Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
dudeln
dudeln
dudeln Vb. ‘fortgesetzt und eintönig (zuweilen nervenzermürbend) Musik erzeugen, vor sich hin singen’; schallnachahmendes Verb, zuerst (17. Jh.) ‘auf dem Dudelsack blasen’, dann ‘auf einem Blasinstrument schlecht spielen’ und ‘schlecht, kunstlos singen’ (19. Jh.). dudeln gehört wohl zu schallnachahmenden Bildungen wie dudeldum, dudeldei, ist also vermutlich älter als seine frühesten literarischen Bezeugungen. Das Verb bestimmt offenbar die dt. Lautform von Dudelsack (s. d.), während der Klang des Dudelsacks mit seiner nicht modulationsfähigen Tongebung und anhaltenden Eintönigkeit der Begleitpfeifen die Bedeutung von dudeln beeinflußt. Dudelei f. ‘minderwertiges Musizieren, gering geachtete Musik, mißbilligter Gesang’ (18. Jh.).