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dudeln

nhd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
10 in 10 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
24
Verweise raus
33

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

dudeln

Bd. 2, Sp. 541
Wossidia dudeln 1. die Sackpfeife, den Dudelsack, blasen oder die Drehorgel, den Dudelkasten, spielen; (dürftige) Musik machen Mi 18a; hei dudelt sin Leid HaHagenow@LankLank; zum weinenden Kinde sagt die Mutter, indem sie mit der Hand tut, als drehe sie den Leierkasten: Ick dudel un dudel den ganzen Dag Un dudel un dudel, solang' ick mag; Ick dudel un dudel un krig' kein Geld. Wat nützt mi all' dat Dudeln in de Welt? Wo. V. 3, 1159, oder: Dudel den Dudel, wat hest in 'n Sack? Räubenstiert, Kattenstiert, Enn' ken Toback 1162; im Rätsel vom Teig, auf diesen übertr., knetend drehen: Du ünner mi, Ick baben di, So will ick di woll dudeln 1, 71 a; übertr.: Laht du dat man so dudeln (so gehen, ohne einzugreifen) Mantz. Ruh. 25, 60. 2. sich langsam bewegen, langweilig reden, lässig arbeiten: wat dudelst 'n dor so lang'? GüGüstrow@GülzowGülz; de Marlower dudelten mit de lütt Wad' verächtlich von kleiner Fischerei Ro Ribn; de Jungens kemen antodudeln RoRostock@WarnemündeWarn (scheinbare Zs., s. ankamen 1 d); beim Dudeldudel- oder Abobibospiel sagt der den Ball an die Wand oder in die Höhe werfende Spieler, bevor er den Namen eines der Mitspieler aufruft: ick dudel, dudel, dudel, dudel SchwSchwerin@GodernGod. 3. scherzen, schäkern: de oll lütt Slüngel verstünn dat Dudeln ok all Zand. Bill. 134; De Knechts un Dierns in vullen Staot, De späln un dudeln up de Straot Hey. Punsch. 127; Buerh. 3. 4. zechen: hei hett 'n bäten dudelt PaParchim@WerderWerd. Zss.: af-, an-, fast-, herüm-, los-, ranner-, rin-, ümher-, ver-, vördudeln. — Br. Wb. 1, 265; Dä. 91b; Kü. 1, 384; Me. 1, 895; Teu. 1, 71.
1537 Zeichen · 31 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Dudeln

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Dudeln , verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert, und nur in den niedrigen Mundarten üblich ist, auf der…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    dudeln

    Goethe-Wörterbuch

    dudeln (auf Blasinstrument) kunstlos drauflos musizieren Gestern Abend .. haben wir gefiedelt und gedudelt B2,271,13 SLa…

  3. modern
    Dialekt
    dudelnintr. v.

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    dudeln [dudəln Bo. Si. u. s.] intr. v. 1. auf einem Blasinstrument schlechte Musik machen. — 2. schwerfällig arbeiten, l…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit dudeln

2 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitungen von dudeln (2 von 2)

Bedudeln

Campe

Х Bedudeln , v. trs. verächtlich, für schlecht besingen. Dieser Reimschmied versäumt es nie, feierliche Begebenheiten zu besingen, oder viel…

verdudeln

DWB

verdudeln , verb. eigentlich durch dudeln, schlechtes musicieren ( th. 2, 1498) aufbrauchen, ähnlich wie verfumfeien, besonders damit die ze…