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Mädchen

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Mädchen n.

Bd. 4, Sp. 1097
Mädchen, Mädel, Mäden n.: 1.a. 'ledige weibliche Person', Sg. Mädche (mEdχə, mEdšə; -ǟ-), Pl. Mädcheʳ [verbr. westl. Teil der nördl. VPf vereinzelt übrige VPf (in der NPf u. WPf als Dim. zu Mäde, Märe u. a., s. unten)], Pl. Mädercher [Schandein Ged. 242 Müller Luscht un Lewe]; Sg. Madche [HB-Altstdt RO-Lettw]; Sg. Mädel (mEdəl, mEdl, -ǟ-), Pl. Mädle [verbr. VPf O-PS Bertram 135 Schandein Bav. IV,2 229], Pl. Mädlich [Umg. Land], Mädele [SP-Mechth Schandein Ged. 242], Dim. Mädelche, Pl. Mädelcheʳ [NW-Lach/Speyd LA-Gommh Land]; Sg. Madel [GH-Neubg Wind], Mädil [GH-Westh], Märel (mErəl) [KL-Lind Rodb NW-Elmst Speybn LU-Muttstdt LA-Essing Mörzh BZ-O'ottb Rinnth Wilgws Bertram 135], Pl. Mäʳle [NW-Neidfs]; Dim. Märelche, Dim. Pl. Märelcher [Schandein Ged. 242]; Sg. Maʳl [PS-Bruchw], Mälel [südl. VPf (PfL 27. 1. 1923)]; Sg. Malel, Pl. Malele, Dim. Malelche [LU-Altr], Mäl [PS-Hintwdth NW-Wachh LA-Burrw Frankw Göckling Hainf Roschb Venn BZ-Albw Dierb Eußth Hergw Ingh Stein Bertram 135], Pl. Mälich u. Dim. Pl. Mälcheʳ [BZ-Dernb]; Sg. Mäle [LA-Rhodt]; Sg. Mäle, Pl. Mälich [BZ-Steinf Nd'ottb]; Sg. Mäde, Pl. Mäd u. Mäde, Dim. Mädche [KU-Diedk Kus HB-Einöd Mimb Schwarzack Seyw IB-Habkch ZW-Hornb Ixh RO-Dörrmosch PS-Lu'wink Ruhbk Ruppw Pirmas BZ-Schwarzb Schandein Ged. 242 PfId. 90]; Sg. Mäde, Dim. Mädelche [lothr. SWPf (Keiper Nachl.)]; Sg. Mäðe (alte Gener.) Märe (junge Gener.) [KU-Kaulb (Christmann Kaulb 48, 82)], Made [PS-Schönau]; Märe (mErə, mǟrə), Pl. Mäd (mEd, -ǟ-), Dim. Mädche [verbr. WPf NPf FR-Heuchh Schneckenburger 21 Schandein Bav. IV,2 229]; Sg. Märe, Pl. Märe u. Mäd [ZW-Battw]; Sg. Mere [RO-Duchr/O'hs, vereinzelt], Mare [KU-Herchw Körbn WD-Hoof Ostbr PS-Bundth]; Sg. Mäle, Pl. Mäd [KU-Bedb Erdb Jul Patb IB-Ensh]; Sg. Mäire [WD-Niedkch], Maire [KU-Konk]; vgl. F.; Auslandspfälzer: Mädche, Mädsche, Pl. -er u. Mädel, Pl. Mäd [Lambert Penns 101]; Medel, Pl. Med [Beam Penns 69]; Medelche, Pl. -r [Birmelin Penns Poems 25]; Mädche, Medche, Pl. -er; Mädel [Krämer Gal 145]; Mädche [Don-Tscherwk Gert verbr. Buch], Mädel [verbr. Don, Rußl-Katht Land Spey Sulz Worms]; Mäde, Mede [Don-Schowe Torscha Bulkes Hatzf Liebling verbr. Gal (Krämer Gal 145) Buch-Illisch St. Onufry]; (mēðə) 'erwachsenes, geschlechtsreifes Mädchen', Pl. (mēd), Dim. (mēdχə) 'kleines Mädchen' [Gal-Dornf Josbg]. Der hier bezeugte Bedeutungsunterschied ist in der Pf weitgehend verblaßt. Zs.: Blitz-, Braut-, Tanz-, Juden-, Kirbe-, Konfirmanden-, Lade-, Laus-, Lehr-, Nachbars-, Neben-, Schul-, Sonntags-, Staats-, Stadtmädchen, (-mädel, -mäden); e jung, e klaaⁿ (klääⁿ) e schääⁿ, e hibsch (bildhibsch), e sauwer M. [RO-Dielkch, verbr.]; e leddich, e ausgewachse M. [Beam Penns 69]; e wiischt M. [IB-Wolfh]; e alert (e wild) 'temperamentvolles' M. [LU-Opp]; e stolz M. [LU-Oggh, verbr.]; e beduucht 'reiches' M. [RO-Lettw]; e scheen mocklich 'molliges' M. [Krieger 37]; e Bild vum'e M. [KU-Schmittw/O]; e M. wie gemolt [LU-Opp]; e schääⁿ M., ironisch von einer bösen Frau [KB-Gauh]. Des M. hot Backe wie Äppelcher (auch: wie Milch un Blut) [RO-Dielkch]. Was hot des M. rore Backe! [KU-Krottb]. Des M. is schick angezooh [Krieger 16], is ganz bläächsichdich (bleich) [KL-Reichb], is arich blutarm, dass. [NW-Freinsh], bringt 's Maul nimmi zamme (vor Lachen) [PS-Burgalb]. Ei, der is e M., der hot noch Hosse ooⁿ!, von einem kleinen Buben, der noch Röckchen trägt [KU-Schmittw/O]. Das M. esch en nettes, butziges Ding [BZ-Dernb]. Vorderpfälzisch: Dess isch (d'esch) d'r emol e bitterbeis Mädel, dess hot mich unn mei Peter was ar'ch gescholte! Westrich: Das is (ess) d'r mol e birrerbes Märe (Märelche), das hot mich (meich) un unser Perer ebbes arig verscholl! [Schandein Bav. IV,2 229]. 's is schrecklich, norre dran zu denke, / Wie do die Mädcher un Madame / Han brotzle misse in de Flamme [Münch Weltgesch. 104]. Lob an ein tüchtiges M.: So e M. kennde mer aa brauche! [NW-Wachh, verbr.]. Die Borsch fehre die Mäd zum Danz (fehre se hääm) [KU-Schmittw/O]. Der Borsch geht bei die Mäd [RO-Dielkch], met eme M. [ZW-Bechhf], geht dem M. zu Gefalle [KU-Diedk]. Er dut die Mädle dricke (knotsche, kisse, bussiere) [NW-Frankeck, verbr.], de Mäd de Kopp vedrehe [KU-W'mohr, verbr.]. Er hätt gere e M., wo dausend Woche alt is [KU-Schmittw/O, PS-Erfw]. For des M. geb ich meiⁿ Middagesse oun e gut Nachtesse drum [LA-Wollmh]. Er kommt nit vun dem M. (los) [KU-Diedk]. Das M. will ne net (zum Mann) [PS-Schmalbg]. Werbung: Guck, des wär so e M. for dich! [NW-Freinsh]. Ich wißt e M. for dich; auch: Ich kinnt der e M. verrore (verraten) [LA-Nd'hochstdt]. RA.: Der ißt wie e M. (wenig) [KL-Wörsb]. Er wääß nit, esch er e Bu oder e M. 'Er ist verwirrt, verlegen' [verbr.], auch von einem Betrunkenen [NW-Haardt]. Das M. geht uf de Strich 'ist mannstoll' [BZ-Dernb]. 's hot'n e M. gebesse (gekißt) 'Er hat aufgesprungene Lippen (Ausschlag an den Lippen)' [GH-Zeisk]. Der had'n an dem raulich (schlechten) M. vebrennt 'Er ist geschlechtskrank' [KL-Reichb]. Wenn man sich mit etwas weniger Zufriedenstellendem schließlich doch abfindet, sagt man: Als das!, saat das M., wie's mir'm (buckelige) Schneirer gedanzt hat (weil es keinen anderen Tänzer gefunden hat) [KU-Bechb, Hebel 50]. SprW.: Langes Fädche, faules M. [verbr., auch Don Gal Buch Rußl]. E Bub wie e Laus packt e M. wie e Haus [LU-Oggh, verbr., auch Don Gal Buch]. E M. wie e Maus packt e Bu wie e Haus mit'm Maul [ebd.]. E M. wie e Faust packt e Bu wie e Haus [BZ-Dernb]. Eher halt mer e Hand voll Fleh als wie e M., wann's Flääsch un Hoor kriet (wann's siebzeh Johr alt is) [LU-Limbghf]. Var.: Mer kann leichter e Sack (e Korb, e Stubb) voll Fleh hiete wie e veliebtes M. [Krieger 26, RO-Dielkch BZ-Dierb]. 's is schwerer e M. zu hiede wie e Sack voll Fleh [verbr. Don Gal Buch]. Mäd sin net for in de Glasschrank se stelle [Gal-Dornf]. 'n anner Städtche, 'n anner Mädche [Horne Penns 103]. Geheirat is Perd vekauft, M., mach die Aue auf! [KU-Rammb]. E Rieb noch de Weihnachde, e Appel noch de Ouschdere un e M. noch de Dreißich sin nimmi begehrt [LA-Herxh]. Mädcheʳ, wu peife un Hinkel, wu krähe, denne soll mer beizeide de Hals erumdrehe [verbr., auch Penns Don Gal Buch]; Var. s. Pfarrer 1, hinausjagen. Volksgl.: Wann en M. peift, muß sie schur (engl. sure 'sicher') en Hurekind ufziege [Fogel Beliefs Penns Nr. 321]. Die Med in're Familie kriege ken Menner, wammer Pohahnefedre ('Pfauenfedern') im Haus hot [ebd. Nr. 180]. Den Mädchen soll man bei abnehmendem Monde die Haare stutzen [NW-Frankeck]. Brauchtum: E M. kann heirade, wann's Brot backe kann [verbr. Don Gal Buch], wann's Brot backe un e Mannshemd mache kann [Gal-Slawitz], wann's Pannkuche rumschnicke kann [mancherorts Gal Buch Don-Alexhs], wann's de Zopp dreimol um die Nos wickle kann [Don-Gottlob], wann's de Mamlicke 'Maisbrei' koche kann [Buch-Illisch]. Am Sonntag vor der Kerwe werden im Wirtshaus die Märe verstäägt (versteigert) [PS-Erfw]; s. Mädchenversteigerung. Die Mädchen treffen sich Sonntags abends mit ihren Burschen in der Gastwirtschaft, wo sie sich unterhalten und singen [LU-Limbghf]. Scherzfrage: Was ist unnötige Arbeit? Scholle kloppe un de Mädcheʳ die Ditz roppe [NW-Kallstdt]; Var.: Scholle kloppe un Märe wecke is unneerig (denn die Schollen zerfallen, wenn es regnet und die Mädchen stehen auf, wenn sie ausgeschlafen haben) [BZ-Dierb, Albw]. Ein Rätsel s. Krug 1. VR.: Rege, Rege, Troppe, / Die Buwe muß mer kloppe; / Die Mädcher muß mer traa, / Die Buwe muß mer schlaa [Gal-Neudorf]; Var. s. Bube 1, Federbett, Kaffeebohne 1, Kopf I 1, Schloße, Weide. Was batt mich meiⁿ Grase, / Wenn d' Sichel net schneidt; / Was batt mich meiⁿ M., / Wenn's bei mir nit bleibt [SP-Harths]. Danz, M., danz, / So lang die Schuh sin ganz; / Brauchscht dich net se reie, / De Schuster macht der neie [Gal-Brunndorf]. Daß ich e luschtig Mädel bin, / Des sieht ma an unserm Haus, / Die vorderscht Wand, die wackelt schun, / Die hinnerscht fallt ball raus [BZ-Wernbg (Feierowend 2/1950 1)]. Un 's Märe werft un wippt die Be', / Sei' Röckelche dut bamble, / Dann freilich is die Ehr net kle', / Die erschte Drei ze strample! [Schandein Bav. IV,2 385]. M., dreh die Locke, sunscht bleibscht hocke! [Pirmas]. Var.: M., brenn der Locke, bleibschte aach net hocke! [Krieger 24]. M., wu bisch du geschder gewäßt? / Drauß im grüne Gärdel. / Sach mer, wer isch dann bei der gewäßt? / Der mit dem schwarze Bärdel [GH-Berg (Stehle 35)]. Wann die Mäd geheirat hun, geschieht e Wunner: / Vorne werr'n die Reck zu korz un hinne hängen se runner [Gal-Brotschk]. Weitere VR. s. ätsch, Pelznickel 1, Pfarrer 1, Brunnen 2, Bube 1, pumpen 1 a, Butelle, Dotter 1, drüben, Grumbach, Hafersack 1 a, iks, Johann-Peter 1, kaputtärgern, Katzenschwanz 2 b, Laden 1 a, lieben, Nebelkappe, Rose, Saft, Schublade. Kinderspiel: Willst du wissen, wie's die kleinen Mädchen machen? Beschreibung s. wissen. a. 1751: Die Buben sollen auf den Esel und die Mägdger in die Trille (zur Strafe) [Zweibr. I 61 (HB-Altstdt)]. a. 1787: Wan einer den Andern Bey einem Mädgen sieht, so soll er seinen weg gehen und keinen Lermen machen [A. Becker Eine Pfälzer Burschenschaft, in: PfW 1906 129]. — b. Im bes. α. 'Tochter', meist in Verb. mit dem Possessivpronomen, familiär; mei(n) M., unser M. [verbr., vorn. WPf]; vgl. Tochter 1; Zs.: Brudersmädchen. Die hän e klää M. kriecht 'Ihnen ist eine Tochter geboren worden' [LA-Gommh, verbr.]. Die hot lauder Mäd [RO-Dielkch]; auch: Do sin die Märe gerore (geraten), wenn es in einer Familie nur Töchter gibt [PS-Erfw]. RA.: Gib dem Bub das M. un die alt Kescht! (Kleiderkiste, die zur Aussteuer gehörte) 'Gib die Zustimmung zur Verlobung!' [IB-Bliesmg/Bolch]. Er zieht anner Leit ehr M. groß, scherzh. von einem jungen Ehemann [FR-Grünstdt]. SprW.: Dem reiche Mann sei M. un dem arme Mann sei Korn werren iwwer Nacht zeidich [JKurpf. 1927 16]. Volksgl.: Wann in're Familie lauder Buwe sin un noch ken Med, dann heescht (s. heißen 1 b α) der letscht Bu Adam, noo gebt's Med [Fogel Beliefs Penns Nr. 2024]. a. 1358: der ehrbaren Frau Katherinen, herrn Cunrades mede [HornbReg. n. 270]. — β. 'Freundin, Geliebte'; meiⁿ M. [Land, verbr., auch Don Gal Buch Beam Penns 69]; vgl. Mensch. Er geht zu seim M. [LA-Gommh]. Du bisch mei M.! [Kaislt, mancherorts]. Neujahrswünsche: Ich winsch der e glicklich neies Johr un e M. mit roude Hoor [GH-Schwegh]. Prost Neujohr! Ich winsch eich e Märe mit schwarze Hoor. Wann's rore hot, kann ich nix devor [KU-Krottb (Vogelsgesang 5)]. — γ. 'Verlobte, Braut', 's M., mei M. [Ingb HB-Brenschb Walsh KL-Landstl FR-Bobh Schneckhs NW-Forst Gönnh Haardt LU-Altr]. — δ. 'ältere unverheiratete Frau', e M. [ZW-L'wied], e alt M. [KU-Bedb ZW-Battw RO-Dielkch KB-Kriegsf LU-Limbghf Oggh LA-Ilbh Gommh PfId. 90], e groß M. [NW-Kallstdt]; vgl. Jungfer 1 b, Magd 3 b. Die Anna isch jetz ää schun e aldis M. [PS-Erfw]. — c. 'Dienstmagd', 's Mädel [LU-Oggh, vereinzelt], dafür verbr. Magd 1 a; in berufsbezeichnenden Zs. häufiges Grundwort: Austrag-, Bedien-, Dienst-, Fabrik(s)-, Hacker-, Hanf-, Haus-, Kehr-, Keller-, Kellner-, Kinder-, Kinds-, Kultur-, Laden-, Lauf-, Lehr-, Milch-, Monats-, Näh-, Nähters-, Reitschul-, Schenk-, Servier-, Singer-, Wald-, Wirts-, Zeitungs-, Zimmermädchen, (-mädel, -mäden); Bauernmädchen 1. — 2. übertr. a. 'Klitoris', Mädel [BZ-Dernb]. — b.α. die Spielkarte Dame, Medche [Beam Penns 69]. — β. die Spielkarten Kreuz- u. Schippendame im Kartenspiel Solo, die Märe [ZW-Battw]. — γ. das Kartenspiel Kreuzsolo; mit de Mäd [KU-Diedk]. — 3. 'Wiesenschaumkraut (Cardamine prat.)' in der Zs.: Bauernmädchen 2. — F.: Die west- u. nordpfälzischen Mäde, Märe, Mäle setzen *meidin (ahd. magatīn) voraus (zur Lautentwicklung d > r, bzw. l s. Jüdin, K. 215), Mädche, Mädel sind Dim. zu Magd (Etym. s. d.). Die hist. bezeugte F. megdgen (mit vorhandenem -g-) ist kanzleispr. Der Diminutivgehalt des -l in Mädel, Märel ist verblaßt, weitere Diminuierung mit dem aus dem NW in den vorderpfälzischen Raum vordringenden -che in Mädelche, Märelche. — Südhess. IV 474 ff.; Rhein. V 697 ff.; Lothr. 349; Els. I 650/51, ALA I, K. 13; Eichhoff WA I, K. 2.
12230 Zeichen · 335 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mädchen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Das Mädchen , des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Magd 1.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Mädchen

    Goethe-Wörterbuch

    Mädchen im Pronominalbezug auch als Fem behandelt; bes beim jungen Goethe häufig -gen, einmal ‘Mägdchen’ 22,362 Lj V 12 …

  3. modern
    Dialekt
    Mädchenn.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Mädchen , Mädel , Mäden n. : 1. a. 'ledige weibliche Person', Sg. Mädche (mEdχə, mEdšə; -ǟ-), Pl. Mädcheʳ [verbr. westl.…

  4. Sprichwörter
    Mädchen

    Wander (Sprichwörter)

    Mädchen Mädchen (s. Jungfer, Jungfrau, Mädel und Meitschi). 1. Alle Mädchen sind Jungfern, so lange der Bauch schweigt. …

  5. Spezial
    Mädchen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Mäd|chen n. (-s,-) 1 (weibliches Kind) möta (mitans) f. 2 (junges Mädchen, Jugendliche) jona (jones) f. 3 ‹ant› (Dienstm…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit maedchen

219 Bildungen · 212 Erstglied · 6 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von maedchen

mad + -chen

maedchen leitet sich vom Lemma mad ab mit Suffix -chen, mit Umlaut-Wechsel.

maedchen‑ als Erstglied (30 von 212)

mädchenangesicht

DWB

maedchen·angesicht

mädchenangesicht , n. : aus dem moose schauen blümchen keusch empor, schaun, wie mädchenangesichter, rosenroth. Platen 77 ; ein bild enthiel…

mädchenarbeit

DWB

maedchen·arbeit

mädchenarbeit , f. arbeit wie sie ein mädchen zu machen pflegt: dort ( unterm fenster ) verweilte sie, .. ihre stille mädchenarbeit verricht…

mädchenarm

DWB

maedchen·arm

mädchenarm , m. : Ali Bei, der held des glaubens, liegt beglückt in mädchenarmen. H. Heine 16, 255 .

mädchenartig

GWB

maedchen·artig

mädchenartig [ Prometheus: ] Nun aber Eos unaufhaltsam strebt sie an, | Sprungweise, m.; streut aus voller Hand | Purpurne Blumen 50,340 Pan…

mädchenauge

DWB

maedchen·auge

mädchenauge , n. : kein auge sah sie ( Rezia ) ungeblendet an, wiewohl sie jetzt nur mädchenaugen sahn. Wieland 22, 200 ( Oberon 5, 17).

mädchenbeäugelnd

DWB

mädchenbeäugelnd , part. : du mädchenbeäugelnder schütze. Stolberg 11, 380 , nach Il. 11, 385 παρθενοπῖπα , mädchenbeäugler Voss.

Mädchenbeäugler

Campe

○ Х Der Mädchenbeäugler , — s, Mz . gl. der die Mädchen beäugelt, der gern nach schönen Mädchen siehet. Voß.

mädchenbette

DWB

maedchen·bette

mädchenbette , n. : tönt, nachtigallen, wann sich der abend neigt, im apfelbaum vor ihrem fenster, goldene träum um ihr mädchenbette! Hölty …

mädchenbild

DWB

maedchen·bild

mädchenbild , n. : da trieb sein spiel ein neckender traum: ich sah ein rosiges mädchenbild, den busen ein rosiges mieder umhüllt. H. Heine …

mädchenblick

DWB

maedchen·blick

mädchenblick , m. : und Liane reichte sie ( die blume ) ihm ihn freundlich anschauend mit jenem heiligen mädchenblicke, der hell und aufmerk…

mädchenblume

DWB

maedchen·blume

mädchenblume , f. 1 1) mädchen, einer blume verglichen: du holde mädchenblume! 2 2) blume die besonders für mädchen ist: flatternd auf grüne…

Mädchenbrust

Campe

maedchen·brust

Die Mädchenbrust , Mz. — brüste , die Brust, wie auch der Busen eines Mädchens. Der Königspurpur weicht der Röthe meiner Hirten, Der Helm de…

mädchenbubenhaft

GWB

maedchen·bubenhaft

mädchen-bubenhaft rollensprachl mBez auf die Engel, als Anspielung auf Zwitterhaftigkeit u Unreife, auch Spitzbüberei 15 2 ,160 Faust II 116…

Mädchencharakter

GWB

maedchen·charakter

Mädchencharakter pl Mittag mit Ottilien. Weimarische Mädchen-Charactere und Verhältnisse T6,125,16 v 22.10.17 Michael Schilar M.S.

mädchenchor

DWB

maedchen·chor

mädchenchor , m. und n.: ein mädchenchor rauscht schnell hervor, und bringt ihm ( dem trinker ) goldene trauben! Hölty 194 Halm; dir klingt …

Mädchendepartement

GWB

maedchen·departement

Mädchendepartement Mädchendepart. für die Erziehung, Ausbildung u Versorgung heranwachsender Mädchen zuständiger höfischer Verwaltungsbereic…

mädchendünkel

DWB

maedchen·duenkel

mädchendünkel , m. : nun siz und schrei im winkel, und ungeküszt, bis du den mädchendünkel rein abgebüszt! Voss 4, 92 .

Mädchenehre

Wander

maedchen·ehre

Mädchenehre Mädchenehre ist eine zarte Waare. In Finland sagt man: Das Brot duldet keinen Staub, Mädchenehre keine schlechten Worte. ( Bertr…

mädchenfänger

DWB

maedchen·faenger

mädchenfänger , m. : dann ist der vielgewandte sänger gelegentlich ein mädchenfänger; in keinem städtchen langt er an, wo ers nicht mancher …

Mädchenfinger

GWB

maedchen·finger

Mädchenfinger pl Nudeln .. die, nachdem sie erst in die Gestalt von gliedslangen Stiften gebracht sind, noch von spitzen M-n einmal in sich …

mädchenfischer

DWB

maedchen·fischer

mädchenfischer , m. : so lange noch im haine kein spielend bächlein rauscht, noch nicht im mondenscheine der mädchenfischer lauscht. Overbec…

mädchenflor

DWB

maedchen·flor

mädchenflor , m. : funfzig jungfern sind noch auszer mir in diesem thurm verwahret; der schönste mädchenflor, ein wahres tulpenbeet! Wieland…

mädchenfresser

DWB

maedchen·fresser

mädchenfresser , m. für einen, der liebesgenusz bei mädchen begehrlich sucht: ( ein trank, welcher ) ein vortreffliches konfortativ ist, des…

Mädchenfreund

GWB

maedchen·freund

Mädchenfreund Der Kunst- und Mädchenfreund [ WHamilton ], nicht zufrieden das schöne Gebild [ Miß Hart ] als bewegliche Statue zu sehen, wol…

Mädchengeschenk

Campe

maedchen·geschenk

○ Das Mädchengeschenk , — es, Mz. — e . 1) Das Geschenk eines Mädchens, ein Geschenk, das von einem Mädchen kömmt. 2) Ein Geschenk, das eine…

maedchen als Zweitglied (6 von 6)

freudenmädchen

DWB

freude·n·maedchen

freudenmädchen , n. amica, ἑταίρα , scortum, nach dem fr. fille de joie, wol erst nach 1750 aufgenommen, buhldirne, lustdirne klingt härter:…

kammermädchen

DWB

kammer·maedchen

kammermädchen , n. ital. cameriera, franz. chambrière, ziemlich gleich kammerjungfer, s. dort, mhd. gürtelmeit; kammermädgen Stieler 1211 , …

milchmädchen

DWB

milch·maedchen

milchmädchen , n. mädchen das die milch besorgt und sie auch feil hat: er gieng also in die hütte hinein, fand aber niemand darin als ein ju…

rosenmädchen

DWB

rosen·maedchen

rosenmädchen , n. 1 1) ein mädchen, welches rosen verkauft. Campe . 2 2) ein mit rosen geschmücktes mädchen, besonders das bei den ländliche…

stubenmädchen

DWB

stuben·maedchen

stubenmädchen , n. : haus-, zimmermädchen, anscheinend heute im norden weniger gebräuchlich als im süden, seit dem 18. jh. belegt, von jeher…

waisenmädchen

DWB

waise·n·maedchen

waisenmädchen , n. : waisenmädgen, a blew-coat-girl. Ludwig 2371 ; waisenmädgen Frisch 2, 418 a ; waisenmädchen Adelung ; als es sich nun da…

Ableitungen von maedchen (1 von 1)

unmädchen

DWB

unmädchen , n. Bürde erzählung v. e. gesellschaftl. reise (1785) 42 ; un IV B. —