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fugel

ae. bis nhd. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
4 in 4 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
3
Verweise raus
5

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

fugel m.

Bd. 4, Sp. 382
fugel, m., haben mundarten für fogel oder, wie wir zu schreiben pflegen, vogel. so die Wetterauer mundart, in der man fu'l spricht, die zu Sonneberg im Meininger oberlande, aus welcher Schleicher volksthümliches aus Sonneberg s. 17 fûeghel anführt, die der fürstenthümer Göttingen und Grubenhagen, in der man fugel neben fogel hört (Schambach 282b), die Siegerländer, in der vugel neben vougel gesagt wird (Schütz Siegerländer sprachidiom 1, 12), die der gegend von Elberfeld, in der vugel üblich ist (Frommann 4, 260 f.), die des südlich der Ruhr gelegenen berglandes, der fuĕgel eigen ist (Frommann 6, 48). die sich demnach nur in gegenden Mitteldeutschlands, spärlicher des angrenzenden Niederdeutschlands zeigende form fuszt auf alts. fugal, fugl, welches mit seinem ungebrochnen u sogar in die höchstwahrscheinlich nach dem Niederrhein hin auf der linken seite des flusses entstandene ahd. übersetzung des Tatian eingedrungen ist, denn, während ahd. überall fokal, fogal vorkommt, hat dieselbe (s. cap. 38, 2. 51, 2. 71, 2. 73, 2) fugal, das auszerdem ahd. nur noch in dohfugal, mergulus, taucher, tauchente, aus den dem 10. jh. angehörenden Tegernseer glossen nachzuweisen ist, aus welchen es Docen in seinen miscell. 1, 208b verzeichnet hat. ein mhd. vugel findet sich nirgends, nur vogel; dagegen könnte es mitteld. vorkommen und wirklich führt Diefenbach 628b aus einem handschriftlichen glossar des 15. jh. fugel an. Auffallend erscheint die form bei Keisersberg. während nemlich in den drucken seiner schriften fogel (s. d.) beliebt ist, steht in der seltner vorkommenden bedeutung »das von der befruchtung durch das männchen im ei befindliche samenklümpchen« fugel: wann dieselb weisse (dasselbe weisze im ei) hat ain flecklin, nennet man den fugel. schif der pen. 112a. es ist nichts anders als vogel, wie auch Jacob Grimm wb. 3, 1745 unter flecklein angibt. schwerlich aber ist fugel der mundart des Elsasses entnommen, denn diese hat für vogel, avis, die form veaujel (Arnold pfingstmontag 60. 121. 139), und warum sollte in jener bedeutung vom flecklein im ei eine andere gebraucht sein.
2127 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    fugelst. M. (a)

    Köbler Ae. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    fugel , st. M. (a) Vw.: s. fugol

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    fugelst. M.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    fugel , st. M. Vw.: s. vogel

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    fugelm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    fugel , m. , haben mundarten für fogel oder, wie wir zu schreiben pflegen, vogel. so die Wetterauer mundart, in der man …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fugel

7 Bildungen · 7 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

fugel‑ als Erstglied (7 von 7)

fugelbana

KöblerAe

fugel·bana

fugelbana , sw. M. (n) nhd. Vogeltöter, Vogelfänger E.: s. fugol, bana L.: Hall/Meritt 141b, Lehnert 87a

fugeler

DWB

fuge·ler

fugeler , fugler , m. , könnte, wie fugel für fogel, für fogeler ( s. d. ) oder nach unserer gewohnten schreibweise vogler vorkommen. mir ma…

fugella

MLW

fug·ella

fugella , -ae f. fuga (furtiva) – (verstohlene) Flucht : Abbo Sangerm. bell. 1,166 erubuere (sc. Normanni) ... veluti lupus ... nil rapiens …

fugellus

MLW

fugel·lus

* fugellus , -a, -um. (fugere et fugella) fugitivus, timidus – flüchtig, ängstlich : Carm. Cent. 73,19 eximat ... Dominus cito teque tuosque…

fugelskūle

KöblerAfries

fugelskūle , F. nhd. Vogelhütte, Vogelherd ne. fowling-floor Q.: E, B E.: s. fugel, skūl W.: saterl. fugelscule L.: Hh 32b, Hh 173, Rh 769b