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Auftreiben

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Auftreiben trs., ntr.

Bd. 1, Sp. 271b
Auftreiben, v. unregelm. (s. Treiben). I) trs. 1) I die Höhe Treiben, durch starken Antrieb zum Aufstehen bewegen. Einen auftreiben, ihn vom Stuhl  oder aus dem Bette aufzustehen nöthigen. Bei den Jägern, ein Wild auftreiben, es aus seinem Lager jagen. I weiterer Bedeutung. Bei den Schlossern, eine Blume mit dem Hammer auftreiben, sie durch Hammerschläge in die Höhe treiben, über die Fläche erhoben machen. Х Die Winde treiben den Leib auf, dehnen ihn aus. Ein aufgetriebener Leib, ein stark ausgedehnter. I der Landwirthschaft versteht man unter auftreiben, den Acker durch wiederholtes Pflügen lockerer und dadurch höher machen. Besonders, zum zweiten Mahle zur Wintersaat pflügen; auch wenden. I den Glashütten, die Scheibenkeulen vermittelst der Auftreibschere zu kleinen Scheiben treiben. Uneigentlich, mit Mühe aussindig machen, erlangen. Ih kann ihn nicht auftreiben. Geld auftreiben. Eine Gelegenheit auftreiben. »Er lies't, wo er ein Blatt Papier auftreiben kann.« Weiße. Dann für anspornen; doch selten. »Er trieb alle durch seinen Fleiß auf.« Ungen. ≠ Bei den Handwerkern, einen Gesellen auftreiben, von ihm Nachtheiliges reden und verbreiten, wodurch er überall vertrieben wird. 2) Mit Gewalt auseinander treiben, öffnen. So bedeutet es im Bergbaue, einen Gang, eine Wand mit groben Fäusteln, Keilen  zersetzen. 3) Eine Sache auf die andere treiben. Einen Ring auftreiben, auf das Rad  Den Mühlstein auftreiben, ihn auf das Mühlengebiet schaffen. Die Wäsche auftreiben, sie vor dem Rollen fest um das Rollholz wickeln. II) ntr. mit sein, auf etwas getrieben werden; besonders in der Schifffahrt, auf den Grund gerathen. Das Schiff trieb auf und war nicht wieder flott zu machen. — Das Auftreiben. Die Auftreibung.
1734 Zeichen · 35 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Auftreiben

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Auftreiben , verb. irreg. S. Adelung Treiben . Es ist, I. ein Activum. 1. In die Höhe treiben, und zwar, 1) Durch Ausdeh…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    auftreiben

    Goethe-Wörterbuch

    auftreiben 1 aufstören; weidmänn, zugl mit erweitertem Bezug [ vor Aufbruch zur Jagd ] ich weis auch Zeiten wo ich früh …

  3. modern
    Dialekt
    auftreiben

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    auftreiben Band 4, Spalte 4,341-344

  4. Spezial
    auftreiben

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    auf|trei|ben vb.tr. 1 (aufwirbeln: Staub) sciuré sö, soflé sö, trá sö 2 (aufblähen) slunfé sö, soflé sö, mené sö 3 ‹pop›…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit auftreiben

1 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von auftreiben 2 Komponenten

auf+treiben

auftreiben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

auftreiben als Zweitglied (1 von 1)

Hinauftreiben

Campe

hinauf·treiben

Hinauftreiben , v. trs . unregelm. ( s. Treiben ), von dem Orte, wo man sich befindet weg nach einem höhern Orte treiben. Uneigentlich, eine…