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Schön

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Adelung
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18 in 15 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Schön

Bd. 3, Sp. 1621
Schön, -er, -ste, adj. et adv. 1. * Im eigentlichsten Verstande, glänzend, hell, und in weiterer Bedeutung rein, sauber. Diese Bedeutung ist zwar gegenwärtig im Hochdeutschen veraltet, allein, es sind doch noch Spuren genug vorhanden, daß sie ehedem gangbar gewesen. In der Monseeischen Glosse ist Sconi der Glanz, und in dem Schwabenspiegel by schonem tage bey hellem Tage. Schone als ein Spigelglas heißt es in dem alten Fragmente auf Carls des Großen Feldzug bey dem Schilter, von einem Schwerte. Im Niedersächsischen und Holländischen ist schön noch jetzt sauber, rein, hell; ein schönes Hemd anlegen, ein reines; schön machen, putzen, reinigen. Lauterer Wein, d. i. abgezogener Wein ohne Hefen heißt in Holland klinkschön. Der schöne Glanz Gottes, Ps. 50, 2, ist doch wohl auch nichts anders als der helle Glanz, und wenn wir noch jetzt von schönem Wetter, und von einem schönen Tage reden, so verstehen wir darunter gleichfalls zunächst ein helles, heiteres Wetter. S. auch Schönbaum, Schönblind, Schöndruck, Schönfärber, wo diese Bedeutung noch zum Grunde liegt. In einigen alten Deutschen Bibeln des 15ten Jahrhundertes lieset man Richt. 5, 10, für schöne Eselinnen, scheinende Eßelinen, woraus erhellet, daß man scheinend und schön ehedem als gleichbedeutend gebraucht habe. Ohne Zischlaut ist im Wallisischen cain weiß, wohin auch das Latein. canus gehöret. 2. In weiterer und gewöhnlicherer Bedeutung nennet man alles dasjenige schön, was mit Bewunderung und Wohlgefallen empfunden wird, wo es denn wiederum in verschiedenen Fällen gebraucht wird. 1) Was durch seine äußere Gestalt Bewunderung und Vergnügen erwecket, wozu oft helle Farben, Glanz und Reinlichkeit[] im Äußern hinlänglich sind, oft aber auch noch Übereinstimmung aller Theile zu einem vollkommenen Ganzen erfordert wird; im Gegensatze des häßlich. Schöne Kleider, schönes Hausgeräth, ein schöner Edelstein, ein schönes Gemählde, ein schönes Haus, ein schöner Garten, ein schöner Baum, schöne Haare, schöne Farben. Ein schönes Pferd. Eine schöne Hand schreiben. Ein schönes Colorit. Eine schöne Gegend. Eine schöne Stadt. Schön lassen, schön aussehen, schön stehen. Auch selbst der Zorn läßt ihr noch schön, Gell. Wenn gleich ihr Auge zürnt, so zürnt es dennoch schön, ebend. Schön, schön ist die ganze Gegend in des Herbstes feyerlichstem Schmucke, Geßn. O wie schön bist du Natur, in deiner kleinsten Verzierung wie schön! ebend. Wunderschön, im gemeinen Leben, im hohen Grade schön. Besonders von der Gesichtsbildung, Gestalt des Leibes und dessen Theilen. Ein schönes Gesicht. Eine schöne Gestalt. Eine schöne Person. Ein schöner Körper. Bildschön, so schön wie ein gemahltes Bild. Schön von Gesicht, von Gestalt. Schöne Augen, schöne Zähne, schöne Hände haben. Das schöne Geschlecht, das weibliche, weil die Schönheit demselben vorzüglich eigen ist. Wo die schöne Welt beym Spieltische sich sammelt, Geßn. von mehrern Personen des andern Geschlechts. Die Schöne, eine schmeichelhafte Benennung einer Person weiblichen Geschlechtes. Aus obigem erhellet, daß man in dem gewöhnlichen Sprachgebrauche in dieser Bedeutung alles schön nennet, was mit Bewunderung und Wohlgefallen durch das Gesicht empfunden wird. Weil nun die Empfindung der Richter der Schönheit ist, so rühret daher auch die große Verschiedenheit in dem Urtheile über dasjenige, was schön ist. In Afrika ist eine stumpfe Nase schön, in Europa nicht; rothes Haar war bey vielen alten Völkern eine Schönheit, bey uns hasset man sie. Schön ist, was da gilt, wo wir wohnen, Lichtw. In den Wissenschaften, wo man einen festen Begriff dessen, was schön ist, fest zu setzen gesucht, und es bald durch sinnliche Vollkommenheit, (ein eben so schwankender Ausdruck als Schönheit,) bald durch genaue Übereinstimmung aller regelmäßigen Theile erkläret hat, hat man daher das Wort zu sehr eingeschränkt, indem die Übereinstimmung aller regelmäßigen Theile nur eine Art der Schönheit ausmacht. 2) In weiterer Bedeutung ist schön, was auch durch die übrigen Sinne, wenigstens durch einige derselben, mit einem hohen Grade des Wohlgefallens empfunden wird. Vornehmlich in Ansehung des Gehöres. Eine schöne Musik. Eine schöne Melodie. Eine schöne Stimme. Eine schöne Arie. Schön singen, spielen. Der Vogel schlägt gar schön. Zuweilen auch von dem Geschmacke und Geruche. Das schmeckt, das riecht schön. Von dem Gefühle wird es wohl nur in so fern gebraucht, als es in weiterer Bedeutung von der ganzen sinnlichen Empfindung gesagt wird. Schönes Wetter, welches uns in einem hohen Grade angenehm ist. Vielleicht, wenn du wieder kömmst, schöner Herbst, vielleicht seh ich dich dann nicht mehr, Geßn. Unsere schönen Tage, die Jugend. 3) In noch weiterm Verstande, was von der Seele und ihren Fähigkeiten unmittelbar mit einem vorzüglichen Wohlgefallen empfunden wird; da es denn wiederum zunächst von den untern Fähigkeiten der Seele, im weitern Umfange aber auch von den obern gebraucht wird. Ein schöner Gedanke. Eine schöne Antwort. Ein schönes Buch. Eine schöne That, welche uns ein vorzügliches Vergnügen erweckt. Sie müssen noch viele schöne Thaten thun, wenn sie dieß Gewebe von Unedlen vertilgen wollen. Eine schöne Seele haben. Schöne Gesänge künstlicher Saitenspieler[] entzücken da das Ohr, Geßn. wo schön sich nicht bloß auf die Musik bezieht. Lyäens und Cytherens Sohn Im schönsten Rausch geboren, Raml. Welches Lob ist größer, blühende Wangen, oder eine schöne Seele? Dusch. Auch unter schlauen Scherzen Bleibt doch die Liebe schön, Weiße. Nimmt man die zwey vorigen und die erste Hälfte dieser Bedeutung zusammen, so ist schön, was von den Sinnen und der Einbildungskraft mit Wohlgefallen empfunden wird, was sinnliches Vergnügen erwecket. In diesem Verstande sagt man die schöne Natur, dasjenige in der Natur zu bezeichnen, was einen hohen Grad dieses Wohlgefallens in uns hervor bringet. Die schönen Künste, die schönen Wissenschaften, deren nächste Absicht ist, zu gefallen und zu vergnügen. Ein schöner Geist, bey welchem sinnliche Empfindung, Einbildungskraft und Geschmack vorzüglich wirksam sind. 3. Figürlich. 1) Schön mit einer Person thun, in der vertraulichen Sprechart, verliebt. Jemanden schöne Worte geben, freundliche, schmeichelhafte. Jemanden schön grüßen, auf das schönste grüßen, ich danke schön, sich zum schönsten oder schönstens bedanken, im gemeinen Leben für freundlich. 2) Oft gebraucht man es als eine Art einer Intension. Eine schöne Summe Geldes, eine beträchtliche. Ein schönes Alter, ein hohes. 3) Noch öfter ist es für sehr gut, d. i. unserer Absicht, seiner Bestimmung sehr gemäß, üblich. Eine schöne Gelegenheit. Das schönste ist noch, u. s. f. das beste. 4) Ingleichen wird es ironisch gebraucht, das Gegentheil zu bezeichnen. Er ist mir ein schöner Herr. Du bist ein schöner Vogel. Das wäre schön! Da würde ich schön ankommen. Das wird ihm schön bekommen seyn. Anm. 1. Dieses Beywort wird auch häufig als ein Hauptwort gebraucht. Die Schöne, eine schöne Person weiblichen Geschlechtes, und in weiterer schmeichelhafter Bedeutung, eine jede weibliche Person. Das Schöne, dasjenige, was an einem Dinge schön ist, ohne Plural; wofür man in manchen Fällen auch die Schönheit gebraucht. Hier hat die Natur alles versammelt, was sie Schönes hat, um deinen Aufenthalt schön zu machen, Dusch. Die Natur, die Mahlerey, die Baukunst, und die Musik geben uns das Schöne für die Sinne, Sulz. Anm. 2. Bey dem Ottfried scono, bey dem Willeram scon, in Schlesien schin, in Nieders. schon und schenn, im Angels. scon und scen, im Schwed. skön, im Dänischen ohne Zischlaut kion, im Finnländ. caunis. Frisch läßt es sehr gezwungen von schonen abstammen; allein Wachter hat schon die bessere Ableitung von scheinen, so daß dieses Wort zunächst glänzend bedeutet. Wollte man lieber die Niedersächsische Bedeutung, da es für rein, sauber, gebraucht wird, als die erste ursprüngliche annehmen, so würde man es von scheuen, dem veralteten Stammworte des heutigen intensiven scheuern, abstammen lassen, welches aber mit scheinen doch auch nahe verwandt ist.
8004 Zeichen · 118 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schoensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    schoen , sw. V. Vw.: s. schȫen

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schön

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Schön , -er, -ste, adj. et adv. 1. * Im eigentlichsten Verstande, glänzend, hell, und in weiterer Bedeutung rein, sauber…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schön

    Goethe-Wörterbuch

    schön vereinzelt -oe- (zB 26,356,21 ) u Großschr (zB B2,75,23 ); selten ohne Umlautstriche (zB B6,430 ); gelegentl in de…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schön

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Schön ist der wichtigste Begriff der Ästhetik und wird in dieser in zwiefachem, nämlich in einem engern und in einem wei…

  5. modern
    Dialekt
    schön

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    schön [én fast allg.; éə Dollern ; ien M. ; ên Str. Lohr ; Steigerung –ər, –t allg.; éənər Dollern ] Adj. Adv. 1. …

  6. Sprichwörter
    Schön

    Wander (Sprichwörter)

    Schön 1. Allzu schön kann nicht lang' bestehn. 2. Allzu schön wird bald vergehn. Holl. : Al te schoon komt tot hoon. ( H…

  7. Spezial
    schön

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    schön I adj. 1 (wohlgefällig) bel (bi, bela) 2 (angenehm) bel (bi, bela) , plajor (-s, -a) 3 (gut, fein) bel (bi, bela),…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schoen

481 Bildungen · 455 Erstglied · 9 Zweitglied · 17 Ableitungen

schoen‑ als Erstglied (30 von 455)

schönabendlich

DWB

schoen·abendlich

schönabendlich , adverbial oder prädicativ-adjectivisch: italischer au'n südspitze schwimmt in dem reinsten zauberduft, verklärt, voll ruhe,…

schönadel

DWB

schoen·adel

schönadel , m. bezeichnung der reben und trauben, die auch gutedel heiszen Adelung. Nemnich, in Grünberg die auch Elbinger genannte frühwein…

schönästig

DWB

schoen·aestig

schönästig , adj. : siehe, wie jener dort den flüchtigen ( Hercules den hirsch ) hascht und hinaufspringt, und mit dem knie ihn beugt und mi…

schönäugig

DWB

schoen·aeugig

schönäugig , adj. schöne augen habend: hier das schönäugige gesichtchen mit den etwas starken, familienmäszigen vorderzähnchen ahnte nicht, …

Schönaich

Meyers

Schönaich , 1) Christoph Otto, Freiherr von , Dichter, geb. 11. Juni 1725 zu Amtitz in der Niederlausitz, gest. daselbst 15. Nov. 1807, wurd…

Schönaich-Carolath

Meyers

schoenaich·carolath

Schönaich-Carolath , Emil, Prinz von , Dichter und Novellist, geb. 8. April 1852 in Breslau, studierte 1870–71 in Zürich, wo Scherr und Kink…

Schönaltertätchen

RhWB

Schön-altertätchen šøna·l.ətE:tχə Dür-Stdt 1880 n.: Rarität.

schönangelegt

GWB

schoen·angelegt

schönangelegt [ zwischen Karlsbad u Engelhaus ] Basalte vom Glasberge auf die s-e Pragerstraße T3,143,19 v 22.7.06 Michael Schilar M.S.

Schönau

Wander

scho·nau

Schönau Man bleibt nicht stets in Schönau, man kommt auch nach Braunau. – Parömiakon, 251. Wortspiel mit zwei Ortsnamen, um zu sagen, dass S…

schönauge

DWB

schoen·auge

schönauge , n. , nd. schônôge, die stechnelke, lychnis coronaria ten Doornkaat Koolman 3, 135 a .

Schönbach

Meyers

schoen·bach

Schönbach , Anton Emanuel , Germanist, geb. 29. Mai 1848 zu Rumburg in Böhmen, besuchte das Wiener Piaristengymnasium, studierte in Wien und…

Schönbach, Ant. Emanuel

DWBQVZ

--- miscellen aus Grazer handschriften. in: mittheilungen des historischen vereines für Steiermark. h. 46: Graz 1898. s. 3—70. ---

schönbad

DWB

schoen·bad

schönbad , n. das in der photographie zum färben der positiven bilder dienende goldbad, tonbad Karmarsch-Heeren 3 6, 694.

schönbar

DWB

schoen·bar

schönbar , adj. , schönlich et schönhaft, pulchellus, bellulus, bellatulus, et idem est quod schön. Stieler 1756 .

schönbart

DWB

schoen·bart

schönbart , m. larve, maske, verderbt aus schemebart, schembart, eigentlich ' bärtige maske ' Lexer mhd. handwb. 2, 698 ( der bart war in al…

schönbartbuch

DWB

schoenbart·buch

schönbartbuch , n. fasti Saturnalium Norimbergensium .. nomina, vestitus, insignia eorum, qui singulis annis decurrerint, quidque portenti s…

schönbartspiel

DWB

schoenbart·spiel

schönbartspiel , n. maskenspiel, vgl. schönbart 2: das jahrmarkts-fest zu Plundersweilern. ein schönbartspiel. Göthe 13, 7 .

schönbaum

DWB

schoen·baum

schönbaum , m. der lärchenbaum, pinus larix Adelung. Nemnich 2, 979 .

schönbefranzt

DWB

schönbefranzt , adj. : schön befranzt bis auf die hüfte reichet ihm die jazerine ( panzerhemd ). Herder 28, 425 ( Cid 15) Suphan.

schönbehelmt

DWB

schönbehelmt , adj. : auch auf der schönbehelmten Pallas speer wirst du mich ( die cicade ) sehn Herder 26, 84 Suphan.

Schönbein

Meyers

schoen·bein

Schönbein , Christian Friedrich , Chemiker, geb. 18. Okt. 1799 zu Metzingen in Württemberg, gest. 29. Aug. 1868 in Baden-Baden, studierte in…

schönbekleidet

DWB

schoen·bekleidet

schönbekleidet , adj. : da nun streichelte sie ( Aphrodite ) die schönbekleidete Griechin. Bürger 226 a ( Il. 5, 424: εὔπεπλος ).

schönbekränzt

GWB

schönbekränzt [ Heldendichter: ] jauchzend folgten wir dem jungen Paare,|Dem frohen s-en, zum Altare 16,219 Maskenz RomantPoesie 16 Michael …

schoen als Zweitglied (9 von 9)

bildschön

DWB

bild·schoen

bildschön , perpulcher: ein bildschönes mädchen; wehmut erweckt Hadrians bildschöner freund. Platen 127 .

Dankeschön

Wander

danke·schoen

Dankeschön »Dankschien« schmesst man unger de Bank, aber »Bezoahl'ch Gôt« nimmt ma mit in Himmel. ( Oberlausitz. )

feldschön

DWB

feld·schoen

feldschön , in der ferne schön: die frau ist feldschön, man darf sie nicht in der nähe sehen, ohne dasz sie einbüszt. s. fernen , fernschön …

glasschön

DWB

glas·schoen

glasschön , adj. , wort des frühnhd., vereinzelt glaserschön P. Ulenberg ursachen (1589) 16 ; ' rein wie glas ( s. d. A 3 a), von makelloser…

klinkschön

DWB

klink·schoen

klinkschön , nordd., ganz klar, bes. von wein, auch klinkklar, ostfries. klinkerklâr, nl. klinkklaar. vgl. klimperklein?

tausendschön

DWB

tausend·schoen

tausendschön , adj. 1 1) tausend, unzählige schönheiten an sich habend ( vgl. hundertschön), virtute insignis Stieler 1755 : wie denn solche…

unschön

DWB

unschön , adj. adv. , gth. von schön, in mundarten ( Staub-Tobler 8, 857 ; 1, 298; Fischer 6, 215 ) auch dessen steigerung ' sehr schön ' ( …

wunderschön

DWB

wunder·schoen

wunderschön , adj. , zusammenrückung aus wunder schön ' sehr schön ' ( s. wunder- komp.-typen A 6), seit dem mhd., doch begegnet getrennte s…

Ableitungen von schoen (17 von 17)

beschœne

BMZ

beschœne swv. 1. mache rein und schön, verschöne, verherrliche. alsus wart er gereinet ( vom aussatze ) und hæte got erscheinet grôʒ wunder …

beschönen

DWB

beschönen , speciosum reddere, ornare, colorare. das goth. skaunjan wäre eine sache schön, wie haunjan hön machen, ahd. scônan und hônan, mh…

beschönlich

DWB

beschönlich , expurgatu facilis; närrisches versehen ist unbeschönlich. Stieler 1756 .

beschönung

DWB

beschönung , f. was beschönigung, vorwand: mit solchem schein und besohönung. Luther 4, 452 a ; mit vorwendung ires eifers und ander beschön…

entschœne

BMZ

entschœne swv. beraube der schönheit. du hast mîne tohter gehœnet, ir schœnen lîp entschœnet U. Trist. 700.

entschönen

DWB

entschönen , pulchritudinem corrumpere, verderben, entstellen.

erschœnen

Lexer

er-schœnen swv. s. v. a. erscheinen. die êhaftigi nôt sölt er erschœnen; sy erschôntind êheftigi nôt Mz. 1,527 s. 447 ( 1410 ).

geschœne

FindeB

* geschœne adj. s.v.a. schœne RWh.

geschœnen

Lexer

ge-schœnen swv. schön machen, beschönigen, rechtfertigen. chan ieman daʒ geschœnen Urst. 110,48.

schöne

DWB

schöne , f. zu schön, das schönsein, mhd. schœne, md. schône Lexer mhd. handwb. 2, 768 ( auch später noch gelegentlich ohne umlaut, so in de…

unschön

DWB

unschön , adj. adv. , gth. von schön, in mundarten ( Staub-Tobler 8, 857 ; 1, 298; Fischer 6, 215 ) auch dessen steigerung ' sehr schön ' ( …

unschöne

DWB

unschöne , f. , gth. d. schöne ( s. d. 3 d): die ( lage ) des Ultnerbades ist die u. selbst Steub drei sommer in Tirol 2, 300 . ahd. unskônî…

unschönen

DWB

unschönen , verb. , in verunschönen F. Dahn urgesch. 1, 371 . mhd. unschœnen, mnl. onsconen. —

urschön

DWB

urschön , adj.; von Campe als neubildung verzeichnet. u., urschöne, urschönheit sind im zusammenhange mit der metaphysischen ästhetik, die a…

verschœne

BMZ

verschœne swv. 1. mache schön, verherrliche. der dich bî küngen krœnet und al dîn art verschœnet MS. 2,217. a. 2. übertreffe an schönheit. d…

verschönen

DWB

verschönen , verb. schön machen, wofür jetzt gewöhnlicher verschönern, mhd. verschœnen, holländ. verschoonen, dän. forskjønne, schwed. försk…

verschönlich

DWB

verschönlich , adj. was verschönert werden kann. Campe.

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APA
Cotta, M. (2026). „schoen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schoen/adelung?formid=S02633
MLA
Cotta, Marcel. „schoen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schoen/adelung?formid=S02633. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schoen". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schoen/adelung?formid=S02633.
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