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fallen

mnd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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21 in 19 Wb.
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Eintrag · Westfälisches Wb.

fallen V.

Bd. 2, Sp. 536
fallen V. [allg.] 1.1. (von einem Körper) durch seine Schwere aus einer best. Höhe abwärts zu Boden bewegt werden. Van’n Balken fallen (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa). De Timmermann fell vam Dak (Kr. SoestSos Kr. Soest@SassendorfSd). De Äpele fallen vam Bome (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@DrolshagenDh). De Nötte fallt in dän Korw (Kr. HalleHal Kr. Halle@BorgholzhausenBo). Ick fell up’m Rüch (Kr. HöxterHöx Sb). Innen Dutt fallen in einem Klumpen, Haufen zusammenfallen (Kr. CoesfeldKos Gb). — Ra.: He is nich uppen Kopp falen er ist sehr klug, schlagfertig (Kr. HalleHal Kr. Halle@SteinhagenSt || verbr.). Hei es nit op de Muhle fallen er ist schlagfertig (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@OesterauOa || mehrf.). Dou bist woll up’en Kopp fallen! du bist nicht ganz gescheit (Kr. BürenBür Kr. Büren@LichtenauLi). He wet neï, op he schteggt oder fällt er kann sich nicht entscheiden (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@RösebeckRö). Den kannst diu up en Kopp stellen; Geld fellt den nich iut der Tasken er ist arm, hat kein Geld (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs || mehrf.). Hei is innen Pütt (Brunnen) efallen a) er ist betrunken; b) er hat Pech gehabt, ihm ist etwas mißlungen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@MeinerzhagenMh || mehrf.). Dat Tüg fällt em vön Liewe er ist sehr mager (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). He föllt boll ut sine egene Hut dass. (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@OsterwickOw). Hai was wahne iut me Tuige fallen dass. (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). Dat es iamme op et Buotterenge (mit Butter bestrichene Seite einer Brotschnitte) fallen das ist ihm mißlungen, er hat dabei Pech gehabt (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@OesterauOa || ähnl. mehrf.). He fällt immer os ene Katte werr up de Föüte er hat immer Glück, auch wenn es zunächst nicht so aussieht (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo || mehrf.). He is mät de Mäse in’t Botterfatt efallen er hat eine glänzende Heirat gemacht, hat überhaupt viel Glück (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@BorkenBo). Dē is auk ne gïele Biär (Birne) int Mōs fallen er hat unverdientes Glück gehabt (z.B. bei einer Heirat) (Kr. SteinfurtStf Ms). Kein’n fällt wat in’n Schäot niemandem fällt etwas mühelos zu (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo || mehrf.). Dat föllt unner’n Disch das wird nicht berücksichtigt (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Se send van de Kanzel falen das Aufgebot ist in der Kirche verlesen worden (Kr. HalleHal Kr. Halle@HörsteHö || (ähnl.) mehrf.). Biste von’n Balken falln? sagt man, wenn sich jmd. die Haare hat schneiden lassen (Kr. MindenMin Kr. Minden@KleinenbremenKb || ähnl. mehrf.). Men dröff ja nich met’t Meß in’t Farken (Schwein) fallen man darf nicht neugierig sein (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). Dat Wicht es van dr Kahr efallen das Mädchen hat unmoralischen Umgang (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Nu fallt se mi ganz ut’n Korf nun enttäuschen sie mich sehr (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt || mehrf. Ahs). He is mii stump ut de Hannen fallen er hat mich sehr enttäuscht (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@WettringenWt). — Sprichw.: Woai häouge kläätert, kann äouk doaipe falln (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@HemmerdeHm || mehrf.). Well alls glöw un ’t Bedde verköff, de föllt mät’t Gatt int Stroo (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). Bliev uppe Ere, denn fällste nich hoch man soll bescheiden bleiben (Kr. MindenMin Kr. Minden@MeißenMe || ähnl. mehrf.). Diäm äinen sejne Laiwe fällt op en Räosenblatt, diäm annern sejne op et Siuermausfatt (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || (ähnl.) mehrf.). Bǫ de Lībe op fällt, dǫ fällt se op, un wenn se op’m ǫllen Kaudrïet fällt (Kr. IserlohnIsl El || mehrf.). De Liebe is blind; de föllt so guot up Ssiägenküttel äs up en siden Lind (Band) (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@CoesfeldKf || ähnl. mehrf.). Wann ’t Mallör sienen Willen häbben sall, dann fäöllt de Katt van’n Stohl un bräck ’n Stiätt (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@NeuenkirchenNk || (ähnl.) mehrf.). Et fällt käine Äike vam ästen Schlag von einem Schicksalsschlag kann man sich wieder erholen (die krfr. Stadt WittenWit die krfr. Stadt Witten@WittenWi || mehrf.). Blouß ne schlechen Boum fällt op diän eirsten Schlag (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Auk deï stärkste Baum kann fallen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LeedenLd). En jungen Boum kann fallen, en alen mut fallen (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@RüblinghausenRü). Ripe Bieren fallt van sülwest (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi). Wann de Appel rip es, dann fällt hei (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || mehrf.). Dä Appel fällt nit wiet vam Stamm (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@LimburgLb || mehrf.); erweitert: ..., hier esse öw- wer in’n Siepen (Morast, Bach) gekollert (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LindenLi || mehrf.); verändert: De Appel fällt nit wuit vam Piärd (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). Woa gehuobelt wääd, doa fallt ok Spöäne (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@HemmerdeHm || mehrf.). Bǫ de Böum fällt, dǫ blitt ’e leggen du brauchst dich um die Angelegenheit nicht mehr zu kümmern (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs || mehrf. Isl). De Pütt wütt nich äher tomakt, bes ’n Kind drin fallen is (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@DarfeldDf || verbr.). Wel ’t Üterste ut de Kaarne will lecken, de föll ’t Lid (Deckel) op de Nösse (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr || ähnl. mehrf.). Wai nau nit van’em Piärre fallen is, kann auk nau nit rīen (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe). Dat Water, wat in en Briutschleier fällt, briuket d’ Frugge in d’r Ehe nit t’ greynen (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe). Ner fallenden Wand giett jeder noch gärne en Schupp (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). — Sagw.: De Boukweiden is nich eher sieker, siä de Bur, bes he in den Magen is; dau föllt em de Pannekouken in de Asken (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi || ähnl. mehrf.). Dat hadde ick es doun sollt, siä de Junge, dau löüt ene Swalwe wat in’t Süppken fallen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi). Do fällt wat, ropde de Bur, dau smait he sin Wiw ut den Bedde (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi || ähnl. mehrf.). Watt sind de Blagen vandage wild, sagg dat Bïeddelwief, dao waß äöhr de kleine Junge ut de Kiep fallen (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa || mehrf.). Dät hiät wahne ruimet, saggte de Biuer, do waß hai diär de Balkenliuke fallen sagt man, wenn etwas mißlungen ist oder jmd. seinen Mißerfolg nicht zugeben will (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || mehrf.). Nu kuom iek, saggte de Leiendecker (Dachdecker), doa foll hei vam Dake (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Dat Nöidigste te’est, ha dä Bur saggt un sien Wief verduoschen; do was iähm en Piärd in’n Grawen fall’n (die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-Eickel@GelsenkirchenGk || mehrf.). — Wetterregel: Sün Päiter, dan fällt de Snäi ob’m häid’n Stäin (Kr. SoestSos Na || mehrf.). Fällt deï erste Sneï in Dräck, bliff deï ganze Winter eïn Gäck (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LeedenLd). — Rätsel: Hümpelken Pümpelken fell sick vonne Bank; was kain Dokter in Engelland, de Hümpelken Pümpelken kuroiern konn: Ei (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh || mehrf.). — 1.2. (+ laten) bewirken, verursachen, daß etwas fällt. — Ra.: Dat heffe in’n Diek fallen laoten das ist uns mißlungen, nicht geglückt (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). Lao äs ’n Krälleken föör mi fallen! bete einen Rosenkranz für mich (WMWB). Iek well all mal enn Krälleken fiär diek fallen looten scherzhafte Anspielung auf jmds. Tod (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr). — Sprichw.: Et flügg(t) kin Vuegel öwer’t Land, of he lött wat fallen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi). — 1.3. (beim Gehen, Laufen) den festen Halt, das Gleichgewicht verlieren und mit dem Körper auf den Boden geraten; hinfallen, hinstürzen. Heu fell kopps ower in dat Water (Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@HeidelbeckHb). Büä diene Knuaken op, dann fällste ok nit (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@GeiseckeGs). Fall bloß nich in’t Döpbecken scherzhafte Mahnung an den Paten (Kr. MindenMin Kr. Minden@KutenhausenKh). — Ra.: Met Stuürn un Falen mit knapper Not (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Met Fallen un Opstn was dat gemāket mühelos und schnell war das gemacht (Kr. IserlohnIsl Dh). Hei fällt öwer sine eigenen Büune a) er ist unbeholfen, ungeschickt; b) er ist faul (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@HiddenhausenHi || verbr.). De fellt öber de Arböjj un suiht seu nich er ist arbeitsscheu (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Hei irs in de Disseln fallen er hat Pech gehabt (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@OhleOl). De is noch nich met’n Pott follen die braucht noch keine Schwiegertochter (WMWB). Dat kann ’k mi doch nich begriepen, dat ick so owwern Klump faollen bin ich kann nicht verstehen, daß ich so anders (als die übrigen Familienangehörigen) bin (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). — Sprichw.: Wer sine Näsen te hoch drägt, fällt awer Steine (Kr. MindenMin Kr. Minden@MeißenMe). Woa nicks fällt, kann ouk nicks opstahn (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). — Sagw.: Ik mott de Sake up’n Grund kuemen, sagg de Bur, dao foll he in’n Ahlkump (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl || mehrf.). — 1.4. (+ sik) hinfallen, stürzen [Kr. TecklenburgTek Kr. LübbeckeLüb Kr. MindenMin Ravensbg Kr. WiedenbrückWie Mark Olp]. He het sik fahlen (Kr. HalleHal Kr. Halle@HalleHa). Hai foll sik diän Auwer (Ufer, Hügel, Abhang) raff (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@OestrichÖs). Fallt ink nit de Trappe rinn! (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@HilfringhausenHl). — Ra.: Fall dī nit, stüä(r)t dī laiwer! sagt man scherzhaft, wenn jmd. stolpert oder zu fallen droht (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor SCHLEEF). — Sprichw.: Besuopen Kärls un kleïne Kinner fallt sik nix kaputt (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LeedenLd). Unner en Fö’er Högg (Fuder Heu) fällt sick kine Mus daut (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi). — 2.1. seine Höhe vermindern, niedriger werden, sinken, sich senken. Den Näwwel föllt (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Bo). De Stuten is fallen das Brot ist nicht ausgebacken, hat Wasserstreifen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@BevergernBe). Dai Stiuten es te Hǟre fallen der Stuten ist mißlungen (Kr. IserlohnIsl Dh). Wenn ’t Water föllt, dann krakt dat Is (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@EmsdettenEm). — Ra.: Emme fail et Herte in de Huasen er bekam große Angst (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@AltenkleusheimAk || mehrf.). — Sprichw.: Wann ’n Hämmel föllt, bräkt alle Vizestaaken (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@BorkenBo). — Wetterregel: Wann im Mät vïell Nïebel fallen, im Summer vïell Gewitter knallen (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@HilbeckHi). — 2.2. im Wert geringer werden, sinken. De Prīse sind fallen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — 2.3. nachgehen (von Uhren). De Klocke föllt jeeden Dagg (WMWB). — 3.1. im Kampf sterben, als Soldat ums Leben kommen. Hä es im Krīge fallen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — 3.2. durch Krankheit, Hunger, Kälte o.ä. eingehen, verenden. Em is ’n Stück Veeh för de Been fallen (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@OchtrupOc). — 4. geboren werden, abstammen [verstr. OWestf]. Van schoinen Pearden fallt schoine Foahlens (Kr. BürenBür Kr. Büren@SalzkottenSk). Van den Hengst was dat Füll van follen (WMWB). — 5. sich plötzlich, mit einer best. Heftigkeit, irgendwohin, an eine best. Stelle bewegen. Trese fäll vör Heinerich op de Feute (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi). — Ra.: He fällt met de Düer int Hues er verhält sich undiplomatisch, ungestüm (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@HattingenHt || mehrf.). Fāl mi doch nich alleswech int Wert unterbrich mich nicht ständig (Kr. TecklenburgTek Me). — 6.1. zu einer best. Zeit, zu einem best. Zeitpunkt stattfinden. — Ra.: Wenn Ōstern un Pingsten up eïnen Dach fallt, ... niemals (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa || mehrf.). Wenn Pingsten op een Friedag fällt, ... dass. (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@HerneHe || (ähnl.) mehrf.). — 6.2. in jmds. Besitz kommen, jmdm. zufallen. Den Hoff feel up Kispelt (Familie Kisfeld) (WMWB). — 7.1. (unvermittelt) ausgeführt, durchgeführt, getroffen o.ä. werden. Do foll en Schüett (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — 7.2. sich zutragen, ereignen (Ravensbg WEDDI-GEN). — 8. (unvermittelt) in einen best. Zustand geraten. In Ōmach fallen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Al). — Ra.: He fällt int Oemsfatt (Faß von ca. 109 Liter Inhalt) er fällt in Ohnmacht (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@HattingenHt || mehrf.). Ick sin rāin unner de Rāibers fallen ich bin in schlechte Gesellschaft geraten (Kr. BeckumBek Vh). — 9. durchfallen (bei Prüfungen). — Sagw.: Wann de Sake nit well, saggte de Buer, at sin Suon düörch’t Doktorexoamen efallen was; iek harr es ’n Kalf, dat soug an twei Käuen un woer douch män ’nen Ossen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). — 10. In Vbdg. mit sūr schwerfallen, große Mühe machen [verstr. westl.]: Sūer fallen (die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel Üd). — Sprichw.: Wat äiner daun kann, fällt twäi nich suer (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Van’n Bur nao de Börger, dat geht as ’n Örgel; mao van Börger nao’n Bur, dat fäöllt sur (vom Heiraten und von Mägden) (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). — 11. In Vbdg. mit in + Infinitiv [Kr. SoestSos Isl]: Dat fällt ïem int Lachen er muß tüchtig lachen (Kr. IserlohnIsl Dh). Dat ies me in’t Möggen fallen er mag es nicht mehr (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). Dat sall di noch in’t Möggen fallen das soll dich noch reuen (Kr. SoestSos Kr. Soest@BorgelnBo). ⟨Infinitiv: fallen [verbr.], fālen [Kr. TecklenburgTek Lüb], fallel [Kr. DetmoldDet Höx], follen [Bor]. — Präs.: 3. Sg.: fält [Kr. TecklenburgTek OWestf SWestf], fölt [Münsterl]. — Prät.: 1./3. Sg.: fel [OWestf Hellweg KSauerl], fol [Münsterl Mark Olp], föl [Kr. AhausAhs Kr. SteinfurtStf Bek], fölt (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe), ›fē¹l‹ [WMünsterl Kr. OlpeOlp Wal]; Pl.: föllen u. follen [verstr. Münsterl SWestf], fellen [verstr. bes. OWestf], fēlen [WMünsterl]. — Part.: fallen [verbr.], fālen [Kr. TecklenburgTek Kr. LübbeckeLüb Kr. MindenMin Ravensbg Wbg], follen [Kr. MindenMin Kr. WiedenbrückWie Kr. WarburgWbg WMünsterl Kr. CoesfeldKos Kr. MünsterMün Rek]. — In Vbdg. mit sik wird das Perfekt mit hebben gebildet. Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@RüblinghausenRü u.a. differenzieren zwischen Hai iß gefallen ’er ist im Krieg umgekommen’ und Hai hätt siek gefallen ’er ist hingefallen’; Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs u.a. differenzieren zwischen Hai hiät sick fallen ’er (ein Mensch) ist gefallen’ und Et es fallen ’es (ein Tier) ist gefallen’⟩
11043 Zeichen · 289 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    fallenst. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    fallen , st. V. Vw.: s. vallen (1)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fallen

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Fallen , verb. irreg. neutr. welches das Hülfsw. seyn erfordert. Ich falle, du fällst, er fällt; Imperf. ich fiel; Mitte…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    fallen

    Goethe-Wörterbuch

    fallen A zur Bezeichnung einer Bewegung, Richtung nach unten 1 herab-, herunter-, hinunterfallen, -kommen, -stürzen (im …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Fallén

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Fallén , Karl , s. Fall .

  5. modern
    Dialekt
    fallen

    Elsässisches Wb. · +7 Parallelbelege

    falle n [fàlə Illz. Co. Dü. Bf. Str. Ndrbetschd. Wh. ; fèlə Bisch. Breitenb. Z. ] Part. allg. gfalle n ; gfall en W. 1. …

  6. Sprichwörter
    Fallen

    Wander (Sprichwörter)

    Fallen 1. All as 't fallt, säd de Jung, as de oll Frû mit'n Näsdrüppel an de Nös em frog; op he 'n Pankôken hebben wull.…

  7. Spezial
    fallen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    fal|len (fällt, fiel, gefallen) vb.intr. 1 (aus der Höhe) tomé (toma) 2 (hinfallen) tomé (ia por tera), (schwer) splunfé…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fallen

99 Bildungen · 19 Erstglied · 70 Zweitglied · 10 Ableitungen

Zerlegung von fallen 2 Komponenten

fal+len

fallen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

fallen‑ als Erstglied (19 von 19)

Fallen(d)tor

Idiotikon

Fallen(d)tor Band 13, Spalte 1283 Fallen(d)tor 13,1283

Fallen(d)türli

Idiotikon

Fallen(d)türli Band 13, Spalte 1389 Fallen(d)türli 13,1389

Fallenbube

PfWB

fallen·bube

Fallen-bube m. : ' Arbeiter, der die Falle 2 a zu bedienen hatte ', Fallebub [ KL-Trippstdt ].

Fallendal

GWB

fallen·dal

Fallendal Name des Landguts in Ifflands ‘Die Hagestolzen’ 13 1 ,142 NachspIffland,Hagestolzen 136 [Peucer/G] Rose Unterberger R. U.

Fallen der Schichten

Meyers

fallend·er·schichten

Fallen der Schichten ( Einfallen der Schichten ), auch der Gänge , die Neigung der Schichten oder der Gänge gegen den Horizont. Die Schicht …

Fallendkrankheit

PfWB

fallend·krankheit

Fallend-krankheit f. : ' Epilepsie ', die Fallendkranket [KB-Kerzh Lambert Penns 53]; vgl. fallend 1, fallig , Fallsucht . Volksgl.: En Stri…

fallendsüchtig

DWB

fallend·suechtig

fallendsüchtig , epilepticus: folgends hett er ein schlachtordnung von ... faulen, mürben, würmwiblenden und fallendsüchtigen käsen. Garg. 5…

fallendung

DWB

fallen·dung

fallendung , f. casus, böhm. pád: lateinische und griechische fallendungen. J. P. aesth. 2, 225.

fallenlassen

RDWB1

fallen·lassen

fallenlassen auch fallen lassen оставлять / оставить, переставать / перестать, прерывать / прервать, прекращать / прекратить, бросать / брос…

fallenohr

DWB

fallen·ohr

fallenohr , n. das was den riegel im schlosse bewegt, gleichsam ohr der falle.

fallensüchtisch

DWB

fallensüchtisch , epilepticorum more: wie die Spanier, die auf cilicisch und fallensüchtisch aus der erschlagenen wunden blut saufen. Garg. …

fallenwillig

DWB

fallen·willig

fallenwillig , ruinae proximus: bedenket den verfaulten grund der schon gelenkten seulen die fallenwillig sein. Schottel, eine falsche wortb…

fallen als Zweitglied (30 von 70)

anegefallen?

KöblerMnd

*anegefallen? , Adj. nhd. angefallen, angegriffen Vw.: s. un- E.: s. ane, fallen

pfallen

KöblerMhd

*pfallen , st. V. Vw.: s. en- E.: s. en, vallen W.: nhd. DW-

Gefallen

RDWB1

Gefallen m услуга одолжение j-m einen Gefallen tun - делать / сделать одолжение устойч. , потрафить устар. , не в службу а в дружбу идиом. d…

Wohlgefallen

RDWB1

Wohlgefallen n sein ~ an etw. haben что-л. или кто-л. кому-л. нравится; что-л. или кто-л. кому-л. по нраву устойч. ; что-л. или кто-л. кому-…

abe enpfallen

MWB

abe enpfallen stV. → abe entvallen MWB 1 12,61;

abfallen

DWB

abfallen , delabi, decidere, von etwas niederfallen, in allen bei abfall dargelegten bedeutungen. der apfel fällt ab ( dem baum ), die reife…

Abgefallen

Wander

Abgefallen Ein Abgefallener und ein Mameluck sind der Christen grösste Verfolger. – Opel, 394.

anerfallen

DRW

aner·fallen

anerfallen durch Erbschaft zufallen die zwêne gulden ... der grâischaf anervallen sîn 1411 Aachen/LSchrP. 198 Faksimile 1572 Grünberg(Glaser…

anfallen

DWB

anfal·len

anfallen , nnl. aanvallen, wiederum 1 1) incidere, aggredi, irruere, ingruere: der hund fällt alle leute an; der feind hat das land angefall…

angefallen

DRW

ange·fallen

angefallen I [im Erbgang, durch Lehenrecht] zufallen, zustehen 1294 Amberg/Gengler,CIM. 34 Faksimile swaz daz gerihte ... angevallet 1294 Wi…

anheimfallen

DWB

anheim·fallen

anheimfallen , obvenire, devolvi, lucro cedere: die krone in Scheschian ist aus mangel eines gesetzmäszigen thronfolgers der nation anheimge…

anverfallen

DRW

anverfallen was jetwäders in der ee erblich anvervallt 1559 SGallenOffn. II 564 Faksimile

auffallen

DWB

auf·fallen

auffallen , incidere, afficere, nnl. opvallen, 1 1) niederfallen: der platzregen fällt stark auf, schlägt auf den boden; auffallende tropfen…

ausfallen

DWB

aus·fallen

ausfallen , excidere, elabi, exire, ausgehen, nnl. uitvallen. 1 1) sinnlich, von haaren, federn, zähnen, körnern, blumen: die haare fallen i…

befallen

DWB

befallen , ahd. pifallan ( Graff 3, 461 ), alts. bifallan, ags. befeallan, engl. befall, mhd. mnl. unüblich, aber möglich, nnl. bevallen. 1 …

beifallen

DWB

bei·fallen

beifallen , nnl. bijvallen. 1 1) dabei, daneben fallen, hinfallen: und alle threne in gottes sack gefasset, das nicht einer sol beifallen od…

Beyfallen

Adelung

bey·fallen

Beyfallen , verb. reg. neutr. (S. Adelung Fallen ,) welches das Hülfswort seyn zu sich nimmt, und nur in figürlicher Bedeutung gebraucht wir…

bīfallen

Idiotikon

bīfallen Band 1, Spalte 757 bīfallen 1,757

Dreinfallen

Wander

drein·fallen

Dreinfallen Er fällt drein wie der Marder in den Taubenschlag. Holl. : Hij valt er in als de vos in het hoenderhok. ( Harrebomée, II, 407. )…

durchfallen

DWB

durch·fallen

durchfallen , 1 1. untrennbar, zerfallen, zerreiszen, mhd. Ben. 3, 218 b . 2 . trennbar, durch eine öffnung fallen. 1@a a. es war ein loch i…

einfallen

DWB

ein·fallen

einfallen , mhd. în vallen, nnl. invallen, schw. infalla, dän. indfalde, in zahlreichen bedeutungen. 1 1) collabi, corruere: es war als woll…

empfallen

DWB

empfallen , excidere, mhd. enphallen, schreibt Luther verschiedentlich, doch in der bibel zuletzt nur entfallen: wenn ich sie angriffen habe…

enpfallen

Lexer

enpfallen , ent-vallen stv. red. I, 1. BMZ entfallen, nieder fallen. ir hende enpfîlen ûf ir knie Elis. 4817 ; mit dat. entfallen, verloren …

entfallen

DWB

ent·fallen

entfallen , elabi, delabi, excidere, schwächer als entfahren. ahd. intfallan, infallan, inphallan, mhd. enpfallen, nhd. bis ins 16 jh. noch …

erfallen

DWB

erf·allen

erfallen , decidere, ahd. arfallan, irfallan, mhd. ervallen, ags. âfeallan. 1 1) intr. zu tode fallen : Tewrdank der held stund unverzagt, g…

Ableitungen von fallen (10 von 10)

befallen

DWB

befallen , ahd. pifallan ( Graff 3, 461 ), alts. bifallan, ags. befeallan, engl. befall, mhd. mnl. unüblich, aber möglich, nnl. bevallen. 1 …

empfallen

DWB

empfallen , excidere, mhd. enphallen, schreibt Luther verschiedentlich, doch in der bibel zuletzt nur entfallen: wenn ich sie angriffen habe…

entfallen

DWB

entfallen , elabi, delabi, excidere, schwächer als entfahren. ahd. intfallan, infallan, inphallan, mhd. enpfallen, nhd. bis ins 16 jh. noch …

erfallen

DWB

erfallen , decidere, ahd. arfallan, irfallan, mhd. ervallen, ags. âfeallan. 1 1) intr. zu tode fallen : Tewrdank der held stund unverzagt, g…

gefallen

DWB

gefallen , verstärktes fallen, mhd. gevallen, ahd. gifallan, ags. gefeallan, altengl. ifallen, mnd. mnl. gevallen. im praet. auch geful, wie…

gefallene

DWB

gefallene , f. ein gefallenes mädchen: sonst halt ich sie für einen meineidigen, der mich als eine gefallene ansieht .. der er mitspielen ka…

Mißfallen

Adelung

Das Mißfallen , des -s, plur. car. der Gegensatz des Gefallens oder Wohlgefallens, die Unlust. Mißfallen an etwas haben, das Unangenehme, Un…

unfallen

DWB

unfallen sine casu?: so mögen es die lüfft nimmer erhalten unfallen Paracelsus 2, 101 A. —

verfallen

DWB

verfallen , n. , substantivischer infinitiv des vorigen, in den verschiedenen bedeutungen des zeitworts vorkommend: das verfallen der gebäud…

zerfallen

DWB

zerfallen , verb. , ahd. za-, zifallan ( Graff 3, 462 ), as. tefallan, mhd. ze-, zervallen, mnd. to-, mnld. tevallen; Maaler 514 d ; Stieler…