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maedchen

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GWB
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Mädchen

Bd. 5, Sp. 1361
Mädchenim Pronominalbezug auch als Fem behandelt; bes beim jungen Goethe häufig -gen, einmal ‘Mägdchen’ GWB22,362 Lj V 12 Var; Pl auch -s; relativ oft in der Anrede (Punkte 1 bis 3)  1 junge Person weiblichen Geschlechts, vom Kind bis zur erwachsenen (nicht verheirateten) Frau unterschiedlichen sozialen Ranges, auch mBez auf fiktionale Gestalten; vielfach neben od in Abgrenzung von Angehörigen des männlichen Geschlechts   a in grundlegender geschlechtsbezogener Unterscheidung  Der Gott, der Bub- und M. schuf, | Erkannte gleich den edelsten Beruf, | Auch selbst Gelegenheit zu machen GWB14,168 Faust I 3339  [der Panegyriker], der sein Handwerk am besten ausübt, wenn er sich mit der Fülle des Stoffes bereichert, um Fürsten und Vesire, M. und Knaben, Propheten und Heilige .. ja zuletzt die Gottheit selbst, menschlicher Weise überfüllt auszuschmücken GWB7,99,7 DivNot uö(selten)   b allg für eine Halbwüchsige bzw junge, unverheiratete Frau; häufig mit Attr wie ‘artig, ehrbar, gut, schön, trefflich’; auch im Vergl  Ein paar M. von zwölf bis vierzehn Jahren saßen am Zoll .. und nahmen das Weggeld GWB341,366,24 ReiseSchweiz 1797 [G/Eckerm]  Wer nicht fühlt, was ein ehrbares M. empfinden muß, wenn man um sie wirbt, der verdient sie nicht zu erhalten GWB24,91,7 Wj I 5  O schönes M. du, | Du mit dem schwarzen Haar, | Die du an’s Fenster trittst GWB2,94 Anliegen 1  Meine Leidenschaft wuchs, je mehr ich den Werth des trefflichen M-s kennen lernte GWB28,26,1 DuW 11  Schnell flog Amor aus einer jungen Rose heraus, die halb aufgeblüht, wie ein Mädgen von fünfzehn Jahren, sich die Myrthe hinaufgeschlungen hatte GWB37,24 Vs 20 Annette Kunst Spröden zu fangen II GWB2,271 Soldatentrost 2u4 GWB44,107,2u8 Cell III 8 GWB50,201 HermDor II 103 in expliziter Abgrenzung vom (geschlechtsneutral aufgefaßten) Kind, für eine (fast) Erwachsene  In dem Vorsaale wimmelten sechs Kinder von eilf zu zwey Jahren um ein M. von schöner Gestalt AA20,23 Werth2 I  Was Du mir als Kind gewesen, | Was Du mir als M. warst, | Magst in Deinem Innern lesen, | Wie Du Dir es offenbarst GWB4,19 Ottilien vGoethe 6  Die M. schmücken sich mit Rosen und Kornblumen, den Kindern schmecken die Pfirschen fürtrefflich GWBB38,179,19 Schultz 3.7.24 GWB412,309,17 NationDichtk Serb I iUz ‘(Ehe-) Frau’, ‘Weib(chen)’, ‘Witwe’, einmal iS einer alleinstehenden Frau  Sie sind ewig das liebenswürdige Mädgen, und, werden auch [nach der Heirat] die Liebenswürdige Frau seyn GWBB1,224,22 KSchönkopf 23.1.70  Verheirathete Frauen, wenn sie sich auch unter einander nicht lieben, stehen doch stillschweigend mit einander, besonders gegen junge M., im Bündnis GWB20,120,21 Wv I 10  Ich bin ein M.! | Nennt mich nicht Weibchen, | Ihr macht mich roth GWB12,137 ScherzLR 407 Ich nenne sie hier Madame [Schauspielerin B.] und erinnre mich, sie vorher als M. eingeführt zu haben. Um alles Mißverständnis aufzuheben, will ich gleich hier entdecken, daß sie eine Gewissensheurath mit einem Menschen ohne Gewissen eingegangen war; er verließ kurz drauf die Gesellschaft, und sie war, bis auf weniges, wieder M. wie vorher; den Namen, den sie einmal hatte, behielt sie und galt wechselweise für Jungfrau, Frau und Witwe GWB51,49,14u19 ThS I 15 GWB33,25,14 Camp GWB32,236,19 ItR GWBT1,242,24 v 28.9.86   c in typisierenden (klischeehaften) Aussagen  α mBez auf Naturell, Charakter, Selbstverständnis, Vorlieben, Gewohnheiten etc  Wir lieben an einem jungen Frauenzimmer ganz andere Dinge, als den Verstand. Wir lieben an ihr das Schöne, das Jugendliche, das Neckische, das Zutrauliche, den Charakter, ihre Fehler, ihre Capricen .. Ihren Verstand achten wir, wenn er glänzend ist, und ein M. kann dadurch in unsern Augen unendlich an Wert gewinnen Gespr(FfA II 12,525,15) Eckerm 2.1.24  Ein M. zu erklären, wäre Kunst GWB131,86 Vs 8 Was wir bringen [1802]  Es liegt in der Natur der Sache, daß sich [bei der Partnerwahl] .. das M. eher bescheidet, als der Jüngling. Als Abkömmlingen Pandorens ist den schönen Kindern die wünschenswerthe Gabe verliehen, anzureizen, anzulocken und mehr durch Natur .. als durch Neigung .. [Verehrer] um sich zu versammeln GWB29,178,2 DuW 20  Ich weiß es wohl und spotte viel: | Ihr M. seid voll Wankelmuth! | Ihr liebet, wie im Kartenspiel, | Den David und den Alexander GWB4,160 Vs 2 Die Liebe wider Willen Dieser Tanz [Tarantella] ist nur eine Unterhaltung für M., kein Knabe rührt ein Tamburin an. Allein die weiblichen Geschöpfe scheinen die angenehmsten Stunden ihrer Jugend in diesem Tact wegzuhüpfen GWB32,364,10 ÜbItal Volksgesang GWB51,77,15 ThS I 20 GWB1,270 Alexis u Dora 147 GWB39,88,11 Götz1 III~8,86,17 Götz2  β iZshg mit (stereotypen) Vorstellungen von der sozialen Rolle, Verhaltensnormen u Aufgaben junger Frauen sowie im Hinblick auf ihre gesellschaftliche Situation  Man hatte zeither die M. des Dorfes im Nähen, Stricken, Spinnen und andern[] weiblichen Arbeiten zu ermuntern gesucht GWB20,179,13 Wv I 17  [Gehülfe:] Man erziehe die Knaben zu Dienern und die M. zu Müttern, so wird es überall wohl stehn GWB20,283,2 Wv II 7  Sie [Stella] war damals blutjung, nicht älter als sechzehn Jahr .. Er [Fernando] .. soll sie entführt haben .. Ja, wenn ein junges M. so einen Schritt thut, sie hat ihr Leben lang dran abzubüßen GWB11,135,27 Stella I  Sie [Sperata] ward einem Geistlichen anempfohlen .. So wie die meisten unserer M. konnte sie weder schreiben, noch Geschriebenes lesen GWB23,271,17 Lj VIII 9 GWB11,246 Claud2 942 GWB9,167,4 Wette 5 GWB3,275 ZXen III 669  γ im Kontext regionaler, örtlicher od nationaler Eigenheiten  die sächsischen Mädgen sind etwas delicat GWBB1,202,18 Friederike Oeser 13.2.69  ein recht derbes aber höchst liebliches deutsches und deutsch costumirtes M. GWBB26,414 Gutachten 26.2.16  A propos Tübingen! Dort sind M., die tragen die Zöpfe | Lang geflochten, auch dort gibt man die Horen heraus GWB51,233 Xen 193(259)  Mit einem M. hier zu Land | Ist’s aber ein langweilig Spiel, | Zur Freundschaft fehlt’s ihr am Verstande, | Zur Liebe fehlt’s ihr am Gefühl GWB51,59 Vs 110 An Mlle Oeser zu Leipzig, 6. 11. 1768  Die Zitellen (unverheurathete M.) sind [in Rom] keuscher als irgendwo, sie lassen sich nicht anrühren und fragen gleich, wenn man artig mit ihnen thut: e che concluderemo? GWBB8,314,11 CarlAug 29.12.87   d in erotischer Hinsicht  α als anziehende, körperlich reizvolle Person; mehrf als Sujet in der darstellenden Kunst  Ein M. wird bei’m Tanz verschönert, rothe Wangen, | Ein Mund, der lächelnd haucht, gesunkne Locken hangen | Um die bewegte Brust, ein sanfter Reiz umzieht | Den Körper tausendfach GWB9,33 LauneVerl 462  Allerliebst war ein M. von prächtiger schlanker Gestalt GWB31,183,24 ItR  eine schlanke zarte Gestalt, eine reine Bildung, ein heiteres Auge, eine blasse [Gesichts-]Farbe, die bei M. dieses Alters eher reizend als abschrekend ist GWB19,207,2 BrSchweiz I  In einer offenen mannichfaltigen Landschaft [auf einem Kupferstich nach Tizian] sehen wir .. das schönste nackte M. liegen, bequem, gelassen, impassible GWB491,297,2 Üb:Kupferst nachTizian  Töchter der Natur, so möchte ich einstweilen diejenigen M. nennen, die nunmehr öfters [auf den Kupferstichen] vorkommen und Arme, Nacken, Busen ganz entblößt und den übrigen Körper nur durchsichtig bekleidet zeigen GWB47,357,11 Üb:Frz satirKupferst GWB31,62,7 ItR GWB44,60,11 Cell III 5  β allgemein als etwas für den Mann Begehrenswertes, wesentliches Ingredienz irdischer Freuden; oft scherzh  Am 19. Juni gelangte ich nach Marienbad, bey sehr schönem Wetter. Herrlich Quartier, freundliche Wirthe, gute Gesellschaft, hübsche M., Musikalische Liebhaber, angenehme Abend-Unterhaltung, köstliches Essen GWBB36,111,25 Zelter 8.8.22  ich habe | Das göttliche Geschenck, die Gabe | mit Wenigem vergnügt zu seyn. | Ein Mädgen, willig mich zu küssen, | der Freunde viel, ein gut Gewissen, | und täglich eine Flasche Wein DjG31,165 Ja, ich bin würcklich reich 4  Natürlich! die Verwandschaft ist erprobt, | Zwar oft gescholten, mehr jedoch gelobt; | Man greife nun nach M., Kronen, Gold, | Dem Greifenden ist meist Fortune hold GWB151,114 Faust II 7102 GWB14,45 Faust I 815  γ im anthropomorphisierenden Zusammenhang u im Bild  [über ein sehr zerlesenes Exemplar der ‘Undine’, das Goethe neu gebunden zurücksendet] Das Röckchen ganz vom Leib gerissen. | Daraus erwuchs der Vortheil mir | .. Das arme nackte M. hier | Von Kopf zu Füßen neu zu kleiden GWB52,15 An Gfin Jaraczewska 8 Var  Das Wort ist ein Fächer! Zwischen den Stäben | Blicken ein Paar schöne Augen hervor. | Der Fächer ist nur ein lieblicher Flor, | Er verdeckt mir zwar das Gesicht, | Aber das M. verbirgt er nicht GWB6,42 Div Wink 8   e weibliches (Klein-)Kind; mehrf ‘kleines M.  Ein schönes M., von etwa 4 Jahren, wurde eben zum 3. Feyertage von der Mutter angezogen und stand auf dem dunkeln Grunde wie ein Porträtchen GWBB23,323,28 Christiane 21.4.13  Wie ich ein klein Mädgen war, ich weis es noch auf einen Punckt, machte mir meine Mutter ein schönes Hofkleid, war rosenfarb GWB39,74,5 Götz1 II  Ein kleines M., das seiner Mutter vollkommen glich GWB23,83,14 Lj VII 7 GWBB23,429,12 Christiane 28.8.13 GWB11,149,16 Stella II   f für Tochter bzw weibliche Nachfahrin (in Überschneidung mit 1b u 1e)  Ein wackrer Bürger hatte seine Tochter vor seinem Tode einem jungen Soldaten zugesagt, die Mutter aber ist nunmehr als Witwe von der Philosophie eingenommen und will das M. nur einem aus dieser Gilde zugestehen GWB45,191,20 RamNeffe Anm  Der Todt eures Mädgens schmerzt mich sehr. Ich sehe was in Herders Familie so ein kleines Weibgen unter den vielen Knaben wohlthut GWBB7,83,6 Kestner 1.9.85  [Mutter:] M., als du kamst an’s Licht | Schmückt ich dich im Häubchen, | Warst so lieblich von Gesicht, | Und so zart am Leibchen GWB151,27 Faust II 5178  ihre beiden M. .. sahen unverwandt an der Mutter hinauf GWB19,283,26 BrSchweiz II  O wie freut es mich, mein Liebchen, | Daß du so natürlich bist; | Unsre M., unsre Bübchen | Spielen künftig auf dem Mist! GWB1,146 Musen u Grazien in der Mark 11 GWBB2,110,6 Johanna Fahlmer 18.10.73 GWBB7,93,10 Jacobi 11.9.85 GWB36,352,12 Trauerloge 1821 GWBB43,268,28 Reinhard 28.1.28 GWB9,41 Mitsch3 3 mBez auf Goethes Enkelin Alma  Das kleine M. wird alle Tage neckischer GWBB47,116,13 August 29.6.30  unseres M-s erster Jahrestag ward heute gefeyert. Es scheint auch recht weiblich einzuschlagen GWBB45,37,2 Zelter 30.10.28 GWBB48,245,25 UPogwisch 18.6.31   g für fiktionale, insbesondere literarische Figuren  α generalisierend, mBez auf Protagonisten, Charaktere od Theaterrollen  Seine M. sind die allgemeinsten Gestalten, wie man sie in Societät und auf der Promenade kennen lernt GWB37,222,22 FGA PolnJude Wenn sich manchmal in mir die abgestorbne Lust für’s Theater zu arbeiten wieder regte, so hatte ich sie [die verstorbene Schauspielerin Christiane Becker] gewiß vor Augen, und meine M. und Frauen bildeten sich nach ihr und ihren Eigenschaften GWBB12,345,12 Böttiger 25.10.97  Mit Wilhelm Meister ging es mir noch schlimmer. Die Puppen waren den Gebildeten zu gering, die Comödianten den Gentleman zu schlechte Gesellschaft, die M. zu lose; hauptsächlich aber hieß es, es sey kein Werther GWBB45,117,28 Schultz 10.1.29  Der antike Sinn in Behandlung des Amphitryons ging auf Verwirrung der Sinne, auf den Zwiespalt der Sinne mit der Überzeugung. Wie im Miles gloriosus das eine M. zwey Personen vorstellt, so stellen hier zwey Personen Eine dar. Es ist das Motiv der Menächmen, nur mit dem Bewußtseyn des einen Theils GWBT3,239,15 v 13.7.07 ‘bacchisches M. s bacchisch GWBB22,362,3 Sickler[] 28.4.12 K~48,145,1 TänzerinGrab uö(selten)  β mBez auf einzelne Figuren in bestimmten Werken; auch als Selbstbezeichnung der Figuren  Tadelte doch Humboldt auch an meiner Dorothea, daß sie bei dem Überfall der Krieger zu den Waffen gegriffen .. Und doch, ohne jenen Zug, ist ja der Charakter des außerordentlichen M-s, wie sie zu dieser Zeit und zu diesen Zuständen recht war, sogleich vernichtet, und sie sinkt in die Reihe des Gewöhnlichen herab Gespr(FfA II 12,322,21) Eckerm 23.3.29  Das M. von Oberkirch. Ein Trauerspiel in fünf Aufzügen GWB18,77 Titel  [Suleika:] War Hatem lange doch entfernt, | Das M. hatte was gelernt GWB6,179 DivSuleika Vs 26 GWB50,314 Pand 353 GWB11,148,25 Stella II GWB10,273 NatT 546 GWBB22,241,21 Grotthuß 8.1.12 GWB1,275 Der neuePausias 53 ‘das nußbraune M.’, einmal ‘das braune M. als Kosename für Nachodine in den ‘Wanderjahren’, auch metonymisch  die Schöne-Gute, sonst das nußbraune M. genannt GWB251,275,18 Wj III 14  Wilhelm .. brachte das Gespräch auf frühere Zeiten, auf Gespielen .. so daß Valerine zuletzt ganz natürlich darauf kam des nußbraunen M-s zu erwähnen und ihren Namen auszusprechen GWB24,212,20 Wj I 11  das braune M. trat mir [Wilhelm] in den Weg und bat mich dringend, für ihren Vater, für sie ein gutes Wort bei meinem Oheim einzulegen GWB24,199,27 Wj I 11  Besonders empfehle ich das Nußbraune M., welche jetzt der Favorit ist GWBB21,290,28 ChStein 11.5.10 GWB24,199,10 Wj I 11 GWBT4,128,13 v 1.6.10 mBez auf Mignon, insbes im Hinblick auf die Problematik ihrer geschlechtlichen Identität  [Mignon:] Ich bin ein Knabe: ich will kein M. sein! GWB22,10,11 Lj IV 1  Auch hatte das Feuer die kleine Garderobe Mignons verzehrt, und als man ihr wieder etwas Neues schaffen wollte, that Aurelie den Vorschlag, daß man sie doch endlich als M. kleiden solle GWB22,224,6 Lj V 15 GWB21,142,25 Lj II 4~51,208,13 ThS III 3  γ für mythol Gestalten, iron u scherzh  Übrigens bin ich in einer Stimmung daß ich fürchtete die Musen niemals wieder zu sehen, wenn man nicht aus der Erfahrung wüßte daß diese gutherzigen M. selbst das Stündchen abpassen, um ihren Freunden mit immer gleicher Liebe zu begegnen GWBB13,207,19 Schiller 15.7.98  “Wie ungeschickt habt ihr euch benommen, | Da euch das Glück in’s Haus gekommen!” | Das M. hat’s nicht übel genommen, | Und ist noch ein paarmal wieder gekommen GWB6,120 Div Sprüche GWB1,242 Vs 166 RömEleg VII   h Prostituierte, Freudenmädchen, überwiegend in Fügungen wie ‘gefallene M.’, ‘öffentliche M. der Lust’  Landesverräther mögen geviertheilt werden, aber gefallene M. in tausend Stücke anatomisch zu zerfetzen, will sich nicht mehr ziemen GWB492,67,25 PlastAnatomie  Die öffentlichen M. der Lust sind unsicher wie überall GWBB8,314,9 CarlAug 29.12.87  Vor ihrem Fenster, mit leichten Schritten, | Spaziert ein M. von schlechten Sitten, | Und bietet um geringen Preis | Gar vieler Menschen sauren Schweiß GWB16,46 Neueste Plund 40  wenn ich einmal reich werde .. Dann wollen wir M. haben GWB45,55,17 Ram Neffe  Sollte man M. eines üblen Lebens und Heilige mit andern Verbrechern zusammen in einen Kerker gesperrt haben? GWB47,216,13 ÄltGemälde 1790  Sollten in dieser großen Stadt .. nicht M. sein, die sich für einen gewissen Preis dem Manne überlassen? GWB19,213,27 BrSchweiz I GWB27,144,14 DuW 7   2 Freundin, Geliebte, Gefährtin, auch (Jugend-)Gespielin, häufig mit PossPron; ‘mein M. mehrf für Christiane  Noch so einen ganzen Bogen würde ich voll schreiben wenn ich an mein Mädgen schriebe; aber gegen dich will ich barmherzig seyn GWBB1,153,26 Behrisch 4.12.67  Verzweifelt nicht ihr Jünglinge, wenn eure Mädgen spröde sind GWB37,21 Vs 1 Annette Kunst Spröden zu fangen I  Ich kenne einen guten Freund, dessen Mädgen offt die Gefälligkeit hatte bey Tisch des Liebsten Füße zum Schemmel der ihrigen zu machen GWBB1,237,8 Fabricius? 27.6.[70] K  So vergnügt ich .. [in Leipzig] bin, so fühle ich dennoch allen Mangel des gesellschaftlichen Lebens. Ich seufze nach meinen [Frankfurter] Freunden und meinen Mädgen GWBB1,44,14 Riese 28.4.66  Wenn Ihr mich lieb behaltet, wenige Gute mir geneigt bleiben, mein M. treu ist, mein Kind lebt, mein großer Ofen gut heizt, so hab’ ich vorerst nichts weiter zu wünschen GWBB9,224,19 JG u CHerder 11.9.90 GWBB1,113,22 Cornelia [12.]10.67 GWB37,38 Annette An dSchlaf 9 GWB1,73 Vs 21 Wie herrlich leuchtet GWBB9,187,13 Herder 12.3.90 GWBB1,243,5 Hetzler dJ 24.8.[70] K in Fügungen ‘das liebe M. (häufig mBez auf Friederike Brion), ‘liebes/geliebtes M. (bes in der Anrede)  Ich genoß auf der Seite des lieben M-s [Friederike] der herrlichen Sonntagsfrühe auf dem Lande GWB28,12,8 DuW 11  Das liebe M. zu sehen und neben ihr zu sein, war nun bald eine unerläßliche Bedingung meines Wesens GWB26,278,27 DuW 5  Ich habe einen jungen Mann gekannt, der eine Stecknadel dem geliebten M. [Abschied nehmend] .. entwendete GWB24,222,25 Wj I 12 GWB1,55 Vs 2 An die Erwählte GWB28,24,23 DuW 11   3 Haus-, Kammermädchen, Dienstmagd, Gehilfin, auch: Gesellschafterin  [Dorothea zu Hermann:] Dingen möchtet ihr mich als Magd für Vater und Mutter, | Zu versehen das Haus .. | Und ihr glaubet an mir ein tüchtiges M. zu finden, | Zu der Arbeit geschickt GWB50,246 HermDor VII 78  davon [von den Kleidern] machte ich allen meinen Arbeitern ein Geschenk, indem ich jedem nach seinem Verdienste gab, sogar den M. und den Stallburschen GWB44,120,22 Cell III 9  Die Magd war im Hausgarten beschäftigt und Olivie .. rief ihr zu: Warte, ich habe dir was zu sagen! Mich ließ sie an der Hecke stehen und ging zu dem M. GWB27,369,7 DuW 10  [Marie zu Sophie:] Willst du doch, Liebe, das M. nach dem Arzte schicken? GWB11,112,23 Clav IV  bald lös’te sich ihr [Lilies] Schmerz in Thränen auf, zwei M. faßten sie hülfreich in die Arme, die Harfe sank aus ihrem Schoose, kaum ergriff noch die schnelle Dienerin das Instrument und trug es bei Seite GWB18,255,9 Märchen GWB26,283,14 DuW 5 GWB20,391,21 Wv II 17   4 Jungfrau, sexuell unerfahrene, keusche weibliche Person; mehrf ‘unschuldiges M.  [Mephisto:] Ich sing’ ihr [Gretchen] ein moralisch Lied, | Um sie gewisser zu bethören .. | Laß, laß es sein! | Er läßt dich ein | Als M. ein, | Als M. nicht zurücke. | Nehmt euch in Acht! | Ist es vollbracht, | Dann gute Nacht | Ihr armen, armen Dinger! GWB14,187 Faust I 3688u3689 [Graf:] Ein unschuldiges M. muß ich ihm [als Medium der Geisterbeschwörung] stellen GWB17,161,16 GrCoph II 5 GWB17,165,18 GrCoph II 6 uö(selten) mBez auf Huris im muslimischen Paradies  [Huri zum Dichter:] Wir sollten euren Liebchen gleichen. | Unsere Eigenliebe ging verloren, | Die M. krauten hinter den Ohren, | Doch, dachten wir, im ewigen Leben | Muß man sich eben in alles ergeben GWB6,258 Vs 44 Div Paradies GWB6,250[] Vs 47 Div Paradies   GWBBauern- GWBBlumen- GWBBoten- GWBBürger- GWBDienst- GWBFeen- GWB*Fischer- GWBFreuden- GWBGärtner- GWBHalb- GWBHarfner- GWBHirten- GWBKammer- GWBKinder- Knaben- GWBKüchen- GWBLand- GWBLeier- GWBMilch- GWBNatur- GWBPfefferkuchen- GWBSchul- GWBSchweizer- GWBSpinner- GWBStraußer- GWBStuben- GWBTrauerspiel- GWBWeber- GWBZigeuner- GWBZither-Syn zu 1 GWBBackfisch GWBDemoiselle GWBDirne GWBFrauensperson GWBFrauenzimmer GWBFrauenzimmerchen GWBFräule GWBFräulein GWBJungfer GWBJüngferchen GWBJungfrau GWBJungfräulein GWBMädel GWBMademoiselle GWBMagd GWBMägdchen GWBMägdlein GWBMaid GWBMaidle GWBMaidlein GWBMamsell zu 1e GWBFräulchen GWBKind GWBKindchen GWBKindel GWBKindlein GWBklein zu 1f GWBEnkelin GWBTochter zu 1g GWBFigur GWBFrauencharakter GWBFrauengestalt zu 1h GWBDirnchen GWBFreudenmädchen GWBHure GWBKokette GWBMetze zu 2 GWBanbeten(Angebetete) GWBFavorite GWBFreundin GWBGefährtin GWBGeliebte GWBGespielin GWBklein(K-e) GWBLiebchen GWBLiebe Liebste Schatz Verlobte zu 3 GWBAufwärterin GWBBegleiterin GWBDienerin GWBDienstmädchen GWBDienstmagd GWBGehülfin GWBGesellschafterin GWBHelferin GWBJungfer GWBKammerfräulein GWBKammerjungfer GWBKammermädchen GWBKammermagd GWBMagd GWBMägdchen GWBMägdlein Stubenmädchen Stubenmagd Zofe zu 4 GWBJungfer GWBJungfrau Stefaniya PtashnykS.P.
19803 Zeichen · 220 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mädchen

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Das Mädchen , des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Magd 1.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Mädchen

    Goethe-Wörterbuch

    Mädchen im Pronominalbezug auch als Fem behandelt; bes beim jungen Goethe häufig -gen, einmal ‘Mägdchen’ GWB 22,362 Lj V…

  3. modern
    Dialekt
    Mädchenn.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Mädchen , Mädel , Mäden n. : 1. a. 'ledige weibliche Person', Sg. Mädche (mEdχə, mEdšə; -ǟ-), Pl. Mädcheʳ [verbr. westl.…

  4. Sprichwörter
    Mädchen

    Wander (Sprichwörter)

    Mädchen Mädchen (s. Jungfer, Jungfrau, Mädel und Meitschi). 1. Alle Mädchen sind Jungfern, so lange der Bauch schweigt. …

  5. Spezial
    Mädchen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Mäd|chen n. (-s,-) 1 (weibliches Kind) möta (mitans) f. 2 (junges Mädchen, Jugendliche) jona (jones) f. 3 ‹ant› (Dienstm…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit maedchen

406 Bildungen · 212 Erstglied · 193 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von maedchen

mad + -chen

maedchen leitet sich vom Lemma mad ab mit Suffix -chen, mit Umlaut-Wechsel.

maedchen‑ als Erstglied (30 von 212)

mädchenangesicht

DWB

maedchen·angesicht

mädchenangesicht , n. : aus dem moose schauen blümchen keusch empor, schaun, wie mädchenangesichter, rosenroth. Platen 77 ; ein bild enthiel…

mädchenarbeit

DWB

maedchen·arbeit

mädchenarbeit , f. arbeit wie sie ein mädchen zu machen pflegt: dort ( unterm fenster ) verweilte sie, .. ihre stille mädchenarbeit verricht…

mädchenarm

DWB

maedchen·arm

mädchenarm , m. : Ali Bei, der held des glaubens, liegt beglückt in mädchenarmen. H. Heine 16, 255 .

mädchenartig

GWB

maedchen·artig

mädchenartig [ Prometheus: ] Nun aber Eos unaufhaltsam strebt sie an, | Sprungweise, m.; streut aus voller Hand | Purpurne Blumen GWB 50,340…

mädchenauge

DWB

maedchen·auge

mädchenauge , n. : kein auge sah sie ( Rezia ) ungeblendet an, wiewohl sie jetzt nur mädchenaugen sahn. Wieland 22, 200 ( Oberon 5, 17).

mädchenbeäugelnd

DWB

mädchenbeäugelnd , part. : du mädchenbeäugelnder schütze. Stolberg 11, 380 , nach Il. 11, 385 παρθενοπῖπα , mädchenbeäugler Voss.

Mädchenbeäugler

Campe

○ Х Der Mädchenbeäugler , — s, Mz . gl. der die Mädchen beäugelt, der gern nach schönen Mädchen siehet. Voß.

mädchenbette

DWB

maedchen·bette

mädchenbette , n. : tönt, nachtigallen, wann sich der abend neigt, im apfelbaum vor ihrem fenster, goldene träum um ihr mädchenbette! Hölty …

mädchenbild

DWB

maedchen·bild

mädchenbild , n. : da trieb sein spiel ein neckender traum: ich sah ein rosiges mädchenbild, den busen ein rosiges mieder umhüllt. H. Heine …

mädchenblick

DWB

maedchen·blick

mädchenblick , m. : und Liane reichte sie ( die blume ) ihm ihn freundlich anschauend mit jenem heiligen mädchenblicke, der hell und aufmerk…

mädchenblume

DWB

maedchen·blume

mädchenblume , f. 1 1) mädchen, einer blume verglichen: du holde mädchenblume! 2 2) blume die besonders für mädchen ist: flatternd auf grüne…

Mädchenbrust

Campe

maedchen·brust

Die Mädchenbrust , Mz. — brüste , die Brust, wie auch der Busen eines Mädchens. Der Königspurpur weicht der Röthe meiner Hirten, Der Helm de…

mädchenbubenhaft

GWB

maedchen·bubenhaft

mädchen-bubenhaft rollensprachl mBez auf die Engel, als Anspielung auf Zwitterhaftigkeit u Unreife, auch Spitzbüberei GWB 15 2 ,160 Faust II…

Mädchencharakter

GWB

maedchen·charakter

Mädchencharakter pl Mittag mit Ottilien. Weimarische Mädchen-Charactere und Verhältnisse GWB T6,125,16 v 22.10.17 Michael Schilar M.S.

mädchenchor

DWB

maedchen·chor

mädchenchor , m. und n.: ein mädchenchor rauscht schnell hervor, und bringt ihm ( dem trinker ) goldene trauben! Hölty 194 Halm; dir klingt …

Mädchendepartement

GWB

maedchen·departement

Mädchendepartement Mädchendepart. für die Erziehung, Ausbildung u Versorgung heranwachsender Mädchen zuständiger höfischer Verwaltungsbereic…

mädchendünkel

DWB

maedchen·duenkel

mädchendünkel , m. : nun siz und schrei im winkel, und ungeküszt, bis du den mädchendünkel rein abgebüszt! Voss 4, 92 .

Mädchenehre

Wander

maedchen·ehre

Mädchenehre Mädchenehre ist eine zarte Waare. In Finland sagt man: Das Brot duldet keinen Staub, Mädchenehre keine schlechten Worte. ( Bertr…

mädchenfänger

DWB

maedchen·faenger

mädchenfänger , m. : dann ist der vielgewandte sänger gelegentlich ein mädchenfänger; in keinem städtchen langt er an, wo ers nicht mancher …

Mädchenfinger

GWB

maedchen·finger

Mädchenfinger pl Nudeln .. die, nachdem sie erst in die Gestalt von gliedslangen Stiften gebracht sind, noch von spitzen M-n einmal in sich …

mädchenfischer

DWB

maedchen·fischer

mädchenfischer , m. : so lange noch im haine kein spielend bächlein rauscht, noch nicht im mondenscheine der mädchenfischer lauscht. Overbec…

mädchenflor

DWB

maedchen·flor

mädchenflor , m. : funfzig jungfern sind noch auszer mir in diesem thurm verwahret; der schönste mädchenflor, ein wahres tulpenbeet! Wieland…

mädchenfresser

DWB

maedchen·fresser

mädchenfresser , m. für einen, der liebesgenusz bei mädchen begehrlich sucht: ( ein trank, welcher ) ein vortreffliches konfortativ ist, des…

Mädchenfreund

GWB

maedchen·freund

Mädchenfreund Der Kunst- und Mädchenfreund [ WHamilton ], nicht zufrieden das schöne Gebild [ Miß Hart ] als bewegliche Statue zu sehen, wol…

Mädchengeschenk

Campe

maedchen·geschenk

○ Das Mädchengeschenk , — es, Mz. — e . 1) Das Geschenk eines Mädchens, ein Geschenk, das von einem Mädchen kömmt. 2) Ein Geschenk, das eine…

maedchen als Zweitglied (30 von 193)

Allerweltsmädchen

Campe

allerwelts·maedchen

♁ Das Allerweltsmädchen , des — s, d. Mz. w. d. Ez. ein Mädchen, das sich jedermann Preis giebt; ein verwerflicher Ausdruck, weil er was sch…

ANIMIERMÄDCHEN

DWB2

DWB2 ANIMIERMÄDCHEN n. DWB2 junge frau, die in kneipen u.ä. lokalen männer animiert und häufig auch prostitution betreibt (zu animieren 1 c …

aufwartemädchen

DWB

aufwarte·maedchen

aufwartemädchen , n. ancilla, famula, dienstmädchen: die bei einer vornehmen dame als aufwartemägdgen in diensten stand. Felsenb. 2, 247; ve…

Backhausmädchen

RhWB

backhaus·maedchen

Back-haus-mädchen n.: in Aach Lied zu dem Siebensprung (Tanz). Hei, weə ka de söve Spröng, hei weə ka se danze? Backesmädche, komm bei mich;…

Blaumädchen

RhWB

blau·maedchen

Blau-mädchen Westerw n.: die Mädchen in der Krugbäckerei, die die bl. Ornamente mit der Quaste auftragen.

Brautmädchen

PfWB

braut·maedchen

Braut-mädchen , n. , Braut-magd f. , Braut-maiden n. : 1. = PfWB Brautjungfer , -mädche [ ZW-Nd'aub KB-Göllh Marnh FR-A'lein ], -mädel [Fran…

Brudersmädchen

PfWB

bruder·s·maedchen

Bruders-mädchen n. : 'Tochter des Bruders, Nichte', Bruleʳsmääle [ KU-Bedb ]; vgl. PfWB Bruderskind . SHW Südhess. I 1161 ; RhWB Rhein. I 10…

bürgermädchen

DWB

buerger·maedchen

bürgermädchen , n. puella non generosa stirpe orta: ob er in dem gestrigen umgange mit den bürgermägdchens vielleicht mehr vergnügen gefunde…

dienstmädchen

DWB

dienst·maedchen

dienstmädchen , n. ancillula. dienstmägtle Maaler 92 c . Henisch 704 . zum glück glitschte ich noch wider ein mitleidiges dienstmädchen die …

dorfmädchen

DWB

dorf·maedchen

dorfmädchen , n. puella rustica. s. DWB dorfmeid . dorfmädchen, buhlerinnen cauponariae mulieres Serz Teutsche idiotismen 32 a .

einstandmädchen

DWB

einstand·maedchen

einstandmädchen , n. schweiz. einstandmeitli, das während krankheit oder sonstiger entbehrung der eigentlichen magd in den dienst einsteht.

Ableitungen von maedchen (1 von 1)

unmädchen

DWB

unmädchen , n. Bürde erzählung v. e. gesellschaftl. reise (1785) 42 ; un IV B. —