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eigen

mhd. bis spez. · 26 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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57 in 26 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

eigen Adj., Präp.

Bd. 2, Sp. 681
Wossidia eigen eegen Adj. eigen 1. in der a. Rechtsspr. leibeigen, unfrei 'de wil wesen eyn medebroder unses amptes her to Swerin, schal wesen echte unde recht, Dudes unde nicht Wendes, vry unde nicht eyghen' (Schw 1372) UB. 18, 642. 2. alles, was man oder jem. hat, besitzt, woran man persönlich Anteil hat, also zugehörend im Gegensatz zu fremd a. attributiv: 'myt mynen eghenen penningen' (meinem eigenen Gelde; Ro 1400) UB. 24, 25; privata pecunia 'eigen gelt' Chytr. 522; 'binnen sineme eyghen hus' (Schw 1361) UB. 15,83; 'pralen ..., dat se egene Hser egendOemlick besitten, so se doch nicht einen egenen stein darinne unde daranne hebben' Gry. Lb. 2, G 1b; mod. eigen Hus Sarg: der Geldgierige kriggt nich ihrer naug, as bet hei 'n eigen Hus hett WaWaren@Groß FlotowGFlot; iron. von einem mißliebigen Menschen: dee kriggt ok sin eigen Hus, wo he mit de Näs' ant Dack stött Wa; eigenes Land u. a.: dee (die schlechte Zigarre) hest ok woll up din eigen Brak buugt RoRostock@RibnitzRibn; dat is all eigen Acker hier Besitz im Gegensatz zur Pachtung Wa; ebenso: he hett dat köfft as eigen Gaut RoRostock@DoberanDob; de eigen Herrn Gutsbesitzer WiWismar@MecklenburgMeckl; eigen Schippers Wo. Seem. 1, 11; eigen Smäd', keine Pachtsmäd' RoRostock@DoberanDob; de Hahn is up 'n eigen Mess am krœsigsten Klock; eigen Nest is 't allerbest PaParchim@PlauPlau; he maakt dat as de Wäd'hopp, he kackt sick int eigen Nest tut sich selber Schaden ebda; der Dummkopf kennt sin eigen Mudder nich WaWaren@VipperowVipp; Unabhängigkeit wird ausgedrückt: dat hei in sine eigene Schauh stünn Reut. 2, 200; ick wir nu min eegen Herr Bri. 4, 10; Stillfr. Köst. 1, 175; so oft im Gen.: in de Stadt is man doch sin eegens Herr StaStargard@StrelitzStrel; H. Schröd. Buerh. 1, 96; 3, 27; Loep. 91; du büst ... 'n bäten sihr tidig to din eegen Brot kamen Bri. 4, 12; ähnl.: sin eigen Bohnen äten Wa; sinen eigen Grapen (Pott) schrapen einen Hausstand gründen GüGüstrow@KobrowKobr; WaWaren@Groß GievitzGGiev; 'in den Ehestandt treden, by er egen Fer tho syttende kamen, unde eren egenen Grapen schrapen, unde ere vOete under eren egenen Dysch steken' Gry. Lb. 1, Q 3a; unberechtigte Selbstständigkeitsregungen werden abgewiesen: ja, du büst Inspekter œwer din eigen Lüs' un Flöh Wa; der Übelnehmende ward bi sin eigen Fauder (aus eigenem Antrieb) wedder gaut MaMalchin@GnoienGnoi; das maulende Kind wird getröstet: mööst bi din eigen Brot wedder warden Chemn; das neugierige Kind erhält auf die Frage wat gifft 't tau äten die Antwort: Tüffel mit eigen Supp HaHagenow@LoosenLoos; vielf. von Körperteilen: sehr mageres, elendes Vieh kann sin eigen Knaken (Fell) nich drägen Ro Rostock@KühlungsbornKühl; Gres; der Eigenwillige will sinen eigen Kopp bruken SchöSchönberg@SchlagsdorfSchlagsd; sin eigen Bein bräken ebda; Eltern, die ihre Kinder schlecht erzogen haben, hebben sick ne Raud' bunnen för ehren eigen Noors RoRostock@BastorfBast; scherzhaft vom Barfüßigen: dee geiht up sin eigen Sahlen Wa; ferner: ick bün acht Johr up min eigen Hand wääst mußte nach dem Tode meiner Frau allein wirtschaften RoRostock@AltheideAHeide; wenn he so recht up sin eigen Fett wir bei Laune war SchöSchönberg@BössowBöss; vom Verschwender sieht man voraus: dei frett sinen eigen Dreck noch eins Wa; der Mißtrauische trug't sinen eigen Fort nich Wa; der Furchtsame löppt vör sinen eigen Schatten weg WaWaren@VipperowVipp; kennt sin eegen Spök nich Ro; in der Dorfneckerei kriggt ein jeder sin eigen Verachtels RoRostock@RetschowRetsch; im Volksreim: As he nah Kükemünning kamm, Seg' he sin eegen Wunner an Wo. V. 2, 1531; (dat) weit ick von eigen Ogenschin nich (habe es nicht selbst gesehen) Reut. 4, 321; wenn man so vör sin eigen Kredit sitt mit seinen Gedanken allein ist RoRostock@KlockenhagenKlock; Handeln auf eigene Verantwortung bezeichnet: dat dau ick ut (up) min eigen Heiten, dat deit hei ut sin eigen Geheit, up sin eigen Köstentierung, up sin eigen Kann' Bier, up sinen eigen Kredit, Profund, Schalm, Schatten; dee nähmen ehr eigen Recht greifen zur Selbsthilfe SchöSchönberg@CarlowCarl; ferner eigengewachsen, echt im Gegensatz zu künstlich: eigen Blaumen RoRostock@KlockenhagenKlock; zur Familie gehörig, verwandt: eigen Dierns im Bauernhause dienende Blutsverwandte LuLudwigslust@GrebsGrebs; wi sünd noch eigen sind miteinander verwandt HaHagenow@RedefinRed; eingeboren: eigen Lüd' im Lande geborene im Gegensatz zu den fremden Schnittern WaWaren@AnkershagenAnk; dat hebben ok Eigen (gebürtige Mecklenburger) verstahn hier in Mäkelborg RoRostock@TessinTess; hier sünd dörtig eigen Inwœhners im Dorf geborene Katenleute MaMalchin@RemplinRempl; ebenso: he wir eigen WaWaren@Klein LuckowKLuck; auch von einer selbstaufgezogenen Starke: dee is von eigen Herkamen Jab; ungewöhnlich ist die Bedeutung geeignet, jem. passend, zusagend: Du kannst mi gelegentlich din Hart utschüdden, ick will di din eigen Tit dortau günnen Bri. 3, 111; dieser Schriftsteller gebraucht eigen einmal auch nach dem Muster der englischen syntaktischen Verbindung my own country mein Vaterland, God's own country Gottes Land: Denn dat 's noch nich de Ul ehr eegen Tit (Denn es ist noch nicht die Zeit der Eule) 1, 114. b. prädikativ: se hadden em nich eigen warden laten wullt hatten ihm nicht gestattet, eigenen Besitz zu erwerben SchöSchönberg@SchlagsdorfSchlagsd; in Verbindung mit dem Pron. poss.: 'hernamals, wenn se er egen werden' (einen eigenen Hausstand gründen) Gry. Lb. 1, Q 3b; 2a. c. subst. Neutr., in a. Spr. bisweilen auch Mask. im Sinne von Eigentum: 'ere denere ... sint ghereden ... in unse herscop, in unsen eghen und in unse vryheit' (Schw 1361) UB. 15, 83; dat ick ok wat Eigens un ne Fru hebben mücht H. Schröd. Buerh. 3, 50; all den schönen Acker, den ick grad den lütten Mann taudacht hadd ... as arw un eigen Bri. 5, 58; sprw. Eigen wat, Wur gaut is dat; in dieser Verwendung sonst nur mit dem Pron. poss.: is dat din eigen? Lüs' un Flöh sünd min eigen WaWaren@JabelJab; vom laut weinenden Kinde sagt man: lat em, de Kähl is sin eigen Eld; oft in großsprecherischen Rdaa.: all' min eigen bet an 'n Medowschen Scheid'graben PaParchim@DobbertinDobb; is all' min eigen von hier bet Woren Wa; all' min eigen, seggt de Specker (WaWaren@SpeckSpeck) Möller, Hund un Kor WaWaren@Groß FlotowGFlot; auch beim Kartenspiel gesagt, wenn man die letzten Stiche einnimmt RoRostock@RibnitzRibn; Kühl; all min eigen, säd' de Schirensliperjung', Hund un Karr, blossen dat Rad hüürt 'n Meister tau WaWaren@EldenburgEld; ... säd' de Jung', donn hadd' hei twei Pietschen Gü Güstrow@LüssowLüss; selten bei hebben: ein junger Mann, der eine Zigarre raucht, wird gefragt: hest ok twei Bücksen din eigen? RoRostock@KühlungsbornKühl; von einer Präp. abhängig: Ik sett mi en bäten dal. Schenier di nich! Sittst up din eigen Zier. Kiesb. 39; tau eigen: 'to eygen hebben' (besitzen; GüGüstrow@SchwaanSchwaan 1399) UB. 23, 588; usucapere 'dörch lanckwylige Besittinge tho egen maken' Chytr. 169; dat Hus hett de Großherzog minen Vadder tau eigen schenkt Pa; wenn du mi anbeden deist, denn sall 't alls di tau eigen hüren Luk. 4, 8; Reut. 6, 284; för eigen: mancipare 'einem andern etwas vör eigen geven' Chytr. 161; he hadd' ehr för eegen annahmen an Kindesstatt StaStargard@ZirtowZirt. 3. sauber, ordentlich in Kleidung und Wirtschaft: de Diern is eigen GüGüstrow@GülzowGülz; dee is so eigen in ehr Tüg Wa; auch genau: wenn du up föftig Penning eigen büst wenn du so genau rechnest HaHagenow@RedefinRed. 4. eigenartig, besonders: dat is 'n eigen Ding, wo de Buer sin Kinner mit maakt Wa; hei is 'n eigen Kräwt ein Sonderling HaHagenow@RedefinRed; abgewandelt empfindlich: Luzern (is) so eigen mit den Acker Loep. 121; dor sünd de Käuh gewaltig eigen mit 173. 5. eigensinnig: du büst ümmer so eigen wääst HaHagenow@RedefinRed; oft im scherzhaften Vergleich: eigen as Finksch, wat se nich kriggt, nimmt s' ok nich StaStargard@WulkenzinWulk; ... hett up 'n Sünndag nich an 'n Kak stahn wullt MaMalchin@Groß HelleGHelle; ... hett nich in 'n Manschin pissen wullt WaWaren@VipperowVipp; eigen as oll Pitthacksch, hett 'n Plograd för 'n Kringel upfräten StaStargard@MirowMir; ... as Bäcker Klotzen sin Fru, wenn s' kein Semmel hett, verköfft se ok kein WiWismar@NeuklosterNKlost; eigen as Koorl Boors, löppt up Söcken dörch de Wisch WaWaren@LoppinLopp; ... Johann Held, süll an 'n Galgen un wull nich ebda; eigen as Kœtelpeter, dee hett nich in 'n Himmel töben wullt HaHagenow@RedefinRed; PaParchim@DobbertinDobb; eigen as Micheelsch ehr Farken WaWaren@Alt SchwerinASchwer; ... Fink sin Buck, dee is gor nich mit de Schap ut 'n Dörp gahn RoRostock@KlockenhagenKlock; ... Finken ehr Kater, hett up 'n Pingstmorgen nich musen wullt ebda; HaHagenow@RedefinRed; ... Zacharias sin Zäg', dee hett nich ahn Buck ut 'n Dur gahn wullt WaWaren@Alt SchwerinASchwer; ... as 'n Schaapsbuck, dee geiht trügg'oors ut 'n Stall PaParchim@PlauPlau; ... de Dammer Gäus, wenn se kein Water hebben, supen se nich Sporn. 6. zuweilen Superlativ: Jochen Mürat in eegenste Person Bri. 2, 233; sin egenst Egendom Stend. Bill. 18. Zs. sülwsteigen. — Mnd. êgen. — Br. Wb. 1, 293; Kü. 1, 409; Me. 1, 1009.
8331 Zeichen · 137 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    eigenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +18 Parallelbelege

    eigen stn. eigenthum, insbesondere grundbesitz. fundus, praedium, allodium sumerl. 7,83. 13,49. 44, 31. er fuor ze sînem…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    eigenAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    eigen , Adj. Vw.: s. ēgen (2) L.: Lü 92b (eigen)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Eigen

    Adelung (1793–1801) · +14 Parallelbelege

    Eigen , adj. et adv. welches überhaupt den Besitz einer Sache, mit Ausschließung eines jeden andern Besitzers andeutet. …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    eigen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    eigen in der Flexion häufig synkopiert -gn-; ‘allzueigen’ 43,7,2 Cell Vorr wiederholt subst (auch Kleinschr) 1 Zugehörig…

  5. modern
    Dialekt
    eigen

    Elsässisches Wb. · +10 Parallelbelege

    eige n [aikə Su. Dü. M. ; æjə Barr K. Z. Han. Ndrbetschd. ; ajə Rchw. Str. Wörth Lohr ] 1. angehörig. Mi n eige n mein e…

  6. Spezial
    eigen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ei|gen adj. 1 (persönlich) personal (-ai, -a): seine eigen e Meinung süa minunga personala 2 (jdm. selbst gehörend) so (…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit eigen

857 Bildungen · 616 Erstglied · 229 Zweitglied · 12 Ableitungen

eigen‑ als Erstglied (30 von 616)

Eigenbrot

SHW

Eigen-brot Band 2, Spalte 49-50

Eigenlob

SHW

Eigen-lob Band 2, Spalte 49-50

Eigensinn

SHW

Eigen-sinn Band 2, Spalte 49-50

Eigen (Adj.)

Wander

Eigen (Adj.) Eigen (Adj.). 1. Eegen deit eegen kên Schaden. ( Holst. ) – Bueren, 441. Wenn z.B. eigenes Vieh dem Eigenthümer das Kornfeld ze…

eigenagenei

PfWB

eigenagenei : im KR.: Eins, zwei, drei, eigenagenei; eigenage, Messerstiel, alte Weiber fressen viel [ KU-Hundh ]; vgl. Var. bei Messerstiel…

Eigenansicht

Campe

eigen·ansicht

○ Die Eigenansicht , d. Mz. ungew. die eigene Ansicht, die Ansicht, Besichtigung einer Sache mit eignen Augen (Authopsie). Dann auch, die Be…

eigenantrieb

DWB2

eigen·antrieb

eigenantrieb m. zuss. mit antrieb m. 2 WDG 1,190 a , in einer maschine selbst befindlicher antrieb: 1965 Lueger lex. ( 1960 ) 6,385 a .

eigenarbeit

DWB2

eigen·arbeit

eigenarbeit f. : 1902 Sombart kapitalismus 1,28. 1965 frankf. allg. ztg. 225,6.

eigenartig

DWB

eigen·artig

eigenartig , proprius, eigner art, eigenthümlich: er nannte es nach treflicher eigenartiger bestimmung dattelförmig körnigen quarz. Göthe 32…

EIGENARTIGERWEISE

DWB2

eigenartig·er·weise

EIGENARTIGERWEISE adv. zusammenrückung der genitivverbindung von eigenartig adj. B 2 und weise f. bezeichnet einen mitzuteilenden sachverhal…

Eigenartigkeit

LDWB2

eigenartig·keit

Ei|ge|nar|tig|keit f. (-,-en) 1 (Besonderheit) particolarité (-s) f. 2 (Sonderbarkeit) singolarité (-s) f. , originalité (-s) f.

eigenbackt

MeckWB

eigenbackt selbstgebacken: eigenbackt Brot, Stuten Schö; dee ett noch eigenbackt Brot ist altfränkisch Ro AHeide . Me. 1, 1011.

EIGENBAR

DWB2

eigen·bar

EIGENBAR adj. abl. von eigen adj. im gegensatz zu der in unterschiedlichen bedeutungen vielgebrauchten lich- bildung scheint die bar- abl. n…

eigenbedingt

GWB

eigen·bedingt

eigenbedingt durch die spezif Verhältnisse geprägt die e-e Lage des Landes [ Böhmens ] 42 1 ,37,24 Üb:Monatsschr Böhmen [Varnhagen/G] Josef …

EIGENBEHÖRIGKEIT

DWB2

eigenbehoerig·keit

EIGENBEHÖRIGKEIT f. abl. von eigenbehörig adj. 1. leibeigenschaft: ⟨1801⟩ aufhebung der eigenbehörigkeit Stein staatsschr. 2 Th. Maak

Eigenbeliebig

Campe

eigen·beliebig

○ Eigenbeliebig , adj. u. adv. aus eigenem Belieben. » Eigenbeliebige Änderungen machen.« Henke.

eigen als Zweitglied (30 von 229)

allereigen

KöblerMhd

*allereigen , Adj. nhd. „allereigen“ Hw.: s. allereigenste E.: s. aller, eigen (5)

framgineigen?

KöblerAnfrk

*fram·gineigen

*framgineigen? , sw. V. (1) Hw.: vgl. ahd. framgineigen* Son.: amfrk. MNPsA Inf. frangeneian declinare 16, 11 Leiden = MNPsA Nr. 259 (van He…

neigen

KöblerAhd

*neigen , sw. V. (1a) Vw.: s. *zuo- Hw.: vgl. as. *hnēgian (2)*

steigen?

KöblerAhd

*steigen? , sw. V. (1) nhd. steigen machen, erhöhen ne. increase (V.) Q.: PN

treigen

KöblerMhd

*treigen , V. Vw.: s. ūf-, zer- E.: Herkunft ungeklärt?

weigen?

KöblerMhd

*weigen? , st. N. Vw.: s. sturm- E.: s. weigen (1) W.: nhd. DW-

zuoneigen?

KöblerAhd

*zuoneigen? , sw. V. (1a) Hw.: vgl. as. tōhnēgian*

teigen

BWB

-teigen Band 3, Spalte 3,1482

abe neigen

MWB

abe neigen swV. 1 ‘sich niederneigen’ , refl.2 ‘abweichen, sich abwenden (von etw./jmdm.)’ 3 ‘etw. abwenden, ablenken’    1 ‘sich niederneig…

abe seihen, abe seigen

MWB

abe seihen, abe seigen swV. ‘durch Abgießen Flüssiges und Festes trennen, abseihen’ so seige denne abe das smaltz BvgSp 11. 31; daz side [..…

abeneigen

KöblerMhd

aben·eigen

abeneigen , st. N. nhd. „Abneigen“, Beugung Q.: KvMSph (1347-1350) (FB abeneigen) E.: s. abeneigen L.: Lexer (abeneigen), FB 2b (abeneigen)

abersteigen

DRW

aber·steigen

abersteigen durch Ersteigen wegnehmen der R. selbsechszehnde wolten dem H. sein sloß aberstigen und erloffen und in gefangen haben 15. Jh. B…

abmeigen

KöblerMhd

abmeigen , sw. V. Vw.: s. abemæjen

abneigen

DWB

abneigen , deflectere, declinare. auge, ohr, herz von einem abneigen; wan die sonn ihren schein von uns abnaiget. Weckherlin 207 ; ob der bl…

absteigen

DWB

abs·teigen

absteigen , descendere, niedersteigen, nnl. afstijgen: vom pferde, wagen absteigen, früher ab dem pferde steigen; vom thurm, berge, von der …

afkleigen

KöblerMnd

afkleigen , V. Vw.: s. afkleien L.: MndHwb 1, 27, Lü 6a (afkleigen)

afnêⁱgen

MNWB

afnêⁱgen , swv. , abwenden, sich vom rechten Wege wenden, declinare.

afweigen

MeckWBN

Wossidia MeckWB afweigen 2. fortgehen: ick weih glik af Ha Hagenow@Wittenburg Witt .

alteigen

MWB

alte·igen

alteigen stN. ‘abgabenfreies Grundstück, Erbgut’ selgut und alteigen DRW 1,525 (Hanauer, Const d’Alsace; a.1240) MWB 1 180,20; Bearbeiter: T…

ananeigen

KöblerAhd

anane·igen

ananeigen , sw. V. (1a) nhd. „anneigen“, neigen, anlehnen, sich anlehnen ne. lean (V.) against ÜG.: lat. inniti Gl Q.: Gl (10. Jh.) I.: Lüs.…

ane neigen

MWB

ane neigen swV. ‘anlehnen’ dy fuchse dy haben ere holre unde dy vogele der hemele ere nest, abir des menschyn sun hat nicht do her syn houbi…

ane weigen

MWB

ane weigen swV. möglicherweise zu anewîgen mit nhd. Diphthongierung 1 ‘jmdn. angreifen’ 2 ‘jmdn. anfechten, versuchen, verfolgen’ 3 ‘etw. be…

ane zeigen

MWB

ane zeigen swV. ‘etw. (auf)zeigen, auf etw. hinweisen’ alle gotis lêrâre [...] zaigetin mir an den engin stîch dâ man sich ubeltâten schamin…

anegeneigen

KöblerMhd

ane·geneigen

anegeneigen , sw. V. nhd. „angeneigen“ Hw.: s. ane, geneigen Q.: EvB (1340) (FB ane geneigen) E.: s. ane, geneigen W.: nhd. DW2- L.: FB 14b …

Ableitungen von eigen (12 von 12)

beeigenen

Lexer

be-eigenen swv. einem ein gut gerichtlich als freies eigentum übergeben. was ich gut hab schol alles peaygent werden zu kreftung des gotsdin…

eigene

BMZ

eigene swv. spreche zu, mache eigen. Graff 1,116. mein herz hât si geaiget Hätzl. 1,36,31. geeignet ansässig. geeignet und geerbet Gr. w. 1,…

enteigenen

KöblerMhd

enteigenen , sw. V. nhd. enteignen Hw.: vgl. mnl. onteigenen Q.: Ack (nach 1400) E.: s. ent, eigenen W.: nhd. enteignen, V., enteignen, DW2 …

ereigen

DWB

ereigen , ostendere, monstrare, erweisen, erzeigen. schon verschiedentlich ist nachgewiesen worden (1, 801. 3, 96), dasz eigen in diesem wor…

geeigene

BMZ

geeigene swv. wan di sêle dem lîcham geeigent wirt myst. 1,18,6.

geeigenen

Lexer

ge-eigenen swv. BMZ zueignen mit dat. Myst.

uneigen

DWB

uneigen , adj. adv. , im gegensatz zu eigen alienus, extraneus, improprius Stieler 26 : solche ihnen uneigne, aber committirte geschäfte Zin…

ureigen

DWB

ureigen , adj. adv. , eigen mit ur- C 4 c. 1 1) eigen 3 entsprechend, seit urdenklicher zeit leibeigen: patrimonial, u. Kinderling 309 . 2 2…

vereigen

Lexer

ver-eigenen , ver-eigen swv. BMZ zu eigen geben, machen. dî kint êwiclich voreigint sint Jer. 7198. sorg und leit in âhte, fröud und liep ve…

vereigene

BMZ

vereigene swv. gebe zu eigen, bestätige. Oberl. 1889.

Vereigenen

Campe

Vereigenen , v. trs . zum Eigenthum geben, besonders ein bisheriges Lehengut zum Eigenthnm übergeben, zu einem eigenen Gute machen. »— um ey…