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fein

mhd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

fein

Bd. 3, Sp. 1452
fein , subtilis, erst später aus dem romanischen zugeführt, weder goth. noch ags. alts., nur eine einzige ahd. gl. des 10. 11 jh. gibt fînlîho, zeiʒo, tenere (Graff 3, 523) und nach Island werden fînn politus, subtilis (Sveinbiörn Egilsson 171a), fînlega egregie, fîna polire kaum vor dem 14. 15 jh. gedrungen sein. genug verbreitet ist schon mhd. fîn, vîn, doch nicht anzutreffen bei Hartman, Wolfram, Gotfried, Wirnt, Rudolf u. a. m., wol aber bei Konrad, Hadlaub, Boner u. a. nnl. fijn, engl. fine, schw. fin, n. fiin. auch dem latein unbekannt, mlat. finus hervorgegangen aus roman. fino. die übliche ableitung vom part. finitus (Ducange 3, 301. Diez 146) flöszt zweifel ein, warum hätte sich neben finito, fini mit dem ton auf zweitem i ein gestumpftes, den ton auf die wurzel legendes fino, fine, fin eingefunden und andere bedeutung empfangen? denn diese ist weniger perfectus, vollendet, sp. acabado, fr. achevé als subtilis, delicatus, tenuis, tener. das ebenso weit, nur nicht im romanischen, verbreitete tenuis, skr. tanu, ahd. dunni, nhd. dünn, ags. þynne, engl. thin, altn. þunnr, schw. tunn, n. tynd, russ. tonkii, böhm. tenký, poln. cienki buchstäblich mit fino zu vergleichen wage ich nicht ohne festeren anhalt, höchstens das wallon. tenne mince liesze sich anführen. der übergänge von lingualis zu labialis sahen wir sonst schon mehrere, feines laub, feines papier, dünnes, zartes laub, dünnes papier, feiner, dünner regen liegen sich nahe, auch Schmellern 1, 534 erschien die bedeutung von dünn und subtil in fein die erste. 11) mhd. ër was sô rëhte fîne. Neifen 45, 11; si ist sô phîn. MS. 2, 22a; si ist sô schœne und ouch sô fîn, als die vîol in dëm merzen. MSH. 1, 72b; ëʒ möht ein lant an ir verdërben, und tæt ir ungenâde an im diu fîne. 1, 343b; ir bîʒen was sô zartlich wîblich fîn. MS. 2, 186b; Minne wirde mir noch fîn. 188a; ich wart sô swach von ir wunnen fîn. 190b; sumergewæte zeinem bette fîn. 194b; daʒ bette fîn. 195b; ouch was daʒ wëter alsô vîn und alsô glanz diu sunne. tr. kr. 1140; daʒ kleinœt ûʒer mâʒe fîn. 1507; ëʒ wart nie knabe sô rëhte vîn, noch sô zühtic noch so wîs. 4850; diu sëlbe wart sô lûter nie, noch so clâr noch alsô vîn, sô diu erweltiu künegîn. 14626; diu lûter und diu fîne. 19952; mit dëm getihte sînen, dëm reinen und dëm vînen. Frib. Trist. 44; die glesten glanz von golde vîn. 2523; manic kilchtûbe vîn dër wërden Minne wagen zugen. minnelehre 602; ir brüstel kleine und vîn. 659; daʒ du sô stolz und sô vîn noch stâst. Bon. 83, 22; ein weidman vieng ein vögellîn, daʒ was klein, stolz unde vîn. 92, 2. 22) nhd. hübsch, artig, zumal von frauen: ein feines mädchen, puella bella, lepida: und sie war eine schöne und feine dirne. Esther 2, 7; sieben feine dirnen von des königs hause. 2, 9; in der volkssprache e feins mensch; das ieklichem wurd zu teil an eurem hof ain junkfrau vein. fastn. 404, 24; junkfrau zart und auch fein. 404, 36. in der anrede meine feine, fr. ma fine, die feine, wie sonst die schöne, liebe, traute, süsze, schlanke: ein jeder ist bemüht zu haben eine fine (: kühne), der er zu diensten steht. Fleming 167. Förstemann 1, 407 hat den frauennamen Fîna; häufig nebeneinander feines lieb, feines liebchen und zusammengerückt feinslieb, feinsliebchen: ob ich mein feins liep mocht erfreien. fastn. 482, 87; stand auf, feins lieb, und lasz mich ein. Uhland 248; indem wir nun eine weile bei einander gesessen, wollte mir mein feines lieb verweisen, warum ich bei ihrer ankunft das liecht ausgelöschet. pers. rosenth. 5, 6; [] so hab ich doch die ganze wochen mein feins liebchen nicht gesehen. bergliederbüchlein; feins liebchen thu nicht scheiden. Fr. Müller 3, 130; ich wär mit leisen tritten wol um feinslieb geschritten. Mittler 547a; ich habe mein feinsliebchen so lange nicht gesehn. wunderh. 4, 364; ich habe dein herz, feinsliebchen, ich, und dünke mich der gröszte könig. Kl. Schmidt kom. dicht. 185; allein so ists, ein held, der sein feinsliebchen im arme hält, kann sich mit leichter mühe vergessen und weisz nicht was er schwätzt. ebenda; doch drinnen sitzt im morgenhäubchen feinsliebchen, athmet waldesduft, und horcht, wie amsel, fink und täubchen der morgengrusz ins fenster ruft. Rückert ges. ged. 1, 271. 33) von kind, knabe, junggesell, mann: und das weib ward schwanger und gebar einen son und da sie sahe, das (es) ein fein kind war, verbarg sie in drei monden. 2 Mos. 2, 2; zu der zeit ward Moses geboren und war ein fein kind fur gott (vulg. et fuit gratus deo). apostelg. 7, 20; eure feineste jünglinge. 1 Sam. 8, 16; da gieng der junge Tobias hinaus und fand einen feinen jungen gesellen stehen. Tob. 5, 5; du bist ein feiner gesell! Keisersberg brösaml. 54a; ein feiner bub, bair. e feiner bue; die feinigsten buebm san die holzerbüebal (holzhauer); ein fein adelich, lieblich, schön und hüpsch kind, scitus puer. Maaler 133c; der siebend war ein feiner knab. Haupt 3, 254; willst, feiner knabe, du mit mir gehn? Göthe 1, 183; jeder edle Venedigs kann doge werden, das macht ihn gleich als knaben so fein, eigen, bedächtig und stolz. 1, 352; habe noch gar einen feinen gesellen. 12, 156; ein feiner, doch stiller mensch. 16, 44; ich habe einen geistlichen gesehen, welcher sich in einen feinen menschen verliebet hatte. pers. rosenth. 5, 2; ei wie ist es so ein fein man, dialog Maria E 3b; er hatte einen son mit namen Saul, der war ein junger feiner man. 1 Sam. 9, 2; nur in der gesellschaft kommt es dem menschen ein, nicht blosz mensch, sondern auch nach seiner art ein feiner mensch zu sein. Kant 7, 156; ein so feiner, stattlicher und wol erhaltner mann. Wieland 8, 407; wenn ich nur einen feinen alten mann hätte, der mir hierzu rath gäbe. pers. reise 326; die feinen und eleganten herrn in Paris. J. P. papierdr. 1, 18. 44) ein feines rind, feines stück vieh; 1 Mos. 40, 2 schwankt Luther zwischen schöne fette küe und feine rinder; zu dieser kuh kaufte Uli noch eine andere, nahe beim kalben, leicht in den hörnern, fein von haaren, hinten aus breit, spitz und fein vornen aus, kurz wie man die kühe, von denen man milch haben will, gerne hat. Gotthelf Uli 157; also in dem bächlin, das durch meinen garten fleuszet, sind feine hechtlin, schmirlin, und wenn man sie in ein ander wasser setzet werden grosze hechte daraus. Luther tischr. 2, 80; die ameis ist ein feines thierlin, darin gott etliche bildnus sehr schöner tugend den menschen fürgemalt. Mathesius 21a. 55) deine stirn ist breiter, deine nase feiner und dein mund liebreicher geworden. Göthe 20, 133; er hat eine feine nase (kann auch heiszen, spürt fein). Lenz 1, 274; ein feiner mund; das feine lächeln verliesz ihren mund. Göthe 23, 174; ich kannte zu Athen ein junges frauenzimmer, welches die natur wegen der häszlichkeit ihrer übrigen figur durch den feinsten fusz getröstet hatte. wie kann man einen anspruch an schönheit machen ohne einen feinen fusz zu haben? Wieland 1, 99; ein feines gehör, ein feiner geruch, geschmack, ein feines gefühl; für ein feines gesicht sagt man lieber ein scharfes, wol aber ein feines auge. eine feine stimme ist der gegensatz zur groben. es heiszt aber auch eine hohe und tiefe stimme. 66) feines brot aus feinem mehl (subtili farina) gebacken; feines tuch, leder, garn, feiner zwirn, feine, zarte wolle, seide, ein feines hemd, gewebe, zeug, feine wäsche, ich gab dir feine leinene kleider und seidene schleier. Ez. 16, 12, überall gegenüber dem groben. eine feine nadel. feines, lauteres gold, oro fine, or fin, und solt sie mit feinem gold überziehen. 2 Mos. 25, 11; sein heubt ist das feinest gold. hohelied 5, 11; feine mark, fein silber; wie man das gekürnt silber auf fein silber probiren soll. Erker 24a; ein jedes silber, das kupfer bei sich hat, fein zu brennen. dieweil es breuchlich ist, das man geringhaltige silber fein brennet. 34a. ein feines, delicates essen; feine, köstliche speise; der bote trug ein feines frühstück im ränzel. Göthe 23, 186; [] ein gerstenkorn ist nicht so fein, dannoch solt mirs viel lieber sein. Alberus 16b; ein verhungert hühnchen fand einen feinen diamant. Hagedorn 2, 42. 77) von liegendem grund und boden, sauber, hübsch, nett: grosze und feine stedte. 5 Mos. 6, 10; eine feine stadt an der Wipper, die man noch Rugenwalde heiszet. Micrälius 1, 27; als wir dieses feine städtchen beinahe nach neun uhr vormittags erreichten. Stolberg 9, 3; Memel ist an einem feinen hafen an der ostsee gelegen. pers. reiseb. 1, 17; was gilts, wo nicht die viel heuser sollen wüste werden und die groszen und feinen öde stehen? Es. 5, 9; deine mauren werden sie abbrechen und deine feine heuser umbreiszen. Ez. 26, 12; und macht im ein feines heuslin und setzts an die wand. weish. Sal. 13, 15; wie fein sind deine hütten, Jacob. 4 Mos. 24, 5; den wein nicht trinken, den ir in den feinen herbergen gepflanzt habt. Amos 5, 11; die gottlosen gehen zwar auf einem feinen pflaster, des ende der hellen abgrund ist. Sir. 21, 11; ein frischer wald, eine feine wiese, das ist uns alles alt und klein, es müssen in unserm paradiese dorn und disteln sein. Göthe 14, 37. 88) aliquantus, ziemlich: er muste eine feine zeit warten; ich blieb ein feines weilchen stehn. Gellert 1, 215; ich verdiente dort noch ein feines sümmchen; man wendet dazu ein feines geld auf. 99) fein, gesund: m. Philipps ist widerumb fein worden. Luthers br. 5, 298, fein wol auf, hergestellt. 1010) fein, heiter, vgl. Konrads wëter vîn; es ist fein, es ist schön wetter. Schmeller 1, 533; geht die sonne des morgens auf und verspricht einen feinen tag. Göthe 16, 100. 1111) fein, lauter: die das wort hören und behalten in einem feinen guten herzen (goth. in hairtin gôdamma jah sêljamma). Luc. 8, 15; das alles liegt in feinem herzen. Göthe 11, 324; ein paar poetische stoffe bin ich schon gewahr geworden, die ich in einem feinen herzen aufbewahren werde. 43, 38 = an Schiller 351; es war ganz seiner natur gemäsz, alles was für ihn geschah in einem dankbaren feinen herzen zu behalten. 48, 29; gestern abend begleitete ich die gesellschaft bis unter deine fenster und sagte dir in einem feinen herzen gute nacht. an fr. v. St. 2, 76; behalte mich nur in einem feinen herzen. 2, 317; behalte mich in einem recht feinen herzen. 3, 33; behalte mich in einem feinen andenken. 3, 39. er redet eine feine sprache, ein feines deutsch; sie redeten so feines hochteutsch, als ob sie geborne Sachsen wären. Felsenb. 1, 98. 1212) fein, dünn, tenuis: ein feiner regen; der ritt hierher war ein bittrer bissen, besonders die letzten stunden, wo es feinen regen im winde trieb. Göthe an fr. v. St. 2, 34; ein feiner duft hat sich an die frucht gesetzt; feiner schnee lag auf der erde; um uns her spüren wir das vergehen nicht, da es in feine, kleine tropfen zerstäubt ist. J. P. papierdr. 2, 242; ein feines gewebe; sie dreht die feinsten faden; filia sub tilia nebat subtilia fila; ein feines sieb; etwas in die feinsten fasern zerlegen. 1313) abstract in gutem sinn: leute von feinem verstande; ein feiner, heller denker; der feinste kenner; da die theologia und alle gute künste verachtet waren und feine geschickte köpfe mit der sophisterei geplaget wurden. Luthers tischr. 1, 67; derhalben auch Paulus gar einen feinen unterscheid machet. 1, 75; ein feines lob; wir erziehen eine anzahl kinder, ich bilde die lebhaften und dienstfertigen haushälterinnen und sie übernimmt diejenigen, an denen sich ein ruhigeres und feineres talent zeigt. Göthe 20, 65; dasz derjenige, dessen geist nach einer moralischen cultur strebt, alle ursache hat, seine feinere sinnlichkeit zugleich mit auszubilden. 14, 256; er war von tüchtiger und zugleich feiner natur. 23, 174; jedes feine gemüth. 49, 14; in diesem hause herschen feine sitten; feine beobachtungen; das ist eine feine klugheit, wer darnach thut. ps. 111, 10. man sagt die feine welt, die feine gesellschaft; sein leben in einem feinen mittelstande sonder armut und reichtum verschleiszen. Butschky Patm. 341; etwas ins feine mahlen; feiner spott. Gotter 1, vi; die feine spötterei und das fröhliche lächeln. Thümmel Wilhelmine 111; von allen sitten in der welt die deutsche mir am besten gefällt, ist eine feine sitte. Schmidt von Lübeck lieder 99. 1414) in übelm: ein feiner schlaukopf, ein feiner fuchs, betrieger; heuchelnde pietisten heiszen hin und wieder 'die feinen'; feiner [] beschisz, astutior fallacta. Maaler 133c; feinerer atheismus, nach welchem gott als ein werkmeister und nicht als ein schöpfer der welt angesehn wird. Kant 6, 81; die spitzfindigkeit feiner schlüsse. 6, 13; daher habt ihr euern argwohn? wie ihr fein seid. Göthe 14, 256. 1515) höhnisch, spöttisch, wie wir auch sauber und schön gebrauchen: ä du bist ein feiner gesell! Maaler 133c; das seind mir leiden feine händel. herz. Heinr. Jul. 341; er ist ein feiner! Schlampampe leben 39; so, du feines thierchen? hat dich mein herr selbst schon einmal versteckt? Lessing 1, 253; ihr seid mir feine leute! sagte schach Gebal. Wieland 7, 59; ei, das wäre fein!; ein feiner streich, den du da gespielt hast; wer will nun schlieszen, was unser feiner mann für titel soll genieszen? Logau 3, 218. 1616) das ist nicht fein, das steht übel; willst du an der thür horchen? das wäre nicht fein? es ist nicht fein, das man den kindern ir brot neme und werf es fur die hunde (ahd. nist guot zi nëmanna). Matth. 15, 26; es ist aber nicht fein das du gethan hast. 1 Sam. 26, 16; ewer ruhm ist nicht fein (ni gôda hvôftuli izvara). 1 Cor. 5, 6; fremdling, nicht fein ist die red, οὐ καλὸν ἔειπες. Od. 8, 166.
13579 Zeichen · 255 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    feinAdj.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    fein , Adj. Vw.: s. vein

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fein

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Fein , -er, -este, adj. et adv. welches unter zwey Hauptbedeutungen bekannt ist, von welchen jedoch die zweyte eine bloß…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    fein

    Goethe-Wörterbuch

    fein Die relativ hohe Frequenz (rd 750 Belege) entspr der zeitgenöss Verbreitung des Worts 1) u bedingt durch die häufig…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Fein

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Fein , Georg, geb. 1803 zu Helmstädt, studierte die Rechte, war nach der Julirevolution 1830 Mitredactor der deutschen T…

  5. modern
    Dialekt
    fein

    Mecklenburgisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Wossidia fein und Abl. s. MeckWB fin .

  6. Sprichwörter
    Fein

    Wander (Sprichwörter)

    Fein 1. Allzu fein taugt nicht. Dän. : Alt for fiint er og skarn. ( Prov. dan., 26. ) 2. Auswendig fein, inwendig ein Sc…

  7. Spezial
    feinadj

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    fein , adj тонкий , п

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fein

316 Bildungen · 285 Erstglied · 26 Zweitglied · 5 Ableitungen

fein‑ als Erstglied (30 von 285)

Feinreiter

SHW

Fein-reiter Band 2, Spalte 413-414

feinäderig

PfWB

fein·aederig

fein-äderig Adj. : ' von dünnen Adern durchzogen ', feiⁿäderich [ NW-Frankeck ]. SHW Südhess. II 413 .

feinarbeit

DWB2

fein·arbeit

feinarbeit f. (zu DWB2 A 8 ): ⟨1912⟩ Morgenstern stufen (1918)117. 1979 frankf. rundschau 44,9.

Feinarsch

PfWB

fein·arsch

Fein-arsch m. : spöttisch von einem, der immer fein daherkommt, Feinaaʳsch [ KU-Krottb ]; vgl. PfWB fein 6.

feinbarchen

DWB

feinbarchen , von feinem barchent: auch feinbarchene kissen mit schwanflaum. Luise a. l. h. 199 .

fein als Zweitglied (26 von 26)

Allzu fein

Wander

allzu·fein

Allzu fein 1. Allzu fein hält nicht. 2. Allzu fein ist eitel Schein. Holl. : Al te fijn is maar schijn.

bergfein

DWB

berg·fein

bergfein , vom silber, so fein es in der hütte erhalten werden kann. man nennt so das gewachsene silber, welches beinahe 16 löthig ist, und …

dorfein

DWB2

dorf·ein

dorfein adv. : 1907 Strausz u. T. n. balladen 83.

dünkelfein

DWB

duenkel·fein

dünkelfein , adj. und adv. anmaszend und listig. o solche und dergleichen sprüche sind grosze treffliche und recht königliche sprüche wider …

extrafein

DWB

extra·fein

extrafein , superfein, ganz besonders fein: extrafeines tuch, extrafeine hüte.

haarfein

DWB

haar·fein

haarfein , adj. , schwed. hrfin, von der feinheit eines haares: das glas hat einen haarfeinen sprung; hier ist eine haarfeine ritze; abstra…

kaltfein

DWB

kalt·fein

kaltfein , ein wort Lavaters als physiognomiker: nun dies gesichtchen, läszt sich ein feineres, kaltfeineres — durch verstand empfindenderes…

Katzenfein

Wander

katzen·fein

Katzenfein Katzenfeyn, Gold und Geld werden gleich in jener Welt. Frz. : Fiente de chat, or et argent seront tout un au jugement. ( Kritzing…

lustfein

DWB

lust·fein

lustfein , adj. fein zur lust: die lamien sinds, lustfeine dirnen, mit lächelmund und frechen stirnen, wie sie dem satyrvolk behagen. Göthe …

mittelfein

DWB

mittel·fein

mittelfein , adj. mittelmäszig fein, nicht ganz fein: mittelfeiner hut. mittelfein tuch. Jacobsson 6, 573 b .

nadelfein

DWB

nadel·fein

nadelfein , adj. fein wie eine nadel: die spitzen ( des stachelstockes ) sind nadelfein, so dasz sie wol durch die haut ( des stieres ) drin…

pickfein

PfWB

pick·fein

pick-fein Adj. : ' sehr fein ', umgspr. Er kummt pickfein doher [FR-Bockh, verbr.]. RhWB Rhein. VI 806 .

piekfein

Pfeifer_etym

piek·fein

piekfein Adj. ‘ganz besonders fein, exklusiv’, Übernahme des im Nd. entstandenen, eigentlich tautologischen Kompositums pǖkfein, dessen ǖ im…

sittenfein

DWB

sitten·fein

sittenfein , adj. fein von sitten: ich habe diesen feinen, sehr genialen, frommen, erfahrungsvollen, lebendigen, geistreichen gelehrten, ehe…

spitzigfein

DWB

spitzig·fein

spitzigfein , adj. : Melanchthon's witzige und spitzigfeine scherzreden. Gersdorfs repertorium 1842 heft 3, s. 477.

superfein

DWB

super·fein

superfein , adj. , selbständige zusammenrückung des deutschen, bei der an kein unmittelbares vorbild im lat. oder frz. zu denken ist ( frz. …

überfein

DWB

ueber·fein

überfein , adj. u. adv. 1 1) soprafino Kramer (1678) 1068 a ; ganz fein, auszerordentlich fein Schwan dict. suppl. (1798) 176 b ; leicht stu…

unfein

DWB

unfein , adj. adv. , im allgemeinen gegentheil von DWB fein . mhd. unvîn. mnl. onfijn, -icheit. dän. ufin, -hed. zwar von Stieler , Dentzler…

wunderfein

DWB

wunder·fein

wunderfein , adj. 1) älter meist nur soviel wie ' sehr gut ': dann was ich ( der teufel ) ihr ( der hexe ) thu blasen ein, das als verbringt…

zwirn(s)fadenfein

DWB

zwirnsfaden·fein

zwirn(s)fadenfein , adj. , übertragen auf akustische erscheinungen ( vgl. oben zwirndünn): wär deine stimme nicht so zwirnfadenfein Pöhnl dt…

Ableitungen von fein (5 von 5)

entfeinen

DWB

entfeinen , venustatem delere, deformem reddere. Stieler 459 . s. verunfeinen.

feine

DWB

feine , f. subtilitas, puritas, nitor, besser, doch ungebräuchlicher als feinheit: die feine des goldes, silbers; die feine halten, sich als…

unfein

DWB

unfein , adj. adv. , im allgemeinen gegentheil von DWB fein . mhd. unvîn. mnl. onfijn, -icheit. dän. ufin, -hed. zwar von Stieler , Dentzler…

unfeine

DWB

unfeine , unfeinheit , f. Stieler. das erste trotz Campe ungebräuchlich: die unfeinheit des zeitalters war nicht ... jene rohe natureinfalt,…

verfeinen

DWB

verfeinen , verb. fein machen, eigentlich etwas dickes schmal machen, mit dem begriff des dicken verbinden wir leicht den begriff plump, dah…