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treiben

ahd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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22 in 16 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

treiben

Bd. 8, Sp. 1333
treiben das Wort ist allg.; Lautung des Vokals wie bei bleiben (s. d.); der Anlaut ist stets d- (dreibe, drīven); Rhfrk -aiw-, –ęi-, Imperat. -aib, –w (s. bleiben), Part. gədrīb, –w [in Wend auch -ip]; Mosfrk -ęiw-, –ei-, –ę·i.-, Prät. fehlt, aber WEif -ū:f, Konj. -ī:-, Part. gədrīw(ən) [Saar gədrīf, –ī:-, –i-]; Siegld -īwə, Prät. -ēw, –īb, Part. gədrēwə; Rip -ī:və, Prät. -ef (uSieg, LRip auch -evf, –eif, –ē-; Monsch -øf, –øvf; Aach-Stdt -Eəf), Pl. -evə, –efə, –eftə, Part. jədrivə, –e-; Berg -īwə [NBerg -ifst, –ift], Prät. -īəf, –ē-, Part. jədrīwən, –īə-, –ē-; SNfrk -īvə, –ī:-, –ifs, –ift, Prät. -ef, –īə-, im N. -ē-; Klevld, -īwə –ift, Prät. -ēf, Part. γədrēwə st.: 1. trans. a. absolut. α. bei der Treibjagd Treiber sein; mer han Löck (Leute) bestallt, die dr.; e Dr. die Abteilung des Jagdbezirks, die auf einmal von den Jägern u. Treibern vorgenommen wird; der Jagdhund u. der wildernde Hund drif Rip, Allg. — β. Nachwerfen spielen mit Klickern Malm-Rocherath, Aach; kegeln, wenn gute Würfe »vorgelegt« sind Grevbr-Hochneuk. — γ. der Ampes (Amboss) drif net wenn trotz des Hämmerns sich das Eisen schlecht dehnt Sieg-ODollend. — δ. ausschlagen, Saft treiben, wachsen, von Pflanzen; de Böm dr.; de Blome dr. ärg, han (u. sen) at gedrivve Rip, Allg.; awei ist et schunn so warm draus, do dreibt alles mit Gewalt Rhfrk, Allg.; de Wingerten dr. schonn Mos, Allg. Wetterregel: Drif de Esche vör der Eke, hält der Sommer groəte Bleke; dr. de Eke vör der Esche, h. der S. gr. Wäsche Gummb, Verbr. — ε. auftreiben, gehen, von Teig; dat Brut wird gewirkt, da moss et dr.; schitt mer ze kalt (Wasser drein), da dreift der Dag (Teig) net May, Allg.; et Brut hät (u. es) got gedrevve Rip, Allg.; gären, vom Most; de Viez (Obstwein) elo dreift gout Merz. — ζ. abführen, den Stuhlgang haben; de Sennesblader dr. uWupp, Allg. — η. de Koh es am dr., dreift, hat gedriwen treibt die Nachgeburt ab (auch de Feg herus-, afdr.) Trier-Sirzenich, Wittl-Seinsf, Bitb, Prüm, Daun, May, Aden, Sieg-Söven, MülhRh, Waldbr, Wippf, Gummb, — dreift of et Fesel May-Ettring, — drift op de Feig Schleid-Reetz. — θ. girren, von der männl. Taube; de Duf drif, es am dr. während der Paarungszeit LRip. — ι. Kreien dr. Nachlaufsp. Sieg-Dattenf; Stupp dr. Sieg-Seelschd. — κ. pflügen; dep (tief) dr. Sieg-Fussh. — λ. et hät arg gedriəwen, hi erengedr. vom Regen, der tiefe Stellen ins schräg gelegene Gelände gerissen hat; süch ens, wat et (der Ren) drift strömt Gummb, Allg. — μ. de Bach drif met Is führt Eis; met de Köh (Ferken) dr. vor sich hertreiben (etwa zur Weide od. zum Markt); et kom ene Schiefer (Schäfer) met senge Schof gedrevve Rip, Allg.; hej drift (hät gedrewe) van Schmer so schmutzig ist er Klev (s. unter triefen). — b. an einem tr., ihn drängen, zur Arbeit, zum Weggehen Allg. — c.α. ein Tier tr., vor sich hertr., auf die Weide, zur Arbeit, zum Stier; de Koh dr., op de Wed dr.; de Sau (udgl.) dr. zum Eber (auch beim Sausp.) Rip, Allg.; e drif e Perd ackert mit einem Pferde, hat soviel Land zu bebauen, als er mit einem Pferde bearbeiten kann; et Perd dr. Pferdeknecht sein Rip, Koch-Lutzerath. RA.: Zenkter Mes (Remigius) drift mer, wo mer wēss am 1. Okt. wird das Flurgelände allg. zur Beweidung freigegeben Aach-Eschweiler, Jül-Gevenich. Hēm welle me (die Kühe) dr., dann kiven (zanken) all de Wiver, dann höppen all de Hasen üvver all de Frasen (Rasen)! Hirtenld. OBerg (s. heim). Das Pferd spricht zum Fuhrmann: Berg eronner dreif mich net, B. erofer jag mich net, on om Gleiche schunn mich net! Goar-Morshsn, Verbr. Ech drif mengen Eəsel allēn führe mein Geschäft allein Wermelsk; sinen E. för sek dr. seinen Weg, unbekümmert um gute Ratschläge, für sich gehen NBerg. Der es ze domm, den E. ze dr. Gummb-Vollmerhsn. Schnecke dr. gemächl. daherschlendern Kreuzn-Gebr. Bester en alt Perd dropgedrevve wie e jonget Sieg. — β. einen anspornen; den moss mer emmer (zo allem) dr.; he löt (lässt) sich van dem (net) dr. Rip, Allg.; dreif mich net! sagt der, den man beim Essen aufmuntert, noch zuzugreifen Bitb, Allg.; mer es gejät (gejagt) o gedriff sehr geplagt Merz-Saarhölzb. RA.: Dech kammer och besser leden (leiten) wie dr. einen Menschen mit üblem Geruch (man geht besser voraus); hej es beter, öm te leijen as öm te driven Rees-Ringenbg; de wöll ich och lever locke as dr. MüEif. Wen andere well dr., mott selwer laupen Mörs, Trier. Wer nit schweiss (schwitzt), muss mer rive (reiben); wer nit arbeit, muss mer drive Köln-Stdt. — γ. mit Angabe des Zieles; enen her-, hin-, dar-, drop-, drus-, dren-, drüvver-, dronner-, herab-, herop-, herus-, heröm-, eronder-, fort-, weg-, vandénsdr.; enen vür sich herdr.; se beiənēn-, zesammedr. Rip, Allg. RA.: A.: Wouhin gähste? B. scherzh.: Wou de Wand (Wind) mich hindreift Saarbg-Kahren. De Bek (Bach) het em rongerdrewen er ist bankerott Lennep-Radevormwald. Der drift de Fule beiənēn (zesamme) der träge Mensch Rip. — Enen an, op, us, (usf.) dr. wie nhd. Allg. RA.: Mer kann den Esel an de Bach (Buren, et Wasser) dr., äwer nit duhn saufen Prüm, Allg. — nit mache, dat e süff Köln. Drifste op schlechte Wed de Koh, verdirfste de Milch on de Botter dezo Bo-Dransd. Müs op de Pinn dr. Unnützes treiben Berg, Altk-Bachenbg. Der Honger dreift de Fochs aus der Hillt (Höhle) Not lehrt beten uSaar, WEif, — de Wolf us em Böüsch Dür-Birkesd, Köln. De Sunn hat noch Bauer aus em Lann gedrieb Rhfrk, — us dem Feld gedrevve, wahl ävver der Ren (Regen) Köln, Verbr. De Märt driff se (die draussen auf dem Felde arbeitenden Bauern) be (na) den Herd Mörs, Geld. De get (wird) durch den deistere Wald gedriewen er muss beim Spiel Spiessruten laufen Prüm-Ihren. Gertraud dreift de Kuh int Kraut Rhfrk, Mosfrk. Eenen e jen Eng (Enge) dr. in die Klemme Aach, — an (in) Eifer (Zorn) dr. Bitb, Allg. Et Vieh noj de Wej dr. Klevld, Allg. A. (die Magd): Was for Grombiere soll ich donn brenge? B. (die Frau): Breng grosse on kläne, wie se de Hert zum Dor enausdreibt Rhfrk. — Mit sachl. Subjekt (Abstrakte u. unpersönl.); et (et Hemwih, de Nochrich, der Dut van menger Motter udgl.) drif mech he dann, fott, no hem; et drif enen dezo, dir de Wohrhet ze sage; auch ech han no hem gedrevve Rip, Allg. — δ. da's ene Gedrevve ein Durchtriebener, Schlauer Monsch. — d. etwas tr. α. (mit sachl. Subj.) Mechanisches vorwärtstreiben; de Fedder drif de Uhr; et Rad dr. de Müll; et Wasser dr. et Rad, de Nache; de Wend dr. de Wendmöll Rip, Allg.; mer sullt nit mäne, dat so e bissche Wasser de Mihl dr. däht Rhfrk, Allg. RA.: Eine Kil (Keil) drif der andere eine Anstrengung führt immer weiter zum Ziel Köln. Mer kann kein Windmüll met em Blosbalg dr. ebd. Ein Ouglöck drifft et äindert ein Unglück kommt selten allein Eup-Stdt. Ane Tron (Träne) dreift de anner Koch-Leienkaul. An der Kirn (Butterfass) dr. beim Butterstossen Waldbr, Gummb-Homburgisch. — β. Spielwerkzeuge in Bewegung setzen; den Dopp (Toll) dr. den Kreisel; den Refen (Reng) dr. den Spielreifen Rip, Nfrk; Küllkes dr. ein Klickersp., wo die Kl. in eine Kaule gedriəve werden Grevbr. MGladb; Rinn-un-erausdreibches Saarbr-SJohann. RA.: Idder well sinnen Dopp dr. ist eigensinnig Mörs-Xanten. — γ. beim Prozess des Wachstums od. der Gärung; der Gärtner dreift de Plänzcher durch Düngung od. Wärme das Wachstum bessern; eine Pflanze es gedriewen im Treibhaus, Mistbeet Mosfrk, Allg.: Blome dr. zum Blühen treiben Rip, Allg.; Wissbruət weərd met Geisch (Gisch, Hefe) gedreəve; et Schwarzbruət met Deəssem (Sauerteig) Aach, Allg.; der Gerver drif des Zort Hüt (Sorte Häute) met Süərd (Säure) MüEif; gedreəvene Melch geronnene, saure Milch Aach. — δ. de Böm dr. Knoppe sie knospen Rip, Allg. — ε. en Stöck dr. losse ein Feld bebauen lassen; von dem gesagt, der kein eigenes Gespann hat Sieg. — ζ. eine Strecke im Bergwerk tr., hauen; einen Stempel dr. festrammen; einen Steinblock losdr. lockern u. lösen, in der Bergmspr. — η. die Stross es meh getrieb mehr befahren Wend 1830; e gedriewe Pädche mit vielen Fussspuren in den Gartenbeeten, auf frisch gescheuertem Boden Trier-Mehring; mit Angabe der Wirkung, des Ergebnisses; der Ren (et Wasser) hät Löcher (Fuhren, en Renn) gedrivve; et sen lang Löcher gedr. Rip, Berg. — θ. Metall tr., punzen; ene gedrevvene koffere Keissel Rip, Allg. — ι. etwas beschleunigen; de dreift dat diese Angelegenheit Koch, Allg. — κ. den Preis treiben; de hät de Pris (et Gebott) su lang gedrevve, bes em et zogeschlohn wuərd Rip, Allg. — λ. etwas tr., mit Angabe des Ziels Allg.; enen Pohl en de Erd drive; enen Ref (Reifen) öm et Rad dr. Rip, Allg.; de Koh dreift de Feg (Nachgeburt) von sech, fort, eraus Mosfrk; jet am Balg erusdr. durch schwere Arbeit erwerben Sieg-ODollend; ebbes op de Spetzt dr. zur Entscheidung bringen Bitb, Allg., — op de Spannagel dr. Sieg-ODollend. Krut (Obstkraut) drifft et Fett ut de Hut Wuppert-Küllenhahn. Zu Mahlendes durch de Müll dr. Rip, Allg.; de Eərpel (Kartoffeln) so lang dürch de Pann dr. (herumwälzen), bis dat se anfangen te schweten (schwitzen) wenn man nicht genug Fett daran tut Berg, Rip. Dau hos de Köhen de Melch an (in) de Horen (Hörner) gedriewen wenn die Arbeitskühe im Frühjahr bei kaltem Wetter schwer schaffen müssen u. weniger Milch geben Trier, Bitb. — Jet drömdr. etwas vertuschen Mülh-Rh-Overath; enem jet drömdr. ihm etwas verhehlen Sieg-Seelscheid; der dreift alles (sei Geld, Vermege) drof; der hät en Dollen drengedriəwen in ein ernstes Gespräch hinein einen dummen Witz gemacht Gummb. — μ. etwas betreiben, agere. αα. mit best. Obj., ein Geschäft, Handwerk, ein Spiel, Spott tr., wie nhd. Allg. RA.: Wie de Deiwel sei Spill dreift Kobl. Gecke Denger, Dommheten dr. Rip, Allg. Den Geck (Ap, Baselemanes) met enem dr. ihn zum Narren halten Rip, Nfrk; et Der (Tier) met öhme dr. Aach; et Ferke met enem dr. Jül; send se wer met em ant dr.? Heinsb. — ββ. mit unbest. Obj.: wat drifste do? Op de lange Dur könne se dat doch net (su) dr.; dat drift he och nit mih lang (esu); he hat et och ze bont (doll, arg) gedrivve; he drif vill (alles, allerlei, villerlei) on küt doch ze nüs, on mach doch nüs örntlich; öm dem seng Dohn on Dr. kammer sech net kömmere Rip, Allg. RA.: Dat as en Dr., dat fehrt zo neist Gots Wittl-Binsf, Allg. De wett (weiss), wat he drifft, wann he en Lus ant Sel hät Heinsb; ich weiss wahl, wat ich dr., wann ich enen Esel vör mer han Köln-Stdt. De drif et su lang, bos dat he selver de Bach erafdrift Sieg-Ruppichteroth, — bes he en der Kuhl (Kaule, Grab) lit Waldbr. Wie mer et drif, su geht et Rip, Allg. Er dreift alles, nor kän Schlecken (Schnecken) no Metz Saarbr, Ottw, Saarl, — as kan Schnele, de sein em ze langsam May; en hot alles gedriewen, as wie kan gebreckt (krepiertes) Ferkel (Gäss) Bitb-NWeis. Mer kann och alles övverdr.; mer moss necks ö. Rip, Allg. — e. refl. (mit »haben«); he dreif sech net hat keine Eile Ahrw; drif dech! eil dich Sieg-Fussh; et drifft sech die Arbeit geht flott vonstatten Heinsb-Wassenbg; dat lässt sech dr. beim Mähen der Wiese, des Feldes kann man der Länge nach schneiden May-Kollig; de Uhr drifft sich geht vor MGladb, Schleid-Hellenth; sech (ful, mösseg) erömdr.; wo häs de dich wedder erömgedrevve; he drif sech övverall eröm; sech nāks (nachts) erömdr. nächtl. schwärmen Rip, Allg. — 2. intrans. mit »sein« (»sein« und »haben« im einzelnen vermerkt). a. fliessen, vom Wasser; et Water driff, dr. fott (weg); der Rhin dr. lans Kölle; de Nak (Nachen) dr. lote; et Schepp löt sech dr. überlässt sich dem Strom; et driff der Rhin eronder; et Water dr. över de Weg Nfrk, Allg.; driwend Water Fluss-, Quellwasser Klevld. RA.: Schmitt et in de Ruhr (Rhin) un lott et dr.! zum Trost gesagt, wenn einer trotz eifrigen Bemühens nichts erreicht. wenn man mit Geld beispringt, wo nichts mehr zu helfen ist Ruhr, Allg.; lott et mar dr.! es ist doch verloren Nfrk, Allg. En der Zick (Zeit) drif noch mänche Droppe Wasser lans Kölle, de Rhing eraf Köln, Allg. Hej mäckt en Gesecht (so traurig), as wenn em de Ak (Nachen) (af) was gohn dr. Klevld, Kref. Dei dr. de Musel erunner machen Bankerott Bernk, Mos; der dreift de Bach eronner May, Allg. De Sching (Traubenblütenansätze) dr. de Rhing eraf wenn es in die Blüte viel regnet Siebengeb. De Bach drif noch net de Berg erop! zu dem, der Unmögliches will MülhRh-Overath. Lot de Nas net en de Äsche dr.! lass den Mut nicht sinken Wermelsk. — b. et drif (nur so erunger) es regnet in Strömen; et hät (u. es) gedrivve Rip, Allg. — c. de Schwet (Schweiss) drifft mech am gonze Lif eronger, es mer erongergedriəve SNfrk, Allg.; he schwess, dat et em drif; he hät geschwess, dat et (he) gedrivve es (u. hät). — Wenn eine Zange voll Stahlstücke im Schweissfeuer liegt, muss der Stohl dr. schwitzen, aufgetrieben werden, was vor dem Flüssigwerden geschieht Berg. — d. der Käse drif, hät (es) gedrevve wenn er faul wird; zu weiche Butter drif Rip. — e. ein Gefüge loser Teile drif wackelt hin u. her Eusk. — f. de Schnie es op Höf gedrevve hat Wehen gebildet Rip, Allg.; gedriəwenen Schn. Gummb-Osberghsn. — g. dr. gohn weglaufen, –fliegen, bankerott machen, sterben (derb); dem geht alles dr. zu Grunde; de Pattevugel es dr. gegange die Schnur des Papierdrachens ist gerissen u. er selbst vom Winde weggetragen worden Bo, Köln; usereindr. auseinanderstieben Rip, Mosfrk, Nfrk. RA.: We net no de Krepp (zum Essen) drif, dr. och net no der Ärbet Eusk. — Abl.: die Dreiwerei, dat Gedreiw(s).
13416 Zeichen · 353 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    treibensw. V. (1a)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    treiben , sw. V. (1a) nhd. verfolgen ne. persecute ÜG.: lat. agere N, persequi N, tribulare N Q.: N (1000) E.: s. germ. …

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    treibenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    treiben swv. in durchtreiben.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Treiben

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Treiben , verb. irregul. ich treibe, du treibst, er treibt u. s. f. Imperf. ich trieb; Mittelw. getrieben; Imper. treib.…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Treiben

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Treiben [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Treiben

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Treiben , dehnbare Metalle gewöhnlich in Blechform mit Hammer ( Treibhammer ) und Amboß ( Treibstock ) oder Treibpech zu…

  6. modern
    Dialekt
    treiben

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    treiben Band 4, Spalte 4,327-334

  7. Sprichwörter
    Treiben

    Wander (Sprichwörter)

    Treiben 1. Aebbis muess me tribe, sust he me langi Wil. Lat. : Nullus a genti dies longus. ( Seneca. ) 2. Bû me 't drîwe…

  8. Spezial
    treiben

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    trei|ben (trieb, getrieben) I vb.tr. 1 (führen: Vieh) mené (mëna), paré (para) 2 (anspornen: zur Arbeit) ciacé (-cia), m…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit treiben

70 Bildungen · 6 Erstglied · 57 Zweitglied · 7 Ableitungen

Zerlegung von treiben 2 Komponenten

trei+ben

treiben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

treiben‑ als Erstglied (6 von 6)

Treibenerz

DRW

treibe·nerz

Treibenerz, n. Erz von der Menge eines Treibens (I) treiben-ertz ist eine gewisse anzahl tonnen, als zu einen gantzen treiben gerechnet werd…

treibeneⁿ

Idiotikon

treibeneⁿ Band 14, Spalte 64 treibeneⁿ 14,64

Treibenlehen

DRW

treiben·lehen

Treibenlehen, n. (herrschaftlich verliehenes) Amt eines Hirten vgl. Lehen (V), treiben (II) ouch ist ain tribenlehen da: wenn man die lember…

Treibenlehner

DRW

treiben·lehner

Treibenlehner, m. Inhaber eines Treibenlehens ouch ist ain tribenlehen da: wenn man die lember zesammen bringt, ... so sol ir der tribenlech…

Treibenzahl

DRW

treiben·zahl

Treibenzahl, f. Anzahl an Treiben (I) was auff unsern bergwercken ledige schichten weise verlohnet wird, ... sollen unser bergmeister und ge…

treiben als Zweitglied (30 von 57)

abtreiben

DWB

abt·reiben

abtreiben , abigere, depellere. wie abigere von agere, vieh treiben: das vieh von stellen abtreiben, wo es nicht weiden soll, oder das gewei…

antreiben

DWB

ant·reiben

antreiben , impellere, incitare, nnl. aandrijven. da dieser begrif schon in dem einfachen treiben und pellere liegt, so kann die beigefügte …

auftreiben

DWB

auf·treiben

auftreiben , exagitare, emportreiben, nnl. opdrijven. 1 1) excitare feras e cubilibus, aufjagen, aufsprengen, erschrecken, aufspüren: den ha…

austreiben

DWB

aust·reiben

austreiben , expellere, ausjagen, nnl. uitdrijven. 1 1) leute, thiere aus dem land, garten, haus: und treib Adam aus und lagert fur den gart…

beitreiben

DWB

beit·reiben

beitreiben , cogere, exigere: das vieh, die rinder, schafe beitreiben, eintreiben; schulden, steuern beitreiben; alles wurde von den armen l…

betreiben

DWB

bet·reiben

betreiben , agere, tractare, accelerare, nnl. bedrijven, schw. bedrifva, dän. bedrive. 1 1) agere pastum, die weiden, wiesen, felder mit dem…

Beytreiben

Adelung

bey·treiben

Beytreiben , verb. irreg. act. S. Adelung Treiben . 1) Herbey treiben, doch nur in figürlicher Bedeutung und im gemeinen Leben, in den Ausdr…

durchtreiben

DWB

durch·treiben

durchtreiben , mhd. durchtrîben, niederd. dôrdrîwen Schamb. 45 a . 1 1. untrennbar. 1@a a. durchziehen, durchfahren, durchstreifen. das lant…

eintreiben

DWB

eint·reiben

eintreiben , nnl. indrijven, schw. indrifva, dän. inddrive. 1 1) cogere pecus, heimtreiben, in den stall treiben, gegensatz von austreiben :…

forttreiben

DWB

fort·treiben

forttreiben , 1 1) propellere, das vieh forttreiben, das schif mit rudern forttreiben; und Judas treib das volk fort, und tröstet sie die ga…

haberfeldtreiben

DWB

haberfeld·treiben

haberfeldtreiben , verb. : die haberfeldtreiber sprechen am schlusse ihres verfahrens den vers: kaiser Karl musz noch kommen und 's protocol…

haupttreiben

DWB

haupt·treiben

haupttreiben , n. das letzte und gröszte treiben bei einer hauptjagd. öcon. lex. (1731) 946.

Heim treiben

Adelung

heim·treiben

Heim treiben , verb. irreg. act. S. Adelung Treiben , nach Hause treiben. Daher die Heimtreibung.

Herabtreiben

Campe

herab·treiben

Herabtreiben , v. trs . unregelm. ( s. Treiben ) von einem höhern Orte nach unten, wo man sich befindet, oder überhaupt, nach unten zu treib…

hertreiben

DWB

hert·reiben

hertreiben , verb. adpellere, cispellere, in hanc partem, versus nos pellere. Stieler 2321 ; ihr jammervoller vater, der die unglückliche ge…

Herumtreiben

Campe

herum·treiben

Herumtreiben , v unregelm. ( s. Treiben ). I) trs . 1) Um einen Ort, um eine Sache, dem ganzen Umfange nach, treiben. 2) Hin und her, nach v…

Hinauftreiben

Campe

hinauf·treiben

Hinauftreiben , v. trs . unregelm. ( s. Treiben ), von dem Orte, wo man sich befindet weg nach einem höhern Orte treiben. Uneigentlich, eine…

Ableitungen von treiben (7 von 7)

betreiben

DWB

betreiben , agere, tractare, accelerare, nnl. bedrijven, schw. bedrifva, dän. bedrive. 1 1) agere pastum, die weiden, wiesen, felder mit dem…

enttreiben

DWB

enttreiben , abigere, wegtreiben, entwenden: vieh enttreiben.

ertreiben

DWB

ertreiben , expellere, vertreiben. ahd. artrîpan ( Graff 5, 484 ). mhd. ertrîben nicht zu bezweifeln, doch unbelegt. nhd. ertreiben bei Stie…

getreiben

DWB

getreiben , verb. , verstärktes treiben; schon althochdeutsch über die mehr syntactischen functionen hinausgreifend (gitripe, adigat vgl. Gr…

misstreiben

RhWB

miss-treiben -drīvə Selfk st.: -brauchen.

vertreiben

DWB

vertreiben , verb. , schon in ältester zeit üblich und verbreitet: altsächs. fardrîBan, exigere, excludere, pellere Gallée vorstudien 65 ; a…

zertreiben

DWB

zertreiben , verb. , auseinandertreiben; ahd. zatrîban, ags. tódrífan, mhd. zertrîben; 1) dinge auseinanderbringen; a) eig. auseinander trei…