Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
beschœne swv.
1. mache rein und schön, verschöne, verherrliche. alsus wart er gereinet (vom aussatze) und hæte got erscheinet grôʒ wunder an Silvestrô, durch des willen er in dô vil gar beschœnet hæte Silv. 1866. als ein irdesch paradîs beschœnet stuont diz einlant Engelh. 5235. nu hât der meie wunniclîchen beschœnet berg unt tal MS. H. 3,200. b. waʒ sol diu rede beschœnet wozu sind schöne worte nöthig Walth. 106,6. gefüeges mannes dœnen daʒ sol man beschœnen das. 104,4. ir lop ist wol beschœnet in dem vil liehten engel sal Silv. 1435. — in eime schilte mit golde wol beschœnet troj. s. 206. c. und er mit sælden was beschœnet Lanz. 8761. von ir schœne wæren vil wol drîʒec lant beschœnet MS. 1,184. b.
2. verdecke unschönes, unrechtes, vertheidige, entschuldige, rechtfertige, beschönige.
a. ohne object. nieman mac beschœnen Vrid. 162,22.
b. mit transitivem accusativ. waʒ lobis mag em daʒ gesî, wan man en darmede hœnit und man em hindirwert gebit phî, daʒ man vor eme beschœnit rittersp. 1972. son mag i'n niht beschœnen Parz. 410,17. und sprech wir eʒ sei des chindes herz und alsô werd wir beschœnt gest. Rom. 61. ein dinc, einen beschônen Bartsch über Karlmeinet s. 271.
c. mit reflexivem accusativ. wie welt ir iuch beschœnen nu urst. 112,37. daʒ du dich iht beschœnest in der bîhte Griesh. pred. 2,71. swer aber sich in der bîhte beschœnet, den tiuvel er krœnet, sich selben er hœnet Renner 20480. dar umb mag er sich alein bereden und beschœnen Schemn. str. 25. — mit genitiv. ire simonîe die sie trîbent unde sich des beschœnent mit falschen glôsen Clos. chron. 55.