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Urenkel

nhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
8 in 8 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Urenkel

Urenkel

1Enkel m. ‘Sohn des Sohnes oder der Tochter’, in weiterem Sinne überhaupt ‘direkter Nachkomme in der dritten Generation’, im Plur. auch allgemein ‘künftige Geschlechter’. Ahd. eniklīn n. (Hs. 13. Jh.), mhd. eninklīn n. (12. Jh.), eninkel, enenkel m. ist eine Deminutivbildung zu ahd. ano ‘Vorfahre, Großvater’ (s. Ahn) mit dem westgerm. Verkleinerungssuffix -(n)kl-, das im Ahd. stets zusammen mit ebenfalls deminutivem -ī(n) vorkommt; vgl. Kluge Stammbildungslehre 333 f. Offenbar wird bei den Germanen wie bei anderen ie. Völkern die Bindung zur übernächsten Generation als besonders stark angesehen, was oft auch in der Namengebung zum Ausdruck kommt. Vergleichbare Ableitungen außerhalb des Germ. sind lat. avunculus ‘Onkel’ von lat. avus ‘Großvater, Ahn’ (verwandt mit Oheim, s. d.) und wahrscheinlich auch aslaw. vъnukъ, russ. vnuk (внук) ‘Enkel’, das sich von urslaw. *ъn-, wohl einer Ablautstufe der Wurzel ie. *an- ‘Vorfahre’ (s. Ahn), herleitet. Im Dt. tritt Enkel seit dem 16. Jh. in der Literatursprache an die Stelle von Neffe, Kindeskind (s. d.) und landschaftlichem Diechter (s. Dirne), die zuvor in gleicher Bedeutung gebräuchlich sind. Dabei setzt sich die heutige zweisilbige Form vom 16. Jh. an gegenüber einer Vielzahl frühnhd. Varianten (noch im 17. Jh. Enenckel, Enickel, Enencklein, Encklein) durch. Enkel, vereinzelt noch im 18. Jh. als Neutr. verwendet, gilt zunächst für die Nachkommen beiderlei Geschlechts in der dritten Generation; daneben wird seit dem 17. Jh. die Ableitung Enkelin f. üblich (ein vereinzelter Frühbeleg bereits 14. Jh.), die Adelung jedoch 1774 noch ablehnt. – Urenkel m. ‘direkter Nachkomme in der vierten Generation’, spätmhd. ureniklīn (s. ur-) nach dem Vorbild von mhd. urane (s. Ahn). Vgl. Erben Festschr. Dam (1977) 101 ff.
1777 Zeichen · 63 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Urênkel

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Urênkel , des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Urenkelinn, des Enkels oder der Enkelinn Sohn oder Tochter, das vie…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Urenkel

    Goethe-Wörterbuch

    Urenkel [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    Urenkelm.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Ur-enkel m. : ' Kind eines Enkels ', Uʳenkel (ūʳeŋgəl) [verbr., Lambert Penns 159 Krämer Gal 223], -engel (-eŋəl), Aussp…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit urenkel

16 Bildungen · 13 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von urenkel

ur- + enkel

urenkel leitet sich vom Lemma enkel ab mit Präfix ur-.

Zerlegung von urenkel 2 Komponenten

ure+n+kel

urenkel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

urenkel‑ als Erstglied (13 von 13)

urenkelchen

DWB

urenkel·chen

urenkelchen , n. , deminutiv zum vorhergehenden: C. A. Böttiger kl. schr. 3, 66 ; Auerbach 17, 32 . dasselbe urenkelein, m.; mhd. ureniklîn,…

urenkelfern

DWB

urenkel·fern

urenkelfern , adv. , bis in die zeiten ferner urenkel hinaus: hoch ob gestürzten mauern baun sie ein neues haus und denken, das soll dauern …

urenkelin

DWB

urenkelin , f. , proneptis, groszenkelin. urenkelin atneptis, unterenkelin proneptis, nachunterenkelin abneptis Stieler 29 ; vgl. Amaranthes…

urenkelkind

DWB

urenkel·kind

urenkelkind , n. : eltern mit ihren kindern, kindeskindern, enkelkindern und urenkelkindern Möser 4, 66 ; Fouqué alts. bildersaal 2, 480 . u…

urenkelsohn

DWB

urenkel·sohn

-sohn , m. : ihr könige, wie wird es euch nicht reuen ..., dasz euer stal unmenschlich millionen urenkelsöhne niederstiesz! Ramler lyr. ged.…

urenkeltochter

DWB

urenkel·tochter

-tochter , f. : H. v. Kleist 2, 231 Schm.; Holtei erz. schr. 10, 125 . uneigentlich: C. A. Böttiger kl. schr. 3, 69 . —

urenkelwitz

DWB

urenkel·witz

-witz , m. , erfindungsgeist der urenkel: in welchem ( kriege ) erst urenkelwitz mit stahl, mit dampf, gezähmtem blitz die erdnatur bezwunge…

urenkel als Zweitglied (2 von 2)

Großurênkel

Adelung

gross·urenkel

Der Großurênkel , des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Großurenkelinn, plur. die -en, Personen in Ansehung ihres Urältervaters, oder ihrer…

Schwesterurenkel

DRW

schwester·urenkel

Schwesterurenkel, m. Urenkel der Schwester (I) die ander regel, in zwercher oder beseytter, doch gleycher lini wie vil grad einer von dem ge…

Ableitungen von urenkel (1 von 1)

ururenkel

DWB

ururenkel , m. , kind des urenkels Campe: Lindenborn (1742) unter ur- A 6; Hippel lebensläufe 1, 70 ; kreuz- u. querzüge 2, 378; Jean Paul 3…