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bach

ahd. bis spez. · 29 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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41 in 29 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Bach

Bd. 1, Sp. 350
Bach Rhfrk bax, Pl. -xə u. bęχ; sonst bāx, Pl. -E- [Pl. in LRip hier u. da bęiχ; Wippf-Biesf bāxən; Aach bāxə; Merz bęχ, seltener bāxən]; Eup bak, Pl. -kə; Nfrk bEk, –Eə-, –ē-, –ēə-, –ī-, Pl. bEk u. -kən; ö. der Ürd-L. bEkə (Ronsd), bīəkə (Radevormw), bękə (Gummb); im NBerg s. der Verschiebungsl. in MülhRh, Sol, Mettm, Wippf, Waldbr bEχ; Demin. bęχəlχə, –E-; bEkskə [Eup bękəlχə] f. (m. Schleid-Hellenth): 1. der natürliche B. Aus mehreren Gebieten ist bestimmt das völlige Fehlen des Wortes bezeugt ausser in Ortsn., so Zell-Briedel, Siegld-Afholderb, Sieg-Rheidt, Lennep-Ronsd, Wippf, Gummb-Lauterb, Erk, Mörs-Friemersh Wallach; n. Rees-Spellen Winkel Obrighv Hamminkeln Ringenbg, wo Graf herrscht; sonst tritt dafür noch ein der prägnante Bachnamen (z. B. die Sülz in Wippf) oder Water, Sifen, Flot, Fuərt, Gräute, Leij (s. d. W.). Der durch das Dorf fliessende B. heisst einfach de Bach, wie z. B. der Johannisb. in Aach, in Aach-Eschw die Inde, die Deilb. in Gummb-Lauterb de schwatte Bek. Sonst tritt zur näheren Bestimmung der Namen des bachaufwärts liegenden Dorfes oder Hauptortes dazu, wobei oft die Tautologie entsteht, dass der Ort schon nach einem Bachnamen genannt ist u. an diesen auf -mĭχ (u. a.) endigenden Ortsn. B. antritt, z. B. Quirremicher B., Kochemicher B. = Quirrenbacher, Kochenbacher B. (Sieg). — Die Täler, die der B. durchfliesst, erhalten den Namen des B. u. so auch die Felder u. Wiesen als FlN, z. B. de Kroppich Tal des Krahb., Oremich Tal des Ahrenb, Sieg-Süchterschd, de Boarbach Felder u. Wiesen im Tale des Bornb. Koch-Urschmitt. Wird B. zur Bildung von FlN oder Personalübernamen verwandt, dann heisst es: He hät en Hof op der Gillbach. Mer han Wise op der B. lige. Open B. Strasse am Johannisb., wo die Trödler wohnen, die nur billige Waren führen Aach. Heə werkt för open B. fertigt minderwertige Arbeiten an Aach. — Nibbele Kobes op der B. hät en [] fette Bock geschlach Spottvers MüEif. — Der B. bildet noch vielfach die Grenze zwischen den Dorffluren; deshalb die RA.: De B. mät de Sched Malm-Amel. De wiərd mosse üver de B. sprenge sich über die Grenze machen Aden-Borler. Den hot sich iwer de B. gemacht (auch auf den Ozean bezogen) Mosfrk, Allg. — Bes. im Mosfrk sind am B. die Wäschkimp angelegt; deshalb das Rätsel: Et geht uf de B., lässt de Treipen (Därme) derhem Mosfrk. Et geht an de B. on lit der Buch derhem Rip, vom Strohsack oder der Kissenzieche, die zu Hause entleert u. dann am B. gewaschen werden. — Zu Bewässerungszwecken die B. ableiten: de B. hollen Eif. Der Müller sagt: De B. geht us wenn das Wasser Samstags abgeleitet wird, um Sonntags, wo es zur Mühle nicht nötig ist, die Wiesen zu bewässern; wenn es Montagsmorgen wieder kommt, heisst es: De Storm kütt Eusk-Zülp. RA.: En kehrt em de B. of de Mühl unterstützt ihn Trier-Mehring. Dem geiht et bi dem Möller, de en got B. hät hat eine gute Einnahmequelle Neuw-Dattenbg. De hat em de B. usgeschepp ein gutes Geschäft vorweggenommen Bo-Godesbg. De hat em de B. rasch ausgescheppt ihn zugrunde gerichtet Boppard. De B. löpt net mih das Geld ist auf Sol. Et es en Freud, als wann de B. wedder köm Dür. — RA. begleiten den Lauf der B. vom Sprong bis ins Tal hinab. De kimmt och net bes am B. sei Quell sein Vorhaben nicht zu Ende führen Goar-Kratzenbg. Bes dat geschüeht, drift noch vill Wasser de B. eraf Aach. Bes die zwei enanner han, left noch viel Wasser de B. awere Wend-Berglangenbg. De löf och net lang met der B. er wird sein Unternehmen aufgeben müssen Wippf-Rendenb. Der es och em stann on sät, dat Wasser left de B. erof Zell-Raversb. Be immer gent de Welt es, de schwimmt, wanne en de B. fällt, gent et Wasser Koch-Lutz. Der Leichtgläubige gleft och, dat de B. de Berg erop left Merz-Losh. De B. left net gint de Berg jede Sache nimmt ihren natürlichen Verlauf. Wann den schwert, den B. laft de Berg erof, da kann e net son, et wär net wohr Koch-Lutz. Unsinnig auch: Dat es nummen Feier an (in) de B. gedrohn Zeit-, Geld-, Müheverschwendung Mosfrk. Scherzhaft: De laft net, on wenn de B. bröht Westerw. Dem Aufschneider fällt man ins Wort: Als dat geschach, du brannt de B., du kome de Bure van Rüh (Röhe b. Eschw.) on leischten et met Strüh Dür, Aach, Schleid-Hellenth, Prüm-Schwirzh, Grevbr-Osterath. Ha rächert, de B. brennt! Spruch, um die Kinder zu schrecken, die Ostern neu in die Schule gehn Merz-Losh. Das Murmeln der B.: De B. [] singt immer dat nämlich Led Koch-Lutz. Die hät en Mulwerk wie en B. Mettm-Velbert. Die B. hirt alles an, draht et fort un verrät neust Koch-Lutz. — He fällt af wie Schum op der B. Sol-Richr. Et hät sech geschoddelt un gedräht be en B., de en Kihr schleht Koch-Lutz. Et es ken B. su hell, se weərd at emol dref ebd. Et drif en bret bleien Blatt de B. eraf (Schnellsprechübung) Kemp-Grefr. Der dem Tode nahe fihrt och näs de B. eraf May-Bell. De B. hölt den mot Malm-Amel. Der Kranke jammert: Her Dokter, ömmer schlapp on af; ech glöf, et geht de Bäk eraf Heinsb-Myhl. Der im geschäftlichen Leben zurückgeht, drift de B. eraf Allg. Der Bankerotteur es och met seinem Geschäft de B. ronner geretscht Mosfrk. De geht (micht, rötscht. kutschert, schwemmt) de B. erunner (erof, eren, en, awe). E jag de B. eraf Schleid-Hellenth: He hus de B. eraf ebd. E geht och de B. an (ein) Eif. Er is de B. awe gang Birkf-Idar. Er es ach bal de B. drunne Kreuzn-Boos. Die Kla (Klage) geht de B. enunner geht verloren Hunsr. Dat es en de B. gang Boppard; et es de B. erob es ist zu nichts geworden Merz-Mond. Dat Spill rötsch de B. eraf Aach. Jetz geht et de B. eraf wenn der Spieler im Kartensp. am Verlieren ist Rheinb-Meckenh. He fällt mot senge Pläne on de B. Malm-Steffesh. He geht langs Schmitz Backes de B. erunner May-Hausen. Et geht met em B. awe Kreuzn-Kirn. De geht op hopp-arsch wie de Kriəbs de B. eraf Sieg-Fussh. Er hät en B. gemacht ihm ging es in der Prüfung schlecht Saarl-Schwalh. Kehr de B. dren! gib es auf Allg. Den kihrt alles de B. en verschwendet alles Saarbg-Greimerath, — de B. eraf Prüm-Ihren. Die han em de B. dren geleit sie haben ihm eine Sache hintertrieben Mosfrk. Dat es en de B. geschmesse; dat es Geld en de B. geworfe; dat es rack en de B. gedrivve vergebene Mühe, Geldausgabe Allg. Ech let et en de B. drive ich gäbe es auf. Selbst den Kuhmist lässt der Bauer nicht gerne nutzlos wegtreiben: Et es doch schad! Ärgerliche Entgegnung: Weste, wat schad es? Wenn de Koh en de B. flatt Schleid-Hellenth, Aach. Jo, et es och schad, wann de Koh en de B. scheiss (driss), su got de Mos os Aden-Liers. Falsch spekuliert hat der, de en de B. geseicht hot Westerw. Wertloses dagegen wirft man gern in den B. Dat es got für en de B. Schleid-Hellenth. So droht man nichtsnutzigen Kindern: Ech schmissen dech en de B.; du küss en de B. Rip. Meddag, de Jongen enen B., de Mädchere en et gölde Hus, de Jongen en et Scheisshus Aach. Den ersten Wurf von Hunden und Katzen wirft man in den B. De irscht Honn on [] Katze schleft mer on (in) de B. dem zum Troste gesagt, dem auf den ersten Anlauf etwas nicht gelang; die ersten Gewinne. bes. beim Spiel, gehn meist wieder verloren Prüm-Ihren Bleialf. De jung Giəte no de Beək brengen Kref. Um Kinder auf die Probe zu stellen, ob sie ihr neuangekommenes Brüderchen gern haben: Hosde dei nei Brederche ger, sos dreh mer et an de B. Bitb-Dudeld. — Anderseits treibt der B. Strandgut an, daher die RA.: Et sieht aus, als wie wenns met de B. geflezt komme wär von grosser Unordnung Simm-Ellern. Et leit do, ma ment, de B. hätts bracht Bernk-Bollenb. Der Verschwender ment och, et Geld köm enem de B. erafgedrive Sieg-Ägid. Du bes noch lang net üver de B. gesprunge du hast noch lange nicht alle Schwierigkeiten überwunden Köln. He ös noch net üwer de B. Altk-Horhsn. Mer dorf net hopp (hopsa) son, bes dat mer iwer de B. es nicht zu früh frohlocken Koch-Lutz, Prüm-Ihren; hui Merz-Nunk. Puz net, bes de över de B. bes! MülhRh-Overath. Dau kanns mich iwer de B. hewe (drihn)! das fällt mir nicht ein Mosfrk. De geht äwer noch durch de B. er bekommt noch etwas zu kosten Aden-Nohn. Dat sen ich, Herr Börgermester, sät de en, du log e en de B. Dür. De es ausgeretscht on en de B. geklitscht sein Werk ist ihm nicht geraten May-Bell. De setzt arg en de B. in Bedrängnis Westerw. Der Hitzige moss mem Hengersch en de B. setze Jül-Tetz. We de Bröck net sehn well, moss sich et dorch de B. gohn gefalle losse Dür. Et geng e Männche över de Bröck, hatt e Säckelche Geld om Röck; M. lach, Bröckelche krach; futsch do log et en de B. Sieg-Siegbg. Der Durchnässte wor wie aus der B. erausgezugen Trier-Mehring. Das durchschwitzte Hemd es wie dorch de B. geschleft Boppard. Su klok as Salmons Katze; die geng drei Dag fürm Ren heim on word doch nat, d. h. se fel en de B. Sol. Wenn de dech net schecks, dann geht et möt der dorch de B.! Eusk-Dirmerzh. Der Ängstliche, aber auch Kluge sprengt vorne en de B. Ottw-Sennw. Se han en durch de B. gejag geängstigt Bo-Godesbg. Der Dumme es ze domm für langks en drüge B. ze gohn Kref, — för langks jen B. ze laufe Aach. He löf wie en Schleck (Schnecke) langes de B. Neuss-Strab. De fend ke nasse Sten on de B. Prüm-Bleialf. — En Spur durch de B. seiht mer selden noch am annere Dag Koch-Lutz. Sua äs me en Hound in de B. jägs, sua kömmp he auk wir vom Unverbesserlichen MülhRuhr. — Derjenige, der für andere das Schwierige übernimmt oder Unangenehmes erleiden muss, woran andere Schuld waren, moss de Katz dörch de B. schleife [] Rip, Allg. De schleif de K. us de B. Neuw-Dattenbg. Wer Unmögliches zurückweist, sagt: Dat geht nit, als wenn me en Katt (Hongk Düss-Erkr) dör de B. jägt Dinsl. — Dat geht so gau as me en K. dor de B. jäg Duisb. Der Durchnässte es so nass, wie en Katz, die mer aus der B. gezo hat Saarbr-Fürstenhsn, — be en K. en de B. Koch-Lutz. — Andere RA.: Dat es Wasser en de B. geschott widersinnige, zwecklose Arbeit Allg. Dat hesst W. en de B. drahn Hunsr. Dat ös en Arwet, as bi en de B. gerent Altk-Horhsn. Von müssigen Horchern: Die mossen lonke on l. (laustere) wie en Sau, die en de B. scheisst (secht) Aden-Liers, Merz-Zwalb. He kött gegange: flatsch, fl. driss en de Bach nachlässig, geräuschvoll gehn MüEif. Esu secher, wie de Sonn on de B. schengt Prüm-Ihren. Der hot Dorscht, der seift e B. aus Kreuzn-Boos. De Melch es su dönn, wie wann se durch de B. geschlepp wör Rip En die Sopp has de de B. dren geschlohn so dünn ist sie Saffig. Schüttet jmd zuviel von einer Flüssigkeit in ein Gefäss, so sagt man ärgerlich: Kehr doch de B. dren, wie man dies auch dem hastig Trinkenden zuruft Mosfrk; oder dem, der im Spiel stets gewinnt Trier-Mehring. Der Kluge hirt de Kriəbs en der B. niesten Prüm, Daun. Den geistig Blinden moss me met der Schnauz an de B. lede Aach-Bardenbg. Me kann de Esel an (op) de B. dreiwe, awer net, dat er seift vom Eigensinnigen May-Trimbs, Verbr. En hat ken Scheffer op der B. geihn Merz-Mond. Der Einfältige tribt doch kenen B. Saarbr. De Beke lopen biənen Gleich und Gleich gesellt sich gern Geilk-Gangelt. Der Krug (de Kann, Grüll) geht su lang zer (op de) B., bes he (se) brich (verlüs) (am letzte) der Hals (der Hängel) of (oder) de Krag Allg. Dann kann de B. baschte (bersten) es mag kosten, was es will Dür-Winden. Goht en de B., dat ös gesond! Altk-Schürdt. En de B. sprenge sich ertränken Rip, Allg. Se kome van enanner wie der B. un se Schliere (?) Birkf-Idar. De Leis (Läuse) schlefen den N. N. on de B. Prüm-Ihren. Sech en de B. lege konne kerngesund sein Schleid-Hellenth. Et Geld geht mer net en de B. scheppe findet man nicht auf der Strasse ebd. Dem es de Mongk en de B. gefalle er redet nicht Kemp-Boish. Die bedrage sech (kloppe sech) wie Beək on Burg schlecht Kref-Anrath (B., Bezeichnung eines Dorfteiles, wo ein B. fliesst und wo ehedem eine berüchtigte Burg gestanden haben soll). — Im Rätsel. Krummb un schepp (du langen, schmalen), wo willsde hin? Geschorener Arsch (du Schoərkopp Dür, Heppel Westerw), wat fräsde deno? Meine Arsch is noch nit so deck [] abgeschor wie deine uf un zugefror (äs dech de Fott es tugefroare Nfrk) Bach und Wiese Hunsr, Allg. Et left emmer on hat ken Ben on leit emmer em Bett. wat os dat? B. Prüm-Ihren. En gross Haus un kein Rach drin, en gross Stross un kein Stab drin Kirche, B. Wend-Pfeffelb. Et geht no der B. on röəf luəterDrongk, Drongkon drengk doch net die Bellen am Pferde. In Wetterregeln. Wenn de B.ə röche, git et kene Ren Dür-Geich. Girdröggendag (17. 3.) spröngen de Höppe (Höppelenge) en de B. Frühlingsnähe Rip. Mateiesdag küt de kale Sten en de B., zent Girdröck met de Mus hölt em wedde drus Rip. Wie der März de B. find, so losst er se Saarbr-Lauterb, — so bleift se de ganze Firsummer Bernk-Dhron. Rent et op Palmdag, siht (sät) me den Flass (Flachs) on de B. Eif. Wenn et rent of P. on setzt de Erwes an de B., dann verdiren (-dörren) se noch Kobl-Bend. Mornrot, Bäken grot Ruhr. — B. und Kindersp., –lied. Die K. lassen Stöcke udgl. den B. herabtreiben und rufen dabei: Knottekaf de B. heraf! Sieg-Ägid. Zu Frühjahrsanfang singen sie: Usterdag, da rauscht de B., da fuppt de Fresch, da sengt den Her, dat deht en ger Bitb-Feilsd. Im Bastlösespr. Sap, Saf, Sippchen, Schlangen en der Wippchen, Moken en der B., mein Peif hät gout Sap, Saft Saarbg-Faha. — B. und Volksgl. Der Winter und auch der Frühling kommen nicht ohne eine ‘grosse B.’; ja manche B. erfordern jährlich ihre Opfer Birkf. S. u. Warze, Kropf, Hänsch. — 2. Strassenrinne voll Wasser, Abwässer wegführende Rinne; künstlicher Wassergraben in der Wiese Verbr. Bäk maken Nfrk. — Trog, der an einem Wasser oder B. festgemauert ist, und worin gewaschen wird Monsch-Witzerath (sonst fehlt hier das Wort B., der Dich heisst; der Bachdich liefert das Wasser für die B., den Waschtrog). — 3. Bachwasser. Schütt jet B. derbei! Rip, Allg. — 4. Urinbach. Dat Kend hät en B. (Bächelche, im Hunsr Bachelche gegenüber dem sonstigen Demin. -ä-) gemach Rip, Allg. — 5. Bezeichnung grosser Flüssigkeitsmengen. En B. Zupp usschüdde. Der Trinker hät en B. Bier gesoffe Rip, Allg. In Vergleichen. Der hat Geld suvill wie B., (et left blos net) Mosfrk. Dat geng de Stross eraf wie B. in solcher Menge Bo-Wesseling. De Bom hängt su voll wie B. Bergh-Kirchhert. — 6. de grusse B. Ozean Allg. — In ON wird -bax > bĭχ, –nbax > mĭχ, sbax > spĭχ; nbęk(ə) > mik(ə), sbęk(ə) > spik(ə). Man sagt noch: Ech gohn op de Quirremich Ort Quirrenb Sieg.
14409 Zeichen · 428 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    bach

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    bach s. bahho sw. m.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    BACHstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege

    BACH stm. ( pl. beche) bach. über diu bach s. Gr. 3,386. vgl. livl. chron. 666. Pass. 65,44. 117,81. er stuont in lûters…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    bachF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    bach , F. nhd. Bach Hw.: s. bēke (1); vgl. mhd. bach, mnl. bēke E.: s. ahd. bah (1) 18, st. M. (i)?, Bach, Fluss; germ. …

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bách

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Bách , des -es, plur. die Bäche, Diminutivum das Bächlein, ein fließendes Wasser, welches kleiner ist, als ein Fluß.…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Bach

    Goethe-Wörterbuch

    Bach von etwa 180 Belegen ein Viertel in Versdichtung 1 kleiner Wasserlauf; meist nahe der Quelle, auch als Abschnitt in…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bach

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +4 Parallelbelege

    Bach (Joh. Sebastian), der große Leipziger Cantor, ausgezeichneter Orgelspieler und Componist, geb. 1685 zu Eisenach, wi…

  7. modern
    Dialekt
    Bach

    Bayerisches Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    Bach Band 1, Spalte 1,810f.

  8. Sprichwörter
    Bach

    Wander (Sprichwörter)

    Bach 1. Alle kleinen Bäche laufen in die grossen. – Körte, 357. Holl. : De kleine beken loopen in de groote. ( Harrebomé…

  9. Spezial
    Bach

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Bach m. (-[e]s, Bäche) rü (rüs) m. , ega (eghes) f. ✒ im Becher ersaufen mehr Leute als im Bach tl gote nen vál sot de p…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bach

1.158 Bildungen · 627 Erstglied · 522 Zweitglied · 9 Ableitungen

bach‑ als Erstglied (30 von 627)

Bach I

Idiotikon

Bach I Band 4, Spalte 947 Bach I 4,947

Bach II

Idiotikon

Bach II Band 4, Spalte 956 Bach II 4,956

Bach(s)tal

Idiotikon

Bach(s)tal Band 12, Spalte 1331 Bach(s)tal 12,1331

Bachbett

SHW

Bach-bett Band 1, Spalte 521-522

Bachblume

SHW

Bach-blume Band 1, Spalte 521-522

Bachbrett

SHW

Bach-brett Band 1, Spalte 521-522

Bachbumpe

SHW

Bach-bumpe Band 1, Spalte 521-522

Bachdamm

SHW

Bach-damm Band 1, Spalte 521-522

Bachdreck

SHW

Bach-dreck Band 1, Spalte 521-522

Bachel

SHW

Bach-el Band 1, Spalte 521-522

bacheln I

SHW

bach-eln I Band 1, Spalte 521-522

bacheln II

SHW

bach-eln II Band 1, Spalte 521-522

Baches

SHW

Bach-es Band 1, Spalte 521-522

Bachgarten

SHW

Bach-garten Band 1, Spalte 521-522

Bachgau

SHW

Bach-gau Band 1, Spalte 521-522

Bachgrund

SHW

Bach-grund Band 1, Spalte 521-522

Bachgumpe

SHW

Bach-gumpe Band 1, Spalte 523-524

Bachholder

SHW

Bach-holder Band 1, Spalte 523-524

Bachhupfer

SHW

Bach-hupfer Band 1, Spalte 523-524

Bachkatze

SHW

Bach-katze Band 1, Spalte 523-524

Bachkrappe

SHW

Bach-krappe Band 1, Spalte 523-524

Bachkresse

SHW

Bach-kresse Band 1, Spalte 523-524

Bachkrotte

SHW

Bach-krotte Band 1, Spalte 523-524

Bachmees

SHW

Bach-mees Band 1, Spalte 523-524

bach als Zweitglied (30 von 522)

Reibach

RDWB1

Reibach m , Rebbach m jidd. , umg. навар den großen ~ machen idiom. - получать / получить навар идиом. , разг. , с выгодой (для себя) обдела…

Abfallsbach

RhWBN

abfall·s·bach

Ab-falls-bach -bēk Remschd f.: Wassergraben, der vom Wehr in den Bach läuft.

Adelbach

RhWB

adel·bach

Adel-bach adəlbīχ Prüm-Urb m.: Teich. — Zu Ader = Wasserlauf.

Ahlbach

RhWBN

Ahl-bach: Teich mit Mühle bei Bitb-Stdt , woraus die kleinen Kinder kommen.

Allenbach

RhWB

allen·bach

Allenbach: Dorf im Kr. Bernk . RA.: Dat seiht aus wie de Nocht se A. Bernk-Merschd .

Alschbach

PfWB

alsch·bach

Alsch-bach : Dorf im Kreise IB. WR.: Wenn der Hahn (auf dem Kirchturm) ins Alschbacher Loch (nach Südwesten) guckt, gibt's Reen [ IB-Lautzkc…

Amorbach

Herder

amor·bach

Amorbach , Stadt im bayer. Unterfranken, 3500 E., Schloß des Fürsten von Leinigen; früher Abtei.

Ansbach

Herder

ans·bach

Ansbach , Anspach, vor Zeiten Onolzbach, Hauptst. im bayer. Mittelfranken an der fränk. Rezat, 16400 E.; 2 Hospitäler, Waisenhaus, Gymnasium…

Arbach

Idiotikon

Arbach Band 4, Spalte 954 Arbach 4,954

Aschbach

Herder

asch·bach

Aschbach , Jos., geb. 1801 zu Höchst, einer der achtungswerthesten deutschen Geschichtschreiber, studirte zu Heidelberg, wurde 1823 Professo…

Auerbach

Herder

auer·bach

Auerbach , Stadt in Sachsen bei Zwickau, 3800 E., mit bedeutender Industrie in Baumwolle. — Stadt in der bayer. Oberpfalz, 1600 E. — Marktfl…

Aᵐbach

Idiotikon

Aᵐbach Band 1, Spalte 233 Aᵐbach 1,233

baumbach

DWB

baum·bach

baumbach , m. rivus arbore consitus, häufiger ortsname.

Bexbach

Meyers

Bexbach ( Mittel -B.), Dorf in der bayr. Rheinpfalz, an der Blies und der Eisenbahn Neunkirchen-Worms, hat eine katholische und eine evang. …

Bierbach

PfWB

bier·bach

Bier-bach ON : Ort im Kreis IB. Bieʳbacheʳ Wind 'Wind von B. kommend, Westwind' [ ZW-Ernstw ].

Blaubach

PfWB

blau·bach

Blau-bach ON : Dorf im Kr. KU, Bloobach; seine Bewohner tragen den Uznamen Bloobacheʳ Reweschnieʳ (Rebenschnitter) —

Bodenbach

Herder

boden·bach

Bodenbach , österr. Gränzdorf an der sächs. böhm. Gränze, an der Eisenbahn zwischen Prag und Dresden, Zoll- und Poststation, Handelsverkehr,…

Bombach

RhWB

bom·bach

Bombach: im Kinderld.: Morgen es Sonndag, geht mei Papp of B., brengt e mir e Weck, un dir en Dreck Saarbr-Völkl .

Bornbach

PfWB

born·bach

Born-bach FlN : Burbach [KU-Gumbsw (1791)]; in der Burbach [KB-Harxh (1736)]; en de Bornbach [ LA-Nußd ]. —

Bosenbach

PfWB

bosen·bach

Bosen-bach ON : Dorf im Kr. KU; Bosebach (bōsəbax) [ Christmann SN I 70]. Uzname für die Bewohner von B.: Bosebaeʳ Stumbe (šdumbə). In KL-Re…

Bottenbach

PfWB

botten·bach

Botten-bach ON : Dorf im Kr. ZW, Bottebach (ˈbǫdəbax). Nach Christmann SN I 72 'Bach des Bodo'. Die Bewohner von B. tragen die Uznamen Botte…

Brambach

Herder

bram·bach

Brambach , Flecken im Königreich Sachsen, Kreisdir. Zwickau, mit 1400 E., Papiermühlen u. einem Eisenwerke, schwache Mineralquellen.

Ableitungen von bach (9 von 9)

bache

DWB

bache , m. perna, mlat. baco, franz. engl. bacon, ahd. pacho ( Graff 3, 29 ), mhd. bache ( Ben. 1, 76 ), mnl. bake, liesze sich unmittelbar …

Erbach

Herder

Erbach , hess.-darmst. Stadt, 4 M. von Darmstadt, mit 2200 E., Gewehrfabrik; gräfl. erbach. Schloß mit Rittersaal, Gewehrkammer, Sammlung vo…

erbachen

DWB

erbacken , erbachen , excoquere: widerbachen, erbachen brot = biscuit. Fischart onomast. 118 .

gebach

DWB

gebach , s. DWB geback .

gebachen

Lexer

ge-bachen part. adj. man sol den vrowen an unser vrowen tac gebachens (pastille) geben Geis. 422. s. bachen.

Missbach

Idiotikon

Missbach Band 4, Spalte 956 Missbach 4,956

missbachen

Idiotikon

missbachen Band 4, Spalte 961 missbachen 4,961

urbach

DWB

urbach , m. : urbäche, bäche denen der flusz seine entstehung verdankt, Ritter erdk. 2, 874 .

verbachen

Lexer

ver-bachen , ver-backen stv. tr. verbacken, zu brot backen. korn verpachen Chr. 11. 474, 19. 475,7. 19. 636,11. Np. 214 f. so man ie ein tei…