rotte,
f. abtheilung, schaar. mhd. rote, rotte
ist ein lehnwort aus dem franz., es entspricht altfr. rote
aus mlat. rutta, rupta Diez
4 276.
gleicher herkunft ist engl. rout,
mnld. rote
gramm. 1, 494, rot Kilian.
mhd. rotte
wird stark und schwach flectiert. Bedeutung. in der ausgebildeten nhd. sprache ist das gebrauchsgebiet von rotte
eingeschränkt gegen frühere zeiten; wir haben rotte
nur noch in militärischem sinne oder in der üblen bedeutung von '
schlimme schaar, bande'. 11) rotte
als abtheilung einer masse, welche mit absicht geordnet und gruppiert wird. 1@aa)
militärische abtheilung, bei fuszvolk und reitern, die anzahl der zu einer rotte
gehörigen wechselt mit der entwicklung der heereseinrichtungen. mhd. rotte,
eine anzahl von vieren bezeichnend, Grimm
gesch. d. d. spr.3 170.
rechtsalterth. 212; rotte
zu zwölfen: vier rotte ... ie an der rotte zwelf man.
ges. abent. 1, 6, 327.
zu 500: er brâhte in sîner rotte dar fünf hundert ritter wol bereit. Konr. v. Würzburg
troj. krieg 24882.
ohne nähere bezeichnung der stärke, abtheilung, um einen führer geschaarter haufe: er hete zwô und drîzec schar. ieslîch schar (daʒ ist wâr) wâren drithalp tûsent degen. dô si ze rote wurden gewegen, zuo ieslîcher schare breit, als mir vür wâr ist geseit, vuorten si eine banier.
Dietrichs flucht 8716; die rotte wâren âne zal, die dâ mit compânîe riten.
Parz. 340, 16; die bruoder wol versunnen niht lange müeʒic hielten, wan si die rotte spielten vrîlîchen mit gedrange sît. Konr. v. Würzburg
troj. krieg 35332; der helt mit vrechen rotten vil dicke raist in Schotten lant. Suchenwirt 7, 70.
auch im landsknechtheere gilt rotte
als bezeichnung einer bestimmten abtheilung, und geht dann in die sprache des neueren heerwesens über: es ist der gebrauch und auch von nöten, dasz ein jedes fendlin knecht in rotten getheilt werde, vieler ursachen halber, nemlich damit man sie den rotten nach losieren könne. Fronsperger
kriegsb. (1575) 1, 108; und werden allwegen zehen hackenschützen, und einfach knecht in ein rott, deszgleichen gemeiniglich auch sechsz doppelsöldner in ein rott gemacht, doch die, welche sich selbs zusammenschlahen, und gern bey einander sind, dieselbigen zehen oder sechsz, mögen dann ein rottmeister under jhnen erwehlen.
ebenda; rott oder hauff von zähen mann,
decuria. Maaler 336
b; er wolte die statt im grundt umb kehren, und liesz ein solchen bauw zurüsten. er theilet zu rings umb die statt zirckelweisz dʒ feldt, gab je zehen unnd zehen ein theil feldes eyn, zeiget jnen wie tieff und breit ein jegliche rott graben solt.
buch d. liebe 218
d.
die leute einer rotte,
die rottgesellen,
stehen in der formierten truppe hinter einander, der rottmeister
im ersten gliede. so auch in der schwedischen compagnie des 30
jährigen krieges. sie zerfällt in drei flügel
oder squadronen,
die in acht rotten
zu sechs mann eingetheilt sind: gibt nun solcher flügel unnd squadron acht rotten: eine rotte aber ist sechs mann, welche hinder einander in der reihe marschiren. Troupitzen
kriegsk. (1638) 11; hinder jhnen (
den rottmeistern,
welche im ersten gliede marschieren) folgen in der reyhe jhre rottgesellen. 14.
noch in der jetzigen militärischen sprache bezeichnet man mit rotte
die, welche in der formierten truppe hinter einander stehen, ihre anzahl ist nach der tiefe der aufstellung verschieden und kann sich bis zwei mann verringern: drey mann, so wie sie in den drey gliedern hinter einander stehen. Jacobsson 3, 462
a.
steht am linken flügel hinter einem oder mehreren leuten des ersten gliedes niemand, so bezeichnet man diese rotten
als blinde rotten.
ebenso wurden die reuter
in rotten
eingetheilt: item, in den anzügen sollen der oberster und der rittmeister schüldig seyn, die reuter alsbald in rotten auszzutheilen, und bey jeder rotten ein rottmeister, oder sonsten ein gewisse person zu zuordnen.
reuterbestallung (
Speyer 1570) 5. rotte
in freierer anwendung, heeresabtheilung, bewaffnete schaar: straifeden, das ie zu zeiten ein rott der andern bei achzehen oder fünf und zwainzig pferden ungevarlich angewunnen.
Wilw. v. Schaumb. 76; ein rott kriegsknächten under einem fänle. Maaler 336
b; und die streiffend rotte erschracken auch.
1 Sam. 14, 15; und die rotte der Philister lag im grund Rephaim.
2 Sam. 23, 13; unter diesem hochmeister enstand auch eine besondere rotte, die trugen weisze mäntel mit einem grünen S. Andres kreuze. Waissel
chronica alter preuszischer, lifflendischer u. curlendischer historien (1599) 111; da sey diese rotte bey andern vornehmen kriegshelden sehr geliebt und gerühmt worden, weil sie gesehen, dasz sie sich so tapffer und männlich verhalten gegen ihre feinde, und so gutherzig gegen ihre arme freunde. Schuppius
schriften 76; das landvolk leidet note bis an das Mehrerlant von der streifenden rotte. H. Sachs
meisterl. 94, 11
Gödeke; bein facklen und laternen ein rott, gewaffnet ganz, von waffen gab von fernen gar breiten eisenglanz. Spee
trutzn. 32, 90
Balke; ich vermeine, dasz die zusammenkunft durch falsche freund entdeckt, und rotten, um den hof, volck um den platz versteckt. Gryphius 1, 65; (
werber) die nach den ochsen fragen, die nur zweifüssig seind, und die der trommelschlag zu ganzen rotten hin zur schlachtung bringen mag. Grob
versuchg. 74; aber Gazuls tapfre rotte trägt in allem dank und ehre. Herder
z. schönen litt. u. kunst 7, 176; Hector, hoch der red' erfreut, trat vor, und hielt mit quergepacktem spiesz der Troer rotten
an. Bürger 152
a; ob mein nachbar, herr Artander, traun! ein zweiter Alexander sich vor seiner rotte (
anm. ein zug soldaten) dünke? Göckingk 1, 66; da kommt ein armer hirte in athemlosen lauf: 'herr graf, es zieht 'ne rotte das untre thal herauf: der hauptmann führt drei beile'. Uhland
ged. 359 (1864); die übermächtgen rotten sie stürmen an mit schwall: die ritter stehn und starren wie fels und mauerwall. 364. 1@bb) rotte
als abtheilung auf andere als heeresverhältnisse übertragen. die bürgerschaft der städte war in rotten
eingetheilt, die unter einem rottmeister
standen. Schm. 2, 187 (
vgl. brem. wb. 3, 531): da seine einwohner zur vertheidigung der mauren in gewisse rotten vertheilet wurden. Möser
phant. 2, 137. rott
jede abtheilung einer gewissen zu einem geschäft bestimmten anzahl männer. Stalder 2, 285.
dann übergehend in die bedeutung '
rechtliche genossenschaft, bezirk'.
so in Ostfriesland röt
als quartier in den städten, bezirk, gemeinde auf dem lande. ten Doornkaat Koolman 3, 56
a.
in gleicher verwendung in Oberdeutschland rott Schm. 2, 187,
schweiz. rood Stalder 2, 282. Tobler 366
a. Hintner 183. 1@cc)
oberdeutsch rott, rod,
reihe, tour, ordnung, welche mehrere unter sich zur leistung bestimmter verrichtungen, z. b. im gemeindedienste, aufrichten. Hintner 183. Schöpf 561. Stalder 2, 282. Schmid 436. Birlinger 375
a. Schm. 2, 187.
dann besonders in älterer zeit in bezug auf das geregelte pack- und fuhrwesen auf handelsstraszen: 9. febr. 1533 haben sie mir in hergesandt uff der rod. Birlinger
a. a. o. eine solche mit stationen (rottstätten)
versehene strasze hiesz rottstrasze,
die auf ihr beförderten güter rottgüter. 22)
in freier anwendung, schaar, haufe, menge, ohne üblen nebensinn. diese seite der gebrauchsentwicklung ist in der heutigen sprache wieder verkümmert: die drey tag vor dem auffarttag so man mit dem creutz geht, kummen etwan vil creutz in ein kirch zuosammen, da singen sy nit miteinander, sunder ein yedes creutz sein lied so best es mag, und seind die mitgonden jungen gesellen und meyd alle sauber und feyrtäglich bekleydt, mit kräntzen auff dem haupt, ausgeschlagnen meyen inn der handt. da mercken die priester allzumal gleich auff, welche rott am besten singt, dise gewinnen etlich kanten mit wein. S. Franck
weltb. (1542) 51
a; mîn ziuc sint aller engel rot, mîn ziuc sint aller heilegen schar.
minnes. 3, 69
b Hagen; in der juncfrouwen rotte hette Achilles guot gemach. Konr. v. Würzburg
troj. krieg 16424; nu schweigt und hört uns junge rott.
fastn. sp. 735, 3; die damen pflegen dann, beym sanften mondesglanz bald paarweis, bald in kleinen rotten, die blühenden alleen zu durchtrotten. Wieland
Ober. 11, 4.
von thieren: hab drinnen weder ratzn noch meusz, doch peyning mich die haderleusz, der hab ich drinnen manche rott gemustert und kützelt zu todt. H. Sachs
fastn. sp. 4, 30, 234
neudruck; jagt darnach die schwarz rott herum (
die flöhe), bisz sie den bettraup trat gar krum. Fischart 2, 45, 1641
Kurz; und unter euer schwarzer rott nimt kainer nicht ain rechten tod. 79, 2967; so fliegend hin mit groszen rotten (
ihr vögel). B. Waldis
Esopus 1, 16, 55
Kurz; o grosz und klein geschüpptes vieh, an zahl bist unermessen ... her, her, ihr feucht und nasse rott, die wässer schnell thut spalten. Spee
trutzn. 117, 125
Balke; (
Christus der hirt ruft:) nur mich zum tod und leiden mich reiszet ohn verbot, so nur mag friedlich weiden die silberschöne rott. 33, 128; das entwichne storchenheer kömt zu rotten über meer. Grob
versuchg. 101.
von unpersönlichem: der sorgen bleiche rott' ist doch in stetem wachen, und schawet, wie sie sich nur an uns möge machen durch jhren mord und stich. S.
Dach in ged. des Königsb. dichterkr. 29
neudr. 33)
wendung des begriffes ins üble, die abgrenzung gegen die unter 1
und 2
behandelten gebiete ist nicht immer möglich. rotte
fere in malam partem accipitur. Stieler 1619. 3@aa)
in engerem sinne von aufrührern, verschwörern, rebellen im älteren nhd. so in der bibelübersetzung von den anhängern Korahs, der sich gegen Moses empörte: da das Mose höret, fiel er auff sein angesicht und sprach zu Korah und zu seiner gantzen rotte.
4 Mos. 16, 5; die sich wider Mosen und Aaron aufflehneten in der rotten Korah. 26, 9; es rotteten sich wol andere wider jn, und neideten jn in der wüsten, nemlich die mit Dathan und Abiram waren, und die wütende rotte Korah.
Sir. 45, 22;
die rotte Korah
ist zum geflügelten worte geworden, im allgemeinen mehr in scherzhafter anwendung: steht er nicht da, als wollte er feuer vom himmel auf die rotte Korah herunter beten. Schiller
räuber 2, 3,
schauspiel. von ähnlichen aufrührern: aber die halstarrigen jüden neideten, und namen zu sich etliche boshafftige menner pöbelvolcks, machten eine rotte, und richteten eine auffruhr in der stad
an. apostelgeschichte 17, 5.
so auch später noch, manchmal in den sinn der verschwörung übergreifend: sie waren der meinung, man solte ihnen im felde entgegen gehen und ihnen nicht länger zusehen, worüber es bald zu rotten und trennungen kam.
Thucydides 199
Heilmann (1760); dem dictator C. Maenius ward unbestimmt aufgetragen, über rotten und verschwörungen gegen die republik zu inquiriren. Niebuhr 3, 341.
von spaltungen und parteiungen auf religiösem gebiete, secte: denn es müssen rotten unter euch sein, auff das die so rechtschaffen sind, offenbar unter euch werden. 1
Cor. 11, 19; zanck, zwitracht, rotten, hasz, mord.
Galat. 5, 20.
sehr häufig bei Luther,
seinem standpunkte gemäsz alle nicht lutherischen richtungen bezeichnend: da hebts sichs denn, das ein teil das ander verfluchet, und eins jglichen lere ist dem andern teil eitel gifft und fluch, und sein eigen lere eitel segen und heil, wie wir das sehen jtzt auch an unsern rotten und papisten. 3, 312
b; ja ich bin dieser lesterlichen rotten, und schwermerey, allzeit mit rechtem ernst feind gewest. 383
a; das jr unser gemein und einigkeit, gedenckt, wo jr möchtet, zutrennen, rotten und secten anrichten. 2, 503
a; allermeist aber dr. Carlstad mit seiner rotten. 3, 45
a; und nicht einreume des teufels eingeben, es sey auswendig durch seine rotten, oder inwendig in unserm eigen hertzen. 6, 214
b; das nu meniglich verstehet, das es eitel büberey ist, damit die bepstliche rotte umbgehet. 2, 291
a; die verstockten und verblendten tyrannen und verfolger, als der bapst mit seiner rotte. 446
b; allen rotten und ergernissen wehren, alle irrige und verführte wiederbringen. Schuppius 680; starke rotte,
potens factio, tolle, unruhige rotte,
vesana seditiosa factio. Stieler 1619; so braucht ich nie kein simonei, macht kein rot, sect noch ketzerei. S. Dach
spruchged. 76, 140
Tittmann; also das im barfüsser orden wol zwentzig rotten nun seind worden, dern jede hat sein sondern nammen. Fischart 1, 102, 56
Kurz; der bapst mit seiner ganzen rot verachtet dich und dein gebot. B. Krüger
in schausp. aus dem 16. jahrh. 2, 107, 38
Tittmann; so kommt dann auch herbei der tag, dasz gott erhöret unsr klag wider den papst und seine rott, die Christum halten für ein spott. Opel-Cohn 35, 43. 3@bb)
in freierer anwendung von einer üblen schaar, in verschiedensten abstufungen: unansehnlich, arm, leichtsinnig, bösgesinnt, verbrecherisch. oft weist der gebrauch nach a hin: rott oder gesellschafft, die an gemeinen orten oder plätzen zesamen kompt, zeschwätzen und die leut auszzerichten. Maaler 336
b; arme, geringe rotte,
debilis, misera colluvies. Stieler 1619.
in zusammensetzung. buben-, diebs-, schelmenrotte, mörderrotte, pfaffen-, mönchsrotte.
ebenda. wie bande
von zusammenziehenden landstreichern, zigeunern, räubern u. ähnl.: zigeunerrotte. Stieler 1620. volle, nasse rotte,
gesellschaft von säufern. der bösen rotte hat sich umb mich gemacht.
ps. 22, 17; der gottlosen rotte beraubet mich. 119, 67; item die balgische rott hin und wider, als langfochtelige weinhawer zu Wien, saltzmesser zu Cölln. Fischart
groszm. (1623),
im kloster 8, 602; welcher fil pfrunden hat, der ist dem Luther feind und schelten in ain ketzer: aber die arm rot hat in lieb. Schade
sat. u. pasqu. 2, 119, 20; von einer rotte straszenrauber überfallen.
Felsenb. 1, 338; sie war nun, wie man sagte, bey der rotte sehr willkommen. Fr. Müller 1, 29
b; du weists nicht? du bist auch unter der rotte? Schiller
räuber 5, 1,
schausp.; rechtliche bürger entrissen ihn mit eigener lebensgefahr, den händen der wüthenden rotte. Matthisson 6, 213;
mnd. he hade geschreven einen frundliken bref; do den dusse rotte to henden kreg, ut dudeden se ön gefarliken, dat se ön mit vif butteln leten gripen. Liliencron
hist. volksl. 2, 219
a (
ende des 15. jh.); mit namen haiszet er Kunz Schott, er hat an im ein wilde rott, die im helfen morden. Uhland
volksl.2 275 (
nr. 140, 2); dar umb ob man wolt scheltten mich und sprechen, artzt heyl selber dich, dann du ouch bist jnn unser rott. Brant
narrenschiff 111, 70; Sant Peter sprach: o herre got, daus ist ein arm nackete rot, lasz sie herein! es tut in not. H. Sachs
meisterl. 286
Gödeke; als Eva hort des segens wort, da loff sie fort, holt ire kinder iegliches von seinem ort und stellet sie alle für got, ein gstrobelt unlustig grindig und lausige rot. 213, 32; wo du liegst bey dem wein und spiel und den montag zum sontag feyerst, etwan mit loser rott umbleyrest.
fastn. sp. 1, 119, 148
neudruck; es ist die aller wildest rot, man heiszt sie die frommen lantsknecht, man tut in aber ie unrecht (
spricht der teufel).
spruchged. 136, 92
Tittmann; macht heimlich einen bunde mit einer mörderischen rot.
meisterl. 233, 17
Gödeke; drum mein suon sich dich eben für, das du nit kumpst in solche rotten, sunst würst den leüten zuo verspotten. Wickram
irr reit. bilger 28; zieht hin, herr Tilly, zieht und thut euch nun begeben zu der beschornen rott hinein ins kloster-leben. Opel-Cohn 263; wie stehts nun um der pfaffen rott? 344; heilige gschorne rott! wir hätten nicht ein brot, wann wirs müszten holen in unserm land! 322; die ganz clerisei, des papsts hurerei, der cardinäl rott ist krank und halber todt! viva könig in Schweden. 267; nein, nein! sprach die vergallte rott, zum kreuz! zum kreuz! nur immer todt! P. Gerhardt 35, 187
Gödeke; was macht dann nun die wüste rott, die dich, o groszer wundergott, so schändlich lästert? 289, 65; also rotteten sie zu ihrer rotte Judäa. Klopstock
Messias 7, 653; eine rotte bösewichter. Lichtwer
s. 5; da stürzet die raubende rotte hervor aus des waldes nächtlichem ort. Schiller 11, 287; ha! und unsre dränger, bald werden auch mit ihren rotten nun nicht mehr der unschuld spotten. Stolberg 2, 49; der einzige, welchem der unfug widerlich war und verhaszt die sämmtliche rotte der freier. Voss
Od. 21, 147; was er singt, ist nur gestohlen aus dem kaiser Octavianus, der bei mir nicht sehr empfohlen, den ich der gelehrten welt von den Alpen bis zum Belt preisgab als ein werk der rotte, die den unsinn hub zum gotte. Uhland
ged. 151 (1864); aus dem thor die mördrische rotte bricht, die jungfrau decket ihr angesicht. 213; und unter einer fichte, eng die häupter an einander drückend, stand einer glucke gleich die rotte der rebellen. H. v. Kleist 2, 141; wenn des leichtsinns rotte die natur entstellt, huld'ge du dem gotte durch die ganze welt. Platen 10
b; wahrlich, nimmer wieder soll Mahmud's rotte unsern fluren nahn. Immermann 16, 16; frech, doch vernichtet, ohne gott, unsel'ge, aber arme rott', um das verzweifelnd, was sie möchten ächten. Droste-Hülshoff 3, 159. 44)
besonderes. weidmännisch von einem rudel wölfe: wenn etliche wölffe bey einander seyn, wird es eine rotte wölffe genennet. Döbel
jägerpract. 1, 36
b.
bei den fleischern ist eine rotte
ein paar zum schlachten bestimmter thiere verschiedener art, z. b. ein rind und ein schaf. Jacobsson 3, 461
b.