Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
geneigen
geneigen , sich neigen, geneigt sein, mhd. genîgen im eigentlichen sinne, nach genîgec gên den sünden myst. 321, 2, geneigig Ködiz 46, 33 var. doch wol auch schon bildlich ( s. auch geneigsam): da seine ( des Asmus ) begriffe von verdienst von den begriffen des teutschen Merkurs etwas abzugehen geneigten. Claudius 1. 2, 125 ; wir haben gesehn, dasz auch der ahd. vers zur kürzung der ersten hälfte geneigte. J. Grimm lat. ged. des 10 . u. 11. jh. s. xliii. auch neigung bezeigen, geneigt anbieten: mir geneigeten die herren pfandträger ihre hausbequemlichkeiten anzubieten ( als schiffbrüchigem ). …