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los

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

los n.

Bd. 12, Sp. 1153
los, n. sors. 11) goth. hlauts, masc., κλῆρος; ahd. mhd. hlôʒ, lôʒ, masc. und neutr., sors; alts. hlôt. das ags. und fries. zeigen in der masculinform hlot, ags. auch hlyt, kurzen vocal; im altnord. bedeutet das zur gothischen und hochdeutschen form stimmende neutr. (nach Vigfusson 269b fem.) hlaut das blut des opferthiers, aus dem die zukunft vorhergesagt wurde. zu dem substantiv gehört das (im gothischen nicht aufgewiesene) ablautende verbum ahd. hlioʒan, alts. hliotan, ags. hleótan, altnord. hlióta erlosen, durchs los erhalten, erlangen; mhd. aber heiszt lieʒen auch wahrsagen (Lexer 1, 1914. Schm. 1, 1514 Fromm.), eine gewis alte bedeutung (aus der sich auch die des murmelns ablöst). an diese wird sich das subst. lôʒ anschlieszen, mit dem allgemeinen sinne der schicksalsbefragung, ohne bezug auf die form derselben, die eine verschiedene ist. sichere vergleiche aus den urverwandten sprachen entgehen. die historisch richtige neuhochd. schreibung des wortes losz, im 16. jahrh. noch häufig, weicht zu gunsten der schreibungen los, loos, loosz, von denen die erstere, auch von Luther gebrauchte, die jetzt wieder angenommene ist. 22) häufige form war das werfen des loses: alts. êr sia an irô hwaraBehlôtôs wurpun, hwilîk irô skoldi hebbianthia hêlagun pêda. Heliand 5549; ahd. thô rietun thie ginôʒa,sie wurfin irô lôʒa, thaʒ sie mit thiu gizâmi,welîh sa (die tunica) imo nâmi. Otfrid 4, 28, 9; mhd. sie wurfen dâ ûf sîn gewant ein lôʒ under in zehant. Barlaam 73, 22; ir blûtekirl (opferpriester) der warf zû hant sîn lôʒ nâch ir alden site. livländ. chronik 4681; nhd. jr aber beschreibt das land der sihen teil, und bringet sie mir hie her, so wil ich euch das los werfen fur dem herrn unserm gott. Jos. 18, 6; und sie worfen los uber jre ampt zu gleich, dem kleinesten wie dem gröszesten, dem lerer wie dem schüeler. 1 chron. 26, 8; das sie .. das los umb mein volk geworfen haben. Joel 3, 3; da sie jn aber gecreuziget hatten, teileten sie seine kleider, und worfen das los darumb, auf das erfüllet würde, das gesagt ist durch den propheten, sie haben meine kleider unter sich geteilet, und über mein gewand haben sie das los geworfen. Matth. 27, 35; das losz werfen, wölche am ruoder söllend ziehen, wenn und wo, sortiri remos Maaler 275b; und die kriegsknecht teilten sein gwand, warfen das los darob zu hand. H. Sachs 1, 73 (1, 312, 14 Keller); uber mein gewand das losz zu werfen. Weckherlin 91; man warf das loos (beim blindekuhspiel), das loos traf Görgen. Lichtwer fabeln 4, 14; daher bildlich: ich habe nie verschmäht, mit meinen guten kriegsgesellen um kleinen gewinnst das blutige loos zu werfen; und sollt ich knickern, wenns um den ganzen freien werth des lebens geht? Göthe 8, 216; um mein ganzes geschick wird ja doch dieszmal das loos geworfen. 20, 189. 33) darum fällt das loos: die frowen wurfen ir lôʒ, wâ der purpur unt die sîden von rehte scholten belîben ... dô geviel daʒ lôʒ an daʒ kint. Wernhers Maria, fundgr. 2, 176, 9; und sie worfen das los uber sie, und das los fiel auf Matthian, und er ward zugeordenet zu den eilf aposteln. ap. gesch. 1, 26; los wird geworfen in den schos, aber es fellet wie der herr wil. spr. Sal. 16, 33; wiewol das losz auf in gefalln. Schmelzl Saul 23b; wir maichen ein los, up wen it valle, dat eme de anderen volgen alle ... des maichten si ein los van hulze, dat veil up hern Gotschalc Overstulze. d. städtechron. 12, 74, 1845; der rock bleibt unzerstücket; er wird dem losz anheimgestellt, desz soll er sein, wem jenes fällt. P. Gerhard 36, 225 Gödeke; und bildlich: o Egmont, welch preiswürdig loos fällt dir! Göthe 8, 284; ouwê! tôdeʒ lôʒ, du bist gevallen! minnes. 3, 343b Hagen; dem edeln greise, dem das loosz des todes fiel. Hölty 44 Halm; ach, fiele nie das eiserne trennungsloos! 94; o armes volk, dem je das loos solch eines herschers fiel! Gotter 1, 64; ein erhabenes loos, ein göttliches, ist ihm gefallen. Schiller das glück; auch es trifft: die jungen bursche (bei der aushebung zu den soldaten) müssen spielen; den guten Jacob Humbel trifft das loos, soldat zu werden. Hebel 2, 75; bildlich: ein vielerfahrner wäre zu bedauern, wär ihm das loos gefallen, das dich trifft. Göthe 9, 335. 44) auch gemessen, gezogen (vgl. dazu halm 6, theil 42, 239), gelegt, gegeben wird das los: er gibt das los uber sie, und seine hand teilet das mas aus unter sie. Jes. 34, 17; das losz auszhin ausz dem hafen ziehen, sortem trahere Maaler 275b; des nam aber Tristan kleine war, wan gienc et baltlîchen dar, da man in daʒ lôʒ maʒ. Trist. 153, 27; wir wöllen legen hie das losz. H. Sachs 3, 1, 158b; nun heb das losz. ebenda; vom Eumenidenchor geschrecket, zieht sich der mord, auch nie entdecket, das loos des todes aus dem lied. Schiller die künstler v. 231. 55) das loos bestimmt die zutheilung von amt und würde, es entscheidet bei theilungen unter gleichberechtigten über besitz und eigenthum, als unanfechtbarer ausdruck eines göttlichen willens, vergl. Haltaus 1277 fgg.: doch man sol das land durchs los teilen, nach dem namen der stemme jrer veter sollen sie erbe nemen, denn nach dem los soltu jr erbe austeilen, zwisschen den vielen und den wenigen. 4 Mos. 26, 55; das man das land zum erbteil geben solt durchs los den kindern Israel. 36, 2; er ordnet sie aber (die kinder Aaron) durchs los. 1 chron. 25, 5; das los ist mir gefallen auf liebliche, mir ist ein schön erbteil worden. ps. 16, 6; erwellung der richteren durch losz, sortitio judicum Maaler 275b; durchs los einem etwas zu theilen, sorte adsignare alicui aliquid Frisch 1, 623b; dabei solte ich zusehen, dasz es recht zuginge, und die ämter, ohn ansehung der personen, durch das losz ausgetheilet würden. Simpl. 1, 332 Kurz; bei den komischen wettstreiten konnte jeder atheniensische bürger durch das loos zum richter ernennt werden; bei den tragischen wurden nur solche bürger zu dem loose zugelassen, die mit zu felde gewesen waren, und ansehnliche kriegsbedienungen bekleidet hatten. Lessing 6, 327; ernennt man die, über die man das loos wirft? 331; ich kenne zwei, drei orte, wo wir gut und sicher wohnen; dort vertheilen wir die beute, wie es loos und glück bestimmt. Göthe 10, 263; sprichwörtlich: das los stillet den hadder, und scheidet zwisschen den mechtigen. spr. Sal. 18, 18. 66) das über den menschen waltende verhängnis wird als ein lose austheilendes gedacht: jetzt aber ruft das geschick mich fort, das auf dem schlachtfeld noch richtend sitzt und seine loose schüttelt. Schiller jungfrau 3, 6; o schicksal, wechsle leicht nur mit den loosen: den dichter führe wieder zu der schönen! die lieder mögen mit dem bilde kosen. Uhland ged. 138; ebenso die zeit, die dem menschen das beschiedene zutheilt: ihm (dem neugebornen kinde) ruhen noch im zeitenschoosze die schwarzen und die heitern loose. glocke v. 53; krieg oder frieden! noch liegen die loose dunkel verhüllt in der zukunft schoosze! braut von Messina v. 323; und jenes über dem menschen waltende verhängnis heiszt auch selbst ein los: vollbracht hab ich den lauf, den mir das loos beschieden. Dido 118 (vixi et quem dederat cursum Fortuna peregi. Verg. aen. 4, 653). 77) los, das was gott oder das schicksal dem menschen zuweist, das geschick; in manigfachen wendungen. mit possessiven, adjectiven und genitiven dessen, der das los empfängt: meine tage, nach dem gemeinen menschlichen losz, sind nahe verschlissen. J. Grimm, vorr. zu bd. 1, lxviii; ich bin meinen kriegsgesellen verpflichtet, so lange das tuch an der standarte weht, mit ihnen zu reiten und ihr schicksal zu theilen; das ist des soldaten loos. Freytag ahnen 5, 137; du bist mein gott, und willst mein glück. von ewigkeit hast du mein loos entschieden. Gellert 2, 223; der menschheit loos. Stolberg 1, 243; glück ist der klugheit loos, der weisheit loos ist freude. Gökingk 1, 256; wars mein loos, an jenem tag zu enden. Schiller zerstör. von Troja 76; heil dir, würdiger greis! für beide (kunst und natur) bewahrst du im herzen reges gefühl, und so ist ewige jugend dein loos. einem freund ins stammbuch; das ist das loos des schönen auf der erde! Wallensteins tod 4, 12; unter allen irdschen loosen, hoher vater, preis ich deins. das siegesfest; mischt der beste sich zum plebse, duldet er des plebses loos. H. Heine 1, 192; wenn mein loos dereinst erfüllet ist (wenn ich gestorben bin). Siegfr. v. Lindenberg 2, 68; im plural: so will ich hoffen, ... dasz uns das land verbleibe, wie dunkel auch jetzt unsere loose seien. Hauff werke 6, 110; mit dem genitiv dessen, der das los ertheilt: das loos der waffen wechselt hin und her: kein kluger streiter hält den feind gering. Göthe 9, 81; doch ich stehe selbst in meinen jahren noch dem feinde, bin bereit mit dir der waffen loos zu wagen. 94; mit dem genitiv dessen, was durch das los, das geschick, gewährt wird: der verachtung bittres loos. Gotter 1, 260; nachtigall und lerche singen euch der liebe selig loos. Schiller die blumen; mit adjectiven des werthes: wer ist von diesem elenden loose ausgenommen? Lessing 1, 185; dem armen sei das schönste loos bescheert. Schiller die begejnung; noch köstlicheren samen bergen wir trauernd in der erde schoosz, und hoffen, dasz er aus den särgen erblühen soll zu schönerm loos. glocke v. 243; doch das glück hab ich genossen, und das schönste loos war mein. Hero u. Leander v. 246; im kampfe, wo solch heilig banner wallet, da wird der sänger kräftig neugeboren: hat Aeschylos, desz lied vom siege hallet, hat Dante nicht dies schönste loos erkoren? Uhland ged. 145; auf deinen hoffnungen, o Konradin, beruhn die meinigen, ein gleiches loos verbindet uns. 185; allzu leichter siege zeichen, ungebetnes minneglück, bann und fessel nennt euch Paris, stöszt sein süszes loos zurück. 264; frau Berta sasz in der felsenkluft, sie klagt ihr bittres loos. 333; mit angabe dessen, was das los bringt: ein loos voll herrlichkeit und voll tumult. Gotter 1, 18; ich dacht an Roland und die Pyrenäen; o wär auch ich zu solchem loos ersehen: ein kämpfend leben, Saracenenflucht, und das signalhorn in der todesschlucht! Freiligrath dicht. 1, 30; im plural: von ferne mit verworrnem sausen arbeitet der geschäftge tag, und durch der stimmen hohles brausen erkenn ich schwerer hämmer schlag. so sauer ringt die kargen loose der mensch dem harten himmel ab. Schiller das geheimnis. 88) los, namentlich auch der antheil am besitz und gewinn, der durch das los gewährt wird (vgl. no. 5); eben auch mehrfach. 8@aa) durch das los zum eigenthum angewiesenes land: das los des stams der kinder Juda unter jren geschlechtern, war die grenze Edom an der wüsten Zin. Jos. 15, 1; und das los des stams der kinder BenJamin fiel nach jren geschlechten, und die grenze jres los gieng aus zwisschen den kindern Juda und den kindern Joseph. 18, 11; da sprach Juda zu seinem bruder Simeon, zeuch mit mir hinauf in meinem los, und las uns wider die Cananiter streiten. richt. 1, 3; dir wil ich das land Canaan geben, das los ewers erbes. ps. 105, 11; mit dem land Canaan, das dein losz und erbland. Weckherlin 231. 8@bb) beim straszen- und eisenbahnbau eine gewisse strecke, die ein bauunternehmer durch das los zugewiesen erhält und die er gegen bezahlung fertig zu stellen hat: die bahnstrecke von A. bis B. war in zwölf lose eingetheilt; die übernehmer eines loses an der Gotthardbahn arbeiteten wegen eines erdrutsches ohne gewinn. 8@cc) töpfer auf jahrmärkten haben die gewohnheit, verschiedene ihrer waaren zusammenzustellen und mit einander zu veräuszern; das heiszt ein los töpfergeschirr. 8@dd) auch im allgemeineren sinne los das was man gewinnt, erlangt; es heiszt zum lose fallen, ins los fallen, empfangen: den göttern fiel zum loose dauer und macht und weisheit und liebe. der junge Göthe 3, 453; denn solcher heldenruhm fiel keinem zepterführer je ins loos, als ihm, den Zeus verherrlicht hat. Bürger 145a; Atreus sohn empfing ins loos die rosenwangige Chryseis. 146b. 99) los, das was ein geschick anzeigt, symbol eines glückes oder verderbens: ein kelchglas ward zum loos mit fug dem freudgen stamm von Edenhall. Uhland ged. 354. 1010) los, niederl. lot, ein schein auf gewinnantheil in einem glücksspiele (vgl. lotterie): die frau schwägerinn hat mich vor einiger zeit ersucht, ein loos in der berlinischen lotterie für sie auszunehmen. Gellert 3, 230; mein mündel, herr Simon, hat das loos schon in händen. ich kriege vier thaler dafür, und wenn das loos gewinnt, den dreizehnten theil des gewinnstes. 292; wir brauchen uns gar nicht vor diesem herrn zu genieren, der kennt mich, hat manches loos bei mir gespielt. H. Heine 2, 181; das grosze loos, der schein, auf den in einem solchen spiele der hauptgewinn fällt: gestern nacht habe ich geträumt: nummero 1538 wird als das grosze loos herauskommen (aus dem glücksrade). 269; und dieser gewinn selbst: wenn ich das grosze loos in der Hamburger lotterie gewönne. 241; bildlich: ein das grosze loos in Südamerika gewinnendes Spanien. J. Paul dämmer. 129. 1111) los hat in der ältern sprache auch die bedeutung parole, erkennungswort, auch sonst erkennungszeichen unter zugehörigen (wie lat. tessera): ein fürst hat etwan ein liberei, losz, kreid und zeichen. kriegb. d. fr. 51; an disen zweien stucken, kreiden, losz und hoffarben werde man erkennen, dasz sie seine (gottes) kinder seien. 31; der untrew knecht der kunt sich regen mit seiner schalkhait grosz: 'herr, so reitet uns entgegen und gebt uns auch ain losz nur ain halbe meil hindan'. Uhland volksl. 347; nun hört mir zu, jhr lieben gesellen! weiln wir die wach versehen söllen, so wolt fein dapfer zsamen halten ... sanct Marx will ich euch zum losz geben, das soll ein jeder merken eben, wenn er gfragt wird, was das losz sei, auf dasz man jhn erkenn darbei. J. Ayrer 182b (906, 11 Keller); thet eins mals in Ungern ein zug, da hett ich auch desz losz vergessen. ebenda (906, 22); erkennungszeichen unter liebenden: er gab jhr ein losz in seinen garten, darinn er jhr wolt frölich warten. Ambraser liederb. 241, 7; plur. hier lös: ausz disen warten kan man allenthalben in die weiten sehen, also das sich nichts regen möge, das man nit innen werd, auch mögen lösz darauf gegeben werden, mit aufgereckten körben, reuchen, und püchsenschützen oder feuer. Dürer unterricht zu befestigung D. vgl. loszeichen. 1212) im deichbau ist los so viel wie deichfach (theil 2, 906), der antheil den jemand an einem deich hat, für dessen erhaltung er sorgen musz.
14471 Zeichen · 222 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    losst. N. (a)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    los , st. N. (a) nhd. Verlust, Verderben ÜG.: lat. perditio Gl Hw.: s. *léosan Q.: Gl E.: germ. *lusa-, *lusam, st. N. (…

  2. 8.–14. Jh.
    Altnordisch
    losst. N. (a)

    Köbler An. Wörterbuch

    los , st. N. (a) nhd. Auflösung Hw.: s. losa E.: germ. *lusa-, *lusam, st. N. (a), Verlust; s. idg. *leus-, V., schneide…

  3. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    ..los

    Althochdeutsches Wörterbuch · +9 Parallelbelege

    ..los.. Glaser, Griffelgl. S. 574,10 s. êrlôsida, Nachtrag.

  4. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    lôsadj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    lôs adj. 1. los und ledig. s. die zusammensetzungen. 2. anmutig, lieblich, reizend. a. ohne einen übeln nebenbegriff. si…

  5. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    losSb.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +9 Parallelbelege

    los , Sb. nhd. Gesetz ÜG.: lat. lex, statutum Hw.: s. loi (1) E.: s. loi (1) L.: Lü 210a (los)

  6. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Los

    Adelung (1793–1801) · +13 Parallelbelege

    Los , -er, -este, adj. et adv. welches auf doppelte Art gebraucht wird. I. Als ein Bey- und Nebenwort; wo es, 1. im geme…

  7. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Los

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Los weit überwiegend ‘Loos’; immerhin 36 von 138 exzerpierten Belegen iSv Lotterielos(Bed 1c) 1 der Bestimmung des Zufal…

  8. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Los

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Los ( Loos ), das unverdiente Glück oder Unglück. insofern beides als Schickung betrachtet wird, daher auch jede Entsche…

  9. modern
    Dialekt
    los

    Elsässisches Wb. · +18 Parallelbelege

    los k. frei werden: von de n Soldate n l. k. Dehli. Nächt is t die Satans Ku h schun wi e d e r los ge kumme n ! von der…

  10. Spezial
    los

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    los I adj. 1 (nicht mehr fest) löcher (löcri, löcra), lascé do 2 (frei) lëde (lëdi, lëdia) 3 (locker) löcher (löcri, löc…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit los

1.135 Bildungen · 762 Erstglied · 357 Zweitglied · 16 Ableitungen

los‑ als Erstglied (30 von 762)

los (3)?

KöblerMnd

los (3)? , Adj. Vw.: s. lōs (1)

Los I

SHW

Los I Band 4, Spalte 381-382

Los II

SHW

Los II Band 4, Spalte 383-384

Los(en)sau

SHW

Los(en)-sau Band 4, Spalte 389-390

losbacken

SHW

los-backen Band 4, Spalte 385-386

losbickeln

SHW

los-bickeln Band 4, Spalte 385-386

losbinden

SHW

los-binden Band 4, Spalte 385-386

losbrennen

SHW

los-brennen Band 4, Spalte 385-386

losbringen

SHW

los-bringen Band 4, Spalte 385-386

losdrehen

SHW

los-drehen Band 4, Spalte 387-388

loseisen I

SHW

los-eisen I Band 4, Spalte 387-388

losfahren

SHW

los-fahren Band 4, Spalte 389-390

losfangen

SHW

los-fangen Band 4, Spalte 389-390

losfeuern

SHW

los-feuern Band 4, Spalte 389-390

losflitzen

SHW

los-flitzen Band 4, Spalte 389-390

losgehen

SHW

los-gehen Band 4, Spalte 389-390

losgondeln

SHW

los-gondeln Band 4, Spalte 391-392

loshacken

SHW

los-hacken Band 4, Spalte 391-392

loshauen

SHW

los-hauen Band 4, Spalte 391-392

losheben

SHW

los-heben Band 4, Spalte 391-392

loshenken

SHW

los-henken Band 4, Spalte 391-392

Losholz

SHW

Los-holz Band 4, Spalte 391-392

loshoppeln

SHW

los-hoppeln Band 4, Spalte 391-392

losjuckeln

SHW

los-juckeln Band 4, Spalte 391-392

los als Zweitglied (30 von 357)

ankulos

KöblerIdg

*ankulos , M. Vw.: s. *ankulo-

ankúlos

KöblerIdg

*ankúlos , M. Vw.: s. *ankulo-

aulos

KöblerIdg

*aulos , Sb. nhd. Röhre, längliche Höhlung ne. pipe (N.), conduit; RB.: Pokorny 88 (137/137), arm., gr., ital., germ., balt., slaw. W.: gr. …

bandilos

KöblerAhd

*bandilos , Sb. Pl. Vw.: s. husu-

edʰlos

KöblerIdg

*edʰlos , Adj. nhd. stechend ne. stabbing (Adj.); RB.: Pokorny 289 Vw.: s. *edʰ- (1) E.: s. *edʰ- (1)

geulos

KöblerIdg

*geulos , Sb. nhd. Gefäß, Kugel ne. vessel; RB.: Pokorny 396 Hw.: s. *gēu- E.: s. *gēu- W.: gr. γύαλον (gýalon), N., Höhlung, Wölbung, Schlu…

kēilos

KöblerIdg

*kēilos , Adj. nhd. bewegt ne. moved (Adj.); RB.: Pokorny 539 Vw.: s. *kēi-, *kēilo- E.: s. *kēi-<o:p></o:p>

k̑apelos

KöblerIdg

*k̑apelos , Sb. Vw.: s. *k̑opelos<o:p></o:p>

k̑apʰelos

KöblerIdg

*k̑apʰelos , Sb. Vw.: s. *k̑apelos<o:p></o:p>

k̑opelos

KöblerIdg

*k̑opelos , Sb. nhd. Karpfen ne. type of carp; RB.: Pokorny 614 (961/193), ind., gr., balt. W.: ? gr. κυπρῖνος (kyprinos), M., eine Karpfena…

k̑opʰelos

KöblerIdg

*k̑opʰelos , Sb. Vw.: s. *k̑opelos<o:p></o:p>

k̑ou̯əlos

KöblerIdg

*k̑ou̯əlos , Adj. nhd. hohl, tief ne. hollow (Adj.); RB.: Pokorny 592 Vw.: s. *k̑eu- (1) E.: s. *k̑eu- (1)<o:p></o:p>

putlos

KöblerIdg

*putlos , Sb. nhd. Kind ne. child; RB.: Pokorny 842 Hw.: s. *pōu- E.: s. *pōu-<o:p></o:p>

pōlos

KöblerIdg

*pōlos , Sb. Vw.: s. *pōulos<o:p></o:p>

pōulos

KöblerIdg

*pōulos , Sb. nhd. Junges ne. young (N.); RB.: Pokorny 842 Hw.: s. *pōu- E.: s. *pōu- W.: germ. *fulō-, *fulōn, *fula-, *fulan, sw. M. (n), …

su̯elplos?

KöblerIdg

*su̯elplos? , Sb. nhd. Schwefel ne. sulphur; RB.: Pokorny 1046 (1805/277), ital., germ. Hw.: s. *sā́u̯el- (?) W.: lat. sulphur, sulpur, sulf…

upélos

KöblerIdg

*upélos , Adj. nhd. übel ne. evil (Adj.), bad (Adj.); RB.: Pokorny 1107 Hw.: s. *upo E.: s. *upo W.: germ. *ubila-, *ubilaz, Adj., übel, sch…

u̯ailos

KöblerIdg

*u̯ailos , M. nhd. Wolf (M.) (1) ne. wolf (N.); RB.: Pokorny 1110 Hw.: s. *u̯ai- E.: s. *u̯ai-<o:p></o:p>

u̯eg̑ʰslos

KöblerIdg

*u̯eg̑ʰslos , Adj. nhd. fahrend ne. driving (Adj.), moving (Adj.); RB.: Pokorny 1118 Hw.: s. *u̯eg̑ʰ- E.: s. *u̯eg̑ʰ-<o:p></o:p>

u̯olos

KöblerIdg

*u̯olos , Adj. nhd. rund ne. round (Adj.); RB.: Pokorny 1140 Hw.: s. *u̯el- (7) E.: s. *u̯el- (7) W.: germ. *wala- (1), *walaz, Adj., rund; …

ēulos

KöblerIdg

*ēulos , Sb. Vw.: s. *aulos

abschiedlos

DRW

abschied·los

abschiedlos vgl. Abschied (III 2) bei welcher herrschaft ein dergleichen abschiedloser unterthan sich aufhaltet 1753 Chorinsky,Mat. III 93

achtlos

DWB

acht·los

achtlos , negligens, unaufmerksam: scherzt achtlos mit Auroren. Wieland 5, 188 ; bist du so gar einfältig, o fremdling, oder so achtlos? Vos…

Älternlos

Adelung

aeltern·los

Älternlos , adj. et adv. der Ältern beraubt. Älternlose Kinder, Waisen. Daher die Älternlosigkeit.

Affêctlos

Adelung

affect·los

Affêctlos , -er, -este, adj. et adv. der Affecten beraubt, ohne Affect. So auch die Affectlosigkeit.

AGRAVLOS

Hederich

AGRAVLOS , i , ( Tab. XVII .) Cekrops des I und der vorhergehenden Agraulos Tochter, mit welcher Mars die Alcippe zeugete. Apollod. lib. III…

Ahnungslos

Campe

ahnung·s·los

Ahnungslos , adj. u. adv. ohne Ahnungen, ohne Böses zu ahnen. Die Unglückseligen! Wie ahnungslos Sie in das ausgespannte Mordnetz stürzen. S…

Allmendlos

DRW

Allmendlos Stück Land als Bürgernutzen BadWB. I 33

amtlos

DWB

amt·los

amtlos , munere vacans, remotus a munere: dem amtlosen anstellung, dem arbeitlosen arbeit zu verschaffen. Fichte sittenl. 398 .

Ableitungen von los (16 von 16)

Belos

Meyers

Belos , im griech. Mythus Sohn des Poseidon und der Libya, der Enkelin der Jo, Vater des Ägyptos, Danaos, Kepheus und Phineus (s. d.).

entlosen

KöblerMnd

entlosen , sw. V. Vw.: s. entlȫsen

êrlôs

Lexer

êr-lôs adj. BMZ ehrlos, entehrt Iw. Trist. Roseng. H. 1813. Swsp. 61,1. êrelos Neidh. 87,23. Msh. 3,60 a . 104 b . Buch d. r. 1245. Ga. 1. 3…

Erlosen

Campe

Erlosen , v. trs. durch das Ziehen eines Loses erhalten. — so viel sie selber erloseten. — Voß. Dies Wort kann auch als ntr. mit der Fügung …

gelos

DWB

gelos , n. weidmännisch der koth aller thiere und vögel, die raubvögel ausgenommen, wo er das geschmeisz heiszt. Adelung, geloosz öcon. lex.…

Gelose

Campe

Gelose , des — s , o. Mz. s. Ge — 2. 2).

gelosen

DWB

gelosen , los werden, mhd. gelôsen, doch wesentlich md. ( mhd. mit âne werden gegeben, s. 2, a ); auch mnd. gelosen neben dem einfachen lose…

lose

DWB

lose , f. mutterschwein; ein im Oberdeutschen altbezeugtes und noch lebendes wort: porca losa. voc. opt. 44, 86; losze, vulg. more, scroffa.…

unlôs

Lexer

un-lôs adj. BMZ nicht leichtfertig, nicht verschlagen od. arglistig Wolfr. j.Tit. 3335. 958.

Unlose

Campe

Unlose , adj . u. adv . nicht lose.

urlos

DWB

urlos , adj. , gekürzt aus urbarlos wie urmann u. dgl.; 'urles (urlos) ists gth. von urbar, d. h. einträglich, was nutzen einträgt ' Schmidt…

urlôse

Lexer

ur-lôse stf. BMZ erlösung. unser urlôse ist getân Diem. 329,21 ;

verlôs

Lexer

ver-lôs prät. s. verliesen.

verlôse

BMZ

verlôse swv. sein trew die ist verpôset, verlôgen und verlôset erheuchelt Suchenw. 21,138.

verlosen

DWB

verlosen , verb. 1 1) durch losen in eines menschen besitz bringen. in der ältern sprache nicht nachgewiesen. erst bei Adelung vers. 4, 1474…

verlosung

DWB

verlosung , f. : omen eyn verlosung durch eyns menschen stimm. Dasyp. 161 a .