Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
ankero
‚Anker, an-; erst in Glossen des 12. und 13. Jh. belegt
cora‘
〈Var.: anch-, -ir〉. Mhd. auch sonst als anker, en-
ker, selten ankel (s. Weinhold, Mhd. Gr.2 § 211)
st. m. bezeugt. – Nhd. Anker m., mdartl. auch
n. besonders in ndd. Mdaa., aber auch in Neu-
enheim bei Heidelberg (vgl. Trübners Dt. Wb. I,
86; L. Sütterlin, Zfdt. Wortf. 6 [1904–05], 69).
Eine Pluralform mit unechtem Umlaut kam
früher gelegentlich in der Hochsprache vor;
seit spätmhd. Zeiten ist enker mdartl. (bes. am
Oberrhein) auch als Sg. belegt (vom Pl. beein-
flußt oder in Analogie zu den Nomina agentis?
261 ankala – ankerS262
vgl. Paul, Dt. Gr. II, 16 f.; Weinhold, a.a.O.
§ 28; Schweiz. Id. I, 300; Fischer, Schwäb. Wb. I,
224 f.; Martin-Lienhart, Wb. d. els. Mdaa. I, 55).