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Ur

as. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
33 in 20 Wb.
Sprachstufen
9 von 16
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Ur

Ur

Auerochse m. ausgestorbenes europäisches Wildrind von beträchtlicher Größe, Kraft und Schnelligkeit, ahd. ūro (um 900), mhd. ūr, ūre, aengl. ūr, anord. ūrr, daneben die verdeutlichenden Zusammensetzungen ahd. ūrohso (um 1100) und ūr(h)rind (10. Jh.). Die Herkunft von germ. *ūr- ist nicht mit Sicherheit anzugeben. Wahrscheinlichkeit ist von einer ursprünglichen Bedeutung ‘Befeuchter, Besamer’ auszugehen und Verwandtschaft mit anord. ūr ‘Feuchtigkeit, Regen’, lat. ūrīna ‘Harn’, aind. várṣati ‘regnet’ (und wohl auch ‘stößt Samen aus’), vṛ́ṣā ‘Mann, männliches Tier (Stier, Roß u. a.)’, vṛṣabhá- ‘Mann, Stier, Besamer’ anzunehmen. Die zugrundeliegende Wurzelerweiterung mit Liquida ie. *aur-, *u̯ē̌r-, *ūr- ‘Wasser, Regen, Fluß’ führt auf die gleiche Wurzel ie. *au- ‘benetzen, befeuchten, fließen’ wie die unter Wasser (s. d.) dargestellte Dentalerweiterung ie. *aud-, *u̯ed-, *ū̌d-. Im 18. Jh. wird Ur m. neben Auerochse wieder ins Nhd. aufgenommen, erscheint zunächst in poetischer Sprache (Klopstock) und geht im 19. Jh. in den allgemeinen Sprachgebrauch über.
1066 Zeichen · 30 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    urPräf.

    Köbler As. Wörterbuch

    ur , Präf. nhd. aus, heraus ne. out (Präf.) Vw.: s. -dêli*, -fūr*, -hêtian*, *-hêto, -kundio*, -lagi, -lôf*, -slaht, -th…

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    ur

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +1 Parallelbeleg

    lectorAWB, lectar-arAWB, lectur-urAWB m. a/i-St., n. a-St., in B, GB, in Gl. 2,50,10 (2. Viertel des 9. Jh.s). 86,27 (Mi…

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ÛRstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege

    ÛR stm. aurochse, waldstier. lat. urus ; Graff 1,459. der ûre Reinh. 1353. im was sîn houbet grœʒer danne eim ûre Iw. 25…

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ur

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther)

    ur-, s. or-; z. B. ur-sale.

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ur

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Ur , ein sehr altes Wort, nicht allein in der Deutschen, sondern fast in allen Sprachen, welches indessen im Deutschen n…

  6. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ur

    Goethe-Wörterbuch

    Ur [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  7. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ur

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Ur , soviel als Auerochs.

  8. modern
    Dialekt
    ur

    Schweizerisches Idiotikon · +6 Parallelbelege

    ur Band 1, Spalte 420 ur 1,420

  9. Spezial
    ur

    Ladinisch-Deutsch (Mischí)

    ur [ūr] m. (urs) 1 Rand m. 2 Kante f., Brettkante f. (→ fos) 3 (pro na peza) Saum m., Bord n., Einschlag m., Einfassung …

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Wortbildung

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