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Funke

mhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
17 in 14 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Funke

Bd. 2, Sp. 355
Der Funke, des -ns, plur. die -n, Diminut. das Fünkchen, Oberd. Fünklein, der kleinste Theil des Feuers, oder eines brennenden Körpers. 1) Eigentlich. Es glimmet noch ein Fünkchen in der Asche. Es ist kein Funke Feuer in dem[] Hause. Ein einziger Funke kann ein großes Feuer verursachen. Einen Funken anblasen. Besonders, die kleinen glühenden Theilchen, welche von brennenden Körpern abspringen. Funken werfen, Funken sprühen. Ingleichen die Stückchen glühenden Stahles, welche der Feuerstein von dem Stahle los reißt. Mit dem Feuersteine Funken aus dem Stahle locken. Dürre Materien fangen leicht Funken. 2) Figürlich, ein kleiner Theil, als der Anfang, oder Überrest eines größern. Dein brennendes Auge entzündete in mir die Funken des Muths, Dusch. Deine Schmähungen haben den noch übrigen Funken seiner Liebe völlig erstickt. Charidemus Unglücksfälle sind Lehren vom Himmel, der uns würdiget, die Funken der Tugend, welche in unserer Brust schlafen, zu erwecken, Dusch. Eine hoffnungslose Liebe schmeichelt sich auch mit einem Fünkchen von Hoffnung, Weiße. Wenn du noch einen Funken Ehre in deinem Herzen hast. Anm. Funke, in dem alten Gedichte von Carls des Großen Kriege bey dem Schilter Funche, im Niedersächsischen und Dänischen Funke, stammet nicht von fangen her, wie Frisch glaubt, sondern von einem alten Worte, welches Schein, Glanz, Feuer bedeutet hat. Bey dem Ulphilas ist Fon, Fun, Feuer, und funa brennen, im Isländ. Fun, Feuer, im Griech. φανειν, leuchten. S. Fenster und Fein. In einigen Oberdeutschen Gegenden ist es weiblichen Geschlechtes, die Funke, plur. die -n. Übrigens ist statt dieses Wortes im Niedersächs. auch Sparke, Angelsächs. Spearca, Engl. Spark, Holländ. Spaercke, im Oberd. aber auch Gneist, Schwed. Gnista, Isländ. Gneiste, Neiste, Hebr. נצץ, Funken werfen, ingleichen Glim und Glunst üblich.
1848 Zeichen · 38 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    funkesw. M., sw. F.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    funke , sw. M., sw. F. Vw.: s. vunke

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    funkeF., M.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    funke , F., M. Vw.: s. vunke

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Funke

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Der Funke , des -ns, plur. die -n, Diminut. das Fünkchen, Oberd. Fünklein, der kleinste Theil des Feuers, oder eines bre…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Funke

    Goethe-Wörterbuch

    Funke mehrf -ck-; NomSg vereinzelt -n; im Pl einmal apokopiert 1 glühendes, hell leuchtendes Teilchen, kleine Feuerersch…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Funke

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Funke , Karl Philipp, geb. zu Görtzfalke bei Brandenburg 1752, war Lehrer am Philantropin zu Dessau, später Inspector de…

  6. modern
    Dialekt
    funke

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    funke: im Abzählr.: Ene, mene, dunke, f., rabe, schnabe, tippe, tape, käse, nape, ulle, pulle, ross, ip, ap, aus, du bös…

  7. Sprichwörter
    Funke

    Wander (Sprichwörter)

    Funke 1. Auch ein kleiner Funke leuchtet im Dunkeln. 2. Auch kleine Funken zünden. 3. Aus einem kleinen Funken wird eine…

  8. Spezial
    Funke

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Fun|ke m. (-ns,-n) 1 tiza (tizes) f. 2 ‹fig› tiza (tizes) f. , füch (füc) m. 3 ‹fig› (Kleinigkeit) frogora (-res) f. , f…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit funke

134 Bildungen · 133 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

funke‑ als Erstglied (30 von 133)

Funke(n)butz

Idiotikon

Funke(n)butz Band 4, Spalte 2007 Funke(n)butz 4,2007

Funke(n)stang(eⁿ)

Idiotikon

Funke(n)stang(eⁿ) Band 11, Spalte 1097 Funke(n)stang(eⁿ) 11,1097

Funke(n)wacht

Idiotikon

Funke(n)wacht Band 15, Spalte 383 Funke(n)wacht 15,383

Funke(n)war

Idiotikon

Funke(n)war Band 16, Spalte 877 Funke(n)war 16,877

Funke(n)wīⁿ

Idiotikon

Funke(n)wīⁿ Band 16, Spalte 172 Funke(n)wīⁿ 16,172

funkelneu

SHW

funkel-neu Band 2, Spalte 1007-1008

funkelfausen

DWB

funkel·fausen

funkelfausen , pl. leeres blendwerk zur täuschung, vorspiegelungen, ausflüchte. siegerländisch, wo man z. b. hört dat sin lutter fonkelfûse,…

Funkelfus'

MeckWB

Funkelfus' f. Eiszapfen im Rätsel Wo. V. 1, 45. Me. 2, 248.

funkelhagelneu

DWB

funkel·hagelneu

funkelhagelneu , adj. so neu oder weisz wie frisch gefallener hagel, ganz neu. göttingisch - grubenhagenisch funkelhagelnîd. Schambach 283 b…

funkelhagelni

MeckWB

funkel·hagelni

funkelhagelni ganz neu: de funckelhagelniege Niejahrswunsch (1793) Babst; s. -nagelni und hagelni.

Funkelhans

Wander

funkel·hans

Funkelhans Ein Glas Funkelhans. – Spindler, Der Jude, I, 309. Wird dort als »scharfer Wein oder Obstmost« erklärt. (S. Finkeljochem.)

Funkelholz

RhWB

funkel·holz

Funkel-holz Bergh , Dür , Jül , Aach , Monsch , Eup , Geilk , Heinsb , Erk , MGladb , Grevbr ; vøŋkəhōt Kemp-Dülken n.: 1. Kleinholz, zum er…

funkelig

DWB

funkelig , adj. , s. funklig.

Funkelin, Jak

DWBQVZ

--- ein geistlich spyl von der empfengknuß vnd geburt Jesu Christi ... gedicht 1553. Zürich (Froschauer) o. j. ---

funkeln

DWB

funk·eln

funkeln , abgeleitet von funkel ( s. d. ). scintillare, funckeln. voc. ex quo von 1469. vunckelen. aus einem andern glossarium des 15. jh. b…

funkelnagelneu

DWB

funkel·nagelneu

funkelnagelneu , adj. neu wie ein beim schmieden eben vom feuer oder aus der esse kommender nagel. das wort ist ein verstärktes nagelneu. ga…

funkelnagelneü

ElsWB

funkel·nagelneue

funkelnagelneü [fùklinàklinùi M. ] Adj. verstärkte Bed. von nag e lneü allg. Do han i ch no ch ne funk e lnag e lnui Mëssbüechle Mittl. Ich…

funkelnagelni

MeckWB

funkelnagelni ganz neu Mi 24 b ; Reut. 3, 174; Vatting mit 'n funkelnagelniten Kasterhot up 'n Kopp Bri. 2, 61. Dä. 138 b ; Me. 2, 248.

funke als Zweitglied (1 von 1)

eisenfunke

DWB

eisen·funke

eisenfunke , m. scintilla ferri, beim schmieden des eisens sprühender funke.