fallen
Rhfrk
falə, dau fęlšt, Part. gəfal; Mosfrk
fa·l.ə(n), dou fę·l.s(t), Prät.
fī:l, –ē:- [Bitb, Prüm
-ū:-],
Part. gəfal(ən) [Ottw, Saarl Infinit.
fę·l.ən, doch im SO
-e-, Part. gəfal; westl. innerh. einer L. Trier-Wintersd Sirzenich Krettnach Casel Leiwen, Bernk-Wintrich Zelting, Koch-Kennfus, Zell-Bullay Zell Strimmig, Koch-Clotten, Daun-NWinkel Üss Tettschd Birresborn, Prüm-Wallersh Schönecken Jucken
-ā-, dou fElts, –ē- [Trier-Stdt
-ę-],
Part. gəfāl(ən) [
gefāl einige Orte von Malm]; Rip
fa·l.ə, dū fę·l.ts, Prät.
fē:l [Aach
-e·i.-],
Part. jəfa·l.ə; ebenso SNfrk [
dū vi·l.ts Selfk]; doch
vǫ·l.ə innerh. Heinsb-Wildenr, Erk-Tüschenbr Wegbg Merbeck Tetelr Laar u. Reichsgrenze u. hier u. da innerh. Kemp-Lüttelforst Leloh Fischeln Naphsn Birgen End Amern u. bis zur Gutturalisierungsl. mit Ausnahme von einem Oststreifen innerh. Kref-Traar Verberg Kref Fischeln Willich Anr (mit
-a-); Prät.
vē:l; doch
ve·i.l innerh Heinsb-Haas Driesch Soperick u. w. Heinsb-Süsterseel Saeffelen u. innerh. Kref-Ürding Verberg Kref, Kemp-Mülhsn Ödt Hagen, MGladb-Klörath Neersen, Kref-Willich Osterrath, Neuss-Büderich NDonk, Düss-Heerdt OCassel,
-ę·i.- Kemp-Dülken,
-o·u.- u.
e·i.- Heinsb-Millen; Klevld
falə(n), Prät.
fīl, Part. γəfalə(n) st.: 1. sinnl. ab-, auf-, aus-, herab-, herunter-, hernieder-, darniederf. a. von Menschen u. andern lebenden Wesen. α. im gewöhnlichen Sinne wie
nhd., zu Boden
f.;
hart (hell, sacht) f. SNfrk, Allg. — Im nfrk. Berg u. hier u. da auch im SNfrk wird
f. reflex. konstruiert wie beten, baden,
z. B. ech fall mech, vir sind us gefalle, ek häff mek g. (Elbf). — RA.:
Leəg dech doə, da fälls de net! handele stets mit der nötigen Vorsicht Aach.
Wenn me wösst, dat me feil, da let mer sich doə ebd., Monsch.
Schwig mär, doə henge f. noch miəh Kenger! Zuruf an ein Kind, das gefallen ist, um seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken
ebd.;
hat et Schüss-chen (Schoss)
op, Angenis-che (Agnes, oder sonst ein Name),
do (ove) fällt er noch ent! Bergh-Ahe, Jül-Selgersd, MGladb-Rheydt;
sij (bist du)
gefalle, dann komm hier, dann sall ek ow opböre! Rees;
fall net, sos fällste! scherzh. zu dem, der gefallen ist Rip, Allg.
Mat (mit)
f. (on opstohn) lihren de Kanner (Kinder)
gohn WEif, Allg;
alles falles .. Prüm-Ihren;
möt f. on opstohn lihren de Weiter et lopen Kemp-SPeter, MülhRuhr, Dür-Winden Langerwehe;
wer fällt, lihrt och opstohn Bo-Wesseling.
De Junges stonnt, de Aulen (Alten)
f. Mülh-Ruhr.
Wenn ander Löck (Leute)
f., da lig de at do er kommt überall zu früh Sieg-NDollend.
De fällt och vom iəschte Schödde (op der öschte Schött) net wer viel vertragen kann,
z. B. geistige Getränke; er lässt sich nicht leicht einschüchtern, ist sehr schlau Dür, Bergh, Geilk, MGladb.
We huh klemmp, de fällt och huh (dep) Rip, Allg.
Womet mer fällt, domet moss mer och opstohn der Junge, der ein Mädchen geschwängert, soll es auch ehelichen Rip, Allg.
De es de Trapp eropgefalle wie
nhd.;
du bes de glasere Tr. herundergefalle hast schlecht die Haare geschnitten Neuw-Unkel;
för döm lot ich mech net no gene Tr. eraff. Eup;
de fällt bal oven erüver er ist stolz Sieg-Ägid, Trier;
e ful Kopp iwer Arsch WEif, Allg.;
ek bön oweraup (
-haup, –hauf)
(Tummeläut, rondöm) gefalle Mörs, Klev;
se fol ze Hof Jül-Kellenbg.;
er es langk (der Längde no) hingefalle Rip, Allg.
Er es gefall we'n gestochener Ochs Saarl-Differten;
de fel wie en nasse Sack dass er hilflos da lag Rip.
De fällt ongeweische (-waschen) sehr heftig Sieg-ODollend.
Kladderadatsch (paf(tich), schnaf(tich), plomps(tich) u. a.),
do fel e Rip, Allg. —
De es su dürn (mager),
dat e userefällt (auseinander) Rip, Nfrk. —
Wenn he op de Erd fällt, blif he steiche von einem, der eine lange, spitze Nase hat Rheinb-Heimerzh.
De reskiert so völ, bös dat e met de Nas en der Dreck fällt Nfrk.
Wo de (dicke Mensch)
fällt, git et ne Fettflecke Köln, Allg.
Lot (lasst)
üch f.; ech blose de Lamp us! scherzh. Einladung, zu Bett zu gehen Köln-Frechen.
De Kar wor schen (schön),
on et Perd fel Stichelei auf Lügen Schleid-Hellenth. —
Falljəs (manchmal auch
-jus) ein Kindersp., wobei die K. am Bergabhang sich möglichst schnell
f., hinabrollen lassen;
komm mer spiele F.! Birkf. —
Jö, sät Jann, do fiel Trinn op de Fott Mörs, Rees;
J. en Tr. trockteu (traken, zogen)
an en Lin (Leine);
J. sag hott, du feil Tr. op de Fott Heinsb-Millen.
De Sak (Sache)
mott ek op de Grond komme, sät de Sternekiker, do fiel he en de Pött (Brunnen) Mörs, Rees.
Do fällt ene Hongk en der P. wenn es mittags 1 Uhr schlägt u. die Arbeit wieder beginnt Kref-Osterath.
Do sett ich wech (weich),
sät der Düvel, du feil he en en Kouhmatsch Kemp.
Jungktum as gekig, sot de Frau, do fol et Kand ehr aus der Hott Prüm-Waxw.
Et es mar enen Osel, sät de Monn, du fel he möt de Frau dor de Bettstatt Geld-Leuth;
do fällt jet, sät der Mon (Mann),
du feil öm et Wif van et Bett Kemp. — In folg. RA. liegt sinnl. Bed. zu Grunde, doch herrscht meist übertr. Bed., wobei das Bild indes noch deutlich empfunden wird.
Dor fall ek (bino) op de Röck! Ausdr. des Staunens Mörs-Orsoy, Allg.
De fällt och emmer wie de Katz op de Fiss (Füsse) weiss sich zu helfen Trier, Allg.
De es nit op den Kopp gefalle ist schlau Rip, Allg.;
de üs op de K. g. ist dumm Ruhr, Allg.;
de es net op de Mul (Mond) g. ist schlagfertig Rip, Allg.;
net op de Nos g. sen dass. Bitb.
Er is wie uf die Hänn gefall kleinlaut Wend-Merzw.
He fällt op en Ben hinkt Sieg-Rhö
nd. Ich sin bal uf de Arsch gefall bei unliebsamer Mitteilung Simm-Ebschd, Allg.
De es nit drop gefalle ist schlagfertig Aach-Würselen.
Eich wollt dem net in't Maul f. der hat ein böses Maul Mos, Allg.
Enem en de Fengere (Füs, Hänn) f. wie
nhd. Rip, Allg.;
wean him an de Feist fällt, fir dean hat et geschellt Bitb;
em an de Grepp f. dass. Bitb.
Dat fällt enem en de Auen (Augen) Allg.
De Wisen fällt am ersten in de Netteln Ess.
Deə es met et Gesech e jen Eərze gefalle der Pockennarbige Aach.
He fällt mot senge Pläne on d' Bach Malm-Steffeshsn.
Fall net möt de Fott en et Mostrichsdöppe (Senftopf)
! einem sehr Eilenden scherzh. ins Ohr gesagt MGladb-Rheind.
Ech fel lewer an e Seheissdrek wie dem an't Maul Bitb-Mettend.
Enem en de Grane f. ins Garn geraten Aach-Merkst.
En ene Fettpott f. gut heiraten Kemp-Hüls;
hej es met de Kont in de Botter gefalle Rees;
hej fällt öwer de Ohre in de B. Rees.
Met de Nas bes e jen Dreck f. von einem misslungenen Unternehmen Aach, Allg.
Se os on't Strih gefall sie hat geboren Koch, Bitb.
In die Dauen (Fassdauben)
f. zusammenf. Mos
; en et Fullt (faul)
f. Misserfolg haben Aach
; en et Ohmfass f. in Ohnmacht Allg.;
en de Kränkd f. bei Fallsucht, Krämpfen Saarbg, Trier, Bitb;
en de Mangel f. Saarbg;
en de Schwächt f. ebd.;
en't Led f. Hunsr, Mosfrk.
E ös, als wenne der us de Mul gefalle wär er gleicht dir Sieg-Rheidt, Allg.
Su fett, dat en aus der Haut fällt Wittl-Dörb.
Dau bas währig em Grof aus dem Hinner gefall Bitb.
Der is dem Düvel us dem Tornister (der Hott, Kez, Kiepe, Kest, Kas) gefalle er taugt nicht, ist zerlumpt, heruntergekommen Allg ;
der es em Zigeuner ut dem Pöngel g. Wippf.
De makt Oge, äs wenn e us de Luət (Luft)
(Wolke) gefalle wör SNfrk, Allg.
He fel us alle Himmele Rip.
Aus der Roll f. Bitb, Allg.
He fällt dörch sing Knouche so mager ist er Aach:
su mager, äs dur de Räupe (Raufe)
gefallen Sol.
Ik bin dorch den Korf gefallen mein Heiratsantrag ist abgewiesen Geld-Nieukerk:
hej es dör de Benn gefalle im Examen, bei der Wahl udgl. Klev.
He fällt dörch de Schohn die Schuhe sind durchgetreten Schleid-Scheven.
Dörch jene Stropp gefalle siə dem Galgen entlaufen sein, mager sein Aach, Eup, Bergh, Düss.
Bal van de Ben f. übermüde sein Rip, Allg.
He es van der Trapp gefalle hat schlecht die Haare geschnitten Rip, Allg.
Die sin vam Predigstohl (
de Kanzel MülhRuhr)
gefallen kirchlich verkündigt Allg.
De es van der Kar gefallen unehelich geboren Elbf.
He es dem Deuwel van de Kar gefallen ein Taugenichts NBerg, —
dem Honn vam Schwanz g. Daun-Salm, Saarl-Differten.
Im is ene vum Stöhlche gefalle er ist nicht recht gescheit MülhRh.
Allen (allein),
be vam Himmel gefalle Koch-Lutzerath.
De fällt üver seng ege Ben (Knoche, Föss) Rip, Allg.
Mer kann hinkunn, wohin mer well, emmer fällt mer üver den überall ist er zu finden Rip.
Döm besiəhn ich net miəh, en wenn en op er Stroəss över mich feil Aach.
Do fällt mer üver et Geld (
den Dreck, de Kenner udgl.),
suvill hät der des Rip.
Der fällt noch iwer en Strohhalm Rhfrk, Allg.
Den fällt över nüst lässt nichts liegen Malm, Prü
m. Wenn ich över der Hongk komm, fall ich över ene Sterz wenn ich ohne Hilfe soweit fertig geworden bin, werde ich es auch zu Ende bringen Monsch-Kalterherbg. — Prägnante Konstr., wie
(sech) de Knoche userenf., sech de Dopp us der Pann f. (Gelenkpfanne) usf. Rip, Allg. — Mit bestimmten prä
d. Adj.;
flau f. ohnmächtig werden Viersen, Duisb, Wesel;
schwach f. Malm, Monsch, Daun, Wittl, Trier;
schroə f. Erk, MGladb;
sech dut (ze Dut) f. Rip. —
De fällt bal zesamme vor Schwäche, Müdigkeit, Ohnmacht Rip, Allg.;
de fällt z. we ne nasse Plagge Köln, MGladb; ein Brautpaar
es newegefall muss heiraten Ottw-Dirming. —
Part. Prä
s.;
de fallend Krankhet Epilepsie Rhfrk, Mosfrk, Rip, OBerg [
falle Kr. Saarbr-Sulzb];
f. Krängde Selfk;
de fallende Soch Mörs-Orsoy, —
Sikt Elten. — β. von absichtlicher Bewegung, auf den Boden zu;
enem für de Föss f.; op de Knee f. Rip, Allg. RA.:
Do fälls nidder, als ofste sibbe Mond (Monate)
nit mih gebich hätts wenn einer sich schwer etwa auf's Sofa niederf. lässt Köln.
Wat ös et stärks en de Kerk? De Schell; wenn de schellt, f. se all op de Knei MGladb.
Lange, l. Reje, wej f. op de Kneje Kinderld. Rees. — γ. von ungestümer Vorwärtsbewegung, wie
drüverherf., drenf. usf. RA.:
De fällt op einer we ne nasse Sack Köln.
Üver enen herf. wie
nhd. Allg.; der Ungenügsame
fällt drüver her we der Hungk (Hund)
üver den Beddelsack Köln, —
en Sau över ene heisse Brei Schleid-Reifferschd, —
en Kouh en den Brei Geld;
de fällt dran (drein)
wie en Sau an (in)
de Wessbrei (Weizenbrei) beim Essen, beim Reden Bitb-NWeis;
he fällt drop as en Bock op de Hawerkist Klev, —
der Düvel op de Sau Wippf-Bechen;
he fällt op enen wie den Dot op de Kuh mit seinen Meinungen Mörs;
de fällt üver et Eisse wie en Su üver den Troug (Trog) Schleid-Ripsd, Daun-Neroth, Sieg, —
der Ferkesnelles üver de Worschbröh Köln, —
Ferkeswellem över de Bottermelch Grevbr, —
dren (beim Sprechen)
wie ene Ferkeswellem Kemp-Süchteln, MGladb-Rheydt.
Et es leichter, met der Maul driver herf., als et selwersch dohn Kobl.
He fällt met der Mull dren spricht ungefragt MGladb;
engem op der Hals f. lästig
f. Bitb;
enem op de Kapp f. Schleid-Hellenth;
enem öm de Hals f. wie
nhd.;
die fällt em met de Benen öm de Hals in aufdringlicher Liebenswürdigkeit Elbf;
enem en et Handwerk f. Sol, —
en de Red f. wie
nhd. Allg.;
jo, dat es net rech, fel e derzwesche redete er drein, mischte er sich ein Rip, Allg. —
Gefalle komme mit lauten Schritten, hastig, täppisch ankommen Rhfrk, Mosfrk;
lo herumf. herumschlendern Birkf-Idar, Wend-Reichw.
Der fällt an der Dösch wie e Ferke Nfrk, Allg.;
met der Dür (dem Scheierdor, der Seiglock) en et Hus f. (nom H. herenf.) wie
nhd., Allg.;
de fällt met Hols un Buck (Bauch)
et H. eren Kemp-Vorst.
De fällt eren we de Fleg en der Brei Köln;
he fel heren wie en Sau en et Jüddenhus er kam unerwartet, plötzlich MGladb.
Lastenef. (längsteinander) Streit bekommen;
hanneref. (hintereinander) einen andern zur Rede stellen Bitb-NWeis.
De fällt jo hin un her, mer ment, e wär besoff Wend, Allg.;
de fällt dorum, als wenn de Knoche nit sein wäre Saarbr. —
Herenf. sich böse irren, grossen Schaden erleiden;
de fällt net su lech h. der Schlaue;
enen herenf. losse; de es met paar Mont (Monaten Gefängnis)
herengefalle Rip, Allg. — δ.
vom Flesch (Fleisch)
f. abmagern Koch;
van de Groət Gräten)
f. Kref. — ε. krepieren, vom Vieh;
de Koh es em gefalle Allg.; auch vom Menschen,
et os besser, dat de Vatter fällt as de Motter Prüm
; em Kreg f. wie
nhd. Allg. — b. Subj. irgend ein Gegenstand, wie
nhd. Allg.;
ze Stöcke f., knidderenenf. Rip. RA. mit wörtl. u. übertr. (diese nur angegeben) Bed. Einer ruft als Warnung:
Et fällt, et f.! Antw.:
Ach, wat, ne Kuəhsterz wackelt och on fällt doch nit Mettm, Sieg.
Et fällt nit alles, wat waggelt Köln.
Fall, dat de Gold wös (wirst)! wenn einem etwas entfällt Kref-Anr;
werschte nur in de Rhein gefall! Zell-Raversbeuren.
Wie et fällt, sät der Jong, wo de Tant met en Nasdröppche öm frögt, of he met Zupp woll esse Jül-Linnich;
nett so, as et fällt, sät Ullespiegel dass. Emmerich, Eusk-Billig.
Mensche Senn es M. Leəve, woə et op fällt, doə blift et kleəve Aach, Rees. Ruft der Klickerspieler, dem sein Kl. fällt
fall me!, so gilt der Schuss nicht; ruft der andere frühzeitig
fall de nüs!, so gilt er Rheinb-Meckenh.
Wann (wo) mer häut (
wo gehubbelt wird Jül),
dann (do) f. Spin (Späne) Dür, Aach.
Wenn den Hemmel fällt, sin (falle) alle Mössen (Vögel)
dot Klevld.
Wenn de Blädder f., fallt er ach er stirbt im Herbst Saarbr;
wenn et Lauf (Laub) fillt, sall er ouch wah (wohl)
f. Heinsb-Millen.
Ene alde Bom mott f., ene jonge konn f. alte Leute müssen sterben usf. Kemp-SPeter.
Se (die Kuh)
geht fort, wie die Kett fällt man verkauft eine Kuh, wenn man jede Garantie ablehnt; scherzh. auch
er hot sein Frau geheirot, wie de K. gefall as ohne Mitgift Trier-Heidenbg.
De Karten f. got werden wie auf Wunsch gespielt Allg.
Du felen em at de Nöss ihm sank der Mut Aden-Liers.
Su fruh wie en Esel, dem der Sack fällt Rip, Allg.
Ech han se gejag, dat de Lappe fele Rip.
De (Äpfel udgl.)
f. wie Schlot (Salat) leicht; auch beim Kartensp., wenn die Trümpfe alle
f. Rheinb-Meckenh.
Et es em en Rad gefalle er ist närrisch Sieg-Elthsn.
Es rent (regnet),
mer ment, es sollde Heigawele (Schitt-)
f.! Saarbr-Altenkessel, Trier-Braunshsn. —
Wo de Bom henfällt, do lit e Rip, Allg.
Mer kann em op de Kopp stelle, dann fällt noch kene Penneng erut dem Armen MGladb, Allg.
Dem es et emol gout hennen (hinten)
erobgefall (herab-) er hat unverdientes Glück gehabt Saarbg-Faha.
De mecht noch, bas em et Haus op de Kopp fällt allerhand Sprünge Prüm-Burb.
Et Hus soll iəmen op de K. f.! z. B. bei Krankheiten, schlechtem Wetter Kemp, Allg.
Ber de Stan ean de Hiht wirft, dem fällt e of de Kopp wer unüberlegt handelt, schadet sich selbst May-Trimbs.
Du kris en Tachtel, datste mens, der Mond fel der op der Kopp Köln.
Spöit net e jen Hüchde, söns fällt et üch open Nas! Aach.
Mairen, Trippeträn (Tuppetän), fall op mech, da wass ich Grevbr, Verbr.
u. a. Var. (
s. Regen).
Dat ös bis op et öngeschte (unterste)
Schap gefalle bis auf den Boden SNfrk.
Dat fällt op ene hesse Sten wenn jmd. unerwartet Geld bekommt, das er sofort wieder gut verwenden kann Rip, Allg.
Dat es dörch et Scherenlok gefallen der Schneider hat den Stoff unterschlagen Elbf.
Do os mer de Schwamm en de Pötz gefallen on os mer stifnass wuren der Mut gesunken Waldbr-Rosb.
Die Äbbel f. der nit in de Schniss Simm.
Dat köt enem net en de Mul gefalle in den Schoss Schleid.
En Sten es mer vam Herz gefalle wie
nhd. Rip, Allg.
Der Appel fällt net wit vam Stamm Rip, Allg.
Et Fleəsch fällt em va de Lif so magert er ab Aach.
Et Haus fällt em noch iwerm Kop zesamme (üver en Hof) Mosfrk, Allg.
Iwer Schur f. wenn die Stangen, die dazu dienen, das Schiff vom Land abzuhalten,
f. u. sich lösen Saarbg. — Vom Regen, Schnee, Wasser;
et fällt Schni, Ren wie
nhd. Rip, Allg. RA.:
Der Schni fällt op nen heiten Stein sagt man im März Sol.
Öm Allerhellegenmess es me der Schn. gewess, on wenn me nen dann net mag, dann fällt e op Märtesdag Eif.
As et Water fällt, dann krakt et Is auch scherzh. beim Pissen furzen Rees.
Haut (heute)
es mer wie nächst e Wan (Wagen)
denewegefall (darneben-) entgleist Ottw.
En tegengefallene Arbeit missraten Rees. — Von Körperteilen;
den Zappen as bei im gefall er ist mutlos WEif;
dem fällt och glich et Herz für de Foss (en de Schohn, Strömp, Bocks) Rip, Allg. — Von Handlungen oder Affekten Allg. RA.:
Et fällt em vom Riester die Arbeit geht ihm flink Saarbg-Freudenbg.
Dem f. de Wört (et fällt öm) ut gen Mull, wie der Koh der Stront ut gen Fott (Gat) er spricht alles grob u. gerade heraus Heinsb-Dremmen, Mörs.
Et Glöck es rongk (rund),
der enge fällt et open Nas, der angeren e jene Mongk Aach.
Mich es der Knid gefalle der Mut gesunken
ebd. D'Lief, die os gruss, se fällt esu gut op en Kihflapp wie op en Rus (Rose) Prüm-Ihren;
wo die Liebe drop föllt, do föllt se drop, un wenn se op ene Misthaupen föllt Ess.
De Plan os öm en de Schohn gefalle Schleid-Hellenth;
de Sach as an't Wasser g. Eif, Allg.
Et (das Leid)
fällt doch an einem nit elans Köln. — Von Tagen, Ereignissen, auf einen bestimmten Termin
f., wie
nhd. Allg. RA.:
Mer muss die Festdäg feiere, wie se f. Bitb.
Wann meune on deune Dag of ene D. f., da es et en Dohn Koch-Leienkaul.
Wenn Ustern un Pingsten op enen Dag f. niemals Verbr. (u. ä.). — Etwas
f. lassen, wie
nhd. Allg. α. sinnl. RA.:
Sank Gallen löt de Schnei f. Rheinb.
Ech han alles f. geloss on sen los! Saarbr.
Do hät wedder ene de Leffel f. gelosse sagt man beim Sterbegeläute Sieg-NDollend.
Ich haən dich, datste de Schuhslabbe f. läscht! Ottw-Schiffw.
Ströpp (Schläpp, Mäsche, Stech) (
s. d. W.)
f. l. beim Stricken.
Et giht ebbes im's Haus erim un lesst Deller f. die Kuh, wenn sie mistet Westerw.
He hät en Wes (Weste)
dur de Schiər f. l. wenn der Schneider bei genügendem Stoff den Anzug zu eng gemacht hat MGladb-Rheind;
he hät et ok dor et Scherenaug l. f. Mörs. —
En Wort f. l. wie
nhd. (do es ke W. va gefallen) Allg. — β. einen Vorsatz
f. l. wie
nhd.; einen
f. l. aufgeben, wie
nhd. Allg. — 2. mehr in abstrakt. Sinne a. mit persönl. Subj. α.
et Mädchen es gefalle sittlich Allg. — β.
met dat Mädche (met dem) ben ech gout (schleət) gefalle habe ich es gut getroffen Eup. — γ.
de Kuh steiht op et F. vor dem Kalben Mörs-Neuk. — δ.
op jet f. verfallen Rip. — ε.
he fel ful es misslang ihm etwa bei einem Wettbewerb, bei einer Erbteilung Heinsb;
de fällt fies er erscheint pedantisch reinlich, ist wählerisch im Essen Aach;
du fälls jet fin bist wählerisch im E. Geilk-Üb. — b. mit sachl. Subj. α. einem zufallen;
de Erfschaff es an mech gefalle; drei Mark (der Zeche)
f. op dech; et grusse Los fel no N. (op den) Rip, Allg. — β. werden, erscheinen Allg.;
dat Quartier fällt met der eschde leəg die Wohnung wird mit dem 1. frei Aach;
de Neite f. iemen ärg langk Kemp, Allg.;
dat fällt em schwer (hart, hell, lech); dat fällt enem lästeg (auch mit persönl. Subj.
du fälls mir l.) Rip, Allg.;
et ös, wie et fällt das hängt davon ab Kemp-Dülken;
dat es derno, so as et fällt Rees;
je wöster (wüster)
dat et f. mag hergeht MülhRh;
wie et Wedder fällt, mät (macht)
de Burschmann Geld Schleid;
wo der Säu vell send, do fällt et Gespöls dönn Dür. — γ. geringer werden;
Spinat fällt bejenen met koəke SNfrk, Allg.; auch mit pers. Subj.
du bes arg zesammegefalle; am (im)
Gesicht z.gefal sen mageres Gesicht bekommen haben Bitb;
e z.gefalle Gesicht Aach-Eilend. — Billiger werden;
de Kaffebunne sen gefalle Rip, Allg. — δ.
tegen et F. van den Owend bei eintretender Dunkelheit Geld. — ε. abschüssig werden, von Strassen Allg.;
de Stross fallt e bess-che dort enauszus Saarbr. — ζ.
de Rock fällt got sitzt gut Allg. — Das trans. ‘fällen’ fehlt der MA., dafür
umhauen, ummachen; doch:
Fall dat Donge net! lass das Dingen nicht fallen Prüm-Ihren;
mer soll ke friwentlich Urdəl fällen Prüm-Mürlenb 1860. — Imperat. Wortformen folg.: