Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch
treiben
treiben, v.
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vůrit abir di man eine vrowin uffi si lipgedinge, stirbit dan di man uffi simi liepgedinge, so sal di vrowe tribe unde trage sogetan guit, ... svar su wilum 1230 MühlhsnStR. 627 Faksimile
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ob ein ravb in eines herren lande in des andern gefuͤrt oder getriben werde, fuͤr daz derselbe ravp ... in sin gebiet chvmt, so sol er in selbe gelten1293 Regensburg/CorpAltdtOrUrk. III 115
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hwersar en wide monnath and hire bren bitigie hire dernfias, sa vndvnge hius mitha fiaethe; ... ist driwant and dregant god and hit witlic se, sa skel thi redieua thet withedriwa [wenn eine Witwe sich (wieder) verheiratet und ihre Kinder sie der Veruntreuung beweglichen Gutes beschuldigen, so entgehe sie (der Klage) mit dem Fahrniseid; ... ist es treib- und tragbares Gut, und ist es (als verheimlicht) bekannt, so soll der Redjeve es zurückschaffen]Ende 13. Jh. BrokmerR. 64 Textarchiv: BrokmerR. 64
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ob ieman pfæntet hin uͤber den Lech oder her uͤber, der sol daz in daz næhst seins herren geriht treiben und sol daz auz geben auf daz reht, ob man ez auz nemen wil1312 MGConst. IV 1236 Faksimile
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willit oych yeman die pende borghen, die sal he eme borghen, ind enwoelde si neiman borghen, so mach he die pende driven ind vůren, war he wilt also langhe, wentz eme genoech geschiede1342 RhW. IV 2 S. 103
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were dat rof eder brant eder vengnisse in user lande en scude, dar vluchtighes votes volghet worde, in welk user lant de rof dreven worde eder vanghenen tovøret worden, dar se inne bleven, worde wi darto laden eder usen vogheden kundeghet, dar schole wi ... vor de veste unde scolen darvore bliven1349 HansUB. III 69 Faksimile
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nyemen die molnen houdt, ocht te molenen drijft in A., en mach gheenen knape houden, sonder tsaterdaghs, die hem helpen ladenMitte 14. Jh. CoutAnvers I 24 Faksimile
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wer ... daz dehein pfant für schutz in den hoff geleit wurde, ... wer daz dar us fräuenlich tribet oder treit, der ist dem abbt veruallen ein helbling1397 Zarten/GrW. I 338 Faksimile
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wer tribholz treiben will, der soll dauon geben bis gen Halle, so es vßgezogen wurdt, ... von sechs stuckhen einen reinischen gulden1399 ZWirtFrk. 8 (1868/70) 466 Faksimile
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ist goet, datmen mach driven of draghen, hy sal borghe dairof nemenAnf. 15. Jh. BrielRb. 86 Faksimile
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in beweglikem gude alse dat men driven u. dragen moge u. nicht in unbeweglikem gude alse stande eigen u. liggende gruntAnf. 15. Jh. Altm.Gl./SspLR. 227 Textarchiv: SspLR. I 70
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lidsane lond nememma nout iewa, huta thriwan ende dregan, tha wile thet thi mon rith an gant [liegende Gründe darf man nicht vergaben, sondern nur fahrende Habe, (und dies nur,) solange der Besitzer (noch) reitet und geht]1. Hälfte 15. Jh. FivelgoR. 164 Textarchiv: FivelgoR. 164
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we den faersteyn edder kam vme erede myd vorsate, den sal men in de erden grauen vnd laten syn hovet dar vte, so hoͤ alz de faersteyn gestanden haid vff der stedde, vnd sal myd eynen nygen ploge, dar nicht medde geeret ist, vnd myd vere vollen an den ploegh gespannen, de nicht meer getogen hebben, vnd nyge gescherre an den ploegh gedaen vnd eynn ploegh helder vnd driuer, de nicht meer eynen ploegh gehalden edder gedreuen hain, vnd sollen den acker eren, vnd magh sich dan de begrauen man was behelpen daz magh er doen1454 Westfalen/GrW. III 80 Faksimile
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waert saeck datter enich fechtlicke [saicken] scheden ..., ende men den misdadigen nyet te doem mochte dryuen, alsoe dat recht ende raedt die clocke lieten slaen, ... dat sal een meents zaeck wesen om den misdadigen van buyten toe doem to driuen1456 SneekStB. Art. 129 Faksimile
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en sal nyemant ... borger werdden, hi en sal al zyn goet bynnen onser stadt brenghen, dat men draghen ende dryuen mach1456 SneekStB. Art. 143 Faksimile
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ick segghe, dat ick pandt sal hebben, dat ick drijven ende draghen mach, daer ick den heer mede betalen mach1531/61? Kennemerland 202 Faksimile
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wo ain holzman holz zu treiben hat uber far-, reit- oder geweg, da das viech oder leüt genn sollen, und auf die naglstat nit sechen mag, der soll herrfürgehn und drei mall mit lauter stimm schreien, wo iemand da ridt oder gieng, das derselb bewat sei1532 OÖsterr./ÖW. XIII 10
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so sal dan dergene, dy den wagen drijft, sijn roed achterwarts schoten1534 BelgMus. 5 (1841) 429
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tijlbaer haven, die men driven off dragen machMitte 16. Jh. Wijk/Fruin,KlSteden II 112 Faksimile
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wa aber nit treibende pfandt vorhanden, sondern allein liegende guͤtter, ... [soll man] sollich hauß außschreyen1552 Reyscher,Stat. 327 Faksimile
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sollen alle bewegliche guͤter ... und allerley gut, das man treiben und tragen mag, fahrende haab geheissen werden1660 LandauErbr. 874 Faksimile
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er dríbit sie alle thánanaum 868 Otfrid⁵ 20, 112
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minata id est kitribin11. Jh.? (Hs.) LAlam.² 135
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sve sin ve drift up enes anderen korn oder gras, he sal ime gelden sinen scaden uppe recht, unde büten mit dren scillingen1224/35 (Hs. 1369) SspLR. II 47 § 1 Textarchiv: SspLR. II 47
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seget aver de hirde, dat it [ve] vor ine nicht gedreven ne würde, dat mut die man bat getügen mit tven mannen, die't sagen dat man't an sine hude dreve, den is die hirde unscüldich werden müte1224/35 (Hs. 1369) SspLR. II 54 § 6 Textarchiv: SspLR. II 54
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tribet ein man ein rint fur einen hirten und git im sin lon davon und verkaufet ez darnah einem man, der es fur den selben hirten tribet, swaz der vorder geben hat, des sol daz rint ledik sin1276/1370 AugsbStR. Art. 11 Nachtr. Textarchiv: AugsbStR. Art. 11
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swer sein vihe anders treibet den fuͤr den gemeinen hirten der shol dem hirten vollez lon gebennach 1280 Schwsp.(Langform M) LR. Art. 199
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vnd sol dvr dc tor vnd vber deͥ brvggvn nieman riten noch ve triben1286 Zofingen/CorpAltdtOrUrk. II 181
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was vich man vor den hirten tribet, brenget er das nicht wider in, er muz es gelden1357/87 MeißenRB.(Oppitz) II-7 d.4
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von idem ochsen oder eyner kw ... dy man traibet durch dy stat, vm dy stat oder vͤber dy statguͤter, so schol man geben von idem hawpt j pfenning1388? BudweisUB. 252 Faksimile
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ich ... hebbe den wech underghehat in besytte unde in bejarynghe unde in wer ghehat to driivene to riidene to varende to ghane14. Jh. DortmStat. 251 Faksimile
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[daz alle die] persone, die den egenanten jarmarckte suchen ... ungehindert daruff und wider davon ziehen, kommen, varen, triben und tragen lassen1405 Bruchsal 848 Faksimile
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[cleene boeten:] wie in den O. ghedreven heeft met coyen, scapen, veerkenen of gheeten1415 CoutAlost 227 Faksimile
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niemant sol besunder treiben, sunder sein vich under den gemainen hirten treiben1450 Ries/GrW. VI 221 Faksimile
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wann ... der gebuttel pfand außtregt oder zeücht, so soll er sie treiben oder fürn und nit daruff sitzen2. Hälfte 15. Jh. OsterburkenStR. 1049 Faksimile
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die metzger söllend die schaf und lemmer uff die waid nit triben biß s. vitstag1530 KonstanzWirtschR. 3
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H. klaecht over de buiren van Z., dat sie syne peerden, de hy gelyck anderen op syn wardeel gedreven, geschuttet und in den IIIJen dach in den schutstal geholden1577 DrentheGoorspr. II 375
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daß furhin keiner unnser ... underthanen, einiche geissen mehr fur den hirten, auch uff gemeine weidt, oder allmenden treibe1620 Heitersheim(Barz) 45
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schall dar nemandt verlovet sien, mit sienen vehe vor sick sülvest tho driven, ahne allene int vor jahr in de garsten saat1623 Nerong,Willk. 19
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eß sollen alle ..., so viehe halten, vor den hirten treiben1645 RheingauLändlRQ. 147
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weliche ... ihr vich for der zeit in die gemain treiben [soliches soll verpfendet seyn]17./18. Jh. ÖW. VI 445 Faksimile
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bauern betriegen ... mit dem viehe daruͤber [uͤber gehegte stuͤcke und besaamete felder] treiben und also dem nechsten schaden thun1721 Hönn,Betrugslex.¹ I 36
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so aber ein oder der ander von dem nachbahrn oder dessen knecht und jungens es [dörffdörrn] aufflassen, so ist es also bewilliget, daß derselbe soll 2 ß verbrochen haben, sowoll des herbst, wenn die küh nicht mehr drieben werden, als des frühjahrs1723 SchleswDorfO. 529
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da verschiedene außer dienst getretene metzgerknechte alles in benachbarten orten befindliche viehe aufzukaufen, und sowohl hieher als anderswohin zu treiben, also sich mit verbotenem schleichhandel abzugeben sich angemaßt haben, so werde befohlen, daß weder einheimische noch auswaͤrtige haͤndler oder juden einiges viehe in dem bezirk von 3 meilen wegs um W. bei 5 gulden strafe ... aufkaufen sollen1779 Scharold,WürzbZft. 49
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[fahrwege:] das recht zu fahren [kann nicht] auf das recht, frey gelassenes vieh daruͤber zu treiben, ausgedehnet werden1811 ÖstABGB. § 493 Faksimile
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[wo dhein richter] unsir burger zu S. vorteilte, triebe, vorlude oder ubir sie recht oder urteile spreche [der sol in des reiches achte seyn]1376 SchlettstStR. 83 Faksimile
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[were daz der] priester deheinre mit deheim buͤrger ... ihtes ze schicken ... heite in weltlichen sachen, derselbe priester sol von demselben buͤrger vor weltlichem geriht ... in der stat reht vordern und ... niergen anderswohin laden oder triben1378 HeilbronnUB. I 134
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ab yemande us denselben landen wider die egenant unser genade vor dheynen andern lantrichter oder gerichte geladen, geheischen, getriben, bekummert ader vorurteilt wurde, das sol kein kraft ... haben1386 QuedlinbUB. I 187 Faksimile
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dis nachgeschriben hant alle gesworn wider gemein statt Z. noch wider ir burger ... si uff kein froͤmd gericht nicht suͥlent triben1396 ZürichStB. I 380 Faksimile
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hochir mag man en ouch nicht triben, wen als das recht sprichtEnde 14. Jh. GlWeichb. 422 Faksimile
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so möchte ... ydermann sins rechten vor dem egenannten hoffgerichte fürbasz warten und das suchen und triben, als recht were1406 MZoll. VI 522
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waͤr ouch, ob dehain arm mann mit dem anndern zůschaffenn gewůnn ... unnd die diser gesellschafft zůgehorten, ... sol kainer den anndern uff kain froͤmbd gericht treiben1406 Storn,Schwureinungen 123
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wer den desz sprúchs [der Schiedsleute] nicht wolt gevolgen, der múst dy puesz ehe peczalen, dar nach mochte er aber wol seyne sache treiben mit dem gerichte1421/39 OfenStR. 191 Faksimile
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ap her nw nicht neher were czu entkehen mit zeiner eigyn hant, adir ap cu ymant hoer mochte treiben adir was vmme recht were1440 SPPolsk. XI 196
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[Geistlichen wird verboten, Einheimische] vff dehein frömbd noch ander gerichte geistlich noch weltlich ze laden noch ze triben1448 Beeler,LandammGlarus 10
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von der vnnsern vff dem land wegen, so harin in vnnser statt komen, einandern vmbziechen, treiben vnd zů kosten wisen, ouch vnserm schultheissen ... nitt volgen, wellend wir, das soͤlich all heim gewist ... werden1467 BernStR. I 196
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[mit recht zestrafen ist,] wer die, so das hoffgericht suchend oder treibend, fahet, oder trengt da von zu lassen, wer auch vff die selbigen vff des reichs strassen haltetRottweilHGO. 1523 E vv Volltext (und Faksimile)
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wellcher ... ansprach an den andern hatt, der soll inne da vnnd deheinen andern gerichten nit triben, bruchenn noch fürnemen, dann wohin inne die vrthell wisenn wurde1532 Zürich/GrW. I 110 Faksimile
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wen er die sechs mal gelaist, so soll er den selbschuld treibenn, als lang biss er inn doch löstMitte 16. Jh. LaberMarktStat. 141
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das im M. ... nach zaͤchenn pfund, als fúr eýn jar zýnns vom R., har hoýsche vnnd inn darumb thrýbe1559 HönggMeierg. 66
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so vnderstande doch junckher T., sy hierwider auch zů triben1599 KaiserstuhlStR. 138 Faksimile
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es soll ... dem käufler erlaubt sein, diejenigen, so etwas an den ganten erkaufen und im ersten viertel jahr nicht bezahlen, zu treiben1719 BaselRQ. I 2 S. 762 Faksimile
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den selben solde man als einen meldere des capiteles von deme ordene trîben1264 DOrdStat. 94
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wurde aber ieman von der stat getriben, dar vmbe sol doch nieman ime weder hûs oder hof abe brechen1286 Colmar/CorpAltdtOrUrk. II 183
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claghet we vor deme richte unde weldeme ene weldiliken van dennen driven eder dreveme ene woldeliken van dennen, dat et de voget eder de dinglude beseghen, dar mochteme ene umme vorvestenum 1300 HildeshUB. I 285 Faksimile
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wolt aber der cleger nit sweren, so mag der verdeilte man ledig und loß werden mit sinem eyde, und mag yn ... der cleger nit ußer dem gerichte triben noch die hende von den heilgen gezyhen13./14. Jh. Kohler-Koehne,Worms 29
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ob ein burger einen trunkenen mann aus seinem haus stosse oder treibe ... daß er und wer ihme das hülfe des unentgolten sein [solle]1344 VerhNdBayern 22 (1882) 168
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dar vmb traib vͤnser herr die chauflaͤut auz dem tempel, dar inn die laͤut suͤllen peten1390 (Hs.) BerthRechtssumme 1382
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bitigheter him thet, thetther hebbe ... misditset iefta hera misgulden, sa scel hine alhir onspreka; sa is hi thach niar thet to betriane and sines hera hild to winnane than eng mon him is of to driwane [beschuldigt er (der Grundherr) ihn (Pächter), dass er ... den Deich schlecht ausgebessert oder die Pacht schlecht gezahlt habe, so soll er ihn deswegen gerichtlich belangen; dann ist er (Pächter) jedoch eher berechtigt, das zu ersetzen und die Huld seines Herrn zu gewinnen, als irgendeiner, ihn zu vertreiben]1. Hälfte 15. Jh. FivelgoR. 176 Textarchiv: FivelgoR. 176
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dryven enne [schuldige] van sich ute erer stad unde nicht dar weder in laten, he enhebbe den cleger betalt1472 Richter,Paderb. I Anh. 87 Faksimile
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[man solle den schuldenflüchtigen Gesellen] für unredlich halten und treiben von ein ort, statt auf und zu dem andern und nirgent bleiben lassen ... biß er seinem zusagen ... gnugsame volnziehung thue1549 Ulm/Wissell,Hdw. I 292
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dieweil ... in allen pürgen freiung ist, wo dann hierwider ainer den andern uber ainen rain oder stigl flüchtig tribe und im nacheilete, so oft er im uber ein stigl nachkombt, soll er allweg dem richter zue wandl sein 72 ₰um 1580 NÖsterr./ÖW. XI 200 Faksimile
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dicitur enim das schelten, treiben, aufftreiben, nachschreiben, fußhalten, gutwehrung1689 Beier,Schelten 55 Faksimile
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treiben ist bey denen handwerckern ... insonderheit die ausuͤbung ihrer gerichtbarkeit, da sie einen gescholten muͤndlich und schriftlich nachschicken, allerwegen ufftreiben und, indem er nirgend gefoͤrdert wird, nothwendig zuruͤck kommen und sich aussoͤhnen muß1722 Beier,HdwLex. 434 Faksimile
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[wer] nutz und gwer hiet, ... den oder dieselben sullen wir ... on recht nicht entweren; wer darwider icht ze sprechen hab, der sol denselben mit recht davon treiben, ob er mag, und on recht nicht1358 BairFreibf. 22 Faksimile
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[oͤb yemand die stette angriffe] oder sie von yren friheiten, rechten, gnaden ... dryben oder dringen wolte1422 HeilbronnUB. I 226
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wert en knecht er tiden ute sinen denste dreven: so welk man sinen knecht vordrift eer rechter tyd ute sinen denste, de scal eme syn vulle loon gheven1428 BremRQ. 148 Textarchiv: BremRQ. 148 Faksimile
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welher nun ein andern mit gwalt auß der posseß treibt, der wirdt auß iulianischem gsatz straffellig1536 Fuchsperger,Inst. 89v Volltext (und Faksimile)
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[ohne Anhörung soll ein Prediger] von keiner unser partei von solichen dienst oder predigampt getrieben oder geurlobt werden1. Hälfte 16. Jh. WürzbDiözGBl. 26 (1964) 188
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sie nachmahls mit beschwehrlichen processen zu verfolgen, und etwan von haͤußlichen ehren zu treiben1559 Aalen/Lünig,RA. XIII 83 Faksimile
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ist si nicht gestanden, so sal man ir aber anderweide den eit staben unde sal daz triben also lange, biz daz si rechte geswertum 1300 FreibergStR. 23 § 3 Textarchiv: FreibergStR. 23
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wollet hia langhera hiare menscip onwitlicka togara driua, soe scel sie di decken pinighia lick da wrhoere [wollen sie ihren geschlechtlichen Verkehr (in wilder Ehe) länger heimlich zusammen pflegen, so soll sie der Dekan gleichwie im Ehebruchsfall strafen]1404 WesterlauwersR. I 602 Textarchiv: WesterlauwersR. I 602
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dy keyserlichen gesecze ... sprechen: dy fursprechen und sachwalden der sachen dy treiben ritterschafft, wann sy getrawen yren ersamen stymmen und beschirmen der arbeyter hoffenunge und leben1407 BöhmBergR.(Gelnh.) 258
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unsere burgere ... sollent ... uns ... unsere kriege getruweclich helffen triben, furen und hanthaben1425 Hirschhorn 372 Faksimile
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jef hi anne mon wrogat vmbe sonandeis fira, sa isti freia fresa niar vp tha helgum to vntriuchtane met xij than hi age anne bon to betriane jefta hermschere to driwane, ief his vnschildich is ti mon [wenn er einen Mann rügt wegen (Nichtbeachtung) der Sonntagsfeier, so ist der freie Friese näher (berechtigt), sich mit zwölf Eiden auf die Reliquien davon freizuschwören, als dass er eine Bannbuße zahlen oder eine Kirchenstrafe erleiden müsste, wenn er, der Mann, daran unschuldig ist]1. Hälfte 15. Jh. FivelgoR. 64 Textarchiv: FivelgoR. 64
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das gewalt niemant nicht treiben sol in dem aigen weder der plutrichter ... noch der statrichter15. Jh. NÖsterr./ÖW. VII 726 Faksimile
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daß kain person ... in dises closters dorfern ... kain gerechtigkait der vogtei da treiben oder sich understen soll1531 KaisheimChr. 200
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so se yn einerley saken contrarie sententie velleden, koͤnden se nenes weges vorby, dy tho einem gemenen landesdage rechtes beschedes vnd rede tho plegende ..., so du ydt anders recht tho driuende vnde tho voͤrderende west, moͤthen se dy orsaken anteken, worumme se dy anders gerichtet hebben1539 Faber,Form. F ijr Volltext (und Faksimile)
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es soll aber ein ehegade, wann es von dem andern die untrew ... erfaret, sich nicht wider bey derselbigen begeben, mit ihme eheliche pflicht zu treiben, dan wan das geschicht, so were die unthat vergeben undt konte darnach auf die scheidung der ehe nicht geclagt werden1565 Klammer,CompJuris 40 § 16
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mannvolk dreff groten pracht ock up B. mit korten wamsen, alse strandluͤde plechten1616 Neocorus,Ditm. II 414
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1635 ist eine getriebene maese zugelegt, welche über 14000 dembt austräget1681 ZSchleswHolst. 3 (1873) 272
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[wo] keine hegesaͤulen gesetzt sind, moͤgen die anstoßenden von adel ... waidwerk treiben1810 JagdWB. I 266 Faksimile
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daz chainer aus dem pistumb sol nicht das ampt der richter, der noder oder der vorsprechen treiben in der stat T.vor 1307? Tomaschek,Trient 165 Faksimile
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daz all burger, kaufleut ... hantwercheͣr, es sein sneyder, ... snitzeͣr, smid ... all ir aribait oder hantwerch ... freyleich treiben und uͤben suͤllen1361 WienRQ. 136
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die do wehssel tribent und hant offenlich ... oder úberlút in iren húsern (uf gewin und merschetzen)1374 SchlettstStR. 273 Faksimile
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er [richter] schol nicht gestatten, daz iemand in der stat chaͤinerlai gewerff oder arbait treib, der nicht purchrech hab1376 PettauStR. Art. 60 Volltext
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[wer vnrecht] zeyn backwergk thuen vnd treiben wörde vnd mer backen wörde vnder dy benke ..., der vorbust ... ein halbe margk heller1377 KrakauZftO. 32 Faksimile
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frawen ist vorboten, keyne wertliche gescheffte zutreibenum 1400 LiegnitzStRb. 183
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sal niemant, der dit ampt [doichscherreampt] oift of drijft, dat slichterampt driven1440 KölnZftUrk. I 193
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daz keinir meistir recht treibin sal, her habe denne ein elich getrauit weip1454 NeumarktRb. 274
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ein jeglicher, der kein hantwerck triben wil, mag im selbs erwelen zu triben, welhes gewerbe er wil1463 SchlettstStR. 672 Faksimile
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[Übschr.:] wo men nicht brouwen ader ander neronge vnd veylonge dryuen sall ane de borgeschap1532 Coesfeld/Lasch,NdStB. 103 Faksimile
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welcher ... seiner ehren also mit recht überwunden wurde, der soll fürohin diß handwercks müssig stehen und das füro nicht mehr üben oder treiben1555 Spies,Hafner 100
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ock keine kremerye ... de tidt des godesdenstes gedreven werde1559 Westphalen,Mon. III 1890 Faksimile
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es sollen ... kainen ledigen knechten ... sich weder in stetten noch gerichten gwerb oder haͤndel zutreiben, niderzulassen gestattet noch zudienen auffgenumen werdenTirolLO. 1573 I 6 Volltext (und Faksimile)
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ob einer kauffhaͤndel oder gewerb triebt, alles das darinn vnd darzu gehoͤrt, soll als liegendt gut geacht [werden]1597 Meurer,Liberey IV 91 Volltext (und Faksimile)
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eines bürgers sohn ... wenn er wil bürgerliche nahrung zu treiben beginnen, soll ... seinen bürgerlichen eydt ... schweren1599 DirschauWillk. 31 Faksimile
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daß ain ieder der sein handl und werbung im markt treibt ... sich ... an kain andern herrn vogten soll1643 NÖsterr./ÖW. VII 577 Faksimile
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soll ein jeder junger meister, der das meister-recht fuͤr sich selbst zu treiben ... anfaͤngt, in denselben nechsten zweyen jahren hernoch keinen lehrjungen anzunehmen ... macht haben1694 Gatterer,TechnolMag. I 94 Faksimile
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[daß er] seine profession mit caffesieden ... treiben und exercieren möge1697 Memminger,Würzb. 129
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ein grosser missbrauch darinnen verspüret worden, dass wenn jemand auch nur ein fleckchen weinberg von einem halben oder gantzen acker besitzet, derselbe dennoch jahr aus jahr ein den weinschanck treibe1712 JenaStO. Beil. 86
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niemand, der nicht in diese ordnung zünftig ist, [soll] handwerksgewerbe und nahrung zu treiben befugt sein1716 BambBer. 100 (1964) 451
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ob er über seine treibende handlung oder gewerbe ein besondres buch halte oder besondre rechnung führe1772 Pufendorf,HannovLREntw. Tit. 57 § 1
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[daß] fuͤrst Wilhelm mit churfuͤrst Friedrich dem sanftmuͤthigen zu Sachsen eine gemeinschaftliche muͤnze getrieben1778 Meusel VI 10
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mehrere, welche eine gastwirthschaft gemeinschaftlich treiben, haften den reisenden, einer für alle, und alle für einen1794 PreußALR. II 8 § 445
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ist eine frauensperson mit ihrem ehemanne oder einem dritten in societätshandlung getreten, so hat sie die rechte und verbindlichkeiten einer kaufmannschaft treibenden frau nur alsdann, wenn zugleich verabredet und bekannt gemacht worden, daß sie der handlung mit vorstehen solle1794 PreußALR. II 8 § 495
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wurde die muͤnze auf rechnung des kaysers getrieben, zu dessen kammer der schlaͤgeschatz mußte geliefert werden1800 Beyschlag,BeitrNördl. IV/V 35
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vergehungen gegen die sonntagspolizei, z.b. das treiben laͤrmerregender gewerbe1803 Reyscher,Ges. IX 7 Faksimile
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ist ouch, daz die schult [Regelverstoß] sô ungevûge ist oder sie iener sô lange hat getrîben oder sô ofte in schult ist gevallen, ... daz billich ist, daz man in in ysen oder in kerkere lege1264 DOrdStat. 85
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alle, dy keczerie triben und der vorwunden werden, dy sin auch rechtloz1357/87 MeißenRB.(Oppitz) IV-23 d.1
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soe wie ... ennich ombestuer des nachtes op der straeten dreve, die verloer xxvii s. xenctersche1426/40 KleveStR. Art. 447
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vortmer efft eyn moller an ghesproken worde, dat he uppe der mollen scholde droch ghedreven unde dan hebben, dat nicht bewislik were, zo schal he sülff drüdde to stanDithmLR. 1447(Eckh.) § 55 Textarchiv: DithmLR. 1447(Eckh.) § 55
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ob auch der zweyer gerichtshern einer unrechten gewalt drybe ... das sol der ander abthun1462 Hessen/GrW. III 336 Faksimile
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morden ok unde doden vrouwen in dem kyndelbedde unde drifen sulk unmynslik arch, dat id to vullen nicht steit to seggende1465 HanseRez.² V 443 Faksimile
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frevelichen mutwillen mit hussuchunge ... zuͤ treiben1468 FreibergUB. I 240 Faksimile
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ennige unfochlicheyt drefe myt worden edder werken1481 HanseRez.² V 104 Faksimile
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dat both der munte neddersloͤch / noch dreven se mer unghevoch1514 BrschwSchichtb. 106
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all unordnung und mißbreuch und bevorab den fürkhauf mit wälden bisheer getriben dest statlicher abstellen1524 SalzbWaldO.(FRAustr.) 51
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wuͤrde sich ... jemandt verdristen ehebruch oder andere unzucht zu dreivende, den will ein rath ... ernstlichen straffen1562/77 LünebNGO. 373 Faksimile
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so ein hübner sein thor zuschläge und wolt ungehorsam sein, sollen die, denen es zu heischen bevolhen ist, keinen gewalt an ihnen legen oder mit ihme treiben1566 ArchUFrk. 23 (1875/76) 382
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so einer allein in geheym bei einer in einem bett funden wirt ..., so wirdt vermůt, sie haben vnkeuschlich werck mit ein ander getriebenTeutschForm. 1571 Bl. 51r Faksimile
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ein koͤtzer, welcher mit 4 kuͤhen, zweyen kaͤlbern und mit einem schaff unzucht trieben oder zuschaffen gehabt ... mit dem schwert gericht1581 SchmidtScharfRiTb. 11
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[da] bei der nacht durch die metzgersbuben ... allerhand unrath und muthwille geübt und getrieben werde, ... die uebertreter alsbald zur strafe einziehen zu lassen1584 Scharold,WürzbZft. 34
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das niemant falschen handell undt wandell treibe, keine falsche wahre verkaufte oder daer mitt umbgehe1585 OstfriesBauerR. 129
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[wer] den anderen in unser statt L. aus seinem haus oder wohnung ... ladet in der meinung, übermuth mit ihme zu treiben oder ihme arges zuzufüegen ..., wenigst zwanzig pfund zu rechter buß1739 LuzernSTQ. IV 108 Faksimile
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vormünder, welche mit ihren pflegebefohlnen unzucht treiben, werden ... mit ein- bis zweyjähriger zuchthaus- oder festungsstrafe belegt1794 PreußALR. II 20 § 1037
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[ich will mich nicht] mit eingebung etlicher purgirenden und treibenden sachen ... zu verderbung einiger geburt gebrauchen lassen1547 Hebammeneid/OstbairGrenzm. 2 (1958) 33
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wann eyn solche schwangere weibesperson, eher denn die frucht das leben empfangen, von jergend eynem, auff das sie dieselbige vor der zeite, durch etliche schaͤdliche dinge oder artznej, verderbt von sich tribe, were sie ... am leben zustraffen1565 Damhouder,Praxis 124r Volltext (und Faksimile)
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wann der richter in der inquisition erfuhre, daß sich ein solches weib bemuͤhet haͤtte, die empfundene leibes-frucht auff einige weiß von sich zutreiben ..., soll man besagte persohn einziehen, die verdaͤchtige mutter, wann es noch zeit, durch geschworne hebamen beschauen lassen, und auff ferrers laugnen und geschoͤpfftes bey-urtheil mit der wuͤrcklichen tortur belegenNÖLGO. 1656(CAustr.) II 67 § 2 Faksimile (Abschnittsbeginn)
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[eine Prostituierte gibt zu] treibende sachen [von Ärzten bekommen zu haben]1682 Moser-Nef,SGallen V 318
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drewen ... graten jammer [richteten ... großes Elend an]1463/64 WesterlauwersR. I 586 Textarchiv: WesterlauwersR. I 586
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daß die marckhern, da sye von jemanden zue marcken erfordert, sehr großen und überflüßigen costen treiben und verursachen1620 Heitersheim(Barz) 82
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nachdem ... große unkosten ... gedreven werden mit den heufftfarten1648 NrhAnn. 6 (1859) 39
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der kunic bat in trîben / gegen den herren sîne sach1. Viertel 14. Jh. ÖRChr. I Vers 2092
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waͤre ouch, das ieman den andern ze aucht taͤte und die gericht nit redlich ufenander getriben hett, daz ist, das er in nach der ersten oder andern clag ze aucht taͤte und die dritt clag nit geton [hett], ... so sol er dem aͤchter uß der aucht helfen [und ze bůss stan]RottweilHGO. 1435 IX 15
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als sy meindent, H.B. wer in teiding und gewerb, inen den kouf ze tryben und ze schaffen1468 FreiburgHlGeistUrk. II 237 Faksimile
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ist doch bißher verschwigen blieben / biß C. die sach hat trieben1530 H. Sachs/BiblLitV. 103 S. 12
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einer [hat] vmb verfallne zinß ... syne rëcht einmalen so wyt getriben, das er darumb gandtbrieff byhanden1598 ZürichGB. 305 Faksimile
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advocat, der einem seine sachen vorm gericht fürdert, oder treibt1618 Hulsius/DWB. XI 1, 2 Sp. 53
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gestalt wir ... ein gemein land-recht in teutscher sprach, damit ein jeder, wie seine sach im gericht zu treiben, selber verstehen können [abfassen lassen wollen]1621 Sachsse,MecklUrk. 331 Faksimile
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daß aber dz gericht selbigen tag nicht sässe, oder der gegl. ein einstellung verursachte, so offt solches vor ablegung des aydts beschicht, ist der appellant die tagsazungen von 3 zu 3 tagen ... zu treiben schuldig1654 NÖLO. I 55 § 2
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allen mannen oder wiben, die lichtfertig wörter triben1517 Teuerdank 66, 61
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so möcht das volk vil red treiben, und neur werden noch mer aufrur1517 Teuerdank 95, 153
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welcher vor gericht unnütze redt treibt, das ist verbotten bei i ℔ hlr.1540 Eppingen 812 Faksimile
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söll ir [gesellen] keiner ... bei sölicher versamlung ... ainich unzuehtig wörter nit treiben1573 Schoenlank,NürnbGesellenw. 386
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ein irrthumb eins kauffs [wird] bewiesen, da man anzeigt ... trunckenheit, da einer schertzreden trieben, vorgehende widerwertige protestation1597 Meurer,Liberey II 48 Volltext (und Faksimile)
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an orten, da er seine bequemigkeit ersehen, hab er allerley außforschung vnd red getrieben1617 Hortleder I 2 S. 220
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wider das gebot Gottes schmaͤhliche und schaͤndliche woͤrter treiben und gebrauchenRegel der Kloster-Frauen Elisabethinerinnen (Graz 1810) 48
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das lêhens gewer aigens gewer nicht hinder sich treiben machvor 1328 Ruprecht(Claußen) Art. 195
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das sie gewalt mit gewalt treiben vnd steuren wolden1511 GörlitzRatsAnn. I/II 175 Faksimile
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welche richter oder sachwalter die warheyt vnd gerechtigkeyt nit lieben, die sůchen allwege vnd finden außflucht, damit sie die warheyt ab wenden vnnd hinder sich treiben, dieweil der listigkeyt vnd spitzfund, niergent kein zal noch ende ist1550 Gobler,Rsp. 12r Volltext (und Faksimile)
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daz wir di vorgenanten mvͤnzær iht betwungenlichen treiben, daz si deheinen man zv ir geselleschaft oder zv ir ampt setzen1295 Regensburg/CorpAltdtOrUrk. III 380
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slaith thi papa thene leia, sa driwe thi redieua ne vnder seta, alsa thi brocmon thene otherne deth buta fretha [erschlägt der Geistliche den Laien, so nötige der Redjeve ihn zur Pfandsetzung, wie sie der (eine) Brokmann dem anderen leistet, ohne Friedensgeld]Ende 13. Jh. BrokmerR. 46 Textarchiv: BrokmerR. 46
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sa ne moter nauder feder ni moder, suster ni brother ieftha nanen mon thes vnierega bernes erwe sella ieftha vtsetta, hine driwe therto hunger ieftha nedbrond, segong and breszene dikar [auch darf weder Vater noch Mutter, Schwester noch Bruder noch sonst jemand das Erbe des unmündigen Kindes verkaufen oder verpfänden, ihn triebe denn dazu Hunger oder verheerender Brand, Sturmflut und Deichbrüche]Ende 13. Jh. BrokmerR. 60 Textarchiv: BrokmerR. 60
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es ensol nymant den andern in widerclage triben, dywil einer vom andren noch nicht komen ist1357/87 MeißenRB.(Oppitz) III-15 d.1
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[we] dar enen venge ofte vppe eede dreue edder lofte, werd he des vorwunnen, dat schal stan an der heerschop, wo se dat willen richtenum 1400 BillwLR. Art. 60 Faksimile
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sa drift him thio ermicheit and thio nede alderto, thet hit scol met witum biweria, thet hi nout strida ne muge [so treiben ihn die Armut und die Not dazu, mit Zeugen zu beweisen, dass er nicht kämpfen kann]1. Hälfte 15. Jh. FivelgoR. 146 Textarchiv: FivelgoR. 146
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denselben costen sol der dann abtragen, den er vber das, so im amptsbuch stat, zu einer appellirung trybt vnd nötiget1489 WillisauAmtR. 102 Faksimile
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sie treiben, fragen, preßiren, stuͤpflen die armen suͤnder, bedrowen sie mit den schroͤcklichsten worten, strengen auch die folter nach belieben, biß sie mit jhrer grausamkeit endlich die leut erstritten1647 Spee,Cautio 71
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die straffen vnd pöenfahlen seint auch ein mittl dardurch ein richter die vngehorsamb vnd saumbseeligen partheyen zum gehorsamb treiben kan vnd soll1654 NÖLO. I 69 § 1
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wer ainen ze ainen ait tribet, selbe mach er in dez selben tages niht ze aide tribenum 1290 NördlingenStR. 7 Faksimile
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neme he [Witwer] auer en ander wiff, so mochten ene sine kindere, weren se můndich, vppe delinge driuen1401 LünebStR. 35 Faksimile
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were ... daz vatter oder muter iren staͧt mit elichem leben fuͥrbass verendertend, e das die kind mit ainer semlichen hainstiur beraͤten werend, so mugend denn die kind vatter oder můtter zem tail umb dasz gelegen gůt wol triben1429 LeutkirchStR. 101
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meister B. von maister H. wegen sagt, der munczmeister hab sich erboten zu weisen, das er die edl gestain und perl in seiner gewalt hab; demselben erbietten solt billich in dem nechsten rechten nachgangen sein worden. so er aber dem nit nachkumen sei, hab er nicht macht gehabt, die sach auf seinen aid zu treiben1471 ProtBKammerger.(1465/80) 500
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wann ein secher am gericht ein eid swert, der selb vnd ouch der old die so sy zu dem eid tribent, ... sol geben sechs hallerEnde 15. Jh. LuzernStR. 51 Faksimile
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sollen die kirchendiener und pfarrherrn nicht allein das volk zum brauch des heiligen sacraments treiben, wie der bapst tun hat, sonder unterrichten, wie sie sich des herren Christi, seines leidens und sterbens allein trösten sollen1545 Nürnberg/Sehling,EvKO. XI 546 Faksimile
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ick frage ordel unde recht, wol en van rechtswegen tho dem eede dryven schall ... – dat schal dejenige don, de en tho recht besprikt1649 Seestern-Pauly 34 Faksimile
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etliche vmbstaͤnde, welche den landsherrn zur gerechtigkeit insonderheit anreitzen vnd treiben sollenSeckendorff,Fürstenstaat (1656) 62
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sollte aber ein vertretter nach verstrichenen 14 tagen in mora seyn, kan er mit der collationirung zu erstattung seiner exceptionen schriftlich getrieben werden1724 WienUnivGO. § 71
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wie dann ... den kindern, wegen der vorempfangenen sachen, einander auf den eid zu treiben verboten1751 AnmFrankfRef. 3. Forts. 119
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[man muß dem einsteher den] inhalt des contracts redlich anzeigen, ... er kan auch hieruͤber sowol den kaͤuffer als verkaͤuffer auf den eid treiben1756 CMax. IV 5 § 7 Faksimile (Abschnittsbeginn)
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verschaffe ich hiemit dem herrn W. die gebuͤhrende tax, also daß er selbe von selbsten auch gerichtlich zutreiben befugt seyn moͤge1675 CAustr. I 352 Faksimile
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übrige extanzen sollen jenige schaffner zahlen, under dehren verwaltung solche nicht getrieben noch eingefordert, sondern verliederlet worden1696 BaselRQ. I 1 S. 361 Faksimile
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betreffent ... gottsheiser gefell, zins und einkomben, ist ... gebrauch gewest, daß dieselben ain ieder kirchprobst allain ersuecht, triben, eingenomben und verrait hat1716 Tirol/ÖW. IV 52 Faksimile
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swan der rihter diu laeublin fuͤrben sol, ... wolt er die burger ze hohe an dem lone triben, so hat ieder burger wol gewalt, daz er zu sinem laeubline gewinne, die im alrre beste fuͤgent1276/1370 AugsbStR. Art. 27 § 6 Textarchiv: AugsbStR. Art. 27
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swo man von wͦcher oder von atzvnge oder von anderen sachen vnbillichen schaden vf den von W. triben wolde1287 Esslingen/CorpAltdtOrUrk. II 283
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es schol ... chain zechentner niemant höcher treiwen, denn, waz er pei seinen treun geitum 1300 WienStRb. Art. 114 Faksimile
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[were daz der] juden ainer oder mer dhainerlai schaden vf den ... burchgrauen, sin erben ... oder vf ir buͤrgen treiben oder ziehen wolten ..., wellen wir, daz sie des vnengolten beliben vnd daz den die juden selb tragen1343 Spieß,Neb. I 119
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[wer] uon der vogtey ander sach an si mutet und si uerer dreiben wolt, dan oben uerschriben ist, den mögen si uerkhenen mit einen andern, wem si wöllent1352 MBoica XV 55 Faksimile
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als her der gûter ... gerne abtreten wolde, das die schuldiger dâvon bezalt, als verre das gereichen mochte, ab man in doruber icht hoher treiben ader dringen muge1400 Iglau/LSchrP. 187 Faksimile
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[die fünfmane sollent] by den eyden, so sy meister und rate zu S. gesworen hant, keinen kosten uf das vorgenante antwerk triben1400 Schmoller,StraßbTucherZft. 18 Faksimile
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betriwen ich vwer wisshait wol, ir schaffint mit den vwern, die hinder die minen gangen vnd bürg worden sind gen H.B., daz si dehainen schaden vff die minen tribint noch darvmb nit laystint1408 FürstenbUB. III 32 Faksimile
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vele claghe van der meente up sulke presters ..., dat se ... de meente, de nu ter tüd seer arm is, in groter kost ende arbeid driven, dat se dike ende dämme ende oer arbeid to der menen nutticheid nicht doen moghen1438 OstfriesUB. II 731 Faksimile
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ob daruber einichen cosst oder schaden auff in getriben oder er empfahenn wurd, das sy im dan den abtzulegen schuldig sein sollten1467 ProtBKammerger.(1465/80) 965
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sy [gyselbotten] söllent die gäng, da man gricht oder gebotte unnd vertigungen thun müeßte, nit fürnämmen zu heiligen zytten oder zu fäst- unnd fyrtägen ..., damit der gang nit vergäblich oder überflüßiger, unnöttiger kost uff biderbe lütt getriben werde1597 LuzernSTQ. IV 509 Faksimile
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wan denen armen hauer- und bawersleuthen ... auf ihre khünftige vexungen wein, getraids ... an gelt etwas vorgelichen würd, wollen wür, ... daß ... bei der bezahlung der arm man über den sonst gemainen werth nicht getriben werde1654 NÖLO. II 5 § 8
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kosten uff die grube treiben: wenn einer in tag hinein bauet und keinen uberschlag der kosten wegen machet1693 Schönberg,Berginformation Anh. 57
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kosten auf die grube treiben h[eißt] ohne ueberlegung und mit schaden bauen1805 Richter,BergLex. I 616
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daz siv herre C.W. noch enhain sin nachkome sol beswæren an dem zinse, noch hohir triben1282 Konstanz/CorpAltdtOrUrk. I 460
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ensol enkein min ammtman ... das vor genand' gvͦt niemer hoher gisezzen noch triben1293 Zürich/CorpAltdtOrUrk. III 35
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die liute ... hant geben von alter unde von gesatzter stiure niht mer danne xxj pfunt züricher, diu selben xxj pfunt sint inen hœher getriben so verre, das si hant geben ... xl pfuntum 1303/11 BiblLitV. XIX 81 Faksimile
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der keyser hait auch vs des riches fride gescheiden alle dy lude, dy dy anderen betrigen mit keynen sachen, dy in czu schaden mogen komen, vnd hait sy heschen buwen des keysers winsternisse: ... driffet is [das betronisse] vber dy halbe marck selbers, glich is he deme dyue vnd vber en geit dibes vrtelum 1350 KlKaiserr.(Hs. Corvey) II 67 Textarchiv: KlKaiserr.(Hs. Corvey) II 67
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bey den gottspfenningen aber, welche auch auff ein vnbilliches getriben worden, setzen ... wir, daß hienfuͤro einer magd mehr nicht dann zwen schilling ... soll gegeben werden1628 StraßbPolO. 20 Volltext und Faksimile
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der C. gut daz drifet of zwolf punt, ein iar me daz ander mirn13. Jh. Weinheim/CorpAltdtOrUrk. IV 613
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eyne halbe hufe ..., die iczund T. tribet vnd besiczed1413 MittOsterland 1² (1891) 39
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[zuͤ manlehen verlihen das dorf] mit wesen bruͤchern holzen wassern, steende und flyssende, mit acker, getriben und ungetriben1428 NeuzelleUB. 72
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vyr hufen, dy ittzunt ackert vnd dryuet dy meyger van der heren wege, dy sulue hufen, wen sy besettet syn, geuen ouk alle jar thu tynse1476 CDBrandenb. I 10 S. 342
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doe wart daz wilt sô gedreven1187/89 Veldeke,Eneide(Behaghel) 186
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daß ihr ... die heuschrecken, und derselben brut ... außreutet, es beschehe durch auffwerffung graͤben, und gruben, darein die heuschrecken, die noch nicht fliegen koͤnnen, zutreiben1548 CAustr. I 471 Faksimile
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treibt aber der herr das thier nach zu gefuͤgtem schaden gantz vnd gar von sich vnd will dasselbig nicht haben, so ist er in keinem verhafftet1586 Schwartzkopf,DiffIur. L vjv Volltext (und Faksimile)
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die jaͤger sollen die haasen mit denen fuͤchsen nicht in das holtz treiben und mit pruͤgeln tod schlagen1704 CAustr. I 494 Faksimile
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leute, welche ... im puͤrschen, treiben, schießen ... betreten werden, sind, wenn sie auch noch nichts angeschossen, erjaget ... haben, als wirkliche wilddiebe anzusehen1789 Thomas,FuldPrR. II 176 Faksimile
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in all diesen ... hoͤlzern wird den jagd-liebhabern, welche ... sich behoͤrig angeweldet und die erlaubnis zu jagen erhalten haben, fuͤrohin gestattet, solche mit treiben, klopsen, auch hunden zu bejagen1796 Moser,ForstArch. XVII 273
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piscatoribus ecclesie non licebit ... artem illam que vulgariter dicitur treiben exercere1271 MBoica XI 246 Faksimile
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es soll niemands by nacht mit den netzen triben1513 KonstanzWirtschR. 14
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in dem Mayn die fische zu treiben und zu fangen [ist verboten]1548 SammlVerordnWürzb. I 2
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waert so, dat enich van den boorghers van C. ghedreven quame masteloos of roedeloos bi aventuren van der zee ... ende ware enich goed uten scepe gheworpen, naer dat scip gheseten ware, dat tgoed den cooplieden behouden sal bliven1361 HansUB. III 266 Faksimile
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eyn bruch adir eyn more lag bi eyme wassir, daz wassir waz groz und gar flutig und brach adir hub von dem more eyn groz stucke, ... und daz wassir treib daz stucke enweg yn eynis andirn herrin land ... nu volget eme der herre noch, deme ez enphlossin ist, unde spricht, ez si sinEnde 14. Jh. EisenachRB.(Rondi) III 106 § 1 Textarchiv: EisenachRB.(Rondi) III 106
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wan en schute drifft to lande, dat leyder vele schuͤt, so komet de vogede edder ere knechte and nemet den armen luden, wat se hebben, sunder rede und recht1417 HanseRez. VI 354 Faksimile
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[oft] dar wat driwende qweme an dat lanth und geberget worde, dar schal me na bewiss des gudes und merckes den teynden pennigk afgeven1494 OstfriesUB. II 426 Faksimile
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voort eyn scip dat leghe in eener havene unde worde drivende up eyn ander scip unde emme schade dede, dat soldense half unde half ghelden1537 FlandrCop9 S. 28
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id ghevalt dat een scip kompt seghelenden in der zee bij aventuren vindende gued drivende van verlorenen scepen1537 FlandrCop9 S. 39
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findet iemandt schiffbruͤchig gut am strande oder in der sehe an das schiff treibende, vnd solch gut auff fischet, das sol er vberantworten der nehesten oͤbrigkeit1586 LübStat. VI 3 § 4 Volltext (und Faksimile)
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ist aber ein vor anker liegendes schiff wegen untauglichkeit seiner taue, oder sonst durch grobes verschulden des schiffers, los und treibend geworden: so muß der schiffer allen an den festliegenden schiffen verursachten schaden erstatten1794 PreußALR. II 8 § 1925
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nyemant en sal sijnen dijck op moegen geben off laeten drijven, hy en sal komen opten dijck by den heymraet in enen bloten rocke, bloets hoefts ind barvaets mit enen stro zele gegordet hebbende enen spaden in seinn handt ind sweren ... dat hy gee gued en heeft ..., hy en gevet mit den dijck op1370 ZRG.² Germ. 28 (1907) 292 Faksimile
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[wie Margarete v. Kleve] openlijk naar's landswijze, zijnen verschulden boedel met den voet stiet, hoe zij in geleende kleederen voor deszelfs bare ging, met eenen halm in hare hand, dien zij wegwierp, ten teeken, dat zij ook alzoo haars mans nalatenschap liet drijven1404 ZRG.² Germ. 28 (1907) 315 Faksimile
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vnde willen wy ... vnnoedige spitsuundige argumenta laten driven, voert alle orsake des hadders in dusser sake afgesnedden vnd lichtelick vermidet werden1533 VeröfflWestf. 32, 1 S. 183
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sullen si [smiden] ir cholholz treiben und prennen ausserhalben der purger trift und chastenum 1400 Tirol/ÖW. V 428 Faksimile
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es sol chainer dhain holcz auf dem wasser treiben oder flaczen an ains richter willen vnd wissen1443 BeitrSteirG. 22 (1887) 78 Faksimile
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es soll ... allen underthanen verpotten sein, kain holtz oder kol aus dem gericht T. zu treiben, zu fueren1521 Wopfner,Almendregal 162 Faksimile
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alle schoͤfftreiber ... sollen mit der anzahl rossen ... das treiben von D. aus bis gegen Lauffen ... um den lohn, wie sie jaͤhrich mit ihme abkommen, vleißig verrichten1581 Lori,BairBergr. 318 Faksimile
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spannet ein roß, an der leut stadt, vnnd lesset ... wasser vnd berg auß den tieffsten mit schoͤnen kuͤnsten heben vnd treyben1562 Mathesius,Sarepta 206v
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goͤpel ist ein rund und oben spitzig gebaͤude, darinnen die pferde und das seyl vor regen und schnee bewahret werden, wenn sie ertz oder berg aus der grube treiben1693 Schönberg,Berginformation Anh. 45
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treiben: ... mittelst des goͤpels das erz oder berge aus dem schacht ziehen1778 BergmWB. 560
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so es zum abtreiben koͤmmet, sol der schichtmeister dem zehntner ein verzeichnuͤß bringen, was die werck so er treiben wil lassen, am gewicht und silber haltenJoachimsthalBO. 1548 III 5 Faksimile (Abschnittsbeginn)
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haͤtte ein schlackenkauffer, der kein eigen huͤtten hat, schlacken zu treiben, der sol einen schmeltzer ... ein guͤlden geben, und sich mit den huͤtten-herrn um die huͤttenkost vertragen1548 ZinnbgwO. 111
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welcher uͤberlegen und treiben wil, der sol unsern bergrichter derselben ende das anzeigen und den plick bey unserer fran-wag waͤgen lassen1553 FerdBO. Art. 86 Faksimile
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wenn man ... das werck gewegen hat, gibt man im zehenden an, wie viel man treyben will, vnnd holet ein treib zettel1562 Mathesius,Sarepta 212v
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asch-knechte: sollen die asche zum abtreiben fleißig und wohl bereiten und zurichten, nach verrichteten treiben in auffhebung der herde getreues auffsehen haben, daß die koͤrner, so in herd gekrochen, wohl auffgeklaubet ... und dem huͤttenmeister eingeliefert werden1693 Schönberg,Berginformation 6
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vorlaͤuffer-knechte sollen mit vorlauffen und beschickung der schichten ihrem dienst gnuͤgethun, bey der schmeltzarbeit und treiben iederzeit gegenwaͤrtig seyn keinen betrug uͤben oder iemandes zu thun wissentlich verhengen1693 Schönberg,Berginformation 200
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treiben: ... auf dem treibeherd das werk abtreiben und das bley vom silber bringen1778 BergmWB. 560
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[Übschr.:] von der ersten vorderunge der gewerkyn, wo sy erbe buwen ader stollen trybenMitte 14. Jh. FreibergBR. 296 Faksimile
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stollen: wie ein schacht von tag nieder perpendiculatiter, also wird ein stollen unten am gebuͤrge horizontaliter ins gebuͤrge wie ein gang getrieben, dadurch man wetter einbringen, wasser benehmen und vorliegende gaͤnge uͤberfahren kan und das heist man: einen stollen treiben1693 Schönberg,Berginformation Anh. 92
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wenn jemand einen stolln zu treiben oder einen alten zu gewaͤltigen fuͤr sich nehmen wollte1749 CAug. Forts. I 1 Sp. 1393 Faksimile
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ein solcher stollner ist befugt, seinen stollen von dem in der beleihung bestimmten punkte in das daselbst bestimmte gebirge zu treiben, und kann denselben nach gefallen in mehrere flügel theilen1794 PreußALR. II 16 § 222
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dat men negenen dijck dryven sal in R. van buyten 's lant nog niemant op des anderen van den lande van R.1288 Bergh II 274 Faksimile
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iter terere: ein waͤg geng tryben1541 Frisius 1057
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es mag ... ain nachtpar über den andern ... faren mit mist ...; wann aber ainer ain rechte getribne straß hat, soll er seines nachtbarn ... verschonen1585 Salzburg/ÖW. I 154 Faksimile
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dat dese ... polder by fortune tempeeste of zwaren vloede wederomme innebrake ende besoutte of bevloede, en ... in sulc geval zullen zy de ... polder moegen laten driuen ende ryen zoe als hem goed duncken zal1526 Beekman,DijkR. I 551
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die vermutunge treibet die beweisunge auff den widerteil1537 Zobel,RegSächsR. cc vjr
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man schol ÿn paiden [Ehebrechern] eÿn grab machen peÿ den galgen, vnnd schol sÿ in das selbig lebentig legen vnnd eynen stecken ader pfoͤl durch sÿ paid treiben1403/39 OfenStR.(Mollay) Art. 290
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de gordeler scholen maken einen guden stifftremen mit einem guden ringe .... und dartho den senckel und eine lanne ut dickem missinge gedreven1557 HambZftRolle 47 Faksimile
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treiben: ein stuͤck metall mit dem hammer in die lange oder die breite ausdehnen, ... figuren erhaben oder tief mit dem hammer schlagen1778 BergmWB. 560
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so yemand zu ... kolfeurn, die man mit grossen plaßpelgen treiben muß, newe schmidt oder fewereß oder newe packoͤfen pawen wolt, der soll den rauch in ainem stainen schlot durch das hauß ... auffuͤrenNürnbRef. 1564 XXVI 6 Volltext (und Faksimile)
Treiben, n.
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des nachzehlers aeyd: ... wan ertz oder berg getrieben wird, soll und will ich mit fleiss zusehen, dass volle tonnen und die rechte zahl, so viel deren auff ein treiben gerechnet werden, es seye ertz oder berg, auss den schachten herauss kommen, die selbe anzeichnen1669 KurkölnBergO.(B) 634
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dass statt der bei den erzen gewöhnlichen kübel, tonnen und treiben allhier bei denen stein-kohlen das maass der ringel und malter beibehalten werde1766 PreußBergO. 887
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treiben: eine art eines maases oder zahl, eine anzahl tonnen, welche im goͤpel ... auf einen tag oder schicht aus der grube geschaffet werden; und werden zu einem gantzen treiben 60 tonnen, zu einem kleinen aber 40 tonnen gerechnet; wie denn auch das erz, welches dadurch zu tage ausgebracht worden, ein treiben erz genennet wird1778 BergmWB. 560
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versteht man unter einem treiben eine anzahl tonnen, welche im goͤpel auf einmahl treiben und aus der grube geschoͤpft werden1810 Campe IV 874 Faksimile
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lohn der abtreiber: von einem ganzen treiben, als ungefaͤhrlich auf 30 ctnr. werks 1 fl.; von einem halben treiben, als das um 10 ctnr. und darunter ist, 1/2 fl.1619 Brandenburg/Wagner,CJMet. 484 Faksimile
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was aber uͤber 40 centner koͤmmet, wird als ein kleines treiben mit darzugesetzet und also wie vorstehet bezahlet1693 Schönberg,Berginformation 2
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auf den huͤtten nennt man ... ein treiben die menge werk, welche auf einmahl auf dem herde abgetrieben wird1810 Campe IV 874 Faksimile