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stechen

mhd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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29 in 19 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

stechen st.

Bd. 6, Sp. 456
stechen st.: 1. konkret. a. 'mit einem spitzen Gegenstand in eine Richtung zielen und treffen', steche (šdęχə) [allg., Christmann Kaulb 77, 88 Mang 93 Müller Dietschw 61 Krämer Gal 206], stesche (šdęšə) [Henn Mda.-Int. 100, 103 Schneckenburger 22, 53], stache (šdaxə) [RO-Rehborn]; Part. Perf. gestoch (gəšdox) [WPf, Henn Mda.-Int. 100 Mang 103, 195 Schneckenburger 25 Krämer Gal 206], g(e)stoche (gəšdoxə, gšdoxə) [VPf, Karch Jockgr/ Nd'horb 128, 156]; Zs.: ab-, an-, auf-, aus-, be-, daher-, darauflos-, tot-, durch-, ein-, er-, ver-, heraus-, herum-, herunter-, hinein-, über-, zusammenstechen; mim Messer st. [RO-Schweisw]; Fisch mit de Gawel st., beim Fischfang [LU-Altr]. 's Haai sticht sich net 'Das Heu ist noch feucht und läßt sich schwer gabeln' [LU-Alsh]. Net haue, trete un net schteche! [Damm Pälzer 77]. Er hot nooch em g'stoche [LU-Opp]. Schtechter in moi Fingerspitze, willer ziele un dann schpritze [Damm Nachtdischlamp 16]. Die Porbele (Purpel) werre des wäh gestoch, daß mer die Bladdere net kriehd, vom Impfen [KL-Reichb, LU-Limbghf LA-Mörzh Nd'hochstdt Kühn Hamet 128]. Mit Metzelmesser in de Faischt (Fäusten), / Un alles stecht un boxt un kreischt [Münch Werke I 123]. Un hält mich als emol e Ranke / Un steche mich die Dern [Ranssweiler 107]. Wer Saftschmeer esse will am Enn, / Muß sich aach steche losse [Ranssweiler 107]. Er stecht no dem Hund, un der Hund war kabores [Kühn Kumödi 77]. RA.: gestoche 'hochmütig, gekünstelt' [PS-Münchw]; en Aff gestoche 'hochmütig, dünkelhaft' [KB-Rodb]. Der hat in e Weschpenescht (Hornesselenescht) gestoche 'Er hat eine gefährliche Situation geschaffen' [Krieger 13, Pirmas Bergz (Kamm 94)]. Ich hab grad gemäänt, 's sticht mer ääns ins Herz, bei plötzlichem großem seelischem Schmerz [BZ-Dernb]. Die sticht wie e Distel, von einer Frau mit spitzer Zunge [Wilde 43 (Zweibr)]. Es hett meich äiner st. kenne, äich hätt kei Troppe geblutt, bei großem Schrecken [WD-Niedkch, mancherorts, Bayerland 1933 48]. Das sticht un schneid nett 'Das wird so nicht gehen, taugt nichts', auch von einem Werkzeug [LU-Maud NW-Haßl Spey LA-Wollmh]. Er schreibt wie g'stoche 'sauber, sorgfältig, wie ein Kupferstecher arbeitet' [LU-Friesh, KU-Schmittw/O BZ-Dernb Gal-Dornf]. Das isch net gehau un net gestoch, von einer schlecht gemachten Arbeit, einer unklaren, unentschiedenen Äußerung [PS-Gersb, RO-Obd PS-Geisbg LU-Limbghf Opp NW-Frankeck LA-Gommh Land BZ-Dernb]. Dem han ich de Star gestoch 'Dem habe ich die Augen geöffnet, die Meinung gesagt' [KU-Diedk, KU-Schmittw/O RO-Obd BZ-Albw Dernb, Brandstätter in: PfMHk. 1925 173 Hebel 34]. Ich han 'm de Gumme (Gaumen) gestoch 'derb die Wahrheit gesagt' [PfId. 58 (HB-Breitft)]. Den stecht de Hawwer 'Der ist übermütig geworden', von Mensch und Pferd [ZW-Bechhf, mancherorts, Kamm 88 Krieger 35 auch Gal Buch]. Var.: ... un wanner kään sieht [ZW-Battw]. SprW.: Allzu scharf schneid net un allzu spitz sticht net 'Alle Übertreibungen taugen nichts' [vereinzelt, Kamm 86 Brandstätter in: PfMHk. 1925 170 Thielen So rerre mer 112, vereinzelt Gal]. Dorn un Distel steche sehr, beese Zunge noch veel mehr [KU-Schmittw/O]. Hinne steche die Bie 'Auf den Ausgang einer Sache kommt es an' [Brandstätter in: PfMHk. 1925 179]. Volksmed.: Mer hän dem Kind Ohrring g'stocheⁿ, Ohrringe aus Flußgold angezogen gegen roten Augenfluß [BZ-Dernb]. Wann en Kuh dick is, stecht mer sie, vom Pansenstich beim aufgeblähten Rind [Fogel Beliefs Penns Nr. 806]. Volksbr.: Hannappeldi ha, die Fasenacht geht an / Eier orer Speck eraus / Sunscht stech ich eich e Loch in's Haus! / Die Pann kracht, die Pann kracht / Die Küchelcher sein geback / eraus met, eraus met / Ich steck se in mei Sack / Ich bin e kleiner König / Geb mer net so wenig / Loss mich net so lang do steh'n / Ich will noch e Heische weiter geh'n!, Heischespruch der Fastnachtszeit [L. Michel in: Donnersberg Jahrbuch 1981 168]; Var. s. Hanapfel. Einen AR. s. Berg 1. VR.: Kummt de Mann mit'm Spieß, / sticht de Anna grad ins Herz nei / kummt e Messer owe rab / schlacht de Anna de Kopp ab [BZ-Billh]. Wann de Parre kummt, / machen se e frou G'sicht. / Wann en Aremer kummt, / as wann se de Deiwel sticht [NW-Geinsh]. a. 1518: Item wan eyner eynen stuche oder misselwonden heyche 'Meißelwunden haute', der hette verbrochen v ß phennynck [PfWeist. I 212 (PS-Burgalb)]. — b. 'stechen, beißen', von Tieren mit Stacheln, Hörnern, spitzen Zähnen usw. Die Biene steche un angele (angeln1) [NW-Frankeck LA-Impfl Mörzh]. Die Imme stechen heit geern 'Die Bienen sind stechlustig' [LA-Mörzh]. Heit dun se gere stache [RO-Rehbn]. E Bien hat mich gestoch, ich han e Angel 'Stachel' krieht [KL-Matzb]. E giftich Mick stecht [KU-Herschw/Petth]. 's hot mich e Schnok gestoch [RO-Als], ebbes g'stoche [PS-Erfw]. Die Schlang hot en ins Bään g'stoche [BZ-Dernb]. Wann e Bien orrer e Weschp em stecht, muß mer gleich die Wund ausdrigge, daß das Gift erauskommt [KL-Reichb]. Ich kenn die Mick, die wo äm stecht [Kraus Pläseer 6]. S'gibt kaum Micke, wo äm steche [Kraus Arwed 40]. Sunscht wär ich schun in eener Woch / Von dene Schnooke dotgestoch [Münch Werke I 77]. Die steche ohne Unnerschied / Sogar ins ferschtliche Geblit [Münch Werke I 75]. Des Lumbeviech hot em in de Nasegiwwel gestoche, dass de Zinke dick worre is [Krieger 46]. Denn hot e gifdichi Spinn gestoche [NW-Kallstdt]. RA.: wie vun de Schlang gestoch 'plötzlich' [SOPf]. Er es gestoch 'verrückt' [PS-Geisbg KB-Kriegsf]. Der is uf un fort, grad so als wenn en en Floh gestoch hätt [Gal-Brunndorf]. Den hot e Bock g'stoche 'verrückt' [GH-Zeisk], 'hochmütig geworden' [PS-Geisbg, Bassler 36]. BR.: Wer net springt mit em Reche, / wann Migge un Breme steche, / muß im Winder springe mit me Sääl / un rufe: hot jemand Haai fääl? [LU-Oggh, WD-Niedkch BZ-Dierb]. — c. 'einem Schlachttier mit dem Messer eine Schlagader durchtrennen damit es ausblutet; totstechen'; die Sau steche [verbr.]. Die Sau werd gestoch(e) [mancherorts]. Mer hän eⁿ Sau g'stocheⁿ [BZ-Dernb]. RA.: Er isch hochgefahre wie en gstocheneʳ Bock 'Er hat sich vor Schreck plötzlich aufgerichtet' [Bergz (Kamm 91)]. Der laaft do erum wie e gestocheneʳ Bock 'ist voller Angst und Schrecken' [KL-Fischb]. Die Aage verdreht wie en gstochener Bock [Hartmann Unkel 38]. Er macht Aue (macht e Paar Aage, macht e Gesicht, hot Aae, sieht aus, guckt, guckt äm an) wie e gestocheneʳ Bock [mancherorts, Heeger Tiere II 19]; auch vom starren Blick eines Betrunkenen [KU-Kaulb]. Der reißt die Aage uf (macht Aue) wie e gestoche Kalb, dass. [NW-Frankeck, mancherorts]. Der macht Äache wie e g'stochni Krott [LA-Wollmh, LU-Oggh]. VR.: Meiⁿ Vatter is Metzger un Metzger bin ich. / Meiⁿ Vatter stecht die Kälber, die Rinder stech ich [Feierowend 5/1950 S. 2]. a. 1553: so viel die unterthanen schwein verkaufen und in ihren häuser stechen oder metzlen [ABlieskst 56 (Ingb)]. a. 1590: das ahn einem Jahr oder Wochenmark zuvor nicht genug Vieh gestochen wher [ZweibrUrkb. 141]. — d. 'eine Pflanze ausmachen, ernten'; Spinat st. [LU-Friesh GH-Kand]; Beddsäächer schdesche 'Löwenzahn sammeln' [Hussong Kirkel 18]. Mer duun Dischdele st. [KU-Schmittw/O, ZW-Battw RO-Dielkch NW-Kallstdt LA-Gommh BZ-Albw]. Die Dischdele werre gestoch mit em Dischdelstecher [KB-Kriegsf]. Mer hän Spargele g'stocheⁿ [BZ-Dernb]. — e. 'mit einem Spaten die Erde umgraben', Arbeit im Garten, im Weinberg [LU-Altr NW-Hamb Scharff 168]. — f. 'hineinstecken, dranstecken'. Der Arbeiter sticht, läßt seine Zeitkarte von der Stechuhr im Betrieb abstempeln [LU-Limbghf]. Ich such mei Kart un stech se in die Uhr, von der Stechkarte [Kraus Arwed 46]. An de Kerb hat er sich emol e Hahnekopp mit erer Sicherheitsnodel an de Hals gestoch [IB-Rohrb]. — 2. übertr. a. 'stechende Schmerzen bereiten'. Es sticht [FR-Bockh]. Es stecht mich, von Schmerzen in der Seite [PS-Erfw]. Die Fieß st. [KU-Bedb]. Mei Ohre steche mich [BZ-Albw]. Es stächd mich wie mit lauder Messer, bei schmerzhaften Erkrankungen [Westricher Kalender 1957 S. 104]. WR.: Wetterwechsel kündigt sich an durch stechende Schmerzen: stechendes Kreiz, es gibt Regen [RO-Schmalfhf]. 's Atzelaag 'Hühnerauge' sticht, s gibt anner Wedder [LU-Neuhf]. Wenn die Hihneraage steche, gibt's Schnee [Neustdt]. — b. 'Unbehagen, Druck bereiten'. Die Wohrhät isch, a wenn se stecht: / Mir Mannslejt sin es scheen Geschlecht! [Kraus Putscheblum 23]. RA.: Den sticht (stecht) die Milch (Millich) (Milch 2 a), von einem weibstollen Mann, auch von einem übermütigen, dem es offensichtlich zu wohl ist [ZW-Bechhf RO-Bistschd PS-Geisbg NW-Deidh Frankeck SP-Heiligst]. — c. 'stark, intensiv, brennend strahlen, scheinen, leuchten', von der Sonne, von Blicken der Augen usw.; stechende Auwe 'scharf blickende Augen' [Kus], st. mit de Aage 'scharf sehen' [SP-Harths]. Die Sunn stecht [verbr. WPf vereinzelt SOPf Krämer Gal 206], sticht [verbr. ges. Pf]. Die Sunn sticht so arg, do gibt's sicher e Gewitter [GH-Schwegh]. Die Sunn sticht heit, do halt's net lang [LA-Freimh]. 's gibt ball Reje, die Sunn stischt so [NW-Ellstdt]. Heit sticht se awwer wirrer [PS-Erfw]. Du stechscht awwer e Paar Aue! 'Du schaust aber streng, prüfend!' [PS-Kröpp]. Das sticht'm in die Aue 'Das gefällt ihm gut' [KU-Schmittw/O FR-Bockh NW-Hardbg]. Der will alles, was em in d'Ageⁿ sticht [BZ-Dernb]. Ihrem Mann dhät die hochrot Farb so in die Aage st. [Sommer Humor 14]. Der hot stechende Ääe, der sticht aam mit de Ääe dorch un dorch, von jemandem mit bohrenden Blicken [FR-Bockh]. — 3.a. 'koitieren'. Der Bock war kerzegrad un frisch; / Er war ze fett ball for ze steche, / so glatt un rund as wie e Fisch [Firmenich III 245]; Syn. s. begatten. Fehlanzeich im Bett - / kräftich brumme duhter zwar, / doch schteche leider net! [Damm Schoggelgaul 15]. — b. 'befruchten', von Hühnereiern. Die Eier sin net gestoche [FR-Maxd BZ-Apphf GH-Zeisk]. — 4.a. 'jemanden überlisten, austricksen'. Ich han all Tricks parat, ich brauch se bloß se sahn. / Ball jeder werd do wääch; s'kommt an, wie ma se stecht [Kraus Arwed 45]. — b. 'stehlen, entwenden' [KL-Enkb]. Wo hoschen das Messer werre gestoch? [KL-Stelzbg]; Syn. s. stehlen. — 5. 'einen (Schnaps) trinken'; eener st. [KL-Fischb FR-Gr'niedh]; Syn. s. trinken 1 a. — 6.a. beim Kartenspiel gebräuchlicher Ausdruck mit Bedeutungsvarianten (nach dem Bild der sich vom Pferd stechenden Ritter): steche, durch höherwertige Karten übertrumpfen und an sich bringen [LU-Friesh, mancherorts]. Wird übertrumpft, so sagt der Spieler: Denne stech ich; der werd g'stoche! [PS-Erfw]. Er muß st.!, durch einen Trumpf oder eine höhere Karte diejenigen des Gegenspielers an sich bringen [LA-Gommh]. Schippe stecht! 'Schippe ist Trumpf' [KL-Stelzbg]. Ich häb den g'stoche mit Herzass, er hot meiⁿ Schippebauer g'stoche [BZ-Dernb]. Wenn de stichst, schmier ich! [ZW-Battw]. RA.: De Owwer sticht (stecht) de Unner 'Die höhere Spielkarte gewinnt; der Stärkere siegt' [Kaislt, mancherorts]. Var.: Der Herzober sticht den Unter, im Spiel und im Leben [BZ-Dernb]. Ich stech hinne wie die Imme [IB-Reinh]. Die Sau werd gestoche, die Spielkarte As [Krieger 44]. — b. 'einen einzeln stehengebliebenen Kegel treffen' [RO-Dielkch Pirmas LU-Limbghf NW-Frankeck Freinsh LA-Wollmh]. Den stech ich! [Pirmas]. Der werd g'stoche! [PS-Erfw]. Der kann gut st. [LA-Gommh]. Ich han gestoch [KU-Diedk]. — F.: Ind. Präs. Sg. 2. Pers. stechst [vereinzelt WPf SOPf], stichst, stichscht [übrige Pf]; 3. Pers. stecht [verbr. WPf vereinzelt SOPf], sticht [übrige Pf]. — Mhd. stëchen 'stechen, wegnehmen, stecken' ( Lexer II 1154/55). — Rhein. VIII 547 ff.; Lothr. 494; Els. II 571; Hess.-Nass. III 743/44; Kluge-Seebold22 698; DWb. X, II,1 1222 ff.
11762 Zeichen · 233 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    stëchenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +8 Parallelbelege

    stëchen stn. man sol unfuoge rechen mit slahen unt mit stechen Parz. 529,16. — aller hande ritterspil lêrten in die ritt…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stéchen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Stéchen , verb. irregul. Präs. ich stéche, du stíchst, er stícht; Conj. ich stéche, du stéchest, er stéche. Imperf. ich …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    stechen

    Goethe-Wörterbuch

    stechen [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stechen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Stechen , das Auswerfen kleiner Vertiefungen im Boden durch den Dachs und den Fuchs beim Aufsuchen von Insektenlarven, a…

  5. modern
    Dialekt
    stëchen

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    stëche n [taə S.; taχə O. U.; tæχə Str. W.; Ind. Pr. tìχ u. teχ, –, -t, taə bezw. taχə od. tæχə; Part. ktòχə…

  6. Sprichwörter
    Stechen

    Wander (Sprichwörter)

    Stechen 1. Den einen sticht man mit einer Nadel, den andern mit der Heugabel. Holl. : De eene kan men prikken met eene s…

  7. Spezial
    stechen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ste|chen (sticht, stach, gestochen) I vb.tr. 1 (von Insekten) ficé (ficia), morde (mord, mort) 2 (Biene) peté l’ajëi 3 (…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stechen

76 Bildungen · 7 Erstglied · 63 Zweitglied · 6 Ableitungen

Ableitung von stechen 2 Analysen

ste + -chen

stechen leitet sich vom Lemma ste ab mit Suffix -chen.

Alternativen: st+-e+-chen

Zerlegung von stechen 2 Komponenten

stec+hen

stechen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

stechen‑ als Erstglied (7 von 7)

stëchenblat

Lexer

stechen·blat

stëchen-blat stn. blatt der stechpalme. stechenbletter, dâ wahsen rôt ber an Hätzl. 172 a .

stechendbitter

DWB

stechend·bitter

stechendbitter , adj. , bitter von geschmack, so dasz es auf der zunge sticht ( vgl. stechen verb. 4); von stechendbitterem geschmack. von g…

stechendgrell

DWB

stechend·grell

stechendgrell , adj. : dieser traum ist sehr bezeichnend ... als äuszerung von Heines stechendgreller phantasie Elster in der vorrede s. 5 z…

stechendsalzig

DWB

stechend·salzig

stechendsalzig , adj. , steigerung von salzig, fuszend auf stechen verb. 4; als adverb: ( jodsaures kali ) schmeckt stechendsalzig Liebig ha…

stechendsauer

DWB

stechend·sauer

stechendsauer , adj. , gebildet zu stechen verb. 4 als dienlich zur charakterisierung von chemischen säuren: ( phosphorige säure ist ) ein p…

stechenholz

KöblerMhd

stechen·holz

stechenholz , st. N. nhd. Stangenholz E.: s. steche, stechen, holz W.: nhd. DW- L.: Lexer 448a (stechenholz)

stechente

DWB

stech·ente

stechente , f. , bezeichnung einer art aus der gattung der säger- oder taucherenten, mergus serrator L. Naumann naturgeschichte der vögel De…

stechen als Zweitglied (30 von 63)

riemenstechen?

KöblerMhd

*riemenstechen? , V. nhd. „riemenstechen“ E.: s. riemenstechen (2) W.: nhd. DW-

Seitenstechen

RDWB1

Seitenstechen n (Lakune) колоть в боку Sie bekam Seitenstechen. - У неё закололо в боку.

abe stëchen

Lexer

abe·stechen

abe stëchen sich den vuoʒ, beim stechen ( turnier ) den fusz verlieren Chr. 4. 324, 21 ;

abezuostechen

KöblerMhd

abezuostechen , st. V. nhd. „abzustechen“ Q.: Lanc (1240-1250) E.: s. abe, zuo, stellen (1) W.: nhd. DW- L.: MHDBDB (abzustellen)

abstechen

DWB

abs·techen

abstechen , defigere, nnl. afsteken: einen mit dem sper vom rosse abstechen; den sper, die lanze auf einen abstechen; heu, stroh, garben mit…

abzustechen

KöblerMhd

abzustechen , st. V. Vw.: s. abezuostechen*

ane stëchen

Lexer

anes·techen

ane stëchen BMZ wîn anst. wie nhd. ein fass anstechen: den wein anstechen durch die geschworen anstecher Np. 243 ; viur anst. feuer anlegen …

anstechen

DWB

ans·techen

anstechen , incitare, stimulare, infigere, carpere, nnl. aansteken, s. das einfache stechen figere, pungere. 1 1) das pferd mit dem sporn, d…

aufstechen

DWB

auf·stechen

aufstechen , pungendo aperire, excitare. 1 1) ein geschwür, eine blatter aufstechen; der wundarzt hat ihm den schwären aufgestochen; herr ma…

Augenausstechen

DRW

augen·ausstechen

Augenausstechen Strafe vgl. Auge (B II) wer ... umb leibs brüchten gericht worden ist mit ... augen außstechen 1437 KölnStat. I 89 Faksimile…

ausstechen

DWB

aus·stechen

ausstechen , expungere, excidere, effodere, 1 1) einen reiter ausstechen, aus dem sattel stechen, wie ausheben, dann auch allgemein seinen g…

bestechen

DWB

beste·chen

bestechen , circumfigere, umstechen, 1 1) die schuster bestechen die schuhe um den rand mit draht und starken faden; die nähterinnen und sch…

darniderstechen

KöblerMhd

darnider·stechen

darniderstechen , st. V. nhd. „darniederstechen“, niederstechen Q.: Chr, Er, Herb, Iw, LAlex (1150-1170), Lanc, UvZLanz E.: s. darnider, ste…

dorchstechen

KöblerMhd

dorchstechen , st. V. Vw.: s. durchstechen

durchstechen

DWB

durch·stechen

durchstechen , n. das durchstechen der ballenhaare bei den buchdruckern, wenn das ballenleder abgenutzt ist Täubel Wörterb. 2, 39 .

einstechen

DWB

einste·chen

einstechen , infigere, praet. stach ein, schw. insticka, dän. indstikke, 1 1) löcher einstechen, in leder, papier, holz; zeichen, buchstaben…

enzweistechen

KöblerMhd

enzwei·stechen

enzweistechen , st. V. nhd. „entzweistechen“, zerbrechen Q.: En (1187/1189) E.: s. enzwei, stechen W.: nhd. (ält.) entzweistechen, st. V., e…

erstechen

DWB

erste·chen

erstechen , configere, transfigere, ahd. arstëchan, mhd. erstëchen, praet. erstach: nu gît mir doch dës bilde dirre lewe wilde, daʒ ër von h…

Físchstếchen

Adelung

fisch·stechen

Das Físchstếchen , des -s, plur. inus. eine Art des Fischfanges, da die Fische mit spitzigen Eisen gestochen werden.

gesellenstechen

DWB

gesellen·stechen

gesellenstechen , n. ritterspiel mit einzelkämpfen, gesell gegen gesell (13, h ), im gegensatz zum buhurt oder turnier, wo schar gegen schar…

gestechen

DWB

geste·chen

gestechen , verb. verstärktes stechen ( s. d. ), namentlich mit spitzer stoszwaffe: mhd. alzehant daʒ er ( mit dem speer ) gestach. Trist. 1…

hinderstechen

MWB

hinder·stechen

hinderstechen stV. ‘hinterrücks sticheln’ du soltt mit dinen smehen worten niemant hinder stechen JMeissn B1:35,18. – subst. Inf.: etliche r…

Ableitungen von stechen (6 von 6)

bestechen

DWB

bestechen , circumfigere, umstechen, 1 1) die schuster bestechen die schuhe um den rand mit draht und starken faden; die nähterinnen und sch…

entstëchen

Lexer

ent-stëchen stv. I, 2. BMZ wegstechen Ath. ; aufstechen Pass.

erstechen

DWB

erstechen , configere, transfigere, ahd. arstëchan, mhd. erstëchen, praet. erstach: nu gît mir doch dës bilde dirre lewe wilde, daʒ ër von h…

gestechen

DWB

gestechen , verb. verstärktes stechen ( s. d. ), namentlich mit spitzer stoszwaffe: mhd. alzehant daʒ er ( mit dem speer ) gestach. Trist. 1…

verstechen

DWB

verstechen , verb. , ist zu dem starken verb. stechen ( th. 10, 2, 1222) gebildet und zuerst mhd. als verstëchen belegt mhd. wb. 2, 2, 624 a…

zerstechen

DWB

zerstechen , verb. , zu stechen ( th. 10, 2, 1222); ahd. zistëhhan; 1) mhd. ein sper z. ( wie ver-, s. th. 12, 1, 1634) einen speer stechend…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „stechen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stechen/pfwb?formid=S10171
MLA
Cotta, Marcel. „stechen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stechen/pfwb?formid=S10171. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „stechen". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stechen/pfwb?formid=S10171.
BibTeX
@misc{lautwandel_stechen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„stechen"},
  year         = {2026},
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  urldate      = {2026-05-10},
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