schön vereinzelt -oe- (zB GWB26,356,21
) u Großschr (zB GWBB2,75,23
); selten ohne Umlautstriche (zB GWBB6,430
); gelegentl in der altertümlichen Form ‘s-e’1) (zB GWB16,4 Vs 29
); mehrf unflektiert (zB GWBB8,190,7
u GWB39,95,15
); in Flexion vereinzelt synkopiert (zB GWB1,149 Vs 9
); häufig ‘das S-e’ (vor allem in A5), auch Kleinschr (zB GWBB6,5,16
), im komp Gebrauch auch synkopiert ‘S-ers’ GWB50,180 Vs 206
. - Bei gut 9700 Archivbelegen liegen die Verwendungsschwerpunkte mit deutlich mehr als einem Drittel der Belege in A1 u mit etwa 2500 Stellen in C (bes in den Pkten C1 u C7). A
ästhetisch: sehr angenehm berührend u anreizend, auf individuelle wie gesetzmäßige Weise wohlgestaltet 1
im Zshg von visueller Wahrnehmung iSv sehr gut aussehend 2
im Zshg von musikalisch-akustischer Wahrnehmung iSv wohlklingend, melodisch 3
im Zshg von olfaktorischer Wahrnehmung iSv anheimelnd, fein 4
im Zshg von poetisch-imaginativer Wahrnehmung, Gestaltungsart iSv poesievoll, inhaltlich u formal übereinstimmend 5
(im Anschluß an Pkt A1-A4) in mehr od weniger übergreifendem, abstrahierendem, allg Gebrauch als hoher, zentraler Wert B
ethisch: gut, gütig, liebenswürdig, entgegenkommend C
ansprechend, schätzbar D
stimmig, kohärent, angemessen E
wirksam, effektiv F
als Bezeichnung eines Quantums, Ausmaßes, Grades A
ästhetisch: sehr angenehm berührend u anreizend, auf individuelle wie gesetzmäßige Weise wohlgestaltet 1
im Zshg von visueller Wahrnehmung iSv sehr gut aussehend a
als Eigenschaft von etwas Natürlichem, Real-Gegebenem α
von einer (jungen) weiblichen od männlichen Person, auch von einer mythol bzw märchenhaften Figur, ferner von einer Personengruppe od dem Menschen allg; öfter in Anrede; vereinzelt in Repetitio od als Epitheton; auch im bildhaften Vergl; wiederholt ‘s-e Gestalt’; gelegentl neben ‘wohlgestaltet’, ‘jung’, ‘edel’ ua [
Faust:] Mein s-es Fräulein, darf ich wagen,|Meinen Arm und Geleit Ihr anzutragen? [
Gretchen:] Bin weder Fräulein, weder
s. ..(Sie macht sich los und ab.) [
Faust:] Bei'm Himmel, dieses Kind ist
s.! GWB14,128 Faust I 2605u2607u2609~GWB39,252 Urfaust 457u459u461 Daß Suleika von Jussuph entzückt war|Ist keine Kunst;|Er war jung, Jugend hat Gunst,|Er war
s., sie sagen zum Entzücken,|S. war sie, konnten einander beglücken GWB6,144 Vs 4u5 DivSuleika „Ich liebe dich, mich reizt deine s-e Gestalt..” GWB1,168 Erlkönig 25 gar bald zogen sie [
die drei Äpfel] sich aufwärts in die Länge und wurden zu drei s-en, s-en Frauenzimmerchen in mäßiger Puppengröße GWB26,79,22 DuW 2 Der neueParis Eutyches, der s-e, war schnell auf den Füßen GWB18,362,5 ReiseMegapr GWB24,4,23 Wj I 1 GWBT8,100,14 v 27.8.21 GWB18,240,3 Märchen GWB1,149 Epiphaniasfest 9
uö(häufig) in den Fügungen, Vbdgn ‘jd ist (herrlich) s. geformt/gebaut’, ‘jd ist s. anzusehen/scheint immer s-er zu werden’, ‘sich s. machen’ uä [
Phorkyas zu Helena:] Schon Theseus haschte früh dich, gierig aufgeregt,|Wie Herakles stark, ein herrlich
s. geformter Mann GWB15
1,190 Faust II 8849 Er [
Merkur] erzählte, daß da droben|Jede Göttin ihre Locken|Hoch und breit mit Federn zieret,|Wenn sie
s. sich machen will GWB4,318 Canzonetta Romana 28 [
für: bello] GWB44,107,3 Cell III 8 [
für: bello] GWB44,12,15 Cell III 2 GWB31,275,25zu27 ItR
uö speziell mBez auf Helena u Herkules als antike Idealgestalten weiblicher u männlicher Schönheit; bes im ‘Faust’ [
Faust, vor dem Zauberspiegel:] Das s-ste Bild von einem Weibe!|Ist's möglich, ist das Weib so
s.? GWB14,119 Faust I 2436u2437 [
Faust zu Chiron:] Vom s-sten Mann [
Herkules] hast du gesprochen,|Nun sprich auch von der s-sten Frau!.. ..Du sahst sie [
Helena] einst, heut hab' ich sie gesehn,|So
s. wie reizend, wie ersehnt so
s. GWB15
1,128u130 Faust II 7397u7398u7443 [
Kypris zu Achill:] Wilder, stürmst du so fort! die letzten Völker der Erde|Aufzufordern zum Kampf, der um ein Weib hier gekämpft wird.|Thu' es, ich halte dich nicht! Denn um die s-ste der Frauen|Ist es ein wertherer Kampf als je um der Güter Besitzthum GWB50,283 Achilleis 333 GWB15
1,82 Faust II 6450 GWB15
2,213 Helena Plp 2,6
uö als Bestandteil des Namens, der Bezeichnung einer literarischen Figur [
die Irrlichter zur Schlange:] wo wohnt die s-e Lilie? Führ' uns so schnell als möglich zum Palaste und Garten der s-en Lilie GWB18,230,16u17 Märchen [
nach dem Überfall] auf einem Schimmel reitend, ein Frauenzimmer..Philine..war eben im Begriff..die s-e Amazone [
Natalie] um Hülfe anzuflehen, als diese..herzuritt GWB22,43,2 Lj IV 6~GWB52,198,2 ThS VI 1 GWB24,287,16 Wj II 3 Mann v50Jahren GWB18,242,18 Märchen
uö usuell ‘das s-e Geschlecht’ für die Frauen, ‘jds s-e Hälfte’ für die Ehefrau, Gefährtin, auch ‘die hohe und s-e Welt’ für die Gesellschaft der Vornehmen u Schönen oä [
der sächsische Offizier zu Goethe:] Sie haben die Mine, nicht unbekanndt unter dem s-en Geschlecht zu seyn GWBB1,187,8 KSchönkopf 31.1.69 [
Marienbad] Auf einem gestern von unserm gnädigsten Herrn gegebenen..Hausball war die hiesige ganze, hohe und s-e Welt versammelt GWBB37,132,20 Hzgin Louise 24.7.23 K GWB32,233,26 ItR RömKarn GWB2,119 Singet nicht in Trauertönen 6
uö allg vom Menschen im Hinblick auf entwicklungsgeschichtliche od biographische Zusammenhänge; wiederholt bei Betonung des Vorübergehenden, eng Befristeten das letzte Product der sich immer steigernden Natur ist der s-e Mensch..genau genommen kann man sagen, es sei nur ein Augenblick, in welchem der s-e Mensch
s. sei GWB46,28,22 u 29,2u3 Winckelm Nur äußerst kurze Zeit kann der menschliche Körper
s. genannt werden GWB45,268,11 Diderot,Malerei GWBGespr(He2,158) Riemer 23.(20.?)11.06 [
Zit s v Schönheit Pkt A1aα]
zugl bei Akzentuierung des inneren Wertes; in Berührung mit Pkt B1 [
betr Nachbildung von Raphaels Schädel] sende ich die Exuvien eines der s-sten Menschen, in jedem Sinne, die gelebt haben GWBB18,54,19 Blumenbach 19.11.93 [
Epimetheus, über die veränderte Erscheinung Pandoras in der Schwangerschaft:] Ihr Antlitz, angeschaut allein, höchst s-er war's,|Dem sonst des Körpers Wohlgestalt wetteiferte;|Auch ward es rein der Seele klar gespiegelt Bild GWB50,329 Pand 686 GWB24,348,14 Wj II 5
uö ―
von bestimmten Körperteilen; mehrf speziell iSv liebreizend, lieblich, grazil; vereinzelt ‘s-e Glieder’ mBez auf jds Körper; gelegentl im bildhaften Vergl bzw im Bild Ihre [
Mignons] Bildung war nicht regelmäßig, aber auffallend; ihre Stirne geheimnißvoll, ihre Nase außerordentlich
s. GWB21,154,7 Lj II 4~GWB51,214,6 ThS III 4 Wie glühst du nach dem s-en Munde,|Der bald verstummt und nichts versagt GWB1,50 Brautnacht 11 Philine hatte sie [
die Pantöffelchen] von der Gräfin zum Geschenk erhalten, einer Dame, deren s-er Fuß berühmt war GWB22,167,3 Lj V 5 Im Schatten sah ich|Ein Blümchen stehn,|Wie Sterne leuchtend,|Wie Äuglein
s. GWB1,25 Gefunden 8 Das Wort ist ein Fächer! Zwischen den Stäben|Blicken ein paar s-e Augen hervor.|..Er verdeckt mir zwar das Gesicht,|Aber das Mädchen verbirgt er nicht,|Weil das S-ste was sie besitzt,|Das Auge, mir in's Auge blitzt GWB6,42 Div Wink 5u9 GWB1,46 Lebendiges Andenken 13u14 GWB5
2,350 Das Tagebuch 182
uö β
von Tieren od Tierarten; wiederholt iSv stattlich, kräftig In dieser Kluft befand sich die s-e grüne Schlange GWB18,227,17 Märchen [
Ferdinand zu Egmont:] Es ist ein s-es Pferd das eure Leute gebracht haben euch abzuholen GWB8,271,24 Egm IV GWB36,377,19 RedeStiftgFalkenorden 1816
uö im definitorischen, allg Zshg; einmal mBez auf die zweckmäßige Körpergestalt; auch in Berührung mit Pkt A1aα Damit..ein Thier nur die nothwendigen..Bedürfnisse..befriedigen könne, muß es schon vollkommen organisirt seyn..Wir nennen ein Thier
s., wenn es uns den Begriff giebt, daß es seine Glieder nach Willkür brauchen könne..S. nennen wir ein vollkommen organisiertes Wesen, wenn wir uns bei seinem Anblicke denken können, daß ihm ein mannichfaltiger freyer Gebrauch aller seiner Glieder möglich sey GWBN(GOETHE14/15,144 u 145) Schönheit organ Naturen GWBN8,241,2 FossStier γ
von Pflanzen bzw Pflanzenarten; wiederholt iSv üppig-prächtig; gelegentl in Berührung mit Pkt E2 S. erhebt sich der Aglei GWB1,345 VierJahresz Frühling 6(652) In Sicilien..wie
s. steht da der Waitzen, die Gerste! gleichsam in ihrem natürlichen Zustande GWBB8,248,16 Bohl 18.8.87 [
betr AHumboldts ‘Ideen zu einer Physiognomik der Gewächse’] alles das Beste und S-ste, was man von Vegetation jemals unter freiem und schönem Himmel gesehen, wird wieder in der Seele lebendig GWBN7,94,19 Rez:AHumboldt GWB31,155,26 ItR GWB31,157,6 ItR
uö im bildhaften Zshg; einmal mit der Konnotation fett [
Mephisto zu Faust:] Laß alles Sinnen sein..ein Kerl, der speculirt,|Ist wie ein Thier, auf dürrer Heide|Von einem bösen Geist im Kreis herum geführt,|Und rings umher liegt s-e grüne Weide GWB14,87 Faust I 1833 GWB1,164 Das Veilchen 9 δ
von Gestein bzw Edelstein; wiederholt iSv erlesen [
betr krystallisierten Speckstein] ich habe selbst nur ein einziges Stück, das so
s. ist, daß ich mich nicht davon trennen kann GWBB11,49,5 FStein [Korr B30,259] Herr v. Eschwege, aus Brasilien kommend, bey uns vorüber reisend, hat sehr s-e Demant-Crystalle bey unserem Fürsten zurückgelassen GWBB35,248,13 Leonhard 18.1.22 K GWBB34,78,23 Knoll 8.1.21
uö ε
von einer Landschaft, einer Stadt, einem Land; meist iSv malerisch, imposant; wiederholt ‘unendlich/unaussprechlich/unsäglich s.’; gelegentl ‘s-e Natur’ als Gegenstand bildkünstlerischer Darstellung; mehrf in Berührung mit Pkt C1 [
Bernardo:] kam ich in das s-e Thal, wo der kleine Fluß lieblich im Morgennebel hinunter wallte; ich ritt über die Furt, und sollte nun quer weiter meinen Weg. Da war's nun, wie ich hinab sah, gar zu
s.! gar zu
s. das Thal hin GWB38,86,12u16 ErwElm
1 [
Leonore zu Tasso:] Soll ich dir rathen, so begibst du dich|Erst nach Florenz..du weißt es selbst,|Welch einem Fürsten du dich nahen wirst [
Francesco de' Medici] ,|Und welche Männer diese s-e Stadt|In ihrem Busen hegt GWB10,203 Tasso 2423 [
Iphigenie:] mein Verlangen steht hinüber nach dem s-en Lande der Griechen GWB39,323,11 Iph
1 I 1 GWBB3,206,17 Merck 11.1.78 GWB31,74,28 ItR GWB46,125,12 Hackert
uö(häufig) mehrf ‘s-e Aussicht/Ansicht/Umsicht’, ‘s-er (An-)Blick’ uä Morgen will ich auf den Craynberg wo eine s-e Aussicht ist, und ein alt Schloss GWBB5,299,5 ChStein 6.[4.82] Um 8 Uhr von Eger ab, s-er Blick ins Franzensbrunner Thal von der Höhe GWBT4,215,25 v 29.6.11 GWB18,321,7 Nov GWB36,138,3 TuJ 1818 GWB19,232,22 BrSchweiz II
uö ―
mBez auf die Welt als Ganzes; gelegentl in bildhafter Vorstellung; auch ‘s-e Welt’ [
Lynkeus, von der Schloßwarte singend:] Ich blick' in die Ferne,|Ich seh' in der Näh|Den Mond und die Sterne,|Den Wald und das Reh.|So seh' ich in allen|Die ewige Zier,|..Ihr glücklichen Augen|Was je ihr gesehn,|Es sei wie es wolle,|Es war doch so
s.! GWB15
1,302 Faust II 11303 [
Harfner:] Ihm [
dem schuldig Gewordenen] färbt der Morgensonne Licht|Den reinen Horizont mit Flammen,|Und über seinem schuld'gen Haupte bricht|Das s-e Bild der ganzen Welt zusammen GWB22,13,6 Lj IV 1=GWB5
1,25 Wer nie sein Brot 12 GWB3,128 WTischbeins Idyllen 155
uö(selten) ζ
von einem Himmelsphänomen, -körper; mBez auf ein Gestirn auch iSv hell, leuchtend, strahlend die sogenannten Windbäume, die leichteste und s-ste Art von Cirrus GWBN12,64,23 BaromSchwankungen Auf einmal schien die Sonne durchzudringen,|Im Nebel ließ sich eine Klarheit sehn.|..Wie hofft' ich ihr den ersten Gruß zu bringen!|Sie hofft' ich nach der Trübe doppelt
s. GWB1,4 Zueignung [1784] 22 [
Castel Vetrano] zu Mitternacht wach' ich auf und erblicke über mir..einen Stern so
s., als ich ihn nie glaubte gesehen zu haben..eine Lücke im Dach..einer der s-sten Sterne des Himmels war in jenem Augenblick durch meinen Meridian gegangen GWB31,156,17u24 ItR GWBB6,42,15 ChStein 21.8.82 GWBT1,44,20 v 28.8.77
uö im bildhaften Vergl bzw im Bild Lieb', o Liebe!|So golden
s.,|Wie Morgenwolken|Auf jenen Höhn! GWB1,72 Wie herrlich leuchtet 14 GWB42
1,428,27 AndenkByrons Plp
uö(selten) η
von Farbe; wiederholt iSv rein; auch in Berührung mit Pkt F Bei klarer Sonne eine dunstreiche Atmosphäre, daher die beschatteten Felsenwände von Sorrent vom s-sten Blau GWB31,81,13 ItR GWBN11,373 MuR(1275) GWBN1,310,9 FlD 765
uö θ
von etw handwerklich Gefertigtem, bes Kleidung; meist iSv schmuck, elegant; gelegentl in den Vbdgn ‘etw kleidet s.’, ‘jd ist s. geputzt’; wiederholt (poetisch) in Fokusstellung; auch in Berührung mit Pkt 1b u C S. in Kleidern muß ich kommen,|..Weil es heute Festtag ist GWB1,91 An Mignon 19 [
die mit kostbaren Gewändern gekleidete Eugenie zur Hofmeisterin:] tret' ich so nicht
s. umgeben auf? GWB10,296 NatT 1057 Ein Tulbend war das Band, das Alexandern|In Schleifen
s. vom Haupte fiel..|Der s-ste Schmuck ist stets der Musselin GWB6,155 Vs 6u12 DivSuleika S. und köstlich ist die Gabe,|Wohlenträtselt das Verlangen [
betr einen von Marianne übersandten Kamm] GWB6,298 Vs 1 DivNachl [
alter Bauer zu Faust:] Herr Doctor..nehmet..den s-sten Krug,|Den wir mit frischem Trunk gefüllt GWB14,52 Faust I 985 GWB30,24,9 ItR GWB26,150,19 DuW 3
uö b
speziell als Eigenschaft bestimmter künstlerischer Hervorbringungen; auch mit der Konnotation des Harmonischen, Wohlproportionierten α
im Bereich der bildenden Künste; mBez auf bestimmte künstlerische Werke; einmal ‘s-stes Gleichmaß’ [
betr Andrea del Sartos ‘Maria mit Kind u Johannes’] Es ist ein unglaublich
s. Bild, man hat keine Idee von so etwas, ohne es gesehn zu haben GWB32,33,15 ItR Torso eines Apolls, oder Bacchus [
eigentlich eines ruhenden Dionysos, vermutlich griech Original aus dem frühen 3. Jh vChr] ..ich bin selbst geneigt, diesen Rest für das S-ste zu halten, was ich je gesehn habe GWB32,35,23 ItR gab..Bologna..zu verstehen: es sei gut, wenn Seine Majestät ihn nach Rom gehen ließe, und ihn daselbst..dergestalt empfähle, daß er die s-sten [
belle] vorzüglichen Alterthümer, den Laokoon, die Cleopatra, die Venus, den Commodus, die Zigeunerin und den Apoll abgießen könnte GWB44,106,5 Cell III 8 er [
Monocäus] hat mit blankem Schwert die Seite durchbohrt..Wie Schade um den herrlichen jungen Mann! Sein kräftiger Körperbau..Vom s-sten Gleichmaß Rippen und Lenden GWB49
1,79,26 Philostrat GWB34
2,17,26 KuA Plp GWB47,228,5 Üb:Raffael,Christus u 12Apostel
uö(häufig) vereinzelt in den adv Fügungen ‘s. geschnitten/gedrechselt/versilbert’ ua Prinz Carl, welcher mir ein
s. geschnittenes Glas verehrte GWBT13,215,15 v 5.2.32 GWB50,227 HermDor V 136 GWB26,35,3 DuW 1 GWB47,354,28 Üb:Frz satirKupferst
uö(selten) wiederholt in den Fügungen ‘s-e Formen/Motive’ od ‘s-e Wirkung’; einmal in Hypallage: ‘s-er Pinsel’ [
betr Andrea Mantegnas ‘Triumphzug Cäsars’] Vasari, indem er diese Bilder über alles erhebt, was Mantegna je gearbeitet..hat einzelne, sehr s-e Motive verkannt und mißgedeutet GWBB33,105,12 Noehden [9.7.20] K Ganymed vom Jupiter entführt|Rembrandt.|S-er Pinsel.|Eines seiner besten GWB47,371,24 DresdnGalerie GWB49
1,26,15 Neudt relig-patriotKunst [Meyer/G] GWBB9,251,20 Meyer 13.3.91
uö zur Kennzeichnung von hervorragender, höchster künstlerischer Darstellungsweise in den Vbdgn ‘s-e Manier/Art’, ‘der s-e Stil’ fuhr ich fort, mich nach der s-en Manier [
bella maniera] des Michelagnolo zu bilden GWB43,39,5 Cell I 3 [
mBez auf Winckelmanns Periodisierung der griech Kunst] zur Zeit des s-en Stils, um die Zeit des Praxiteles GWBN3,85,16 FlH II [Meyer] Wenn ich aber nicht irre, so ist sie [
die Minerva im Palast Giustiniani] von jenem hohen strengen Stil, da er in den s-en übergeht, die Knospe, indem sie sich öffnet GWB30,251,18 ItR~GWBB8,131,6 Weim Freunde 13.1.87 [
für: bello] GWB44,36,9 Cell III 4
uö(selten) in allg Betrachtung; im Hinblick auf den zentralen Stellenwert in der bildenden Kunst (iUz Dichtung), auf den Menschen als bedeutendsten Gegenstand der Gestaltung ua; auch sich mit Pkt A5b berührend; wiederholt ‘s-er Schein’, ‘s-e Wirklichkeit’ (in Kennzeichung des Kunstwahren) [
betr Lessings ‘Laokoon’] der Unterschied der bildenden und Redekünste..Der bildende Künstler sollte sich innerhalb der Gränze des S-en halten, wenn dem redenden..auch darüber hinauszuschweifen vergönnt wäre. Jener arbeitet für den äußeren Sinn, der nur durch das S-e befriedigt wird, dieser für die Einbildungskraft, die sich wohl mit dem Häßlichen noch abfinden mag GWB27,164,21u25 DuW 8 Nach meiner Überzeugung ist die höchste Absicht der Kunst menschliche Formen zu zeigen, so sinnlich bedeutend und
s. als möglich ist GWBB9,109,4 Meyer 27.4.89 Der [
künstlerische] Gegenstand..und die Art ihn vorzustellen, sind den sinnlichen Kunstgesetzen unterworfen, nämlich der Ordnung, Faßlichkeit, Symmetrie..wodurch er für das Auge
s., das heißt, anmuthig wird.. ..[
über die ‘Laokoon’-Gruppe] daß man das Werk
s. nennen müsse, wird wohl niemand bezweifeln, welcher das Maß erkennt, womit das Extrem eines physischen und geistigen Leidens hier dargestellt ist GWB47,103,7u24 ÜbLaokoon Die Kunst ist [
historisch gesehen] lange bildend, eh' sie
s. ist, und doch so wahre, große Kunst, ja oft wahrer und größer als die s-e [ S-e
Var] selbst..Diese charakteristische Kunst ist nun die einzige wahre GWB37,148,23u25 Von dtBaukunst 1773 [
Oheim zum Charakteristiker u zum Philosophen:] Lassen Sie den Gegenstand characteristisch, lassen Sie die Behandlung
s. seyn, dann werden sich beyde Partheien an Kunstwerken erfreuen GWB47,335,21 Samml 6 Plp GWB45,269,2u4 Diderot,Malerei GWB47,195,4 u 196,18 Samml 8 GWB49
1,127,27 Philostrat GWB48,147,19 TänzerinGrab~GWBB22,364,20 Sickler 28.4.12 K
uö β
im Bereich der Architektur; wiederholt in allg Betrachtung; auch im Bild; je einmal ‘notwendig s.’ u subst in Beziehung zum ‘Erhabenen’ [
Vicenca] Das Olympische Theater ist ein Theater der Alten im Kleinen realisirt und unaussprechlich
s. GWB30,78,2 ItR Wenigen ward es gegeben, einen Babelgedanken in der Seele zu erzeugen, ganz, groß, und bis in den kleinsten Theil nothwendig
s., wie Bäume Gottes.. ..[
Erwins ‘Genius’, über das Straßburger Münster:] Wie über dem Haupteingange..sich der weite Kreis des Fensters öffnet..wie hoch darüber der Glockenplatz die kleineren Fenster forderte! das all' war nothwendig, und ich bildete es
s. GWB37,140,3 u 146,12 Von dtBaukunst 1773 Sie [
die Baukunst] erweckt und entwickelt den Sinn fürs Erhabene, zu dem sie sich überhaupt mehr neigt als zum S-en GWB47,306,35 ÜbDilettantism Schema 1799 [G/Schiller] GWB31,218,8 ItR GWB27,48,20 DuW 6
uö γ
im Bereich von Park- u Gartenkunst; einmal terminol ‘s-e Gartenkunst’ Charlotte..verzieh dem Gehülfen..die etwas unerfreuliche Prophezeiung, wie es dereinst ihrem lieben s-en Park ergehen könne [
daß er von ihrem Sohn vernachlässigt würde] GWB20,297,4 Wv II 8 GWB53,177,27 Üb verschZweige hiesigerTätigk [1795]
uö(selten) δ
im Bereich des Tanzes; auch in allg Betrachtung Die s-e Beweglichkeit der Übergänge, die wir an solchen Künstlerinnen bewundern, ist hier [
auf der ersten Grabtafel] für einen Moment fixirt, so daß wir das Vergangene, Gegenwärtige und Zukünftige zugleich erblicken GWB48,144,20 TänzerinGrab S-e anständige körperliche Bewegung, an die Würde der Plastik, an die Lebendigkeit der Mahlerei erinnernd, haben eine Kunstgattung für sich begründet GWB40,117,16 ÜbProserp GWB51,202,2 ThS III 2 GWB47,304,9 ÜbDilettantism Schema 1799 [G/Schiller]
uö(selten) ε
im Bereich der Kalligraphie So weit bracht' es Muley, der Dieb,|Daß er trunken s-e Lettern schrieb GWB6,202 Vs 2 DivSchenk GWB6,153 Vs 3 DivSuleika [Marianne?/G] ―
mit Zurücktreten des künstlerischen Aspekts; wiederholt ‘s-e Hand(schrift)’ Das Kind [
Mignon] ..hatte seinen väterlichen Freund [
Wilhelm] das Geschriebene zu corrigiren und ihr Anleitung zu einer s-en Hand zu geben gebeten GWB52,73,14 ThS IV 13 GWB27,210,6 DuW 8 GWB4,22 Als der Knabe 5
uö 2
im Zshg von musikalisch-akustischer Wahrnehmung iSv wohlklingend, melodisch; auch im Ausruf Es entwickelte sich in ihm [
EGenast] eine sehr s-e Baßstimme GWBB27,257,10 Willemer 7.12.16 K [
Vater, über Phones Gesang:] S., allerliebst! Ja so lass' ich mir's gefallen GWB13
1,51,1 Was wir bringen [1802] Felix hatte..sehr
s. phantasirt [
am Klavier] GWBT10,29,19 v 13.3.25 [
Venedig] Kirche der Mendicanti..Die Frauenzimmer führten ein Oratorium..auf..die Musik sehr
s., und herrliche Stimmen. Ein Alt sang den König Saul..einige Stellen der Musik waren unendlich
s. GWB30,113,11u15 ItR~GWBT1,252,26 u 253,1 1.10.86 GWB32,40,18u19 ItR GWB9,29 LauneVerl 388 GWB23,202,14 Lj VIII 5
uö im Bild [
Prinzessin zu Tasso, über Antonio:] Laß uns mit ihm nur wenig Tage leben,|So stimmen sich die Saiten hin und wieder,|Bis glücklich eine s-e Harmonie|Auf's neue sie verbindet GWB10,137 Tasso 774 GWB10,181 Tasso 1867 3
im Zshg von olfaktorischer Wahrnehmung iSv anheimelnd, fein [
Graf:] Das gute Veilchen schätz' ich sehr:|Es ist so gar bescheiden|Und duftet so
s. GWB1,174 Blümlein Wunderschön 66 4
im Zshg von poetisch-imaginativer Wahrnehmung, Gestaltungsart iSv poesievoll, inhaltlich u formal übereinstimmend; von einer originär dichterischen Behandlungsweise, einem bestimmten literarischen Werk, seiner Struktur; auch im Bild; wiederholt ‘s-e Anlage/Ausführung’, ‘s-e Motive’ uä, einmal ‘s-e Dichtart’ (mBez auf den Hexameter) [
Aurelie, über den Souffleur:] Er wird..bei gewissen Stellen so gerührt, daß er heiße Thränen weint..es sind..nicht die sogenannten rührenden Stellen, die ihn in diesen Zustand versetzen; es sind..die schönen Stellen, aus welchen der reine Geist des Dichters gleichsam aus hellen offenen Augen hervorsieht GWB22,170,15 Lj V 6 [
über Schillers ‘Jungfrau von Orleans’] das Stück..ist so brav, gut und
s. daß ich ihm nichts zu vergleichen weiß GWBB15,216,16 Schiller 20.4.01 [
Leonore, mBez auf Tasso:] jener [
Lorbeer-] Kranz um unsers Jünglings Haupt|..Für..seine s-e Dichtung [
‘Das befreite Jerusalem’] GWB10,187 Tasso 2023 [
das Lied] Wenn ich ein Vöglein wär'..Einzig
s. und wahr GWB40,347,15 Üb:Wunderhorn Die Spinne und der Käfer..sind Stücke, deren s-e Anlage und Ausführung man bewundern muß GWB40,300,18 Üb:Hebel,Ged GWB41
2,40,10 Eurip,PhaethonVersuch GWB35,183,14 TuJ 1804
uö wiederholt in allg Betrachtung; in Hinsicht auf das klassische Konzept der Darstellung (scheinbar) fernliegender Themen, auf die spezifische Einheit mit dem Erhabenen in der griech Dichtung ua habe ich seit vielen Jahren darauf gehalten, daß man selbst das Nahe in eine solche Ferne rückt, damit es auch als
s. empfunden werden könne, wie die Gelegenheitsgedichte bezeugen, die theils von mir, theils von Schillern verfaßt worden GWBB24,240,21 Peucer 4.5.14 Das ist dagegen das Eigne der griechischen Dichtkunst, daß sie sich einer löblichen menschlichen Fassungskraft hingibt und gleichstellt; das Erhabene verkörpert sich im S-en GWBB43,165,4 Boisserée 11.11.27 alles wahrhaft s-e und gute der ächten Poesie wird durch den überhandnehmenden Dilettantism profaniert..und entwürdigt GWB47,312,29 ÜbDilettantism Schema 1799 [G/Schiller] GWB47,167,24 Samml 6 [
Zit s v Schönheitsprinzip] 47,312,20 ÜbDilettantism Schema 1799 [G/Schiller]
uö von (reimhaft-)poetischer Sprechweise [
Helena, nachdem Lynceus in Reimen gesprochen hatte:] So sage denn, wie sprech' ich auch so
s.? [
Faust:] Das ist gar leicht, es muß von Herzen gehn.. GWB15
1,214 Faust II 9377 ―
in terminol Fügung: ‘s-e Literatur’ für Erzeugnisse der Dichtkunst, ‘s-e Redekünste’ für Poesie u Prosa sowie ‘s-e Wissenschaften’ für die mit Bildungsgegenständen jenseits der Wissenschaft im engeren Sinne befaßte, insbes auf die Besserung, Veredlung des Menschen gerichtete Literatur Wenn eine Gesellschaft deutscher Männer sich zusammen begab, um besonders von deutscher Poesie Kenntniß zu nehmen, so war dieß..höchst wünschenswerth, indem diese Personen sämmtlich..von dem übrigen deutschen Literatur- und Staatswesen..unterrichtet, sich gar wohl die schöne Literatur zur geistreich-vergnüglichen Unterhaltung auswählen..durften GWBB46,143,14 Hitzig 11.11.29 Näher aber lag denen, welche sich mit deutscher Literatur und s-en Wissenschaften abgaben, die Bemühung solcher Männer, die, wie Jerusalem, Zollikofer, Spalding, in Predigten und Abhandlungen durch einen guten und reinen Stil, der Religion und der ihr so nah verwandten Sittenlehre, auch bei Personen von einem gewissen Sinn und Geschmack, Beifall..zu erwerben suchten GWB27,99,20 DuW 7 GWB7,115,14 DivNot
uö ―
mBez auf einen dem dichterischen Schaffen analogen demiurgischen Akt Allerlieblichste Gestalt|Hehren Jünglings, den des Gottes|Uranfänglich s-es Denken|Aus dem ew'gen Busen schuf GWB3,10 PariaLegende 23 5
(im Anschluß an Pkt A1-A4) in mehr od weniger übergreifendem, abstrahierendem, allg Gebrauch als hoher, zentraler Wert; weit überwiegend in reflektierendem Kontext; häufig subst a
von der (lebendigen) Erscheinungsvielfalt der Natur bzw ihrer Ganzheit; definitorisch alle lebendig existirende Dinge..den Eindruck..den sie so wohl einzeln als in Verbindung mit andern auf uns machen, wenn er nur aus ihrem vollständigen Dasein entspringt, nennen wir wahr und wenn dieses Dasein theils auf eine solche Weise beschränkt ist, daß wir es leicht fassen können, und in einem solchen Verhältniß zu unsrer Natur stehet, daß wir es gern ergreifen mögen, nennen wir den Gegenstand
s. GWBN11,318,11 StudSpinoza [1784/85]
unter wesentlichen Aspekten: im Zshg des In-Erscheinung-Tretens von Naturgesetzen, von Widersprüchlichkeit, Komplexität der natürlichen Zusammenhänge ua; auch ‘das objektiv/höchste S-e’, ‘das sinnliche/sinnlich faßliche S-e’ Das S-e ist eine Manifestation geheimer Naturgesetze, die uns ohne dessen Erscheinung ewig wären verborgen geblieben GWB48,179,2 MuR(183) Zum S-en wird erfordert ein Gesetz das in die Erscheinung tritt. Beispiel von der Rose. In den Blüthen tritt das vegetabilische Gesetz in seine höchste Erscheinung, und die Rose wäre nun wieder der Gipfel dieser Erscheinung..Das Gesetz, das in die Erscheinung tritt..bringt das objectiv S-e hervor, welches freilich würdige Subjecte finden muß, von denen es aufgefaßt wird GWB48,204,16 u 205,3 MuR(1345u1346) [
in Charakterisierung der ‘Natur’] Kraft, die Kraft verschlingt..tausend Keime zertreten, jeden Augenblick tausend geboren, groß und bedeutend..
s. und häßlich, gut und bös, alles mit gleichem Rechte neben einander existirend GWB37,210,14 FGA Sulzer,SchöneKünste [G/Merck] Warum ist die Natur immer
s.? Überall
s.? Überall bedeutend? Sprechend! GWB37,316,24 Falconet Jedes schöne Ganze der Kunst ist im Kleinen ein Abdruck des höchsten S-en, im Ganzen der Natur..Der Sinn für das höchste S-e in dem harmonischen Bau des Ganzen, das die vorstellende Kraft des Menschen nicht umfaßt, liegt unmittelbar in der Thatkraft selbst GWB47,86,9u14 Üb:Moritz,Nachahmg dSchönen Die Natur ist
s., bis an eine gewisse Gränze. Die Kunst ist schön durch ein gewisses Maß. Die Naturschönheit ist den Gesetzen der Nothwendigkeit unterworfen, die Kunstschönheit den Gesetzen des höchstgebildeten menschlichen Geistes GWB48,137,1 NeueUnterhaltgn übGegenstände bildKunst GWB1,350 VierJahresz 35(565) [
Zit s v Schönheit Pkt A4a] B20,27,8 Jacobi 7.3.08 [
Zit Pkt B1] 45,255,3 Diderot,Malerei [
Zit s v Schönheit Pkt A4a] Gespr(FfA II 12,578,33) Eckermann 5.6.26 32,307,2u7u8u9 ItR KPhMoritz,Nachahmg dSchönen [Moritz]
uö b
von der Kunst, den Künsten; insbes im Zshg der klassischen Konzeption vom autonomen Kunstwerk, von erzieherischer Einwirkung, der (in bestimmtem Maße) modellhaften Bedeutung der bildenden Kunst für Goethes ästhetisches Denken ua; auch im bildhaften Zshg Was uns allein zum wahren Genuß des S-en bilden kann, ist das, wodurch das S-e selbst entstand: ruhige Betrachtung der Natur und Kunst als eines einzigen großen Ganzen..Diese Betrachtung muß..ihren Endzweck desto sicherer erreichen, indem er keinen Zweck außer sich zu haben scheint. Auf diese Weise entstand das S-e, ohne Rücksicht auf Nutzen, ja ohne Rücksicht auf Schaden, den es stiften konnte GWB47,88,12u13u22 Üb:Moritz,Nachahmg dSchönen [
betr die von ELChvSpiegel angelegten Parkanlagen südlich von Halberstadt] ein Tummelplatz häßlicher Creaturen..Da fiel es denn recht auf, wie nöthig es sei in der Erziehung die Einbildungskraft nicht zu beseitigen sondern zu regeln, ihr durch zeitig vorgeführte edle Bilder Lust am S-en, Bedürfniß des Vortrefflichen zu geben GWB35,243,24 TuJ 1805 lassen Sie mich..von Sculptur und Mahlerey besonders ausgehen, um zu fragen, was denn der Künstler zu thun habe, damit..der Zuschauer endlich doch das Ganze sehe, und ausrufe: es ist
s.! GWBB18,66,5 Schiller [8./19.10.94] K [Korr Gräf/Leitzm 1,21] Wie ich ein Todfeind sey von allem Parodiren und Travestiren hab ich nie verhehlt; aber nur deswegen bin ich's, weil dieses garstige Gezücht das S-e, Edle, Große herunterzieht um es zu vernichten GWBB38,171,17 Zelter 26.6.24 sagte er [
Goethe, im Zshg eines Gesprächs über zeitgenössische Musik] , das echte S-e ginge nie unter, sondern lebe immer in der Brust weniger Guter wie das Vestalische Feuer unauslöschlich fort GWBGespr(He2,442) Baudissin 23.5.09 GWB48,137,2 NeueUnterhaltgn übGegenstände bildKunst [
Zit Pkt A5a] 47,87,27 u 88,5 Üb:Moritz,Nachahmg dSchönen 15
1,47 Faust II 5695
uö terminol: ‘s-e Künste’, als (zur Zeit der frz Aufklärung vollzogene) Zusammenfassung der (den mechanischen nicht zugehörigen) Kunstgattungen („beaux arts”) Die s-en Künste der Grundartikel Sulzerischer Theorie. Da sind sie denn..wieder alle beisammen, verwandt oder nicht..Mahlerei und Tanzkunst, Beredsamkeit und Baukunst, Dichtkunst und Bildhauerei GWB37,207,20 FGA Sulzer,SchöneKünste [G/Merck] Sie wollen euch glauben machen, die s-en Künste seien entstanden aus dem Hang, den wir haben sollen, die Dinge rings um uns zu verschönern. Das ist nicht wahr! GWB37,148,18 Von dtBaukunst 1773 GWB47,166,17 Samml 6
uö ―
‘s-er Geist’ für eine kunstinteressierte, -schaffende Person, Schöngeist; auch pl; wiederholt mit iron Einschlag; in Berührung mit Pkt B1 Er [
JHMerck] fühlte..einen gewissen dilettantischen Productionstrieb, dem er um so mehr nachhing, als er sich in Prosa und Versen leicht und glücklich ausdrückte, und unter den s-en Geistern jener Zeit eine Rolle zu spielen gar wohl wagen durfte GWB28,96,21 DuW 12 Ein junger Mensch [
Werther] , ich weiß nicht wie,|Starb einst an der Hypochondrie|Und ward denn auch begraben.|Da kam ein s-er Geist [
auf FNicolai anspielend] herbei,|Der hatte seinen Stuhlgang frei,|Wie's denn so Leute haben.|Der setzt' nothdürftig sich auf's Grab,|Und legte da sein Häuflein ab GWB5
2,279 Freuden des jgWerthers 4 GWB33,325,20 BelagergMainz GWB38,155,13 Claud
1 uö c
die Gesamtheit von Natur u Kunst, den Weltzshg umfassend; definitorisch bei Akzentuierung von ‘Tätigkeit’ u ‘Vollkommenheit’ Das S-e..sei, so sprach er [
FHemsterhuis] sich aus, wenn wir die größte Menge von Vorstellungen in Einem Moment bequem erblicken und fassen; ich aber mußte sagen: das S-e sei, wenn wir das gesetzmäßig Lebendige in seiner größten Thätigkeit und Vollkommenheit schauen, wodurch wir zur Reproduction gereizt uns gleichfalls lebendig und in höchste Thätigkeit versetzt fühlen.. GWB33,234,11u14 Camp
unter wesentlichen Aspekten: mit Betonung des Urphänomenalen, im Hinblick auf höchste Werthaftigkeit, Autonomie ua, auch auf das Verhältnis zum ‘Wahren’, ‘Vernünftigen’, ‘Guten’, ‘Edlen’, ‘Nützlichen’ ua; wiederholt im Bild Das S-e ist ein Urphänomen, das zwar nie selber zur Erscheinung kommt, dessen Abglanz aber in tausend verschiedenen Äußerungen des schaffenden Geistes sichtbar wird GWBGespr(FfA II 12,598,6) Eckermann 18.4.27 Wenn wir..durch alle Stufen hinaufsteigen, so finden wir das S-e auf dem Gipfel aller Dinge, das wie eine Gottheit beglückt und elend macht, nützt und schadet, ohne daß wir sie deßwegen zu Rechenschaft ziehen können noch dürfen GWB47,89,4 Üb:Moritz,Nachahmg dSchönen [
im Zshg des Verzichts auf den Verzehr wohlschmeckender Früchte] wir sollen das S-e kennen, wir sollen es mit Entzücken betrachten und uns zu ihm, zu seiner Natur zu erheben suchen; und um das zu vermögen, sollen wir uns uneigennützig erhalten, wir sollen es uns nicht zueignen.. ..Sind wir denn nicht gemacht das S-e rein zu beschauen, ohne Eigennutz das Gute hervor zu bringen? GWB19,202,10 u 216,11 BrSchweiz I [
Thales, im Angesicht von Galatees Muschelfahrt:] Heil! Heil!..|Wie ich mich blühend freue,|Vom S-en, Wahren durchdrungen...|Alles ist aus dem Wasser entsprungen!!|Alles wird durch das Wasser erhalten! GWB15
1,174 Faust II 8434 GWBGespr(FfA II 12,601,22) Eckermann 18.4.27 GWB47,84,19 u 85,6u8u12 Üb:Moritz,Nachahmg dSchönen GWB5
1,309 Tab vot 30(191) [
Zit s v Schönheit Pkt A4c] 48,180,7u8u9u11 MuR(376)
uö ―
anknüpfend an die Tradition der Kalokagathia in Berührung mit Pkt B1; einmal ‘das ewig S-e’; meist neben ‘das Gute’, auch neben ‘das Echte/das Ganze/das Wahre’ [
Eintragung in das Stammbuch der Przin MGallitzin2)] Unterschieden ist nicht das S-e vom Guten, das S-e|Ist nur das Gute, das sich lieblich verschleiert uns zeigt GWB5
2,361 Vs 1 [
Goethe sprach vom Tod des Sohnes u der eigenen Erkrankung] In solchen Epochen fühl ich erst recht den Werth eines allgemeinen Wissens, verbunden mit einer besondern Theilnahme an dem Guten und S-en, das die unendlich mannichfaltige Welterscheinung uns darbietet GWBB48,175,16 Loder 7.4.31 Bleibe guter Geist euch hold,|Der im Stillen lehret:|Sich an's Reine zu gewöhnen,|Und im Echten, Guten, S-en|Recht uns einzubürgern GWB4,297 Erwiderung der festlGaben 20 Wollen wir nach deinem Wink|Unabläßlich streben,|Uns vom Halben zu entwöhnen,|Und im Ganzen, Guten, S-en,|Resolut zu leben GWB1,127 Generalbeichte 34 Indessen schritt sein [
Schillers] Geist gewaltig fort|In's Ewige des Wahren, Guten, S-en,|Und hinter ihm, in wesenlosem Scheine,|Lag, was uns alle bändigt, das Gemeine GWB16,166 EpilSchillersGlocke 30 GWB50,344 Pand 1085 GWBN5
2,379,22 Fl Plp [
Zit s v Schönheit Pkt A4c]
uö(selten) B
ethisch: gut, gütig, liebenswürdig, entgegenkommend 1
edel, human, großherzig; gelegentl mit der Konnotation tapfer; auch ‘s-er Tod’ für Heldentod (in Berührung mit Pkt C3) [
Major:] mir sind Beispiele bekannt, daß jene Treffliche [
Makarie] , im Vorhalten eines sittlich-magischen Spiegels, durch die äußere verworrene Gestalt irgend einem Unglücklichen sein rein s-es Innere gewiesen und ihn..zu einem neuen Leben aufgefordert hat GWB24,347,24 Wj II 5 Mann v50Jahren [
vor Goethes Rückkehr aus Italien] Ihre Gesinnungen..sind so
s. und für mich bis zur Beschämung ehrenvoll GWBB8,358,5 CarlAug 17.3.88 [
Richter:] laßt mich vor allen der s-en That noch erwähnen,|Die hochherzig ein Mädchen vollbrachte [
Dorothea rettete die ihr anvertrauten Mädchen vor Plünderern] GWB50,236 HermDor VI 104 Geistige Liebe, sie ist der Seelen seligste Kette,|Wenn sie, merket das wohl, S-es mit S-em vereint GWB5
1,290 XenNachl 145(633) GWB39,324,6 Iph
1 I 1 GWB52,102,10 ThS V 1
uö ‘s-e Seele’, ‘s-es Herz’, ‘s-es Gemüt’, ‘s-er Charakter’ ua, wiederholt metonym für die Person (die ‘s-e Seele’ als exponierte Gestalt in ‘Wilhelm Meisters Lehrjahre’) [
Pylades über Orest:] es wird gar leicht|Durch Freud' und Schmerz..|Sein Innerstes ergriffen..|Ein fieberhafter Wahnsinn fällt ihn an,|Und seine s-e freie Seele wird|Den Furien zum Raube hingegeben GWB10,37 Iph
2 854 Fräulein von Klettenberg..Es ist dieselbe, aus deren Unterhaltungen und Briefen die Bekenntnisse der s-en Seele entstanden sind GWB27,199,17 DuW 8 [
Abschied von Friederike] hier war ich zum ersten Mal schuldig; ich hatte das s-ste Herz in seinem Tiefsten verwundet GWB28,118,19 DuW 12 GWB20,361,26 Wv II 13 GWB18,47,22 Aufgeregten III 1 GWB22,259,2 Lj VI SchöneSeele
uö ‘s-er Kreis’, ‘s-er Bund’ [
Antonio zu Leonore, mBez auf Tasso:] Verwöhnt ihn nur und immer mehr und mehr,|Laßt seine Selbstigkeit für Liebe gelten,|Beleidigt alle Freunde, die sich euch|Mit treuer Seele widmen..zerstöret ganz|Den s-en Kreis geselligen Vertrauns! GWB10,190 Tasso 2109 [
von Humanus verlassene Gemeinschaft von Rosenkreuzern] Damit aber ein so s-er Bund nicht ohne Haupt und Mittelsperson bleibe, wird durch wunderbare Schickung und Offenbarung der arme Pilgrim Bruder Marcus in die hohe Stelle eingesetzt GWB41
1,105,3 Üb:Geheimnisse GWB10,332 NatT 1849 GWB15
1,125 Faust II 7339
uö ‘das sittlich S-e’ für das moralisch Vortreffliche Bey den Alten, in ihrer besten Zeit, entsprang das Heilige aus dem sinnlich faßlichen Schönen..Das Moderne ruht auf dem sittlich S-en, dem, wenn man will, das sinnliche entgegensteht GWBB20,27,10 Jacobi 7.3.08 2
freundlich, nett, auch iSv schmeichelhaft; vereinzelt in Berührung mit Pkt B1 sprang Prinzeßchen..in den Saal, fuhr..auf mich los. „Es ist recht
s., daß Sie Wort halten!” rief sie, „Setzen Sie sich bei Tafel zu mir..” GWB31,43,19 ItR [
in Rom; Aufnahme Goethes in die ‘Arcadia’] Ich mußte mir gar s-e Sachen vorlesen lassen, und ich erhielt den Namen Megalio per causa della grandezza oder grandiosità delle mie opere GWBB8,115,5 FStein 4.1.87 [
alter Bauer zu Faust:] Herr Doctor, das ist
s. von euch,|Daß ihr uns heute [
zur Osterfeier] nicht verschmäht,|Und unter dieses Volksgedräng',|Als ein so Hochgelahrter, geht GWB14,52 Faust I 981
uö 3
herzlich, innig, auch: zärtlich; in der Fügung ‘s. errungen’ iSv auf höchst liebevolle Weise; auch im Bild erhalten [
Sie] mir Ihre so wohlgegründete Freundschaft und Ihre so
s. gefühlte Liebe GWBB11,288,22 Schiller 10.12.96 [
Prinzessin, über Tasso:] er gab sich ganz;|Wie
s., wie warm ergab er ganz sich mir! GWB10,174 Tasso 1687 „Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?|Meine Töchter sollen dich warten
s.;|Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn,|Und wiegen und tanzen und singen dich ein.” GWB1,167 Erlkönig 18 [
Euphorion:] Ich will nicht länger|Am Boden stocken..[
Helena:] O denk'! o denke|Wem du gehörest!|Wie es uns [
Faust u sie] kränke,|Wie du zerstörest|Das
s. errungene|Mein, Dein und Sein GWB15
1,230 Faust II 9733 GWB34
1,118,13 KuARheinMain GWBB5,79,13u15 ChStein 12.3.81 GWB20,54,20 Wv I 4
uö(häufig) im (formelhaften) Ausdruck von Gruß, Bitte, Dank uä; öfter ‘(jdn/jdm) zum s-sten grüßen/bitten/danken’, ‘jdn/jdm auf das s-ste grüßen/danken’; auch in Berührung mit Pkt B2 Und noch s-er von heut an seid mir gegrüßet, ihr Schenken,|..Denn ihr zeigtet mir heute die Liebste begleitet vom Oheim GWB1,253 Vs 303 RömEleg XV Inzwischen leben Sie s-e wohl GWBB1,225,22 KSchönkopf 23.1.70 Für den überschickten Plotin danke zum s-sten GWBB19,53,1 FAWolf 30.8.05 GWBB30,198,10 Voigt [28.8.93? Korr SchrGG54,396] GWBB17,226,26 Eichstädt 12.12.04 GWBB34,278,4 Boisserée 7.6.21 GWB41
2,270,19 Üb:Solger,Nachl uBr
uö(häufig) C
ansprechend, schätzbar 1
angenehm, wohltuend, erfreulich a
von bestimmten Erfahrungen od Gegebenheiten des Lebens, von Ideenhaftem, Geistigem uä; auch in der Vdbg ‘etw ist jdm s.’; im sprichwörtl Ausdruck mit iron Akzent [
Iphigenie zu Orest:] Wie soll ich euch genug mit Freud' und Segen|Empfangen, die ihr mir das Bild der Helden,|Die ich von Eltern her verehren lernte,|Entgegen bringet und das innre Herz|Mit neuer s-er Hoffnung schmeichelnd labet! GWB10,42 Iph
2 948 [
aus Goslar] Hier bin ich nun wieder in Mauern und Dächern des Alterthums versenckt. Bey einem Wirthe der gar viel väterlichs hat, es ist eine s-e Philisterey im Hause, es wird einem ganz wohl GWBB3,191,5 ChStein 4.12.77 [
Philine zu Wilhelm u Serlo:] Bei all eurer Gewissenhaftigkeit, den großen Autor [
Shakespeare] nicht verstümmeln zu wollen, laßt ihr doch den s-sten Gedanken aus dem Stücke..den s-sten, auf den sich Hamlet selbst was zu Gute thut..[
singt:] Singet nicht in Trauertönen|Von der Einsamkeit der Nacht;|Nein, sie ist, o holde Schönen,|Zur Geselligkeit gemacht GWB22,192,14u17 Lj V 10 Alles in der Welt läßt sich ertragen,|Nur nicht eine Reihe von s-en Tagen GWB2,230 Sprichw 148 GWBB5,184,1 ChStein 19.8.81 GWBB6,5,16 ChStein 13.7.82 GWBB2,75,23 Kestner [10.4.73]
uö(häufig) zugl iSv willkommen, wünschenswert, erwünscht immer
s. ist es wenn Sie Ihrerseits fleißig schreiben GWBB46,98,24 Kanzl Müller 11.10.29 [
geplantes Blücher-Denkmal in Rostock] Freylich wäre es
s., wenn der würdige Greis die Aufstellung selbst noch erlebte GWBB26,210,18 Preen 4.1.16 GWBB6,50,10 ChStein 28.8.[82]
uö in der Vbdg ‘viel S-es von jdm/in jds Namen sagen’ iSv Freundliches GWBB22,129,27 JFHSchlosser 10.7.11 GWBB8,20,8 JG u CHerder 2.9.86
uö ―
iron: iSv fein [
erster Knecht:] Ich habe unserm Offizier Wein und Brodt geholt. [
zweiter Knecht:] So, er tuht sich was zu guts vor unserm Angesicht, und wir sollen fasten!
s. Exempel GWB39,95,15 Götz
1 III~GWB8,94 Götz
2 [
Schnaps:] Ihr wollt nichts hören?..Nichts annehmen? [
Märten:] Nein. [
Schnaps, zieht den Säbel:] So wißt! daß ich euch das Verständniß eröffnen werde. [
Märten:] Mit dem Säbel? Das ist eine s-e Manier GWB17,284,24 Bürggeneral 9 GWB14,115 Faust I 2368
uö b
gesteigert: iSv beglückend od glücklich, erfüllend; auch ‘s-ste Augenblicke’, ‘s-e Zeit’ oä die s-sten Augenblicke meines Lebens..mußten mir diese vergnüglichen Bemühungen [
um die Pflanzenmetamorphose] dadurch unschätzbar werden, indem sie Anlaß gaben zu einem der höchsten Verhältnisse, die mir das Glück in spätern Jahren bereitete [
Freundschaft mit Schiller] GWB36,438,1 BiogrEinzh ErsteBekanntsch mSchiller 1794 Plp [
Iphigenie:] Von Jugend auf hab' ich gelernt gehorchen,|..Und folgsam fühlt' ich immer meine Seele|Am s-sten frei [ und diese Folgsamkeit ist einer Seele s-ste Freiheit GWB39,390,11 Iph
1 V 3] GWB10,80 Iph
2 1828 [
Eduard:] Das Glück mit ihr [
Ottilie] war so
s., so wünschenswerth, daß es mir unmöglich blieb, völlig Verzicht darauf zu thun GWB20,344,19 Wv II 12 [
Reineke:] ich habe gesiegt [
über Isegrim] und S-ers [
Reinke de Vos: schonre] verlang' ich|Nichts zu erleben! GWB50,180 ReinF XII 206 Zwanzig Jahre ließ ich gehn|Und genoß was mir beschieden;|Eine Reihe völlig
s.|Wie die Zeit der Barmekiden GWB6,3 DivSäng Motto GWB36,319,20 Zu brüderlAndenkWielands 1813
uö iSv herzerhebend, -erquickend, anrührend So seid denn alle zu Hause glücklich!|Väter, Mütter, Töchter, Söhne, Freunde,|Verwandte, Gäste, Diener! Liebt euch,|Vertragt euch! Einer sorge für den andern!|Dieß s-e Glück, es raubt es kein Tyrann GWB13
1,160 Epil 31.12.91 Vs 42 [
der Adressat hatte die Standuhr aus Goethes Elternhaus als Geburtstagsgeschenk für Goethe gekauft] Euer Königliche Hoheit würden einen so s-en und schwer auszuführenden Gedanken nicht gefaßt haben, wenn Höchst Dieselben nicht vorempfunden hätten, mit welchem Entzücken ich dadurch beseligt werden müßte GWBB44,308,12 Georg vMecklenb 3.9.28 GWB31,47,14 ItR
uö in erotischem Zshg iSv wonnevoll, süß; einmal (in Hypallage) ‘s-es Geheimnis’ Mehr als ich ahndete
s. das Glück es ist mir geworden,|Amor führte mich klug allen Pallästen vorbey.|Ihm ist es lange bekannt, auch hab ich es selbst wohl erfahren|Was ein goldnes Gemach hinter Tapeten verbirgt GWB53,3 Vs 1 RömElegNachtr I Spinne die Parze mir klug langsam den Faden herab;|Aber sie eile herbei, die
s. bezeichnete Stunde! -|Glücklich! Hör' ich sie [
die Geliebte] schon? GWB1,254 Vs 345 RömEleg XV GWB1,261u262 Vs 473u490 RömEleg XX GWB8,237,24 Egm III
uö ―
in Berührung mit Pkt A4: im Hinblick auf das von Faust in seiner großen letzten Vision innerlich Geschaute mit der Konnotation des (auf spannungsreiche Weise) ästhetisch Eindrucksvollen, Großartigen [
Faust, sich die Perspektiven des Landgewinns vorstellend:] Eröffn' ich Räume vielen Millionen,|Nicht sicher zwar, doch thätig-frei zu wohnen.|..Im Innern hier ein paradiesisch Land,|Da rase draußen Flut bis auf zum Rand..|Gemeindrang eilt die Lücke zu verschließen.|..Solch ein Gewimmel möcht' ich sehn,|Auf freiem Grund mit freiem Volke stehn.|Zum Augenblicke dürft' ich sagen:|Verweile doch, du bist so
s.! GWB15
1,316 Faust II 11582 2
kostbar, wertvoll; einmal mit Bezugsverschiebung; auch in Berührung mit Pkt F Daß die Jahre, die zuerst eine s-e Gabe nach der andern bringen, sie alsdann nach und nach wieder entziehen, schien er [
der Major] auf dem Scheidepunct, wo er sich befand, auf einmal lebhaft zu fühlen..alles ließ ihn gewisse körperliche Unbequemlichkeiten empfinden GWB24,309,22 Wj II 4 Mann v50Jahren [
Gottfried, bei sich:] Ich muss dich haben, Weislingen, und deinen s-en Wahgen Güter dazu GWB39,7,25 Götz
1 I Jena's Philister und Professoren|Sagen, es habe keine Noth,|Kotzebue sei zwar mausetodt,|Doch niemand habe sich verschworen.|Sie hoffen an den s-en Pfründen|Doch vor wie nach den Herd zu zünden GWB5
1,197 Jenas Philister 5 GWBT1,107,2 v 22.1.80 GWB16,202 Maskenz Planetentanz 35
uö mBez auf gutes Papier iSv qualitativ hochwertig Ihre Briefe sind auf so
s. velin Papier geschrieben, das uns hier abgeht GWBB22,310,22 JFHSchlosser 31.3.12 GWBB34,36,9 Frommann 9.12.20
uö 3
ehrenvoll, würdig; auch ‘jdm wird der s-e Lohn’ wenn er [
Lucidor] sich..umsah und den Sessel des Oberamtmanns erblickte, ihm zugedacht und bestimmt, einen so s-en Platz, einen so würdigen Wirkungskreis GWB24,158,4 Wj I 9 Wer ist dVerrät GWBN6,270,8 MetamPfl Wirkg 1830
uö(selten) 4
von menschlicher Begabung: bemerkenswert, trefflich, herrlich; in den Vbdgn ‘s-es Talent’, ‘s-e Gabe’, ‘mit s-stem Genie’ uä; bei Berührungen mit den Pkten A1bα, A4 u F Karl Egon Ebert..ein s-es Talent, welches hauptsächlich böhmische Stoffe gewählt..Auch Anton Müller zeigt eine s-e Gabe, solche Stoffe lyrisch zu bearbeiten GWB42
1,50,31 u 51,3 Üb:Monatsschr Böhmen [Varnhagen/G] Möge sein [
PhORunges] s-es Talent [
künstlerisch-] praktisch bethätigen, wovon wir uns beide überzeugt halten [
in der Farbentheorie] GWBN1,361,6 FlD Zugabe [
betr farbige Skizze Tintorettos zu einem Gemälde im Dogenpalast von Venedig] Ein Paradies..oder vielmehr die Krönung Mariä zur Himmelsköniginn in Gegenwart aller Erzväter, Propheten, Heiligen, Engel usw..ein unsinniger Gedancke mit dem s-sten Genie ausgeführt GWBT1,207,28 v 17.9.86 GWB34
1,86,21 KuARheinMain GWB1,314 Vs 152 VenEpigr 33
uö 5
von einem Wohnsitz, einem Quartier: komfortabel, wohnlich, auch iSv bequem, behaglich, gemütlich; einmal iron nuanciert (mit Endungs-e: ‘s-e’) Freilich wer..Geschick und Vermögen hat, kann sich auch hier [
in Neapel] breit und gut niederlassen. So hat sich Hamilton eine s-e Existenz gemacht und genießt sie nun am Abend seines Lebens [
in seinem Sommerhaus Villa Emma am Posillipo mit Blick auf den Golf von Neapel] GWB31,67,19 ItR [
aus Karlsbad] Seit einigen Tagen haben wir abwechselnd Gewitter und Regen, welches uns aber in unserem s-en hohen Zimmerchen nicht rührt GWBB23,27,19 Christiane 24.5.12 Ach sieh! wie s-e pflanzt sich ein|Das Völklein dort im Schattenhain;|..Zäunt jeder sich sein kleines Gut,|Beschneid't die Nägel in Ruh und Fried'|Und singt sein Klimpimpimper-Lied GWB16,4 NeueröffnPuppensp Prol 29 GWBB36,90,3 August 7.7.22
uö 6
von einem bestimmten Nahrungsmittel: schmackhaft, köstlich; speziell von Früchten auch mit der Konnotation reif, prall Brief an die gute Schwester nach Berlin, in welchem..von den s-sten Leckerbissen die Rede ist, von Kaviar, Dorschen, Sandern, Schellfischen, besonders aber Spickgänsen GWBB21,436,22 Eybenberg [10.12.10 Korr B30,276] [
Schnaps, mBez auf Dickmilch:] ich konnte die s-e Milch nicht ausessen GWB17,306,4 Bürggeneral 14 kamen wir behaglich an [
am Weimarer Hof] ,|Wo mancher Saal sich aufgethan,|Voll s-er [ reifer
Var] Pomeranzen GWB16,232 Maskenz Quadrille italTänzer 13 GWBB44,222,1 August 24.7.28 GWBT2,98,21 v 28.8.97 GWBB4,315,5 ChStein [15.]10.80
uö im Bild [
Faust, seinen (erotischen) Traum schildernd:] sah ich einen Apfelbaum,|Zwei s-e Äpfel glänzten dran,|Sie reizten mich, ich stieg hinan..[
junge Hexe, auf ihre Brüste anspielend:] Von Freuden fühl' ich mich bewegt,|Daß auch mein Garten solche trägt GWB14,207 Faust I 4130 GWBGB7
1,165,7 CarlAug 11.8.87 7
von der Witterung: heiter, sonnig, warm, auch iSv mild; bes in Fügungen wie ‘s-er (Frühlings-)Tag’, ‘s-e Jahreszeit’, auch ‘s-es Wetter’, ‘s-es Klima’ [
Schüler:] Ich bin dabei [
beim Studium] mit Seel' und Leib;|Doch freilich würde mir behagen|Ein wenig Freiheit und Zeitvertreib|An s-en Sommerfeiertagen GWB14,90 Faust I 1907 [
Maria:] Das Wetter hellt sich aus, wir haben einen s-en Tag zu gewarten.. ..[
Götz, im Turm:] Sieh wie die Sonne draußen scheint. [
Elisabeth:] Ein s-er Frühlingstag GWB8,165,15 u 166,21 Götz
2 V Auf die Neapolitanische Reise brauche ich
s. Wetter, das hat sich eingestellt GWBB8,190,7 Seidel 17.2.[87] GWB26,138,27 DuW 3 GWBB8,373,6 CarlAug 23.5.88 GWB30,272,12 ItR~GWBB8,185,27 ChStein 17.2.87 GWBT8,121,7 v 6.10.21
uö(häufig) D
stimmig, kohärent, angemessen 1
zutreffend, auch iSv prägnant er [
ThJSeebeck] hat..die Gegner [
der Goetheschen Farbenlehre] nach ihren Stärken und Schwächen sehr
s. beurtheilt GWBB26,112,15 Schopenhauer 23.10.15 Vis superba formae [
die stolze Kraft der Form] Ein s-es Wort von Johannes Secundus GWB42
2,160,6 MuR(362) GWBB36,167,15 Nees 20.9.22 GWBB37,386,23 Wilh I dNiederld [20./23.10.23] K GWBN13,57,12 Morph Plp GWBN1,7,21 FlD 18
uö ―
kindersprachl: ‘s-e Hand’ für die rechte u zugl richtige Hand, wohl auch in Berührung mit Pkt B3) [
Marianne, den Knaben zu Wilhelm führend:] Hier, gib eine s-e Hand, eine rechte Patschhand! GWB9,126,15 Geschw 2
schlüssig, stringent, gut durchdacht bey ihm [
RBacon] hat alles die s-ste Folge, daher das Bekannte klar vor ihm liegt und ihm das Unbekannte selbst nicht fremd ist GWBN5
2,250,24 Fl Plp [
Alba, der Egmont u Oranien zugleich fangen wollte:] Wie lang gedacht! Wie wohl bereitet! Wie groß, wie
s. der Plan!..und nun im Augenblick des Entscheidens bist du zwischen zwei Übel gestellt GWB8,261,11 Egm IV GWBB36,135,12 Sternberg 26.8.22 GWB39,133,15 Götz
1 IV~GWB8,131 Götz
2 uö 3
übersichtlich, ordentlich, auch: sauber; meist ‘in s-ster/in der s-sten Ordnung’; in Berührung mit Pkt A1a In einem eleganten Mineralienschrank liegen die hiesigen Vorkommenheiten in s-ster Ordnung GWBB36,92,9 August 11.7.22 Der Tag wollte nicht endigen, als Wilhelm, seinen Brief
s. gefaltet in der Tasche, sich zu Marianen hinsehnte GWB21,102,3 Lj I 17 GWB35,254,25 TuJ 1806 GWBB22,315,11 Trebra 6.4.[12] K (vgl B22,499)
uö 4
passend, geeignet, auch iSv günstig [
Kaiser:] Jetzt wäre eine s-e Gelegenheit wider den Berlichingen und Selbiz..Gefangen mögt ich sie haben GWB39,85,8 Götz
1 III~GWB8,83 Götz
2 Sollten Sie mir einiges von fossilen Knochen zudenken, so wär es gerade die s-ste Zeit solche zu übersenden, indem mein Sohn jene Zeugnisse der Urwelt so eben in einem..Gartenzimmer ordnet GWBB36,76,15 Körte 15.6.22 GWBB36,126,9 Knebel 23.8.22
uö 5
als bestätigende Aussage abgeblaßt iSv recht, ja, in Ordnung; auch paarig verbunden mit ‘gut’, gewöhnlich bei mitschwingendem Vorbehalt; öfter als Ausruf [
Sophie:] Eh hab ich aller Welt als ihnen was verschwiegen,|Drum hoff' ich diesesmal auch wohl zu verdienen - [
Wirt:] S.!|Du bist mein Kind; und was geschehn ist, ist geschehn GWBDjG³1,394 Mitsch
2 621 [
Vansen:] Der Herzog von Brabant..ist uns verpflichtet, wie wir ihm..Er soll keine Macht..an uns beweisen..[
Jetter:] S.! S.! nicht beweisen GWB8,208,5 Egm II [
Faust:] Nenn's Glück! Herz! Liebe! Gott!|Ich habe keinen Namen|Dafür! Gefühl ist alles..[
Gretchen:] Das ist alles recht
s. und gut;|..Steht aber doch immer schief darum;|Denn du hast kein Christenthum GWB14,174 Faust I 3459~GWB39,292 Urfaust 1151 GWBGespr(He2,646) Boisserée 3.5.11 GWB14,152 Faust I 3055~GWB39,276 Urfaust 906
uö E
wirksam, effektiv 1
nützlich, hilfreich; in der Fügung ‘s-e Übung’ iSv lehrreich; einmal im Bild Ihr..Schreiben..gibt den s-sten Beytrag zu denen von mir gesuchten und gesammelten Erfahrungen [
Barometermessungen] GWBB37,130,10 FChFikentscher 13.7.23 [
Werner:] Welche Vortheile gewährt die doppelte Buchhaltung dem Kaufmanne! Es ist eine der s-sten Erfindungen des menschlichen Geistes GWB21,51,12 Lj I 10~GWB51,178,3 ThS II 8 [
Montan:] Buchstaben mögen eine s-e Sache sein, und doch sind sie unzulänglich, die Töne auszudrücken GWB24,45,27 Wj I 3 [
Gottfried:] Reit ietzt auf Kundschafft, Georg, es ist eine s-e Übung für dich, in diesen Fällen lernt ein Reutersman Vorsichtigkeit und Muth verbinden GWB39,61,23 Götz
1 II [
mBez auf FMendelssohn Bartholdy] das s-e Schwimmwamms seines Talents wird ihn auch durch die Wogen..der zu befürchtenden Barbarey hindurchführen GWBB48,169,4 Zelter 31.3.31 GWBB37,132,9 Hzgin Louise 24.7.23 K GWBB19,142,15u21 Voigt 23.6.06 GWBB16,14,25 Voigt 21.1.02 GWB22,6,2 Lj IV 1
uö 2
von landwirtschaftlichem Anbau: ertragreich, fruchtbringend; ‘s-(st)er Feldbau’ Wenn der Weg [
von Innsbruck aus] nah am schroffsten Felsen hergeht..so erblickt man die Seite gegenüber sanft abhängig, so daß noch kann der s-ste Feldbau darauf geübt werden GWB30,17,18 ItR~GWBT1,160,19 v 8.9.86 GWB34
1,259,28 ReiseSchweiz 1797 [G/Eckerm]~GWBT2,85,9 v 25.8.97
uö(selten) F
als Bezeichnung eines Quantums, Ausmaßes, Grades: groß, beträchtlich, gehörig; auch im Bild (in Berührung mit Pkt A1a) [
aus Neapel] Ihre Carten Sammlung..Da ich nun ein
s. Stück Welt gesehn habe intereßirt sie mich wieder in allen ihren Theilen GWBB8,222,14 CarlAug 27.5.87 [
Melina:] Die gestrige Einnahme war sehr ansehnlich, und die Principalin muß einen s-en Thaler Geld in der Casse haben GWB52,7,8 ThS IV 1 Daß man uns in unsern Arbeiten verwechselt..zeigt daß wir immer mehr..ins allgemeine Gute übergehen. Und dann ist zu bedenken daß wir eine s-e Breite einnehmen können, wenn wir mit Einer Hand zusammenhalten und mit der andern so weit ausreichen als die Natur uns erlaubt hat GWBB10,355,5 Schiller 26.12.95 GWB25
1,128,3 Wj III 5 LenardosTgb [G/Meyer]
uö mit einem speziellen Nebensinn: auch iSv hoch; wiederholt im Bild Gern hör' ich Gutes von der Kunst,|Der ich mein Leben treu geblieben;|Doch mich in meinen Freunden lieben,|Dieß, edler Mann, dieß ist die s-ste Gunst GWB4,240 In früher Zeit 13 Lida! Glück der nächsten Nähe,|William! Stern der s-sten Höhe,|Euch verdank' ich was ich bin GWB3,45 Zw beidenWelten 5 GWB40,203,12 LiterarSansculottism
uö auch iSv lang da ich..eine Badereise bei der glücklichsten, eine s-e Dauer versprechenden Witterung unternahm, so entschloß ich mich die atmosphärischen Erscheinungen..zu beobachten GWBN12,13,9 Wolkengest
uö(selten) auch iSv reich [
Vater zu Hermann:] so hoff' ich von dir..daß du mir nächstens|In das Haus die Braut mit s-er Mitgift hereinführst GWB50,204 HermDor II 170
uö(selten) schön-amethystfarben
zu ‘schön’ A1aδ; mBez auf Bergkristall GWBB31,196,22 Pansner [20.]6.19 K schön-bedeutend
Getrenntschr zu ‘schön’ A1bα Das siebzehnte Jahrhundert..Vorzüglich setzt sich eine große, schön bedeutende Welt mit den Figuren ins Gleichgewicht GWB49
2,244,21 LandschaftlMalerei Entw [1829] schön-smaragdgrün
Getrenntschr zu ‘schön’ A1aγ eine Frucht..in drei kleinen linsenförmigen Bälglein..Sie..standen schön smaragdgrün viele Wochen GWBN7,353 Üb Anthericum comosum Schöne
auch Kleinschr zu A1a 1
mask a
eine (sehr) gut aussehende männliche Person; wiederholt mBez auf eine Figur der Schäferdichtung od eine mythol Gestalt; auch in Anrede; je einmal ‘der Schönsten einer’ u neben ‘die S.’ [
Müllerin zum Jüngling:] Ich fürchte fürwahr dein erzürnt Gesicht,|Du Süßer, S-r und Trauter!|Und Schläg' und Messerstiche nicht GWB1,197 Der Müllerin Reue 51 Der [
Waldgott] ..gieng schnell den Zweykampf ein.|Sie [
Ziblis] erbebt für Emirenen.|Immer wird das Herz der Schönen|Auf des S-n Seite seyn GWB37,15 Annette Ziblis 40 GWB15
1,222 Faust II 9559 GWB6,268 Div Siebenschläfer 50
uö(selten) b
ein gut aussehender Mensch; superl [
im Zshg der Beschreibung von Cornelias Erscheinung] der Häßlichste wie der Schönste hat das Recht sich seiner Gegenwart zu freuen GWB27,24,25 DuW 6 c
ein gut aussehendes Tier, mBez auf einen Tiger; ‘der Schönste seinesgleichen’ GWB18,336,16 Nov 2
fem; eine (außerordentlich) gut aussehende weibliche Person, auch mBez auf eine mythol Gestalt od eine Figur der Schäferdichtung; gelegentl in Anrede od als redPers; auch im bildhaften Zshg; einmal neben ‘der S.’ obgleich Ottilie sehr einfach gekleidet ging, so war sie doch, oder so schien sie wenigstens immer den Männern die Schönste GWB20,247,3 Wv II 5 Eine Göttin erblickt' er [
Amor] , vor allen die herrlichste S.,|Venus Urania war's, und er entbrannte für sie GWB2,135 Der neue Amor 3 [
Mephisto:] ließ' ich allerschönsten Frauen|Vertraut-bequeme Häuslein bauen;|..Ich sage Fraun; denn ein für allemal|Denk' ich die S-n im Plural GWB15
1,250 Faust II 10175 [
Distichon auf WHumboldt] Lieblichen Lohn hast du dir von der S-n schönster verdienet|Auf den herrlichsten Thron stellst du das holde Geschlecht GWB1,472 VierJahresz Sommer Plp Übersetzer sind als geschäftige Kuppler anzusehen, die uns eine halbverschleierte S. als höchst liebenswürdig anpreisen, sie erregen eine unwiderstehliche Neigung nach dem Original GWB42
2,149,15 MuR(299) GWB37,15 Annette Ziblis 39 [
Zit Pkt 1a] 15
1,84 Faust II 6483 [
Zit s v Schönheit Pkt A4a] 22,193,3 Lj V 10 [
Zit s v schön Pkt C1a] 14,208 Faust I redPers vor 4132 47,423 Samml 7 Plp
uö im Griechenland-Zwischenspiel des ‘Faust II’ wiederholt in problematisierender od kritischer Hinsicht [
Chor, nachdem Faust den Heerführern Anordnungen erteilt hatte:] Wer die Schönste für sich begehrt [ Wer der Schönsten begehrt
Var ; Wer der Schönheit begehrt
andere Var] ,|Tüchtig vor allen Dingen|Seh' er nach Waffen weise sich um;|..das Höchste;|..ruhig besitzt er's nicht GWB15
1,219 Faust II 9482 [
Chiron:] Frauen-Schönheit..gar zu oft ein starres Bild;|Nur solch ein Wesen kann ich preisen|Das froh und lebenslustig quillt.|Die S. bleibt sich selber selig;|Die Anmuth macht unwiderstehlich,|Wie Helena, da ich sie trug GWB15
1,128 Faust II 7403 GWB15
2,127 Faust II 9940 Var [
Zit s v Schönheit Pkt A4a]
für: Geliebte, Angebetete; meist mit PossPron [
Amalia:] Ein Dutzend und mehr häßliche, hassenswerthe Weiber! in einem Damenkalender!..Welcher Liebhaber wird es wagen seiner S-n, welcher Gatte seiner Frau..einen solchen Almanach zu verehren..? GWB18,294,17 GutWeiber GWB50,333 Pand 761
uö Schöne-Gute
fem; auch Getrenntschr; wertkennzeichnende additive Namensbildung, an den Kalokagathia-Begriff anklingend; Erstbeleg 1809 (mBez auf Johanna Sebus) 1
für Nachodine-Susanne, Figur in den ‘Wanderjahren’ (ursprünglich ‘Gute-Schöne’) [
Lenardo zu Susanne:] ich würde Sie Schöne-Gute [ Gute-Schöne
Var] nennen, insofern es von mir abhinge GWB25
1,246,18 Wj III 13 LenardosTgb Forts verlangt die Schöne-Gute [ schöne Gute GWB25
2,190 Wj Var] , daß Wilhelm sie abhole GWB25
1,276,6 Wj III 14 GWB25
1,275,17u22 Wj III 14 GWB25
1,258,16 Wj III 13 LenardosTgb Forts
uö 2
für Johanna Sebus Johanna Sebus. Zum Andenken der Siebzehnjährigen Schönen Guten..die am 13. Januar 1809 bei dem Eisgange des Rheins und dem großen Bruche des Dammes von Cleverham Hülfe reichend unterging GWB2,36 Johanna Sebus vor 1
→ das s-ste’ GWB
schönstens zu C
GWB
gut GWB
schätzbar GWB
schätzenswert GWB
trefflich GWB
vortrefflich zu C1
GWB
angenehm GWB
erfreulich GWB
wohltätig zu C1b
GWB
beglücken(b-d) GWB
glücklich GWB
himmlisch zu C2
GWB
hochwert GWB
kostbar GWB
wertreich GWB
wertvoll zu C3
GWB
ehrenvoll GWB
ehrwürdig GWB
wert GWB
würdig zu C4
GWB
bemerkenswert GWB
trefflich zu C5
GWB
bequem GWB
wohnlich zu C6
GWB
genießbar GWB
geschmackreich GWB
geschmackt GWB
gutschmeckend GWB
kostbar GWB
köstlich GWB
lecker GWB
schmackhaft GWB
wohlschmecken(w-d) zu C7
GWB
freundlich GWB
gelind GWB
heiter GWB
hold GWB
klar GWB
lau GWB
mild GWB
sonnig GWB
warm zu D1
GWB
korrekt GWB
recht GWB
richtig GWB
treffend zu D2
GWB
konsequent GWB
stringent zu D3
GWB
ordentlich GWB
sauber GWB
überschaubar GWB
überschaulich GWB
übersichtlich zu D4
GWB
günstig GWB
passen(p-d) GWB
recht zu D5
GWB
freilich GWB
gewiß ja
GWB
recht zu E1
GWB
brauchbar GWB
dienlich GWB
diensam GWB
förderlich GWB
fördersam GWB
hülfreich nutze,nütze GWB
nützlich zu E2
GWB
fruchtbar GWB
fruchtreich zu F
GWB
ansehnlich GWB
anständig GWB
bedeutend GWB
beträchtlich GWB
brav GWB
groß GWB
gut GWB
reichlich zu GWB
‘Schöne’ 1 u 2
GWB
Schönheit zu GWB
‘Schöne-Gute’ 1
GWB
gut/Gute-Schöne 1) vgl hierzu DWb9,1464f (s v schön) 2) Ein Hinweis auf eine mögliche anregende Wirkung der dieser Eintragung vorausgegangenen Platon-Lektüre mit dem Gedanken der Einheit von Gutem u Schönem auf Goethe in: Goethe u der Kreis von Münster, Hg ETrunz (1974),322 3) vgl hierzu DWb9,1484 (s v schön) Michael SchilarM.S.