl wie ne D. krumm gewachsen Schleid-Hellenth. — Se hot an (in) en D. getrede hat sich schwängern lassen Trier-Kenn; sich ene D. ejene Foss treəne eine Bemerkung machen, die unliebsame Folgen hat Aach; enen D. en de Fut häbben in Verlegenheit sein Mörs; ber en D. eam Foss hat, der moss sehn, be er en eraus krigt May-Trimbs; en D. aus dem Fuss zeihen aus einer Verlegenheit ziehen Bitb. Ech mene, ech gengk (läg, stönt, söss) op (Destele on) Döərn wie auf Nadeln unbehaglich Rip, Allg.; hej hät Dörn onder de Kont (Gefäss) setten sitzt unruhig Rees-Brünen. Et as immer noch besser wie en D. am (im) Orsch Bitb-Dahlem; de han ech esu geərn (lef) wie ne D. em Arsch den mag ich nicht leiden Rip; he ös su geck (böse, erzürnt) bi en D. em Hennersch Sieg-Ägid. Hea lisst sich liewer en Biard Diər durch den Oasch ziən, wie dat hean dat diht Bitb-Rittersd. Der isst (kaut), as wenne Der am (im) Maul (of de Zung) hätt langsam, zögernd, ohne Appetit Mosfrk, Allg., — als wenne op Döən bess; de kaut wie of Dern u. so ä. De es dem en D. em Og wie nhd., Rip, Allg. — Daher: Die sin sich enen heimliken D. haben heimlicher Zank Mörs-Xanten; dat es singe D. sein Stachel Sieg-ODollend; da's mer och en D., met dem neischt es unzefänken Merz-Saarhölzb. — E hät de D. ist betrunken Bo. — Wenn ein Mädchen einen D. an den Kleidern nachschleppt, heisst es: Sei schleppt ene Wettmann no Eup, Allg. — Segensformel gegen einen D. im Fleische: Ein lieb Frau ging auf den Born, u. tötete den D., u. Trank, dass der D. versang, die Trey Höchsten Nahmen dazu u. Treymahl drüber geblassen Simm-Laub 1827. — 2. Pl. der ganze Dornstrauch. Wer an et Gestrüch geiht, de blif an de Dörn hange Köln. Den übel beleumundeten Mädchen setzen die Burschen statt des Maien in der Mainacht D.; denn an ene Kiərschbom gohn se all plöcke, an de Doəne, do blive se all dran hange Schleid-Eicks. Wenn Dörn ken Holt is, is Woss (Wurst) ock ken Flesch Klevld. Wen hät dech die Dörn doneər gepoət (gepflanzt)? beim struppigen Bart Mörs-Binsh. He deht sech durch de Dörn macht sich aus dem Staube Sol-Leichl. Ech gen der en al Ax, en Schanz Der on e schömmelig Brut dofir Koch-Laub. Die D.hecke sagt: Schnit mech wie ene Steck, da waəss ich wie ene Geck Eup. — Bes. die Schlehe. Von den Schlehdornen, die zum Schliessen der Würste gebraucht wurden, heisst es im Rätsel: Me sök et, me fend et, me schrapp et, me bend et; et wiərd op der Heren Desch brat on doch net gesse Jül-Tetz. — 3. übertr. a. technische Schussspulenachse am Webstuhl Trier-Beuren; der eiserne Fortsatz der Häpe, um den der Stiel gefestigt ist Neuw-Dattenf; der Teil des Langeisens, der am Bodenstein der Mühle herausragt u. in dem sich der Oberstein bewegt Boppard; Stift in der Mitte einer Scheibe Gummb. Schraubenbohrer Bitb-NWeis. Der Raum über der Nebentenne, dem Oles, in der Scheune Altk-Wissen, Waldbr. — b. Gräte Sieg-Lohmar. — c. der D. auf der Zunge des Rindviehs uWupp. Den D. hau leckersch sein. — d. das Herz der Möhre MGladb-Rheind. — e. scherzh. Zylinderhut Eup. — f. verächtl. altes Pferd Elbf; altes Weib Köln.
5790 Zeichen · 150 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    dorn

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +4 Parallelbelege

    dorn¹AWB m. a-St., vom 8. Jh. an: ‚Dorn, Sta- chel, Dornstrauch, Brombeerstrauch, spina, sentis, dumus‘ 〈Var.: th-〉. – M…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    DORNstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    DORN ( Gr. 1,665. 2,154. Graff 5,226 ) stm. 1. dorn, der stachelichte auswuchs; dann stachel überhaupt. a. eigentlich. d…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    dorn

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    dorn, m. Dorn; Zaun von Dorn.

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Dorn

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    2. Der Dorn , des -es, plur. die Dörner, in den Schmelzhütten, dasjenige, was bey dem Seigern und Darren des Kupfers in …

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Dorn

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    2 Dorn Figurenname des Schloßherrn, Vater Leonores, vielleicht sprechend im Hinblick auf Anstachelung zur Wette 9,148 We…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Dorn

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Dorn , Heinr. Ludw. Egmont, Componist, geb. 1804 zu Königsberg, war nacheinander Musikdirector zu Königsberg, Leipzig u.…

  7. modern
    Dialekt
    Dorn

    Bayerisches Wörterbuch · +8 Parallelbelege

    Dorn Band 4, Spalte 4,1f.

  8. Sprichwörter
    Dorn

    Wander (Sprichwörter)

    Dorn 1. An den Dornen bleibt viel Wolle hängen. 2. Auch unter Dornen wachsen Rosen. It. : Anco tra le spine nascono le r…

  9. Spezial
    Dorn

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Dorn m. (-[e]s,-en/-e) 1 ‹bot› spina (-nes) f. , ficiun (-s) m. 2 (Stift) puntel (-tí) m. 3 ‹fig› spina (-nes) f. , sofe…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit dorn

716 Bildungen · 500 Erstglied · 212 Zweitglied · 4 Ableitungen

dorn‑ als Erstglied (30 von 500)

Dorn I

Idiotikon

Dorn I Band 13, Spalte 1622 Dorn I 13,1622

Dorn II

Idiotikon

Dorn II Band 13, Spalte 1645 Dorn II 13,1645

Dornberg

SHW

Dorn-berg Band 1, Spalte 1589-1590

Dornbuckel

SHW

Dorn-buckel Band 1, Spalte 1589-1590

Dornbusch

SHW

Dorn-busch Band 1, Spalte 1589-1590

Dorndreher

SHW

Dorn-dreher Band 1, Spalte 1589-1590

Dorngäkser

SHW

Dorn-gäkser Band 1, Spalte 1591-1592

Dorngätzer

SHW

Dorn-gätzer Band 1, Spalte 1591-1592

Dornhag

SHW

Dorn-hag Band 1, Spalte 1591-1592

Dornhaken

SHW

Dorn-haken Band 1, Spalte 1591-1592

Dornhecke

SHW

Dorn-hecke Band 1, Spalte 1591-1592

Dornhäker

SHW

Dorn-häker Band 1, Spalte 1591-1592

Dornkirsche

SHW

Dorn-kirsche Band 1, Spalte 1591-1592

Dornmühle

SHW

Dorn-mühle Band 1, Spalte 1591-1592

Dornpfad

SHW

Dorn-pfad Band 1, Spalte 1591-1592

Dornwald

SHW

Dorn-wald Band 1, Spalte 1591-1592

Dornzaun

SHW

Dorn-zaun Band 1, Spalte 1589-1590

Dornach, Dorneck

Herder

Dornach, Dorneck , Dorf im Kanton Solothurn, in fruchtbarer Gegend, mit 800 E., altem Schlosse, Kapuzinerkloster; Sieg der Schweizer d. 22. …

Dornägerste

ElsWB

Dornägerste , [Tòrnákərtə, Ternákərtə Olti. Fisl. Attenschw. ; Tònákərt Ensish. Su. ] f. rotrückiger, gemeiner, grosser Würger. — Schweiz…

dorn als Zweitglied (30 von 212)

agaldorn?

KöblerAhd

*agaldorn? , st. M. (a) Hw.: vgl. as. agalthorn

adeldorn

AWB

adel·dorn

adeldorn mhd. st. m. ; vgl. Fischer 1,104 s. v. Adelsbeer. — Graff V, 227. adil-dorn: nom. ( acc.? ) sg. Gl 3,467,12 ( Florenz xvi, 5; clm 6…

andorn

DWB

andorn , m. marrubium, prasium, bei Nemnich auch stachys, ballota nigra, galeopsis ladanum, leonurus marrubiastrum, weil man das deutsche wo…

apfeldorn

DWB

apfel·dorn

apfeldorn , m. nd. appeldören, appeldörel, acer campestre, entstellt aus dem ahd. aphultra und vermischt mit maʒaltra, maszholder.

bocksdorn

DWB

bocks·dorn

bocksdorn , m. astragalus tragacantha, tragant, wurde zumal ins osterfeuer geworfen ( mythol. 583).

börteldorn

DWB

bortel·dorn

börteldorn , m. bei den zinngieszern ein dorn in der docke, an welchem sie das, was gebörtelt werden soll, befestigen.

Brameleⁿdorn

Idiotikon

Brameleⁿdorn Band 13, Spalte 1639 Brameleⁿdorn 13,1639

Brāmeⁿdorn

Idiotikon

Brāmeⁿdorn Band 13, Spalte 1639 Brāmeⁿdorn -ǟ- 13,1639

Bundorn

Idiotikon

Bundorn Band 13, Spalte 1638 Bundorn 13,1638

Burzeldorn

Adelung

burzel·dorn

Der Burzeldorn , des -es, plur. inus. ein Pflanzengeschlecht, Tribulus, L. Diese Pflanze hat vermuthlich den Nahmen von ihrem stachelichen S…

Butte(n)dorn

Idiotikon

Butte(n)dorn Band 13, Spalte 1639 Butte(n)dorn 13,1639

Buttleⁿdorn

Idiotikon

Buttleⁿdorn Band 13, Spalte 1639 Buttleⁿdorn 13,1639

Bījidorn

Idiotikon

Bījidorn Band 13, Spalte 1638 Bījidorn 13,1638

Chrǖzdorn

Idiotikon

Chrǖzdorn Band 13, Spalte 1637 Chrǖzdorn 13,1637

Chǟsdorn

Idiotikon

Chǟsdorn Band 13, Spalte 1637 Chǟsdorn 13,1637

debandorn

KöblerAhd

debandorn , st. M. (a) nhd. Dornstrauch ne. thorn-bush ÜG.: lat. rhamnus Gl Q.: Gl (790) I.: Lüt. lat. rhamnus? E.: s. dorn L.: Karg-Gasters…

depandorn

KöblerAhd

depandorn , st. M. (a) Vw.: s. debandorn*

Ableitungen von dorn (4 von 4)

bedornen

DWB

bedornen , spinis conserere, zumal im part. praet. bedornt. Brockes 8, 108 ; keine mit lebensgefahr und straszenraub bedornte reise. Herder …

dorne

KöblerMnd

dorne , Sb. Vw.: s. drōne (1)

undorn

DWB

undorn , m. , böser dorn: stoss im vergifft und untoren dar eyn, so muosz er sterben. und stiessen da doren und gifft im in seyn vinger heil…

verdornen

DWB

verdornen , verb. mit dornen versehen, versperren: mhd. die stîge solt dû verdürnen innen unde vor, ahte niht ûf ir zürnen lâ si nindert kom…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „dorn". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/dorn/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „dorn". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/dorn/rhwb. Abgerufen 14. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „dorn". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/dorn/rhwb.
BibTeX
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