lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

fangen

ahd. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
25 in 20 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
Verweise rein
145
Verweise raus
129

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

fangen

Bd. 3, Sp. 1311
fangen , die aus fahan entspringende nasalform (sp. 1236), analog dem hangen aus hahan, dem gangen aus gahan, wobei die ahd. mhd. kürzungen vân, hân, gân, alle ein ausgefallnes h voraussetzend, zu erwägen sind. Ulfilas überliefert uns weder faggan noch haggan, in der goth. sprache können sie doch schon frühe aufgetaucht sein, da sich gaggan neben gahts findet und auch das verwandte figgrs, finger (s. dieses wort) auf faggan zu schlieszen berechtigt. ahd. erfolgte production des fahan in fâhan, hahan in hâhan, mhd. vâhen, hâhen. der bedeutung von fahen, fangen entspricht das goth. niman, ahd.man, gr. λαβεῖν. neben fâhan fiang hatte sich auch für abstracte begriffe ein schwaches fangôn fangôta erzeugt (Graff 3, 414. 415), welchem keine mhd. noch nhd. bildung entspricht. auszerdem vergleiche man fassen, ahd. faʒʒôn, dessen sinn sehr nahe liegt, das aber anders wurzelt. 11) menschen, leute fangen: mach dich auf Barak, und fange deine fenger. richt. 5, 12; und fiengen zween fürsten der Midianiter, Oreb und Seb. 7, 25; fieng er einen knaben aus den leuten zu Sucoth. 8, 14; und David fieng aus inen tausent und sieben hundert reuter. 2 Sam. 8, 4; ergriffen Zedekia im felde bei Jeriho und fiengen in. Jer. 39, 5; er fieng die feinde des herrn. Sir. 46, 4; überfielen den Johannem und fiengen in. 1 Macc. 9, 36; Juda, der ein furgenger war dere, die Jesum fiengen. apostelg. 1, 16; fur er fort und fieng Petrum auch. 12, 3; der dieb entfloh und niemand konnte ihn fangen. ahd. fieng irâ hant, tenuit manum ejus. T. 60, 15, faszte, hielt ihre hand; fieng sînan bart, faszte, grif in seinen bart. fangen, einnehmen, gewinnen: gewis du fängst mich nicht, lasz mich nur ungestört, und liebe nur für dich, das ist dir unverwehrt. Rost schäferg. 133. bemerkenswerth ist noch fangen im sinne von anbinden zur feier des geburts oder namenstages: sondern müssen euch mit verlangen auf ewers namens tag heut fangen. Wolfh. Spangenberg anbind oder fangbriefe B 7b und sonst sehr oft. Schm. 1, 539 aus Schönsleder: natali suo aliquem nectere, amica vincula injicere, natalitio serto honorare. 22) thiere fangen: und Simson gieng hin und fieng drei hundert füchse. richt. 15, 4; da das die heiden von im (dem lewen) höreten, fiengen sie in in iren gruben und füreten in an keten in Egyptenland. Ez. 19, 4. 8; meister wir haben die ganze nacht geerbeitet und nichts gefangen (goth. vaiht ni nêmum). Luc. 5, 5; und in derselbigen nacht fiengen sie nichts. Joh. 21, 3; bringet her von den fischen, die ir itzt gefangen habt. 21, 10. auch von kleinen thieren, mäuse, ratten, käfer, fliegen, mücken, flöhe, läuse, schmetterlinge fangen, haschen, wo die alte sprache schwerlich niman gebrauchte, und wo sich oft nebenbedeutungen entwickelten, z. b. maulwürfe fangen hiesz in die erde kriechen, sterben: und durch seins meisters des teufels hilf kriegt er (Johannes 19) endlich die papstkron ums jar 1005, behielt sie aber nur 5 monat und darnach gieng er mollen fangen und reist zu seim meister auf die fegfeurkirben ins seelfegerland oder daselbst umher. bienenk. 218a; grillen fangen ist nugari, ineptire, inanibus curis indulgere: pursche fangen grillen, aber wenn sie füllen und die pfeifen glühn, musz der schmerz so weit entfliehn, als die spansche degenklinge vor dem tapfern Binge. Günther 919; fieng die schlimmste aller grillen. Wieland 22, 271; vgl. mhd. nu hüet ër sîner grillen, dër ër dâ hât gewalt. MSH. 3, 262b, mehr davon unter grille und heimchen; die mücken fangen, culices legere, etwas geringes, unbedeutendes verrichten: er denkt, er trägt die welt aufm rücken, fäng (l. fieng) er uns nur einmal die mücken! aber da ist nichts recht und gut, als was herr pater selber thut. Göthe 13, 72. 33) feuer fangen, ignem concipere: das stroh fieng feuer; pulver fängt leicht feuer; der zunder fängt nicht; daʒ deʒ fiur möhte sîn gevangen mit eim schoube. Er. 9207; du siehst die schöne sonn auf ewig schlafen gehn, die wälder fangen feur, die kühle bäche stehn und seigen (versiegen). Gryphius 1, 701; die geister fangen glut, die muntern finger spielen und müssen diese kraft in jeder sehne fühlen. Günther 745; seitdem fieng mancher schäfer aus Chloris augen feuer. Hagedorn 3, 66; wie ist ihm zu thun, dasz ich dereinsten nicht auch erlösche, sollts anders dahin kommen, dasz der funken, so etwa in mir ist, noch fienge. Klopstock 12, 118; der stöszer fieng feuer bei dem schornstein des gasthofs, aus dem das ledergespenst dreimal geschauet. J. P. komet 3, 167; der nacht tiefschwarzer schleier fängt nun im schiffesbrande plötzlich feuer und leuchtet weithin übers wilde meer. Lenau Faust 148. 44) wasser fangen, einlassen: das schif fängt wasser durch alle fugen, navis aquam omnibus compagibus accipit. Livius 35, 27; als wir nun mit erschrockenem herzen in der irre herum fuhren, fieng unser schif mit gewalt wasser zu fangen an (ungeschickte häufung von fangen und anfangen). Heberer 1, 153; wer von solchem leder winterstifel het, der möcht getröst nach ustern fischen, dann sie würden kein wasser fangen. Garg. 247b. den brunnen fangen, wie den harn fahen (sp. 1238, 8): mein alte, ich hab mich bedacht, und hab vor mein brunnen gefangen. H. Sachs V, 353c; doch thet zu meinem glück gleich stallen mein grawe, da fieng ich irn harm in mein kutrolf noch also warm. 354b. in anderm sinn hiesz das wasser fangen es einfangen, einfassen, eindämmen: item welcher aus weihern oder beheltnus fisch stilt, ist auch eim diebstal gleich zu strafen, so aber einer aus einem flieszenden 'ungefangen' wasser fieng, das einem andern zustünd, der ist an seinem leib oder gut ... nach rat der rechtverstendigen zu strafen. Carolina 169 und ebenso bamb. halsgerichtsordnung von 1507 art. 195. vgl.fach sp. 1218. 55) ein kind fangen, concipere prolem, wie empfangen oder empfahen (sp. 421. 422), altn. fâ son, dottir, filium filiamve coneipere. auch von thieren: stuten, so zum ersten belegt, bald gefangen haben. Hohberg 1, 108a. desgleichen sagt die hebamme, dasz sie kinder fange d. i. hole, bringe, hebe: meine liebholdinne hat ihre zwei söhne auf dem bette geboren und sind lebendig blieben und wol gefangen worden von einer alten frauen von 70 jahren, die auch mich und meine brüder aus meiner mutter leibe in ihrer jugend und mehr als 5000 andere ihrer bedienungszeit also gezogen, auf keinem harten henkerstul, sondern im weichen bette, die füsze sind ihr nicht in stücken getreten worden, ob sie gleich damals, als sie meine söhne brachte, an einem stecken gieng. Ettner 553. vgl. goth. fitan parere, unten unter fassen. 66) gift fangen, ansteckungsstoffe einsaugen, krankheiten fangen: wasgestalten an hiesigen stadtthoren die verfügung geschehen, keine fremde betteljuden und anderes ohnnütziges gesindel hereinzulassen, sofort abzuweisen ... keine leichtlich gift fangende waaren, güter und personen, wo die auch herkommen möchten, ... in hiesige stadt (Frankfurt) gelassen. (a. 1738). Belli 2, 86; doch hören wir oft ihre orakelsprüche gern und fangen endlich die krankheit. Sturz 1, 3; es ist eine böse, ansteckende krankheit, die sich sogar durch die luft mittheilt. ich wollte wetten, sie haben sie gestern abend in der atmosphäre der schwimmenden inseln gefangen. Göthe 56, 201. man sagte auch fangende krankheit, morbus contagiosus. Stieler 395. 77) luft, athem fangen, schöpfen, ziehen, einziehen, holen, nach Schm. 1, 538 mühsam athem holen, gewöhnlich aber blosz athmen: unter dem die geklemten und gepresten jüden wider athem fiengen, verschnauften und erquicket worden. Mathesius 84b; im garten, auf dem wall ein wenig frische luft fangen; doch einest ein attem finge (aufathmete). Steinhöwel dec. 567, 22; mhd. dô wolt ër eine küele vân. Lanz. 3127; die luft wolte da vâhen ër. Ludwig 6177; ein rôr in daʒ schiffelîn gienc, dâ mite Morolt den âtem vienc. Morolt 1824. 88) eine gräte, einen dorn, splitter fangen, einziehen: sein hals fieng eine gräte, an der er bald erstickt wäre; mein finger hat am rosenstock einen dorn gefangen; als wenn ein organischer körper einen splitter fienge. Göthe 32, 123. 99) das fallende, zugeworfne fangen: den ball, das schnupftuch fangen; die betteljungen wissen das geld zu fangen. vgl.facken sp. 1229. 1010) ahd. maʒ fâhan, cibum capere, altn. fâ mat, speise einnehmen, zu sich nehmen. altn. fâ sveita, sudare: þâ ër hann svaf fèck hann sveita, als er schlief bekam er schweisz. Snorri 7, wozu ahd. sueiʒfanc sudarium stimmt; mhd. eine varwe gevienc. Trist. 183, 38, eine farbe annahm; dar zuo gevie dër sëlbe slac einen also griulîchen smac. 184, 2, begann so greulich zu stinken, nahm übeln geruch an. 1111) mhd. die bërge vâhen, ins gebirge gehen. Diemer 141, 16. 143, 10; einen wëc, stîc vân, einen weg, pfad einschlagen: dar zuo ein breitiu strâʒe gienc, die Ernst mit dën sînen vienc. Ernst 3680; einen stîc ich dô gevienc, dër truoc mich ûʒ dër wilde. Iw. 274; alsus Martinus aber vienc den wëc, den ër gein lande gienc. pass. K. 595, 75, wie wir heute sagen den weg nehmen, viam capere. 1212) der regen fängt den staub, faszt ihn, führt ihn fort; mhd. daʒ waʒʒer was geleitet in daʒ hûs, dâ ëʒ vienc mist, den fuorteʒ hin in kurzer frist. Ernst 2469, die wasserleitung ergrif allen unrath und führte ihn aus dem haus. 1313) herberge, kunde, nachricht fangen, domicilium, notitiam capere. ein schöner beleg zu herbërge vân Parz. 638, 5 steht schon sp. 182 ausgehohen: dû wilt ze tumbe dër ritter künde vâhen. Neidhart 27, 28; drei tausent sinngetichte, wol mehr noch sind gegangen, um hin und her zu streifen und nachricht wo zu fangen, ob achten, ob verachten bei klugen zu erlangen. Logau 3, 241, 130. 1414) mhd. den site vâhen, morem recipere, einen brauch einführen, befolgen, üben: ein site was dâ gevangen, dër sëlten wart übergangen. Strickers Daniel, im eingang. hierzu stimmt das ahd. situfangôn (Graff 3, 414), doch nhd. kommt die redensart nicht mehr vor. 1515) nhd. ein herz fangen, den muth fangen = fassen: da aber die jungfrau sein mannliche that nun so oft gesehen hatte, da fieng sie ein herz zu im und sprach. Wigalois prosa s. 50; mhd. si gevâhet lîhte ein müetelîn, dës man gërne âne wolte sîn. Trist. 449, 35, sie verfällt leicht auf etwas, das man lieber unterlassen sähe. ahd. ër sâr thia beldida gifiang, thaʒ ër in thaʒ grab giang. O. V. 5, 9, er faszte sich ein herz in das grab zu gehen. ähnlich ist drôst gifâhan eines, O. I. 20, 30 sich eines getrösten. mhd. dër abbet vienc dër rede haʒ. Haupt 8, 103, ärgerte sich über die rede. 1616) wie früher 'eines', 'zu etwas', sagen wir heute 'nach etwas fangen, greifen: er fieng nach dem ball (vgl.fangeball); der hund fängt nach dem zugeworfnen knochen; daher befürcht ich allemal, das was ich der tochter vortrage langweile die mutter, und ich fange mit recht, wenn diese kömmt, nach einem besseren redefaden. J. P. Hesp. 2, 17, wie es auch heiszt den faden fassen, und faden selbst sich aus fahen herleitet (sp. 1230); diese stadt fängt nach viel solidern dingen. teufelsp. 1, 8; sagte, der teufel fienge schon sichtbar nach meiner seele. papierdrache 2, 117. 1717) im unpersönlichen ausdruck, d. h. so dasz von einem abstracten subst. auf die person eingeflossen wird: ahd. mih gifâhit (wie sonst nimit) wuntar, miror: sie thô wuntar gifiang. O. III. 16, 5; wanda is mih sô hevig wunder gefahet, quoniam hoc me miraculum maxime perturbat. N. Bth. 209; den ne gefahet tës nëhein wunder, minime miratur. 216; mhd. ir gruoʒ mich vie. MS. 1, 76a; wunne vie mich; ein michel vreude gevie die ritterschaft über al. Lanz. 7656; dô ër zwô mîle vor gie, diu müede in harte gevie. krone 12384, die müdigkeit faszte, ergrif ihn, occupavit eum; nhd. den ungütigen vahen sein bosheit und er wird gebunden mit den stricken seiner sünde, iniquitates suae capiunt impium et funibus peccatorum suorum constringitur. bibel von 1483, 297 = spr. Sal. 5, 22; uns fieng nach dir schier verlangen. Val. Bolz ölung Davidis. Basel 1554 Cb, sehnsucht erfaszte, ergrif uns. gewis noch andere, z. b. angst, furcht, freude fieng uns, nahm uns ein. 1818) ohne subject, das sich leicht hinzudenken läszt, steht fangen für treffen, fesseln: hats gefangen? Schiller 133b; jung bin ich und unerfahren, wie man fangen und bewahren und, der losen ränke voll weilen nun, dann fliehen soll. Boie in Voss musenalm. 1790 s. 174. vgl. der zunder, die pflanze fäht nicht (fängt nicht) oben sp. 1238. in einer urk. aus dem beginn des 16 jh. heiszt es in Chmels Maximilian s. 417: wo die guetigkait nit gefangn wurde, recht ergen lasse = wo die güte nicht fangen, nichts verfangen werde, solle recht ergehn. 1919) das participium gefangen verbindet sich mit stehn, sitzen, liegen, bleiben, halten, nehmen, geben: fest im eise stand sie gefangen und konnt ihm nicht wehren. Göthe 40, 192; er liegt gefangen im tiefen kerker, sitzt schon zehn jahre gefangen; hier hielt er mit himmlischer musik die hörer der lüfte (ältere ausg. die nachtigallen) gefangen. Schiller 132b; doch mehr als ringlein, perlenschnur und spangen hielt eine münze meinen blick gefangen. Lenau neu. ged. 14; Albrecht nahm seinen eigenen verstand gefangen. Schlosser weltg. 14, 36; hierauf hätte sich zwar manches einwenden lassen, aber wir gaben uns aus kindlicher achtung jedesmal gefangen. Göthe 26, 326, vgl. sich ergeben sp. 816 und ergibt sich gott gefangen sp. 1316 unter fangnis. 2020) refl. mhd. bî henden sich dô viengen zwêne dëgene. Nib. 1688, 1; si viengen sich bî hende. Rab. 29. 103. 140. 340; nhd. sich bei der hand fassen. mhd. vie sich in daʒ hâr. Greg. 3137, nhd. sich in das haar fassen, greifen: mhd. sich het diu maget rîche in einen mantel gevangen. Wigal. 25, 17, sich in einen mantel gewunden, gekleidet, gefaszt, vgl. ahd. gifang vestis. nhd. die maus hat sich in der falle gefangen; zum spatz, der sich auf dem saale gefangen hatte. Bürger 20a; er fängt sich in seinen eignen reden; der wind fängt sich in einer schlucht. 2121) endlich bedeutet auch fangen einigemal so viel als fangen machen, mit dem dat. der person: fang mir den ball, wirf ihn mir zu, ganz wie facken sp. 1229; einem eine fangen, einen beohrfeigen, wie sonst eine stechen, geben. so altschw. f für gifva, tillställa, überreichen, zustellen. vgl. abfangen, anfangen, auffangen, befangen, einfangen, empfangen, umfangen, verfangen, zufangen.
14341 Zeichen · 295 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    fangen

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +2 Parallelbelege

    fangen sw. v. I, nur in einer Gl. (Schlechter, Ahd. Aratorgl. 364, Nr. 4): ‚ergreifen, agere‘. – anafangenAWB sw. v. I o…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    fangenst. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    fangen , st. V. Vw.: s. vangen (1)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fangen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Fangen , verb. irreg. act. ich fange, du fängst, er fängt; Imperf. ich fing; Mittelwort gefangen; vermittelst Ergreifung…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    fangen

    Goethe-Wörterbuch

    fangen von etwa 300 Belegen 15 in der älteren Form ‘fahen’ (bes in Egm, ReinF, Cell, nur in Bed 1); Konj Präs (optativ) …

  5. modern
    Dialekt
    fangen

    Elsässisches Wb. · +9 Parallelbelege

    fange n [fàə allg. ], in der 2. und 3. Pers. Sing. ohne Umlaut; Part. gfange n , im W. gfang, daneben in Roppenzw. eine…

  6. Sprichwörter
    Fangen

    Wander (Sprichwörter)

    Fangen 1. Der, den man fängt, hat auch sein Haut. – Lehmann, II, 78, 64. 2. Fange zuerst den Hasen, dann wollen wir den …

  7. Spezial
    fangen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    fan|gen (fängt, fing, gefangen) vb.tr. 1 (zu fassen bekommen) pié (pëia) 2 (einfangen: von Tieren) pié (pëia) 3 (ergreif…

Verweisungsnetz

221 Knoten, 228 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 10 Hub 3 Kompositum 196 Sackgasse 12

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fangen

49 Bildungen · 3 Erstglied · 39 Zweitglied · 7 Ableitungen

Zerlegung von fangen 2 Komponenten

fan+gen

fangen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

fangen‑ als Erstglied (3 von 3)

Fangen der Kandare

Meyers

Fangen der Kandare , Untugend des Pferdes, eine Stange der Kandare festzubeißen (zu fangen), wodurch die Einwirkung des Reiters auf das Pfer…

fangenskip 54

KöblerAfries

fangenskip 54 , st. F. (i), N. nhd. Gefangenschaft ne. captivity Hw.: vgl. mnd. vangenschop, mnl. vangenschap Q.: AA 209 E.: s. fangia, *-sk…

fangen als Zweitglied (30 von 39)

anegefangen?

KöblerMnd

*anegefangen? , Adj. nhd. angefangen, eröffnet Vw.: s. un- E.: s. ane, fangen

entfangen?

KöblerMnd

*entfangen? , (Part. Prät.=)Adj. nhd. „empfangen“ Vw.: s. un- E.: s. entvangen

Unterfangen

RDWB1

Unterfangen n дело, задача, начинание, план, затея ein schwieriges ~ - трудное дело, непростая задача

aberpfangen

DRW

aberpfangen "in Pacht nehmen" SchweizId. I 721 Faksimile

abfangen

DWB

abfangen , intercipere, von einem weg, dem nachbar die tauben, das wild abfangen, das wasser abfangen, ableiten, einem den ball abfangen. be…

anempfangen

DRW

anempfangen verlesen für unempfangen? 1568 WürtLändlRQ. II 687 Faksimile

anfangen

DWB

anfangen , ineipere, nnl. aanvangen, früher anfahen, und ursprünglich an etwas fahen ( capere ), greifen, fassen, also angreifen, anfassen, …

angefangen

DRW

ange·fangen

angefangen wie anfangen (als Eigentum beanspruchen) ist daz ... ein gestolen gut in der stat geangevangen wirt ân den diep 1289 ÖW. VI 525 F…

aufempfangen

DRW

auf·empfangen

aufempfangen aufempha(c)hen rechtlich übernehmen, (einen Verkauf) gerichtlich durchführen 1303 WienStRb. 136 Faksimile das ich ... dasselbe …

auffangen

DWB

auf·fangen

auffangen , intercipere, excipere, nnl. opvangen, haschen. 1 1) den flüchtling, den dieb, den boten auffangen; das pferd, das wilde thier, d…

ausfangen

DWB

aus·fangen

ausfangen , capere, excipere, pferde aus der stuterei nehmen: jungen pferden, die erst neulich ausgefangen und aufgestellt worden, ist das t…

befangen

DWB

befangen , ahd. pifâhan amplecti, comprehendere, capere, implicare, circumdare ( Graff 3, 403 ), mhd. bevân, nnl. bevangen. 1 1) sinnlich, b…

einfangen

DWB

ein·fangen

einfangen , includere, recipere, dän. indfange, vgl. einfahen. 1 1) das wild, rebhüner, feldhüner einfangen; der eingefangne wolf heult erbä…

empfangen

DWB

empfangen , n. ich wäre sehr begierig gewesen, den eindruck, den ihr Hermann auf meine Stutgarter freunde gemacht hat, zu beobachten. an ein…

enpfangen

KöblerMhd

enpfangen , st. V. Vw.: s. enpfāhen

entfangen

DWB

ent·fangen

entfangen , was empfangen, bei Dasyp. entpfahen, bei Maaler entpfahen und entpfangen: zu küng mich Israel entpfieng. Schwarzenberg 107, 2 ; …

gefangen

DWB

gef·angen

gefangen , verstärktes fangen, fahen ( vgl. gefahen ), z. b. für gefangen nehmen: und erdacht im einen sin, wie dasz er den rat gefienge. Li…

Mitfangen

Wander

mit·fangen

Mitfangen Mite gefangen, mite gehangen. ( Schles. ) – Gomolcke, 787; Frommann, III, 243, 49.

samtentfangen

MNWB

samt·entfangen

° samtentfangen (sampt-) , swv. , Übersetzung von lat. communicare als Abendmahlshandlung (Braunschw. Kirchen-Ord. 190).

sāmententfangen

KöblerMnd

sāmententfangen , sw. V. Vw.: s. sāmententvangen*

Taubenfangen

DRW

tauben·fangen

Taubenfangen, n. Einfangen von ²Tauben von tauben fahen: es soll niemand kein zahme taube ... dem andern abfahen 1628 StraßbPolO. App. 10 Vo…

umfangen

DWB

umfangen und umfahen ( vgl. teil 3, 1236), vb., untrennbar; in älterer zeit vereinzelt in getrennter gestalt, z. b. umzefahen bibel (1483) 3…

unanegefangen

KöblerMnd

unanegefangen , Adj. nhd. „unangefangen“, nicht eröffnet Q.: Rüg.LandR. 99 E.: s. un... (1), angefangen W.: s. nhd. unangefangen, Adj., unan…

unangefangen

DWB

unangefangen , part.-adj. in verschiedener verwendung: als wirkliches adj., prädicativ und als absolutes part. Kramer (1700) 1, 339 . (1719)…

unbefangen

DWB

unbe·fangen

unbefangen , adj. adv. , gegentheil des sich etwas später durchsetzenden befangen, das Adelung noch nicht verzeichnet; beides in der hauptve…

Ableitungen von fangen (7 von 7)

befangen

DWB

befangen , ahd. pifâhan amplecti, comprehendere, capere, implicare, circumdare ( Graff 3, 403 ), mhd. bevân, nnl. bevangen. 1 1) sinnlich, b…

empfangen

DWB

empfangen , n. ich wäre sehr begierig gewesen, den eindruck, den ihr Hermann auf meine Stutgarter freunde gemacht hat, zu beobachten. an ein…

entfangen

DWB

entfangen , was empfangen, bei Dasyp. entpfahen, bei Maaler entpfahen und entpfangen: zu küng mich Israel entpfieng. Schwarzenberg 107, 2 ; …

erfangen

RhWB

er-fangen: sich e., erschrecken, sich rühren Bitb-Geichl (-ęŋk-).

gefangen

DWB

gefangen , verstärktes fangen, fahen ( vgl. gefahen ), z. b. für gefangen nehmen: und erdacht im einen sin, wie dasz er den rat gefienge. Li…

Gefangene

WWB

Ge-fangene m. [verstr.] 1. Soldat, der im Krieg gefangengenommen wurde. — Sprichw.: Olle Früijjer rüike, olle Gefangenen arm (Lippe Hd). — 2…

verfangen

DWB

verfangen , n. , substantivierter infinitiv des vorigen, das auffassen, auffangen: geben derwegen gemeldte drei stück nach dem fewers verfan…