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Graben

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Adelung
Anchors
43 in 20 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Graben

Bd. 2, Sp. 766
Graben, verb. irreg. act. ich grabe, du gräbst, er gräbt; Imperf. ich grub; Mittelw. gegraben; Imperat. grabe. 1. Mit einem härtern Werkzeuge Figuren in Metall, Stein u. s. f. durch Vertiefung bringen. 1) Eigentlich. Eine Schrift in einen Felsen, in Marmor graben. Eines Nahmen in Erz, in Metall graben, ein Wapen in Gold, ein Petschaft in Stein graben; wofür doch stechen üblicher ist, so daß graben in dieser ganzen Bedeutung in der höhern und dichterischen Schreibart noch am häufigsten gebraucht wird. Und sollt zween Onychsteine nehmen, und darauf graben die Nahmen der Kinder Israel, 2 Mos. 28, 9. Gott habe sie (die Gesetztafeln) selbst gemacht, und selber die Schrift darein gegraben, Kap. 32, 16. S. Grabstichel. 2) Figürlich. Die Empfindungen der Männer dringen langsamer ein und graben sich tiefer, Gell. 2. Besonders, auf ähnliche Art Höhlungen in die Erde machen; S. Grabscheit. Mit dem Finger, mit dem Grabscheite in die Erde graben. Tief in die Erde graben. Durch einen Berg graben. Nach Wasser graben. Ingleichen durch Graben hervor bringen. Eine Grube graben. Einem eine Stube graben, figürlich, ihm einen Unfall vorbereiten. Einen Brunnen, einen Keller, einen Canal graben. Einen[] Grund graben, den Raum dazu in die Erde graben. Ingleichen figürlich, für ausgraben, durch Graben aus der Erde bringen. Kräuter, Wurzeln graben. Lehm, Torf, Steinkohlen u. s. f. graben. Schätze graben. Im gemeinen Leben auch mehrmahls für umgraben. Im Garten graben lassen, d. i. die Erde umgraben lassen, um sie zum Säen oder Pflanzen der Gewächse locker zu machen. Graben mag ich nicht, Luc. 16, 3. Das Hauptwort die Grabung ist nur in den Zusammensetzungen üblich. Anm. Schon bey dem Ulphilas graban, bey dem Ottfried und Notker graben, im Nieders. graven, im Dän. grave, im Schwed. grafwa, im Wallis. crafa, alles in beyden Bedeutungen dieses Wortes, besonders in der ersten, in welcher auch das Franz. graver üblich ist. Da die älteste Art des Schreibens darin bestand, daß man die verlangten Züge in einen festen Körper grub, so bedeutet γραφειν im Griech. und to grave im Engl. auch schreiben, woraus durch Vorsetzung des Zischlautes das Lat. scribere und unser schreiben geworden. Graben selbst gehöret zu dem Geschlechte des Zeitwortes reiben, von welchem es durch die Vorsetzung des ge oder g gebildet worden. S. Grübeln, Grube und Gruft. Übrigens ist für graben in der zweyten Bedeutung im Nieders. auch gruppen, welches das Intensivum davon ist, ingleichen spitten und sloten üblich.
2529 Zeichen · 65 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    grabenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +11 Parallelbelege

    graben swv. mit einem graben versehen, in begraben, vergraben.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Graben

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Graben , verb. irreg. act. ich grabe, du gräbst, er gräbt; Imperf. ich grub; Mittelw. gegraben; Imperat. grabe. 1. Mit e…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    graben

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    graben auch subst 1 eine Vertiefung ausheben; öfter ‘einen Grund, Brunnen, Kanal g.’, ‘jdm eine Grube g.’ uä; auch in bi…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Graben

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Graben , die künstliche Vertiefung vor Festungswerken, 24—32' tief, 60—120' breit; die innere Seite heißt die Scarpe, di…

  5. modern
    Dialekt
    Graben

    Elsässisches Wb. · +13 Parallelbelege

    Grabe n [Krâpə S.; Krâwə Dollern O. Str. Han. Betschd. Wörth W.; Krôwə Geisp. K. Z. Ingw. ; Pl. Kráwə; Krǽwə Str. W. ] m…

  6. Spezial
    Graben

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    Gra|ben m. (-s, Gräben) fossé (fossá) m. , fos (fosc) m. , frignun (-s) m. , valun (-s) m. , sćiavun (-s) m. ▬ einen Gra…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit graben

286 Bildungen · 183 Erstglied · 97 Zweitglied · 6 Ableitungen

Zerlegung von graben 2 Komponenten

gra+ben

graben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

graben‑ als Erstglied (30 von 183)

Grabenbeil

SHW

Graben-beil Band 2, Spalte 1433-1434

Grabengasse

SHW

Graben-gasse Band 2, Spalte 1433-1434

Grabenlilie

SHW

Graben-lilie Band 2, Spalte 1433-1434

Grabenrech

SHW

Graben-rech Band 2, Spalte 1433-1434

Grabenufer

SHW

Graben-ufer Band 2, Spalte 1433-1434

grabenabsteigung

DWB

grabenab·steigung

-absteigung ( gang, der in den graben führt ) Jacobsson technol. wb. (1781) 2, 143 a ; L. Voch allg. baulex. (1781) 128 b ;

Grabenäcker

PfWB

Graben-äcker , Gräben-äcker Pl. : FlN, der an Entwässerungsgräben erinnert: An de Grawenäckeʳ [ LA-Nußd ]. In KL-Ramst sieht man in dem FlN …

Grabenäuwer

MeckWB

Grabenäuwer Pl. -s n. Grabenufer; Ortsneckerei: de Dummen warden nich all', de Prestiner seigen all weck uppe Grabenäuwers Schw Criv .

grabenamt

DWB

graben·amt

grabenamt , n. : 'grāvenam(bach)t, n. städtisches amt, dem die befestigung, wälle, gräben unterstellt sind ' Lasch-Borchling mnd. wb. 1, 2, …

grabenarbeit

DWB

graben·arbeit

grabenarbeit , f. , arbeit an einem graben, älter besonders am stadt- oder festungsgraben: item wii die czechemeister und knappen clagen, wi…

grabenbau

DWB

graben·bau

-bau : grabenbauten Lueger lex. d. ges. techn. (1894) 4, 201 ;

graben als Zweitglied (30 von 97)

insigelgraben?

KöblerMhd

*insigelgraben? , V. nhd. „gravieren“ Hw.: s. insigelgraben (2) E.: s. insigele, graben W.: nhd. DW-

abe graben

MWB

abe graben stV. 1 ‘jmdm. durch Graben ein Stück Land entziehen’ 2 ‘(Erde) durch Graben abtragen’    1 ‘jmdm. durch Graben ein Stück Land ent…

abegraben

KöblerMhd

abe·graben

abegraben , st. V. nhd. abgraben Hw.: vgl. mnl. afgraven, mnd. afgrāven Q.: Ot (FB abe graben), BdN, SSp (1221-1224) E.: s. abe, graben W.: …

abgraben

DWB

abgraben , fodiendo auferre, weggraben, einen hügel, berg abgraben. einen flusz abgraben, sein bett verändern. einen brunnen abgraben, dem w…

Aftergraben

Adelung

after·graben

Der Aftergraben , des -s, plur. die -gräben, in den Bergwerken, ein Graben, durch welchen das After in die Aftergefälle gehet.

aufgraben

DWB

auf·graben

aufgraben , effodere, circumfodere, nnl. opgraven: das land, das beet, den boden aufgraben; einen weg, gang, ein loch aufgraben; einen schat…

Aukengraben

DRW

auke·n·graben

Aukengraben Krötengraben, Grenzgraben welcher ain aukgramb hat, der soll seinen nachpaurn friden in und auss 1523 ÖW. IX 863 Faksimile 16. J…

ausgraben

DWB

aus·graben

ausgraben , effodere, exsculpere, goth. usgraban, ahd. argrapan sculpere, ûʒgrapan effodere, nnl. uitgraven. du solt auch ein stirnblat mach…

Außengraben

Adelung

aussen·graben

Der Außengraben , des -s, plur. die -gräben, in der Kriegsbaukunst, der äußere Graben, welcher um das Glacis, oder die Brustwehre der Contre…

begraben

DWB

beg·raben

begraben , humare, terra condere, ahd. pikrapan, mhd. begraben, nnl. begraven. das goth. bigraban ist umgraben. 1 1) den leib, leichnam begr…

bigraben

KöblerMhd

bigraben , st. V. nhd. begraben (V.), vergraben (V.), eingraben Hw.: s. begraben E.: s. bi, graben W.: s. nhd. begraben, st. V., begraben (V…

Bū(w)graben

Idiotikon

Bū(w)graben Band 2, Spalte 682 Bū(w)graben 2,682

darīngraben

KöblerMhd

dar·īngraben

darīngraben , st. V. nhd. „dareingraben“ Q.: HvNst (um 1300) (graben) (FB darīn graben) E.: s. darīn, graben W.: nhd. DW2-

durchgraben

DWB

durch·graben

durchgraben , ahd. durhgraban Graff 4, 305 . mhd. durchgraben Ben. 1, 561 a , niederd. dôrgrâben Schambach 45 b . niederl. doorgraaven. 1 1.…

eingraben

DWB

ein·graben

eingraben , infodere, nnl. ingraven, schw. ingräfva, dän. indgrave. 1 1) ohne casus: so mag er daselbs eingraben, und wa ein edelgestein gef…

engraben

Lexer

eng·raben

en-graben stv. I, 4. BMZ ausgraben Bon. entgraben entwenden Pass. K. 431,76.

entgraben

DWB

ent·graben

entgraben , fodere: und wie des corrosifs art ist, friszt es umb sich in die weite und entgräbt zwischen haut und fleisch höle hinein. Parac…

ergraben

DWB

ergraben , effodere, exsculpere, goth. usgraban, ahd. arkrapan, irgraban ( Graff 3, 303 ), mhd. ergraben ( wb. 1, 561 b ), ags. âgrafan nebe…

Fêldgraben

Adelung

feld·graben

Der Fêldgraben , des -s, plur. die -gräben, ein Graben in dem Felde, das Wasser von den Äckern zu leiten.

Flōßgraben

Adelung

floss·graben

Der Flōßgraben , des -s, plur. ut nom. sing. ein Graben, oder Canal, auf welchem das Holz verflößet wird.

Flurgraben

Adelung

flur·graben

Der Flurgraben , des -s, plur. die -gräben, ein Graben, so fern er die Grenze einer Flur macht. S. Adelung Flur 2.

fortgraben

DWB

fort·graben

fortgraben , pergere fodere: die bergknappen graben eifrig fort; die geschichte des fortschreitenden, wenigstens fortgrabenden geistes. J. P…

gegraben

Lexer

ge-graben stv. I, 4. BMZ Griesh.

Geissgraben

Wander

geiss·graben

Geissgraben In 'n Gässgraba naikumma. – Sartorius, 161. In schlechte Zustände gerathen, verkommen.

Gränzgraben

Adelung

graenz·graben

Der Gränzgraben , des -s, plur. die -gräben, ein Graben, so fern er die Gränze eines Landes, Gebiethes oder Grundstückes bezeichnet.

grundgraben

DWB

grund·graben

grundgraben , m. ( vgl. comp.-typ. 5 h): gr. ..., ' die aushöhlung, welche man im boden herstellt, um hinein zu gründen ' Mothes baulex. 2, …

hauptgraben

DWB

haupt·graben

hauptgraben , m. besonders hervorragender graben unter mehreren; vorzüglich auch hauptsächlicher graben um eine festung. Eggers kriegslex. 1…

Hingraben

Campe

hin·graben

Hingraben , v. trs . unregelm. s. Graben. s. Hin. Das Hingraben, Die Hingrabung .

Ableitungen von graben (6 von 6)

begraben

DWB

begraben , humare, terra condere, ahd. pikrapan, mhd. begraben, nnl. begraven. das goth. bigraban ist umgraben. 1 1) den leib, leichnam begr…

entgraben

DWB

entgraben , fodere: und wie des corrosifs art ist, friszt es umb sich in die weite und entgräbt zwischen haut und fleisch höle hinein. Parac…

ergraben

DWB

ergraben , effodere, exsculpere, goth. usgraban, ahd. arkrapan, irgraban ( Graff 3, 303 ), mhd. ergraben ( wb. 1, 561 b ), ags. âgrafan nebe…

gegraben

Lexer

ge-graben stv. I, 4. BMZ Griesh.

vergraben

DWB

vergraben , verb. durch eingraben verdecken, mhd. vergraben, mnd. vorgraven Schiller-Lübben 5, 357 b , zusammensetzung mit graben, dessen be…

zergraben

DWB

zergraben , verb. , durch graben aufwühlen, zerstören: ( schwäb. 1490) H. Fischer 6, 1134 ; der ( weingarten ) ... jetzund mit feuwer verbre…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „graben". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/graben/adelung?formid=G02809
MLA
Cotta, Marcel. „graben". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/graben/adelung?formid=G02809. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „graben". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/graben/adelung?formid=G02809.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
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